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Diskussion : Koffein
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Koffein
Stichpunkte
Allgemein
Koffein (auch Coffein oder veraltet Thein und Teein) ist ein anregend wirkender Bestandteil von Genussmitteln wie Kaffee
Cola
Tee
Mate und Schokolade
wirksamsten und am besten verträglichen Aufputschmittel
Es ist eines der ältesten
Koffein ist ein weißes geruchloses Pulver oder es bildet hexagonale Prismen aus
Es handelt sich um ein Purin-Alkaloid
Die korrekte chemische Bezeichnung ist 1
3
die Summenformel lautet C8H10N4O2. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
7-Trimethylxanthin
"Verbergen") 1 Geschichte 2 Eigenschaften 3 Vorkommen 4 Gehalte in Lebens- und Genussmitteln sowie Medikamenten 5 Hauptwirkungen des Koffeins 6 Physiologischer Wirkmechanismus 7 Caffeinol 8 Weblinks [Bearbeiten]
Geschichte
Die Isolierung gelang erstmals dem deutschen Chemiker Friedrich Ferdinand Runge im Jahr 1820 durch langsames Erhitzen von Röstkaffee und Auffangen des entstehenden Dampfes
Friedrich Runge führte die Analysen angeblich auf Anregung von Johann Wolfgang von Goethe durch
Dieser überließ Runge am 3
Oktober 1819 nach einem Gespräch über Pflanzengifte
eine Schachtel mit den zu jener Zeit noch sehr wertvollen Kaffeebohnen. [Bearbeiten]
Eigenschaften
Das Molekulargewicht von Koffein beträgt 194
2 g/mol
2 Gramm pro Kubikcentimeter
Die Dichte beträgt 1
Bei Raumtemperatur sind in einem Liter Wasser rund 20 Gramm Koffein löslich
in siedendemden Wasser sind schon etwa 700 Gramm Koffein pro Liter Wasser löslich
in Ethanol ist es hingegen nur mäßig löslich. [Bearbeiten]
Auch in Chloroform ist es gut löslich
Vorkommen
Koffein ist der Hauptwirkstoff des Kaffees
Außer in den Samen des Kaffeestrauchs kommt es auch in zahlreichen anderen Pflanzen
wie zum Beispiel dem Teestrauch und der Kolanuss
vor
ebenso mit Theobromin
dem Hauptwirkstoff der Schokolade
die als Asthmamedikamente eingesetzt werden
Koffein ist eng verwandt mit den Theophyllinen
Um natürlich vorhandenes Koffein zu entfernen verwendet man Verfahren zur Entkoffeinierung
Koffein wird auch in Tablettenform hergestellt
Koffeinhaltige Präparate wurden in einer doppelblinden Placebostudie dem Placebo vorgezogen. [Bearbeiten]
Gehalte in
Lebens-
und
Genussmitteln
sowie
Medikamenten
Eine Tasse Kaffee enthält ungefähr 50-200 mg Eine kleine Tasse Espresso circa 40 mg Koffein
Eine Tasse Tee kann je nach Zubereitungsart bis zu 50 mg enthalten
chemisch ist es jedoch genau der gleiche Stoff wie im Kaffee Auch Cola-Getränken (mit 30–60 mg/500 ml) und Energy Drinks wie Red Bull (ca
Das im Tee vorkommende Koffein nannte man früher Teein
80 mg pro Dose) wird synthetisch erzeugtes Koffein beigemischt
Selbst Kakao enthält mit ungefähr 6 mg pro Tasse ein wenig Koffein
In der Schokolade findet sich Koffein (Vollmilchschokolade ca
15 mg /100 g
Halbbitterschokolade ca
90 mg/100 g) neben Theobromin und anderen anregenden Substanzen
Eine Tablette "Aspirin forte" enthält 50 mg Koffein. [Bearbeiten]
Hauptwirkungen des Koffeins
Puls steigt Blutdruck erhöhend Bronchialerweiterung harntreibend (erst ab 300 mg/Tag) regt die Peristaltik des Darmes an Koffein gilt als Genussmittel
anregend auf das Zentralnervensystem erhöhte Herztätigkeit
Die Weltgesundheitsorganisation hat Koffein als nicht suchterzeugende Droge eingestuft
Auch bei langjähriger Anwendung sind bis jetzt keine eindeutigen gesundheitlichen Schäden bekannt
besonders Kaffeetrinkern
beobachtet werden; dabei spielen sicherlich auch Geschmack und Geruch des Kaffees sowie die sozialen Riten des Kaffeetrinkens eine Rolle
