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In 5 Schritten zur Entscheidung PDF Drucken E-Mail
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Magazin - Berufswelt
"Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten." Dieses Zitat von Friedrich Schiller lässt die Zwickmühle erkennen, die ein Entscheidungsprozess mit sich bringt. Zum einen sollte eine Entscheidung zügig fallen, zum anderen darf nichts unüberlegt überstürzt werden. Lesen Sie hier, wie Sie den richtigen Mittelweg finden!

Entscheidungen entscheiden lernen

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Eine Entscheidung zu treffen bedeutet meist zwischen zwei oder mehr Alternativen eine aus- bzw. abzuwählen. Sich zu ent-scheiden bedeutet aber auch, von etwas zu scheiden, d.h. etwas loslassen zu können.

Warum ist es so wichtig, Entscheidungen treffen zu lernen? Hier ein Beispiel: Eine Studie des US-Konzerns NCR Teradata (befragt wurden 158 Vorstände aus US-Konzernen) zeigte kürzlich, dass Spitzenmanager immer mehr Entscheidungen in immer weniger Zeit treffen müssen - obwohl die Sachfragen komplexer werden. Demnach müssen fast drei Viertel der befragten Manager mehr Entscheidungen treffen als noch vor einem Jahr! Über die Hälfte der Befragten gab an, dabei zunehmend unter Zeitdruck zu stehen. Nur sechs Prozent der Manager glauben, für ihre Entscheidungen immer rechtzeitig alle relevanten Informationen zur Verfügung zu haben.


Was bedeutet das?

Zum einen kann man aus der o.g. Studie ersehen, dass es in führenden Positionen unumgänglich ist, Entscheidungen zügig zu treffen. Zum anderen ist es erforderlich, Entscheidungen selbst dann zu treffen, wenn man aufgrund fehlender Informationen nicht die gesamte Sachlage überblicken kann. Das bedeutet also: Führungskräfte müssen zügig Entscheidungen jeglicher Art treffen können.

Nicht jedem ist diese Eigenschaft in die Wiege gelegt worden. Wie kann man also seine Entscheidungsfreudigkeit verbessern?


1. Beschließen, dass man eine Entscheidung treffen wird

Wer sich fragt "Soll ich das oder das machen?", "Ja oder nein?" oder "Ich weiß nicht, was ich will!?", der kommt in die Versuchung, einer schwierigen Entscheidung aus dem Weg zu gehen, indem er gar nicht entscheidet. Nachstehendes Verhalten ist die Folge:
  • Abwarten, bis (z.B. wegen Zeitablauf) nur noch eine Entscheidungsalternative übrig ist.
  • Jemand anderen dazu drängen, die Entscheidung zu treffen.
  • Sich selbst als nicht verantwortlich darstellen und die Aufgabe abwälzen.

Häufig ist den betroffenen Personen nicht bewusst, dass sie durch dieses Verhalten keine eigenverantwortliche Entscheidung getroffen haben. In Wahrheit haben sie Macht abgegeben - sie sind im wahrsten Sinne des Wortes ohn-mächtig geworden.

Im ersten Schritt ist es daher wichtig zu beschließen, dass man eine Entscheidung treffen wird und nicht passiv abwartet, bis eine Entscheidung getroffen wurde.


2. Notwendige Informationen einholen

Beschaffen Sie sich so viele Informationen wie nötig. Sie möchten ein neues Auto anschaffen? Oder einen Laptop kaufen? Soll der Laptop in erster Linie mit besonderen Grafikprogrammen arbeiten können oder brauchen Sie ihn "nur" zur Textverarbeitung? Entsprechend Ihrer Schwerpunktsetzung sollten Sie Informationen einholen. Aber Achtung: Beschweren Sie sich nicht mit irrelevantem Informationsballast - das erschwert die Entscheidung unnötig!

Informationen sind wichtig, weil dadurch…

  • …individuell wichtige Kriterien berücksichtigt werden
  • …neue Hinweise erkannt werden
  • …persönliche Bedürfnisse einbezogen werden

Diese Informationsbeschaffung erfordert Zeit. Eilt die Entscheidung, können Sie Bedenkzeit erwirken, indem Sie z.B. sagen: "Ich kümmere mich um die Angelegenheit und melde mich in 5 Minuten zurück." Oder Sie fragen schlicht und ergreifend: "Bis wann benötigen Sie meine Entscheidung?"

Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie niemals in der Lage sein werden, alle verfügbaren und relevanten Informationen zu beschaffen. Vielmehr müssen Sie den Punkt erkennen lernen, an dem die überwiegende Zahl der vorhandenen Informationen dafür spricht, sich für eine Alternative zu entscheiden. Damit sind wir bei der nächsten Herausforderung.


3. Alternativen abwägen

Sie können Alternativen sinnvoll auf zweierlei Arten gegeneinander abwägen. Zum einen mental und zum anderen schriftlich.

Mental
Spielen Sie mit Hilfe Ihrer Vorstellungskraft die Alternativen durch. Wie fühlt sich die Entscheidung an? Welche Konsequenzen hat sie? Ist die Alternative auch langfristig geeignet?

Schriftlich
Verwenden Sie für jede Alternative ein Blatt Papier. Unterteilen Sie das Blatt in zwei Spalten und notieren Sie sich darin jeweils alle Vor- und Nachteile, die die Entscheidung mit sich bringt. Im Vergleich sehen Sie schwarz auf weiß, welche der Alternativen die meisten Vorteile bzw. die wenigsten Nachteile mit sich bringt.


4. Ratgeber einbeziehen

Haben Sie Ratgeber? Ein guter Ratgeber kann eine reale Person Ihres Vertrauens sein, die Ihnen bei der Entscheidungsfindung hilft. Oder Sie holen sich einen mentalen Ratgeber: Selbst wenn Sie in Wirklichkeit nicht mit diesem Ratgeber sprechen (sondern nur mental, in Ihrer Vorstellungskraft), können Sie ihn einbeziehen, indem Sie sich vorstellen, was er dazu sagen würde. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt - jeder fiktive Ratgeber darf mental eingeladen werden!


5. Zu guter Letzt

Lieber schnell eine Entscheidung treffen als gar keine. Sollten Sie merken, dass der eingeschlagene Weg nicht der richtige ist, können Sie zurückrudern, die andere Alternative umsetzen und aus der Fehlentscheidung lernen. Haben Sie dagegen keine Entscheidung getroffen, befinden Sie sich im Stillstand. Oder um mit Friedrich Schiller zu schließen: "Strebe nach Ruhe - aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit."

coachacademyDieser Artikel wurde uns von unserem Partner CoachAcademy zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf www.coachacademy.de




 
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