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Diskussion : Priester
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Priester
Stichpunkte
Allgemein
Gemeindeältester) werden Personen bezeichnet
die innerhalb einer Religionsgemeinschaft als Mittler zwischen dem Göttlichen und den Menschen stehen
Mit Priester (gr. presbyteros
z.B
In der Regel nehmen sie die sakralen und kultischen Handlungen vor
Taufen
Abhalten von Gottesdiensten oder den Vollzug von Opfern
Fähigkeiten und Vollmachten die Verbindung zwischen dem transzendenten
heilend wirken oder Erkenntnisse gewinnen
In allen Religionen gibt es Menschen
göttlichen Bereich und der Alltagswelt der Menschen vermitteln und dadurch ordnen
die durch besondere Kenntnisse
Aus schamanischen Ursprüngen hat sich in den Hochkulturen in der Regel im Umfeld der Tempel ein Priesterstand mit genau geregelten Rechten und Pflichten entwickelt. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Etymologie und Phänomenologie 2 Judentum 3 Christentum 3.1 Frühes Christentum 3.2 Orthodoxe
katholische und anglikanische Theologie 3.3 Evangelische Theologie 3.4 Ökumenische Perspektiven 4 Siehe auch [Bearbeiten]
Etymologie und Phänomenologie
Das deutsche Wort Priester stammt von gr. presbyteros - "Gemeindeältester"
Davon abgeleitet sind auch die entsprechenden Wörter aller anderen europäischen Sprachen
Im Neugriechischen heißt der Priester unverändert "presbyteros". Religionsphänomenologisch und soziologisch steht der Priesterbegriff jedoch im Bedeutungsfeld von gr. "hiereus" und lat. "sacerdos". [Bearbeiten]
Judentum
Bild nicht gefunden Hohepriester in der Amtstracht Der jüdische Glaube begann unter nomadischen Bedingungen
aber toten Gottheiten Ägyptens und Mesopotamiens aufgefasst
Der bildlose Befreier- und Bundesgott JHWH wurde in strengem Gegensatz zu den goldglänzenden
das ausschließlich aus Männern besteht
Nach der Bibel begründete Moses das Priestertum das Einen Gottes
dem der Tempelgottesdienst
Nach der Einwanderung im Land Kanaan und dem Bau des Tempels in Jerusalem festigte sich in Israel das Priestertum (hebr. "kohen")
die Opferriten und die Unterscheidung zwischen rein und unrein oblag
Diese Aufgabe war einem Teil der Männer des Volksstammes Levi (der Leviten) zugeteilt
Ihnen wurden bei der Landnahme spezielle Städte zugewiesen
Die Versorgung war durch den Zehnt sichergestellt
ein priesterloses "Volk von Priestern" zu sein
Die Sehnsucht danach
blieb jedoch wach und fand Ausdruck bei den großen Propheten
Seit der Zerstörung des letzten Tempelbaus 70 n
Chr. hat das altisraelitische Priestertum kaum noch eine Funktion
Die Unterscheidung zwischen Priestern
anderen Leviten
und sonstigen Gläubigen besteht jedoch fort
Konvertitinnen
oder geschiedene Frauen heiraten
Die Priester sprechen in der Synagoge den Segen
sie werden vor den anderen Juden zur öffentlichen Verlesung der Tora aufgerufen
und es gelten für sie bis heute einige abweichende Bestimmungen im jüdischen Gesetz; beispielsweise dürfen sie im Normalfall keine Witwen
welche jedoch meist keine Priester im Sinne der Abstammung sind. [Bearbeiten]
Die soziologische Priesterrolle lebt in den Rabbinern fort
Christentum
[Bearbeiten]
Frühes Christentum
Das Neue Testament sieht für die Gemeinde Jesu keine besonderen zwischen Mensch und Gott vermittelnde Priesterklasse vor: "Es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Mensch: der Mensch Jesus Christus!" (1
der ja im Zusammenhang des alttestamentlichen Tempelkults Mittlerfunktion hatte
6)
ausschließlich im Blick auf Jesus Christus (zum Beispiel Hebräer 4
5) Deshalb gebraucht das frühe Christentum den Titel des Hohenpriesters
Timotheus 2
14-5
Der Begriff des Priesters im kultischen Sinne (kohen
hiereus) wird im Neuen Testament für alle an Jesus Christus Gläubigen verwandt (zum Beispiel 1
Petrus 2
5)
9; Offenbarung 1
nicht zuletzt durch die antignostische Auseinandersetzung gewannen die Ämter an Gewicht
