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Diskussion : Tempera
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Tempera
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Allgemein
Mit Tempera werden Farben bezeichnet
deren Farbmittel mit einem Bindemittel aus einer Wasser-Öl-Emulsion gebunden werden
Als wässrigen Anteil der Emulsion enthalten Temperafarben auch Leime. Echte Temperafarben sind als fertige Tubefarben selten im Handel
da sie sehr leicht verderben und nur unter starkem Einsatz von Konservierungsmitteln begrenzt haltbar gemacht werden können (das gilt besonders für Kaseintempera)
Im Normalfall stellt man sich deshalb die Farben aus Pigmenten und der Emulsion selbst her
"Verbergen") 1 Temperaarten 1 Vorteile 2 Nachteile 3 Historisches 4 Literaturhinweise [Bearbeiten]
der korrekte Begriff für diese Farben ist jedoch "Gouache"
von italienisch quazzo
Leimgebundene Farben ohne Ölanteil werden auch fälschlich als "Tempera" bezeichnet
"Wasserpfütze". Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Temperaarten
Stärke- oder (Wachs-) Seifentempera
Ei-
Tempera wird nach der Art des wässrigen Emulsionsanteils unterschieden in zum Beispiel Kasein-
Terpentine und Wachs zum Einsatz
die aus diesen hergestellten Lacke
In der Kunst wird und wurde überwiegend die Ei- beziehungsweise Kaseintempera benutzt. Als ölige Phase kommen trocknende Öle (Lein-
Walnuss- und Sonnenblumenöl)
Alkydharzlösungen
Harzlösungen
deren Standöle
um die Emulgierbarkeit zu erhöhen
sind zum Beispiel Honig und Seife
Weitere Zuschlagstoffe
die allerdings wegen ihrer maltechnischen Eigenschaften hoch umstritten sind
Eine grundsätzliche Unterscheidung ist die zwischen fetter und magerer Tempera
Alle Temperaarten können entweder fett oder mager angerieben werden
winzige wässrige Leimkügelchen schwimmen im Öl
Bei fetter Tempera überwiegt Öl in der Bindemittelemulsion
das heißt
Bei der mageren Tempera schwimmen Ölkügelchen in wässrigen Leim
Nach dem Verdunsten des Wassers der Emulsion bleibt bei fetter Tempera ein Ölfilm mit Löchern an den Stellen zurück
an denen das Wasser war
Bei magerer Tempera verbleiben kleine Ölkügelchen auf dem Bildträger
für magere Tempera Wasser
Malmittel für fette Tempera ist deshalb auch Öl
aber wie Ölfarben erst langsam abbinden müssen
Temperafarben trocknen im Vergleich zu Ölfarben relativ rasch
dies aber nur in dem Sinne
dass die Farben zwar nach dem raschen Verdunsten des Wassers zum Teil wieder überarbeitet werden können
um die Pigmente binden zu können
Das nach dem Verdunsten des Wassers zurückgebliebene Öl muss oxidieren
da die Oberfläche des Ölnetzes beziehungsweise der Ölkügelchen größer ist als bei dem geschlossenen Ölfilm der Ölfarben
Das geschieht schneller als bei Ölfarben
bleibt also länger "nass". [Bearbeiten]
Magere Tempera ist deshalb nach dem Verdunsten des Wassers trocken und weiter überarbeitbar
fette verhält sich dagegen eher wie Ölfarben
Vorteile
Der größte technische Vorteil der Temperamalerei ist die Alterungsbeständigkeit und die schnelle Trocknung
Risse
sind bei Temperamalerei selten
die bei Ölfarben zwangsläufig auftreten
wenn dieses oxidiert
Der Grund für die Rissbildung bei Ölfarben liegt in der Ausdehnung des Öls
die das verdunstete Wasser zurückgelassen hat. [Bearbeiten]
das oxidierte Öl dehnt sich in die Hohlräume aus
Bei Temperafarben bleibt diese Volumenzunahme des Öls folgenlos
