Zum Forum
Passwort vergessen?
Noch keinen Account?
lexikon
Hauptseite
Zufälliger Artikel
Diskussion
Diskussion : François Villon
Links
Forum
Portale
Reisen
Versicherung
Inhaltsverzeichnis
Hauptmenü
Home
Editorial
Bildung
E-Learning
Fremdsprachen
Magazin
Wissen
Wörterbücher
Enzyklopädien
Expertendienste
Wissenswertes
Praktische Ratgeber
--------------------------
Biologie
Chemie
Computer
Film/ Theater
Geografie
Geschichte
Jura
Kunst
Literatur
Mathematik
Medizin
Musik
Philosophie
Physik/ Astronomie
Politik
Psychologie
Religionen
Sport
Umwelt
Wirtschaft
Reisen
Lexikon
Versicherung
Suchen
Schnellsuche
Suchmaschinen
Metasuchmaschinen
Webkataloge
News
Treffpunkt
Chat
Forum
Suche
Schnellsuche
Sitemap
Kontakt
Impressum
François Villon
Stichpunkte
Allgemein
Bild nicht gefundenFrançois Villon François Villon (* 1431 in Paris; †nach 1463; sein eigentlicher Name war vermutlich François de Montcorbier oder François des Loges)
Er gilt als bedeutendster Dichter des französischen Spätmittelalters
Vagant und Krimineller
In seinen beiden parodistischen Testamenten und in zahlreichen Balladen verarbeitet er die Erlebnisse seines abenteuerlichen Lebens als Scholar
Enttäuschung
Hoffnung
"Verbergen") 1 Biographie 1.1 Jugend und Studium 1.2 Abgleiten in die Kriminalität 1.3 Flucht und Wanderjahre 1.4 Rückkehr und erneute Verurteilung 2 Nachleben 3 Werke 3.1 Deutschsprachige Ausgaben 4 Weblinks [Bearbeiten]
Während für die Zeitgenossen vermutlich vor allem die satirischen Strophen auf zeitgenössische Pariser Honoratioren von Interesse waren
Hass und Tod. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
schätzt man ihn seit der Romantik wegen seiner eindringlichen Gestaltung
der stets aktuellen Themen Liebe
besonders im ersten Teil des Großen Testaments
Biographie
[Bearbeiten]
Jugend und Studium
François de Montcorbier
kam gegen Ende des Hundertjähriger Krieges in Paris als Sohn mittelloser Eltern zur Welt
so die wahrscheinlichste Form seine Geburtsnamens
kam er in die Obhut des Stiftsherrn und Rechtsgelehrten Guillaume de Villon
Da sein Vater früh verstarb
dessen Namen er später annahm
Nach propädeutischen Studien an der Artistenfakultät der Pariser Universität legte er 1449 die Prüfung als Bakkalaureus ab
1452 erlangte er den Grad eines Magister Artium
hat er nach eigener Aussage zwar begonnen
vermutlich der Theologie
aber nicht beendet. [Bearbeiten]
Ein weiterführendes Studium
Abgleiten in die Kriminalität
Der fast einjährige Streik der Pariser Professoren 1453–1454 warf Villon offenbar aus der Bahn
Er glitt in das akademische Proletariat der Stadt ab und schloss sich wahrscheinlich sogar den in ganz Nordfrankreich gefürchteten kriminellen Banden der Coquillards an
die in den Wirren des Hundertjährigen Krieges entstanden waren
Im Juni 1455 erstach Villon im Streit einen sicher ebenfalls kriminellen Priester und musste aus Paris fliehen
Doch schon im Jahr darauf konnte er dank einer Begnadigung durch König Karl VII. zurückkehren
Vermutlich schrieb er in diesem Jahr sein erstes halbwegs sicher datierbares Werk
die Ballade des Contre-Vérités
die eine lyrische Lobpreisung der Tugend von Alain Chartier in Ratschläge für Gauner verkehrt
Diese spöttische Parodie
richtete sich offensichtlich an ein Publikum gebildeter Krimineller. [Bearbeiten]
Flucht und Wanderjahre
nicht ohne den Kumpanen sein erstes längeres Werk
das Lais (=Legat) oder Kleine Testament
zu hinterlassen
In der Nacht vor Weihnachten 1456 knackte Villon mit vier Komplizen einen 500 Goldkronen enthaltenden Tresor in der Sakristei des Collège de Navarre und entfernte sich bald danach erneut aus Paris
die der Dichter und Herzog Charles d'Orléans anlässlich der Geburt seiner Tochter (19
doch im letzten Moment vor der Hinrichtung rettete ihn eine Amnestie
