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Diskussion : Preußen
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Preußen
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Allgemein
1871-1918 Preußen (lat.: Borussia
Bild nicht gefunden Das Königreich Preußen zur Zeit seiner größten Ausdehnung
Prussia oder Prutenia; poln
später eines der Länder des Deutschen Ordens und seit dem 16
Prusy; russ.: Prussija) war ursprünglich das Gebiet des baltischen Volksstamms der Pruzzen
Jahrhundert Herzogtum der Hohenzollern unter polnisch-litauischer Lehenshoheit
Nachdem Teile Preußens 1660 im Frieden von Oliva souverän geworden waren
bildeteten sie ab 1701 ein selbständiges Königreich
Von 1871-1945 war Preußen ein Land des Deutschen Reiches
Am 25
Reformen und Freiheitskriege 2.2.5 Märzrevolution und Industrialisierung 2.2.6 Verfassungskonflikt um die Heeresreform 2.2.7 Die Einigungskriege 2.2.8 Preußens Dominanz im Deutschen Reich 2.3 Freistaat Preußen 2.4 Das Ende Preußens 2.4.1 Aufteilung Preußens 3 Verwaltungsgliederung Preußens 4 Literatur 5 Weblinks [Bearbeiten]
Februar 1947 verfügten die Alliierten Siegermächte des Zweiten Weltkriegs die Auflösung Preußens. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Allgemeines 2 Geschichte 2.1 Brandenburg-Preußen 2.2 Königreich Preußen 2.2.1 Gründung des Königreichs 2.2.2 Friedrich Wilhelm I. - Der Soldatenkönig 2.2.3 Friedrich II. - der Große 2.2.4 Niederlage gegen Napoleon
Allgemeines
Der Name Preußen bezog sich im Spätmittelalter nur auf die außerhalb der deutschen Reichsgrenzen gelegenen Gebiete zwischen Hinterpommern und Kurland
die den späteren Provinzen West- und Ostpreußen entsprachen
Von 1466 bis ins 1772 waren diese Gebiete zwischen dem König von Polen einereits und dem Deutschen Orden beziehungsweise den hohenzollernschen Herzögen und späteren Königen von Preußen andererseits aufgeteilt. Im 18
also auch für jene
die innerhalb des Heiligen Römischen Reiches lagen
Jahrhundert setzte sich allmählich der Gebrauch des Landesnamens Preußen für alle von den Hohenzollern regierten Territorien durch
Nach 1866 erstreckte sich das Königreich - seit 1918 der Freistaat - Preußen über nahezu ganz Norddeutschland und nahm etwa zwei Drittel der Fläche des Deutschen Reiches ein
Von preußischem Gebiet waren einige kleinere Staaten vollständig umschlossen
Berlin und Potsdam
Preußische Haupt- und Residenzstädte waren im Laufe der Zeit Königsberg (das heutige Kaliningrad)
Seine größte Bedeutung erlangte Preußen im 18
Jahrhundert
als es unter der Regierung Friedrichs II. des Großen (1712-1786) zur zweiten deutschen und fünften europäischen Großmacht aufstieg
und im 19
Jahrhundert
als es unter dem Ministerpräsidenten Otto von Bismarck die deutsche Einigung betrieb
Fleiß
Duldsamkeit
wie beispielsweise Zuverlässigkeit
Ehrlichkeit
Bescheidenheit
Sparsamkeit
Mit Preußen verbinden sich bis heute die von der protestantischen Moral geprägten so genannten preußischen Tugenden
Nach dem Selbstverständnis vieler Preußen trugen sie maßgeblich zum Aufstieg ihres Landes zur europäischen Großmacht bei
Allerdings war die Betonung dieser sogenannten Sekundär-Tugenden selbst innerhalb Preußens nicht unumstritten
schwarz und weiß
Hamburg und Lübeck ergab die schwarz-weiß-rote Handelsflagge des 1866/67 begründeten Norddeutschen Bundes
die 1871 als Flagge des Deutschen Reiches übernommen wurde.) Der Wappenspruch Preußens lautete seit der Reformation Suum cuique (deutsch: Jedem das Seine). [Bearbeiten]
Die Landesfarben Preußens
leiteten sich von dem mit einem schwarzen Kreuz bestickten weißen Mantel der Ritter des Deutschen Ordens her. (Ihre Kombination mit den hanseatischen Farben Weiß-Rot der freien Städte Bremen
Geschichte
Zur Vor- und Frühgeschichte sowie zur Geschichte des Ordensstaates siehe unter Ostpreußen. [Bearbeiten]
Brandenburg-Preußen
als diese 1618 die herzoglich-preußische Linie der Hohenzollern beerbten
das aus dem Ordensstaat hervor gegangen war. Beide Gebiete wurden in Personalunion unter den Markgrafen und Kurfürsten von Brandenburg vereinigt
entstand im Wesentlichen aus zwei Landesteilen: aus der Mark Brandenburg
Brandenburg-Preußen
und aus dem zeitweise unter polnischer Lehenshoheit stehenden Herzogtum Preußen
das spätere Königreich Preußen
