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Diskussion : Teufel
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Teufel
Stichpunkte
Allgemein
Verwirrer) oder Satan (v. hebr.: Schatan שטן = Widersacher) wird in verschiedenen Religionen als eigenständiges Geistwesen angesehen. Der außerdem auch oft verwendete Begriff Luzifer ist nichtchristlichen Ursprungs: In der Antike war Luzifer der Name für den Planeten Venus; im antiken Babylon wurde die Venus als „Tagesstern
Durcheinanderwerfer
Der Teufel (v. griech.: Dià bolos Διαβολος = Verleumder
Sohn der Morgendämmerung� oder auch "Morgenstern" bezeichnet
in der griechischen Mythologie Eosphorus
Die römische Mythologie kennt Luzifer als Sohn der Aurora
der Göttin der Morgenröte
Da in Jesaja 14:12 ein aus den Himmeln hinabstürzender „Engel (eigentlich Cherub
konstruierten die Kirchenväter eine Parallele und gaben diesem ebenfalls den Namen Luzifer
s.u.) der Morgenröte� Erwähnung findet
Im 14
die sich Luziferianer nannten
Jahrhundert gab es gnostische Gruppen
dass er der Bruder Gottes sei
der fälschlicherweise aus dem Himmel verstoßen wurde
Diese Gruppen verehrten Luzifer und meinten
Die ersten Luziferianer gab es in Österreich
Heidentum 1.4 Atheismus 2 Andere Bezeichnungen für den Teufel 3 Literatur 4 Siehe auch 5 Weblinks [Bearbeiten]
"Verbergen") 1 Der Teufel in verschiedenen Religionen 1.1 Judentum/Christentum: Altes Testament 1.1.1 Christentum: Neues Testament 1.2 Islam 1.3 Zarathustrismus 1.3.1 Darstellung im Volksglauben
Ihr Kult verbreitete sich rasch in Brandenburg
der Schweiz und Savoyen. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Böhmen
Der Teufel in verschiedenen Religionen
[Bearbeiten]
Judentum/Christentum: Altes Testament
kontrollierte Versucher der Menschen
Der Teufel ist in der hebräischen Bibel der von Gott beauftragte
Schin-Teth-Nun
Die hebräische Bezeichnung (satan: שטן
soviel wie »Widerstandleistender«) wird sowohl auf verschiedene Menschen als auch auf einen Engel angewendet
wo Gott aufgrund dessen Einwandes
dass der fromme Ijob Gott die Treue halte
weil Gott um ihn herum kein Unglück zulasse
Satan gestattet
Die ausführlichste Darstellung des Satan findet sich im Buch Ijob (Hiob) der hebräischen Bibel
Ijobs Glauben auf die Probe zu stellen
es sei kein Wunder
aber seine Rechnung geht nicht auf
Diese Gelegenheit lässt sich der Satan nicht entgehen
der anzweifelte
Trotz der Unglücke
mit der Satan ihn peinigt
dass es Menschen gäbe
akzeptiert Ijob sein trauriges Los und flucht seinem Gott nicht
was eine Niederlage für den Satan bedeutet
die den nichtsahnenden Ijob in Form der sprichwörtlich gewordenen Hiobsbotschaften ereilen und der bösartigen Krankheit
die Gott in jeder Situation treu bleiben würden
als Versucher (1
In zwei weiteren Fällen tritt der Satan auf
1) oder Ankläger (Sacharja 3
1) des sündigen Menschen im Gegensatz zur späteren Deutung als Widersacher des Menschen
Buch der Chronik 21
Teilweise werden aber auch Menschen in der hebräischen Bibel allgemein als Widersacher bezeichnet
Das hebräische Wort wird dann im Allgemeinen ohne den bestimmten Artikel benutzt
Bei Jesaja 14 findet sich ein Spottlied auf den König von Babel
ursprünglich aber eine Anspielung auf die Gestalt Helel des babylonischen Mythos ist
von dem eine Stelle später auf den Satan bezogen wurde
das Gegenstück zum griechischen Helios
aufgehört das Anstürmen! Die Stelle selbst lautet: (12) Wie bist du vom Himmel gefallen
18 (»Ich sah Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz«) beschriebenen Ortswechsel Satans. Eine theologische Begründung lautet
du sagtest in deinem Herzen: »Zum Himmel will ich hinaufsteigen
Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert
Überwältiger der Nationen! (13) Und du
Der Bezug auf den König wird schon anfänglich klargemacht: (4) da wirst du dieses Spottlied anstimmen über den König von Babel und sagen: Wie hat aufgehört der Unterdrücker
du Glanzstern
in die tiefste Grube. (Zitiert nach revidierter Elberfelder Übersetzung) Die christlichen Kirchenväter sahen in dem zuletzt zititerten Text eine Parallele auf den in Lukas 10
weswegen einige von einer Gleichsetzung ausgehen
dass die Stadt Babylon in der Offenbarung mit dem Teufel am jüngsten Tag gemeinsam von Gott vernichtet werden
hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. (14) Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen
dem Höchsten mich gleichmachen.« - (15) Doch in den Scheol wirst du hinabgestürzt
Andere wenden dagegen ein
zum Beispiel der Teufel als ehemals guter "Engel"
ist in der Bibel nie die Rede (ganz im Gegenteil
s.u.)
