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Der Spiegel
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Allgemein
Dieser Artikel behandelt die Wochenzeitschrift Der Spiegel
Für den gleichnamigen Film von Andre Tarkowski siehe Der Spiegel (Film)
Für den Glasspiegel siehe Spiegel. Vorlage:ISSN Der Spiegel ist eine der bekanntesten Wochenzeitschriften Deutschlands
Er bezeichnet sich selbst als "Deutschlands bedeutendstes und Europas auflagenstärkstes Nachrichten-Magazin"
1 Millionen Exemplare verkauft. Titelblatt der ersten Ausgabe des Spiegels (1/1947) Die erste Ausgabe der Zeitschrift Der Spiegel erschien am 4
Im Durchschnitt werden pro Woche annähernd 1
einem Samstag
Januar 1947
in Hannover als Nachfolger der Zeitschrift Diese Woche
versuchten die Forderungen nach kritischem und seriösen Journalismus zu erfüllen und ersparten auch den Alliierten keine Kritik
angeführt von Rudolf Augstein
Die Zeitschrift folgte dem Muster US-amerikanischer und britischer News Magazines. Einige junge deutsche Redakteure
indem sie Diese Woche an die Deutschen abgaben
und entledigten sich des Magazins
Die Administration in London
und die drei anderen Besatzungsmächte protestierten gegen diese Form der Aufklärung
Rudolf Augstein erhielt die Verlegerlizenz und benannte das Magazin in "DER SPIEGEL" um
Von der ersten Ausgabe im Januar 1947 an war er Herausgeber und Chefredakteur
Die Zeitschrift erschien im hannoverschen Anzeigerhochhaus
Tätig als Herausgeber blieb er bis zu seinem Tode am 7
November 2002
doch firmiert er noch immer als offizieller Herausgeber des Spiegel
Derzeitiger Chefredakteur ist Stefan Aust
Der Spiegel-Verlag hat seit 1952 seinen Sitz in Hamburg in der Brandstwiete und produziert neben dem Hauptblatt dort auch das "Manager-Magazin". Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Affären und Skandale 2 Der Spiegel in der Kritik 3 Entwicklung 3.1 Chronologie 4 Spiegel Online 5 Literatur 6 Andere bekannte Wochenmagazine 7 Weblinks [Bearbeiten]
Affären und Skandale
Für die Aufdeckung bundesdeutscher Skandale in den 1950er und 1960er Jahren erhielt es den Namen "Sturmgeschütz der Demokratie"
ausgelöst durch den Beitrag "Bedingt abwehrbereit"
1959 die Fibag-Affäre
die der "Spiegel" an die Öffentlichkeit brachte
1962
gehören: der Fall "Kilb"
1961 die Spiegel-Affäre
Zu den Skandalen
8
1977 der Skandal im Gewerkschaftskonzern "Neue Heimat"
Sie führte zum Rücktritt des damaligen Verteidigungsministers Franz Josef Strauß. die Lauschaffäre Traube
1987 (Siehe auch Uwe Barschel) [Bearbeiten]
Februar 1982 die Parteispendenaffäre (Flick-Affäre)
1982 die Barschel-Affäre
Der Spiegel in der Kritik
sondern deren Surrogat
wovon sie spreche
das ihn ersetzen könne
rund zehn Jahre nach der Gründung des Spiegel
1956/57
Das deutsche Nachrichtenmagazin sei kein Nachrichtenmagazin
solange es in der Bundesrepublik kein kritisches Organ gebe
sondern desorientiert
in der er eine Reihe von Thesen aufstellte: Die Sprache des Spiegel verdunkele
der Spiegel übe nicht Kritik
und der Spiegel sei unentbehrlich
verfasste Hans Magnus Enzensberger seine Analyse über Die Sprache des Spiegel
der Leser des Spiegel werde nicht orientiert
Diese kritische Einstellung revidiert Enzensberger auch nach der Spiegel-Affäre nicht; er sieht das Magazin weiterhin als latentes Gefahrenpotential für die deutsche Demokratie
