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Diskussion : Streuobstwiese
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Streuobstwiese
Stichpunkte
Allgemein
Die Streuobstwiese auch Obstwiese
ist die traditionelle und ursprüngliche Form des Obstanbaues
Auf Streuobstwiesen stehen hochstämmige Obstbäume unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Arten und Sorten
teilweise auch zur Imkerei oder als Nutzgarten genutzt
Streuobstwiesen sind eine landwirtschaftliche Mehrfachnutzung einer Fläche: Sie dienen der Obsterzeugung und werden zudem als Mähwiese zur Heugewinnung oder als Viehweide
Eine Sonderform stellen Streuobstäcker dar
landschaftsprägende und ökologische Bedeutung
Die intensive Form des Obstanbaues ist dagegen die Obstplantage aus niederstämmigen Obstsorten in Monokultur. Bild nicht gefunden Streuobstwiese im Frühling Bild nicht gefunden Streuobstwiese im Siebengebirge Der Streuobstanbau hatte eine große kulturelle
soziale
Heute gehören Streuobstwiesen zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas (siehe auch: Rote Liste der Biotoptypen)
landschaftsprägende Streuobstwiesen finden sich heute noch in Österreich (Mostviertel)
"Verbergen") 1 Kulturhistorischer Abriss 2 Obstsorten der Streuobstwiesen 3 Ökologie der Streuobstwiesen 3.1 Krautschicht 3.2 Fauna 3.2.1 Insekten 3.2.2 Spinnentiere 3.2.3 Vögel 3.2.4 Säugetiere 4 Rückgang im 20
in Süddeutschland und in der Schweiz. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Größere
Land- und Forstwirtschaft 4.1.2 Bau- und Siedlungswesen 5 Pflege
Schutz und Entwicklung 5.1 Marketing 6 Literatur 7 Weblinks [Bearbeiten]
Jahrhundert 4.1 Ursachen des Rückgangs 4.1.1 Agrarpolitik
Kulturhistorischer Abriss
um 1900) Die Herkunft der Bezeichnung Streuobstwiese ist unklar
der Begriff wird das erste Mal 1941 von H
Bild nicht gefunden Obstgarten des Klosters Gämming Bild nicht gefunden Obstbaumpflanzung an der Reichsstraße nach Melk ( um 1900) Bild nicht gefunden Kartoffelernte im Obstgarten (Katalonien
Spreng zur Abgrenzung zur Obstplantage als „Anbau in Streulage“ genannt
Bis dahin war die Bezeichnung Obstwiese gebräuchlich
Wahrscheinlich soll der Name den Unterschied zu den seit dem 20
in denen die Bäume nicht „verstreut“
sondern in Reihe stehen
Jahrhundert geförderten Obstplantagen verdeutlichen
wobei nicht gesagt werden kann
ob es sich um Kulturpflanzen oder Kulturfolger (siehe auch: Pionierpflanzen) handelt
Die Bezeichnung Streuobstwiese hat sich seit den 50er Jahren durchgesetzt. Großfrüchtige Rosengewächse wie die Schlehe wurden in Mitteleuropa wahrscheinlich bereits in der Steinzeit genutzt
Ihre Verbreitungsgebiete lagen in der Nähe menschlicher Siedlungen
aber auch Walnuss und Edelkastanie nach Mitteleuropa
Vor allem die Römer brachten die nicht heimischen Apfelbäume
Zwetschen und Süßkirschen
die Birnbäume
Hier konnten diese bereits im antiken Griechenland kultivierten Obstsorten nur in klimatisch begünstigten Gebieten gedeihen
Im Gebiet der Mosel wird der Obstanbau seit dem 2
Jahrhundert betrieben (siehe auch: Kulturfolger)
Die Züchtung robusterer und weniger anspruchsvoller Sorten wurde von den mittelalterlichen Klöstern betrieben
Die Anlage von Obstwiesen und Weinbergen wurde durch zahlreiche Edikte gefördert
in der Nähe der Klöster entstanden die ersten größeren Obstwiesen
Oberösterreich und Böhmen übernommen
Techniken und Sorten wurden aus dem Tirol
auch auf ertragsschwachen und flachgründigen Böden der Hänge
in Süddeutschland und in der Schweiz
bei der der Boden nicht als Grünland genutzt sondern beackert wird
Streuobstäcker als Sonderform
haben sich vor allem in Franken ausgebildet. Die voranschreitende Züchtung der Neuzeit ermöglichte die Ausweitung des Obstanbaues in ganz Mitteleuropa
vor allem in Österreich
Tschechien
Auf diese Weise wurde auch die Grünlandwirtschaft durch Bodenfestlegung nachhaltig durchführbar
18. und 19
Der Obstanbau spielte bereits eine große Rolle für die Versorgung der Bevölkerung. Im 17.
