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Diskussion : SCHUFA Holding AG
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Impressum
SCHUFA Holding AG
Stichpunkte
Allgemein
Die SCHUFA Holding AG (früher SCHUFA e
die von der kreditgebenden Wirtschaft getragen wird
V. - Schutzorganisation für allgemeine Kreditsicherung) ist eine privatwirtschaftlich organisierte Auskunftei
Sitz der SCHUFA Holding AG ist Wiesbaden
Es gibt acht regionale SCHUFA-Gesellschaften
ihre Vertragspartner vor Kreditausfällen zu schützen; nach Meinung der SCHUFA trägt sie zudem zum Schutz der Verbraucher vor Überschuldung bei
Geschäftzweck der SCHUFA ist es
Die SCHUFA ist im Besitz von 317 Millionen Einzeldaten von 59 Millionen natürlichen Personen
Es sind 621 Mitarbeiter bei der SCHUFA beschäftigt (Stand: Ende 2002). Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Eigenauskunft und Scoring 6 Kritik an der SCHUFA 7 Weblinks [Bearbeiten]
Datenweitergabe
"Verbergen") 1 Anteilseigner an der SCHUFA Holding AG 2 Beteiligungen der SCHUFA Holding AG 3 Entwicklung der SCHUFA 4 Gespeicherte Daten 5 Geschäftspartner der SCHUFA
Anteilseigner an der SCHUFA Holding AG
1 % Sparkassen 20
0 % Privatbanken 6
33
5 % Genossenschaftsbanken 14
7 % Handel und Andere [Bearbeiten]
7 % Spezialkreditinstitute 25
Beteiligungen der SCHUFA Holding AG
1 % Invests Solutions GmbH 24
1 % Bad Homburger Inkasso GmbH 25
Insiders GmbH (Softwarehaus in Mainz) 51
8 % SCHUFA EXEC GmbH 50 % KSV Kreditschutz-Vereinigung (operatives Geschäft zum 31
Dezember 2002 eingestellt) 90 % [Bearbeiten]
Entwicklung der SCHUFA
Dr
der Rechtsanwalt Dr
sein Bruder
Prokurist beim Stromanbieter BEWAG in Berlin
Walter Meyer
Kurt Meyer und Dr
Robert Kauffmann gründen 1927 die "Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung und Kreditsicherung" in Berlin
In der Folge entstehen 13 weitere regionale SCHUFA Gesellschaften in ganz Deutschland. 1952 wird die BUNDES-SCHUFA e.V. von den 13 nach dem 2.Weltkrieg in Westdeutschland wiedererstandenen Regionalgesellschaften gegründet. In den 1970ern wird Schufa-Kartei auf EDV umgestellt und fällt unter das 1977 beschlossene Bundesdatenschutzgesetz
Auf Initiative des Berliner Verbraucherschutzvereins erlässt der Bundesgerichtshof 1985 das "SCHUFA-Urteil" wonach sich die Kunden mit der Übermittlung ihrer Daten an die SCHUFA einverstanden erklären müssen (SCHUFA-Klausel)
Im Jahr 2000 wird die Bundes-Schufa e.V. umgewandelt in die SCHUFA-HOLDING AG und 2002 werden die Anteile der acht Regionalgesellschaften auf die SCHUFA HOLDING AG übertragen. [Bearbeiten]
Gespeicherte Daten
Die SCHUFA ermittelt nicht selbst Daten
Vertragpartner der SCHUFA müssen Daten über ihre Kunden an die Schufa liefern
Teilweise stammen die Daten auch aus öffentlichen Quellen (Schuldnerverzeichnisse der Amtsgerichte)
Geburtsdatum
Neben Name
gegenwärtige und frühere Anschriften speichert die SCHUFA Positivmerkmale (Daten über Aufnahme und vertragsgemässe Abwicklung von Geschäftsbeziehungen) und Negativmerkmale (Daten über nichtvertragsgemässes Verhalten und gerichtliche Vollstreckungsmasssnahmen)
Positivmerkmale dürfen der Schufa nur mit Zustimmung des Kunden übermittelt werden (SCHUFA-Klausel)
