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Diskussion : Stern
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Impressum
Stern
Stichpunkte
Allgemein
Der folgende Artikel beschreibt Sterne im Universum
aus Plasma bestehenden Himmelskörper
dessen Strahlungsenergie durch Kernfusion im Sterninneren aufgebracht wird
Andere Bedeutungen des Wortes unter Stern (Begriffsklärung). Unter einem Stern versteht man einen selbstleuchtenden
obwohl sie lediglich aufgrund ihrer Restwärme Strahlung abgeben
wie Neutronensterne und weiße Zwerge
Aber auch die kompakten Endstadien der Sternentwicklung
werden zu den Sternen gezählt
Der uns nächste und best erforschte Stern ist die Sonne
das Zentrum unseres Sonnensystems
Ohne die Wärmestrahlung der Sonne wäre auf der Erde kein Leben möglich
dass die Sonne ein Stern ist
Noch im Mittelalter war unbekannt
Früher wurde der Begriff Fixstern zur Abgrenzung gegenüber Wandelstern (heute Planet) verwendet
messbar am Himmel
Aber auch die Fixsterne bewegen sich
wenn auch nur sehr langsam
So werden in einigen tausend Jahren die heutigen Sternbilder nicht mehr erkennbar sein
Am gesamten Himmel sind etwa 6.000 Sterne mit bloßem Auge zu erkennen
die man durchaus als astronomisch bezeichnen kann
dass Sterne nicht nur bezüglich ihrer Entfernung
Leuchtkraft
Der Anblick dieser scheinbar strukturlosen Punkte am Himmel täuscht leicht darüber hinweg
Massendichte
Volumen und Prozesszeiten Wertebereiche überspannen
sondern auch hinsichtlich der immensen Variationsbreiten von Temperaturen
dass ein Teelöffel davon so viel wie ein ganzer Berg wiegen würde
während das Innere von Neutronensternen so dicht ist
So würde man die äußersten Schichten von roten Riesensternen nach den Kriterien irdischer Technik als Vakuum bezeichnen
Ebenso reichen die beteiligten Temperaturen von wenigen tausend bis zu mehreren Milliarden Kelvin
Neben diesen extrem unterschiedlichen Erscheinungsformen von Sternen liegt oft auch ein erheblicher inneren Strukturreichtum vor
Dieser Artikel kann daher nur einen groben Überblick bieten und auf weiterführende Artikel verweisen. Bild nicht gefunden Der Sternhaufen der Plejaden Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Sterne aus der Sicht des Menschen 1.1 Sternbilder und Sternbezeichnungen 1.2 Verteilung der Sterne am Himmel 2 Sterne als physikalische Objekte im Universum 2.1 Räumliche Verteilung und Dynamik der Sterne 2.2 Zustandsgrößen der Sterne 3 Sternentwicklung 3.1 Entstehung 3.2 Hauptreihenphase 3.3 Spätstadien 3.3.1 Letzte Brennphasen 3.3.2 Nukleosynthese und Metallizität 4 Veränderliche Sterne 5 Die Sonne als Stern 6 Siehe auch 7 Literatur 8 Weblinks 8.1 Videos [Bearbeiten]
Sterne aus der Sicht des Menschen
[Bearbeiten]
Sternbilder und Sternbezeichnungen
Sterne haben in allen Kulturen eine wichtige Rolle gespielt und die menschliche Vorstellung inspiriert
später auch zur Orientierung und Navigation benutzt
Sie wurden religiös interpretiert und zur Kalenderbestimmung
Die in unserem Kulturkreis bekannten Sternbilder gehen teilweise auf die Babylonier und die griechische Antike zurück
Die zwölf Sternbilder des Tierkreises bildeten die Basis der Astrologie
Aufgrund der Präzession sind die sichtbaren Sternbilder heute jedoch gegen die astrologischen Tierkreiszeichen um etwa ein Zeichen verschoben
Deneb oder Regulus entstammen dem Arabischen und Lateinischen
Viele der heute bekannten Eigennamen wie Algol
Etwa ab 1600 nutzte die Astronomie die Sternbilder zur namentlichen Kennzeichnung der Objekte in den jeweiligen Himmelsregionen
Ein noch heute weit verbreitetes System zur Benennung der jeweils hellsten Sterne eines Sternbildes geht auf die Sternkarten des deutschen Astronomen Johann Bayer zurück