eine zunehmende soziale und kulturelle Bedeutung
Jahrhundert entwickelte sich
weiterhin politisch gefördert
Durch fortschreitende wissenschaftliche Entwicklung entstanden zum 20
Jahrhundert über 6.000 Obstsorten
800 Birnen-
400 Süsskirschensorten und 400 Pflaumenartige
die den Obstanbau selbst in Höhenlagen der Mittelgebirge ermöglichten
Darunter mindestens 2.700 Apfel-
Most und Brand bis hin zum Backobst wurden regional verfeinert. Es wurden auch Alleen zwischen den Siedlungen
Spezielle Sorten für die Nutzung als Tafelobst
und Gemeinschaftsflächen wie Hofflächen mit Obstbäumen angelegt und gemeinsam abgeerntet
Saft
Streuobstwiesen umgaben und verbanden landschaftlich prägend die Dörfer und Städte
wie eine Vielzahl von Quellen zeitgenössischer Autoren belegt
Sie wurden für die Versorgung der Bevölkerung unverzichtbar; das Wissen ihrer Pflege und der Verarbeitung des Obstes war fester Bestandteil der Lehre der Landwirtschaft und der Hauswirtschaft. [Bearbeiten]
Obstsorten der Streuobstwiesen
Die alten Sorten
als Pflanzenschutzmittel gar nicht oder nur sehr eingeschränkt zur Verfügung standen
die auch heute noch traditionell im Streuobstanbau verwendet werden
wurden zu einer Zeit entwickelt
Sie sind daher gegenüber Krankheiten und Schaderregern als besonders robust einzustufen
Die einzelnen Sorten entstanden dabei regionsspezifisch wie beispielsweise der Rheinischer Krummstiel und Rheinischer Bohnapfel
Die Verbreitung mancher Sorten ist gar auf wenige Dörfer beschränkt gewesen
auf weitgehend identische Elternsorten zurückgehen
die im Intensivobstbau verwendet werden
Während die heutigen Kultursorten
stellen die typischen alten Obstsorten der Streuobstwiese
die über Jahrhunderte ortsspezifisch entwickelt wurden
damit ein großes genetisches Potential dar. Zu diesen alten Obstsorten zählt beispielsweise der heute selten gewordene Luikenapfel aus Baden-Württemberg
aus dem ebenso wie aus Bittenfelder Most und Saft hergestellt werden kann
Der Weiße Matapfel wird für die Apfelweinherstellung verwendet. Welschisner bringt auch auf schlechten Böden gute Erträge; die Sorte Jakob Fischer ist eingeschränkt lagerfähig
die Blutbirne ist wegen ihres rot marmorierten Fruchtfleisches eine pomologische Besonderheit
der Rote Eisapfel hat eine extrem lange Lagerfähigkeit. Die Karcherbirne eignet sich auch für klimatisch ungünstige Lagen
wenn sie wurzelecht (unveredelt) gepflanzt werden
Dattelzwetschgen eignen sich
als Heckenpflanzung
Von den Kirschen eignet sich Dolleseppler besonders für den Obstbrand (Kirschwasser) hervorragend. [Bearbeiten]
Ökologie der Streuobstwiesen
Brandenburg Für die Streuobstwiese eignen sich nur robuste
Bild nicht gefunden Neu angelegte Obstwiese am Blankensee
veredelte oder unveredelte Hochstämme
wurden spezielle widerstandsfähige Sorten gezüchtet
Obwohl die Wildformen meist hohe Ansprüche an Boden und Klima stellen
Die Sortenvielfalt hat stets einen regionalen Bezug; traditionelle Artenzusammensetzung und Sortenauswahl weisen einen sehr hohen Spezialisierungsgrad an unterschiedliche Standorte und Nutzungen auf
