Zum Forum
Passwort vergessen?
Noch keinen Account?
lexikon
Hauptseite
Zufälliger Artikel
Diskussion
Diskussion : Slawen
Links
Forum
Portale
Reisen
Versicherung
Inhaltsverzeichnis
Hauptmenü
Home
Editorial
Bildung
E-Learning
Fremdsprachen
Magazin
Wissen
Wörterbücher
Enzyklopädien
Expertendienste
Wissenswertes
Praktische Ratgeber
--------------------------
Biologie
Chemie
Computer
Film/ Theater
Geografie
Geschichte
Jura
Kunst
Literatur
Mathematik
Medizin
Musik
Philosophie
Physik/ Astronomie
Politik
Psychologie
Religionen
Sport
Umwelt
Wirtschaft
Reisen
Lexikon
Versicherung
Suchen
Schnellsuche
Suchmaschinen
Metasuchmaschinen
Webkataloge
News
Treffpunkt
Chat
Forum
Suche
Schnellsuche
Sitemap
Kontakt
Impressum
Slawen
Stichpunkte
Allgemein
vor allem in Ostmittel- und Osteuropa
Slawen sind neben den Germanen und Romanen eine der Hauptgruppen der indoeuropäischen Sprachfamilie
Staaten mit mehrheitlich slawischer Bevölkerung sind Russland
Mazedonien und Bulgarien
Polen
Slowenien
die Ukraine
Kroatien
Tschechien
Serbien und Montenegro
Bosnien
Weißrussland
die Slowakei
Moldawien
Sehr bedeutende slawische Minderheiten leben in Kasachstan
Estland und Lettland
In Deutschland gibt es die slawische Minderheit der Sorben mit gewissen Sonderrechten (wie zweisprachige Ortsschilder) in der Lausitz
"Verbergen") 1 Sprache 2 Ursprünge und Ausbreitung 2.1 Ausbreitung der heutigen Westslawen 2.2 Ausbreitung der heutigen Ostslawen 2.3 Ausbreitung der heutigen Südslawen 3 Name 4 Lebensweise und Traditionen 5 Kultur 6 Religion und Mythologie 7 Literatur 8 Weblinks [Bearbeiten]
In Österreich gibt es eine kroatische Minderheit im Burgenland und eine slowenische in Kärnten
welche durch den Artikel 7 des Österreichischen Staatsvertrags geschützt sind. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Sprache
Bei Betrachtung der indoeuropäischen Sprachen ergibt es sich
dass die nordeuropäische (slawogermanische) Gruppe sich sehr früh von der indoeuropäischen Sprachfamilie abgetrennt hat
Diese Abteilung spaltete sich dann später weiter auf
Neben der germanischen Sprachgruppe entstand nach einer nicht unumstrittenen Meinung einiger Sprachwissenschaftler eine baltoslawische Gruppe
aus der durch weitere Trennung das Baltische und das Slawische entstanden
dass die zweifellos beobachtbaren baltoslawischen Entwicklungen durch die geographische Nähe zweier ursprünglich unterschiedlicher Sprachgruppen bedingt waren. siehe auch: Indoeuropäer
Streitaxtkulturen [Bearbeiten]
Andere Theorien nehmen an
Ursprünge und Ausbreitung
Historisch und archäologisch lassen sich die Slawen erst in der Zeit um 500 fassen
Unter Kaiser Justinian I. (527-565) gerieten Slawen erstmal in das Blickfeld byzantinischer Chronisten wie Prokopios von Caesarea
Jordanes und Theophylaktos Simokates
Sklavinen und Anten (die man zusammen auch Sporen nennt) die aus den Gebieten zwischen Karpaten
Tacitus und Ptolemäus von Alexandria ab dem 1
Sie berichten von Venetern
unterer Donau und Schwarzem Meer kommend plündernd in das Byzantinische Reich und seine Randgebiete einfielen. Zwar erwähnen bereits Plinius der Ältere
Venethi
Venadi oder Ouenedai
doch beziehen sich diese Angaben zweifellos auf die den Germanen zuzurechnenden Vandalen
Jahrhundert in unterschiedlicher Schreibweise ein Volk der Venedi
das östlich der Weichsel beziehungsweise an der Danziger Bucht siedelte