die zu den sieben Kurfürstentümern des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gehörte
zu Lehen gegeben
Das Kurfürstentum Brandenburg hatte Kaiser Sigismund (1368-1437) 1415 dem Burggrafen von Nürnberg
Friedrich von Hohenzollern (1371-1440)
nachdem das zuvor regierende Fürstenhaus der Askanier ausgestorben war
Das Herzogtum Preußen war im 16
Jahrhundert aus dem Staat der Deutschordensritter hervorgegangen
Deren Hochmeister Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1490-1568)
schloss sich auf Anraten Martin Luthers (1483-1546) der Reformation an und wandelte den Ordensstaat in ein erbliches Herzogtum um
der ebenfalls aus dem Haus Hohenzollern stammte
Wie der Herrscher wurde auch die Bevölkerung evangelisch
sondern unterstand der Lehenshoheit der polnischen Krone
Seit 1466 war der Ordensstaat nicht mehr souverän gewesen
Daher leistete Albrecht auch für das neue Herzogtum dem polnischen König Sigismund I. dem Alten (1467-1548) am 8
April 1525 in Krakau den Lehnseid
Nach dem Erlöschen der preußischen Linie der Hohenzollern fiel das Herzogtum an ihre nächsten Verwandten
die Kurfürsten von Brandenburg
Diese waren damit sowohl dem deutschen Kaiser als auch der polnischen Krone lehnspflichig
Preußen ein polnisches Lehen
Brandenburg-Preußen blieb bis zum Vertrag von Wehlau (1657) ein politisch zweigeteiltes Staatswesen: Brandenburg war Teil des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation
Im Dreißigjährigen Krieg stand Brandenburg auf der Seite der evangelischen Union
Weite Teile des Landes wurden damals verwüstet und entvölkert
später der "Große Kurfürst" genannt
betrieb daher nach dem Krieg eine vorsichtige Schaukelpolitik zwischen den Großmächten
Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1620-1688)
um sein wirtschaftlich und militärisch schwaches Land zu entwickeln
entmachtete die Stände zugunsten einer absolutistischen Zentralverwaltung und holte Tausende aus Frankreich vertriebener Hugenotten ins Land
baute ein schlagkräftiges Heer auf
Er führte wirtschaftliche Reformen durch
das restliche Ravensberger Land um Minden und Halberstadt sowie 1680 Magdeburg
Er erwarb 1648 Hinterpommern
Außer dem stehenden Heer stärkte Friedrich Wilhelm auch die Kurbrandenburgische Marine
Er bemühte sich frühzeitig um den Erwerb von Kolonien in Westafrika und Westindien
hatte mit diesen Plänen aber erst gegen Ende seiner Regentschaft ab etwa 1680 Erfolg
So wurde 1683 die Festung Groß Friedrichsburg im heutigen Guinea gegründet
die bis 1727 bestand
Unter Kurfürst Friedrich Wilhelm I. wurde Brandenburg-Preußen das nach Österreich mächtigste Land im Reich
Als infolge schwedisch-polnischer Auseinandersetzungen Polen geschwächt war
konnte er 1657 im Vertrag von Wehlau das Herzogtum Preußen aus der polnischen Oberhoheit lösen
Im Frieden von Oliva von 1660 wurde die Souveränität des Herzogtums endgültig anerkannt
Dies war eine entscheidende Voraussetzung für die Erhebung des Landes zum Königreich unter dem Sohn des Großen Kurfürsten. [Bearbeiten]
Königreich Preußen
[Bearbeiten]
Gründung des Königreichs
Bild nicht gefunden Königlich Preußisches Wappen von 1701 Rang
Reputation und Prestige eines Fürsten waren in der Zeit des Absolutismus wichtige politische Faktoren
dass das Herzogtum Preußen seit 1660 keiner anderen Krone mehr unterstand
Dem prunkliebenden Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg (1657-1713) kam daher die Tatsache sehr gelegen
also souverän war
dessen Erhebung zum Königreich und seine eigene zum König anzustreben
Das ermöglichte es ihm
Mit Zustimmung des römisch-deutschen Kaisers krönte er sich als Friedrich I. am 18
Januar 1701 in Königsberg eigenhändig zum König in Preußen
weil die Bezeichnung als "König von Preußen" als Herrschaftsanspruch auf das gesamte preußische Gebiet verstanden worden wäre
Die einschränkende Titulatur (in Preußen) war nötig
hätte dies Konflikte mit Polen heraufbeschworen
Da das Ermland und Westpreußen damals aber noch polnisch waren
Seit 1701 bürgerte sich der Gebrauch der Landesbezeichnung "Königreich Preußen" für alle von den Hohenzollern regierten Gebiete - ob innerhalb oder außerhalb der Reichsgrenzen - ein. Siehe auch: Liste der preußischen Könige [Bearbeiten]
Friedrich Wilhelm I. - Der Soldatenkönig
Der Sohn Friedrichs I.