Von den über 3.000 Apfelsorten Mitteleuropas sind nur 60 im deutschen Handel: Streuobstwiesen sind das Genreservoir alter Regionalsorten (so genannte alte Obstsorten)
Die Streuobstwiese gibt es nicht
sodass eine Weidewirtschaft nachhaltig durchführbar ist
Die vielfältigen Ausprägungen sind auch Ausdruck landschaftsschützerischer Aspekte: Obstbäume können den Boden an Hängen festhalten
Die im 18
Jahrhundert typischen Streuobstgürtel der Siedlungen wirkten auch als Windschutz
Extreme Temperaturen werden abgeschwächt und die Windgeschwindigkeit vermindert
Acker) eine artenreiche Tierwelt (Fauna) die Lebensgemeinschaft (Biozönose)
Blühzeiten und -farben und Herbstfärbungen nehmen sie auch eine gestalterische Funktion wahr. Auf extensiv bewirtschafteten Streuobstwiesen komplettiert je nach Artenzuammensetzung
Standortfaktoren und Zweitnutzung (Weide
Mit ihren unterschiedlichen Wuchsformen
Wiese
Insbesondere ist die Streuobstwiese ein wichtiger Lebensraum für Vögel und Gliederfüßer (Insekten und Spinnen)
Kräutern und teilweise niederen Stauden bestehende Krautschicht
Streuobstwiesen weisen nur zwei deutliche „Stockwerke“ auf: die Kronenschicht der Obstbäume
und die aus Gräsern
Durch den weiten Stand der lichtkronigen Bäume ist die Krautschicht besonnt und sehr vital
selbst wenn dort auf Insektizide und Herbizide verzichtet wird
sind Streuobstwiesen wesentlich artenreicher
Im Unterschied zu Obstplantagen
wo bis zu 3.000 Bäume pro Hektar üblich sind. [Bearbeiten]
Die Baumdichte auf Streuobstwiesen beträgt in Abhängigkeit von den Obstarten 60 bis 120 Bäume pro Hektar - wenig im Vergleich mit Obstplantagen
Krautschicht
die je nach Standortbedingungen anders zusammengesetzt sind
Bild nicht gefunden Colchicum Autumnale Die durch Gräser dominierte Krautschicht einer Streuobstwiese weist auch eine große Anzahl blühender Wiesenkräuter auf
Diese Zusammensetzung war früher auch dadurch begünstigt
dass Streuobstwiesen extensiv beweidet wurden
die zum Standort Streuobstwiese zählen sind unter anderem: Löwenzahn (Taraxacum officinale) Schafgarbe (Achillea millefolium) Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis) Wilde Möhre (Daucus carota) Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) Gewöhnlicher Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) Gelber Hohlzahn (Galeopsis segetum) Heilziest (Betonica officinalis) Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) [Bearbeiten]
Beispielhafte Pflanzen
Fauna
In Streuobstwiesen können zwischen 2.000 und 5.000 Tierarten beheimatet sein
Den größten Anteil nehmen dabei Insekten
Wespen
Hummeln und Bienen ein
wie Käfer
Auch die Vielfalt der Spinnentiere und Tausendfüßer ist groß. [Bearbeiten]
Insekten
Bild nicht gefunden Honigbiene auf einer Apfelblüte Bild nicht gefunden Gartenkeuzspinne Die Honigbiene spielt für die Bestäubung der Obstbäume die herausragende Rolle
z.B
den größten Teil der Bestäubungsleistung zu erbringen. Ackerhummel (Bombus pascuorum) Echte Wespen (Vespinae)
insbesondere die Deutsche Wespe (Paravespula germanica) Schwalbenschwanz (Papilon machaon) Admiral (Vanessa atalanta) Großer Fuchs (Nymphalis polychloros) Schachbrett (Melanargia galathea) verschiedene Kurzfühlerschrecken Wildbienen
