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Diskussion : Sklaverei
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Sklaverei
Stichpunkte
Allgemein
als Sache behandelt wird und als solche im Eigentum eines anderen steht
der seiner persönlichen Freiheit beraubt ist
Ein Sklave ist ein Mensch
Wichtiges Merkmal ist das Festhalten der Person gegen ihren Willen
zum Zweck der wirtschaftlichen Ausbeutung
psychischer oder institutioneller) Gewalt
mittels (physischer
Offiziell ist die Sklaverei heute in allen Staaten der Welt abgeschafft
Dennoch befinden sich immer noch viele Menschen in einer derartigen Abhängigkeit
Früher wurden dunkelhäutige Sklaven als Schwarzes Gold bezeichnet
Der Handel mit Sklaven wird Sklavenhandel genannt
In verschiedenen Kulturen hatten Sklaven einen je unterschiedlichen Status
selbst in Demokratien mit sozialem Ausgleich
Auch heute noch
die mit dem Zustand der Versklavung zu vergleichen sind
können Menschen in Situationen gelangen
zum anderen durch das Fehlen einer Aufenthalts- oder Arbeitsbewilligung entstehen
Ein derartiger Mangel an individueller Freiheit kann zum einen durch Überschuldung und ihre Folgen
Nicht zu vernachlässigen ist auch der kriminelle Menschenhandel und das Festhalten von Frauen zur sexuellen Ausbeutung. Bild nicht gefunden Sklaverei in Brasilien
"Verbergen") 1 Geschichte der Sklaverei 1.1 Sklaverei im antiken Rom 1.2 Sklaverei im Mittelalter 1.3 Sklaverei im Islam 1.4 Sklaverei in den Kolonien 1.5 Sklavenaufstand auf Haiti 1.6 Sklaverei in den Vereinigten Staaten von Amerika 2 Moderne Sklaverei 3 Siehe auch 4 Literatur 5 Weblinks [Bearbeiten]
Gemälde von Jean Baptiste Debret Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Geschichte der Sklaverei
Seit der Antike war vielerorts ein System der Schuldsklaverei rechtlich verankert - der Gläubiger konnte den Schuldner als Sklaven seine Schuld abarbeiten lassen
der in seiner Verfassungsreform einen Schuldenerlass (Seisachteia "Lastenabschüttelung") verfügte und diese Form der Schuldsklaverei verbot
In Athen führten Revolten der einfachen Leute gegen diese Praktiken zu der Verfassung des Solon
Viele Sklaven gerieten durch Kriegsgefangenschaft in die Unfreiheit (siehe auch: Sklaverei bei Homer)
Aristoteles sah in seinen Schriften die Sklaverei als von Natur aus gerechtfertigt; Sklave sei
wer "mit den Kräften seines Leibes das so Vorgesehene auszuführen imstande" sei
menschenverachtende Denkweise wäre seine Theorie der Polis undenkbar
sich mit "höheren" Dingen zu beschäftigen
Ohne diese
da sie auf die Muße der Herrschenden
aus heutiger Sicht
aufbaut
Das Judentum (Volk Israel) definierte seinen eigenen Status in einzigartiger Weise
nämlich als den eines von Gott aus der Sklaverei Ägyptens befreiten Volkes
Eben darum sollte es in diesem Volk keine Angehörigen geben
die einen uneingeschränkten und dauerhaften Sklavenstatus innehatten
Demgemäß wurde die Sklaverei im Alten Testament gegenüber der nichtjüdischen Umwelt wesentlich relativiert: Volksfremde Sklaven wurden vor allem durch Gefangennahme im Krieg erworben; sie konnten gekauft und verkauft sowie für Arbeitsdienste verwendet werden
Für hebräische Sklaven galten besondere Schutzvorschriften; sie konnten im Fall des Selbstverkaufs bei äußerster Not erworben werden
in Erinnerung an die Befreiung Israels aus der Sklaverei der Ägypter. Der Sklave ist in Israel nicht völlig rechtlos
da er ebenso wie sein Herr von Gott geschaffen ist und diesem als Menschen gleichsteht. Mit dieser neuen Wertung war ein Zeichen gesetzt auch für die Nachbarvölker Israels
Nach spätestens sechs Jahren waren sie freizulassen