Der Journalist und Schriftsteller Erich Kuby veröffentlichte 1987 anlässlich des 40jährigen Bestehens eine kritische Analyse des Wochenblatts unter dem Titel Der Spiegel im Spiegel
nannte den Spiegel "den obersten Verhunzer der deutschen Sprache"; als Negativbeispiele für schlechtes Deutsch spielen in seinen Stilfibeln Zitate aus dem Spiegel eine große Rolle
ehemaliger Redakteur des Konkurrenzmagazines Stern
Der als "Sprachpapst" bekannte Journalist Wolf Schneider
in dem Zweifelsfälle der deutschen Sprache dargestellt werden. [Bearbeiten]
Die Spiegel-Online-Kolumne "Zwiebelfisch" (http://www.spiegel.de/zwiebelfisch) des Autors Bastian Sick ist derzeit wohl das bekannteste Forum
Entwicklung
jedoch noch kein Meinungsmonopol
Bild nicht gefunden Gebäude der Spiegelgruppe in Hamburg Das Magazin war von Anfang an umstritten; bereits in der Gründungsphase kam es zu Konflikten mit der britischen Lizenzierungsstelle. Der Spiegel besaß in der Früh- und Konstituierungsphase einen relativ großen Einfluss
damit stieg auch die publizistische Macht und der politische Einfluss
Nach der Spiegel-Affäre weitete sich der Einfluss aus; durch die massiv gestiegene Auflage nahm die wirtschaftliche Macht zu (Anzeigenmonopol)
Die Spiegel-Affäre 1962 führte dazu
sich für das Wochenmagazin und damit für die Presse- und Meinungsfreiheit engagierten (Peter Glaser)
dass weite Kreise
im besonderen Angehörige der jungen Generation und der kritischen Intelligenz
In der Ära Christian Schultz-Gersteins hatte der Kulturteil des Spiegels seinen Höhepunkt
Macht und Einfluss wurden jedoch bisher nicht entscheidend verringert
Nach dem Erscheinen des Konkurrenzmagazins Focus kam es zu deutlich wahrnehmbaren Veränderungen
Focus wurde bewusst als Gegenpol und Alternative zum Spiegel konzipiert; nachweisbar ist dies insbesondere an der politischen Linie und dem vergleichsweise schonenden Umgang mit den Anzeigenkunden
Uli Bauer
sind wir im Zweifel rechts
fasste die redaktionelle Linie des Focus unter Bezugnahme auf das bekannte Augstein-Wort (...im Zweifelsfalle links) deutlich zusammen: Wenn der Spiegel im Zweifel links ist
dritter stellvertretender Chefredakteur von Focus
vielleicht unter dem Eindruck der Konkurrenz durch den Focus
ist eine starke Hinwendung des Spiegels zu neoliberalen Standpunkten und eine Abkehr von der früher eher linksliberalen Grundhaltung erkennbar. [Bearbeiten]
Seit Ende der 90er Jahre
Chronologie
erscheint unter britischer Lizenz und verkauft sich sehr gut; Auflage: 1.500
November 1946: Der Spiegel-Vorläufer
Diese Woche
4J
anuar 1947: DER SPIEGEL
Ausgabe 1
erscheint in HannoverW
Berufung auf journalistische Schweigepflicht über die vertraulichen Quellen der InformationS
ieder reißender Absatz
Verkauf wird durch britische Papierzuteilungen begrenzt; Auflage: 15.000. 1949: Spiegel-Statut. 1950: Spiegel-Ausschuß: Der Spiegel deckt Bestechung von Abgeordneten auf; Abstimmung für Bonn statt Frankfurt am Main als Bundeshauptstadt; Vernehmung von Augstein als Zeuge
Ministerialdirektor Blankenhorn und Generalkonsul Reifferscheid seien für den französischen Geheimdienst tätig gewesen und hätten einen französischen Agenten mit geheimen Nachrichten versorgt (Spiegel
Bundeskanzler Adenauer
ehemaliger Agent im französischen Geheimdienst
chmeißer-Affäre 1952: Hans Konrad Schmeißer
hatte behauptet
Nr2
1965) verschiedene Gesetzentwürfe des Innenministers Gerhard Schröder (CDU) hervorgingen. 1961: Tatsächlich verbreitete Auflage: 437.000 Exemplare1
