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Diskussion : Tensor
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Tensor
Stichpunkte
Allgemein
eine Verallgemeinerung der Begriffe Vektor und lineares Funktional
Vorlage:Doppeleintrag Ein Tensor ist in der linearen Algebra
einem Teilgebiet der Mathematik
Es gibt eine aufsteigende Folge immer komplexerer Tensoren
So sind Skalare Tensoren 0
Stufe
Vektoren sind Tensoren 1
bestimmte physikalische Größen
wie z.B. das Trägheitsmoment eines starren Körpers sind Tensoren 2
Stufe
Stufe usw. Auch die in der Taylorentwicklung einer Funktion in mehreren Veränderlichen auftretenden Glieder sind (symmetrische) Tensoren aufsteigender Stufe
dass es sich um ein geometrisches Objekt handelt
Entscheidend für die Einordnung einer Größe als Tensor ist
welches invariant unter Koordinatentransformationen ist
Tensorprodukt
wenn man das Koordinatensystem wechselt
denn das dargestellte Objekt soll invariant sein. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Vektor
Tensorraum 8 Pseudovektoren 9 Wort- und Begriffsgeschichte [Bearbeiten]
Matrix 5 Tensoren für Physiker 5.1 Summationskonvention 5.2 Allgemeines (alt) 5.3 Basis und Koordinatenvektoren 5.4 Basiswechsel und Koordinatentransformationen 5.5 Linearformen (1-Formen) als kovariante Tensoren erster Stufe 5.6 Matrizen und Tensorprodukte 6 Tensoren in der Mathematik 6.1 Ko- und Kontravarianz als Eigenschaften von Abbildungen 6.2 Tensorprodukt 6.3 Tensorprodukte eines Vektorraums und Symmetrie 6.4 Skalarprodukt versteckt eine Metrik oder eine 1-Form 6.5 Differential als 1-Form 6.6 Koordinatentransformation mittels Jacobi-Matrix 6.7 Lineare Abbildungen als Tensoren der Stufe 1+1 7 Formale Definition: Tensoren der Stufe r+s
"Verbergen") 1 Einordnung in die Mathematik einerseits und Physik und Ingenieurwissenschaften andererseits 2 Weitere Bemerkungen 3 Anwendungen 4 Tensoren für Ingenieure 4.1 Naive Definition: Tensoren als Verallgemeinerung von Skalar
Dementsprechend müssen sich die Koordinaten des Objekts sich konsistent ändern
Einordnung in die Mathematik einerseits und Physik und Ingenieurwissenschaften andererseits
In verschiedenen Anwendungsgebieten gibt es verschieden komplexe Herangehensweisen an den Begriff Tensor
<math>V_k^*=Hom(V_k
In der Mathematik ist ein Tensor der Stufe s eine multilineare Abbildung <math>T:V_1^*times V_2^*timesdotstimes V_s^*tomathbb K<math>
<math>mathbb K=mathbb R
...<math> ist der gemeinsame Skalarkörper der Vektorräume
mathbb C
mathbb K)<math> der duale Vektorraum der linearen Funktionale
v_s)in V_1timesdotstimes V_s<math> eine solche Abbildung
alpha_s):=alpha_1(v_1)cdotldotscdotalpha_s(v_s)<math>. Jeder Tensor läßt sich als Summe von solchen Tensorprodukten schreiben
Beispielsweise erzeugt jedes Tupel <math>(v_1
dots
dots
welche <math>v_1otimesdotsotimes v_s<math> geschrieben wird und sich berechnet zu <math>(v_1otimesdotsotimes v_s)(alpha_1
die denselben Tensor darstellt heißt Rang dieses Tensors. Ist in jedem Faktorvektorraum eine Basis gewählt
dass die Vektorräume im Tensorprodukt sich auf ein Paar (V
so ist die Menge aller Tensorprodukte der Basisvektoren eine Basis des Tensorproduktraums. In der Physik ist man oft an dem speziellen Fall interessiert
V*) aus einem Vektorraum und seinem dualen Raum beschränken
Die minimal mögliche Anzahl von Summanden in solch einer Produktsumme
t}s kodiert
so ist Vk:=V*
steht in dieser Signatur an k-ter Stelle ein h
so ist Vk:=V
steht an k-ter Stelle ein s
Diese Wahl wird durch ein s-Tupel aus {h
...
ed) von V
Eine Basis des Tensorproduktraumes ist nun schon durch die Angabe einer Basis B=(e1
gegeben
d=dim(V) die Dimension des Vektorraums
die Matrix ( θk(el) ) ist definitionsgemäß die Einheitsmatrix. Die Koordinaten bezüglich der Produktbasis werden mit einem Multiindex versehen
der die Zusammensetzung des Produkts reflektiert
θd) gewählt
...
