Zum Forum
Passwort vergessen?
Noch keinen Account?
lexikon
Hauptseite
Zufälliger Artikel
Diskussion
Diskussion : Theodizee
Links
Forum
Portale
Reisen
Versicherung
Inhaltsverzeichnis
Hauptmenü
Home
Editorial
Bildung
E-Learning
Fremdsprachen
Magazin
Wissen
Wörterbücher
Enzyklopädien
Expertendienste
Wissenswertes
Praktische Ratgeber
--------------------------
Biologie
Chemie
Computer
Film/ Theater
Geografie
Geschichte
Jura
Kunst
Literatur
Mathematik
Medizin
Musik
Philosophie
Physik/ Astronomie
Politik
Psychologie
Religionen
Sport
Umwelt
Wirtschaft
Reisen
Lexikon
Versicherung
Suchen
Schnellsuche
Suchmaschinen
Metasuchmaschinen
Webkataloge
News
Treffpunkt
Chat
Forum
Suche
Schnellsuche
Sitemap
Kontakt
Impressum
Theodizee
Stichpunkte
Allgemein
von theos (griech
Die Theodizee (frz. théodicée)
Gott) diké (griech
Gerechtigkeit) ist ein klassisches theologisches Problem
Allgüte und Allwissenheit Gottes mit der Existenz des Bösen in der Welt vereinbar sei
wie die Allmacht
das die Frage behandelt
Das Problem wird schon im Alten Testament im Buch Ijob bedacht
ebenso im antiken Griechenland (Epikur)
"Verbergen") 1 Das Problem 2 Mögliche Lösungsansätze 2.1 I
Der Begriff selbst geht auf den Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz zurück
la liberté de l'homme et l'origine du mal nachzuweisen versuchte
der 1710 in seinem Werk Essais de Théodicée sur la bonté de Dieu
dass diese Welt "die beste aller möglichen Welten" sei und deshalb die Existenz des Bösen in der Welt nicht der Güte Gottes widerspreche. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Das Böse wird relativiert 2.1.1 1
es ist Mangel am Guten (privatio boni) 2.1.2 2
Das Böse hat kein eigenständiges Sein
Wir leben in der besten aller möglichen Welten (Leibniz) 2.1.3 3
Das Übel als Durchgangsstadium der Geschichte (Hegel) 2.1.4 4
Das Übel erscheint nur als böse 2.1.5 4a
Unbedingtes Vertrauen zu Gott statt Suche nach rationalen Lösungen (Küng) 2.2 II
Gottes Eigenschaften sind neu zu durchdenken 2.2.1 5
Gottes Allgüte wird relativiert 2.2.2 6
Gottes Allmacht wird relativiert... 2.2.2.1 ...durch Annahme der Freiheit des Menschen 2.2.2.2 ...durch die Annahme
die Schöpfung sei "nicht fertig" 2.2.2.4 ...durch den Hinweis auf Christus am Kreuz 2.2.2.5 ...durch die Theorie des Dualismus 2.2.3 7
Gott wurde verbannt 2.2.2.3 ...durch die Annahme
Gottes Allwissenheit wird relativiert 2.3 III
Sowohl an der Realität des Bösen als auch an Güte
Allmacht und Allwissenheit Gottes wird festgehalten 2.3.1 8
Es gibt keine Lösung (Barth) 2.3.2 9
Bei der Metaphysik stößt die Vernunft an ihre Grenzen (Kant) 2.4 IV
Die Existenz eines Gottes wird negiert 2.4.1 10
Folgerungen der Atheisten und Agnostiker 3 Literatur 3.1 Einführungen in das Theodizeeproblem 3.1.1 Geschichtliche Überblicke 3.1.2 Philosophische und theologische Studien 3.2 Klassische Werke 3.3 Besprechung wichtiger Autoren 3.4 Das Theodizeeproblem in der theologischen Dogmatik 3.5 Populäre Darstellungen 4 Weblinks 5 Siehe auch [Bearbeiten]
Das Problem
In klassischer Weise wurde das Problem bereits durch den griechischen Philosophen Epikur (341-270 v
was ihm fremd ist
oder er will es und kann es
was allein für Gott ziemt: Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg? Dieser Text wurde durch den Kirchenschriftsteller Lactantius (ca
also nicht Gott
oder er kann es und will es nicht: dann ist Gott missgünstig
oder er will es nicht und kann es nicht: dann ist er schwach und missgünstig zugleich
was auf ihn nicht zutrifft
Chr) formuliert: Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht: dann ist Gott schwach
250 bis nach 317) überliefert. Einige Formulierungen dürften eher der Theologie des Lactantius entsprechen als der Theologie Epikurs
