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Diskussion : Folge (Mathematik)
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Impressum
Folge (Mathematik)
Stichpunkte
Allgemein
Eine in ihrer Anordnung festgelegte Auflistung von endlich oder unendlich vielen Zahlen heißt in der Mathematik Zahlenfolge oder kurz Folge
heißen die Glieder der Folge
Die einzelnen Zahlen
aus denen die Folge zusammengesetzt ist
In den meisten Anwendungen sind die Folgenglieder ganze
rationale oder reelle Zahlen
so dass die Folgenglieder Elemente eines beliebigen metrischen Raums sein dürfen
In der Funktionalanalysis wird der Begriff Folge erweitert
"Verbergen") 1 Anwendungen 2 Formale Definition 3 Bildungsgesetz einer Folge 3.1 Angabe von Anfangsgliedern 3.2 Angabe einer Funktionsvorschrift 3.2.1 Daran anknüpfende Aufgaben (für Schüler) 3.3 Angabe als Reihe 3.4 Angabe einer Rekursion 3.5 Angabe über einen Algorithmus 4 Charakterisierung von Folgen 4.1 Daran anknüpfende Aufgaben (insbesondere für Schüler und Studienanfänger) 4.1.1 Nachweis der Monotonie 4.1.2 Nachweis der Beschränktheit / Bestimmung einer Schranke 5 Wichtige Folgen 5.1 Arithmetische Folgen und Reihen 5.2 Folgen auf Basis der Potenzfunktion 5.3 Geometrische Folgen 6 Verallgemeinerungen 7 Noch nicht eingebaut 8 Weblinks [Bearbeiten]
deren Glieder nicht Zahlen
werden in einem eigenen Artikel Mengenfolge behandelt. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Folgen
sondern Mengen sind
Anwendungen
Zeitreihen
können mathematisch als Folgen aufgefasst werden
wie sie zum Beispiel durch die Aufzeichnung von Temperaturbeobachtungen oder Wirtschaftsdaten entstehen
In der Informatik kann man Felder (Arrays) als endliche Folgen auffassen
Unendliche Folgen können gegen einen Grenzwert konvergieren
Die Theorie der Grenzwerte unendlicher Folgen ist eine wichtige Grundlage der Analysis: auf ihr beruhen die Berechnung von Grenzwerten von Funktionen
die Definition der Ableitung (Differentialquotient als Grenzwert einer Folge von Differenzenquotienten) und der Riemannsche Integralbegriff
Wichtige Folgen erhält man als Koeffizienten von Taylorreihen stetiger Funktionen; manche elementare Funktionen wie tan x führen dabei auf recht exotische Folgen wie zum Beispiel die Bernoullischen oder Eulerschen Zahlen
deren Glieder als Summen von Gliedern einer anderen Folge aufgefasst werden
Eine Reihe ist eine Folge
Reihen werden insbesondere zur sukzessiven Approximation irrationaler Zahlenwerte verwandt; siehe dazu den Artikel Reihe (Mathematik). [Bearbeiten]
Formale Definition
Weil die Glieder einer Folge in ihrer Reihenfolge festgelegt sind
eindeutig bezeichnet werden
den Index
kann jedes Glied durch eine Art "Hausnummer"
Die Indizes entnimmt man fast immer der Menge der natürlichen Zahlen N; je nach Anwendungsfall schließt man dabei die Null ein (bei Bedarf explizit als Menge N0 notiert) oder nicht (Menge N+)
Wie so oft
end{matrix}<math> die jedem Index i aus der Indexmenge N ein Folgenglied ai aus der Zielmenge X zuordnet
kehrt man in der formalen Definition die Logik der Begriffsentstehung um und erklärt eine unendliche Folge als eine Funktion <math>begin{matrix}a:&mathbf{N} &to& X\ & i&mapsto&a_i
In der Regel ist X ein metrischer Raum; in der Schulmathematik und in den wichtigsten Anwendungsfällen ist X ganz konkret die Menge der reellen Zahlen R
eine Folge mit runden oder spitzen Klammern als (ai) oder <ai> zu notieren; davon zu unterscheiden ist die Bildmenge der Folge {ai | i aus N}. Beispiel: Die Folge 0
n-1} oder aus der Menge {1
1
4
2
und zwar üblicherweise entweder aus der Menge {0
1
...
