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Diskussion : Spam (Usenet)
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Spam (Usenet)
Stichpunkte
Allgemein
Dieser Artikel befasst sich mit der ursprünglichen (ältesten) Definition von Spam in elektronischen Medien
Zu unerwünschten Massen-E-Mails siehe Unsolicited Bulk Email (UBE)
zu unerwünschten Werbe-E-Mails siehe Spam (E-Mail) (korrekter: Unsolicited Commercial Email
die substanziell gleich sind oder für dieselbe Dienstleistung werben
kurz UCE). Spam bezeichnet exzessiv häufig wiederholte Artikel in den Newsgroups des Usenet
Die Grenze zum Spam wird überschritten
wenn der Breidbart-Index größer wird als erlaubt
"Verbergen") 1 Historisches 2 Verallgemeinerung des Begriffs 3 Beseitigung
Bekämpfung und Vermeidung von Spam 4 Abgrenzung der Definition 5 Weblinks [Bearbeiten]
Diesen Missbrauch des Usenet bezeichnet man als Spamming und die Täter als Spammer. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Historisches
fälschl. auch spiced pork and meat/ham)
Bild nicht gefunden Eine Dose Spam Der Begriff entstammt einem Sketch der englischen Comedyserie Monty Python's Flying Circus: In einem Restaurant besteht die Speisekarte ausschließlich aus Gerichten
die Spam enthalten (SPAM ist ein Markenname für Dosenfleisch
1936 entstanden aus spiced ham
bis das Spam-Gekreische jede Unterhaltung erstickt
Ein Kunde fragt nach einem Gericht ohne Spam
ein Wikinger-Chor fällt mit einem Loblied auf Spam ein
woraufhin die Kellnerin immer wieder die Karte mit den Spam-Gerichten vorliest
Spam ist heute ein Markenname (eingetragenes Warenzeichen) für derartiges Dosenfleisch
dass einzelne Täter ihre Werbung gleichlautend in tausende von Newsgroups posteten
ohne sich um die thematische Zweckentfremdung zu scheren und ohne sich für die nachfolgenden Diskussionen zu interessieren
fand das Wort Spam seinen Weg ins Usenet um zu bezeichnen
Mitte der 1990er Jahre
als noch die wenigsten Menschen und Unternehmen eine E-Mail-Adresse hatten und schon allein von daher ein Netzmissbrauch mit Massen-E-Mails noch gar nicht möglich war
der lückenlos eine Newsgroup nach der anderen verunreinigte
Der allererste Spam
worin damit geworben wurde
war 1994 eine in extrem viele Newsgroups gespamte Werbekampagne des Rechtsanwaltsbüros Canter & Siegel (USA)
bei der Teilnahme an der Verlosung von Greencards behilflich zu sein
Im Zuge dieses Spams fassten die ersten Benutzer den Mut
anderer Leute Beiträge zu canceln
ihn zu canceln
also im Endeffekt wieder zu beseitigen
obwohl es technisch gesehen verboten ist
Später ergab eine Umfrage (Strawpoll) im Usenet
dass ca
90 % aller Benutzerinnen und Benutzer das Canceln von Spam begrüßen
die mit immer ausgefeilteren und effizienteren Programmen (sog
bis zu über eine Million Spam-Artikel pro Tag
entwickelte sich eine Truppe freiwilliger Aktivisten
Während die Flut an Spam-Artikeln vor allem in den sexuellen Diskussions-Newsgroups alt.sex.* und in den erotischen Bilder-Newsgroups alt.binaries.pictures.erotica.* eskalierte und gewaltige Ausmaße annahm
Cancelbots) den Spam wieder cancelten
Cosmo Roadkill (Pseudonym)
Chris Lewis und Andrew Gierth
In die Geschichte des Usenet eingegangen sind beispielsweise die Spam-Canceller Robert Braver
Lysander Spooner (Pseudonym)
Letzterer veröffentlichte in der Newsgroup news.admin.net-abuse.announce täglich quasi als Siegertreppchen eine Rangordnung derjenigen
die am Vortag den meisten Spam gecancelt hatten
wobei die ersten in dieser Liste eine Größenordnung von zigtausend erreichten
Diese Aktivisten sprachen sich untereinander mit einer Mailing-Liste ab und führten auch einmal einen Streik durch
wie das Usenet ohne ihre freiwillige Arbeit aussehen würde. [Bearbeiten]
um zu verdeutlichen
Verallgemeinerung des Begriffs
unerwünschten E-Mails
die in Japan schon bis zu 90 % aller unerwünschten elektronischen Nachrichten ausmachen. Vergleichbarer Missbrauch anderer elektronischer Kommunikationsmedien: So gibt es spezialisierte Programme für fast jeden über das Internet öffentlich zugänglichen Kommunikationskanal: "SPIM" steht für "Spam over Instant Messaging" und betrifft Programme oder Protokolle wie z.B