Friedrich Wilhelm I. (1713-1740) war weniger prunkliebend als sparsam und praktisch veranlagt
Der "Soldatenkönig" gilt als der eigentliche Schöpfer des preußischen Beamtentums und des stehenden Heers
das er zu einem der schlagkräftigsten in ganz Europa ausbaute
Zudem siedelte er über 20.000 Salzburger
protestantische Glaubensflüchtlinge
im dünn besiedelten Ostpreußen und weitere in anderen Landesteilen an
Von Schweden erwarb er 1720 Vorpommern bis zur Peene. [Bearbeiten]
Friedrich II. - der Große
1850
Bild nicht gefunden Adolph von Menzel: Tafelrunde König Friedrich II. (mitte) in Sanssouci mit Voltaire (links) und den führenden Köpfen der Berliner Akademie
1945 verbrannt. Am 31
Berlin
ehemalige Nationalgalerie
Mai 1740 bestieg sein Sohn Friedrich II. ("Friedrich der Große") den Thron
ließ er noch in seinem ersten Regierungsjahr die preußische Armee in Schlesien einmarschieren
Als Kronprinz eher der Philosophie und den schönen Künsten zugeneigt
auf das die Hohenzollern umstrittene Ansprüche erhoben
dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763)
im letzten
In den drei Schlesischen Kriegen (1740-1763) gelang es ihm
Frankreich und Russland
die Eroberung gegen Österreich zu behaupten
sogar gegen eine Koalition aus Österreich
sondern auch des preußisch-österreichischen Dualismus im Reich
Dies war nicht nur der Beginn der preußischen Großmachtstellung in Europa
In den letzten 23 Jahren seiner Herrschaft bis 1786 förderte Friedrich II. den Landesausbau und die weitere Besiedelung brandenburgisch-preußischer Gebiete
etwa des Oderbruchs
schuf das Allgemeine preußische Landrecht und lockte mit der Gewährung völliger Glaubensfreiheit weitere Glaubensflüchtlinge ins Land
führte die Schulpflicht ein
Er schaffte die Folter ab
Nach seinen eigenen Worten sollte in Preußen "jeder nach seiner Fasson selig werden" können
Gemeinsam mit Österreich und Russland betrieb Friedrich die Zerstückelung Polens
der Netzedistrikt und das Fürstbistum Ermland an Friedrich II.
Bei der ersten polnischen Teilung 1772 fielen Westpreußen
so dass er sich nun König von Preußen nennen konnte
Bereits 1744 war auch Ostfriesland preußisch geworden
Die Politik gegenüber Polen wurde von Friedrich Wilhelm II. (1786 - 1797) fortgesetzt
Bei der 2. und 3
Teilung Polens (1793 und 1795) sicherte sich Preußen weitere polnische Gebiete bis nach Warschau. [Bearbeiten]
Niederlage gegen Napoleon, Reformen und Freiheitskriege
Unter Friedrich Wilhelm III. (1797 - 1840) beteiligte sich Preußen an den Koalitionskriegen gegen das revolutionäre Frankreich
Doch in der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 erlitt Preußen eine vernichtende Niederlage gegen die Truppen Napoleons I.