dass auch im jüdischen Volk gewisse Rückfälle in inhumane Verhaltensweisen vorgekommen sind. [Bearbeiten]
Dem widerspricht es nicht
Sklaverei im antiken Rom
nebenher wurden in geringem Maße auch Kriegsgefangene versklavt
Auch in der Römischen Republik war ursprünglich ein System der Schuldsklaverei üblich
Die Schuldsklaverei wurde im 2
Jahrhundert v
offiziell auf Druck der Bevölkerung
Chr. verboten
wodurch die Schuldsklaverei uninteressant wurde
Tatsächlich kamen zu dieser Zeit wegen der Eroberungsfeldzüge der Römer immer mehr Kriegsgefangene als Sklaven nach Rom
Der Sklave (homo servus) hatte nach römischem Recht keine Persönlichkeit und somit auch keine Rechtsfähigkeit
Sklavenkinder waren von Geburt an Sklaven
dem Herrn stand das Recht über Leben und Tod des Sklaven zu
Er war als bloße Sache Gegenstand des Handels
Was der Sklave verdiente
gehörte dem Herrn
Erst nach und nach entwickelte sich das Pekulienwesen
welches dem Sklaven aus seinem Nebenverdienst den Erwerb eigenen Vermögens (peculium) in beschränkter Weise gestattete und ihm dadurch die Möglichkeit eröffnete
sich loszukaufen
Es gab verschiedene Arten der Freilassung (manumissio) von Sklaven
der sie freigelassen hatte
die Bürgerrechte
im Gegensatz zu vielen griechischen Staaten
per mensam
in einem Abhängigkeitsverhältnis. In der frühen Kaiserzeit nahm die Zahl der Freilassungen so stark zu
per convivium) In Rom hatten freigelassene Sklaven (libertini) zwar
Möglich waren unter anderem: letztwillige Verfügung im Testament (per testamentum) Rechtsakt vor dem Magistrat (per vindictam) Eintragung durch den Herrn in die Bürgerrolle als freier Bürger (per censum) Zusendung eines Freibriefs (per epistolam) oder endlich durch eine einfache Willenserklärung (inter amicos
um freigelassen zu werden)
dass Kaiser Augustus Gesetze erließ
standen aber als Klienten immer noch zu dem Patron
die die Freilassung einschränkten (der Sklave musste zum Beispiel mindestens 30 sein
Trotzdem stieg die Zahl der Freigelassenen weiter an
Die Behandlung der Sklaven gab durch Willkür und Grausamkeit wiederholt Anlass zu blutigen Sklavenaufständen und drei Sklavenkriegen
Insbesondere war es der Spartacus-Aufstand (73 bis 71. v
der für Rom gefährliche Ausmaße annahm. [Bearbeiten]
Chr)
Sklaverei im Mittelalter
Einen Aufschwung erlebte die Sklaverei noch mal zwischen dem 8. und 10
Jahrhundert mit dem Eindringen der Skandinavier
auch Waräger oder Rus genannt
im hauptsächlich von Slawen besiedelten Osteuropa
Diese wikingischen Kriegerkaufleute betrieben anfangs einen regen und menschenverachtenden Handel mit kriegsgefangenen oder geraubten Slawen
die sie als Sklaven in den Orient verkauften
verschmolz schon früh die Bezeichnung "Slawe" und "Sklave" im arabischen Wort Saqaliba
wo die hellhäutigen und meist blonden slawischen Frauen heiß begehrt waren
In den islamischen Ländern
Mit der Erhebung des Christentums zur römischen Staatsreligion traten gewisse Milderungen der Sklaverei ein
ging die Sklaverei in Mitteleuropa immer mehr zurück
andere Christen zu versklaven
Da es Christen nicht erlaubt war
Dafür entwickelte sich ein System der Leibeigenschaft
die von einem Adligen abhingen
Leibeigenen Bauern
ihr Land zu verlassen
war es verboten
Sie waren zu zahlreichen Arbeitsleistungen und hohen Abgaben gegenüber ihrem Herrn verpflichtet
Im Spätmittelalter schließlich ging auch dieser Sklavenhandel wieder zurück
da die Transportwege immer länger wurden und die Sklaverei so unrentabel wurde
wo es keine Nachschubprobleme an schwarzafrikanischen Sklaven gab
Im Mittelmeerraum
blühte der Menschenhandel jedoch weiterhin prächtig