n}. Randbemerkung: Diese Wahlmöglichkeit spiegelt sich auch in der Computertechnik wieder: in älteren (Fortran) oder didaktischen (Pascal) Programmiersprachen werden n-dimensionale Felder mit Indizes zwischen 1 und n adressiert; in den meisten Sprachen werden jedoch Indizes von 0 bis n-1 verwendet. Zur Notation: Es ist gebräuchlich
...
Für eine endliche Folge mit n Gliedern entnimmt man den Index statt aus N aus einer endlichen Menge
0
2
0
... }. [Bearbeiten]
... hat die Bildmenge { 0
4
Bildungsgesetz einer Folge
Eine endliche Folge kann man angeben
indem man sämtliche Folgenglieder nennt
Bei einer unendlichen Folge geht das offensichtlich nicht; stattdessen muss man das Bildungsgesetz der Folge in anderer Form mitteilen
deren Bildungsgesetz sich als Funktionsvorschrift oder Rekursion mitteilen lassen
werden zuweilen regelmäßige Folgen genannt
Folgen
dass die Angabe einer Funktionsvorschrift nach derzeitigem mathematischen Wissen aufwendig ist oder/und über algorithmische Vorschriften erfolgt
Dies ist jedoch keine mathematisch strenge Klassifikation
da letzten Endes jede Folge
eine Funktionsvorschrift besitzt; bei unregelmäßigen Folgen lässt sich lediglich sagen
die überhaupt wohldefiniert ist
die mit der üblichen Notation nicht in funktionaler Form dargestellt werden können. [Diese Thematik hängt mit der schwierigen Frage der Berechenbarkeit zusammen]. [Bearbeiten]
Angabe von Anfangsgliedern
Die in manchen Intelligenztests gestellte Aufgabe
eine Folge fortzusetzen
ist aus mathematischer Sicht problematisch: durch noch so viele Anfangsglieder ist der weitere Verlauf einer Folge nicht eindeutig festgelegt
deren erste Glieder gegeben sind
Es gibt nur mehr oder weniger plausible Fortsetzungen
1
Beispiele: Gegeben ist 0
3
2
...
6
Am plausibelsten ist die Fortsetzung 4
also die Folge aller natürlichen Zahlen
5
1
2
3
....
0
also als die periodische Folge der natürlichen Zahlen modulo 4
Möglich ist aber auch die Fortsetzung 0
-2147483646
-2147483645
3
...
1
2
...
In einem Computer werden ganze Zahlen oft mit 32 Bit
-1 und periodisch weiter
also modulo 231 dargestellt; beim sukzessiven Erhöhen eines Registers durchläuft man dann die Zahlenfolge 0
2147483647
6
1
1
Ein mathematisch unvorgebildeter Proband nennt für die Zahlenfolge 3
..
1
5 als plausibelste Fortsetzung 1
4
7
Andere würden die Dezimaldarstellung der Kreiszahl π wiedererkennen und die Fortsetzung 9
2
6
... vorschlagen. Die Online-Enzyklopädie der Zahlenfolgen (http://www.research.att.com/~njas/sequences/indexgerman.html) (OEIS) enthält tausende mathematisch relevanter Folgen; darin kann man nach einer gegebenen Teilfolge suchen
trennt man die Folgenglieder zweckmäßigerweise durch ein Semikolon anstelle des sonst meist verwendeten Kommas
also z.B
Zur Notation: Wenn eine Folge nichtganze Zahlen enthält und Folgenglieder als Dezimalzahlen angegeben werden sollen
5; 0
25; 0
1; 0
125; ... [Bearbeiten]
Angabe einer Funktionsvorschrift
Für viele
aber keineswegs alle Folgen kann man die Funktionsvorschrift <math>imapsto a_i<math> als eine geschlossene Gleichung angeben
2
1
3
..