der Staat verlor 1807 im Frieden von Tilsit etwa die Hälfte seines Gebietes und musste ein Bündnis mit Frankreich eingehen
Die Königsfamilie floh vorübergehend nach Memel
Die Niederlage Preußens hatte eine Erneuerung des Staates unumgänglich gemacht
Scharnhorst und Hardenberg wurde die Leibeigenschaft der Bauern aufgehoben (1807)
Mit den Stein-Hardenbergschen Reformen unter Leitung von Freiherr vom Stein
das Bildungswesen neu gestaltet sowie die allgemeine Wehrpflicht und die Selbstverwaltung der Städte eingeführt (1808)
kündigte Preußen das Bündnis mit Frankreich auf und beteiligte sich ab 1813 in den sogenannten Freiheitskriegen an der anti-französischen Koalition
Nach der Niederlage Napoleons in Russland
Preußische Truppen unter Marschall Blücher trugen in der Schlacht von Waterloo 1815 entscheidend zum endgültigen Sieg über Napoleon bei
löste Friedrich Wilhelm III. jedoch nie ein
Das während der Freiheitskriege seinem Volk gegebene Versprechen
dem Land eine Verfassung zu geben
Statt dessen rief er zusammen mit dem Zaren von Russland und dem Kaiser von Österreich die Heilige Allianz ins Leben
die auf die Unterdrückung aller Demokratiebestrebungen in Europa abzielte
Auf dem Wiener Kongress 1815 erhielt Preußen beinahe sein altes Staatsgebiet zurück
den nördlichen Teil des Königreichs Sachsen
Westfalen und die Rheinprovinz
zudem den Rest Vorpommerns
verlor jedoch Gebiete der 2. und 3. polnischen Teilung an Russland
Es behielt zwar die Provinz Posen
Preußen bestand seither aus zwei großen
aber räumlich getrennten Länderblocks in Ost- und Westdeutschland
des Verbandes der deutschen Staaten unter österreichischer Führung
Es wurde Mitglied des Deutschen Bundes
der von 1815 bis 1866 existierte
1834 wurde das Land Mitglied des Deutschen Zollvereins. [Bearbeiten]
Märzrevolution und Industrialisierung
Der Regierungsantritt Friedrich Wilhelms IV. (1840 - 1861) weckte zunächst die Hoffnungen der Liberalen
Doch die anhaltend reaktionäre Politik führte schließlich zur Märzrevolution von 1848
Der König beugte sich zunächst scheinbar den Forderungen der Revolutionäre
Demokratie und Einigung Deutschlands scheiterten aber 1849
die ihm die Frankfurter Nationalversammlung angetragen hatte
als er die deutsche Kaiserkrone ablehnte
Die Revolution wurde in Süddeutschland mit Hilfe preußischer Truppen endgültig niedergeschlagen
Preußen erhielt 1850 eine vom König oktroyierte Verfassung
Im Zuge der Industrialisierung wurden eine Anzahl von Land-
Wasserwegen und Kanälen gebaut
welche quer durch Deutschland den Westen mit dem Osten verbanden
Im Oberland West- und Ostpreußens entstand der Oberländischer Kanal
der die Ostsee und Elbing im Norden mit Masuren im Süden verband
die von Berlin über Thorn und Königsberg bis zur Ostgrenze führte und bis zum Zweiten Weltkrieg eine der Hauptverkehrsachsen Preußens bildete. [Bearbeiten]
In den 1860er Jahren wurde der Bau der Ostbahn begonnen
Verfassungskonflikt um die Heeresreform
bestieg 1861 den preußischen Thron
der schon 1858 die Regentschaft für seinen nach mehreren Schlaganfällen regierungsunfähigen Bruder Friedrich Wilhelm IV. übernommen hatte
Wilhelm I.