Der Sammelbegriff Veneter wurde im 6
Jahrhundert offenbar auf das bis dahin unbekannte "Volk" der Slawen übertragen
obwohl keine direkten Beziehungen zwischen beiden bestanden. Im 19. und 20
da man sich "Völker" nur als homogene Einheiten vorstellen konnte
Jahrhundert wurde in oft erbitterten und zumeist nationalistisch gefärbten Debatten eine "Urheimat" der Slawen gesucht
Historiographie und Sprachwissenschaft eigene
dass die verschiedenen historischen Disziplinen wie Archäologie
spezifische Quellen und Aussagemöglichkeiten besitzen
die sich nicht ohne weiteres zu einem Gesamtbild zusammenfügen lassen
Inzwischen wurde jedoch erkannt
mit Hilfe ihrer Quellen der Ethnogenese näherzukommen
Sie alle haben jedoch große methodische Schwierigkeiten
wobei diese Großgruppe nicht unbedingt auch als ethnisch homogene Gruppierung aufgetreten sein muss
Offensichtlich folgt die Suche nach der slawischen "Urheimat" einer falsch gestellten Frage. Erst mit ihrer Erwähnung in den byzantinischen Quellen werden die Slawen als historische Größe greifbar
die allein durch den Glauben an eine gemeinsame Kultur und eine gemeinsame Abstammung zusammengehalten wurden
das heißt sie setzten sich aus Personen und Gruppen unterschiedlicher Herkunft zusammen
Neu entstandene Großverbände waren wahrscheinlich fragil und "polyethnisch"
sich aber nicht zwangsläufig tatsächlich auch auf eine gemeinsame Kultur und gemeinsame Sprache begründen mussten
an dessem Ende das historisch bekannte Volk der Slawen stand
Ethnogenese ist ein historischer Prozeß
Für die Bildung der slawischen Sprache (Topogenese) konnte ein Gebiet zwischen mittlerer Weichsel beziehungsweise Bug und mittlerem Dnepr herausgearbeitet werden
sondern auch die Assimilation von Menschen verschiedener Herkunft führte zu der "Slawisierung" Ostmittel- und Osteuropas
Doch nicht allein Wanderungen der Träger dieser Sprache
Ein einheitliches ("proto")-slawisches "Urvolk" hat es
sicherlich nicht gegeben
wie bei allen Völkern
In den folgenden Jahrhunderten besiedelten die Slawen auf diese Weise allmählich weite Gebiete Ostmittel- und Osteuropas
dem Inn
die vom Schwarzen und Ägäischen Meer bis zur Ostsee und dem Ilmensee sowie von der Elbe
den Alpen und der Adria bis zum oberen Don und unteren Dnepr erstreckten. [Bearbeiten]
dem Böhmerwald
Saale
Ausbreitung der heutigen Westslawen
Gegen Ende des 5
Jahrhunderts wurde der mittlere Donauraum (die heutige Slowakei
wohl auch das heutige Südmähren) und in der zweiten Hälfte des 6
Ungarn
Jahrhunderts auch Böhmen besiedelt
Noricum und Karnien sich auszubreiten und siedelten sich allmählich in dem Gebiet des heutigen Oberösterreich
Steiermark
Kärnten und Krain und Tirol an
Gleichzeitig begannen die Slawen nach dem Abzug der Langobarden von der Donau aus über Pannonien
Um 600 und im Verlauf des 7
Jahrhunderts drangen slawische Gruppen bis über die Saale und Elbe hinaus in das heutige Ostdeutschland und in das polnische Gebiet vor. Die südlichen Westslawen bildeten um 623 - als Reaktion auf die Besetzung Pannoniens durch die Awaren in den 60er-Jahren des 6
Jahrhunderts - das Reich des Samo mit vermutetem Mittelpunkt im südlichen March-Raum
Danach existierten gegen Ende des 8
durch deren Vereinigung 833 das Großmährische Reich entstand
das dann schnell expandierte und in der 1
Jahrhunderts das Mährische Fürstentum im südlichen March-Gebiet sowie das Nitraer Fürstentum (Neutraer Fürstentum) in der heutigen Slowakei