In V* wird die zugehörige duale Basis B*=(θ1
Dabei wird der Index an der Stelle k hochgestellt
sonst tiefgestellt
wenn in der Signatur an dieser Stelle ein h steht
Im Basisprodukt steht der Index in entgegengesetzter Position
was Grundlage der Einsteinschen Summenkonvention ist
betrachtet diese Zusammenballung von Zahlen also nur noch als Abbildung T:{1
wie sich diese Zahlen ändern
t)
merkt sich aber
dass die Symbole mit den Indizes Koordinaten in einer Basisdarstellung sind
welche für den Tensorproduktraum <math>Votimes V^*otimes V^*otimes Votimes V^*<math> steht
wenn die Basis gewechselt wird
h
erhalten wir nach Basiswahl in V eine Koordinatendarstellung <math> T=sum_{j=1}^dsum_{k=1}^dsum_{k=1}^dsum_{l=1}^dsum_{m=1}^dsum_{n=1}^d T^j{}_k{}_l{}^m{}_n cdot e_jotimes theta^kotimestheta^lotimes e_motimes theta^n <math> In der Physik "vergißt" man nun
t
...
t
d}s->IK mit etwas unüblicher Indexschreibweise
Z.B. für eine Signatur (h
Aus diesem Transformationverhalten wird dann der Begriff Tensor abgeleitet
Die Frage nach dem Transformationsverhalten von Größen oder gar physikalischen Gesetzen ist charakteristisch für die Relativitätstheorie
Die Tensorrechnung stellt das mathematische Rahmenwerk der allgemeinen Relativitätstheorie Einsteins dar und hat in dieser Form auch größere Bekanntheit erhalten
Leider wurde durch diesen enormen wissenschaftlichen Erfolg damit auch der mathematische Wissensstand samt Notation und Begriffen mit Stand von ca
reicht die Darstellung als Tupel mit Multiindex meist vollkommen aus
1915 konserviert. Für Leute
die einfach mit Tensoren rechnen müssen
Allerdings ist die Interpretation der Rechnung und des Ergebnisses nicht so durchsichtig
ein Tensor der Stufe 3 ein 3-dimensionales Gitter
Dann ist ein Tensor der Stufe 1 einfach ein normales Tupel
ein Tensor der Stufe 2 eine Matrix
in welches Zahlen an den Gitterpunkten eingetragen sind
Für diese Objekte sind zwei Operationen definiert
wobei die Verjüngung als Überschiebung mit der Einheitsmatrix gesehen werden kann
die Verjüngung und die Überschiebung
(b_k))mapsto (sum_j a_{ij}b_j)<math>
Die einfache Überschiebung eines Tensors a der Stufe 2 mit einem Tensor b der Stufe 1 ist nicht weiter als die normale Matrix-Vektor-Multiplikation <math>((a_{ij})
das es sich um ein Tupel handelt
die Klammern drücken aus
das alle Indexkombinationen durchläuft
Wir können auch einen Tensor c der Stufe 3 mit einem Tensor a der Stufe 2 überschieben und erhalten eine lineare Abbildung aus dem Raum der Matrizen in den Raum der Vektoren <math>((c_{ijk})
(a_{mn}))mapsto (sum_jsum_k c_{ijk}a_{jk})<math>. Überschiebt man 2 Tensoren 3
so entsteht ein Tensor 4
Stufe in einem Index
Stufe
Die Verjüngung eines Tensors 2
durch Verjüngen eines Tensors 3
Stufe ist die Spur dieser Matrix <math>(a_{ij})mapsto sum_i a_{ii}<math>
Stufe entsteht ein Tensor 1
Stufe. Für Anwendungen in der Statistik
wird das Tensorprodukt von Spaltenvektoren und diese transformierender Matrizen benötigt
speziell für multivariate Verfahren
Für diesen Zweck wird das Kronecker-Produkt von Matrizen eingesetzt
d.h. <math> aotimes b:=begin{pmatrix}a_1b\a_2bend{pmatrix} =(a_1b_1
z.B. wenn das Produkt eines zwei- und eines dreidimensionalen Vektors gebildet wird
;a_2b_1
dass aus einem Multiindex durch alphabetische Anordnung ein einfacher Index erzeugt wird
a_2b_3)^t <math>
so wird dem Indexpaar (i
a_2b_2
a_1b_3
a_1b_2
j) der einfache Index 3i+j-3 zugeordnet
Diesem liegt zugrunde
Im Kroneckerprodukt zweier Matrizen wird dieses Verfahren in beiden Dimensionen separat angewandt. [Bearbeiten]
Weitere Bemerkungen
Oft verwendet man das Wort Tensor auch abkürzend als Bezeichnung für ein Tensorfeld