Durch die Überwinterung als komplettes Bienenvolk mit mehr als 10.000 Einzelbienen sind sie in der Lage
Mauerbienen [Bearbeiten]
Spinnentiere
Spinnen sind wegen des günstigen Kleinklimas in Streuobstwiesen sehr häufig
Sie finden hier einen idealen Lebensraum
Misumena vatia
Xysticus ulmi
Enoplognatha ovata Kürbisspinne Araniella cucurbitina (Clerk 1775) Hauptsächlich in der Krautschicht finden wir Labyrinthspinne Agelena labyrinthica Erigone atra Als Indikatorarten können folgende Arten gelten: eine kleine Kreuzspinne Araniella opistographa Anelosimus vittatus die Gartenkreuzspinne Araneus diadematus [Bearbeiten]
Anyphaena accentuata
Philodromus aureolus
Häufig sind: Streckerspinne Tetragnatha obstusa
Vögel
Bild nicht gefunden Aufgeplustertes Rotkehlchen im Winter Für viele mitteleuropäische Vogelarten sind alte Streuobstbestände durch ihren Höhlen- und Totholzreichtum die idealen Brutstätten
Insekten
Tausendfüßer)
Ihre Nahrungsgrundlage sind die Gliederfüßer Arthropoda (Spinnen
die im Biotop Streuobstwiese häufig sind
von denen 209 sich in der Streuobstwiese (Intensivobstanbau: 22) auf Nahrungssuche begeben
Untersuchungen zur Frequenz von Vogelüberflügen und Vogeleinflügen zwischen Streuobstwiesen und Intensivobstanbau haben die ökologische Stellung der Streuobstwiesen verdeutlicht: In einer gegebenen Zeitspanne überfliegen durchschnittlich 326 Vögel eine Streuobstwiese (Intensivobstanbau: 180 Vögel)
Indikatorarten für die ökologische Wertigkeit sind bespielsweise der Steinkauz (Athene noctua) und der Wendehals (Jynx torquilla)
Weitere Vogelarten sind: Würger Neuntöter (Lanius collurio) Rotkopfwürger (Lanius senator)
Bild nicht gefunden Sumpfmeise Halsbandschnäpper (Ficedula albicollis) Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) Sumpfmeise (Palus palustris) Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla) Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) Stieglitz (Carduelis carduelis) verschiedene Spechtarten Wiedehopf (Upupa epops) Ortolan (Emberiza hortulana) (vor allem auf den sehr seltenen Streuobstäckern) [Bearbeiten]
Säugetiere
Gartenschläfer (Eliomys quercinus) und Siebenschläfer (Glis glis). Typische Kulturfolger einer strukturreichen
Feldmaus (Microtus arvalis)und Feldhase (Lepus europaeus). [Bearbeiten]
sind Igel (Erinaceus europaeus)
Von der reichehaltigen Flora und Fauna und den Brutbedingungen in brüchigen Altbäumen profitiern auch Säugetiere wie Fledermäuse (Microchiroptera)
Mauswiesel (Mustela nivalis)
halboffenen Landschaft
Rückgang im 20. Jahrhundert
die zwischen 1965 und 2000 einen Rückgang der Streuobstwiesen in Deutschland und Mitteleuropa von ca 70 % belegen
Es liegen zahlreiche lokale und regionale Erhebungen vor
Dies gilt sowohl für die Fläche als auch für die Anzahl der Obstbäume
In Deutschland gibt es nach Schätzungen des Naturschutzbundes NABU nur noch rund 400.000 ha Streuobstwiesen
da absterbende Bäume nicht mehr nachgepflanzt werden
Die verbliebenen Bestände sind lückig und vergreist