Formen psychischer Abhängigkeit von Koffein können jedoch bei regelmäßigen Konsumenten
Verspannungen
Zittern
Migräne
Symptome einer solchen Abhängigkeit können Kopfschmerzen
Nervösität
Unkonzentriertheit und Reizbarkeit sein
um vom Koffein entgiftet zu werden
nach dieser Zeit sollten die Nebenwirkungen aufhören
Der Körper braucht circa drei Tage
Zu weiteren unerwünschten Nebenwirkungen von Koffein in hohen Dosen gehören auch der Harndrang und Herzrasen
Durch Koffein mit langsamer Freisetzung (z.B
Schwarztee) können diese negativen Effekte weitgehend minimiert und die positiven Effekte des Koffeins optimiert werden
Guaranapulver
wie z.B. in Schwarztee oder Schokolade
Koffein in Genussmiteln
kann insbesondere für Kinder nicht unproblematisch sein: so enthalten z.B. drei Dosen Cola und drei Schokoriegel etwa soviel Koffein
wie in zwei Tassen Kaffee enthalten sind (ca
200 mg Koffein)
um Nervosität und Schlafstörungen zu verursachen
eine Dosis die ausreicht
Ein dreißig Kilogramm schweres Kind kommt somit auf eine Konzentration von 7 Milligram pro Kilogramm Körpergewicht
Koffein steht auf der Dopingliste des Internationales Olympisches Komitees
Allerdings sind die Grenzwerte so hoch
dass Sportler durchaus Kaffee zum Frühstück trinken können
Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat mit Wirkung zum 1
Januar 2004 das Stimulans Koffein von der Liste der verbotenen Substanzen gestrichen
Der orale LD50 für eine Ratte liegt bei 381 Milligramm pro Kilogramm
Bei Überdosierung können Kohle-Tabletten
Verapamil und Diazepam gegeben werden. [Bearbeiten]
Physiologischer
Wirkmechanismus
die im Zentralnervensystem vorkommen
Die anregende Wirkung des Koffeins beruht in erster Linie auf seiner Bindung als Antagonist an Adenosinrezeptoren vom A1- und A2A-Typ
Koffein ist dem Adenosin-Molekül ähnlich genug
aber nicht ähnlich genug
um sie auszulösen
um an die Rezeptoren anzudocken
die dann für das Andocken von Adenosin nicht mehr zur Verfügung stehen
Die Koffein-Moleküle "verstopfen" sozusagen die Rezeptoren
Dadurch wird die ruhigstellende Wirkung des Adenosins kompetitiv gehemmt und die neuronale Aktivität erhöht; statt hemmend wie das ADP wirkt es also aktivierend auf eine wichtige Signalkaskade innerhalb der Zielzelle
Weiterhin bindet Koffein an intrazelluläre Ryanodin-Rezeptoren im endoplasmatischen Retikulum und bewirkt dadurch eine Freisetzung von Kalzium aus intrazellulären Kalziumspeichern
Koffein hemmt die cAMP-spaltende Phosphodiesterase und bewirkt deswegen einen Anstieg der intrazellulären cAMP-Konzentration. [Bearbeiten]
Caffeinol
Nach neuesten Erkenntnissen ist die Mischung von Alkohol und Koffein auch ein gutes Mittel zur Behandlung von Schlaganfällen
Der Mediziner James Grotta von der Universität Texas in Houston spritzte zusammen mit Kollegen insgesamt 23 Patienten die Caffeinol genannte Wirkstofflösung und konnte eine gute Heilung der durch den Schlaganfall hervorgerufenen Schäden feststellen. [Bearbeiten]
Weblinks
http://www.omikron-online.de/cyberchem/cheminfo/0160-lex.htm http://www-oc.chemie.uni-regensburg.de/Reiser/ChemieAlltag/Coffein.pdf http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=030411011 Caffeinol ca:Cafeïna en:Caffeine eo:Kafeino es:CafeÃna fi:Kofeiini fr:Caféine ga:Caiféin he:קפ×?ין ja:カフェイン ms:Kafeina nl:Cafeïne no:Koffein pl:Kofeina pt:CafeÃna ru:Кофеин sv:Koffein uk:Кофеїн zh:å’–å•¡å›
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Koffein
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