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Diskussion : Universität Witten-Herdecke
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Universität Witten-Herdecke
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Allgemein
Bild nicht gefunden Universität Witten/Herdecke Neubau Rückseite OstgebäudeDie Universität Witten/Herdecke (UWH) ist die erste und bis heute einzige Voll-Universität in privater Trägerschaft in Deutschland und befindet sich seit ihrer Gründung 1983 in der Stadt Witten an der Ruhr
im Südosten des Ruhrgebiets in Nordrhein-Westfalen. Die Privatuniversität besitzt mehrere Fakultäten
beschäftigt gut 600 Mitarbeiter und hat rund 1.200 Studenten (Stand Ende 2003)
Politik und Geschichte)
internationale Orientierung
Für die Studenten an der UWH zeichnet sich ihr Studium im Vergleich zu staatlichen Hochschulen durch mehrere Merkmale aus: ein universitätseigenes und individuelles Bewerbungs- und Auswahlverfahren für einen Studienplatz
größere Praxisnähe und ein obligatorisches Begleitstudium für Studenten aller Studiengänge im so genannten Studium fundamentale (vorwiegend Philosophie
sehr gute durchschnittliche Betreuungsrelation (Verhältnis Betreuer:Studenten) von 1:3
Studiengebühren nach dem "Wittener Modell"
Kunst
Kultur
z.B. durch den Marketingforscher Prof
Die Universität ist mittlerweile national und international bekannt auch durch prominente Absolventen und Dozenten
Dr
Markus Giesler
sowie durch den Inhaber des Lehrstuhls für Radiologie und Mikrotherapie Prof
Dr
der ebenso mit einem eigenen Institut erfolgreich ist. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Dietrich Grönemeyer
"Verbergen") 1 Geschichte 2 Finanzierung 3 Studiengebühren 4 Fakultäten und Studiengänge 5 Forschung 6 Weblinks [Bearbeiten]
Geschichte
das auch kooperierendes Krankenhaus im medizinischen Bereich ist
Bild nicht gefunden Universität Witten-Herdecke Altbau in Witten-AnnenWesentlicher Motor für die Gründung der Universität war das gemäß der anthroposophisch erweiterten Medizin arbeitende Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke
Auf diesen Zusammenhang verweist der Bestandteil der Nachbarstadt Herdecke im Uni-Namen
Die Gründungsidee der Universität Witten/Herdecke verdankt sich zu einem nicht unerheblichen Maße den anthroposophischen Überzeugungen ihrer Gründungsväter
Im heutigen Universitätsalltag spielt die Anthroposophie allerdings keine wesentliche Rolle mehr
verstärkt nur in einzelnen Bereichen beispielsweise des Medizin- und Philosophie-Studiums
die die damalige Universitätsentwicklung als Stillstand empfanden und mit der Qualität der Lehre unzufrieden waren
u.a
Die Idee zur Gründung einer alternativen und nicht-staatlichen Universität hatten Ende der 70er Jahre v.a. einige Hochschullehrer
PD Dr
Gerhard Kienle und Dr
Konrad Schily im Rahmen der Freien Europäischen Akademie der Wissenschaften
1980 wurde als Gründungsgremium der Universitätsverein Witten/Herdecke e.V. gegründet
ihr Gründungspräsident war Dr
Nach längeren Auseinandersetzungen wurde die Uni 1982 staatlich anerkannt
Konrad Schily
Der Studienbetrieb wurde 1983 mit der Humanmedizin im - auch heute noch genutzten - alten Rathaus an der Stockumer Straße im Wittener Stadtteil Annen aufgenommen
Im folgenden Jahr kamen zwei weitere Studiengänge (Wirtschaftswissenschaft und Zahnheilkunde) hinzu und seit 1985 unterstützte die Bertelsmann-Stiftung den Aufbau dieses Hochschulmodells ideell und finanziell stark
1987 änderte sich die Rechtsform der Universität
Vom Universitätsverein wurden die Aktivitäten auf die gemeinnützige Private Universität Witten/Herdecke GmbH übertragen - im gleichen Jahr wurde das Hauptstudium Biochemie (Biowissenschaften) eingeführt
Die Gründungsphase der Uni endete offiziell 1989 mit einem Vertrag zwischen der Universität Witten/Herdecke
der Landesregierung NRW und der Bertelsmann-Stiftung "zur Sicherung der Qualität von Forschung und Lehre der Universität Witten/Herdecke sowie des weiteren Ausbaus ihrer Fakultäten"
1993 flossen erstmals öffentliche Gelder in die bis dahin ausschließlich privat finanzierte Hochschule: Der Bund und das Land NRW beteiligten sich am Neubau des noch im selben Jahr eröffneten Universitäts-Hauptgebäudes an der Alfred-Herrhausen-Straße im Wittener Gewerbegebiet Wullen
Nach einer Finanzkrise der Universität Anfang der 90er Jahre beteiligt sich seit 1995 das Land Nordrhein-Westfalen auch an den laufenden Kosten der Universität und es wurden Studiengebühren eingeführt
1999 übergibt der Gründungspräsident Dr
Konrad Schily sein Amt an Prof
Dr
Walther Christoph Zimmerli
Im selben Jahr werden variable und leistungsabhängiger Gehaltsanteile für Professoren eingeführt
sowie seit 2002 der Landesrektorenkonferenz (LRK) an
Seit 2001 gehört die Uni als einzige private Universität mit vollem Stimmrecht der Deutschen Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
Ebenfalls 2002 verlässt Prof
