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Diskussion : Röntgenstrahlen
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Röntgenstrahlen
Stichpunkte
Allgemein
Röntgenstrahlen sind Elektromagnetische Wellen mit einer Photonenenergie
"Verbergen") 1 Einordnung im elektromagnetischen Spektrum 2 Erzeugung 3 Wechselwirkung mit Materie 3.1 Biologische Wirkung 3.2 Nachweis 4 Anwendungen 5 Natürliche Röntgenstrahlung 6 Entdeckungsgeschichte 7 Literatur 8 Weblinks 9 Siehe auch: [Bearbeiten]
die höher ist als die von ultraviolettem Licht. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Einordnung im elektromagnetischen Spektrum
Die Energiebereiche der Gamma- und Röntgenstrahlen überschneiden sich in einem weiten Bereich
Beide Strahlungsarten sind elektromagnetische Strahlung und bei gleicher Energie deshalb äquivalent
Das Unterscheidungskriterium ist die Herkunft: Röntgenstrahlen entstehen im Gegensatz zu den Gammastrahlen nicht bei Prozessen im Atomkern sondern durch hochenergetische Elektronenprozesse
Röntgenphotonen haben eine Energie von etwa 100 eV bis 250 keV
wobei weiche Röntgenstrahlen die kleinste Energie und niedrigste Frequenz und die größte Wellenlänge haben
Das entspricht einer Frequenz von etwa 3·1016 Hz bis 3·1021 Hz und einer Wellenlänge von etwa 0
harte Röntgenstrahlen dementsprechend die größte Energie und höchste Frequenz und die kleinste Wellenlänge. [Bearbeiten]
1 pm - 10 nm (es gibt keine einheitliche Definition der unteren Grenzwellenlänge)
Erzeugung
Röntgenstrahlen entstehen durch starke Beschleunigung geladener Teilchen (meistens Elektronen) oder durch hochenergetische Übergänge in den Elektronenhüllen von Atomen oder Molekülen
weil die Beschleunigung nicht groß genug ist) und anschließend auf einen Metallblock treffen
in dem sie stark abgebremst werden (hierbei entsteht Röntgenstrahlung: Bremsstrahlung) und Elektronen aus den Schalen der Metallatome herausschlagen
Beide Effekte werden in der Röntgenröhre ausgenutzt
in der Elektronen zunächst beschleunigt werden (dabei setzen sie keine Röntgenstrahlung frei
wobei Röntgenstrahlung mit einer elementspezifischen Energie entsteht (charakteristische Röntgenstrahlung)
Die Löcher in den Schalen werden durch andere Elektronen aufgefüllt
Eine weitere Möglichkeit Röntgenstrahlen zu erzeugen sind Teilchenbeschleuniger
In ihnen entsteht
das heißt quer zu seiner Ausbreitungsrichtung beschleunigt wird
die so genannte Synchrotronstrahlung
wenn der Teilchenstrahl ein starkes Magnetfeld passiert und dadurch abgelenkt
Bis zu einer gewissen Maximalenergie enthält die Synchrotronstrahlung das gesamte elektromagnetische Spektrum
bei passend gewählten Parametern (Stärke des Magnetfeldes und Teilchenenergie) ist dabei auch Röntgenstrahlung vertreten. [Bearbeiten]
Wechselwirkung mit Materie
Der Brechungsindex von Materie für Röntgenstrahlen weicht nur wenig von 1 ab
Dies hat zur Folge
aus dem man Linsen für Röntgenstrahlen bauen kann
dass es kein Material gibt
Des weiteren werden Röntgenstrahlen bei senkrechten Einfall kaum reflektiert
Trotzdem hat man in der Röntgenoptik Wege gefunden
optische Bauelemente für Röntgenstrahlen zu entwickeln
Röntgenstrahlen können Materie durchdringen
Sie werden dabei je nach Stoffart unterschiedlich stark geschwächt
Die Schwächung der Röntgenstrahlen ist der wichtigste Faktor bei der radiologischen Bilderzeugung
der Koeffizient k ist etwa proportional zu Z4λ3 (Z ..
Die Intensität des Röntgenstrahls nimmt mit der im Material zurückgelegten Weglänge d exponentiell ab (I = I0 e-kd)
λ ..