Im Herbst 1457 saß er aus unbekanntem Grund in Blois im Kerker
Dezember) erließ
Villon bedankte sich mit einem Dank- und Lobgedicht
das ihm Zutritt zum herzoglichen Hof verschaffte
selbst in ein Sammelmanuskript des Herzogs eintrug
konnte er es nicht unterlassen
noch ein Spottgedicht auf einen Rivalen hinzuzufügen
Als er nach der Teinahme an einem höfischen Dichterwettstreit seinen Beitrag
die Ballade von den Vogelfreien (so der nicht ganz zutreffende Titel der sehr freien Nachdichtung von Paul Zech)
Daraufhin wurde er offenbar vor die Tür gesetzt und nahm sein unstetes Wanderleben wieder auf
Drei Jahre später
diesmal in Meung-sur-Loire im Kerker des Bischofs von Orléans
saß er aus unbekanntem Grund einen ganzen Sommer erneut in Haft
Thibaut d'Aussigny
1461
den Bischof mit der Ballade an seine Freunde und dem Zwiegespräch Villons mit seinem Herzen günstig zu stimmen
Seine Versuche
schlugen fehl
dass am 2
Er kam erst frei durch den Zufall
vermutlich auf Fürbitte des ebenfalls anwesenden Charles d'Orléans
begnadigte
Oktober 1461 der neu gekrönte König Ludwig XI. auf einer Reise in Meung Station machte und ihn
Er kehrte zurück nach Paris
seines Hauptwerks. [Bearbeiten]
versuchte wieder Anschluss an seinen Ziehvater Guillaume und dessen Kreise zu finden und begann wenig später mit der Niederschrift des Testaments (dt.: Das große Testament)
Rückkehr und erneute Verurteilung
ein neues Leben zu beginnen
Sein Wunsch
erfüllte sich aber offenbar nicht
Vermutlich aus Enttäuschung und Not schloss er sich wieder dem Kriminellenmilieu an
Vermutlich stammen aus dieser Zeit des Rückfalls seine Balladen im Gaunerjargon
Anfang November 1462 saß er wegen eines Diebstahls kurz im Gefängnis und musste sich vor seiner Freilassung verpflichten
seinen Anteil an der Beute vom Einbruch im Collège de Navarre zurück zu erstatten
erneut inhaftiert und zum Tode verurteilt
Bald darauf wurde er von Kumpanen in ein Handgemenge mit einem Notar und dessen Angestellten verwickelt
/ geboren in Paris bei Pontoise./ Und von einem eine Elle langen Strick/ wird mein Hals erfahren
Offenbar in der Todeszelle schrieb Villon buchstäblich mit Galgenhumor folgende Verse: Quatrain Je suis Françoys
was mir Kummer macht
was mir gar nicht passt
dont il me poise
geboren zu Paris
Né de Paris emprès Pontoise
wie schwer mein Arsch hier wiegt. Der oberste Gerichtshof
das jetzt tief unten liegt; ich hänge nämlich meterlang an einem Ulmenast und spür am Hals
Et de la corde d'une toise Sçaura mon col que mon cul poise. Auf deutsch: "Ich bin François
das Parlament von Paris
kassierte zwar aufgrund einer Berufung Villons das viel zu harte Urteil am 5
was mein Hintern wiegt." Oder in der reichlich freien Nachdichtung von Paul Zech: Ich bin Franzose
Januar 1463
wandelte es aber "wegen des schlimmen Lebenswandels besagten Villons" um in zehn Jahre Verbannung aus der Stadt und der Grafschaft Paris
die Stadt verlassen
Villon musste
mitten im Winter und praktisch vogelfrei
Ein bombastisches Dankgedicht an den Gerichtshof und eine spöttische Ballade an den Gefängnisschreiber
sind sein letztes Lebenszeichen
der ihn wohl gerne hätte hängen sehen
Hiernach sind keine verlässlichen Zeugnisse von ihm oder über ihn mehr erhalten. [Bearbeiten]
Nachleben
Im Jahr 1489 wurden Villons Werke zum ersten Mal gedruckt
gerieten nach ca
1550 aber in Vergessenheit
beeinflusste er Dichter wie Paul Verlaine und Arthur Rimbaud
Zur Zeit der Romantik wiederentdeckt
In Deutschland übte er in der Übertragung von K.L.Ammer (1907) auf die Dichter des Expressionismus großen Einfluss aus
der 1931 eine äußerst freie Nachdichtung der beiden Testamente und zahlreicher Balladen veröffentlichte
der mehrere Balladen im Stil von Ammers Villon in seine Dreigroschenoper übernahm