dass eine gleichzeitige Vernichtung keine Gleichsetzung sei. Von einem Charakterwechsel des Teufels allerdings
Der so konstruierte "Engelsturz" hat sich dennoch
weit verbreitet. [Bearbeiten]
auch weil es ein oft verwendetes Motiv in der Kunst ist
Christentum: Neues Testament
die Widerwirker und Satan heißt" (Offb
die uralte Schlange
Im Neuen Testament wird Satan als "Der große Drache
12:7) und "Fürst des Vollmachtsgebiets der Luft" (Eph
2:2) vorgestellt. Es ist auch hier nicht davon die Rede
dass Satan ein gefallener Engel gewesen wäre
So heißt es auch
dem widersprechend: "der Widerwirker sündigte von Anfang an" (1
Joh
3:8)
weil keine Wahrheit in ihm ist" (Joh
Und außerdem war er "ein Menschentöter von Anfang an und hat nicht in der Wahrheit gestanden
8:44)
dass der Teufel und seine Anhänger auf die Erde geworfen werden (Offb
der damit endet
Vor dem 1000-jährigen Reich gibt es (nach der Offenbarung des Johannes) einen Kampf zwischen den Kräften des Guten (Michael und seine Engel) und Satan
12)
Für die Dauer des 1000-jährigen Reichs wird er aber wieder gefesselt (Offb
20:1-3)
um danach wieder kurz freigelassen zu werden (Offb
20:7)
eher er in einem Feuersee landet (Offb
Er verführt dann für ein gewisse Zeit Menschen
20:11)
Der Ursprung dieser Entwicklung im Christentum aus dem Judentum ist umstritten
Die Literatur der Zeitwende im jüdisch-hellenistischen Umfeld enthält viele apokalyptische Wahrsagungen
in denen ein Weltende im Kampf zwischen Gut und Böse projiziert wird
Elemente dieser Vorstellungen finden sich auch im persischen Zoroastrismus
mit dem das Judentum in Babylonien in Berührung geriet und auch im
genauer etwa seit dem Ende des 15
In der Frühen Neuzeit
Jahrhunderts bis weit ins 18
trug der christliche Glaube an die Existenz des Teufels wesentlich zur damaligen Hexenverfolgung bei
Jahrhundert hinein
der den Hexen bzw
Der Hauptvorwurf
war
Hexenmeistern damals gemacht wurde
dass sie einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hätten und darüber hinaus mit ihm Geschlechtsverkehr (die so genannte Teufelsbuhlschaft) betreiben würden. [Bearbeiten]
Islam
Im Islam ist Schaitan (oder Iblis) (arabisch) der Widersacher der Menschen
Nach islamischer Lehre ist Schaitan nicht nur ein Geschöpf Allahs
sondern auch äußerst gottesfürchtig
Denn er fürchtet Allah
jedoch versucht er die Menschen
sich zu entscheiden
Es gehört zu den Prüfungen der Menschen
d.h. für Allah oder für Schaitan
Gottesdiener
ob er es will oder nicht
Somit ist Schaitan
dem er sich nicht entziehen kann
weil auch er nur Werkzeug des Planes von Allah ist
Und am Tag des Gerichts wird er seine Strafe bekommen
dass Schaitan Widersacher Gottes oder eine Art Kräfte-Gegenpol ist
fremd
Dem Islam ist die Vorstellung
Das Prinzip Gut gegen Böse als Gegenkräfte ist hier nicht anwendbar
dem Allah eine Frist gesetzt hat
Schaitan ist dagegen lediglich Versucher der Menschen
Denn nur Allah ist der absolut Mächtige
solange sie wanken und sich Allah nicht völlig ergeben. [Bearbeiten]
Schaitan ist nicht allmächtig - aber gefährlich für die Menschen
Zarathustrismus
der Zarathustrismus ist dualistisch geprägt: »Und im Anbeginn waren diese beiden Geister