Nach Epikur waren die Götter selige Wesen
die sich nicht um die Welt kümmerten. [Bearbeiten]
Mögliche Lösungsansätze
logisch gesehen
im Widerspruch zwischen zwei Aussagen
Das Theodizeeproblem besteht
Auf der einen Seite steht die Annahme
allwissend und allmächtig sei; auf der anderen die Erfahrung
dass Gott allgütig
dass es Übel in der Welt gibt
eine der beiden Annahmen auf irgendeine Weise zu entkräften oder
Darum können Lösungen des Problems nur darin zu suchen sein
drittens
den Widerspruch für legitim zu erklären
Es gibt im Wesentlichen folgende Lösungsansätze: [Bearbeiten]
I. Das Böse wird relativiert
[Bearbeiten]
1. Das Böse hat kein eigenständiges Sein, es ist Mangel am Guten (
privatio boni
)
sondern ist nur Mangel an Sein bzw
Das Böse hat kein eigenständiges Sein
Thomas von Aquin)
Mangel am Guten (privatio boni) (Augustin
Daher ist es eigentlich nichts: malum nihil est (Boethius). [Bearbeiten]
2. Wir leben in der besten aller möglichen Welten (Leibniz)
Nach Gottfried Wilhelm Leibniz gibt es eine unendliche Anzahl möglicher Welten
Von diesen hat Gott nur eine geschaffen
in der das Übel den kleinsten Raum hat ("die beste aller möglichen Welten")
nämlich die Vollkommenste
Jede Form des Übels ist letztlich notwendig und erklärbar
das malum physicum
auch den Gegensatz zwischen Gut und Böse erlernt haben
biblisch gesehen
da es sonst mit Gott identisch wäre)
dass die Geschöpfe
einen guten Zweck: Das Erkennen von Gottes heiligen Eigenschaften setzt nach der Auffassung einiger voraus
Leibniz unterscheidet drei Arten des Übels: das malum metaphysicum
da sie vom Schädlichen abhalten und zum Nützlichen drängen) und das malum morale
moralische Übel (die zur Abwendung von Gott führende Sünde). Das Böse hat
die Ihn dafür lieben sollen
physische Übel (Schmerz und Leid sind notwendig
metaphysische Übel (das Geschaffene ist notwendig unvollkommen
Diese Erkenntnis wurde dem Menschen aber nicht angeschaffen
sondern sollte in ihm entwickelt werden
dass die ersten Menschen von dem "Baum
irgendetwas zu tun? Und so veranlasste Gott
als durch ein Verbot
Woher aber hätte der Mensch den Gegensatz von Gut und Böse wissen können
der klug macht" aßen (1
wenn negative Umstände ("das Böse") nicht von außen an ihn herangetreten wären? Wie hätte dies ferner anders geschehen können
dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen
Mose 3:4)
Denn es ist häufig die Krankheit
an der Mühsal die Ruhe
die die Gesundheit angenehm macht; besonders am Übel gemessen tritt das Gute in Erscheinung
am Hunger die Sättigung
das andere für schlecht halten
Nach einer dialektischen (allerdings höchst umstrittenen) Auffassung bilden für Gott diese Gegensätze eine Einheit - für Gott seien alle Dinge gerecht und gut
da sie in Seinem Plan zielführend sind; Menschen mögen dagegen das eine für gerecht
beides zu erleben. [Bearbeiten]
Wichtig sei ihnen
3. Das Übel als Durchgangsstadium der Geschichte (Hegel)
Das Übel ist nur ein notwendiges Durchgangsstadium; es dient der dialektischen Entwicklung der Geschichte (Hegel). [Bearbeiten]
4. Das Übel erscheint nur als böse
aber wir können nicht objektiv urteilen
Uns erscheinen Dinge nur als böse
Sie sind nicht "objektiv" böse. [Bearbeiten]
4a. Unbedingtes Vertrauen zu Gott statt Suche nach rationalen Lösungen (Küng)
Durch Leiden soll der Mensch zum Leben gelangen
Warum das so ist
warum es nicht ohne Leid besser ginge
warum das für den Menschen gut und sinnvoll ist
das kann keine Vernunft erweisen
in der Gewissheit der Hoffnung auf ein Offenbarwerden des Sinnes in der Vollendung. (Hans Küng
S
Christ sein
Das kann aber vom Leiden Sterben und neuen Leben Jesu im Vertrauen auf Gott schon in der Gegenwart als sinnvoll angenommen werden