8/1952). 1956/57: Hans Magnus Enzensberger Analyse über Die Sprache des Spiegel 1958: Beginn der Debatte um die Notstandsgesetze
aus der später (1960
1963
0O
ktober 1962: Bedingt abwehrbereit (Fallex) erscheint in Der Spiegel
Nr4
12
6O
ktober 1962: Durchsuchung des Spiegel-Verlags in Hamburg und der Redaktion in Bonn; Haftbefehle; Vorwurf: Verdacht des Landesverrats
der landesverräterischen Fälschung und der Aktivbestechung. 7N
ovember 1962: Abgrund von Landesverrat im Lande (Adenauer im Bundestag) 9N
Wohin treibt die Bundesrepublik; Jaspers übt scharfe Kritik an den Notstandsgesetzen
die der Bevölkerung im Falle eines äußeren Notstandes keine Wahl ließen
sich Gewalt und Macht zu verweigernE
Urteil: Keine einstweilige Anordnung 1963 Franz-Josef Strauß: Sie sind die Gestapo im Deutschland unserer Tage [...] Ich war gezwungen
ovember 1962: BVerfG
gegen sie zu handeln. 1966: Karl Jaspers
dann aber nicht mehr legalen Mttel des Widerstands. Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) zieht in die Landtage Hessen und Bayern ein. 5A
in innerer Notstand könne überhaupt nicht eintreten
weil dies dem Gedanken eines demokratischen Staats zuwiderlaufe: Das Notstandsgesetz raubt dem Volk die ihm verbliebenen legitimen
ugust 1966: Spiegel-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts; Verfassungsbeschwerde des Spiegel scheitert. 1968: Die Notstandsgesetze werden Teil des Grundgesetzes. 1969: Tatsächlich verkaufte Auflage: 953.000 Exemplare. Der Spiegel beschäftigte Anfang der 70er Jahre knapp 900 Beschäftigte
100 in der Dokumentation sowie knapp 400 in den kaufmännischen und technischen Abteilungen. 1970: Gründung des manager magazins
davon rund 400 in der Redaktion
das von einer Tochtergesellschaft der Spiegel-Gruppe herausgegeben wird. 1971/72: Mitbestimmungsmodell und mehr Demokratie innerhalb der Redaktion; Gewinnbeteiligung; Rückgang der Einnahmen aus Anzeigen. 1971: Anzahl der Spiegel-Leser: ca6
die als Einmischung in die inneren Angelegenheiten der DDR ausgelegt wurde. 1980er Jahre: Höhepunkte des Enthüllungsmagazins Der Spiegel1
Millionen - dies entspricht rund 12 Prozent aller in der BRD und Berlin-West lebenden Menschen über 14 Jahre. Anteil der Auslandsauflage an der Gesamtauflage: 10-15 Prozent - Der Spiegel ist eine Publikation mit intensiver Rezeption im Ausland. Tatsächlich verkaufte Auflage: 923.000 Exemplare. 1974 Willy Brandt: Ein Scheißblatt. 1975: Ausweisung eines Korrespondenten des Spiegel wegen böswilliger Verletzungen der Rechtsvorschriften der DDR. 1978: Schließung des Spiegel-Büros in der DDR nach einer kritischen Berichterstattung über Zwangsadoptionen
982: Flick-Affäre1
982: Neue Heimat-Affäre1
987 Barschel-Affäre (Waterkantgate): Die Republik schuldet dem Spiegel Dank für diese Aufdeckung (Theo Sommer in der ZEIT)1
988: Coop-Affäre1
der Spiegel ist ein gutes Blatt
les' ich jeden Montag1
989 Erich Honecker: Ja
990: Tatsächlich verkaufte Auflage überschreitet mit 1.050.000 Exemplaren erstmals die Millionengrenze1
992 Antje Vollmer: Am Ende der Ära Augstein hat der Spiegel an Bedeutung verloren und an Macht gewonnen1
8J
nicht Gegenmedium zum Spiegel" (Helmut Markwort)D
anuar 1993: Erstausgabe von Focus erscheint im Focus-Verlag
einer hundertprozentigen Tochter von Burda; "Konkurrenz-
er Spiegel leidet unter einem Auflagenminus von über 10 Prozent und einem Rückgang der verkauften Anzeigenseiten um über 12 Prozent1