Nachteile
Die Temperamalerei ist schwieriger als Ölmalerei und verlangt vom Maler größeres technisches Wissen und auch malerische Erfahrung
Bei Eitempera erfolgt der Farbauftrag durch "Stricheln" und in mehreren Schichten
sanfte unmerkliche Farbübergänge sind schwer zu erzielen. Ölfarben erlauben dagegen
die Farben ineinander zu vertreiben und dadurch sanftere Übergänge zu schaffen
Das ist zeit- und arbeitsaufwendig
Ein weiterer Nachteil ist die optische Veränderung der Farben beim Malen
Während die Ölfarben beim Malen fast genau so aussehen wie im getrockneten Zustand ändert sich die Tempera stärker
Nach dem Verdunsten des Wassers wirken die Farben kräftiger
magere Tempera erscheint pudrig
pastellig und ändert sich beim Firnissen stark (ähnlich wie Pastellkreiden)
Kaseintempera anders als Eitempera
fette verhält sich anders als magere
Diese Änderungen hängen stark von der Art der verwendeten Tempera ab
Eitemperabilder wurden zum Beispiel der Sonne ausgesetzt
damit die Eigenfarbe des Eigelbs ausbleicht
was er sah
er konnte nicht einfach malen
Das erforderte Erfahrung des Malers
Das Problem tritt übrigens auch bei Acrylfarben auf
erst mit dem Trocknen wird es klar
das Acrylbindemittel ist trübe mit einem Stich ins Bläuliche
Acryl- und Temperafarben wirken deshalb nach dem Trocknen viel "sauberer"
Außerdem gilt für viele Tempera-Arten
dass die Farbe spröde ist
die Farben sind nur sehr bedingt auf flexiblen Bildträgern wie Leinwänden zu nutzen
das heißt
die zum Beispiel ausreichen
Bei Kasein- beziehungsweise Quarktempera können zusätzlich hohe Oberflächenspannungen entstehen
Bildträger (zum Beispiel aus Holz) zu verziehen. Ein weiterer Nachteil ist die geringe Haltbarkeit der fertigen Emulsion
Die Farben verderben sehr rasch und müssen deshalb kurz vor der Verarbeitung angerieben und können kaum gelagert werden. (Im 16
Jahrhundert gab es keine Kühlschränke und wenige Konservierungsmittel) [Bearbeiten]
Historisches
Die Temperamalerei hat im europäischen Mittelalter die in der Antike und Spätantike noch übliche Kaustik (Heißwachsmalerei) weitgehend abgelöst
aber auch ähnliche Wirkungen wie mit Tempera zu erzielen sind
zusammen mit dem Umstand
Die oben erwähnten Nachteile
dass die Ölmalerei die Tempera in den Hintergrund drängte -- außer in der traditionellen Ikonenmalerei
dass sich mit Ölfarben sehr einfach weiche Farbübergänge erzielen lassen
führten dazu
in der Eitempera bis heute die bevorzugte Technik blieb
Gleichzeitig ersetzten Leinwände als große
leichte und nicht zu Rissen neigende
aber für die Temperamalerei wegen ihrer Flexibilität eher schlecht geeignete Bildträger die vorher üblichen Holztafeln
Die Verdrängung der Temperamalerei durch Ölmalerei fand ab dem 15
Jahrhundert statt und begann im niederländischen Raum
die von Temperamalei zur Ölmalerei umstiegen und beide Techniken gemischt und parallel einsetzten sind zum Beispiel die Gebrüder van Eyck. [Bearbeiten]
Bekannte Maler
Literaturhinweise
Hrsg
Max Dörner: Malmaterial und seine Verwendung im Bilde
Einführung in Werkstoffe und Malweisen
Temperamalerei
Thomas Hoppe Kurt Wehlte
Kurt Wehlte (Wehlte war ein Schüler Dörners) Kurt Wehlte
Werkstoffe und Techniken der Malerei
1982 en:Tempera fr:Tempera it:Pittura a tempera ja:テンペラ nl:Tempera zh:蛋彩畫
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Tempera
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