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Diskussion : Retrovirus
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Retrovirus
Stichpunkte
Allgemein
dessen Erbinformation als RNA vorliegt
aber als DNA fest in das Genom der Wirtszelle eingebaut wird
Ein Retrovirus ist ein Virus
die diploid angelegt sind werden nur von den wirtseigenen Transkriptions-Enzymen übersetzt und neusynthetisiert benötigen eine spezifische zelluläre RNA (tRNA) sind die einzigen einsträngig
Die Retroviren sind die einzigen RNA-Viren
muss die RNA erst in das "Format" der Erbinformation der Wirtszelle
umgewandelt werden
Desoxyribonukleinsäure (DNA)
plusstrangorientierten RNA-Viren
bei denen das Genom nicht sofort als Matrize (mRNA) bei der Infektion benutzt werden kann. Wenn das Virus diese RNA in die zu befallende Zelle eingebracht hat
Dazu bringt das Virus ein Enzym mit
die Reverse Transkriptase
Diese "schreibt" die RNA des Virus in DNA um
welche dann in das Genom der Wirtszelle eingebaut werden kann. Mit der Ausnahme von Retroviren läuft bei allen anderen Organismen die Transkription nur in Richtung "DNA nach RNA"
Das Retro bezieht sich auf die Umkehrung dieses Grundsatzes
Deshalb verursachen Retroviren oft latente Infektionen
die größtenteils längst nicht mehr infektiös sind
Man nimmt an
dass das menschliche Genom im Laufe der Evolution mit unzähligen Retroviren durchseucht wurde
erfolgen häufige Mutationen des Virus
Sie erklären aber vielleicht die Existenz von "springenden Genen". Da dieser Prozess durch die fehlende Korrekturlese-Fähigkeit der Reversen Transkriptase relativ ungenau ist
Diese ermöglichen eine schnelle Anpassung des Virus an antivirale Medikamente und damit eine Ausbildung von Resistenzen. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Medizinische Bedeutung 1.1 Vermehrung 1.2 Behandlung 1.3 Impfstoff 2 Genom eines Retrovirus 3 Horizontaler Gentansfer 4 Weblinks [Bearbeiten]
Medizinische Bedeutung
Zu den Retroviren gehören die Onkoviren
z.B
HTLV
sowie die Spuma- oder Foamyviren
die in der Natur bei verschiedenen Tieren vorkommen und die keine Erkrankungen hervorrufen. [Bearbeiten]
die Lentiviren
darunter der bekannteste Vertreter HIV
Vermehrung
erfolgt entweder bei der Zellteilung mit der Verdopplung der Wirts-DNA oder intrazellulär durch die sogenannte Retrotransposition: Dabei wird der Pro-Virus aus der DNA wieder herausgeschnitten
Die Vermehrung der integrierten Virus-DNA
auch Pro-Virus genannt
vermehrt und an verschiedenen Stellen des Genoms wieder integriert. [Bearbeiten]
Behandlung
Die Therapie der HIV-Infektion basiert auf einer Kombination von drei antiretroviral wirkenden Medikamenten
Grundsätzlich werden wenigstens zwei Hemmstoffe der reversen Transkriptase mit einem Hemmstoff der Protease kombiniert
da das Virus nur an der weiteren Vermehrung gehindert aber nicht gänzlich aus dem Körper beseitigt wird
Nach heutiger Kenntnis hat die Therapie lebenslänglich zu erfolgen
Zugleich muss der Therapieerfolg in regelmäßigen Abständen überprüft werden. [Bearbeiten]
Impfstoff
Die bisher wenig erfolgreiche Entwicklung eines Impfstoffes gegen das HI-Virus lässt sich unter anderem auf die hohe Wandelbarkeit von Retroviren zurückführen. [Bearbeiten]
Genom eines Retrovirus
trs
die sich am Anfang und am Ende befinden: 5’-LTR-gag-pol-env-LTR-3’ Die LTRs enthalten Steuersequenzen zur Genexpression. gag codiert die Proteine der inneren Kapsel pol codiert die reverse Transkriptase env codiert die Proteine der Hülle Der AIDS-Virus HTLV-III enthält noch 4 weitere Kontroll-Gene: tat
3’orf [Bearbeiten]
Das Genom eines Retrovirus enthält in der Regel drei Gene und zwei LTRs (long terminal repeats)
sor
Horizontaler Gentansfer
Bild nicht gefunden left Im Genom der Primaten befinden sich die Genome von zwei Retro-Viren (HERV-H und HERV-K
wobei "HERV" für "humanes endogenes Retrovirus" steht)
die zu unterschiedlichen Zeiten integriert und vermehrt wurden
Ihre Evolution lässt sich auf Grund der Unterschiede in der Basensequenz rekonstruieren. Erfolgt die Integration eines Retrovirus in eine Keimzelle
es wird an die nächste Generation weitergegeben
wird das Pro-Virus zum endogenen Retrovirus (ERV)
Evolutionärer Vorteil der Retroviren-Sequenzen (siehe Genom): Wenn die Retrovirensequenzen in vielfachen Kopien vorliegen
erleichtern sie wie andere repetitive Sequenzen den Stückaustausch zwischen den homologen Chromsomen während der Meiose (crossing over)
Virale Sequenzen können funktionale Bestandteile von Wirtsgenen werden
So ist das Gen für das virale Hüllprotein env des HERV-W identisch mit dem Enzym Syncytin
das für den Aufbau der Plazenta benötigt wird
Möglicherweise unterdrückt das Protein die Abstoßung des Keimes durch das Immunsystem der Mutter
das in Nachbarschaft eines Amylase-Gens integriert wurde
steuert dessen Aktivität in den Speicheldrüsen
Ein HERV-Element
Besondere Bedeutung haben aber die LTR-Sequenzen (long terminal repeats) der HERVs
Sie befinden sich am Anfang und am Ende eines viralen Genoms und steuern seine Expression
ist im Laufe der Evolution ein Großteil der viralen Gensequenzen verloren gegangen. Übriggeblieben sind einzelne LTRs
5 % des Gesamtgenoms ausmachen
die 8
Da die beiden LTR-Sequenzen miteinander rekombinieren können
Vollständige virale Sequenzen machen nur 0
5 % aus
Mindestens 60 % dieser LTRs sind im menschlichen Genom noch aktiv und steuern Wirtsgene
Dabei lässt sich eine gewebespezifische Aktivität bestimmter HERVs feststellen: HERV-L in den Keratozyten der Haut
HERV-H in Lungen-Fibroblasten und Astrozyten. [Bearbeiten]
Weblinks
http://www.vu-wien.ac.at/i123/spezvir/retrovir1.html ca:Retrovirus da:Retrovirus en:Retrovirus es:Retrovirus hu:RetrovÃrus ja:レトãƒã‚¦ã‚¤ãƒ«ã‚¹ la:Retrovirus nl:Retrovirus pt:RetrovÃrus sv:Retrovirus zh:逆转录病毒
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Retrovirus
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