die jedem Punkt einer Mannigfaltigkeit einen Tensor zuordnet
also eine Abbildung
Dieser Artikel erklärt außerdem die Begriffe Tensorraum und Tensorprodukt: jeder Tensor ist Element eines Tensorraums; ein Tensorraum ist das Tensorprodukt von Vektorräumen
Mehr dazu unten
wird ohne klare Bedeutungsunterschiede als Tensorrechnung
Das Teilgebiet der Algebra
das von Tensoren handelt
Tensoralgebra oder multilineare Algebra bezeichnet
Die Tensoranalysis hingegen handelt von Differentialoperationen auf Tensorfeldern über Mannigfaltigkeiten. [Bearbeiten]
Anwendungen
Tensoren und Tensorfelder werden in verschiedenen Teilgebieten der Mathematik und Physik angewandt
dass Tensoren in verschiedenen Anwendungsgebieten verschieden definiert
in anderen Fällen ist diese Unterscheidung irrelevant. Man muss deshalb damit rechnen
Vektor
verschieden notiert und verschieden gehandhabt werden
Diese Anwendungen sind von sehr unterschiedlicher Komplexität: in einigen Fällen genügt es
sich Tensoren als eine Verallgemeinerung von Skalar
zwischen ko- und kontravarianten Tensoren zu unterscheiden (mehr dazu unten)
Matrix vorzustellen; in anderen Fällen steht die Invarianz eines Tensors unter Koordinatentransformationen im Vordergrund; in einigen Fällen ist es erforderlich
die durch Tensorgleichungen ausgedrückt werden
dass Naturgesetze
Wichtige Anwendungsgebiete umfassen: Algebra: Tensorprodukte erlauben eine elegante Formulierung der Theorie der Körpererweiterungen. Differentialgeometrie: Tensorfelder bevölkern das Tangentialbündel über einer Mannigfaltigkeit. Physik und Ingenieurwissenschaften: Die physikalische Bedeutung von Tensoren liegt darin begründet
in beliebigen Koordinatensystemen die gleiche Gestalt haben
Hydrodynamik; in der Elektrodynamik und Speziellen Relativitätstheorie; sie ist unentbehrlich zum Verständnis der Allgemeinen Relativitätstheorie
Kontinuumsmechanik
Die Tensorsprache erweist sich als besonders zweckmäßig in der Elastizitätstheorie
In der Quantenmechanik zwingt eine Symmetriebrechung (Phasensprung bei Rotation um 2Ï€) dazu
Tensoren zu Spinoren zu verallgemeinern. [Bearbeiten]
Tensoren für Ingenieure
[Bearbeiten]
Naive Definition: Tensoren als Verallgemeinerung von Skalar, Vektor, Matrix
sich Tensoren als eine Fortsetzung der Reihe Skalar
Matrix vorzustellen
Für manche Anwendungen
Vektor
ist es vollkommen ausreichend
zum Beispiel in der Elastizitätstheorie
auch Skalar genannt
Dabei unterscheidet man Tensoren verschiedener Stufe (auch Rang genannt): Ein Tensor nullter Stufe ist einfach eine Zahl
Ein Tensor erster Stufe wird durch einen Spaltenvektor dargestellt; im n-dimensionalen Raum hat ein solcher Tensor genau n Koeffizienten
in dem jeder der n2 Koffizienten des Tensors durch zwei Indizes bezeichnet ist
also ein Zahlenschema
Ein Tensor zweiter Stufe wird durch eine quadratische Matrix dargestellt
die durch je drei Indizes "adressiert" werden
Ein Tensor dritter Stufe ließe sich durch eine würfelförmige Anordnung seiner n3 Koeffizienten darstellen
die mit Hilfe von m Indizes auseinander gehalten werden. In den einzelnen Indizes können natürlich auch verschiedene Dimensionen vorkommen. [Bearbeiten]
Ein Tensor m-ter Stufe hat dementsprechend nm Koeffizienten
Tensoren für Physiker
[Bearbeiten]
Summationskonvention
teils unten an das Tensorsymbol angeschrieben
Die Indizes der oben beschriebenen mehrdimensionalen Schemata werden teils oben
z.B
Tijk
die unteren kovariant
Die oberen Indizes heißen kontravariant
wird automatisch summiert
Im weiteren Verlauf dieses Artikels verwenden wir die von Einstein eingeführte Summationskonvention: über jeden Index