in dem der Stern liegt; so bezieht sich beispielsweise γ Lyrae auf den dritthellsten Stern im Sternbild Leier
Die Bayer-Bezeichnung eines Sterns besteht aus einem griechischen Buchstaben gefolgt vom Genitiv des lateinischen Namens des Sternbilds
wie zum Beispiel bei 13 Lyrae
Ein ähnliches System wurde durch den britischen Astronomen John Flamsteed eingeführt: Die Flamsteed-Bezeichnung eines Sterns wird aus einer vorangestellten fortlaufenden Zahl und wiederum dem Genitiv des lateinischen Namens des Sternbilds gebildet
Die Flamsteed-Bezeichnung wird oft dann gewählt
wenn für einen Stern keine Bayer-Bezeichnung existiert. Die meisten Sterne werden aber lediglich durch ihre Nummer in einem Sternkatalog identifiziert
Es gibt eine Reihe von Firmen und sogar Sternwarten
Sterne nach ihnen zu benennen
die zahlenden Kunden anbieten
Diese Namen werden jedoch von niemandem außer der registrierenden Firma und dem Kunden anerkannt
Die Internationale Astronomische Union
die offiziell für Sternbenennungen zuständige Stelle
hat sich deutlich von dieser Praxis distanziert. [Bearbeiten]
Verteilung der Sterne am Himmel
Der uns nächste Stern ist die Sonne
er befindet sich in einer Entfernung von 4
24 Lichtjahren
Der nächste Fixstern in klassischem Sinn ist Proxima Centauri
Der nach der Sonne am hellsten erscheinende Stern ist Sirius
Alle mit bloßem Auge erkennbaren Sterne gehören unserer Galaxis an
der Milchstraße
Sie scheinen sich entlang eines Bandes am Himmel zu konzentrieren
das die Ebene unserer Galaxis markiert
Sterne sind aufgrund ihrer enormen Entfernung in Wirklichkeit deutlich kleiner als die scheinbaren Punkte
die wir sehen
So erscheinen sie selbst in den besten Teleskopen nur punktförmig
beruht lediglich auf Turbulenzen in der Erdatmosphäre. [Bearbeiten]
das gelegentlich beobachtbar ist
Das Flackern der Sterne
Sterne als physikalische Objekte im Universum
Die Astronomie hat in den letzten hundert Jahren zunehmend auf Methoden der Physik zurückgegriffen
So beruht ein großer Teil unseres Wissens über Sterne aus theoretischen Sternmodellen
deren Qualität an der Übereinstimmung mit den astronomischen Beobachtungen gemessen wird
Umgekehrt ist die Erforschung der Sterne aufgrund der enormen Vielfalt der Phänomene und der Spannweite der beteiligten Parameter auch für die physikalische Grundlagenforschung von großer Bedeutung. [Bearbeiten]
Räumliche Verteilung und Dynamik der Sterne
Fast alle Sterne finden sich in Galaxien
Galaxien bestehen aus einigen Millionen bis zu Hunderten von Milliarden Sternen und sind ihrerseits in Galaxienhaufen angeordnet
Nach Schätzungen der Astronomen gibt es im gesamten sichtbaren Universum etwa 100 Milliarden solcher Galaxien mit insgesamt etwa 70 Trilliarden (7 x 1022) Sternen
Aufgrund der Gravitation umkreisen Sterne das Zentrum ihrer Galaxie mit Geschwindigkeiten im Bereich von einigen Dutzend km/s und benötigen typischerweise für einen Umlauf mehrere 100.000 Jahre
Zum Zentrum hin stellen sich jedoch deutlich kürzere Umlaufzeiten ein
oder Kugelsternhaufen
auch Siebengestirn genannt
Die Sterne sind innerhalb einer Galaxie nicht völlig gleichmäßig verteilt
sondern bilden teilweise offene Sternhaufen wie beispielsweise die Plejaden
die sich im Halo von Galaxien befinden
Darüber hinaus stehen sie im galaktischen Zentrum deutlich dichter als in den Randbereichen. [Bearbeiten]
Zustandsgrößen der Sterne
Bild nicht gefunden Farben-Helligkeits-Diagramm
schematisch
Die logarithmische Helligkeitsskala erstreckt sich über mehr als 4 Zehnerpotenzen
Links befinden sich der blaue und rechts der rote Spektralbereich
Das eingezeichnete Linienfeld markiert Spektralklassen B0 bis M0 und Helligkeitsklassen Ia bis V