S
das Rätsel des Leids und des Bösen enträtseln zu können
dafür wirbt Küng (Christ sein
trotz Unfähigkeit
528) Unbedingtes und restloses Vertrauen zu Gott
hin zur Frage nach der Qualität der Beziehung des gläubigen Menschen zu seinem Gott. [Bearbeiten]
357) - und verschiebt damit den Akzent des Theodizee-Problems: weg vom Problem eines logischen Widerspruchs zwischen zwei Aussagen
II. Gottes Eigenschaften sind neu zu durchdenken
die von biblischen Schriftstellern wie von christlichen Theologen nicht immer geteilt und mehr oder weniger vorsichtig korrigiert wurden. [Bearbeiten]
Gottes Allmacht
Allgüte und Allwissenheit sind letztlich philosophische Abstraktionen
5. Gottes Allgüte wird relativiert
was Menschen als "gut" bewerten
dass Gott nur für das verantwortlich sein kann
modernere Sicht der Bibel verneint
sondern für alles verantwortlich ist
wenn man seine Allmacht ernst nehmen will
Das Böse als Wille Gottes: Eine andere
Luther hebt den Deus absconditus (verborgenen Gott; Zorn
wobei Gott qua Grund die Ursache für das Übel sei
Evangelium) voneinander ab; Schelling unterscheidet zwischen Grund und Existenz in Gott
Gesetz) und den Deus revelatus (offenbarten Gott; Liebe
denn "Gott gibt ihnen einen Geist der Betäubung
Augen die nicht erblicken..." (Rö
Bestätigt sehen sie sich in der Bibel: So ist z.B. auch Unglaube gottgewirkt
11:8); "es [unser Evangelium] ist denen verhüllt
die umkommen
in welchen der Gott dieses Äons die Gedanken der Ungläubigen blendet
damit ihnen der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus nicht erstrahle."(2
Kor
der uralten Schlange (die der Widerwirker und der Satan ist) und band ihn für 1000 Jahre." (Offb
4:4). Gott könnte auch das Wirken Satans ohne weiteres vollständig unterbinden oder einschränken
wie es im nächsten Äon passieren wird: "Er [ein Bote Gottes] bemächtigte sich des Drachen
20:1ff)
Die Bibel sagt sogar deutlich
dass Gott das Böse erschaffen hat: "Ich [Gott] bilde das Licht und ERSCHAFFE das Finstere
bewirke das Gute und ERSCHAFFE das Böse
Ich
Ieue Aluim
mache all dieses" (Jes
und Jehowa hätte es nicht bewirkt?" (Amos 3:6)
45:7). "Oder geschieht ein Unglück in der Stadt
ALLES
auch den Gottlosen (Sprüche 16:4). "Was wollen wir nun vorbringen? Doch nicht
dient Gott (Psalm 119:91) - Gott macht alles zu seinem Zweck
wessen ich mich erbarmen möchte; und Mitleid werde ich haben
mit wem ich Mitleid haben möchte
es gebe Ungerechtigkeit bei Gott! Möge das nicht gefolgert werden! Denn zu Mose sagt Er: Erbarmen werde ich Mich
d.h. ausnahmslos jedes Wesen
Demnach liegt es nicht an dem Wollenden noch an dem Rennenden
sondern an dem sich erbarmenden Gott
Denn die Schrift sagt zu Pharao: Ebendeshalb habe ich dich erweckt
damit Ich an dir Meine Kraft zur Schau stelle und damit Mein Name auf der gesamten Erde kundgemacht werde
Demnach erbarmt Er sich nun
siehe dazu 2
wessen Er will
aber Er verhärtet auch wen Er will." (Römer 9:14-18
in der Tat
14:4
Gott gegenüber eine solche Antwort zu geben?Das Gebilde wird doch nicht dem Bildner erwidern: Warum hast du mich so gemacht? - Hat der Töpfer nicht Vollmacht über den Ton
Mose 4:21
9:12
aus derselben Knetmasse das eine Gefäß zur Ehre und das andere zur Unehre zu machen?" (Römer 9: 19-21). So war auch die Kreuzigung Jesu in Seinem Plan festgelegt
14:7). "Nun wirst du erwidern: Was tadelt Er dann noch? Wer hat je denn je Seiner Absicht widerstanden? - O Mensch
wer bist denn du
was Deine Hand und Dein Ratschluß vorherbestimmt hatten
dass es geschehe" (Apg
um alles auszuführen
Niemand konnte das verhindern: "Herodes wie auch Pontius Pilatus mit den Nationen und den Völkern Israels [waren versammelt]
4:26-28
Bibelzitate aus dem KNT). [Bearbeiten]