einmal oben und einmal unten
der auf einer Seite einer Gleichung zweimal vorkommt
Das Summenzeichen wird dabei weggelassen
Statt x1e1+ ... + x ne n = <math>sum_{i=1}^n<math> x iei schreiben wir also ab sofort x iei. Diese Operation wird auch als Verjüngung des Tensors bzw
Produkts zweier Tensoren bezeichnet
mathematisch entspricht dem die Spurbildung über zwei Koordinaten oder das Einsetzen eines Vektors in eine lineare Abbildung
μ:R3->R3 schreiben wir also Bi = μi j Hj (mit impliziter Summation über j). [Bearbeiten]
in vielen physikalischen Theorien bleibt sie übersichtlich und die Stufen aller in der Gleichung vorkommenden Tensoren sowie Verjüngungen lassen sich auf den ersten Blick erkennen; die Materialgleichung aus der Elektrodynamik B = μ(H)
Diese Schreibweise verwenden wir neben der koordinatenfreien Notation von Tensorgleichungen
Allgemeines (alt)
und dass eine quadratische Matrix eine lineare Abbildung oder eine Bilinearform repräsentieren kann. In den folgenden Abschnitten stellen wir einige grundlegende Objekte der linearen Algebra in der Sichtweise der Tensoralgebra dar: dabei erarbeiten wir die genannten Unterscheidungen und führen zugleich zu einem tieferen Verständnis des Begriffs Tensor hin
dass einige Vektoren eigentlich Pseudovektoren sind
Andererseits aber erzwingt die Tensoralgebra neue Unterscheidungen: sie klassifiziert geometrische Objekte danach
dass Skalarprodukte entweder auf Linearformen zurückgehen oder eine Metrik voraussetzen
und deckt dabei auf
wie sich deren Koordinatendarstellungen unter einem Wechsel der Vektorraumbasis verhalten
zu rekapitulieren
das durch Koordinaten bezüglich einer Basis (Vektorraum) bezeichnet werden kann
das einem Vektorraum angehört
Für ein tieferes Verständnis von Tensoren ist es unerlässlich
sondern unter Basiswechsel (= Koordinatentransformation) invariant bleibt. [Bearbeiten]
das aber nicht von einer bestimmten Basis abhängt
was eigentlich ein Vektor ist: nämlich ein geometrisches Objekt
Basis und Koordinatenvektoren
Wir betrachten einen Vektor v aus einem n-dimensionalen Vektorraum V
mathbf e_n) cdot begin{pmatrix}x^1\vdots\x^nend{pmatrix}<math>. Wir können E auch als lineare Abbildung E:Kn→V betrachten
xn gegeben: v = x1e1 + ... + x nen=eixi. Die Koordinaten werden üblicherweise zu einem Spaltenvektor x zusammengefasst
dots
...
...
die zu einem gegebenen Koordinatenvektor einen Vektor in V erzeugt
nach den formalen Regeln der Matrixrechnung erhalten wir die obige Linearkombination
...
wenn wir die Basisvektoren zu einem Zeilenvektor E=(e1
en) zusammenfassen und schreiben <math>v=mathbf e_ix^i = mathbf Ecdot vec x = (mathbf e_1
en) ist v durch seine Koordinaten x1
Bezüglich einer gegebenen Basis E:=(e1
Der Koordinatenvektor kann nun durch die inverse Abbildung von E bestimmt werden
da wir es mit einer Basis zu tun haben
Diese existiert
E-1:V→Kn ein Spaltenvektor linearer Funktionale
dass unten stehende Indizes die Nummer einer Spalte bzw. den Index in einem Zeilenvektor darstellen
oben stehende die Nummer einer Zeile bzw. den Index in einem Spaltenvektor. dass Indizes über kontravariante Objekte hochgestellt
Indizes über kovariante Objekte tiefgestellt sind. [Bearbeiten]
Das Hochstellen der Koordinatenindizes ist in einigen
aber nicht allen Anwendungen der Tensorrechnung üblich; es steht im Zusammenhang mit der Unterscheidung von ko- und kontravarianten Größen; es wird vereinbart
Basiswechsel und Koordinatentransformationen
Bei einem Basiswechsel im Vektorraum V tritt an die Stelle der bisherigen Basis E:=(e1
en) eine neue Basis E`:=(e`1
e`n). Dem Wechsel der Basis entspricht eine bijektive lineare Abbildung a:V->V
...