Einen erneuten Aufschwung nahm die Sklaverei mit der Besiedlung der Neuen Welt. [Bearbeiten]
Sklaverei im Islam
sowohl mit schwarzafrikanischen als auch mit europäischen Sklaven
Während seiner ganzen Geschichte und bis heute kennen die Gebiete islamischer Kultur den Sklavenhandel und die Sklaverei
lebt im verborgenen sogar bis heute in nicht unerheblichem Maße weiter
Erst in der jüngsten Zeit (Saudi-Arabien 1972) wurde die Sklaverei offiziell abgeschafft
abgesehen von den Zandsch genannten schwarzen Sklaven im Südirak
Der Charakter der Sklaverei war aber ein anderer als etwa in der Antike oder in der neuen Welt
bei der entweder Sklavinnen den Harem erweiterten oder Sklaven
meist Eunuchen
Es handelte sich im wesentlichen um eine "Luxus"-Sklaverei
als persönliche Diener fungierten
Das ist auch der Grund warum z.B. heute nur an wenigen Stellen (meist in einsamen Oasen) eine Nachkommenschaft schwarzer Sklaven existiert
Männlichen Sklaven wurde die Fortpflanzung meist aufs brutalste verwehrt (Kastration) und Sklavinnen hatten nur Kinder mit ihren mehr oder minder weißen Herren
konnten die Kinder von Sklavinnen höchste Positionen erlangen
Da in der islamischen Kultur fast nur die Abstammung über die männliche Linie zählt
So waren fast alle späteren Kalifen Söhne von Sklavinnen
wusste deshalb nicht
'Abd ul-'Aziz Ibn Sa'ud
Selbst der Gründer der Dynastie der Saudis
der Vater des heutigen saudischen Königs
wer die Mutter seiner Mutter war (nämlich eine unbekannte Sklavin)
Besonders blonde kaukasische Sklavinnen waren sehr geschätzt und wurden bis zum ersten Weltkrieg gehandelt
So kam es
dass reiche einflussreiche Muslime oft fünfzig Söhne von vielen Frauen verschiedenster Herkunft hatten
Der so genannte "Lawrence von Arabien" berichtet von einem Bad in einem Oasenteich nach einem langen Wüstenritt
wo junge eng verwandte Männer aller erdenklichen Hautschattierungen nackt und munter und gleichberechtigt im Wasser planschten
Auch konnten Sklaven im Islam hohe politische und militärische Ämter erlangen
blieben aber persönliches Eigentum ihrer Besitzer
die Macht zu erobern
wie den so genannten "Mamluken" von der Mitte des 13
Manchmal gelang es diesen Sklavenkriegern aber
Jahrhunderts bis 1517 in Ägypten. [Bearbeiten]
Sklaverei in den Kolonien
Mit der Kolonisierung Amerikas bestand ein erneuter Bedarf an billigen Arbeitskräften
Die einheimische Bevölkerung erwies sich als dazu nicht geeignet
da sie zu anfällig gegen eingeschleppte europäische Krankheiten wie Masern oder Pocken war
1512 wurde die Indianersklaverei durch den spanischen König Ferdinand V. verboten
1526 erreichten die ersten Sklavenlieferungen aus Afrika die Insel Kuba
Im Laufe des 16. und 17
Jahrhunderts gelangten mehr als 600.000 afrikanische Sklaven in die spanischen Kolonien Amerikas
doch vor allem arbeiteten sie auf den Tabakplantagen
Die Aufgaben der Sklaven waren vielseitig
Die Frauen hatten sich vorwiegend um Haus und Hof zu kümmern
Wenn sie ihre Aufgaben nicht gut erfüllten
wurden sie misshandelt. [Bearbeiten]
Sklavenaufstand auf Haiti
diese verbreiteten sich auch in den Kolonien
Die Französische Revolution im Jahr 1789 brachte die Ideale von Freiheit
Gleichheit und Brüderlichkeit hervor
Dies löste 1791 den Aufstand der schwarzen Sklaven auf Haiti aus
Anführer der Aufständischen war François Dominique Toussaint Louverture
Schließlich wurde 1794 die Sklaverei auf Haiti verboten und die Kolonie erhielt Autonomie
Allerdings führte Napoleon I
1802 die Sklaverei wieder ein
worauf ein erneuter Aufstand ausbrach
1804 erreichte Haiti schließlich die Unabhängigkeit
Damit war die Sklaverei dort besiegt
