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Stellwerk
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v.a. in Bahnhöfen
Bild nicht gefunden Ehemaliges mechanisches Reiterstellwerk in Konstanz Ein Stellwerk dient zum zentralen Stellen von Weichen und Signalen in Eisenbahnanlagen
In den Anfangstagen der Eisenbahn erfolgte das Stellen der wenigen vorhandenen Weichen vor Ort mit Hilfe eines Hebels und Muskelkraft
Damals wie heute hatte der Fahrdienstleiter die Verantwortung und Übersicht über seinen Bahnhof
durfte ein Zug den Bahnhof erst verlassen
wenn der planmäßige Gegenzug eingetroffen war
Da es noch keine Zugmeldesysteme gab
Erst mit der Einführung des elektrischen Telegraphen konnte man auf diese Vorgehensweise verzichten
Mit steigendem Verkehrsaufkommen und Vergrößerung der Bahnanlagen wurde das Stellen der Weichen und Signale vor Ort zu unpraktisch und unsicher
mit denen die Sicherungsanlagen zentral bedient werden konnten
Etwa um 1850 wurden in England die ersten mechanischen Stellwerke erfunden
1867 wurde auch in Deutschland das erste Stellwerk nach dem Vorbild der englischen Firma Saxby & Farmer gebaut
Im Laufe der nächsten 50 Jahre stellten eine Vielzahl von Firmen ihre jeweils eigenen Stellwerks-Systeme vor
Die vielen unterschiedlichen Bauarten waren jedoch einer effektiven Wartung und Instandhaltung eher hinderlich
"Verbergen") 1 Die Entwicklung der Stellwerks-Technik 2 Das mechanische Stellwerk 3 Das elektromechanische Stellwerk 4 Das (Spurplan)-Drucktasten-Stellwerk 5 Das elektronische Stellwerk (ESTW) 6 Die Betriebszentrale 7 Weblink [Bearbeiten]
Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft definierte deshalb 1920 den ersten Einheitsstellwerks-Typ. Bild nicht gefunden Weichen- und Signalhebel in der Hebelbank im Bahnhof Lette Bild nicht gefunden Fahrstraßenhebel im Bahnhof Lette Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Die Entwicklung der Stellwerks-Technik
Die Entwicklung von Stellwerken hielt im Laufe der Jahre immer Schritt mit der allgemeinen technischen Entwicklung: Mechanisches Stellwerk Elektromechanisches Stellwerk Drucktasten-Stellwerk Elektronisches Stellwerk [Bearbeiten]
Das mechanische Stellwerk
Beim mechanischen Stellwerk in den heute noch gebräuchlichen Bauformen erfolgt die Stellung der Weichen und Signale über Stellhebel und -teilweise kilometerlange- Drahtzüge
Schubstangen und Wellen haben sich zur Kraftübertragung in Deutschland nicht durchgesetzt
Um eine Zugfahrt durchführen zu können
muss der Fahrdienstleiter zunächst die Weichen in die richtige Stellung bringen
dass die Weichen die korrekte Endlage erreicht haben und diese auch halten)
Anschließend müssen die Weichen verriegelt werden (damit wird gewährleistet
Mit dem Fahrstraßenhebel wird dann die eingestellte Fahrstraße auf Korrektheit überprüft
auf denen sich die Züge bewegen dürfen
sondern für sämtliche erlaubten Zugbewegungen sind so genannte Fahrstraßen definiert
denn man kann in einem Bahnhof im Normalfall nicht "einfach irgendwie" fahren
kann dann das Signal in Fahrtstellung gebracht werden
Nachdem die Fahrstraße überprüft und nochmals verriegelt und gegenüber anderen Fahrstraßen gesichert worden ist
Solange das Signal in Fahrtstellung ist oder der Zug auf Fahrstraße unterwegs ist
kann die Fahrstraße nicht zurückgenommen werden und keine Weichen oder Gleissperren dieser Fahrstraße umgestellt werden
Diesen Zustand nennt man Signalabhängigkeit. [Bearbeiten]