welche jedem alten Basisvektor den neuen zuordnet
e`i = a(ei) = ej aj i (mit Summation über j)
...
Die zweite Gleichheit resultiert daraus
dass wir jeden neuen Basisvektor als Linearkombination in der alten Basis ausdrücken können
womit koordinatenfrei E`=E.A entsteht. Ein Vektor v
koordinatenfrei v = E x = E` x` = E A x oder in Indexschreibweise v = ei xi = e`j x` j = ej aj i x`i. Man liest ab
so erhalten wir die Matrix A=((ai j)) des Basiswechsels
der invariant bleiben soll
hat in beiden Basen verschiedene Koordinatendarstellungen
Fassen wir die Koeffizienten zusammen
dass die Koordinatentransformation von x i nach x` j der Vorschrift x=A x` bzw. x j = aj i x` i genügt
so müssen wir die Matrix A invertieren: x`=A-1 x und in Indizes x` i = (a-1)i j x j. Man erkennt
dass sich Basis und Vektorkoordinaten gegenläufig transformieren: von ej nach e`i mit der Matrix aj i
Wollen wir also die neuen mittels der alten Koordinaten ausdrücken
von xj nach x` i dagegen mit der inversen Matrix (a-1)i j. In der physikalischen Literatur wird oft das Beschriebene mit der Beschreibung gleichgesetzt
besonders in der Teilchenphysik
So wird ein Tensor mit seiner Koordinatendarstellung gleichgesetzt; ein Tensor
dessen Koordinaten kontravariant transformieren
wird dann als kontravarianter Tensor bezeichnet
obwohl das beschriebene Objekt invariant bleibt
als geometrische Objekte sind sie ja invariant. [Bearbeiten]
Vektoren werden demnach als kontravariante Tensoren erster Stufe bezeichnet
obwohl nur ihre Koordinatendarstellung es ist
Linearformen (1-Formen) als kovariante Tensoren erster Stufe
Eine Linearform ist eine lineare Abbildung aus einem Vektorraum in den zugrundeliegenden Skalarkörper
Der Vektorraum aller Linearformen über einem Vektorraum V ist dessen Dualraum V *
...
dann kann man in kanonischer Weise eine Basis {e1
wobei das Kronecker-Symbol δi j</sup> für i = j den Wert 1
en} von V gegeben ist
so dass gilt: ei(ej</sup>) = δi j</sup>
en} von V * wählen
sonst den Wert 0 hat
Wenn eine bestimmte Basis {e1
...
ist zu fordern: bei einem Basiswechsel im Vektorraum V transformieren die Basisvektoren ei</sub> des Dualraums V * kontravariant
liefert dann f(v) = fi ei (v j ej) = fi v j ei(ej) = fi v j δi j</sup> = fi v i. Damit die Beziehungen ei(ej</sup>) = δi j</sup> und f(v) = fi v i unabhängig von der Wahl bestimmter Basen gelten
Eine Linearform f = fi ei
wie wir es in der Notation durch Hoch- beziehungsweise Tiefstellen der Indizes schon vorweggenommen haben
auf einen Vektor v angewandt
und die Koeffizienten fi einer Linearform f kovariant
Eine Linearform
die diese Transformationseigenschaften aufweist
heißt 1-Form oder kovarianter Tensor erster Stufe oder einfach kovarianter Vektor. [Bearbeiten]
Matrizen und Tensorprodukte
Wir können einer beliebigen quadratischen Matrix B ein invariantes Objekt
nämlich ein Skalar
zuordnen
indem wir mit zwei Koordinatenvektoren x und y das Produkt <math> x^tBy=b_{ij}x^iy^j<math> bilden. Drücken wir es in den von den Koordinaten beschriebenen invarianten Vektoren v=E.x und w=E.y aus
können wir das invariante Objekt ablesen
man schreibt sie als <math>b=b_{ij}e^iotimes e^j<math> [Bearbeiten]
welches A zuzuordnen ist: <math>x^tBy=(mathbf E^{-1}v)^tBmathbf E^{-1}w=b_{ij} e^i(v)e^j(w)<math>. Wir erhalten also eine Bilinearform b:V x V -> K
Tensoren in der Mathematik
[Bearbeiten]
Ko- und Kontravarianz als Eigenschaften von Abbildungen
Sei V ein fester K-Vektorraum und W ein beliebiger weiterer K-Vektorraum
Eine lineare Abbildung f:W->V heißt kovariant bzgl
dass in der Physik und älteren Lehrbüchern davon gesprochen wird
V