Hälfte des 10
Jh. von den nomadischen Stämmen der Ungarn (Magyaren) zerstört wurde
das heißt Slawen (Aussprache: slowäne oder slowene)
Die Bewohner des zentralen Groß-Mähren werden in slawischen Texten als slověne
oder als „mährische Völker“ bezeichnet
Als slověne wurden damals auch die Slawen im heutigen Ungarn
Slowenien und Slawonien bezeichnet - die späteren Bezeichnungen Slowake / Slowakei (auf Slowakisch: Slovák (weiblich: Slovenka) / Slovensko) sowie Slowene / Slowenien (auf Slowenisch: Slovenec (weiblich: Slovenka) / Slovenija) sind aus diesem Wort entstanden. Dauerhafte Reichsbildungen gelangen den Přemysliden in Böhmen und den Piasten in Großpolen im 10. und 11
Jahrhundert
Die heutigen Slowakei geriet zwischen dem 10. und 13
Jahrhundert (der Großteil bis 1100) sukzessive unter die Herrschaft der Ungarn/Magyaren. vergleiche auch: Austroslawismus Nördliche Westslawen: Im Verlaufe des 7
Jahrhunderts drangen westslawische Gruppen allmählich entlang der Elbe bis zur Mündung der Saale vor
Anschließend wurden die zuvor von den Germanen weitgehend geräumten Gebiete zwischen den beiden Flüssen aufgesiedelt
Die hier lebenden Slawen bezeichneten sich selbst als Sorben
Ab dem Ende des 7
Jahrhunderts und im Verlauf des 8
Jahrhunderts wurden auch die übrigen Gebiete in Ostdeutschland besiedelt
von denen insbesondere die Milzener und Lusitzer in der Lausitz
die Heveller an der Havel im heutigen Brandenburg und die Wilzen/Liutizen und Obotriten in Mecklenburg-Vorpommern zu nennen sind
Hier bildeten sich mehrere Stammesverbände heraus
Noch weiter westlich siedelten die Wagrier (Waigri) im nördlichen Holstein und die Drewaner im Lüneburgischen
Die slawischen Verbände in Nordostdeutschland werden von der Forschung unter dem Begriff Polaben oder Elbslawen zusammengefasst. Der westlichste Fürstensitz war das wagrische Aldinburg (slaw
zugleich wichtiger Handelsplatz für den Ostseehandel mit Beziehung zum sächsischen Hamburg und zur wikingischen Siedlung Haithabu
Starigrad) an der Ostsee
das heutige Oldenburg in Holstein
Die nachbarschaftlichen Beziehungen im Norden Deutschlands waren nicht immer friedlich
So gab es im 9. und 10
1066 wurde Haithabu von den Slawen geplündert
Jahrhundert mehrfach Überfälle auf Hamburg
Unter Kaiser Otto I. erfolgte die Christianisierung der Nordwestslawen über die Erzbistümer Hamburg und Magdeburg
Bistümer wurden in Oldenburg
Brandenburg und Havelberg
Merseburg
Zeitz (1028 verlegt nach Naumburg)
Meißen
Im Mittelalter zogen sehr viele Deutsche in diese dünnbesiedelten Gebiete und die Slawen gingen in den Deutschen auf
Im heutigen Polen lebten mehrere Stämme
Das Land zu beiden Seiten der Weichsel bis an die Oder hin bewohnte der Stamm der Lechen oder Polanen (Feldbewohner)
die im 10
Jahrhundert den Kern des entstehenden Staates Polen bildeten. [Bearbeiten]
Ausbreitung der heutigen Ostslawen
Parallel zur Ausbreitung in südliche und westliche Richtung erfolgte eine Ausweitung des Siedlungsgebietes nach Norden in finno-ugrisches und baltisches Gebiet