die Zwillinge
Reden und Tun heißen
Die Staats-Religion Zarathustras
die nach ihrem eigenen Worte das Gute und das Böse im Denken
Zwischen ihnen haben die Guthandelnden richtig gewählt.« Speziell die Begriffe Himmel und Hölle sind vorher im Judentum nicht bekannt
Gerald Messadié sieht den Wandel Satans vom Ankläger in Gottes Rat zum Gegenspieler Gottes als Übernahme des Ahriman aus dem Zoroastrismus an; dort sind der böse Welterschaffer und der gute Gott Ormuzd in der Tat Gegenspieler
Im Zoroastrismus gelangen die Seelen nach dem Tod über die Činvat-Brücke
für den anderen schmal wie eine Messerspitze
für den rechtschaffenen Menschen ist die Brücke breit wie ein Pfad
Hier wird Gericht gehalten
d. h. in die Hölle
Die Guten gelangen in die seligen Gefilde des Paradieses Garodemäna (später Garotman)
des »Orts der Lobgesänge«; die Seele des Bösen aber kommt an den »schlechtesten Ort«
Seuchen und andere Plagen über die Welt verhängen
Drudsch und Pairikas (Peri) genannt und teils als Unholdinnen gedacht
teils als tückische Dämonen
welche Trockenheit
die mit bösen Menschen in fleischlichem Verkehr stehen und die guten zu verführen trachten
Die Dämonen des Zoroastrismus werden Daeva
Missernten
das Ahura MazdÄ? in den ersten 3000 Jahren durch einen langherrschenden Windhauch zuerst den eiförmigen Himmel und daraufhin die Erde und die Pflanzen erschuf
Die Schöpfungsgeschichte des Zarathustrismus besagt
Im zweiten Zyklus von 3000 Jahren entstanden die Urstiere und danach der Urmensch
Danach erfolgte der Einbruch des Anramainyu
welcher den Urmenschen und den Urstier tötet und eine Periode des Kampfes eröffnet
die ihr Ende erst mit der Geburt des Zarathustra erreicht
Dieses Ereignis fällt in das 31
Jahr der Regierung des Königs Vistaspa
bis der Heiland Saoschjant geboren wird
unvergängliche Welt herbeiführen wird; auch die Toten sollen dann auferstehen
welcher die bösen Geister vernichten und eine neue
Und von da an werden wieder 3000 Jahre vergehen
Statt des einen Messias werden an anderen Stellen deren drei genannt
wodurch sich also diese Lehre von der entsprechenden des Alten Testaments unterscheidet
so dass die Annahme einer Entlehnung der letzteren aus der Religion der den Hebräern benachbarten Zarathustristen eine nicht unbedeutende Wahrscheinlichkeit für sich hat. [Bearbeiten]
Dagegen stimmt die Lehre von der Auferstehung sogar in Details mit der christlichen überein
Darstellung im Volksglauben, Heidentum
Die volkstümliche Darstellung des Teufels leitet sich oft auf ursprünglich heidnische Götter zurück
möglicherweise dem alten gehörnten Waldgott
mit Bocks- oder Pferdefüßen
hässlichem Gesicht und langer Habichtsnase dargestellt
Hörnern
Krallen
Er wird meist schwarz und behaart
einem Kuhschwanz
Bei seinem Verschwinden hinterlässt er demnach einen argen Gestank
Der angebliche Wohnort des oder der Teufel ist die Hölle
Manchmal wird er auch gedeutet als der Archetypus des lüsternen und potenten Mannes sowie ein Symbol für die inneren Triebe und Kräfte
die in den Menschen ruhen. [Bearbeiten]
Atheismus
von Atheisten und den Brights abgelehnt und als mit den Naturwissenschaften nicht vereinbar angesehen