Sterne lassen sich mit wenigen Zustandsgrößen nahezu vollständig charakterisieren
Die wichtigsten nennt man fundamentale Parameter
je nach Zusammenhang: Masse Radius Dichte Metallizität (Häufigkeit chemischer Elemente schwerer als Helium) Rotationsgeschwindigkeit Die Oberflächentemperatur
Dazu zählen Oberflächentemperatur Schwerebeschleunigung an der Oberfläche absolute Helligkeit (Leuchtkraft) und
die Schwerebeschleunigung und die Häufigkeit der chemischen Elemente an der Sternoberfläche lassen sich unmittelbar aus dem Sternspektrum ermitteln
beispielsweise durch die Messung seiner Parallaxe
Ist die Entfernung eines Sterns bekannt
die durch Photometrie gemessen wird
so kann man die Leuchtkraft über die scheinbare Helligkeit berechnen
Aus diesen Informationen können schließlich der Radius und die Masse des Sterns berechnet werden
Die Rotationsgeschwindigkeit v am Äquator kann nicht direkt bestimmt werden
die die Orientierung der Rotationsachse beschreibt
sondern nur die projizierte Komponente v sini mit der Inklination i
Mehr als 99 Prozent aller Sterne lassen sich eindeutig einer Spektralklasse sowie einer Leuchtkraftklasse zuordnen
Diese fallen innerhalb des Hertzsprung-Russell-Diagramms (HRD) oder des verwandten Farben-Helligkeits-Diagramms in relativ kleine Bereiche
deren wichtigster die Hauptreihe ist
Durch eine Eichung anhand der bekannten Zustandsgrößen einiger Sternen erhält man die Möglichkeit
die Zustandsgrößen anderer Sterne unmittelbar aus ihrer Position in diesem Diagramm abzuschätzen
dass sich fast alle Sterne so einfach einordnen lassen
bedeutet
dass das Erscheinungsbild der Sterne von nur relativ wenigen physikalischen Prinzipien bestimmt wird. Im Verlauf seiner Entwicklung bewegt sich der Stern im Hertzsprung-Russell-Diagramm
Die Tatsache
nämlich seine anfängliche Masse
Die zugehörige Bahn eines Sternes in diesem Diagramm ist weitgehend durch eine einzige Größe festgelegt
entwickeln sich im Spätstadium zu roten Riesen und enden teilweise als weiße Zwerge
Dabei verharren die Sterne die meiste Zeit auf der Hauptreihe
Diese Stadien werden im Abschnitt über die Sternentwicklung näher beschrieben
Der Wertebereich einiger Zustandsgrößen überdeckt viele Größenordnungen
Die Oberflächentemperaturen von Hauptreihensternen reichen von etwa 3.000 K bis 45.000 K
2 bis 15 Sonnenradien
ihre Massen von 0
15 bis 60 Sonnenmassen und ihre Radien von 0
bei manchen sogar die des Mars
dass die komplette Erdbahn in ihnen Platz hätte
Rote Riesen sind deutlich kühler und können so groß werden
obwohl ihre Masse mit der der Sonne vergleichbar ist. [Bearbeiten]
Weiße Zwerge haben Temperaturen bis zu 100.000 K
sind aber nur so klein wie die Erde
Sternentwicklung
[Bearbeiten]
Entstehung
Ein großer Anteil der Sterne ist im Frühstadium des Universums vor über 10 Milliarden Jahren entstanden
Aber auch heute bilden sich noch Sterne
die überwiegend aus Wasserstoff besteht
deren Rand wir als Balken in der Mitte eines dunklen Doppelkegels erkennen. Ausgangspunkt für die Sternentstehung ist eine Gaswolke
in der unteren Infrarotaufnahme die Staubscheibe
Die typische Sternentstehung verläuft nach folgendem Schema: Bild nicht gefunden Aufnahmen eines entstehenden Sterns: oben ein leuchtender Jet von 12 Lichtjahren Länge in einer optischen Aufnahme
und die aufgrund ihrer eigenen Schwerkraft kollabiert
wenn die Schwerkraft den Gasdruck dominiert
Das geschieht
und damit das Jeans-Kriterium erfüllt ist
aus denen anschließend die Sterne hervorgehen: Dabei entstehen die Sterne selten isoliert
Dichtewellen in der interstellaren Materie oder der Strahlungsdruck bereits entstandener Jungsterne sein. Durch die weitere Verdichtung der Gaswolke entstehen einzelne Globulen
