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Diskussion : Striptease
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Striptease
Stichpunkte
Allgemein
besonders auf den Bühnen der Nachtlokale
siehe bitte Striptease (Film). Vorlage:Neutralität Striptease Vorlage:Lautschrift ist die Kunst der erotischen Entkleidung
Für den gleichnamigen Film
Die hohe Kunst der erotischen Entkleidung baut vor allem auf gekonnte Andeutungen und raffinierte Verzögerungen während des verführerischen Tanzes der Stripperin (oder des Strippers)
Oft wurden und werden dabei auf der Bühne Geschichten inszeniert
Lolita oder Marilyn Monroe
treten die Stripperinnen z.B. in orientalischen Gewändern auf oder verkleiden sich als Salome
persönliche Ausstrahlung und Phantasie
Gefragt ist vor allem Erotik und Sexappeal
Zum Teil identifiziert sich der Zuschauer während des Strips mit der Darstellerin und projiziert in sie seine exhibitionistischen Wünsche
die mit ihren erotischen Tänzen auf männliche Voyeure abzielten
denn der Zuschauer verharrt beim Striptease in der Rolle des Zuschauers
was aber zumeist lächerlich wirkt. Ursprünglich war der Striptease eine reine Domäne der weiblichen Stripperinnen
auch wenn in modernen Stripshows Leute aus dem Publikum auf die Bühne geholt werden
das durch den nackten Körper niemals eingelöst werden kann
In diesem Sinne gibt der Striptease ein großes sinnliches Versprechen
In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich aber auch eine eigenständige Kultur der männlichen Stripper entwickelt
Dream-Boys wie die Chippendales verzücken seitdem ein rein weibliches Publikum. [Bearbeiten]
Geschichte
Der Striptease hat mehrere Wurzeln: in den antiken erotischen Schleiertänzen z.B. einer Salome
Erotik und frechen Sprüchen
was bis dahin sorgfältig verborgen blieb: ihre Beine und ihr kaum verhülltes nacktes Fleisch
das die Blondine Lydia Thompson ab 1860 in London populär machte
dem rasanten Spiel mit Körper
die vor Herodes während ihres Tanzes die sieben Schleier des weltlichen Seins ablegte
die nicht in langen Röcken
in der Burleske
in den glamourösen Nackttänzen
die nach dem Ersten Weltkrieg in Europa und den USA in den gehobeneren Etablissements aufgeführt wurden. "Lydia Thompson und die British Blondes" waren 1868 die ersten
um die Götter gnädig zu stimmen
im französischen Cancan
sondern in Strumpfhosen auf die Bühne traten und zeigten
Am 8
Februar 1893 präsentierte zum ersten Mal das Moulin Rouge in Paris einen Striptease
Dass die berühmte Cancan-Tänzerin La Goulue wie ein Hund ihr Bein hob und dabei einen Streifen nackter Haut an ihrem Oberschenkel zeigte
verletzte damals jedes Schamgefühl
1903 führte Mata Hari in den feinen Berliner Salons erstmals ihre "Tempeltänze" auf
bis sie nur noch einen Metall-BH trug
In ihren Skandal-Shows ließ sie Schleier um Schleier fallen
denn in diesem Jahr wurde sie wegen Spionage in Paris hingerichtet
1917 fand ihr letzter erotischer Tanz statt
Im Berlin der 20er Jahre sorgte die Nackttänzerin Anita Berber mit ihren theatralisch-lasziven Tänzen und ihrem Drogenkonsum für zahllose weitere Skandale
zum Bestandteil einer aufblühenden Sex-Industrie
wie der Striptease noch in den 50er Jahren in Westdeutschland hieß
Nach dem Zweiten Weltkrieg wird der erotische "Schönheitstanz"
Dauer-Playboy Rolf Eden avanciert mit seinen Strip-Shows zum Nachtlokal-König von Berlin