Die Existenz eines Teufels wird
wie die Gottes
Da Gott für einen Atheisten nicht existent ist
der Teufel sei in diesen Religionen als Gegenspieler notwendig
um eine Polarisierung zwischen Gott und dem Bösen aufrechtzuerhalten
wird zum Teil ideologiekritisch ausgeführt
warum sollte es dann wohl den Teufel geben? Um die Rolle des Teufels im Christentum und Islam zu erklären
Erst diese Polarisierung mache es möglich
das Bild eines durchweg guten Gottes aufrechtzuerhalten. [Bearbeiten]
Andere Bezeichnungen für den Teufel
Angat
Bezeichnung des Teufels in Madagaskar Antichrist (vgl
Fürst Baal
Christus) Asael (hebr.: Fürst der Teufel) Beelzebub (von 'Baal Sebul'
Weil den Baalstatuen auch im Sommer geopfert wurde
lockte das Opferblut die Fliegen an
Polemisch wird er deshalb von der Bibel her mit »Herr der Fliegen« übersetzt
Durch versch
auch Bheliar) Das (unsagbar) Böse Chutriel (hebräische Mythologie: er ist dazu bestimmt
Beliar (von Baal
die Verdammten in der Hölle zu geisseln) Diabolus (griech
Lesarten wurde aus Baal Sebul später Beelsebul
woraus volksethymologisch Beelzebub wurde. Belial
Teufel
vgl
Diabolo
kleine Teufel im deutschen Volksglauben des Mittelalters Luzifer (v. lat. lucifer) Mephistopheles (kurz
Geschicklichkeitsspiel) Diablo (spanisch) Elben
Faust I
Mephisto) (literarische Figur in Goethes Drama Faust - Urfaust
Sammael siehe Asael Satan Umschreibungen Der gefallene Engel Der Herr der Finsternis Herr der Fliegen Der Leibhaftige Der Lügenknecht (Zarathustra) Die Idee des absoluten Egoismus (Immanuel Kant) Dunkelfürst (vgl
Faust II) Samiel
(Adjektiv
Zwietrachtsäer Verleumder Widersacher diabolisch
Adverb) Für eine mögliche Wortherkunft siehe auch Teufel (keltogermanisch) [Bearbeiten]
Friedefürst) Entzweier
teuflisch
Literatur
Alfonso M
DiNola: Der Teufel
Geschichte. dtv 1993
Wirkung
Wesen
ISBN 3-423-04600-7 (umfassendes Handbuch zur Geschichte des Teufels- und Dämonenglaubens in Natur- und Hochreligionen der ganzen Welt
teilweise sehr eigenwillige Thesen) Herbert Haag: Teufelsglaube
Katzmann 1998
ISBN 378050393X (Erstauflage 1974) Gerald Messadié: Teufel Satan Luzifer
Universalgeschichte des Bösen
ISBN 3-933366-19-4 Klaus Berger: Wozu ist der Teufel da?
1A
uflageG
ütersloher Verlags-HausG
ütersloh 2001I
SBN 3-579-01454-4 Gustav Roskoff: Geschichte des TeufelsE
ine kulturhistorische Satanologie von den Anfängen bis ins 18J
ahrhundertF
ranz Greno
Nördlingen 1987I
SBN 3-89190-805-9 Anna Maria Crispino et al. (Hg.): Das Buch vom TeufelG
Kult
Erscheinungsformen
Bindlach 1991I
eschichte
Gondrom
SBN 3-8112-0909-4 Elaine Pagels: Satans Ursprung
Berlin 1996I
Suhrkamp TB 2868
SBN 3-518-39368-5 [Bearbeiten]
Siehe auch
Portal Bibel Portal Religion Hahnenfeder Satanismus Mythologie Liste von Dämonen [Bearbeiten]
Weblinks
http://www.people.freenet.de/m.kellner_pages/teufel.html - Informationsseite des Religionswissenschaftlers Dr
Manuel Kellner da:Satan en:Satan eo:Satano es:Diablo fr:Diable he:שטן ja:サタン nl:Satan pl:Szatan simple:Devil sv:Satan
[X] Schliessen
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Teufel
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