wie zum Beispiel: Dregowitschen (Дреговичи) - im Zentrum des heutigen Weißrussland Drewljanen (ДревлÑ?не) - entlang des Prypjat (Iskorosten) Kriwitschen (Кривичи) - rund um Smolensk und Pskow Poljanen (ПолÑ?не) - rund um Kiew am rechten Ufer des Dnjepr Sewerjanen (СеверÑ?не) - rund um Tschernigow Slovenen (Словене) - zwischen Ilmensee und Ladogasee (Nowgorod) Tiwerzen (Тиверцы) oder Ulitschen (Уличи) - etlang des Dniesters Weiße Kroaten (Белые Хорваты) - im heutigen Galizien (Ukraine) Wjatitschen (Ð’Ñ?тичи) - entlang der Oka Wolhyner (ВолынÑ?не) - im heutigen Wolhynien
auch Duleben (Дулебы) genannt. Unter Einfluss wikingischer (skandinavischer) Händler
in Weißrussland und in Westrussland gegen Ende des 9
Im osteuropäischen Tiefland waren schließlich zahlreiche kleinere slawische Stämme ansässig
Siedler und Söldner entstand in der heutigen Ukraine
Jahrhunderts das erste ostslawische Reich
die Kiewer Rus
Ukrainer und Russen auf - letztere breiteten sich seit dem späten 16
Im Spätmittelalter spalteten sich die Ostslawen in Weißrussen
Jahrhundert und verstärkt im 19. und 20
Jahrhundert (entlang der Transsibirischen Eisenbahn) bis zum Pazifik aus. [Bearbeiten]
Ausbreitung der heutigen Südslawen
Im 6
Jahrhundert rückten die Slawen an die untere (von den Westgoten verlassene) Donau nach Moesien
Makedonien
Thrakien
ja bis zur Peloponnes vor
Im 7
Dalmatien und Oberitalien - ; natürlich zum Teil neben der ursprünglichen Bevölkerung - besiedelt. In der ersten Hälfte des 7
Jahrhundert haben die Slawen die ganze Balkan-Halbinsel sowie Kreta
in Dalmatien und im übrigen Illyricum an
Jahrhunderts drangen die Kroaten aus ihren hinterkarpatischen Ländern sowie die Serben siegreich über die Donau und siedelten sich nach Vertreibung der Awaren Slawen in Pannonien
In der 2
Hälfte des 7
wobei sich das asiatische Reitervolk sehr schnell mit der ursprünglichen slawischen Bevölkerung vermischte und das heutige slawische Volk der Bulgaren bildete
Jahrhunderts kam ein Teil der asiatischen Wolgabulgaren auf der östlichen Balkan-Halbinsel an und gründete dort 681 das Bulgarische Reich
Im heutigen Albanien wurden die Slawen von der ursprünglichen illyrischen Bevölkerung assimiliert. Mit dem Ende des 7
Jahrhunderts dürfen wir die großen westlichen und südlichen Wanderungen der Slawen als abgeschlossen ansehen
Nahe mit den Serben und den Bulgaren sind die Mazedonier verwandt
Den Serben und den Kroaten stehen ethnisch ferner die Montenegriner und die Bosniaken nahe
Siehe auch: Liste der slawischen Stämme [Bearbeiten]
Name
Als geschichtliches Volk erscheinen die Slawen zuerst unter dem Namen der Serben (oder Sporen) und der Veneter; sie waren unter diesem Namen bis in 5
an der oberen Wolga bis nach Nowgorod und von da bis zur Scheide der Weichsel und der Oder
Jahrhundert in den Ländern zwischen Ostsee und dem Schwarzen Meer ansässig
zwischen den Karpaten und dem Don
Etwa mit dem 6
Jahrhundert treten die Namen Anten (für die Ostslawen) und "Slovieni" (für manche Westslawen) auf
Beide erhielten sich aber als Bezeichnung der Gesamtheit nicht lange
und der Name Serben verengte sich bis zur Benennung einzelner slawischer Stämme (zu den Slovieni siehe oben unter Ausbreitung der heutigen Westslawen)
Aus der Bezeichnung Veneter aber wurde Wenden
die Bezeichnung der Slawen bei den Deutschen (für die heutigen Sorben)
Die Bezeichnung Slawen ist zumindest seit dem frühen Mittelalter üblich
Adam von Bremen bezeichnet sie in seiner Chronik des Erzbistums Hamburg als Sclavi
trinken und fließen
serbh ableiten soll
sirbh
oder im Lateinischen in sorbeo
das begrifflich für säugen