durch den Ausbau der Liturgie und der Lehre
Die im Neuen Testament genannten Ämter sind ausschließlich Dienstfunktionen der Gemeinde Jesu. Durch das Anwachsen der Gemeinden und ihre institutionelle Verfestigung
Ältester (presbyteros) und Diakon
Im zweiten Jahrhundert bildete sich die bis heute verbreitete dreigliedrige hierarchische Struktur heraus: Bischof
Der deutsche Begriff des Priesters hat sich zwar etymologisch aus dem griechischen Begriff "presbyteros" entwickelt
wird aber in der katholischen und eingeschränkt auch in der orthodoxen Kirchengemeinschaft im "kultisch-mittelnden" Sinne (kohen
hiereus) verstanden
Hier liegt ein wesentlicher Unterschied zwischen katholischem und evangelischem Amtsverständnis. [Bearbeiten]
Orthodoxe, katholische und anglikanische Theologie
Im Verständnis der Orthodoxen
Katholischen und anglikanischen Kirchen ist der Priester durch die Weihe
die ein eigenes Sakrament darstellt
aus dem Volk der Gläubigen ("Laien") ausgesondert und ihm gegenübergestellt
In den orthodoxen und römisch-katholischen Kirchen sind die priesterlichen Ämter auf Männer beschränkt
manche altkatholische Kirchen und manche Kirchen der anglikanischen Kommunion kennen die Frauenordination
insbesondere die Leitung der Eucharistiefeier
In der Nachfolge der Apostel ist seine Aufgabe die Verkündigung des Evangeliums und die Spendung der Sakramente
Der Priester handelt dabei "in persona Christi". Die katholische Tradition verbindet mit dieser Sicht seit dem 11
Jahrhundert den Zölibat
der in den Ostkirchen nur für Bischöfe gilt
orthodoxen und anglikanischen Kirchen sehen sich in der ungebrochenen Sukzession der Apostel
Die Bischöfe der katholischen
die durch Handauflegen weitergegeben wird (Apg
14
23; 2Tim
1
6)
Die Mehrzahl der Priester steht einer Pfarrei als Pfarrer vor
z.B. in einem Orden
usw. Seit dem 2
Priester können jedoch auch mit anderen Aufgaben betraut sein
an kirchlichen Zentren (Wallfahrtsorte
am Ordinariat
etc.)
Vatikanischen Konzil wird das allgemeine Priestertum aller Getauften und Gefirmten deutlicher herausgestellt
Dieses verwirklicht sich nach katholischer Auffassung jedoch nicht in nivellierender Gleichheit
sondern im organischen Zusammenwirken der kirchlichen Glieder und Berufungen (s
Hierarchie)
wie z.B
In Gottesdiensten trägt der Priester meist besondere Kleidungsstücke
Messgewand
Zingulum
teilweise auch noch Birett (s
Stola
Albe
Liturgisches Gewand)
sollen dabei aber als Priester erkennbar sein. [Bearbeiten]
Die Soutane war früher die übliche Alltagskleidung der katholischen Priester; heute können Priester weitgehend zivile Kleidung tragen
Evangelische Theologie
Die evangelische Theologie lehnt unter Berufung auf die Ekklesiologie des Neuen Testaments ein besonderes Priestertum in der Kirche grundsätzlich ab
Alle Getauften haben gleichen Anteil am Priestertum Christi
Das Wort Priester wird
anders als beispielsweise in Skandinavien
in den deutschen evangelischen Kirchen und Freikirchen nicht verwendet. Die öffentliche Evangeliumsverkündigung und die Spendung der Sakramente soll jedoch nur von ordentlich dazu Berufenen ("rite vocati") ausgeübt werden
Die Ordination der Pfarrer bzw
Pastoren gilt als Beauftragung und Segenshandlung
nicht als Sakrament. [Bearbeiten]
Ökumenische Perspektiven
Der Gegensatz in der Sicht der kirchlichen Ämter und in der Frage ihrer Legitimität ist heute das größte Hindernis der kirchlichen Einheit
die die alten Einseitigkeiten überwinden. [Bearbeiten]
Im Verständnis des priesterlichen Dienstes gibt es jedoch auch Konvergenzen
Siehe auch
Religiöse Titel Pastor Prediger Pfarrer Pfaffe Bischof Ältester Fetialen Kaplan Vikar Evangelist ca:Prevere da:Præst en:Priest eo:Sacerdoto es:Sacerdote et:Preester fr:Prêtre it:Presbitero ja:å?¸ç¥ nah:Teopixqui nl:Priester nn:Prest no:Prest ru:Жрец sl:Duhovnik sv:Präst zh:ç¥å?¸
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Priester
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