sondern eher in Gruppen. Bei der weiteren Kontraktion der Globulen steigt die Dichte und wegen der freiwerdenden Gravitationsenergie die Temperatur weiter an
Auslöser kann beispielsweise die Druckwelle einer nahen Supernova
wenn die Wolke im Farben-Helligkeits-Diagramm die so genannte Hayashi-Linie erreicht
Der freie Kollaps kommt zum Stillstand
die das Gebiet abgrenzt
innerhalb dessen überhaupt stabile Sterne möglich sind
wo das Wasserstoffbrennen einsetzt
Danach bewegt sich der Stern im Farben-Helligkeits-Diagramm zunächst entlang dieser Hayashi-Linie
das heißt die Kernfusion von Wasserstoff zu Helium durch den Bethe-Weizsäcker-Zyklus oder die Proton-Proton-Reaktion
bevor er sich auf die Hauptreihe zubewegt
und aus der er weiter Masse akkretiert
Als Folge des Drehimpulses der Globule bildet sich eine Scheibe aus
die den junge Stern umkreist
diese Phase der Sternentwicklung ist jedoch bisher noch nicht gut verstanden
Aus dieser Akkretionsscheibe kann entweder ein Planetensystem mit Exoplaneten entstehen oder die beiden Komponenten eines Doppelsternensystems
Aus der Ebene der Scheibe wird die Ekliptik
Bei der Akkretion aus der Scheibe bilden sich auch in beide Richtungen der Polachsen Materie-Jets (siehe Bild)
dass der Massenverlust die Akkretionsrate übersteigen würde
die eine Länge von über 10 Lichtjahren erreichen können. Je nach Masse ergeben sich verschiedene Szenarien der Sternentstehung: Sterne mit mehr als etwa 60 Sonnenmassen können durch den Akkretionsprozess vermutlich gar nicht entstehen
da diese Sterne bereits im Akkretionsstadium einen dermaßen starken Sternwind produzieren würden
wie beispielsweise die blauen Nachzügler (engl. blue stragglers)
Sterne dieser Größe
entstehen vermutlich durch Sternkollisionen
Massereiche und damit heiße Sterne mit mehr als 8 Sonnenmassen kontrahieren vergleichsweise schnell
Nach der Zündung der Kernfusion treibt die UV-reiche Strahlung die umgebende Globule schnell auseinander und der Stern akkretiert keine weitere Masse
Sie gelangen deshalb sehr schnell auf die Hauptreihe im Hertzsprung-Russell-Diagramm
Sterne zwischen etwa 3 und 8 Sonnenmassen durchlaufen eine Phase
in der sie Herbig-Ae/Be-Sterne genannt werden
akkretiert aber noch einige Zeit Masse
In dieser Phase befindet sich der Stern schon auf der Hauptreihe
Masseärmere Sterne wie die Sonne bleiben nach der Zündung der Kernfusion noch einige Zeit in die Globule eingebettet und akkretieren weiter Masse
In dieser Zeit sind sie nur im infraroten Spektralbereich erkennbar
durchlaufen sie das Stadium der T-Tauri-Sterne
Während sie sich der Hauptreihe annähern
08 Sonnenmassen
um eine Kernfusion zu zünden
Objekte unter 0
d. h. etwa 80 Jupitermassen
erreichen nicht die nötige Temperatur
die hinsichtlich ihrer Masse zwischen den großen Gasplaneten und den Sternen angesiedelt sind
können kurzzeitig geringe Energiemengen aus der Fusion von Deuterium gewinnen
Lediglich die braunen Zwergen
bevor sie auskühlen
Man zählt sie jedoch nicht zu den Sternen. Bild nicht gefunden Aktives Sternentstehungsgebiet NGC604 mit einem Durchmesser von 1.300 Lichtjahren in der Triangelgalaxie M33
Aus einer Globule kann sowohl ein Doppel- oder Mehrfachsternsystem als auch ein einzelner Stern entstehen
können aber auch unabhängig voneinander entstandene Sterne durch gegenseitigen Einfang Doppel- oder Mehrfachsternsysteme bilden
Wenn sich Sterne in Gruppen bilden
Man schätzt
dass etwa zwei Drittel aller Sterne Bestandteil eines Doppel- oder Mehrfachsternsystems sind
Im Frühstadium des Universums standen für die Sternentstehung nur Wasserstoff und Helium zur Verfügung
Diese Sterne zählt man zur so genannten Population II
Man findet sie vor allem im Halo der Milchstraße