Mit Kriegsminister Roon strebte er eine Heeresreform an
die längere Dienstzeiten und eine Aufrüstung der preußischen Armee vorsah
dem das Budgetrecht zustand
wollte die dafür nötigen Gelder jedoch nicht bewilligen
Die liberale Mehrheit des Preußischen Landtags
in dessen Verlauf der König die Abdankung in Erwägung zog
Es kam zu einem Verfassungskonflikt
Otto von Bismarck als Ministerpräsident zu berufen
Als letzten Ausweg entschloss er sich 1862
Dieser war ein vehementer Befürworter des königlichen Alleinherrschaftsanspruchs und regierte jahrelang gegen Verfassung und Parlament und ohne gesetzlichen Haushalt. [Bearbeiten]
Die Einigungskriege
wenn sie sich an die Spitze der deutschen Einigungsbewegung setzte
die König Wilhelm die deutsche Kaiserkrone einbrachten: Deutsch-Dänischer Krieg 1864: Der König von Dänemark war in Personalunion Herzog von Schleswig-Holstein
Aus der Erkenntnis heraus
führte Bismarck Preußen in drei Kriege
dass die preußische Krone nur dann Rückhalt im Volk gewinnen könne
Das Teilherzogtum Holstein gehörte aber zum Deutschen Bund
Holstein in den dänischen Gesamtstaat einzugliedern
führte 1864 unter der Führung Preußens und Österreichs zum Krieg des Deutschen Bundes gegen das nördliche Nachbarland
Der Versuch der Kopenhagener Regierung
Nach ihrem Sieg musste die dänische Krone auf Schleswig und Holstein verzichten
Beide Herzogtümer wurden nun von Preußen und Österreich gemeinsam verwaltet
Deutscher Krieg 1866: Der Anlass diese Krieges waren Konflikte zwischen Österreich und Preußen um die Verwaltung und die Zukunft Schleswig-Holsteins
Die tiefere Ursache war jedoch das Ringen um die Vorherrschaft in Deutschland
Auf der Seite Österreichs standen die mitteldeutschen Staaten
auf Seiten Preußens neben einigen norddeutschen Staaten auch Italien
Nachdem preußische Truppen unter Moltke am 3
Juli 1866 in der Schlacht von Königgrätz den entscheidenden Sieg errungen hatten
verlor Österreich seine Vormachtstellung und schied aus Deutschland aus
Der Friede von Prag am 23
die freie Stadt Frankfurt und ganz Schleswig-Holstein ein
August 1866 brachte Preußen das Königreich Hannover
das Nassau
Hessen-Kassel
Damit waren nun fast alle preußischen Gebiete miteinander verbunden
von Preußen dominierte Norddeutsche Bund
An die Stelle des Deutschen Bundes trat 1867 der kleinere
dessen Verfassung in wesentlichen Punkten die des Deutschen Reiches vorweg nahm
Die süddeutschen Staaten mussten Bündnisverträge mit Preußen eingehen
um die Regierung Napoleons III. zu einer Kriegserklärung zu provozieren
Deutsch-französischer Krieg 1870/71: Bismarck spitzte den Streit mit Frankreich um die spanische Thronkandidatur eines katholischen Hohenzollernprinzen bewusst zu (siehe auch Emser Depesche)
Württemberg und Baden den Bündnisfall dar
Dies stellte für die süddeutschen Staaten Bayern
dem Norddeutschen Bund beizutreten
Nach dem raschen Sieg waren sie gezwungen
Damit war das Deutsche Reich in der kleindeutschen Version gegründet worden
die schon als eines der Modelle in der Nationalversammlung von 1848/49 gehandelt worden war
Im Spiegelsaal zu Versailles ließ sich Wilhelm I. am 18
Januar 1871 - genau 170 Jahre nach der Königskrönung Friedrichs I. - zum Deutschen Kaiser ausrufen. [Bearbeiten]
Preußens Dominanz im Deutschen Reich
der preußische Ministerpräsident zugleich Reichskanzler
Bild nicht gefunden Siegel Preußens Der König von Preußen war zugleich Deutscher Kaiser
Der Ministerpräsident und Kanzler musste aber nicht mehr unbedingt Preuße sein
wie im Fall von Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst
Preußen ging von 1871 an ebensosehr in Deutschland auf
wie Deutschland preußische Sekundärtugenden annahm
der nach einer Regierungszeit von nur 99 Tagen verstarb
Auf Wilhelm I. folgte im März 1888 der bereits schwerkranke Friedrich III.