In den folgenden Beispielen legen wir Indizes aus der Menge N0 zugrunde: Die Folge der natürlichen Zahlen 0
Dieses Beispiel ist speziell
4
... <math>a_i = 2^i.<math> [Bearbeiten]
weil die Werte von Folgenglied und Index übereinstimmen; die Funktionsvorschrift lautet einfach <math>a_i = i.<math> Die Folge der ungeraden Zahlen 1
.... hat die Funktionsvorschrift <math>a_i = 2i+1.<math> Die Folge der Zweierpotenzen 1
7
2
3
5
8
Daran anknüpfende Aufgaben (für Schüler)
und berechnet auf diese Weise die Folgenglieder a0
zu einer gegebenen Funktionsvorschrift die Anfangsglieder zu bestimmen
i=1
ist leicht: man nimmt nacheinander die Werte i=0
setzt sie jeweils in die Funktionsvorschrift ein
a1
a2 usw
i=2 usw.
Die Aufgabe
Zweck dieser Rechnung ist es
sich ein erstes Bild vom Verlauf einer Folge zu machen
Aber Achtung: eine Folge kann für wirklich große Indizes einen ganz anderen Verlauf nehmen als nach den ersten zehn oder hundert Gliedern zu erwarten
Beispiel: die Folge ai = 1 / (1 + (i-1000)2)
wie man durch Einsetzen höherer Zehnerpotenzen überprüfen kann
die bis i=1000 monoton zunimmt
dann aber wieder abnimmt
Die Umkehraufgabe
zu gegebenen Anfangsgliedern eine Funktionsvorschrift zu bestimmen
ist dagegen deutlich schwieriger
Streng genommen kann es gar keine eindeutige Lösung geben
denn jeder Folgenanfang lässt sich ja in verschiedener Weise fortsetzen (siehe dazu oben)
a1
deren Glieder a0
In der Praxis wird diese Aufgabe daher nur für Folgen gestellt
1
a2 usw. in einigermaßen überschaubarer Weise vom Index i=0
... abhängen
2
Im einzelnen prüfe man: Ist die Folge alternierend? Wenn ja
bekommt man das richtige Vorzeichen durch einen Faktor (-1)i in der Funktionsvorschrift
4
... hat die Vorschrift ai=(-1)i i
2
-3
-1
Beispiel: 0
Sind die Folgeglieder Brüche? Wenn ja
konstruiere man unabhängig voneinander Funktionsvorschriften für Zähler und Nenner
Beispiel: 1/1
4/8
2/2
... hat die Vorschrift ai=(i+1)/2i
3/4
hat man eine arithmetische Folge ai=a0+di
mit d<0)? Wenn ja
Nehmen die Folgenglieder um konstante Differenzen d zu (oder ab
5
7
... hat die Vorschrift ai=1+2i
Beispiel: 1
3
Genügen die Differenzen zwischen aufeinander folgenden Glieder einem einfacheren Bildungsgesetz als die Folgeglieder selbst? Wenn ja
kann man die Folge als eine Reihe auffassen (siehe dazu unten)
3
..