6. Gottes Allmacht wird relativiert...
[Bearbeiten]
...durch Annahme der Freiheit des Menschen
muss es weder von Gott noch von den Menschen mit allen Mitteln angestrebt werden
Weitere Ansätze bei der Lösung der Theodizee-Frage liegen darin
aber nicht das höchste Gut ist
dass Gott dem Menschen Freiheit und Eigenverantwortung in seinem Handeln lässt. Weil das zeitlich-irdische Leben zwar ein sehr hohes
Das höchste Ziel bzw
Gut des Menschen ist nach dem christlichen Glauben das ewige Leben
d.h. die maximal mögliche Gemeinschaft mit Gott
kann Gott dafür auch das physische Übel einsetzen oder das moralische Übel zulassen (nicht selbst direkt bewirken!). Angenommen
Wenn nötig
so stellt sich die Frage nach der Distanz Gottes zum Leid im Diesseits
Gott kann das Leid zugunsten der menschlichen Freiheit nicht aktiv verhindern und ist selbst daher weitgehend passiv
dem Gipfelpunkt der Offenbarung. [Bearbeiten]
sondern am Unrecht der Welt leidet - und zwar nicht nur gedanklich-geistig sondern seinshaft: Erlebt und Erlitten durch die Passion Christi
Hier hakt die Theorie einer "passio continuo" ein
wonach Gott nicht distanziert zum irdischen Leid ist
...durch die Annahme, Gott wurde verbannt
dass in der westlichen Welt die Säkularisierung stets voranschreitet
Grundlage dieses Ansatzes (z.B. vertreten durch Wilhelm Busch (Pfarrer)) ist die Beobachtung
Die Gebote Gottes werden nicht mehr beachtet und sind den meisten Menschen nicht mal bekannt
Dies ist nun also ein klares Nein zu Gott durch die Nichtbeachter
Ein "Nein" durch Nicht-Kenner ist das noch keineswegs
Gott respektiert diese scheinbar endgültige Entscheidung und zieht sich weitgehend
zurück
aber nicht ganz
die eine vertieftere Wissens- und Verstehenslage beinhalten kann
dass der Mensch dazulernt und zu einem geistig fortgeschritteneren Zeitpunkt eine andere Entscheidung treffen könnte
aufgrund gereifterer Erfahrung
Gott weiß nämlich
Dietrich Bonnhoeffer treibt solch eine Sicht in einem seiner Briefe auf die Spitze: "...Vor und mit Gott leben wir ohne Gott
Gott ist ohnmächtig und schwach in der Welt und gerade und nur so ist er bei uns und hilft uns." [Bearbeiten]
Gott lässt sich aus der Welt hinausdrängen ans Kreuz
...durch die Annahme, die Schöpfung sei "nicht fertig"
dass die Bibel selbst und damit der christliche Glaube nicht das Ziel habe
Neutestamentliche Theologen wie der Heidelberger Neutestamentler Klaus Berger weisen darauf hin
eine Antwort auf die Herkunft des Bösen zu geben
dass Gott die Errettung daraus sei
sondern eher darauf
Gott habe das Böse nicht geschaffen
als Gott zu wirken begann
sondern das Böse war bereits gegeben
Im Alten Testament der Bibel schafft Gott die Welt als einen Bereich der Ordnung
der dem lebensfeindlichen Chaos abgerungen wurde
sobald die Anwesenheit Gottes schwindet
die den Menschen und das Leben bedrohen
werden hier vorerst zurückgedrängt
Das Chaos und die Mächte
die Chaosmächte sind aber weiterhin anwesend und gefährlich
Dadurch wird die Allmacht Gottes als Prinzip in Frage gestellt
sondern eher aus dem Einfluss des griechischischen Denkens komme
welche im biblischen Denken so nicht bekannt sei