Negativmerkmale dürfen auch ohne Einwilligung des Verbrauchers übermittelt werden
Postivmerkmale: Kontoanträge und Daten über Girokonten Ausgegebene Kreditkarten Kreditanträge und Daten über Kredite Leasinggeschäfte Bürgschaften Negativmerkmale: Gemahnte
jedoch wird mit den Kontodaten auch die Höhe des Überziehungskredits gespeichert welche in der Regel dem dreifachen des monatlichen Nettoeinkommens entspricht. [Bearbeiten]
aber unbezahlte und nicht bestrittene Forderungen Mahnbescheide Vollstreckungmaßnahmen Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung (aus Schuldnerverzeichnis) Beantragung/Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens Scheckkartenmissbrauch Scheckrückgabe mangels Deckung Kündigung des Girokontos wegen missbräuchlicher Nutzung Kündigung von Konsumentenkrediten wegen Zahlungverzugs mit mindesten zwei Raten Die Höhe des Einkommens wird zwar nicht direkt gespeichert
Geschäftspartner der SCHUFA, Datenweitergabe, Eigenauskunft und Scoring
erhalten Positiv- und Negativmerkmale
Die Geschäftspartner der Schufa werden in drei Kategorien unterteilt: A-Vertragspartner (Kreditkartenunternehmen
Kreditinstitute und Leasinggesellschaften)
Versicherungen
Versandhandel
B-Vertragspartner (Nicht-Banken: Handel
E-Commerce) erhalten Negativmerkmale
C-Vertragspartner (Inkassounternehmen) erhalten Adressdaten (auch von Verbrauchern die keine SCHUFA-Klausel unterschrieben haben und von denen keine Negativmerkmale gespeichert sind kann die SCHUFA oft die Adresse ermitteln
z.B. wenn ein Verbraucher bei einer Bank ein Sparbuch oder ein Depot besitzt. Das Internet-Auktionshaus Ebay nutzt die Schufa-Auskunft seit März 2003 beispielsweise zur Identitätsfeststellung bei der Neueröffnung von Ebay-Accounts
Laut Geschäftsbericht (2002) erhalten ca
2000 Vertragspartner aus dem Bereich Banken A-Daten (Positiv- und Negativmerkmale)
Marktabdeckung ist hier nahe 100% bei Privatbanken und zwischen 85 und 90% bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken
Ca
2500 Vertragspartner aus dem Bereich Nicht-Banken erhalten B-Daten (Negativmerkmale)
Laut Bundesdatenschutzgesetzt hat jede Person das Recht auf eine Auskunft über die bei der SCHUFA über ihn gespeicherten Daten und das Recht fehlerhafte Daten korrigieren zu lassen
allerdings nur mündlich
Kostenlos erteilen die SCHUFA-Geschäftstellen Auskunft
60 Euro
Die Eigenauskunft kostet gegenwärtig 7
Die Schufa bietet Ihren Vertragspartnern auch einen Score-Wert an
Das ist ein Wert von 1 bis 1000 der dem jeweiligen Verbraucher zugeordnet wird und die Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalles angibt
Je niedriger der Wert
desto größer die Ausfallwahrscheinlichkeit
In den Score-Wert gehen unter anderem die Anzahl der Wohnungswechsel und die Anzahl der Bankkonten ein
Da der Score-Wert sich relativ häufig ändert und nicht gespeichert wird
ist er nicht in der regulären Eigenauskunft erhalten
Die Ermittlung eines aktuellen Scores kann aber mit der Eigenauskunft beantragt werden. [Bearbeiten]
Kritik an der SCHUFA
Die SCHUFA nimmt unter den Auskunfteien durch ihre Beziehung zu den Banken und zur sonstigen kreditgebenden Wirtschaft und durch den Umfang ihrer Daten - der daher rührt