UCE (unsolicited commercial e-mail) als diejenige Variante von UBE
die keine für den Surfer relevanten Informationen enthalten. das Handy betreffend: einerseits durch verstärkten Einsatz von Mobile Marketing zur Marktforschung
die Werbung beinhaltet Daneben gibt es noch das so genannte Suchmaschinen- oder Index-Spamming
das massenhafte Zumüllen vieler elektronischer Briefkästen (E-Mail-Accounts) mit unbestellten
andererseits durch unerwünschte SMS
mit speziellen Tricks derart manipuliert
viel Zeit für das Aufräumen aufzuwenden
die das Usenet gar nicht kennen
wenn sie das Wort Spam gebrauchen: UBE (unsolicited bulk e-mail)
dass auf den vordersten Plätzen Webseiten angezeigt werden
bei dem der Verursacher die Ergebnisse
womit die Empfänger genötigt werden
etwas ganz anderes
die eine Internet-Suchmaschine auf eine Stichworteingabe hin ausgibt
Inzwischen meinen viele
IRC
es sei auch in anderen Medien technisch möglich
diese werden häufig mit gefälschten Referrer-Daten gefüttert. Diese Entfremdung des Begriffs suggeriert irrtümlich
dass wie im Usenet einige wenige freiwillige Aktivisten zum Wohle aller den Schaden ungeschehen machen. [Bearbeiten]
ICQ oder den Windows Nachrichtendienst "SPIT" steht für "Spam over Internet Telephony" und wird als Bezeichnung für unerwünschte Anrufe per VoIP gebraucht. Auch Logfiles von Webservern sind nicht vor Spam gefeit
Beseitigung, Bekämpfung und Vermeidung von Spam
Das unmittelbarste und wirksamste Instrument ist das Canceln
den Spam zu löschen
Damit veranlasst man alle entsprechend konfigurierten Newsserver
je schneller sie auf Spam reagiert
die den Spam noch nicht mit dem Newsreader vom Newsserver heruntergeladen haben
weil sie nur denjenigen zugute kommt
Diese Maßnahme greift um so erfolgreicher
lassen sich umbenennen
dass diesen die Nutzungsmöglichkeit des jeweiligen Newsserver entzogen wird. Sehr selten werden Newsprovider
die von den Newsservern des "schwarzen Schafes" aus ins Usenet gelangt sind
so als seien sie Spam. Newsgroups
die "sex" in ihrem Namen tragen
dass alle Usenet-Artikel
Das Canceln von Spam erfordert die sorgfältige Einhaltung vielfältiger Regeln
nicht weitergeleitet werden und damit verschwinden. Aktives UDP: Die Spam-Canceller verständigen sich darauf
die über die Newsserver des "schwarzen Schafes" gelaufen sind
mit einem UDP (usenet death penalty) belegt
alle Artikel
die auf Beschwerden nicht reagieren
zu canceln
man kann dabei sehr viel falsch machen. Beschwerden an die Newsprovider der Spammer können bewirken
welches in zwei Formen geschehen kann: Passives UDP: Die Administratoren der wichtigsten Newsserver einigen sich darauf
jedem einzelnen Spam-Artikel eine eigene Cancel-Message hinterherzuschicken kommt dieses Verfahren mit Steuernachrichten aus
die gleich ganze Listen von Spam-Artikeln enthalten
die heute de.talk.liebesakt heißt und damit weitestgehend kaum noch Spam anlockt. NoCeM als Alternative zum Canceln: Während das Canceln erfordert
Dies ist sehr erfolgreich mit der ehemaligen Newsgroup de.talk.sex geschehen
Diese NoCeM-Steuernachrichten werden allerdings nur von speziellen Clients verstanden
die Newsgroup unleserlich machen. Moderierte Newsgroups: Die Beiträge gelangen nicht unkontrolliert ins Usenet
die zum Thema der jeweiligen Newsgroup gar nicht passen
dass als Folge von Spam Diskussionen über den Spam
und sind im Gegensatz zu Cancel-Messages nicht imstande zu vereiteln
sondern werden von einem Moderator abgefertigt
die nicht besonders weit verbreitet sind
der Spam abfangen kann
einen Freiwilligen für dieses Amt zu finden
Es gelingt nicht immer
Die ehemals sehr erfolgreiche Stellenanzeigen-Newsgroup misc.jobs.offered musste aus diesem Grund abgeschafft werden. Serverseitige Maßnahmen: Newsserver-Software lässt sich mit Add-Ons ergänzen
die Spam erkennen und zurückweisen. Clientseitige Maßnahmen: Die meisten Newsreader verfügen über ein sog
Killfile
das steuert