4
... lauten die Differenzen 1
3
6
Beispiel: Für 1
15
2
10
hat man eine geometrische Folge ai=a0 qi
Stehen aufeinander folgende Folgenglieder in einem konstanten Verhältnis 1:q zueinander? Wenn ja
8)i. Erschwert wird die Suche nach einer Funktionsvorschrift dadurch
dass die ersten ein oder zwei Folgenglieder (zu den Indizes 0 und 1) oft aus dem Rahmen zu fallen scheinen
Beispiel: Die Folge 100; 80; 64; 51
8 ab; also lautet die Vorschrift ai=100·(0
2; ... nimmt von Glied zu Glied um einen Faktor 0
Das liegt daran
sondern sofort ausgerechnet werden
dass ein Summand 0
ein Faktor 1 oder Exponent 0 oder 1 in aller Regel nicht ausgeschrieben
3/4
3/4
... die Funktionsvorschrift beim besten Willen nicht mehr anzusehen. [Bearbeiten]
In der gekürzten Form 1
1
4/8
1/2
2/2
... ist dem oben genannten Beispiel 1/1
Angabe als Reihe
immer und überall gleich sind: der mit Hilfe des Summenzeichens geschriebene Ausdruck <math>sum_{i=0}^n a_i<math> ist nichts anderes als eine Abkürzung für den Ausdruck <math>a_0+a_1+ldots+a_n<math>
deren n-tes Glied als Summe der ersten n Glieder einer anderen Folge <ai> geschrieben werden kann
Eine Folge <sn>
heißt eine Reihe: <math>s_n=a_0+a_1+ldots+a_nequivsum_{i=0}^n a_i.<math> Erläuterungen zur Notation: Das Äquivalenzzeichen ≡ ist eine Art verstärktes Gleichheitszeichen; es soll andeuten
dass die beiden Ausdrücke <math>a_0+a_1+ldots+a_n<math> und <math>sum_{i=0}^n a_i<math> nicht nur in diesem speziellen Kontext
sondern prinzipiell
Innerhalb und außerhalb des Summenzeichens sind unterschiedliche Indizes zu verwenden
Dass wir speziell n und i gewählt haben
entspricht einer weit verbreiteten Konvention
ist aber nicht zwingend
muss ein konkreter Zahlenwert für den Index n vorgegeben werden
Um <math>s_n=sum_{i=0}^n a_i<math> als konkreten Zahlenwert zu berechnen
..
indem man aus den Differenzen aufeinander folgender Glieder eine Folge <math>a_i = begin{cases}0 &mbox{wenn } i=0
...
\ s_i-s_{i-1} &mbox{sonst}end{cases}<math> konstruiert
Im Gegensatz dazu ist der Index i kein von außen vorzugebender Input
sondern durch die Summationsvorschrift selbst festgelegt: welches n auch immer gegeben ist
für den "Laufindex" i muss man nacheinander die Werte 0
n einsetzen und die Summe der zugehörigen a0
an berechnen. Man kann jede Folge <sn> als eine Reihe auffassen
a1
1
Folge und Reihe sind also nicht scharf voneinander trennbar
sondern deren zeitliche Veränderungen
was für die Auffassung der absoluten Werte als Glieder einer Reihe spricht
Die Zeitreihen der Wirtschaftswissenschaftler sind eigentlich Folgen; viele Erklärungsmodelle modellieren aber nicht absolute Werte
wenn man die Summation für beliebige n ausführen kann
Konkreten Nutzen bringt die Deutung einer Folge als Reihe
Summationsformeln sind zum Beispiel bekannt für die arithmetische Reihe
die geometrische Reihe. Siehe dazu den Artikel Summe
Die Deutung einer unendlichen Folge als Reihe erleichtert es zu bestimmen
ob und wenn ja gegen welchen Grenzwert die Folge konvergiert: für unendliche Reihen gibt es eigene Konvergenzkriterien
Umgekehrt kann man aus der Konvergenz einer Reihe immer darauf schließen
dass die zugrundeliegende Folge gegen Null konvergiert. [Bearbeiten]
Angabe einer Rekursion
Das Bildungsgesetz einer Folge kann auch rekursiv angegeben werden
...
ai-1 berechnet werden kann
Dazu nennt man m Anfangswerte (mit m≥1; meistens ist m=1 oder m=2) sowie eine Vorschrift
wie ein Folgenglied ai aus den vorhergehenden m Gliedern ai-m
8
die sich wesentlich einfacher durch eine Rekursionsvorschrift als durch eine Funktionsvorschrift beschreiben lässt
1
2
3
..