Das elektromechanische Stellwerk
Ab ca
1900 begann man mit der Einführung elektrischer Antriebe für die Weichen und Signale
Die eigentlichen Schaltvorgänge werden beim elektromechanischen Stellwerk durch Relais übernommen
wurde zumindest der Fahrstraßenverschluss bei dieser Stellwerksbauart weiterhin mechanisch überwacht
Da man der neuen elektrischen Technik jedoch noch nicht voll vertraute
1943 wurde in Deutschland der Typ E43 als Einheitsstellwerk standardisiert
Erstmals konnte auf die visuelle Überprüfung des Fahrwegs durch den Fahrdienstleiter weitgehend verzichtet werden
da man elektrische Gleisfreimeldeanlagen an das E43-Stellwerk anschließen konnte
durch die Achsen eines darüber fahrenden Zuges kurzgeschlossen
was durch ein Relais registriert werden kann. [Bearbeiten]
durch die ein Prüfstrom fließt
Hierbei werden die beiden Schienen
Das (Spurplan)-Drucktasten-Stellwerk
Noch während des 2
bei dem die komplette Sicherungstechnik elektrisch ausgeführt werden sollte
Weltkriegs begann man in Deutschland mit der Entwicklung eines neuen Stellwerkstyps
Als weitere Neuerung sollte die Bedienung durch Drucktasten auf einem stilisierten Abbild der Gleisanlagen erfolgen
um dem Fahrdienstleiter einen besseren Überblick über den momentanen Zustand seiner Bahnanlagen zu geben
Daher werden diese Stellwerke häufig auch als Gleisbildstellwerke bezeichnet
Wärend der 1930er Jahre gab es erste Versuche mit sogenannten Patronenstellwerken
die Weichen wurden als Hebel ausgeführt
Diese stellten das Gleisbild in Form von Metallrohren auf einer Tischoberfläche war
Diese Art von Stellwerke hat es nur als reine Rangierstellwerke gegeben
konnte das erste einsatzbereite Drucktasten-Stellwerk 1948 an die Deutsche Bundesbahn in Düsseldorf-Derendorf übergeben werden
Nachdem die Weiterentwicklung dann durch den Zweiten Weltkrieg zum erliegen kam
genannt DrI
keine Rangierfahrstraßen
Diese frühe Bauform
kannte jedoch nur eine Fahrstraßen-Gesamtauflösung und hatte
wegen des dafür notwenigen hohen Aufwandes
Betrieblich orientierte sich diese Stellwerksform an den elektromechanische Stellwerken
Zum Einsatz kam diese Bauform u.a. im Fahrdienstleiterstellwerk Hamburg-Altona (bis 1995) und die Fernsteuerstrecke Nürnberg/Regensburg
In den folgenden Jahren setzten sich zwei Hersteller mit ihren Stellwerken bei der Beschaffung durch: Siemens (diese Bauform wurde als "Dr S" bezeichnet) und Lorenz/SEL ("Dr L")
gemeinsam war ihnen
Beide unterschieden sich im wesentlichen im Bedienkonzept
sondern er konnte nun einfach eine Start- und eine Zieltaste betätigen
d.h. im Gegensatz zu (elektro)mechanischen Stellwerken musste der Fahrdienstleiter die Weichen nicht mehr einzeln zu einer Fahrstraße stellen und die Fahrstraße nachher prüfen
dass sie fahrstraßenbasiert arbeiteten
Die Stellwerktechnik ließ die Weichen dann automatisch in die korrekte Position einlaufen (Weichenlaufkette)
und stellte die Signale
Als weitere Neuerung beherrschte das Stellwerk die Fahrstraßen-Teilauflösung
wodurch besonders in Knotenpunkten ein gesteigerter Zug-Durchsatz erreicht werden konnte
so wurden z.B. die Knoten München-Laim und Frankfurt Hbf von je einem einzigen Gleisbild-Stellwerk der Bauform DrS gesteuert
Mit Drucktasten-Stellwerken ließen sich Stellbereiche von geradezu riesigen Ausmaßen realisieren
Siemens entwickelte aus dem DrS 1952 das DrS2
optimiert für kleinere Bahnhöfe