Gott ist demnach dabei
in einer bösen Welt und einer unfertigen
aber dies kann er eben nicht mit einem Fingerschnippen und in einem Augenblick tun (insofern ist der Begriff von Allmacht falsch)
schwachen Schöpfung sein Reich aufzubauen
Allmacht sollte vielmehr so verstanden werden
nicht aber
als dass letzten Endes die Verheißung des Reiches Gottes und der vollendeten Schöpfung erfüllt wird und Gott mächtiger als alle anderen Mächte in Raum und Zeit ist
dass Gott alles und jedes jederzeit wirkt
Das Geheimnis der Zeit steht zwischen der "schwachen Schöpfung" und der Erfüllung der Verheißung
Berger sagt in einem Zitat: "Gott ist nicht grausam davon bin ich im Laufe meines Lebens als Neutestamentler zusehends überzeugt
Sondern
wenn ein Unglück passiert
ist es allemal die Eigengesetzlichkeit dieser Schöpfung
sondern es sind die Naturgesetze
ist es kein grausamer Gott
Wenn jemand vor das Auto läuft und überfahren wird
dem ist nicht zu helfen
Wer so über die rote Ampel hinwegsieht
Wunder sind für diese Fälle nicht vorgesehen
Es gibt kein Menschenrecht auf Wunder
weil sie schwach ist
Der Tod gehört zu dieser Schöpfung hinzu
siehe http://www.evangelische-kirchenzeitung.de/200213/glaube.htm) [Bearbeiten]
Gott will die Überwindung des Todes in all seinen Formen." (Zitat aus einem Interview
...durch den Hinweis auf Christus am Kreuz
Durch die Kreuzigung Christi sei die Ohnmacht Gottes deutlich geworden (Dorothee Sölle: "Gott hat keine anderen Hände als die unseren"). [Bearbeiten]
...durch die Theorie des Dualismus
den Satan oder Demiurgen zu verantworten (Gnosis
Das Böse sei durch gefallene Engel
Manichäismus). [Bearbeiten]
7. Gottes Allwissenheit wird relativiert
[Bearbeiten]
III. Sowohl an der Realität des Bösen als auch an Güte, Allmacht und Allwissenheit Gottes wird festgehalten
[Bearbeiten]
8. Es gibt keine Lösung (Barth)
Nach Barth gibt es keine Lösung des Theodizee-Problems
Gott anzuklagen
Wir sind nicht berechtigt
Wir können nur dialektisch vom Paradoxon reden (Karl Barth: Das Böse ist die "unmögliche Möglichkeit"). [Bearbeiten]
9. Bei der Metaphysik stößt die Vernunft an ihre Grenzen (Kant)
um metaphysische Spekulationen anzustellen
Wir sind zu begrenzt
Hier stößt unsere Vernunft an ihre Grenzen (Kant
1791). [Bearbeiten]
Über das Mißlingen aller philosophischen Versuche in der Theodizee
IV. Die Existenz eines Gottes wird negiert
[Bearbeiten]
10. Folgerungen der Atheisten und Agnostiker
misslungenen Theodizee gewann Ende des 18
Die atheistische Schlussfolgerung aus der
wie man meinte
Jahrhunderts an Boden
anstatt Gottes Güte gleich Gottes Existenz zu verneinen
war es nur noch ein kleiner Schritt
Als nach dem Erdbeben von Lissabon 1755 die optimistische Leibniz'sche Lösung der Theodizee für viele an Plausibilität einbüßte
sondern erst dort
Odo Marquard: "[Nach 1755] lag es nahe
wo Gott von diesem Prinzip entlastet wird
wo - wie bei Leibniz - Gott durch das Schöpfungsprinzip 'der Zweck heiligt die Mittel' entlastet
zu meinen: die Theodizee gelingt nicht dort
ihm muss - zur Rettung seiner Güte - sein Nichtsein erlaubt oder gar nahegelegt werden. ..