Neben anderen Slawisten schreibt auch der sorbische Gelehrte Heinz Schuster-Šewc in seiner Abhandlung Über die Geschichte und Geographie des ethnischen Namens Sorb/Serb/Sarb/Srb
schlürfen
ebenfalls für säugen
trinken
wonach sich der serbische Name aus dem altslawischen surbh
im Englischen in surf für Brandung oder surface für Oberfläche bzw. auftauchen
fließen stand. Ähnlichkeiten finden sich heute im Deutschen in schlürfen oder sürfen
Die semantische Entwicklung fand sich dann weiter in Srb für Brüder und Schwestern nach der Muttermilch
ohne unbedingt blutsverwandt gewesen zu sein
also die von der gleichen Mutter gesäugt wurden
Daraus folgte die Bezeichnung für Angehörige einer gleichen Familie oder Sippe und später für Angehörige eines gleichen Stammes
Andere wollen den serbischen Namen wie auch den kroatischen Hrvat mit den antiken Sarmaten in Verbindung bringen
wonach Srb ursprünglich der Eigenname aller Slawen gewesen sei
Der tschechisch-slowakische Slawist Pavol Jozef Šafárik (1795-1861) wie auch Gottfried Wilhelm von Leibniz (1646-1716) vertraten die Meinung
mit dem historischen Auftreten sowohl der Serben wie auch der Sorben im 7
Jedenfalls
Verwandte
Jahrhundert stand der serbisch-sorbische Name für Stammesangehörige
Verbündete (M
Budimir
1959)
Über die alte Erwähnung des serbischen Namens
doch dürfte es sich weniger um ethnische als vielmehr um politische oder geographische Bezeichnungen handeln
Sporen und Anten sind umstritten
Die Bedeutung der in den byzantinischen Quellen genannten Begriffe der Veneter
Sklavinen
sklaboi) stellt in heutiger Zeit eine Selbstbezeichnung dar
Lediglich der Name der Slawen (sklabenoi
Die ebenfalls gebrauchte Namen der Wenden/Veneter und Anten sind dagegen ursprünglich von Germanen beziehungsweise Awaren für die Slawen verwendete Bezeichnungen
Ihr Ursprung des Slawennamens ist in der sprachwissenschaftlichen Forschung noch ungeklärt
womit sie sich die Sprechenden oder Beredten selbst von den 'Stummen' (némec) abgrenzten
Im Allgemeinen wird angenommen
dass sie vom gemeinslaw. *Ñ?лÅ?вÅ? (heute slóvo) 'Wort' abgeleitet werden
Dass die Bezeichnung vom mit dem obigen slóvo verwandten *Ñ?лÄ?вÄ? (heute sláva) 'Ruhm' stammt
ist dagegen unwahrscheinlich
die sich allerdings nicht auf breiter Front durchsetzen konnten
könnte sich der Name vom alten slawischen Stamm slo / sla 'Wasser' ableiten
Nach neueren Forschungen
Anderen Ansichten zufolge handelt es sich bei der ursprüngliche Form "slovene" um eine patronymische Bildung für die "Leute des Slov". [Bearbeiten]
Lebensweise und Traditionen
Bild nicht gefunden Slawenburg Raddusch (bei Lübbenau) - Rekonstruktion Die Familienverfassung war eine patriarchalische
deren Mitglieder einen gemeinsamen Namen trugen
Die Einwohner eines Ortes bildeten eine durch Blutsverwandtschaft verknüpfte Sippe (obschtina
gemeinschaftliches Gut besaßen und unter einem gewählten Ältesten standen
rod)
der Anführer im Krieg
Aus mehreren solcher Sippen bildete sich der Stamm (pleme)
an dessen Spitze das Stammesoberhaupt
stand
Die Stämme ihrerseits vereinigten sich wieder zu einem größeren Ganzen
zu Einzelvölkern (narod)
Die Ehe wurde heilig gehalten; es herrschte ursprünglich Monogamie
zakon); der Begriff "erben" fehlte jedoch
da die Familienverfassung Erbschaften ausschloss. [Bearbeiten]
Noch vor der Abtrennung in einzelne Zweige hatten die Slawen durch uraltes Herkommen befestigte Rechtsnormen (pravo