Dieses Stellwerk kann bei Bedarf komplett von einem anderen DrS-Stellwerk aus ferngesteuert werden
auf kleinen Bahnhöfen einen Fahrdienstleiter vor Ort haben zu müssen
Hierdurch entfiel die Notwendigkeit
Das DrS2-Stellwerk kennt keine Weichenlaufkette und nur eine Fahrstraßen-Gesamtauflösung
Aus dieser Bauform wurde das DrS3/2-Stellwerk für mittelgroße Bahnhöfe entwickelt
Die nächste Weiterentwicklung der Drucktasten-Stellwerke stellten ab 1956 mit der Bauform SpDrS57 die Spurplan-Stellwerke dar
Die Relais-Technik ist bei diesem Stellwerkstyp stärker modular aufgebaut und kann bei Umbauten leichter geändert und erweitert werden
die Fahrstraßen-Einstellung erfolgt nun von Signal zu Signal - falls notwendig unter Ausnutzung sämtlicher Fahrmöglichkeiten
SpDr-Stellwerke arbeiten nicht mehr strikt fahrstraßenbasiert
die die Gleisanlage bietet
Die Sicherung von Durchrutschwegen erfolgt weitgehend automatisiert
Ebenfalls neu waren die Betriebsmodi Selbststellbetrieb und Zuglenkung
Hierbei stellt das Stellwerk für sich nähernde Züge einen fest programmierten Fahrweg ein bzw. lenkt die Züge anhand ihrer Zugnummer automatisch in eine bestimmte Richtung
SpDrL30) noch stark unterschiedliche Stellwerksformen bauten
SpDrS59) und Lorenz/SEL (SpDrL20
Wärend anfangs die Firmen Siemens (SpDrS57
hat man sich dann beim SpDr60 bei der Bedienungsweise stark angenähert so dass es hier sogar nur eine Bedienvorschrift gab
Siemens entwickelte diese Bauform noch zum SpDrS600 weiter. [Bearbeiten]
Das elektronische Stellwerk (ESTW)
1986 nahm auch die Deutsche Bundesbahn ihr erstes elektronische Stellwerk (ESTW) in Murnau am Staffelsee in Betrieb
nachdem derartige Technik bereits seit einigen Jahren bei anderen kleineren Bahnen im In- und Ausland im Einsatz war
Der Grund für diese Verzögerung war
dass man der Rechner-Technik unter Sicherheits-Gesichtspunkten lange Zeit nicht vertraute
und auch bei einem Dr-Stellwerk ließ sich die korrekte Funktion durch Prüfschaltungen sicherstellen
Bei mechanischen Stellwerken erfolgte die Sicherung durch handfeste Metallstangen
Bei einem Computer sah man dagegen von dessen Funktion so gut wie nichts mehr und muss sich auf die korrekte Funktion der Software verlassen
die auch zu gleichen Ergebnissen kommen müssen
Die Lösung der Sicherheitsproblematik war
sonst liegt eine Störung vor
die "signaltechnisch sicher" sein mussten
redundant ausführte - es rechnen immer zwei Rechner gleichzeitig
dass man zum einen die verwendete Software algorithmisch verifizierte und zum anderen die Komponenten
ESTW werden heute meist in so genannter Bereichsrechner-Technik ausgeführt
prüft sie auf Plausibilität und leitet sie dann an die zuständigen Bereichsstellrechner weiter
BAR (Bedien- und Anzeigerechner) und BPR (Bedienplatzrechner) Der EKIR empfängt über den Bedienplatzrechner die Stellbefehle des Fahrdienstleiters
Stelltablett/Maus etc.) Rechnerraum im Keller des Stellwerks (ESTW-Z) mit dem EKIR (Eingabe-Kontroll- und Interpretationsrechner)
Die Rechner-Technik gliedert sich dabei in drei Bereiche: Bedienraum mit der Schnittstelle zum Menschen (Monitore
detaillierter Anzeigen über den Zustand der Außenanlagen
mit denen er die BSTR beim Hochfahren versorgt
und er verarbeitet Störmeldungen und gibt sie auf einem Drucker aus. Aufgabe des BAR ist hauptsächlich die Erzeugung der Lupenbilder
Außerdem hat er den Überblick über die stellbereichsspezifischen Daten (welche Stellteile sind wo vorhanden und hängen wie zusammen?)