Wo dieses Prinzip als Prinzip der Schöpfung gleichwohl unangefochten bleibt
muss das schließlich folgende Konsequenz haben: Gott muss - zugunsten seiner Güte - aus der Rolle des Schöpfers befreit
sondern eben darum auch ... seiner Funktion als Angeklagter der Theodizee." Damit sei die Theodizee in der zweiten Hälfte des 18
Durch diesen Atheismus ad maiorem Dei gloriam wird der Mensch der Erbe der Funktionen Gottes: nicht nur seiner Funktion als Schöpfer
Jh. in die Geschichtsphilosophie gemündet (Odo Marquard: "Der angeklagte und der entlastete Mensch in der Philosophie des 18
Jahrhunderts"
S
Stuttgart 1981
In: Ders.
reclam
Abschied vom Prinzipiellen
hier S
39-66
Allwissenheit und Allmacht wird also in vollem Umfang festgehalten
48). An Gottes Allgüte
Zur Rettung aller drei klassischen Eigenschaften wird aber die Existenz (des so definierten) Gottes aufgegeben
um die Existenz eines allmächtigen
allgütigen und allwissenden Gottes
wie ihn viele Religionen kennen
zu verneinen
Atheisten und Agnostiker nutzen gerne den Widerspruch in der Theodizee
oder nicht. Siehe auch: Atheismus
Gottesbeweis [Bearbeiten]
Der Gottesbegriff lässt sich jedoch abschwächen und damit diesem Argument entziehen - ob man es anerkennt
Literatur
[Bearbeiten]
Einführungen in das Theodizeeproblem
[Bearbeiten]
Geschichtliche Überblicke
Hans-Gerd Janßen: Gott - Freiheit - Leid
Das Theodizee-Problem in der Philosophie der Neuzeit
unveränd
2.
Aufl
Wiss
Darmstadt 1993 ISBN 3-534-02399-4 Thomas Schumacher: Theodizee
Buchgesellschaft
Bedeutung und Anspruch eines Begriffs
Europäische Hochschulschriften 20/435
Frankfurt a.M
Lang
1994 ISBN 3-631-47554-3 (Diss
Freiburg i
Brsg
1992) Regina Ammicht-Quinn: Von Lissabon bis Auschwitz
Zum Paradigmawechsel in der Theodizeefrage
Studien zur theologischen Ethik
Bd
43
Freiburg (CH) 1992 ISBN 3-451-22943-9 (dt
Univ.-Verl.
Diskussion 1945-1970) Peter Gerlitz / Melanie Köhlmoos u.a.: Theodizee I.-VI.
In: Theologische Realenzyklopädie 33 (2002)
S
Dogmatik
Altem Testament
Judentum
210-237 (sehr konzise
materialreiche Darstellung zur Theodizee in der Religionsgeschichte
Praktischer Theologie und Philosophie) [Bearbeiten]
Philosophische und theologische Studien
Kurt Lüthi: Gott und das Böse
Zürich 1961 David R
Griffin: God
Power and Evil
A Process Theodicy
Pa
Philadelphia
1976 Hermann Häring: Das Problem des Bösen in der Theologie
Darmstadt 1985 Harald Wagner u.a. (Hrsg.): Mit Gott streiten
Neue Zugänge zum Theodizee-Problem
Quaestiones disputatae 169
Freiburg i
Herder
Brsg
der Leiden schafft? Leidenserfahrungen im 20
1998 ISBN 3-451-02169-2 Hubert Irsigler u.a. (Hrsg.): Ein Gott
Jahrhundert und die Frage nach Gott
Bamberger theologische Studien 1
Lang
Frankfurt a.M. u.a
1995 ISBN 3-631-49216-2 Gerd Neuhaus: Frömmigkeit der Theologie
Zur Logik der offenen Theodizeefrage
Quaestiones disputatae 202
Herder
Freiburg i
Brsg
2003 ISBN 3-451-02202-8 Friedrich Hermanni: Das Böse und die Theodizee
Eine philosophisch-theologische Grundlegung
Kaiser; Gütersloher Verl.-haus
Gütersloh 2002 ISBN 3-579-05391-4 (Habil
KH Bethel 2001) Gerhard Streminger: Gottes Güte und die Übel der Welt
Das Theodizeeproblem
Tübingen 1992 Armin Kreiner: Gott und das Leid
Paderborn 1994 Armin Kreiner: Gott im Leid
Zur Stichhaltigkeit der Theodizee-Argumente
Freiburg u.a
1997 Bernd Gräfrath: Es fällt nicht leicht
ein Gott zu sein
Beck Vlg.