etwa auf Klabund oder Bertolt Brecht
die heute das Bild Villons im deutschen Sprachraum bestimmt
sowie vor allem auf Paul Zech
Einer der eindrucksvollsten Interpreten des Zech'schen Villon war der Schauspieler Klaus Kinski. [Bearbeiten]
Werke
Ballade des contre-vérités (1456) - Witzige Ratschläge für junge Gauner
Polizei und Verwaltung
Le Lais (1456) – Das kleine Testament
die auf diese Weise dem Gelächter der Kumpane Villons preisgegeben wurden. Ballade des contradictions (1457) - Beitrag Villons zu einem Dichterwettstreit am Hof von Charles d'Orléans
sowie andere Pariser Honoratioren enthält
eine witzige Kombination aus den Parodien einer höfischen Liebesklage
dessen Testament-Teil boshaft-witzige Hinterlassenschaften an viele namentlich genannte Leute
eines literarischen Testaments und eines Traumgedichts
vor allem Amtsträger aus Justiz
das wiederum von Paul Zech zu seiner Ballade der Vogelfreien verarbeitet wurde. Épître à ses amis (1461) - ein Hilferuf aus dem Kerker in Meung
Das Gedicht wurde 1892 von Richard Dehmel als Lied des vogelfreien Dichters übertragen
Débat du coeur et du corps de Villon (1461) - zerknirschte Reflexionen im Kerker von Meung. Ballade contre les ennemis de la France (1461) - wohl eine indirekte Bettelballade an König Ludwig XI. nach der Befreiung aus dem Kerker
Requête (1461)- eine Bettelballade an Charles d'Orléans
Sie wurde lange als an den Herzog von Bourbon gerichtet betrachtet
in das zahlreiche Balladen eingestreut sind
Le Testament' (1461/62) – Das große Testament; Villons Hauptwerk
Ballades en jargon (1462) – elf schwer verständliche Gedichte in der Gaunersprache
Ballade des pendus (1462) - Villon in der Rolle des schon am Galgen Baumelnden
Eines der schönsten Gedichte des franz
Mittelalters
1892 von Richard Dehmel erstmals ins Deutsche übertragen
Quatrain (1462) – eine Vorwegnahme seines letzten Stündleins voller schwarzen Humors
Louange à la cour (1463) – ein bombastisches Lobgedicht auf den hohen Gerichtshof
der Villon wohl gerne hätte hängen sehen
Ballade au clerc du guichet (1463)- eine spöttische Ballade an den Gefängnisschreiber
Sie ist vermutlich Villons letztes überliefertes Werk. [Bearbeiten]
Deutschsprachige Ausgaben
Das Kleine und das Große Testament (Mit 77 Zeichnungen von Hans Grundig) Aus dem Französischen von K.L.Ammer
Röderberg Verlag 1976
übertragen von Frank-Rutger Hausmann
Reclam 1989
ISBN 3 87682 540 7 Das kleine und das große Testament
franz.-dt.
Die in über 300.000 Exemplaren in Deutschland verbreitete Nachdichtung von Paul Zech Die lasterhaften Balladen und Lieder des François Villon (Weimar 1931 bzw
sondern eine äußerst freie Nachdichtung
die zwar viele gelungene Verse enthält
ist keine Übertragung
München (dtv) 1962 und öfter)
mit dem Originaltext aber nur entfernte Ähnlichkeit hat
aber weitgehend frei erfunden. [Bearbeiten]
Auch Zechs in dem dtv-Bändchen enthaltene Biographie über Villon ist zwar hübsch zu lesen
Weblinks
http://www.pinkernell.de/villon/villond.htm http://www.walther-nienburg.de/Villon/texte.html Vorlage:Personendaten bg:ФранÑ?оа Вийон en:François Villon eo:François VILLON fr:François Villon it:François Villon nl:François Villon pl:Francois Villon sv:François Villon
[X] Schliessen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
François Villon
aus der freien Enzyklopädie
wikipedia
und steht unter der
GNU Lizenz für freie Dokumentation
. In der wikipedia ist eine
Liste der Autoren
verfügbar.
Franzbrötchen
Nine Queens
Liste der Züge und Zugarten in Deutschland und International
Das Blaue Band
Jost aus Soest
[ Zurück ]
Inhalt Lexikon:
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Chat
|
Lexikon
|
Reisen
|
Versicherung
|
Forum
|
Kontakt