Im Juni des "Drei-Kaiser-Jahres" bestieg Wilhelm II. den Thron
Bis zur Abdankung des Kaisers im Zuge der Novemberrevolution von 1918 blieben preußische und Reichspolitik aufs engste miteinander verbunden
Siehe auch: Deutsches Reich [Bearbeiten]
Freistaat Preußen
wurde aufgrund der Revolution(en) von 1918/19 der Freistaat Preußen proklamiert
Wilhelm II. als deutscher Kaiser und als König von Preußen abgedankt war
der 1920 eine demokratische Verfassung erhielt
Nachdem der Erste Weltkrieg verloren
Oberschlesien und Westpreußen an Polen
Die im Vertrag von Versailles festgelegten Gebietsabtretungen Deutschlands betrafen - bis auf das nach dem deutsch-französischen Krieg gebildete Reichsland Elsaß-Lothringen - ausschließlich preußisches Territorium: Eupen-Malmedy ging an Belgien
der Norden Schleswigs an Dänemark
Danzig wurde Freie Stadt unter Verwaltung des Völkerbunds
Wie schon vor den polnischen Teilungen hatte Ostpreußen keine Landverbindung mit dem übrigen Deutschen Reich und konnte nur per Schiff (Seedienst Ostpreußen) oder per Bahn durch den Polnischen Korridor erreicht werden
1921 bis 1925 um die DVP erweitert
Zentrum und DDP)
Von 1919 bis 1932 regierten in Preußen Regierungen der Weimarer Koalition (SPD
Anders als in einigen anderen Ländern des Reichs war die Mehrheit der demokratischen Parteien bei Wahlen in Preußen nie gefährdet
wenn gleichzeitig ein neuer Ministerpräsident gewählt wurde
die später für die Bundesrepublik noch beispielgebend waren
Der von 1920 bis 1932 fast ununterbrochen regierende Ostpreuße Otto Braun
das die Abwahl des Ministerpräsidenten nur dann ermöglichte
so zum Beispiel das Konstruktive Misstrauensvotum
erreichte zusammen mit seinem Innenminister Carl Severing mehrere zukunftsweisende Reformen
der bis heute als fähigster sozialdemokratischer Politiker der Weimarer Republik gilt
die auch wirklich zusammen arbeiten wollten)
wie sich im Landtag keine "Positive Mehrheit" (Also eine Mehrheit der Oppositionsparteien
Auf diese Weise konnte die Preußische Landesregierung solange im Amt bleiben
Mit ziemlicher Sicherheit hätte die Landesregierung auf diese Weise die "Naziwelle" überdauert
war ein Eingreifen der Reichsregierung nötig: In einem Staatsstreich - dem sogenannten Preußenschlag - setzte die Reichsregierung unter Reichskanzler Franz von Papen am 20
Um Otto Braun abzusetzen
sie habe die Kontrolle über die öfffentliche Ordnung in Preußen verloren (s. a
Juli 1932 per Verordnung die Preußische Landesregierung unter dem Vorwand ab
Altonaer Blutsonntag)
Die Macht im Freistaat Preußen übernahm Papen als Reichskommissar
Der Staatsapparat begrüßte diese Übernahme
die demokratisch-republikanisch ausgerichtet war
Im deutschen Reich war damit die wichtigste Landesregierung entmachtet
Der Preußenschlag hat - nur ein halbes Jahr später - die Machtergreifung Hitlers entscheidend erleichtert. [Bearbeiten]
Das Ende Preußens
1933 nach der Machtergreifung Hitlers wurde Hermann Göring preußischer Ministerpräsident
Damit standen den Nationalsozialisten von Anfang an die Machtmittel der preußischen Landesregierung zur Verfügung
vor allem die Polizeikräfte
Seit Mitte 1933 wurden auch alle übrigen deutschen Länder im nationalsozialistischen Einheitsstaat durch einen Reichsstatthalter zentral von Berlin aus regiert
Das "Reichsstatthaltergesetz" von 1935 hob die Selbständigkeit der Länder auch formell auf
1945 mit dem Ende der Zeit des Nationalsozialismus
der Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen und der Abtretung aller Gebiete östlich von Oder und Neiße hörte Preußen faktisch auf zu bestehen
Der Alliierte Kontrollrat verfügte durch das Gesetz Nr
46 vom 25
da er "Hort des deutschen Militarismus" gewesen und damit für den Ersten und Zweiten Weltkrieg verantwortlich gewesen sei. (Siehe hierzu auch Kriegsschulddebatte)