Ethik für Weltenschöpfer von Leibniz bis Lem
München 1998 Bernhard Kälin: Lehrbuch der Philosophie
Psychologie
Band I: Logik
Kriteriologie und Theodizee (1957) und Band II: Ethik (1954)
Kosmologie
Ontologie
Sarnen Traugott Koch: Das Böse als theologisches Problem
In: Kerygma und Dogma 24 (1978)
S
285ff. Adolph E
Knoch: Das Böse - Ursprung
www.konkordanterverlag.de [Bearbeiten]
Konkordanter Verlag
Zweck und Ziel
Pforzheim
Klassische Werke
Boethius: De consolatione philosophiae / Trost der Philosophie (524)
Lat. u. dt.
hrsg. u. übers. v
Ernst Gegenschatz u
Darmstadt 1984
S
Olof Gigon
20ff. (malum nihil est: das Böse ist eigentlich nichts) Martin Luther: De servo arbitrio / Über den unfreien Willen (1525)
in: Philosophische Schriften
Bd
WA 18. Gottfried Wilhelm Leibniz: Essais de Théodicée sur la Bonté de Dieu
der Freiheit des Menschen und dem Ursprung des Übels
Amsterdam 1710. / Dt. Übers.: Die Theodizee von der Güte Gottes
la Liberté de l'Homme et l'Origine du Mal
Suhrkamp Vlg.
Frankfurt a.M
2
1996 Voltaire: Candide oder Der Optimismus (ursprünglich 1759 auf Französisch erschienen)
Frankfurt a.M
Insel Vlg.
in: Sämtliche Romane und Erzählungen
S
1976 (ISBN 3-458-31909-3) Immanuel Kant: Über das Mißlingen aller philosophischen Versuche in der Theodizee (1791)
Berlin 1968
in: Kants Werke
Akademie Textausgabe VIII
264ff. Friedrich Wilhelm Joseph Schelling: Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit und die damit zusammenhängenden Gegenstände (1809)
hrsg. v
Thomas Buchheim
Philosophische Bibliothek 503
Meiner
Hamburg 1997 [Bearbeiten]
Besprechung wichtiger Autoren
Peter Steinacker: Luther und das Böse
S
In: Neue Zeitschrift für Systematische Theologie 33 (1991)
139-151 Stefan Lorenz: De mundo optimo
Studien zu Leibniz' Theodizee und ihrer Rezeption in Deutschland (1710-1791)
Studia Leibnitiana: Supplementa 31
Steiner
Stuttgart 1997 ISBN 3-515-07122-9 Kurt Appel: Kants Theodizeekritik
Eine Auseinandersetzung mit den Theodizeekonzeptionen von Leibniz und Kant
Religion - Kultur - Recht
Bd
2L
Frankfurt a.M.; Berlin u.a2
ang
003 (DissW
ien 2000) ISBN 3-631-51672-X Christian Iber: Die Theodizeeproblematik in Schellings FreiheitsschriftI
n: Freiburger Zeitschrift für Philosophie und Theologie 48 (2001)
S1
46-164 Gerold Graf: Gott dennoch Recht gebenD
ie Theodizeefrage als ein entscheidendes Problem - besonders bei Luther
Bultmann und SölleF
rankfurt a.M. u.a1
983 Jörg Eickhoff: TheodizeeD
ie theologische Antwort Paul Tillichs im Kontext der philosophischen FragestellungF
rankfurt a.M. u.a1
997 Christine Kress: Gottes Allmacht angesichts von LeidenZ
ur Interpretation der Gotteslehre in den systematisch-theologischen Entwürfen von Paul Althaus
Paul Tillich und Karl BarthN
eukirchener theologische Dissertationen und Habilitationen 27N
Neukirchen-Vluyn 1999 ISBN 3-7887-1756-4 (DissH
eukirchener
eidelberg 1998/99) [Bearbeiten]
Das Theodizeeproblem in der theologischen Dogmatik
Evangelische Theologen: Wilfried Härle: Dogmatik
2.