995: Anzahl der Spiegel-Leser: über 7 MioD
iversifikation: Spiegel-TV
542 MioD
Spiegel Special (1/5 des Umsatzes von 1996
74 MioD
M). Bild nicht gefunden Titelbild der Ausgabe 45/2004 Der Spiegel war im ersten Halbjahr 1996 die deutsche Zeitschrift mit den höchsten Einnahmen aus Vertrieb und Anzeigen; erzielt wurden Bruttoeinnahmen von 330
als der Stern (Platz 2) erzielen konnte und liegt ebenfalls noch vor Bild am Sonntag (Platz 3) und Focus (Quelle: Kress Report)J
M
das ist knapp eine Mio. mehr
anuar 1997: 50G
eburtstag des Spiegel (= 2.649 Ausgaben)A
ktualisierung des Layouts; der Spiegel erscheint durchgehend farbig7
November 2002: Tod des Herausgebers Rudolf Augstein 6
August 2004: Gemeinsam mit der Axel Springer AG verkündet der Spiegel-Verlag
zur klassischen deutschen Rechtschreibung zurückkehren zu wollen
Eine Umsetzung dieser Ankündigung scheint jedoch nicht geplant
9A
ugust: Zum ersten Mal erscheint eine Ausgabe mit verschiedenen TitelblätternA
der in acht verschiedenen Versionen ausgeliefert wirdD
uf dem Cover des Magazins ist ein Würfel zu sehen
ie drei sichtbaren Flächen des Würfels zeigen jedes Mal jeweils eine andere AugenzahlG
1518
grossbild-377862-312073
emäß dem Titelthema "Prinzip Zufall" wird diese Ausgabe (33/2004) (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0
00.html) nach dem Zufallsprinzip verteilt
welche Ausgabe er bekommt2
sodass niemand vorher weiß
4O
als digitale Ausgabe
die völlig gleich zur Print-Ausgabe ist. [Bearbeiten]
ktober: Der SPIEGEL existiert ab jetzt auch als E-Paper
Spiegel Online
Spiegel Online wurde 1994 gegründet
manche werden von den Nachrichtenagenturen übernommen
Die Beiträge erstellt ein eigenes Redaktionsteam
Einige Artikel des Print-Spiegel sind auch online verfügbar
Seit 2000 fährt Spiegel Online einen strikten Sparkurs
sondern nach dem eigenen Spiegel-Online–Tarif bezahlt
Autoren werden nicht nach Spiegel-Tarif
Seit 2002 sind Abrufe von Archiv-Beiträgen kostenpflichtig
Auf Spiegel Online sind (mit Ausnahme der Titelgeschichte) Teile des späteren gedruckten Spiegel kostenlos verfügbar
die oft nicht einmal speziell als Spiegel-Artikel gekennzeichnet werden (nicht zu verwechseln mit der kostenpflichtigen E-Ausgabe)
Diese Artikel erscheinen in der folgenden Woche auch im gedruckten Magazin. [Bearbeiten]
Literatur
was ist
Jochen Bölsche: Rudolf Augstein - Schreiben
Stuttgart/München: DVA
2003
ISBN 3423341432 Leo Brawand: Die Spiegel-Story: wie alles anfing
Düsseldorf: ECON-Taschenbuch-Verl
1995
ISBN 3-612-26212-2 Digne Meller Marcovicz: 2000 Spiegel-Photos der Jahre 1965 bis 1985 (Delphi 1027)
Nördlingen: Franz Greno 1986
ISBN 3-89190-008-2 Thomas Mrazek: "Kein Investmentbanker-Modell" [1] (http://www.onlinejournalismus.de/webwatch/interviewblumencron.php)
Interview mit Spiegel-Online-Chef Mathias Müller von Blumencron im Dossier "Online-Journalismus: .dekade1" von onlinejournalismus.de [2] (http://www.onlinejournalismus.de/webwatch/index_10jahredossier.php). [Bearbeiten]
Andere bekannte Wochenmagazine
Focus (Zeitschrift) Stern (Zeitschrift) [Bearbeiten]
Weblinks
Spiegel Online (http://www.spiegel.de/) en:Der Spiegel fr:Der Spiegel zh:明镜
[X] Schliessen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Der Spiegel
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und steht unter der
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