Kultur
Handel treibend
leidenschaftlich Ackerbau und Viehzucht und auch
fest am Althergebrachten hängend
Kultur- und Sittengeschichte des Gesamtvolks: Nach den griechischen und deutschen Schriftstellern waren die alten Slawen ein friedliebendes und fleißiges Volk
wie aus der Sprache und aus den archäologischen Funden hervorgeht
Gerühmt wird ihre auch Gastfreundschaft
Kranke und Arme fanden sorgfältige Pflege; nur der Böse wurde ausgestoßen
und chud bedeutet in slawischer Sprache zugleich arm und böse
wurde aber fast nur von den Vornehmen geübt. Der Grundzug der Zivil- und Staatsverfassung war demokratisch; man kannte ursprünglich keine Stände
Vielweiberei war gestattet
keine erbliche Fürstenwürde (siehe auch: Wetsche)
Das Band der Sippeneinheit hielt alle umschlungen
und der Starosta (Älteste) war nur Verwalter des Gesamtvermögens der Sippe
Die Einheit der Sippe schloss die Erbfolge aus
Hierdurch unterschieden sich die Slawen wesentlich von den Germanen und Romanen
Leibeigenschaft und Sklaverei bildeten sich infolge fremder Einflüsse erst später bei den Slawen aus
erbliche Fürstenmacht
Ständeunterschiede
Die Bezeichnungen für die Fürstenmacht (knez
cjesar) und den Adel (szlachta
kral
"Geschlecht") sind fremden Ursprungs
Geschlechtsgenossenschaft der Hauskommunion (zadruga) wird heute noch bei den Südslawen zäh festgehalten
An der alten Sippenverfassung
Sippen
trotz aller panslawistischen Bemühungen auch untereinander
In Stämme
Genossenschaften zersplittert waren die Slawen
sondern auch bis heute meist uneinig. [Bearbeiten]
nicht nur in der Geschichte
Religion und Mythologie
Die Slawen werden als sehr gesangliebend geschildert; Seele und Gemüt offenbaren sich bei ihnen in anmutigen Liedern und Gesängen
eine Naturreligion
Von den mythologischen Vorstellungen und der darin sich kundgebenden Weltanschauung der alten Slawen lässt sich bei dem Mangel einer zusammenhängenden Überlieferung kein deutliches Bild entwerfen. Die Religion war
wie bei den übrigen Indoeuropäern
In den Naturerscheinungen
besonders den Phänomenen des Himmels
sahen die Slawen wirkliche Wesen
einige wohltätig
andere zerstörend wirkend
die er sich mit Denken und Empfinden ausgestattet dachte
und das Christentum übernahm diese Wörter für Gott und Teufel
die letztern Bjes
Die ersteren nannte er bog
den Urheber des Himmels und der Erde
des Lichts und des Gewitters; diesem waren die anderen Götter untertan
Sie verehrten einen höchsten Gott
als Urheber des Donners heißt er Perun
Der Name dieses Gottes war Swarog (der "Glänzende")
Seine Söhne waren die Sonne und das Feuer
der ebenfalls als Kriegsgott verehrt wurde
als Gott des Sturms Stribog. Oberste Gottheit der Wenden war Radegast
"Geber der Güter") war auch Kriegsgott; als Theomorphose der Luft erscheint Sventovit oder Svantovit (nach Miklosich nur Sanctus Vitus)
Der Sonnengott (Daschbog
Als Frühlingsgöttinnen erscheinen Wesna und Deva
als Göttin der Liebe und Schönheit Lada
Unter den bösen Gottheiten steht die Repräsentantin des Winters (Moraua) obenan
Ein eigentlicher Dualismus bestand aber nicht
welch letzterem die Sonnen- und Mondfinsternisse zugeschrieben wurden. Die Gunst der Götter und deren Schutz suchten die Slawen durch Gebet und Opfer zu erlangen
Bjes und Vjed
scheint bereits auf christlichen Einfluss hinzuweisen. Als mythische Wesen niederen Grades wurden verehrt: die VÃlen und Rusalken