überarb
Aufl
de Gruyter 2000 ISBN 3-11-016589-9 (Standardwerk für ev
Berlin; New York
Theologen; S
439-455 zum Theodizeeproblem; argumentiert im Anschluss an Leibniz) Wilfried Joest: Dogmatik
Bd
1: Die Wirklichkeit Gottes
Uni-Taschenbücher 1336
durchges
4.
Aufl
Vandenhoeck & Ruprecht
1995 ISBN 3-8252-1336-6 (S
Göttingen
180-185 zum Theodizeeproblem; Leibniz und Luther) Katholische Theologen: Theodor Schneider: Was wir glauben
Eine Auslegung des apostolischen Glaubensbekenntnis
5A
uflD
Patmos 1998 ISBN 3-491-69011-0 (Zur Einführung sehr geeignet! Modernes Proseminar (Systematische Theologie) Standartwerk) [Bearbeiten]
üsseldorf
Populäre Darstellungen
Ralph Sauer: Gott - lieb und gerecht? Hilfen zur Leidensproblematik in der Sekundarstufe I und II
Herder
Freiburg i
Brsg
1991 ISBN 3-451-22441-0 (298 S.) Heinz Zahrnt: Wie kann Gott das zulassen? München; Zürich 1985
6
Aufl
1988 Klaus Berger: Wie kann Gott Leid und Katastrophen zulassen? Gütersloher Verlagshaus
1996 Arthur Ernest Wilder-Smith: Ist das ein Gott der Liebe? Neuhausen-Stuttgart
Schmerz und Tod nicht verantwortlich
1999 Reinhard Schmidt: Der Gott der Liebe ist für Leid
Texte und Gedichte im Spannungsfeld zwischen natürlicher Evolution und christlichem Glauben
Helmbrechts 2004 ISBN 3-8311-0704-1 [Bearbeiten]
Weblinks
"Prof
Dr
Gerhard Streminger: VON DER GÜTE GOTTES UND DIE LEIDEN DER WELT
EIN ÜBERBLICK ÜBER DAS THEODIZEEPROBLEM
Aus: Aufklärung und Kritik 1/2003
S
11 ff." (http://www.gkpn.de/theodizee.html) "Anatomie des erhobenen Zeigefingers: Wie man Gott entschuldigt und die Menschen an sich bindet" (http://www.schmidt-salomon.de/zeigefing.htm) "Die Banalität von Gut und Böse: Das Phänomen des Übels aus weltlicher Sicht" (http://www.schmidt-salomon.de/gutboes.htm) "Warum lässt Gott das Böse zu?" (http://www.jesus.ch/index.php/D/article/24/978/) (Online-Aufsatz von A.E
Wilder-Smith auf jesus.ch (http://www.jesus.ch)) "Das Böse - Warum lässt Gott das zu?" (http://www.watchtower.org/languages/deutsch/library/lmn/index.htm?article=article_06.htm) (aus der Online-Version der Broschüre "Siehe! Ich mache alle Dinge neu" (hrsg. von der Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft
Selters)) "Warum läßt Gott das Böse zu?" - Aufsatz von Martin Wagner (http://www.martiner.org/gott_und_das_boese.htm) "Warum lässt Gott Leid zu?" (Nikodemus.net) (http://www.nikodemus.net/article.php?article=397) Aktuelle Literatur zur Theodizee (http://www.theologie-recherche.de/gotteslehre/12allmacht.htm) "Gespräch über Gott: Das Problem der Theodizee ist gelöst" (http://www.reinhardschmidt.de/gespgott.htm) [Bearbeiten]
Siehe auch
Natürliche Theologie
Gott Vorlage:Überarbeiten en:Theodicy fr:Théodicée nl:Theodicee pl:Teodycea sv:Teodicéproblemet
Gottesbeweis
[X] Schliessen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Theodizee
aus der freien Enzyklopädie
wikipedia
und steht unter der
GNU Lizenz für freie Dokumentation
. In der wikipedia ist eine
Liste der Autoren
verfügbar.
Torreya
Tastverhältnis
Tastgrad
Tiago
Theogonie
Tesla
Tesla-Turbine
Theorie Der Berechenbarkeit
[ Zurück ]
Inhalt Lexikon:
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Chat
|
Lexikon
|
Reisen
|
Versicherung
|
Forum
|
Kontakt