dass es in Deutschland nur schwer möglich ist ein Bankkonto ohne Unterzeichnung der SCHUFA-Klausel zu erhalten - eine herausgehobene Stellung ein
Zwar gibt es bei Guthabenkonten kein Verpflichtung die SCHUFA-Klausel zu unterschreiben
solche Guthabenkonten werden von den Kreditinstituten für Erwachsene aber meist nicht angeboten
was allerdings als Entmündigung des Verbrauchers kritisiert wird
dass es nicht nur der kreditgebenden Wirtschaft nützt
sondern auch den Verbraucher vor Überschuldung schützt
Begründet wird das "SCHUFA-System" mit dem Hinweis
Kritik an der SCHUFA kommt vor allem von Verbraucherschutzverbänden und Datenschützern. Kritisiert wird: Unzulässige Gefälligkeitsabfragen von SCHUFA-Daten z
B. durch einen bei einem SCHUFA-Vertragspartner beschäftigten Bekannten sind nicht zuverlässig zu verhindern
So berichtet das Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein in seinem 24
bei dem ein Geschäftmann letztendlich über eine Wohnungsverwaltungsgesellschaft
welches Vertragpartner der SCHUFA ist
Tätigkeitsbericht über einen Fall
unberechtigterweise SCHUFA-Daten erhielt. Berechnung des Scoring-Wertes ist undurchsichtig und wird von der SCHUFA nicht offengelegt und der Score-Wert ist in der Eigenauskunft nicht enthalten; bis vor Kurzem ist bereits das alleinige Einholen einer Eigenauskunft als negatives Merkmal in das Scoring eingeflossen; nach massiven Protesten stellte die SCHUFA diese Praxis mittlerweile ein
Jeder Verbraucher kann bei der SCHUFA die Scoreübermittlung zu seiner Person untersagen
60 € wird von manchen Verbraucherschützern angezweifelt
Wahrscheinlich wird dieser Antrag von den Vertragspartnern der SCHUFA dann jedoch negativ gewertet. Die Rechtmässigkeit des Entgelts der schriftliche Eigenauskunft in Höhe von 7
Tatsächlich verurteilte das Landgericht Berlin die SCHUFA (Az.: 14 O 417/97; Urteil v
14
da das Entgelt für die Eigenauskunft laut § 34 Abs
Januar 1999) an einen Kläger 6 € zurückzuzahlen
5 BDSG nur die tatsächlich anfallenden Kosten abdecken darf
aber nur an den in wenigen größeren Städten vorhandenen SCHUFA-Geschäftsstellen erhältlich. Angesichts der Bestrebungen der SCHUFA sich neue Geschäftsfelder im Bereich Wohnungswirtschaft
Versicherungswirtschaft und Inkassounternehmen zu erschließen warnten der Bundesdatenschutzbeautragte und einige Landesdatenschutzbeauftragte in einer gemeinsamen Presseerklärung (15
Die mündlich Eigenauskunft ist zwar kostenlos
Mai 2003) vor einer Entwicklung der SCHUFA zu einer privatwirtschaftlich organisierten Zentraldatei
Laut Presseerklärung führt jede weitere Datenquelle "zu einem detaillierteren Persönlichkeitsprofil des betroffenen Menschen." Die gläserne Bürgerin und der gläserne Bürger würden damit Realität. [Bearbeiten]
Weblinks
http://www.schufa.de/ http://www.schufa.org/ http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/beratung/verbraucherrecht/beratung_schufa.html http://www.datenschutzzentrum.de/material/themen/presse/schufa.htm http://www.datenschutz.de/themen/?catchid=1014&score=1 http://www.internetratgeber-recht.de/Schufa/schufa.htm http://www.wiwi.uni-halle.de/wiwi/lui/wi-le/files/fschufa.pdf http://www.internetratgeber-recht.de
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
SCHUFA Holding AG
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