Bestehende Bestände werden kaum gepflegt. Darüber hinaus hat sich die Artenzusammensetzung mit der Nutzung verändert
Allen voran ist die Zahl der anspruchsvollen Apfelbäume drastisch gesunken
da viele fruchtbare Flächen umgenutzt wurden. [Bearbeiten]
Ursachen des Rückgangs
[Bearbeiten]
Agrarpolitik, Land- und Forstwirtschaft
In den 1920er Jahren begann die Trendwende zur Obstplantage
Das unüberschaubare Sortiment an Kernobst sollte im Erwerbsbau auf je drei Apfel- und Birnensorten beschränkt und durch das Prädikat „Reichsobstsorte“ gefördert werden
Der zweite Weltkrieg machte diese Pläne zunichte. Das Ende der westdeutschen Streuobstwiesen besiegelte am 15
Oktober 1953 der Emser Beschluss des Bundesernährungsministeriums: „für Hoch und Halbstämme (wird) kein Platz mehr sein
Streuanbau
Straßenanbau und Mischkultur sind zu verwerfen“
Der Trend zum Plantagenanbau erfasste die gesamte Europäische Gemeinschaft (EG)
hat die EG bis 1974 Rodungsprämien für jeden Hochstamm-Obstbaum bezahlt
Um die Obstplantagen zu fördern
Streuobstwiesen auf fruchtbareren Böden wurden durch diese Subventionen in Obstplantagen umgewandelt
Eine drastische Reduktion der Streuobstflächen war die Folge. Ähnliches gilt für Österreich und die Schweiz
Lediglich in der DDR vollzog sich dieser Wandel langsamer
Dort wurden Streuobstbestände nach der Zusammenlegung der landwirtschaftlichen Flächen zu LPGen oft in Obstplantagen umgewandelt
die Unternutzung erfolgte oft durch Rinder oder Schafe der Genossenschaft
Kleinere
privatwirtschaftlich bewirtschaftete Streuobstwiesen blieben erhalten
und damit den intensiven Einsatz von Insektiziden
und erfordern einen deutlich höheren Arbeitseinsatz bei der Ernte
Streuobstwiesen erlauben keine Mechanisierung
was zu einem steigenden Schädlingsdruck führt
da dies unrentabel ist
produzieren ihr Obst kaum auf Streuobstwiesen
die nach den Regeln des biologischen Landbaus wirtschaften
Selbst Landwirte
Die Spritzung von biologischen Pflanzenschutzmitteln ist durch die Abdrift nur ineffizient anzuwenden
neugezüchtete Niederstämme bereits im dritten oder fünften Jahr nach ihrer Pflanzung (z
Hochstämme bringen oft erst nach 10 oder 20 Jahren den vollen Ertrag
BG
Gloster)S
olden Delicious
als reines Grünland genutzt oder aufgeforstetD
treuobstwiesen auf Grenzertragsstandorten wurden häufig aufgegeben
ie Alleen an Wegen und Baumreihen an Feldrändern wurden häufig im Zuge der Flurbereinigung gerodetM
anche Restbestände in den östlichen Bundesländern Deutschlands sterben noch heute durch die negativen Randeinflüsse der durch Großbetriebe bewirtschafteten Äcker. [Bearbeiten]
Bau- und Siedlungswesen
die sich vorwiegend im Siedlungsbereich befanden
waren häufig neuen Wohn- und Gewerbegebieten im Weg
Die Streuobstbestände
Der Raumordnungsgrundsatz
durch nachträgliche bauliche Verdichtung Fläche sparen zu wollen
führte und führt trotz naturschutzfachlicher Bedenken zu einer nachrangigen Einstufung der Streuobstbestände
Dasselbe galt für den Straßenausbau
Schon als Unterhaltungsmaßnahme wurden im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht etliche Obstbäume entfernt. [Bearbeiten]