1
Das bekannteste Beispiel für eine Folge
ist die Fibonacci-Folge 0
5
Für sie ist m=2: gegeben sind die zwei Anfangsglieder a0=0 und a1=1 sowie die Rekursionsvorschrift <math>a_i = a_{i-2} + a_{i-1}.<math> Die Funktionsvorschrift <math>a_i = {1 over sqrt{5}} left(left({1+sqrt{5} over 2}right)^i - left({1-sqrt{5} over 2}right)^iright) <math> steht in engem Zusammenhang mit dem goldenen Schnitt
Beachte
dass die ai alle ganzzahlig sind
da sich die ungeraden Potenzen der √5 herauskürzen
Für manche Folgen kann man umgekehrt aus der Funktionsvorschrift eine Rekursionsvorschrift ableiten
...
a_{i+1} = frac{a_i}2 + frac1{a_i}<math> definiert die Folge rationaler Zahlen 2
17/12
3/2
die gegen √2 konvergiert. [Bearbeiten]
Zum Beispiel folgt für die geometrische Folge aus der Funktionsvorschrift <math>a_i = a_0 q^i<math> die Rekursionsvorschrift <math>a_i = q a_{i-1}.<math> Die Rekursion <math>a_1 = 2
Angabe über einen Algorithmus
Für manche Folgen gibt es eine klar definierte Konstruktionsvorschrift
aber keine Funktionsvorschrift
7
..
3
5
11
Das bekannteste Beispiel ist die Folge der Primzahlen 2
Es ist seit den alten Griechen (oder Indern ?) bekannt
wie man immer weitere Glieder dieser Folge berechnet
Es gibt jedoch keine Methode
zu einem gegebenen i die i-te Primzahl anzugeben
ohne zuvor die gesamte Folge von der ersten bis zur (i-1)-sten Primzahl zu berechnen (oder nachzuschlagen)
die auf Primzahlen beruhen. [Bearbeiten]
Wenn man nicht die zehnte oder die hundertste
sondern die 1020ste Primzahl wissen möchte
macht das den Unterschied zwischen berechenbar und nicht berechenbar aus und hat weitreichende Implikationen für die Sicherheit von Verschlüsselungs- und Authentifizierungsalgorithmen
Charakterisierung von Folgen
Wie Funktionen kann man auch Folgen über ihr Steigungsverhalten und ihren Bildbereich charakterisieren: Eine Folge heißt monoton steigend
wenn sie von Glied zu Glied gleichbleibt oder zunimmt
wenn also für alle i aus N gilt: ai ≤ ai+1
Eine Folge heißt streng monoton steigend
wenn sie von Glied zu Glied zunimmt
wenn also für alle i aus N gilt: ai < ai+1
Die Begriffe monoton fallend und streng monoton fallend sind analog definiert
so dass für alle i aus N gilt: ai < S
wenn sie eine obere Schranke S besitzt
Eine Folge heißt nach oben beschränkt
Die kleinste obere Schranke einer Folge heißt auch ihr Supremum
untere Schranke und Infimum sind analog definiert
Die Begriffe nach unten beschränkt
heißt alternierend
deren Werte abwechselnd positiv und negativ sind
Eine Folge
deren Glieder alle übereinstimmen
könnte man eine triviale oder konstante Folge nennen
Eine Folge
ob eine Folge einen Grenzwert hat
heißt periodisch; es gibt eine Periodenlänge n
und für alle i aus N gilt: ai = ai+n. In der Analysis gilt das Hauptinteresse der Frage
Eine unendliche Folge
die aus Wiederholungen einer endlichen Teilfolge besteht
Siehe dazu den Artikel Grenzwert
die gegen keinen Grenzwert konvergiert
3/4
... besitzt die Häufungspunkte -1 und 1)
7/8
Eine unendliche Folge
-5/6
kann nichtsdestoweniger Häufungspunkte besitzen (Beispiel: die Folge -1/2
zu bestimmen
ob und wenn ja gegen welchen Grenzwert sie konvergiert