eine lineare Abbildung g:V->W heißt kontravariant in V. Eine Quelle der Verwirrung über diese Begriffe ist
dass sich die Matrizen dieser Abbildungen ko- bzw. kontravariant unter Basiswechsel transformieren
die kontravariant bzgl
Jedoch kehren sich dabei die Zuordnungen um; eine kovariante Abbildung hat eine Matrix
Basiswechsel ist und umgekehrt
Grundlegende Beispiele: Ein Vektor v∈V ist mit der Abbildung i:K→V zu identifizieren
welche K auf die Gerade x↦x.v mit der Richtung v abbildet
somit ist er kontravariant in V. [Bearbeiten]
Ein Vektor ist also kovariant. Ein Kovektor v*∈V* ist als lineares Funktional v*:V→K definiert
Tensorprodukt
Seien U und V zwei Vektorräume über gemeinsamem Grundkörper K
der folgendes erfüllt: es gibt eine bilineare Abbildung i:U x V -> W und zu jeder anderen bilinearen Abbildung b:U x V -> X gibt es eine Hebung genannte lineare Abbildung B:W -> X
b) aus U x V <math>i(a
mit der sich b auf i zurückführen läßt: <math>b=B circ i<math>. Man schreibt <math>W=:Uotimes V<math> und für ein Paar (a
b)=:aotimes b<math>
Dann wird das Tensorprodukt U⊗V der Vektorräume über eine universelle Eigenschaft definiert als "kleinster" Vektorraum W (siehe Anmerkung)
Letzteres wird auch Tensorprodukt der Vektoren genannt
welche aus allen Tensorprodukten der Basiselemente besteht
so hat <math>Uotimes V<math> zu jedem Paar von Basen in U und V eine Basis
Sind U und V endlichdimensional
dass die Dimensionen sich multiplizieren zur Dimension des Tensorprodukts
Daraus ergibt sich
in welcher Reihenfolge die Faktoren zusammengefaßt wurden. (Anmerkung) Es gibt streng genommen nicht den Vektorraum
Das Tensorprodukt kann mehrfach angewandt werden
d.h. in einem mehrfachen Tensorprodukt ist es nicht wichtig
der das Tensorprodukt ist
es ist assoziativ
die ein Tensorprodukt von U und V sind
Vielmehr gibt es eine Klasse von isomorphen Vektorräumen
Und die Vektorräume
sind nicht linear sondern partiell geordnet
die die erste Bedingung erfüllen
Tensorprodukt sind die minimalen Vektorräume daraus. [Bearbeiten]
Tensorprodukte eines Vektorraums und Symmetrie
Man kann das Tensorprodukt <math>mathcal T^2V:=Votimes V<math> eines Vektorraumes V mit sich selbst bilden
der darin besteht
Ohne weiteres Wissen über den Vektorraum kann ein Automorphismus des Tensorprodukts definiert werden
welches <math>Pi_{12}(w):=w<math> erfüllt
in den reinen Produkten <math>aotimes b<math> die Faktoren zu vertauschen
<math>Pi_{12}(aotimes b):=botimes a<math>. Das Quadrat dieser Abbildung ist die Identität
heißt symmetrisch
woraus Folgt
dass es Eigenvektoren zum Eigenwert 1 und zum Eigenwert -1 gibt. Ein <math>win Uotimes V<math>
Beispiele sind die Elemente w=a⊙b:=<math>frac12(aotimes b+botimes a)<math>
Die Menge aller symmetrischen Tensoren der Stufe 2 wird mit <math>mathcal S^2V=(1+Pi_{12})(Votimes V)<math> bezeichnet. Ein <math>win Uotimes V<math>
heißt antisymmetrisch oder alternierend
welches <math>Pi_{12}(w):=-w<math> erfüllt
Beispiele sind die Elemente <math>w=awedge b:=frac12(aotimes b-botimes a)<math>
Die Menge aller antisymmetrischen Tensoren der Stufe 2 wird mit <math>Lambda^2V:=(1-Pi_{12})(Votimes V)<math> bezeichnet. Mittels <math>mathcal T^{n+1}V:=Votimes mathcal T^nV<math> können Tensorpotenzen von V beliebiger Stufe gebildet werden
Entsprechend können weitere paarweise Vertauschungen definiiert werden
Nur sind diese nicht mehr voneinander unabhängig
die unter sämtlichen Permutationen invariant sind sowie der Unterraum <math>Lambda^nVsubsetmathcal T^nV<math> derjenigen Elemente
die unter sämtlichen Paarvertauschungen ihr Vorzeichen ändern (siehe Graßmann-Algebra). [Bearbeiten]