Pflege, Schutz und Entwicklung
[Bearbeiten]
Marketing
Bild nicht gefunden Nachgepflanzte Altanlage
vor Burg Posterstein Die seit 1987 vom BUND und NABU forcierte "Aufpreisvermarktung"
Direktvermarktung wie im österreichischen Mostviertel und die Kleinbrennerei sind bis heute eher Ausnahmen als rentable Bewirtschaftungsmodelle
Zwar werden in Deutschland mittlerweile etwa 8 Mio
Liter "echte" Streuobstgetränke mit einem Marktwert von ca
12 Mio
Euro produziert
Aber noch ist der entschieden größere Anteil der Streuobstwiesen aufgrund mangelnder Rentabilität und einseitiger Förderpolitik (insbesondere für den sogenannten "Integrierten Obstbau") gefährdet
Eine Marktnische für Streuobstwiesen liegt bei traditionellen Gaststätten mit Apfelweinausschank
Man greift dort normalerweise nicht auf die modernen Apfelsorten zurück
sondern auf die säurehaltigen älteren Sorten aus dem Streuobstanbau. [Bearbeiten]
Literatur
Walter Hartmann (2004); Farbatlas Alte Obstsorten
2
Stuttgart
Auflage Hansjörg Küster (1995); Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa - Von der Eiszeit bis zur Gegenwart
München H.-H
Mader (1982): Die Tierwelt der Obstwiesen und intensiv bewirtschafteten Obstplantagen im quantitativen Vergleich
Natur u
Landschaft 11/1982: 371-377 Markus Rösler (2003): "Aufpreisvermarktung und Naturschutz - Streuobstbau als Trendsetter - Zur Entwicklung neuer Leitbilder im Naturschutz; Natur u
Edi Stöckli
Ulm Ambros Hänggi
Hrsg. (1998): Naturschutz in der Kulturlandschaft
Schutz und Pflege von Lebensräumen
Wolfgang Nentwig: Lebensräume Mitteleuropäischer Spinnen
Landschaft 9-10/2003: 295 - 298 Uwe Wegener
Miscellanea Faunistica Helvetiae
Centre suisse de cartographie de la faune
Neuchatel 1995. [Bearbeiten]
Weblinks
Pflaumen-
Erdbeeren-
ein etwa 100 Jahre altes antiquarisches Fachbuch
Aprikosen- und Weinsorten mit Abbildungen beschrieben werden Beiträge zum Streuobstanbau in Europa - Tagungsband
Deutschlands Obstsorten (http://www.deutschlands-obstsorten.de/)
in dem mehr als 300 Äpfel-
Birnen-
Umweltbundesamt GmbH
Wien
PDF-Dokument (http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/CP028.pdf) Streuobst in der Kulturlandschaft
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) PDF-Dokument (http://www.stmlf-design2.bayern.de/lbp/info/downloads/sr06_03.pdf) Übersichtliches Referat der Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes NRW
Apfel
Pomologie Beurteilung: Dieser Artikel ist in die Liste exzellenter Artikel aufgenommen worden.
PDF-Dokument (http://www.pomologen-verein.de/Termine/Oberdieck/vortrag-naumburg_10-02.PDF) Detailliertes Referat zum Streuobstanbau im Landkreis Daun (http://www.jahrbuch-daun.de/VT/hjb1994/hjb1994.71.htm) Bundesfachausschuss Streuobst des NABU: Definition
Praxis-Tipps (http://www.streuobst.de) Streuobstprodukte im Einzelhandel (pdf
90kB) (http://www.pomologen-verein.de/Kontakte/Baumschulen/SOEinzelhandel_Richard_Dahlem.pdf) Siehe auch: Streuobstsorte des Jahres
Birnensorten
Apfelsorten
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