Die vorgenannte Charakterisierung einer Folge über ihr Steigungsverhalten und ihren Bildbereich kann helfen
nach oben beschränkte Folge konvergiert
Besonders nützlich ist folgender Satz: Eine monoton steigende
und ihr Grenzwert stimmt mit ihrem Supremum überein
3/4
... konvergiert gegen ihr Supremum 1
Beispiel: die Folge 0
2/3
1/2
nach unten beschränkte Folge konvergiert gegen ihr Infimum. [Bearbeiten]
Eine monoton fallende
Daran anknüpfende Aufgaben (insbesondere für Schüler und Studienanfänger)
eventuell auch über eine Rekursion gegeben. [Bearbeiten]
sind die Folgen in der Regel über eine Funktionsvorschrift
Wenn Aufgaben zur Monotonie oder/und Beschränktheit von Folgen gestellt werden
Nachweis der Monotonie
setzt man ein paar Indizes in die Funktionsvorschrift ein
berechnet die zugehörigen Folgenglieder und hofft
dass eine Folge nicht monoton (bzw. streng monoton) ist
Wenn man vermutet
ein Gegenbeispiel zu finden
Beispiel: Die durch ai=2i/(3i+1) gegebene Folge ist nicht monoton
denn a0=1 > a2=4/13 < a5=32/16
und überprüft die so entstandene Ungleichung
dass eine Folge streng monoton steigt
wertet auf beiden Seiten die Funktionsvorschrift aus (indem man auf der rechten Seite i+1 anstelle von i in die Vorschrift einsetzt)
indem man sie durch Äquivalenzumformungen vereinfacht
Wenn man vermutet
schreibt man ai< ai+1
Beispiel: [Siehe Lehrbücher] Manche Funktionsvorschriften lassen sich durch Termumformungen in eine Summe aus konstanten Termen und einer bekannten
einfacheren Folge zerlegen
deren Steigungsverhalten schon bekannt ist
dass 1/(i+1) streng monoton fällt
kann man schließen
Beispiel: <math>a_i = frac{2i+1} {i+1} = frac {2(i+1)-1}{i+1} = 2 - frac {1}{i+1}<math> Wenn man weiß
dass -1/(i+1) streng monoton steigt
Weil der Term 2 konstant ist
steigt auch ai streng monoton. [Bearbeiten]
Nachweis der Beschränktheit / Bestimmung einer Schranke
durch die die Folge beschränkt ist
dass es nicht irgendeine riesig große bzw. kleine Zahl gibt
Ein Nachweis per Gegenbeispiel ist hier nicht möglich
denn mit noch so vielen Beispielen kann man nicht sicherstellen
wobei f(S) für irgendeinen von S abhängigen Term steht
es gäbe eine Schranke; die passende Ungleichung ansetzen
Man muss also annehmen
für eine obere Schranke also ai ≤S; auf der linken Seite die Funktionsvorschrift anwenden; nach i auflösen; dann erhält man mit etwas Glück ein Ergebnis in der Form i ≤f(S) oder i≥f(S)
wie groß f(S) ist
dass die Folge nicht nach oben beschränkt ist: denn egal
ein noch größeres i zu nennen
Im ersten Fall hat man herausgefunden
das die Ungleichung verletzt
es ist immer möglich
Im zweiten Fall versucht man ein S zu finden
für das f(S) ≤0
dass S eine obere Schranke ist
Für ein solches S ist i≥f(S) immer erfüllt; somit ist der Nachweis gelungen
wenn es gelingt
Auch diese Aufgabe kann sich vereinfachen
die Funktionsvorschrift in eine Summe aus einfacheren Termen zu zerlegen. [Bearbeiten]
Wichtige Folgen
[Bearbeiten]
Arithmetische Folgen und Reihen
Eine arithmetische Folge ist eine Folge mit konstanter Differenz zwischen aufeinanderfolgenden Gliedern