der zur Gründung eines unabhängigen Staates führte. [Bearbeiten]
Der Sklavenaufstand auf Haiti war der einzige
Sklaverei in den Vereinigten Staaten von Amerika
die in großer Zahl Menschen aus Afrika als Arbeitskräfte für die Landwirtschaft importierten
Bild nicht gefunden Misshandelter Sklave aus den Südstaaten Allgemein bekannt ist die Sklaverei aus den Südstaaten der USA
Mit der Sklaverei entwickelte sich auch der Rassismus der Weißen gegenüber der einheitlich schwarzen Sklavenbevölkerung
Ein weiterer wichtiger Grund war der Aufschwung des Handels mit Baumwolle in der Mitte des 19
Jahrhunderts
Auch die Einwanderer in die USA gingen vor allem in die Nordstaaten
für die Südstaaten war ihr Bedeutungsverlust in den demokratischen Institutionen abzusehen
Sklavenhaltung ablehnenden
Die Sklavereifrage führte unter anderem zum Ausbruch des US-Amerikanischen Bürgerkrieges in denen sich die abolutionistischen
Nordstaaten durchsetzten
Am 18
Dezember 1865 wurde mit der Ratifizierung des 13
Zusatzes ("amendment") zur US-amerikanischen Verfassung durch die Bundesstaaten die Sklaverei in den USA verboten
Präsident Abraham Lincoln machte dies zu seiner "Chefsache". [Bearbeiten]
Moderne Sklaverei
Der derzeitige Menschenhandel hat weltweit viele Frauen in eine Situation gebracht
die durchaus mit der Sklaverei vergleichbar ist
Viele Menschenrechtsorganisationen kämpfen deshalb darum
dass die Zwangsprostitution rechtlich als Sklaverei und somit als Menschenrechtsverletzung behandelt wird
dass der dortigen Prostitution eine erhebliche Zahl abhängiger und entrechteter Frauen zugeführt wurde
ohne nennenswerte gesellschaftliche oder staatliche Reaktion. (Nach Schätzungen der UN gibt es in Deutschland etwa 200.000 Zwangsprostituierte.) Heutzutage gibt es laut Menschenrechtsorganisationen obendrein die Verwendung tausender Schwarzafrikaner als Sklaven im Sudan
Auch in Deutschland bleibt die Tatsache
was die Regierung jedoch vehement bestreitet
wobei man dies auch als Ausdruck des Ansehens von Schwarzafrikanern und deren Kultur in der arabisch-muslimischen Bevölkerung verstehen kann
Dies geschieht durch mit der Regierung des Sudans verbündete arabische Milizen
gelten sie dem Gros der sudanischen Bevölkerung als minderwertig
Obwohl deren Kultur zumindest auf eine vergleichbar lange Vergangenheit zurückblicken kann und sie zum Teil länger als die Araber im Sudan ansässig sind
Auch der Missbrauch von Kindern als Kindersoldaten wird von Menschenrechtsorganisationen als Sklaverei angeprangert. [Bearbeiten]
Siehe auch
Abolitionismus Arbeit als philosophische Kategorie Atlantischer Sklavenhandel Ostafrikanischer Sklavenhandel Lohnsklaverei Machbuba Mediterraner Sklavenhandel Sans papiers Schwabenkinder Sünde Terre des Hommes Zwangsarbeit [Bearbeiten]
Literatur
Kevin Bales: Die neue Sklaverei
München 2001 Eugene D
ISBN 0394716523 Segal
Ronald: Islam's Black Slaves
Genovese: Roll
Jordan
Vintage Books
Roll: The World the Slaves Made
Atlantic Books
London 2003 ISBN 1-903809-81-9 Brown
Louise: Sex Slaves
The trafficking of women in Asia
Virago Press 2002 ISBN 1-86049-903-1 [Bearbeiten]
Weblinks
Antislavery International (http://www.antislavery.org/) (englisch) Literaturverzeichnis (http://www.dju-hamburg.de/200201.htm) Free-The-Slaves (Organisation) (http://www.freetheslaves.net/) Anti-Slavery (Organisation) (http://www.antislavery.org/) da:Slaveri en:Slavery es:Esclavitud eo:sklaveco fi:Orjuus fr:Esclavage he:עבדות ja:奴隷 la:Servitus nl:Slavernij pl:Niewolnictwo pt:Escravatura simple:Slavery sv:Slaveri zh-cn:奴隶制
[X] Schliessen
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