die in früheren Sterngenerationen durch Kernreaktionen erzeugt wurden und beispielsweise über Supernova-Explosionen wieder in die interstellare Materie gelangt sind
enthalten von Anfang an einen gewissen Anteil an schweren Elementen
Sterne die später entstanden sind
Dazu gehören die meisten Sterne der Galaxienscheibe
Man bezeichnet sie als Population I
Ein Beispiel für eine aktive Sternentstehungsregion ist NGC3603 im Sternbild Schiffskiel in einer Entfernung von 20.000 Lichtjahren
da diese Spektralbereiche durch die umgebenden Staubwolken kaum absorbiert werden
Sternentstehungsprozesse werden im Infraroten und im Röntgenbereich beobachtet
anders als das sichtbare Licht
Dazu werden Satelliten eingesetzt wie beispielsweise das Röntgenteleskop Chandra. [Bearbeiten]
Hauptreihenphase
Der weitere Verlauf der Sternentwicklung wird im Wesentlichen durch die Masse bestimmt
umso kürzer ist seine Brenndauer
Je größer die Masse eines Sternes ist
Die massereichsten Sterne verbrauchen in nur wenigen hunderttausend Jahre ihren gesamten Brennstoff
Ihre Strahlungsleistung übertrifft dabei die der Sonne um das 10.000fache oder mehr
Die Sonne dagegen hat nach 5 Milliarden Jahren erst etwa die Hälfte ihrer Hauptreihenphase verbracht
Die massenarmen roten Zwerge entwickeln sich noch wesentlich langsamer
Da das Universum erst etwa 14 Milliarden Jahre alt ist
hat von den masseärmsten Sternen noch kein einziger die Hauptreihe verlassen
Neben der Masse ist der Anteil an schweren Elementen von Bedeutung
oder wie stark der Sternwind wird
ob sich beispielsweise Magnetfelder bilden können
der zu einem erheblichen Massenverlust im Laufe der Sternentwicklung führen kann
Neben seinem Einfluss auf die Brenndauer bestimmt er
Die folgenden Entwicklungsszenarios beziehen sich auf Sterne mit solaren Elementhäufigkeiten
wie sie für die meisten Sterne in der Scheibe der Milchstraße üblich sind
zwei Zwerggalaxien in der Nachbarschaft der Milchstrasse
In den magellanschen Wolken beispielsweise
haben die Sterne jedoch einen deutlich geringeren Anteil an schweren Elementen
die schwereren Sterne links oben im Farben-Helligkeits-Diagramm
die leichteren rechts unten
Sterne verbringen nach ihrer Entstehung den größten Teil ihrer Brenndauer auf der Hauptreihe
Im Verlauf dieser Hauptreihenphase werden die Sterne größer und bewegen sich in Richtung der Riesensterne
Die Kernfusion von Wasserstoff zu Helium findet dabei in einem Zentralbereich des Sternes statt
der nur wenige Prozent seines Gesamtvolumens einnimmt
jedoch etwa die Hälfte seiner Masse enthält
Die Temperatur beträgt dort über 10 Millionen Kelvin
Dort sammeln sich auch die Fusionsprodukte an
Der Energietransport an die Sternoberfläche dauert mehrere hunderttausend Jahre
Er findet über Strahlungstransport
Wärmeleitung oder Konvektion statt
Den Bereich
nennt man die Sternatmosphäre
der die Strahlung in den Weltraum abgibt
Ihre Temperatur beträgt mehrere tausend bis mehrere zehntausend Kelvin. [Bearbeiten]
Spätstadien
[Bearbeiten]
Letzte Brennphasen
Mit dem Erlöschen des Wasserstoffbrennens im Zentrum verlassen die Sterne die Hauptreihe
Die weitere Entwicklung verläuft für massearme und massereiche Sterne deutlich verschieden
Dabei bezeichnet man Sterne bis zu 2
3 Sonnenmassen führen die Fusion des Wasserstoffs in einer wachsenden Schale um den erloschenen Kern fort
3 Sonnenmassen als massearm. Massearme Sterne bis zu 0
Sie erlöschen nach dem Ende dieses so genannten Schalenbrennens vollständig
Durch die Temperaturabnahme im Zentrum geben sie der Schwerekraft nach und kontrahieren zu weißen Zwergen mit Durchmessern von einigen tausend Kilometern
Dadurch steigt die Oberflächentemperatur zunächst stark an
5 Lichtjahren
3 Sonnenmassen