So läßt sich jede Vertauschung der Stellen j und k auf Vertauschungen mit der ersten Stelle zurückführen. <math>Pi_{jk}=Pi_{1j}circPi_{1k}circPi_{1j}<math> Es kann wieder der Untervektorraum <math>mathcal S^nVsubsetmathcal T^nV<math> aller Elemente gebildet werden
Skalarprodukt versteckt eine Metrik oder eine 1-Form
In der Linearen Algebra führen verschiedene Überlegungen auf das Skalarprodukt: mit Hilfe des Skalarprodukts kann man die Länge eines Vektors berechnen: |v| = (v·v)1/2; den Cosinus des Winkels zwischen zwei Vektoren berechnen: cos(Winkel zwischen v und w) = v·w / (|v|·|w|); eine Ebenengleichung in kompakter Weise schreiben (Hessesche Normalform): wenn n·x=c
dann liegt x in der durch den Normalenvektor n und den Skalarwert c festgelegten Ebene. Bei der Berechnung von Längen oder Winkeln steht das Skalarprodukt für eine Abbildung aus V×V in den zugrundeliegenden Skalarkörper
In Tensorsprache ist diese Abbildung eine durch den metrischen Tensor gij gegebene Bilinearform: mehr dazu unten
In der Hesseschen Normalform dagegen liegt es nahe
den Normalenvektor n als eine 1-Form zu lesen: n·x = (ni ei) · (xj ej) = ni ei (xj ej) = ni xj ei (ej) = ni xj δi j</sup> = ni xi. Man setzt also das Skalarprodukt ei · ej mit der Linearform ei(ej) gleich
In dieser Weise kann man jeden kovarianten Vektor als eine 1-Form auffassen. [Bearbeiten]
Differential als 1-Form
Das Gradient eines skalaren Vektorfeldes f(x) ermöglicht die lineare Approximation f(x) = f(x0) + gradf(x0) · (x - x0) + O(|x - x0|2). Der Gradient gradf muss kovariant sein
damit das Skalarprodukt gradf(x0) · (x - x0) basisunabhängig ist; nach dem oben gesagten kann man zum Gradienten eines Skalarfeldes deshalb eine 1-Form assoziieren
Diese ist die Jacobi-Zeile dfder partiellen Ableitungen von f
Bei beliebiger Metrik g muss somit gelten g(gradf(x)
der zweite linear
v)=df(x)(v)
im Differential ist der erste Operand nichtlinear
Geht man zu den Koordinaten über und beachtet <math>g^{ij}g_{jk}=delta^i{}_j<math>
sondern die gemeinsame Tensorstufe von d und df beschreibt). [Bearbeiten]
so ist [gradf(x)]i=gij∂jf(x) Von f abstrahiert
kann man auch den Gradienten-Operator grad = ei <math>g^{ij}fracpartial{partial x^i}<math> = ei gij ∂i als Vektor und den Differentialoperator d=ei∂i 1-Form auffassen (was wohlgemerkt nicht seine Wirkung auf ein Skalarfeld f
Koordinatentransformation mittels Jacobi-Matrix
Die Transformationsmatrix ai j ist selbst kein Tensor
denn sie ist kein koordinatenunabhängiges geometrisches Objekt
sondern beschreibt im Gegenteil just einen Wechsel des Koordinatensystems
dass der Gradient kovariant transformiert: <math>frac{partial {x'}^i}{partial x^j}<math> = ∂jx`i = ∂j ai k xk = ai k δjk = ai j. [Bearbeiten]
Formal kann man die Transformationsmatrix als Jacobi-Matrix schreiben
indem man den Gradienten bezüglich der alten Koordinaten auf den Ortsvektor in neuen Koordinaten anwendet und ausnutzt
Lineare Abbildungen als Tensoren der Stufe 1+1
h(v)` i = a i j h(v) j = a i j h j k v k = a i j h j k (a-1)k l v` l = h` i l v` l folgt
im anderen kontravariant transformieren
dass sich die Matrixkomponenten gemäß h` i l = a i j h j k (a-1)k l
also im einen Index kovariant
Die Wirkung einer linearen Abbildung h : V → V auf die Koordinaten eines Vektors v kann durch eine quadratische Matrix h i j dargestellt werden: h(v)i = h i j v j. Aus dem Transformationsverhalten unter einem Basiswechsel
Eine lineare Abbildung h ist somit ein Tensor zweiter Stufe; für eine gegebene Basis von V (und damit auch von V *) kann man h als Linearkombination einfach kovarianter mit einfach kontravarianten Basisvektoren schreiben: h = h i j ei e j. [Bearbeiten]
Formale Definition: Tensoren der Stufe
r
+
s
, Tensorprodukt, Tensorraum
...