<math> im allgemeinen Fall (mit konstanter Differenz d) <math>a_i = a_0 + i d.<math> Innerhalb der Mathematik oder Informatik benötigt man besonders häufig die Folge der geraden <math>a_i = 2i<math> oder der ungeraden Zahlen
... zugrunde liegt
2
... lautet die Funktionsvorschrift <math>a_i = 5 + 2i
15
7
10
<math>a_i = 2i+1.<math> Die Folge der "Dreieckszahlen" 1
der die arithmetische Folge 1
9
3
3
... kann man als Reihe auffassen
Für die Folge 5
6
Mit Hilfe einer bekannten Summationsformel findet man <math>a_i = frac{i(i+1)}{2}.<math> [Bearbeiten]
Folgen auf Basis der Potenzfunktion
8
<math> die der Kubikzahlen 0
wobei s eine beliebige reelle Zahl sein darf
1
Die Folge der Quadratzahlen 0
... hat die Funktionsvorschrift <math>a_i = i^2
<math> was man für s-te Potenzen der natürlichen Zahlen zu <math>a_i = i^s<math> verallgemeinern kann
4
9
27
... <math>a_i = i^3
1
√5
... der Quadratwurzeln der natürlichen Zahlen
√3
Mit s=1/2 erhält man die Folge 0
5} = sqrt{i}.<math> Bei negativen Exponenten s<0 ist zu beachten
1
4
<math>a_i = i^{0
dass 0s nicht exisitiert
√2
Beispielsweise mit s=-1 und der Funktionsvorschrift <math>a_i = i^{-1} = frac{1}{i}<math> ist es nicht möglich
dass Folgenglied zum Index i=0 zu berechnen
indem man sich die Indexmenge N+ beschränkt
Man kann den Index 0 ausschließen
die Indexmenge N0 unverändert zu lassen und stattdessen die Funktionsvorschrift in <math>a_i = (i+1)^{-1} = frac{1}{i+1}<math> zu ändern
Oft ist es jedoch zweckmäßiger
1/4
1/3
..
Dann lauten die ersten Folgenglieder 1
1/2
In gleicher Weise kann man eine Funktionsvorschrift für beliebige Exponenten s aufstellen: <math>a_i = (i+1)^{s}<math>. [Bearbeiten]
Geometrische Folgen
ai+1 / ai = q
So wie in einer arithmetischen Folge aufeinanderfolgende Glieder eine konstante Differenz haben
so stehen in einer geometrische Folge <math>a_i = a_0 q^i<math> aufeinanderfolgende Glieder in einem konstanten Verhältnis zueinander
512
4
64
1024 auswendig weiß; in dieser Folge ist jedes Glied genau doppelt so groß wie das vorangegangene
2
32
128
Zum Beispiel ergibt q=2 die der Folge der Zweierpotenzen <math>a_i = 2^i
16
8
<math> von der jeder mit Digitaltechnik Befasste mindestens die ersten zehn Glieder 1
256
erhält man aus <math>a_i = (-1)^i<math> die fundamentale alternierende Folge 1
Eine geometrische Folge mit |q|<1 konvergiert gegen Null
1
1
1
-1
1: <math>a_i = left(frac{1}{10}right)^i<math> Wenn q=1 erhält man die triviale Folge 1
-1
... [Bearbeiten]
01; ... zu q=0
...; wenn q=-1
1; 0
wie beispielsweise die Folge 1; 0
Verallgemeinerungen
In der Topologie ist ein Netz eine Verallgemeinerung einer Folge. [Bearbeiten]
Noch nicht eingebaut
Zum Beweis der Konvergenz ist die Methode der Vollständigen Induktion ein nützliches Hilfsmittel. [Bearbeiten]
Weblinks
Die Online-Enzyklopädie der Zahlenfolgen (http://www.research.att.com/~njas/sequences/indexgerman.html) (OEIS) enthält eine Sammlung gebräuchlicher Folgen aus ganzen Zahlen mit einer Suchfunktion. en:Sequence es:Sucesión matemática fr:Suite gl:Sucesión matemática id:Barisan ja:数列 nl:Rij (wiskunde) pl:Ciąg (matematyka) pt:Seqüência sl:Zaporedje
[X] Schliessen
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Folge (Mathematik)
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