wie die Sonne selbst
erreichen durch weitere Kontraktion die zum Heliumbrennen notwendige Temperatur und Dichte in ihrem Kern
3 und 2
Im weiteren Verlauf kühlen die weißen Zwerge jedoch ab und enden schließlich als schwarze Zwerge. Bild nicht gefunden Planetarischer Nebel Messier 57 mit einem Durchmesser von etwa einem Lichtjahr. Bild nicht gefunden Nebel um den extrem massereichen Stern eta Carinae mit einem Längsdurchmesser von etwa 0
entstanden durch Eruptionen vor 100 bis 150 Jahren. Massearme Sterne zwischen 0
ohne dass an der Oberfläche davon etwas erkennbar ist
Bei der Zündung des Heliumbrennens spielen sich innerhalb von Sekunden dramatische Prozesse ab
bei denen der Leistungsumsatz im Zentrum auf das 100 Milliardenfache der Sonnenleistung ansteigen kann
Diese Vorgänge bis zur Stabilisierung des Heliumbrennens werden als Heliumflash bezeichnet
Beim Heliumbrennen entstehen Elemente bis zum Kohlenstoff
insbesondere Stickstoff und Sauerstoff
Gleichzeitig findet in einer Schale um den Kern noch Wasserstoffbrennen statt
Durch den Temperatur- und Leistungsanstieg expandieren die Sterne zu roten Riesen mit Durchmessern von typischerweise dem 100fachen der Sonne
Dabei werden oft die äußeren Hüllen der Sterne abgestoßen und bilden Planetarische Nebel
3 und 8 Sonnenmassen erreichen nach dem Heliumbrennen das Stadium des Kohlenstoffbrennens
bei dem Elemente bis zum Eisen entstehen
Schließlich erlischt auch das Heliumbrennen und die Sterne werden zu weißen Zwergen wie oben beschrieben. Massereiche Sterne zwischen 2
da aus ihm weder durch Fusion noch durch Kernspaltung weitere Energie gewonnen werden kann
Eisen ist in gewissem Sinne die Sternenasche
Durch Sternwind oder die Bildung Planetarischer Nebel verlieren diese Sterne jedoch einen erheblichen Teil ihrer Masse
Sie geraten so unter die kritische Grenze für eine Supernova-Explosion und werden ebenfalls zu weißen Zwergen. Massereiche Sterne über 8 Sonnenmassen verbrennen in den letzten Jahrtausenden ihres Lebenszyklus praktisch alle leichteren Elemente in ihrem Kern zu Eisen
Auch diese Sterne stoßen eine großen Teil der Masse in ihren äußeren Schichten als Sternwind ab
wie zum Beispiel der Homunkulusnebel um eta Carinae
Die dabei entstehenden Nebel sind oft bipolare Strukturen
Gleichzeitig bilden sich um den Kern im Sterninneren Schalen nach Art einer Zwiebel
in denen verschiedene Fusionsprozesse stattfinden
Die Zustände in diesen Schalen unterscheiden sich dramatisch
Das sei exemplarisch am Beispiel eines Sternes mit 18 Sonnenmassen dargestellt
der die 40.000fache Sonnenleistung und den 50fachen Sonnendurchmesser aufweist: Brennmaterial (bzw
Fe) Temperatur in Millionen Kelvin Dichte (kg/cm3) Brenndauer H 40 0
1 1 Million J. C 740 240 12.000 Jahre Ne 1.600 7.400 12 Jahre O 2.100 16.000 4 Jahre S/Si 3.400 50.000 1 Woche Fe-Kern 10.000 10.000.000 - Die Grenze zwischen der Helium- und der Kohlenstoffzone ist hinsichtlich des relativen Temperatur- und Dichtesprungs vergleichbar mit der Erdatmosphäre über einem Lavasee
006 10 Millionen J. He 190 1
Ein erheblicher Teil der gesamten Sternmasse konzentriert sich im Eisenkern mit einem Durchmesser von nur etwa 10.000 km
44 Sonnenmassen überschreitet
Sobald er die Chandrasekhar-Grenze von 1
findet eine Supernova vom Typ II statt
ist noch nicht genau bekannt
Dabei kollabiert der Eisenkern innerhalb weniger Sekunden während die äußeren Schichten durch freigesetzte Energie in Form von Neutrinos und Strahlung abgestoßen werden und eine expandierende Explosionswolke bilden. Unter welchen Umständen als Endprodukt einer Supernova ein Neutronenstern oder ein schwarzes Loch entsteht
Dabei dürfte insbesondere die Masse aber auch der Rotation des Vorläufersterns und dessen Magnetfeld eine Rolle spielen