Ordnungszahl
Wellenlänge)
Die Absorption resultiert aus der Photoabsorption und der Compton-Streuung: Bei der Photoabsorption schlägt das Photon ein Elektron aus der Elektronenhülle eines Atoms
Dafür ist eine bestimmte Mindestenergie notwendig
steigt sie bei Erreichen der Mindestenergie abrupt auf einen Maximalwert an
Betrachtet man die Absorptionswahrscheinlichkeit in Abhängigkeit von der Photonenenergie
Zu höheren Photonenenergien nimmt die Wahrscheinlichkeit dann wieder kontinuierlich ab
Wegen dieser Abhängigkeit spricht man auch von einer Absorptionskante
Das Loch in der Elektronenhülle wird wieder durch andere Elektronen aufgefüllt
Dabei entsteht niederenergetische Fluoreszenzstrahlung
Außer an stark gebundenen Elektronen wie bei der Photoabsorption kann ein Röntgen-Photon auch an ungebundenen oder schwach gebundenen Elektronen gestreut werden
Diesen Prozess nennt man Compton-Streuung
Die Photonen erfahren durch die Streuung eine vom Streuwinkel abhängige Verlängerung der Wellenlänge um einen festen Betrag und damit einen Energieverlust
Im Verhältnis zur Photoabsorption tritt die Compton-Streuung erst bei hohen Photonen-Energie und vor allem bei leichten Atomen in den Vordergrund. Bei der Photoabsorption und der Compton-Streuung handelt es sich um inelastische Prozesse
bei denen das Photon Energie verliert und schließlich absorbiert wird
Daneben ist auch elastische Streuung (Rayleigh-Streuung) möglich
Dabei bleibt das gestreute Photon kohärent zum einfallenden und behält seine Energie
Zusätzlich zu den genannten Prozessen ist für Photonen prinzipiell auch die Paarbildung möglich
die nicht in den oben angegebenen Bereich für Röntgenphotonen (<250 keV) fallen. [Bearbeiten]
Dafür sind jedoch Energien jenseits von ca 1 MeV nötig
Biologische Wirkung
Röntgenstrahlung ist ionisierend
sie kann dadurch Veränderungen im lebenden Organismus bis hin zu Krebs verursachen
Diese meist unerwünschten Effekte begründen die Notwendigkeit des Strahlenschutzes
Die empfindliche Struktur für die Entstehung von Krebs ist die Erbsubstanz (DNA)
dabei wird von einem linearen Anstieg der Schäden mit der Dosis ausgegangen
Dies heißt
dass auch eine sehr kleine Strahlendosis ein Risiko birgt
Krebs zu induzieren
wenn auch eben ein sehr kleines Risiko. [Bearbeiten]
Nachweis
Lumineszenzeffekt
Röntgenstrahlen regen bestimmte Stoffe zur Lichtabgabe an ("Fluoreszenz")
Dieser Effekt wird auch bei der radiologischen Bilderzeugung genutzt
Medizinische Röntgenfilme enthalten meistens eine fluoreszierende Folie
die bei Auftreffen eines Röntgenphotons Licht aussendet und die umliegende lichtempfindliche Fotoemulsion belichtet. Photographischer Effekt
Röntgenstrahlen können ebenso wie Licht fotografische Filme direkt schwärzen
Ohne eine fluoreszierende Folie wird allerdings eine etwa 10-20fach höhere Intensität benötigt
Der Vorteil liegt in der größeren Schärfe des aufgenommenen Bildes. Einzelne Röntgenphotonen werden im Geiger-Müller-Zählrohr durch die Ionisation eines Zählgases nachgewiesen. In Halbleiter-Strahlungsdetektoren erzeugen die Röntgenphotonen Elektron-Loch-Paare in der intrinsischen Zone einer in Sperrrichtung betriebenen Diode
Dadurch wird eine kleiner Strom hervorgerufen
dessen Stärke proportional zur Energie und Intensität der einfallenden Röntgenstrahlung ist. [Bearbeiten]
Anwendungen
wobei v.a
Mit Röntgenstrahlen kann der menschliche Körper durchleuchtet werden
Knochen
aber bei modernen Geräten auch innere Organe sichtbar werden (s.a
Röntgen)
aus denen die weichen Gewebe hauptsächlich bestehen
Dabei wird die Tatsache ausgenutzt
nämlich Wasserstoff (Z=1)
dass das in den Knochen vorkommende Element Calcium mit Z=20 eine deutlich höhere Ordnungszahl hat als die Elemente
Kohlenstoff (Z=6)