lambda^r <math> Argumente des zum Vektorrraum gehörenden Dualraumes <math>V^*<math>
v_s <math> sind Elemente eines Vektorraumes <math>V<math> und <math> lambda^1
lambda^r. <math> Die Argumente <math> v_1
Man definiert einen Tensor vom Grad (r
...
s) als multilineare Abbildung mit s Argumenten <math> v_1
...
...v_s <math> und r Argumenten <math> lambda^1
lambda^1
lambda^1
...v_s
lambda^r) rightarrow T(v_1
Der Tensor hat dann die Form <math> begin{matrix} underbrace{Vtimes Vtimes dots times V} \ s; mal end{matrix} begin{matrix} times underbrace{V^* times V^* times dots times V^*} rightarrow mathbb{R} \ r;mal end{matrix} <math> <math> (v_1
...
...v_s
...
lambda^r) <math> Die Summe r + s heißt Stufe oder Rang des Tensors
Je nachdem
ob die Argumente aus einem Vektorraum sind oder aus dessen Dualraum
wird der Tensor als kovariant oder kontravariant bezeichnet
r-fach kontravarianter Tensor vor
Im obigen Fall liegt ein s-fach kovarianter
Der durch den nachfolgenden Link referenzierte Artikel vergleicht die in der Physik verwendeten Tensoren mit der rein mathematischen Definition. [Bearbeiten]
Pseudovektoren
siehe einstweilen: Pseudovektor [Bearbeiten]
Wort- und Begriffsgeschichte
Das Wort Tensor (lat.: tendo ich spanne) wurde in den 1840er Jahren von Hamilton in die Mathematik eingeführt; er bezeichnete damit den Absolutbetrag seiner Quaternionen [1] (http://mail.mcjh.kl.edu.tw/~chenkwn/mathword/t.html)
also noch keinen Tensor im modernen Sinn
selbst noch nicht so genannt zu haben
den er aus der Elastizitätstheorie in die Elektrodynamik übertrug
Maxwell scheint den Spannungstensor
1898) eingeführt
wird das Wort Tensor erstmals von Woldemar Voigt in seinem Buch Die fundamentalen physikalischen Eigenschaften der Krystalle in elementarer Darstellung (Leipzig
Matrix
Vektor
In seiner modernen Bedeutung
als Verallgemeinerung von Skalar
Unter dem Titel absolute Differentialgeometrie entwickelten Gregorio Ricci-Curbastro und dessen Schüler Tullio Levi-Civita um 1890 die Tensorrechnung auf Riemannschen Mannigfaltigkeiten; einem größeren Fachpublikum machten sie ihre Ergebnisse 1900 mit dem Buch calcolo differenziale assoluto zugänglich
das bald in andere Sprachen übersetzt wurde und aus dem sich Einstein unter großer Mühe die mathematischen Grundlagen aneignete
die er zur Formulierung der Allgemeinen Relativitätstheorie benötigte
Einstein selbst prägte 1916 den Begriff Tensoranalysis und trug mit seiner Theorie maßgeblich dazu bei
den Tensorkalkül bekannt zu machen; er erfand überdies die Summationskonvention. en:Tensor es:Cálculo tensorial fr:Tenseur hu:Tenzor ja:テンソル nl:Tensor pl:Tensor ru:Тензор sv:Tensor
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