In Paris öffneten gehobene Nightclubs wie das Alcazar oder das Crazy Horse ihre Pforten und huldigten dem perfekt inszenierten Striptease. Von Anfang an war der Striptease kommerzialisiert
Berühmte Nachtlokale verlangen für ihre Vorführungen hohe Eintrittsgebühren
Auch die neuerdings für private Feiern zu mietenden Stripper und Stripperinnen lassen sich ihre Dienste gut bezahlen
bei dem relativ schnell alle Hüllen fallen
Selbst der Fiskus hielt die Hand auf: Bis heute kassiert Vater Staat für jede öffentliche Striptease-Vorführung Vergnügungssteuer. In der modernen Zeit verkommt die hohe Kunst des Striptease immer mehr zu einem billigen
phantasielosen Vergnügen in halbseidenen Striptease-Bars
Diskotheken versuchen
mit Hilfe von Stripshow-Einlagen mehr zahlendes Publikum anzulocken
1990 hatte beim Privatsender RTL die erste TV-Striptease-Show Premiere: Tutti frutti
ihre Kleidung abzulegen - vorrangig mit dem Ziel
Seitdem sieht man im Nachtprogramm diverser Privatsender überwiegend weibliche Amateure
einsame Kunden zur Anwahl von 0190er-Rufnummern zu überreden
die sich - ganz ohne tänzerische Ausbildung - mehr schlecht als recht mühen
die sich nach wie vor der Qualität ihrer Darbietungen rühmen
Ungeachtet des fortdauernden Niedergangs in der medialen Masse existieren aber noch immer einige der oben genannten Pariser Clubs
und auch zahlreiche Zuschauerinnen in ihren Vorstellungen begrüßen
Im US-Spielfilm Striptease (1996) präsentierte Demi Moore in der Titelrolle für 12
5 Millionen Dollar Gage rund 120 Sekunden lang ihren entblößten Körper
Doch der Film war ein Flop: Er erhielt als schlechteste Produktion des Jahres gleich fünf "Goldene Himbeeren"
Eine Sonderform des erotischen Tanzes ist die sich aus der Burleske ableitende New Burlesque
Vorläuferin dieser Bewegung ist die amerikanische Tänzerin Dixie Evans
treten nicht nur Tänzerinnen mit einheitlichen Maßen auf
Bei den Aufführungen der New Burlesque
die z.T. auch an Cabaret- und Varieté-Vorstellungen erinnern
sondern auch vollschlankere Frauen; und es werden besondere Show-Einlagen geboten
Die letzten Hüllen fallen hier nicht
Im Gegenteil: Die Brustwarzen bleiben bedeckt
die Höschen oder String-Tangas werden nicht ausgezogen
Auch ist diese Form des Striptease weniger auf ein männliches Publikum hin ausgerichtet und weniger kommerzialisiert
dass im Gegensatz zum kommerzialisierten Striptease kein einziger Mann für das Management der Aufführungen verantwortlich zeichnet
Dies zeigt sich auch darin
Voyeurismus
Körpergefühl
Siehe auch: Sexualität
Tanz
Sexbombe
Nightclub [Bearbeiten]
Schönheit
Sexappeal
CanCan
Bauchtanz
Exhibitionismus
Erotik
Literatur
Carl Hiaasen: Striptease - Nachtclub
München 1996 Diana Atkinson: Striptease
Reinbek bei Hamburg 1996 Steve Sullivan: Bombshells: Glamour Girls of a Lifetime
New York 1998 Lucinda Jarrett: Striptease: die Geschichte der erotischen Entkleidung
Media and the Democratization of Desire
Berlin 1999 Brian McNair: Striptease Culture: Sex
London 2002 George P
Garrett: The Magic Striptease
Baton Rouge 2003 [Bearbeiten]
Weblinks
Erster Striptease im Moulin Rouge (http://www.dradio.de/dlr/sendungen/kalender/126349/) Mata Hari
Nackttänzerin der Salons (http://bz.berlin1.de/naris/jubel/020923/mata.html) Erkenntnistheorie des Striptease (http://www.eurotica24.net/liebesleben/wissen/thema/kolakow.htm) ca:Striptease da:Striptease en:Striptease ja:ã‚¹ãƒˆãƒªãƒƒãƒ—åŠ‡å ´ (性風俗用語) nl:Striptease
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Striptease
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