Dr
Walther Zimmerli die UWH und stellt sein Präsidenten-Amt wieder zur Verfügung; er wird seinerseits Gründungspräsident an der Volkswagen AutoUni
Die UWH erneuert daraufhin ihre Führungsstrukturen und -gremien
Oberstes Entscheidungsorgan der Uni ist ein Direktorium
dessen Ehrenvorsitzender (und Interimspräsident) seitdem Konrad Schily ist
Die Dekane der Fakultäten wurden zu Geschäftsführern. Am 30
April 2003 feierte die Universität ihr 20-jähriges Bestehen. [Bearbeiten]
Finanzierung
Stiftungen und Unternehmen sowie durch Drittmittel und Eigenleistungen. 2003 finanzierte die Hochschule gut ein Drittel ihres etwa 28 Millionen Euro großen Jahreshaushaltes aus Spenden
Bild nicht gefunden Forschungs- und Entwicklungszentrum (FEZ) an der Universität Witten/HerdeckeÜber einen Zeitraum von knapp 13 Jahren hat sich die Universität von 1980 bis 1993 ausschließlich privat finanziert: durch Spenden und Zuwendungen von Privatpersonen
die ihre Förderung allerdings ab 2005 einstellen wird
Besonders engagiert hat sich seit 1985 die Bertelsmann-Stiftung
Weitere bekannte Geldgeber waren und sind u.a
KirchMedia
ARAL
DaimlerChrysler und Apple
McKinsey
Vodafone
Als neuer Großspender wurde 2003 die Deutsche Bank gewonnen. Einen nennenswerten Anteil an der Uni-Finanzierung haben mit ca
18 % (Stand 2003) auch die Umsatzerlöse der von der Fakultät für Zahnmedizin betriebenen hauseigenen Universitäts-Zahnklinik
sollen ab 2004/2005 Managerkurse
Nachdem auch das Land NRW seinen Zuschuss gekürzt hat
Beratungsangebote für Unternehmen und ein neuer Fernstudiengang für zusätzliche Einnahmen sorgen. [Bearbeiten]
Studiengebühren
Bild nicht gefunden Universität Witten/Herdecke Neubau Eingangsbereich OstgebäudeDer studentische Finanzierungsbeitrag für ein Studium beträgt ca
15.000 Euro für ein Vollstudium - unabhängig vom gewählten Studiengang (Stand 2004)
Abweichungen nach unten ergeben sich für die B.A./M.A.-Studiengänge in Philosophie und Kulturwissenschaften
die nur im Hauptstudium studiert werden können. Seit 1995 werden zwecks Sanierung der Universitätsfinanzen im Rahmen des so genannten Wittener Modells diese Studiengebühren erhoben
Pflegewissenschaften sowie für die den Aufbaustudiengang Musiktherapie und die Biowissenschaften
Dieses in Deutschland bislang einzigartige Modell wurde von Studenten der Universität erdacht und orientiert sich an drei maßgeblichen Leitlinien: Jeder geeignete Bewerber soll die Möglichkeit des Studiums erhalten - unabhängig von der persönlichen finanziellen Situation
den Kostenbeitrag gänzlich oder zur Hälfte erst nach Berufseintritt zu zahlen. Jeder Student soll frei in seiner Berufswahl und nicht durch die Rückzahlungsverpflichtung auf gutbezahlte Arbeit angewiesen sein
Daher steht es den Studenten frei
indem die Rückzahlung einkommensabhängig erfolgt (8% des Einkommens über 8 Jahre) und erst ab einem Mindesteinkommen anfällt. Jeder Student soll frei in seiner Studiengestaltung sein und nicht durch die finanzielle Belastung zu einer möglichst kurzen Studiendauer genötigt werden
Gewährleistet wird dies
Dies kann durch die Erhebung eines Fixbetrags für das Vollstudium gewährleistet werden. Dieses Modell des "Umgekehrten Generationenvertrags" wird von der Studierendengesellschaft organisiert
einem von Studenten geleiteten Verein an der Universität Witten/Herdecke
Die studentische Kostenbeteiligung macht gut 7 % vom Gesamt-Etat aus (Stand 2004). [Bearbeiten]
Fakultäten und Studiengänge
Mund- und Kieferheilkunde (seit 1985) Zahnmedizin Zahnärztliche Chirurgie (Postgraduale Ausbildung) Parodontologie (Postgraduale Ausbildung) Kieferorthopädie (Postgraduale Ausbildung) Fakultät für Biowissenschaft (seit 1987)
Fakultät für Medizin (seit 1983) Humanmedizin
Umweltwissenschaften Biochemie (nur Hauptstudium) [Bearbeiten]
vormals Naturwissenschaften
inklusiv integriertem Begleitstudium Anthroposophische Medizin Pflegewissenschaft Musiktherapie (Zusatzstudium) Traditionelle Chinesische Medizin (Postgraduale Weiterbildung) Pharmaceutical Medicine (Postgraduale Weiterbildung) Fakultät für das Studium Fundamentale (seit 1983 Institut
Kulturmanagement und künstlerische Praxis) Fakultät für Wirtschaftswissenschaft (seit 1984) Wirtschaftswissenschaft Fakultät für Zahn-
seit 1993 Fakultät) Philosophie und Kulturwissenschaften (Kulturtheorie
Forschung
bekannte Alumni [Bearbeiten]
Bild nicht gefunden32px Hinweis: Dieser Artikel weist noch folgende Lücken auf: Forschungsschwerpunkte
Institute
Weblinks
Infos zum Wittener Modell der Studiengebühren
umfangreiches studentisches Multimedia-Projekt zur Uni Studierendengesellschaft der Uni WH (http://www.studges.de/)
offizielle Seite Potentialpool Uni WH (http://www.potentialpool.de/)
Universität Witten/Herdecke (http://www.uni-wh.de/)
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Universität Witten-Herdecke
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