Stickstoff (Z=7) und Sauerstoff (Z=8)
Neben herkömmlichen Geräten
die eine zweidimensionale Projektion produzieren
die eine räumliche Rekonstruktion des Körperinneren ermöglichen
werden auch die so genannten Computertomographen eingesetzt
der Chemie und der Biochemie wird Streuung von Röntgenstrahlen zur Strukturaufklärung benutzt
In der Materialphysik
Ein bekanntes Beispiel ist die Strukturaufklärung der DNA
Darüber hinaus kann mit Röntgenstrahlen auch die Elementzusammensetzung eines Stoffes bestimmt werden
In einer Elektronenstrahl-Mikrosonde (beziehungsweise äquivalent im Elektronenmikroskop) wird die zu analysierende Substanz mit Elektronen bestrahlt
worauf die Atome ionisiert werden und charakteristische Röntgenstrahlung abgeben
Statt mit Elektronen kann auch mit Röntgenstrahlen bestrahlt werden
Dann spricht man von Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA). [Bearbeiten]
Natürliche Röntgenstrahlung
Auf der Erde entstehen Röntgenstrahlen in geringer Intensität im Zuge der Absorption anderer Strahlungsarten
die von radioaktivem Zerfall und der Höhenstrahlung stammen
Röntgenstrahlen
weil sie durch die Atmosphäre abgeschirmt werden
die auf anderen Himmelskörpern entstehen
erreichen die Erdoberfläche nicht
Um sie zu untersuchen werden Röntgensatelliten wie Chandra und XMM-Newton in eine Umlaufbahn um die Erde geschickt. [Bearbeiten]
Entdeckungsgeschichte
Die Entdeckung der Röntgenstrahlen wird meistens Wilhelm Conrad Röntgen zugeschrieben
der die Entdeckung der von ihm X-Strahlen (X-Rays) bezeichneten Strahlung in einer Veröffentlichung mit dem Titel "Über eine neue Art von Strahlen" bekannt gab
Er war der erste
Das war am 28
Dezember 1895
dass schon andere vor ihm Röntgenstrahlen erzeugt haben
Es gilt aber als sicher
In von Johann Hittorf und William Crookes entwickelten Kathodenstrahlröhren
ohne sich aber offenbar über die Bedeutung der Entdeckung im Klaren zu sein
die in Experimenten von Crookes und ab 1892 von Heinrich Hertz und seinem Schüler Philipp Lenard durch Schwärzung von fotografischen Platten nachgewiesen wurde
die auch Röntgen für seine Experimente verwendete
entsteht Röntgenstrahlung
Auch Nikola Tesla experimentierte ab 1887 mit Kathodenstrahlröhren und erzeugte dabei Röntgenstrahlen
veröffentlichte seine Ergebnisse aber nicht
wusste auch Röntgen nichts davon
Da die genannten Wissenschaftler ihre Kenntnisse nicht bekanntgaben
als er fluoreszierendes Licht beim Betrieb der Kathodenstrahlröhre beobachtete
Er hat die Röntgenstrahlen unabhängig entdeckt
Zu Röntgens Berühmtheit hat sicherlich auch die Röntgenaufnahme einer Hand seiner Frau beigetragen
die er in seiner ersten Veröffentlichung zur Röntgenstrahlung abbildete
Diese Berühmtheit trug ihm 1901 den ersten Nobelpreis für Physik ein
wobei das Nobelpreiskomitee die praktische Bedeutung der Entdeckung hervorhob
1896 wurde der heutige Name erstmals eingeführt
während in den meisten Sprachräumen (beispielsweise engl. x-rays) der alte Name geblieben ist. [Bearbeiten]
In Deutschland hat sich die Bezeichnung Röntgenstrahlen eingebürgert
Literatur
Ch
RF
riedrich: 100 Jahre RöntgenstrahlenE
rster Nobelpreis für PhysikM
S5
aterialwissenschaft und Werkstofftechnik 26(11-12)
98 - 607 (1995)
ISSN 0933-5137 [Bearbeiten]
Weblinks
Grundlagen der Röntgendiagnostik (http://www.rad.rwth-aachen.de/lernprogramm/grd.htm) [Bearbeiten]
Siehe auch:
N-Strahlen Vorlage:Navigationsleiste Elektromagnetisches Spektrum da:Røntgenstråling en:X-ray es:Rayos X fr:Rayon X it:Raggi X ja:X線 ms:Sinar-X nl:Röntgenstraling no:Røntgenstråling pl:Promieniowanie X pt:Raio-X sv:Röntgenstrålning zh:X射线
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Röntgenstrahlen
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