werden sie von zwei unabhängigen Grafikkarten erzeugt
Da die Lupenbilder signaltechnisch sicher sein müssen
zwischen deren Bildern die Sichtgeräte-Doppelsteuerung im Wechsel umschaltet
so blinkt das Bild auf dem Monitor im Umschalttakt. Der BPR nimmt die Bedienereingaben entgegen und erzeugt auf mehreren Monitoren pro Bedienplatz u. a
Sollte eine Grafikkarte ausfallen
Bereichsübersichten und Service-Informationen
Er ist nicht signaltechnisch sicher. Bereichsrechnerräume (ESTW-A) mit Bereichsstellrechnern (BSTR) und/oder BAPR (Bedienanpassrechner zur Ansteuerung von verbliebenen Drucktasten-Stellwerken im Stellbereich) in kleinen Betonhäuschen vor Ort an der Strecke. Die BSTR führen in ihrem Bereich die eigentlichen Stellaufträge durch und überwachen und sichern die Fahrwege
wenn die Verbindung zum Stellwerk unterbrochen sein sollte. Mittlerweile stellt die DB Netz AG sukzessive praktisch das gesamte Bestandsnetz auf ESTW-Betrieb um
Die Fahrwegsicherung ist auch sichergestellt
Die ESTW-Umrüstungen fassen mehrere Stellbereiche kleinerer Stellwerke zu Großbereichen zusammen und gehen mit erheblichem Aufwand einher
Es werden nämlich nicht nur mechanische Weichen auf elektrischen Betrieb umgebaut
die Stellbereiche vernetzt und deswegen kilometerweise Kabelkanäle verlegt; umgerüstet wird normalerweise auch die Gleisfreimeldung von Gleisstromkreisen auf Achszähler; gasbeheizte Weichen werden durch elektrisch beheizte ersetzt; Formsignale und alte Lichtsignale weichen Lichtsignalen des neuen Kombinationssignalsystems (Ks)
Leider wird bei den ESTW-Umstellungen in erheblichem Maße Schieneninfrastruktur abgebaut
um die Zahl der kostspieligen Weichen möglichst zu verringern
Dies bedeutet das Verschwinden vieler Kreuzungs- und Überholbahnhöfe und die Reduktion der Fahrmöglichkeiten in vielen kleineren Bahnhöfen bis hin zum Rückbau zum Haltepunkt
Nachdem ein ESTW in Betrieb ist
muss für jede signaltechnisch relevante Änderung die Stellsoftware neu verifiziert werden
was Kosten im fünf- bis sechsstelligen Bereich bedeutet
Daher wird die ESTW-Strategie von DB Netz vielerorts heftig kritisiert
da sie den Neubau oder die Reaktivierung z.B. von Gleisanschlüssen prohibitiv verteure
Um ESTW-Bereiche herum tauchen übrigens vielerorts wieder Handweichen auf
eine handgestellte Weiche mit den entsprechenden Abhängigkeiten zu versehen
als eine neue elektrische Weiche in den Stellcomputer zu integrieren. [Bearbeiten]
da es einfacher ist
Die Betriebszentrale
eigenständiges Netzwerk zusammen
Die Betriebszentrale fasst mehrere ESTW an einem entfernten Bedienplatz über ein redundantes
In ihr befindet sich das Bedienpersonal der einzelnen Abschnitte sowie die Disponenten und die Verwaltung
Sie wurde geschaffen um die Kommunikation zwischen den Stellwerken und dem Fahrbetrieb zu optimieren. [Bearbeiten]
Weblink
Informationen zum mechanischem Reiterstellwerk Konstanz und dem heutigen Verbleib. (http://www.reiterstellwerk-blumberg.de) Stellwerke.de: Alles über Stellwerke (http://www.stellwerke.de/) en:Signal box ja:ä¿¡å?·å ´ ru:УÑ?тройÑ?тва Ñ?игнализации
централизации и блокировки
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