Februar 1947 das Ende des preußischen Staats
Diese Sichtweise impliziert nicht
dass in Preußen der Nationalsozialismus seinen Ursprung hatte
Das Land konnte auch auf rechtsstaatliche Tradition(en) zurückblicken
Als Freistaat der Weimarer Republik kann man es bis zu einem gewissen Grade bis zum Preußenschlag als ein Bollwerk der Demokratie sehen
weshalb es mit zwei Dritteln der Fläche und wohl auch der Bevölkerung des Reiches dem nationalistischen Druck nicht besser entgegentreten konnte. [Bearbeiten]
Offen bleibt allerdings die Frage
Aufteilung Preußens
wurden von Polen und der Sowjetunion annektiert
außerdem Swinemünde und Stettin
Die östlich von Oder und Lausitzer Neisse gelegenen Gebiete
Masuren und die übrigen preußischen Besitzungen bis zur Oder-Neiße-Linie unter polnische Verwaltung
Der nördliche Teil Ostpreußens kam unter sowjetische
das Ermland
Der größte Teil der dort lebenden deutschen Bevölkerung (ungefähr 10 Millionen Menschen) floh oder wurde vertrieben
Die bei Deutschland verbliebenen Teile Preußens wurden auf verschiedene Länder aufgeteilt
dessen Gebiet in etwa mit dem der früheren preußischen Provinz Sachsen übereinstimmt
im Zuge der Wiedervereinigung aber wiederhergestellt
darunter das Land Brandenburg und das Land Sachsen-Anhalt
In der DDR wurden diese 1952 zugunsten einer Gliederung in Bezirke abgeschafft
Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zum größten Teil aus ehemals preußischen Gebieten gebildet
In den westlichen Besatzungszonen wurden die Länder Schleswig-Holstein
Niedersachsen
Zum kleineren Teil umfassen auch Hessen und Baden-Württemberg frühere preußische Territorien. [Bearbeiten]
Verwaltungsgliederung Preußens
Im Laufe seiner Geschichte haben sich die Grenzen des Staates Preußen mehrfach verändert
1701 krönte sich Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg zum König (Friedrich I.) in Preußen
Der Titel galt jedoch zunächst nur für das Herzogtum Preußen (dem späteren Ostpreußen)
Mit Friedrich II. nannten sich dann jedoch alle Herrscher in Brandenburg-Preußen "König von Preußen"
so dass ab jenem Zeitpunkt von einem Staat mit dem Namen "Preußen" gesprochen werden kann
Anfang des 18
Neuenburg und Valangin
Mark
Kleve
Magdeburg
Krefeld
Lippstadt
Ravensberg
Minden
Lingen
Tecklenburg
Geldern
Jahrhunderts bestand das Königreich Preußen aus den Landesteilen Brandenburg
Halberstadt
Preußen
Moers
Pommern
1713 wurden die Landesteile in Provinzen zusammen gefasst beziehungsweise unterteilt
Ucker- und Altmark
Neumark-Pommern-Kassuben
Preußen
Es bestanden forthin die Provinzen Mittel-
Neuenburg (Land) und Valangin (Land)
Minden-Mark-Ravensberg
Geldern-Kleve
Magdeburg-Halberstadt
die sich im Laufe der folgenden Jahrzehnte mehrmals veränderten
1740 wurden die Provinzen in Kriegs- und Domänekammern überführt beziehungsweise neu gegliedert
als weitere Gebiet zu Preußen kamen
Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde der Staat Preußen mit der Verordnung über die verbesserte Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30
die mit Ausnahme von Ostpreußen
Westpreußen und Posen dem Deutschen Bund beitraten: Brandenburg (Potsdam) Ostpreußen (Königsberg) Westpreußen (Danzig) Pommern (Stettin) Schlesien (Breslau) Posen (Posen) Jülich-Kleve-Berg (Köln) Großherzogtum Niederrhein (Koblenz) Westfalen (Münster) Sachsen (Magdeburg) 1822 wurden die Provinzen "Jülich-Kleve-Berg" und "Großherzogtum Niederrhein" zur Rheinprovinz (Hauptstadt Koblenz) und 1829 wurden Ost- und Westpreußen zur "Provinz Preußen" (mit der Hauptstadt Königsberg) vereinigt
April 1815 in 10 Provinzen eingeteilt (in Klammer die Hauptstadt)
Damit verringerte sich die Zahl der Provinzen auf acht
1849 verzichteten die Fürsten von Hechingen und Sigmaringen auf ihre Herrschaft und so gelangten diese beiden Fürstentümer zum Staat Preußen