was man zu sehen bekommt
Der bayessche Filter sortiert erwünschte und unerwünschte E-Mails
gültige E-Mail-Adresse an
nach einem Training durch den Benutzer des E-Mail-Clients. Wegwerf-E-Mail-Adressen: Bei der Benützung von Wegwerf-E-Mail-Adressen gibt der Benutzer anstelle seiner eigenen Adresse eine temporäre
Der Benutzer hält seine eigentliche Adresse somit anonym und verhindert dass sein E-Mail-Konto mit Spam zugedeckt wird
Einen freien Wegwerf-E-Mail-Service findet man z.B. unter myTrashMail.com (http://www.mytrashmail.com/index_de.aspx) oder Throwaway-Mail.com. (http://www.throwaway-mail.com/) [Bearbeiten]
Abgrenzung der Definition
Spam erscheint nicht immer in Form von absolut identischen Artikeln
Dass Artikel substantiell gleich sind
die sich nur durch Zeilenumbruch oder Layout unterscheiden oder durch Buchstabenmüll
ist unbestritten
der Cancelbots verwirren soll
Kritisch wird es
wenn das Kriterium "advertising the same service" herangezogen wird
besteht der breiteste Konsens darüber
wenn die Werbung kommerziell ist
dass sie Spam sind
Wenn die Artikel außer der Werbung nichts weiter enthalten
die auch den jeweils neuen Inhalt der Nachrichten enthielten
politisch einseitig orientierte Organisation betrieb einmal eine Webseite mit aktuellen Nachrichten und warb dafür in rascher Folge im Usenet mit Artikeln
Gegenbeispiel: Eine gewerkschaftsnahe
stieß das Canceln auf breiten Protest
Obwohl es "advertising the same service" mit einem unzulässigen Breidbart-Index war
weil maschinenlesbares Kriterium ist die Nennung immer wieder derselben Webseite
Ein relativ effizientes
Werbung ohne Nennung einer Webseite ist in elektronischen Medien nämlich äußerst ungewöhnlich
dass Signaturen
es sei denn
diese Ausnahmeregelung wird böswillig missbraucht
die immer wieder dieselbe Webseite nennen
nicht als Spam gelten
indem der Spam unterhalb eines Signaturabtenners steht und die Artikel darüber nichts sinnvolles enthalten
Dabei spielt es eine besondere Rolle
die bereits verschwunden sind
mitgezählt werden dürfen
ob eine Folge gleicher Artikel Spam sind
ob Artikel
Klärungsbedarf besteht auch hinsichtlich der Frage
wenn es um die Frage geht
sonst Spam darstellen würden
schon allein weil viele FAQs
die regelmäßig erneut gepostet werden
Dies ist zu verneinen
Eine noch eingeschränktere Definition war in den Anfängen teilweise gebräuchlich
und unterschieden dies von einer sog
Manche bezeichneten als Spam nur EMP (excessive multiple posting)
also viele Exemplare in je einer Newsgroup
Velveeta
d. h. ein Exemplar in vielen Newsgroups
auch ECP (excessive crossposting) genannt
konnte sich diese Abgrenzung nicht durchsetzen
Weil Spam oft als Mischform von beidem vorliegt und weil eine reine Velveeta nach dem netzweit gültigen Breidbart-Index-Limit (20) in vierhundert (!) Newsgroups gecrosspostet sein müsste (was technisch gar nicht geht)
und der Begriff Velveeta ist in Vergessenheit geraten. [Bearbeiten]
Weblinks
Current Spam thresholds and guidelines von Tim Skirvin (http://www.uiuc.edu/ph/www/tskirvin/faqs/cancel.faq) Mehrheitsentscheid (Abstimmungsergebnis) über das Canceln von Spam (http://home.snafu.de/hweede/debi.txt) Beispiel für einen Dauer-Spam
mit Google sichtbar gemacht (http://www.google.com/groups?num=100&as_scoring=d&btnG=Google+Search&as_epq=www.SelWave.de.vu&as_ugroup=de.etc.finanz.*) Alles über NoCeM (http://www.cm.org/nocem.html) Beispiele für Spamcancelberichte
die gleichzeitig als NoCeM wirken (http://www.google.com/groups?num=100&as_scoring=d&btnG=Google+Search&as_ugroup=news.lists.filters&as_usubject=cancelled) Apache Project - Spamassassin (http://spamassassin.apache.org/) Origin of the term "spam" (http://www.templetons.com/brad/spamterm.html) (englisch) Vorlage:WikiReader Internet da:Spammail en:Spamming es:espamaje pt:Spam fr:Spam it:Spamming ja:スパム (メール) nl:Spam pl:Spam ro:Spam ru:Спам simple:Spamming sv:spam zh-cn:垃圾邮件 zh-tw:垃圾郵件 he:דואר_זבל
[X] Schliessen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Spam (Usenet)
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