Wälder und Berge
welche in der Volkspoesie der Slawen bis auf den heutigen Tag (1888) eine große Rolle spielen; ferner die Rojenitze oder Schicksalsgöttinnen sowie zahlreiche Haus- und Feldgeister und die finstern Mächte Jagbaba
die Herrscherinnen über Flüsse
und was bei einigen Schriftstellern von einem Kampf zwischen den Göttern des Lichts und der Finsternis (dem Bjelbog und Tschernebog der Nordslawen) berichtet wird
Letztere bestanden im Verbrennen von Rindern und Schafen auf Bergen und in Hainen
wo sich auch Götterbilder befanden
Menschenopfer kamen nur vereinzelt vor
Vollstrecker der Opfer waren die Stammesältesten; einen Priesterstand kannten die alten Slawen ebensowenig wie besondere Tempel
Von Festen sind jene zu erwähnen
das als schöne Wiese gedacht wurde
die sich an den Wechsel der Jahreszeiten anknüpfen: die Wintersonnenwende (koleda
vielmehr war die Seele (duscha) unsterblich; sie gelangte ins Paradies (nav
kratschun)
ovsen
der Frühlingsanfang mit Austragung des Winters und die Sommersonnenwende (kapalo
ráj)
jarilo). Mit dem leiblichen Tod hörte nach slawischer Auffassung das Leben nicht auf
Die Leichen wurden entweder verbrannt oder begraben; beide Bestattungsweisen kommen nebeneinander vor
Mosk
enthält Afanasjews Werk "Die poetischen Naturanschauungen der Slawen" (russ.
in Sagen und Märchen des Volkes erhalten haben
Schätzenswerte Untersuchungen über die alte Kultur und mythologische Vorstellungen der Slawen
soweit sie sich im Aberglauben
1865-69
3 Bde.)
Siehe auch: Slawische Mythologie
Method
Kyrillische Schrift [Bearbeiten]
Kyrill
Literatur
Christian Lübke
Das östliche Europa
Die Deutschen und das europäische Mittelalter (Berlin 2004) ISBN 3886807606 Sebastian Brather
Archäologie der westlichen Slawen
Siedlung
Wirtschaft und Gesellschaft im früh- und hochmittelalterlichen Ostmitteleuropa
Ergänzungsbände zum Reallexikon der germanischen Altertumskunde 30 (Berlin u. a
2001)
Europas Mitte um 1000 (Stuttgart 2000)
ISBN 3806215456
Zur Ethnogenese der Slawen
ISBN 3110170612 Alfried Wieczorek / Hans-Martin Hinz (Hrsg.)
3806215448 Karl Wilhelm Struve
In: Michael Müller-Wille (Hrsg.)
Starigard/Oldenburg
Ein slawischer Herrschersitz des frühen Mittelalters in Ostholstein (Neumünster 1991) 9-28
ISBN 3529018392 "Welt der Slawen
Kultur" von Joachim Herrmann
Geschichte
ISBN 3406311628 "Wikinger und Slawen
Gesellschaft
ISBN 3529018260 "Die Welt der alten Slawen" von Zdenek Vana
ISBN 3768443906 "Mythologie und Götterwelt der slawischen Völker" von Zdenek Vana
ISBN 387838937X [Bearbeiten]
Zur Frühgeschichte der Ostseevölker" von Joachim Herrmann
Weblinks
Beiträge zur Slawenforschung im Frühmittelalterforum (http://72.rapidforum.com/area=83) bg:СлавÑ?ни bs:Slaveni en:Slavic peoples eo:Slava lingvaro he:סל×?בי×? hr:Slaveni lt:Slavai nl:Slavische volkeren pl:SÅ‚owianie ro:Slavi ru:СлавÑ?не sk:Slovania sl:Slovani uk:Слов’Ñ?ни
[X] Schliessen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Slawen
aus der freien Enzyklopädie
wikipedia
und steht unter der
GNU Lizenz für freie Dokumentation
. In der wikipedia ist eine
Liste der Autoren
verfügbar.
Hygrometer
Psychrometer
Allel
Lilongwe
Christopher Isherwood
Marguerite Yourcenar
Gebet
Jungferninseln
[ Zurück ]
Inhalt Lexikon:
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Chat
|
Lexikon
|
Reisen
|
Versicherung
|
Forum
|
Kontakt