Möglich wäre auch die Bildung eines Quarksterns
dessen Existenz jedoch bisher lediglich hypothetisch ist
bei dem Massetransfer von einem roten Riesen zu einem weißen Zwerg stattfindet (Typ Ia)
Ereignet sich die Supernova in einem Doppelsternsystem
können Kohlenstofffusionsprozesse den Stern sogar vollständig zerreißen. [Bearbeiten]
Nukleosynthese
und Metallizität
Elemente schwerer als Helium werden fast ausschließlich durch Kernreaktionen im späten Verlauf der Sternentwicklung erzeugt
Bei den im thermischen Gleichgewicht ablaufenden Fusionsreaktionen im Plasma können alle Elemente bis zur Kernladungszahl von Eisen entstehen
Schwerere Elemente
bei denen die Bindungsenergie pro Nukleon wieder ansteigt
werden durch Einfang von Nuklearteilchen in nichtthermischen Kernreaktionen gebildet
explosiven Phase einer Supernova im r-Prozess
Hauptsächlich entstehen schwere Elemente durch Neutroneneinfang mit nachfolgendem β-Zerfall in kohlenstoffbrennenden Riesensternen im s-Prozess oder in der ersten
Hierbei steht s für slow und r für rapid
findet auch Protoneneinfang und Spallation statt
Neben diesen beiden häufigsten Prozessen
die im Endergebnis zu deutlich unterscheidbaren Signaturen in den Elementhäufigkeiten führen
Die entstandenen Elemente werden zum großen Teil wieder in das interstellare Medium eingespeist
aus dem weitere Generationen von Sternen entstehen
um so mehr sind die Elemente
die schwerer als Helium sind
Je häufiger dieser Prozess bereits durchlaufen wurde
angereichert
Für diese Elemente hat sich in der Astronomie der Sammelbegriff Metalle eingebürgert
Da sich diese Metalle einigermaßen gleichmäßig anreichern
genügt es oft
statt der einzelnen Elementhäufigkeiten die Metallizität anzugeben
deren relative Häufigkeitsmuster von diesem Schema abweichen
Sterne
werden als chemisch pekuliar bezeichnet
Spätere Sternengenerationen haben folglich eine höhere Metallizität
Die Metallizität ist daher ein Maß für das Entstehungsalter eines Sternes. [Bearbeiten]
Veränderliche Sterne
Die scheinbare und oft auch die absolute Helligkeit mancher Sterne unterliegt zeitlichen Schwankungen
Man unterscheidet folgende drei Typen: Bedeckungsveränderliche
die sich während ihres Umlaufes zeitweise verdecken. Pulsationsveränderliche
Dabei handelt es sich um Doppelsterne
Dabei verändern sich die Zustandsgrößen mehr oder weniger periodisch und damit auch die Leuchtkraft
in der Regel aber erst nach dem Hauptreihenstadium
Die meisten Sterne durchlaufen solche instabile Phasen während ihrer Entwicklung
Man unterscheidet: Cepheiden
Ihrer Periode lässt sich exakt einer bestimmten Leuchtkraft zuordnen
Sie sind daher bei der Entfernungsbestimmung als so genannte Standardkerzen von großer Bedeutung
Mira-Sterne
Ihre Periode ist länger und unregelmäßiger als die der Cepheiden
RR-Lyrae-Sterne
Sie pulsieren sehr regelmäßig mit vergleichsweise kurzer Periode und haben etwa die 90fache Leuchtkraft der Sonne. Eruptiv Veränderliche
die sich oft in mehr oder weniger unregelmäßigen Abständen wiederholen
Sie erleiden für kurze Zeiten Ausbrüche
Man unterscheidet: Zwergnovae oder Kataklysmisch Veränderliche
Dabei handelt es sich um Röntgendoppelsterne mit Massetransfer von einem roten Riesen zu einem weißen Zwerg
Sie erleiden Ausbrüche in Abständen von wenigen Stunden
Novae
Dabei strömt Materie von einem roten Riesen zu einem kompakten Begleitstern und zündet beim Erreichen einer kritischen Masse auf dessen Oberfläche eine Kernfusion nach Art einer Wasserstoffbombe
Supernovae
von denen Typ Ia ebenfalls ein Doppelsternphänomen ist
Bei Supernovae gibt es mehrere Typen
Nur die Typen Ib
wie beispielsweise die Pulsare
Ic und II markieren das Ende der Evolution eines massereichen Sterns. Darüber hinaus gibt es weitere Sterne
jedoch nicht zu den veränderlichen Sternen gezählt werden
die eine zeitabhängige scheinbare Helligkeit aufweisen
Dabei handelt es sich um Neutronensterne
so werden entsprechende Strahlungsimpulse beobachtet
die an den magnetischen Polen schmale Strahlungskegel aussenden. Überstreicht dieser Kegel während der Rotation des Sterns die Sichtlinie zum Beobachter
wenn Materie in sie hineinstürzt
Auch schwarze Löcher können kurzzeitige sowie länger anhaltende Strahlungsausbrüche erleiden
Ihre Strahlung variiert jedoch nicht periodisch sondern unregelmäßig. [Bearbeiten]
Die Sonne als Stern
Die Sonne ist ein Stern des Spektraltyps G2V
aber nicht ungewöhnlich
Solche Sterne sind zwar seltener als die der "späteren" Typen K und M
Sie steht nach 5 Milliarden Jahren etwa in der Mitte ihres Lebens auf der Hauptreihe
so dass sie in anderen Sternen erst in den letzten Jahren oder noch gar nicht gefunden wurden
Viele uns bekannte Phänomene der Sonne sind bei Sternen zwar zu erwarten
aber doch vergleichsweise unscheinbar
die Sterne der Typen F
G K und M umgibt
Sonnenflecken und deren 11-jähriger Aktivitätszyklus
Dazu zählen beispielsweise die Korona
Protuberanzen
Flecken wurden auf anderen Sternen zwar ebenfalls gefunden
sind aber nicht wirklich mit Sonnenflecken zu vergleichen
Diese Sternflecken bedecken oft bis zu einem Drittel der Oberfläche von Sternen mit extrem starken Magnetfeldern von vielen tausend Gauss
Das Magnetfeld an der Oberfläche der Sonne beträgt nur zwischen einem und fünf Gauss
um zehn Größenordnungen kleiner als beispielsweise bei Wolf-Rayet-Sternen
ist verglichen mit anderen stellaren Winden sehr gering
Auch der Massenverlust durch Sonnenwind
verantwortlich für Polarlicht und Kometenschweife
massereichen Sternen gegen Ende ihrer Lebensdauer. [Bearbeiten]
Siehe auch
Liste der Sterne [Bearbeiten]
astronomische Objekte
Literatur
H.H
Abriß der Astronomie
4. überarb
Voigt
Aufl
H
ISBN 3-411-03148-4
Hans Elsässer
Physik der Sterne und der Sonne
Scheffler
2. überarb
Aufl
R
ISBN 3-411-14172-7
Kippenhahn
A
Weigert
ISBN 3-540-50211-4 (englisch) [Bearbeiten]
Stellar structure and evolution
2nd corr. ed.
Weblinks
Sternentstehung (http://www.zum.de/Faecher/A/Sa/STERNE/beg_sky.htm) auf www.zum.de Sternentstehung (http://www.astronomia.de/sternent.htm) www.astronomia.de; Zusammenfassung Celestia (http://celestia.sourceforge.net) freie 3D echtzeit Weltraumsimulation (OpenGL) [Bearbeiten]
Videos
Real Video Streams: (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri) Wie entstehen Sterne? (http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=981122.rm) Kann man zu den Sternen reisen? (http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=990314.rm) Rauchen junge Sterne? (http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=000716.rm) Was sind Doppelsterne? (http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=010429.rm&g2=1) Was sind Kugelsternhaufen? (http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=020303.rm) Was sind Quark-Sterne? (http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=021222.rm) Was sind Population-Drei-Sterne? (http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=031015.rm) Beurteilung: Dieser Artikel ist in die Liste exzellenter Artikel aufgenommen worden. bg:Звезда ca:Estel cs:Hvězda cy:Seren da:Stjerne (astronomi) en:Star eo:Stelo es:Estrella fi:Tähti fr:Étoile he:כוכב ia:Stella id:Bintang it:Stella ja:星 lb:Stär ms:Bintang nah:Citialin nl:Ster no:Stjerne pl:Gwiazda pt:Estrela ro:Stea ru:Звезда simple:Star sl:Zvezda sv:Stjärna th:ดาวฤ�ษ์ zh:�星
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