der später auch als "Hohenzollerische Lande" bezeichnet wurde
Sie wurden zum Regierungsbezirk Sigmaringen zusammen gefasst
auf welchem ein Hafen angelegt wurde. (1869 erhielt dieses Gebiet zusammen mit der umliegenden Siedlung den Namen Wilhelmshaven und wurde der 1867 gebildeten Provinz Hannover angegliedert)
1853 erwarb der Staat Preußen vom Staat Oldenburg einen Landstrich an der Jade
das Kurfürstentum Hessen
die Fürstentümer Schleswig und Holstein sowie die Freie Stadt Frankfurt am Main
1866 annektierte der Staat Preußen das Königreich Hannover
das Herzogtum Nassau
Aus diesen Gebieten wurden drei Provinzen gebildet (somit bestand Preußen aus elf Provinzen): Hannover (Hannover) Hessen-Nassau (Kassel) Schleswig-Holstein (Kiel
so dass sich die Zahl der Provinzen auf 12 erhöhte
1879–1917 Schleswig) 1878 wurde die Provinz Preußen wieder in zwei Provinzen "Ostpreußen" und "Westpreußen" aufgeteilt
Nach dem Ersten Weltkrieg verlor Preußen einige seiner Gebiete und wurde Freistaat
Die Provinz Posen wurde nahezu ganz an Polen abgetreten
Die Provinz Westpreußen kam überwiegend an Polen und an die Freie Stadt Danzig
Nur der östliche Teil Westpreußens blieb bei Preußen und wurde der Provinz Ostpreußen angegliedert
die den Namen "Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen" erhielt
Die ebenfalls bei Preußen verbleibenden restlichen Gebiete von Posen und Westpreußen wurden 1922 zu einer neuen (zweigeteilten) Provinz vereinigt
Inzwischen waren 1919 die Provinz Schlesien in zwei Provinzen "Niederschlesien" und "Oberschlesien" aufgeteilt worden und ein Jahr später 1920 schied Berlin aus dem Provinzialverband Brandenburg aus und bildete eine eigene Provinz
Deutschland) 1938 wurden die beiden schlesischen Provinzen wieder vereinigt und die Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen aufgelöst
Polen) Hannover (Teil des Bundeslandes Niedersachsen
Woiwodschaft Westpommern
Deutschland) Sachsen (Teil des Bundeslandes Sachsen-Anhalt
Deutschland) Brandenburg (Bundesland Brandenburg
Woiwodschaft Oppeln
die heute das Gebiet der jeweiligen Provinz abdeckt bzw. abdecken): Berlin (Bundesland Berlin
Deutschland) Westfalen (Teil des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen
Polen) Schleswig-Holstein (Bundesland Schleswig-Holstein
Deutschland und Teil der Woiwodschaft Lebus
Deutschland) Hessen-Nassau (Teile der Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz
Polen) Pommern (Teil des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern
Deutschland) sowie die so genannten Hohenzollerischen Lande (Teil des Bundeslandes Baden-Württemberg
Deutschland) Ostpreußen (Oblast Kaliningrad
Deutschland
Deutschland) Niederschlesien (Woiwodschaft Niederschlesien und Teil der Woiwodschaft Lebus
Russland; Woiwodschaft Ermland-Masuren und Teil der Woiwodschaft Pommern
Polen) Rheinprovinz (Teile der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz
Polen; Teil des Bundeslandes Sachsen
Polen) Grenzmark Posen-Westpreußen (Teil der Woiwodschaft Großpolen
Deutschland) Oberschlesien (Teil der Woiwodschaft Schlesien
Ab 1922 bestand der Freistaat Preußen somit aus den folgenden 13 Provinzen (in Klammern die Gebietskörperschaft(en)
Ihr Gebiet wurde auf die Nachbarprovinzen Pommern
Brandenburg und Schlesien aufgeteilt
Somit bestand Preußen bis zu seiner formellen Auflösung 1947 nur noch aus 11 Provinzen (beziehungsweise 12 Provinzen
wenn man Schlesien ab 1941 wieder als zwei Provinzen betrachtet). [Bearbeiten]
Literatur
Marion Gräfin v
Preußen
die keiner mehr nennt Bernt Engelmann
Dönhoff: Preußen - Maß und Maßlosigkeit dies.: Namen
München 1979 Joachim Fernau: Sprechen wir über Preußen
Land der unbegrenzten Möglichkeiten
Die Geschichte der kleinen Leute Sebastian Haffner
1
Preußen ohne Legende
Hamburg 1979
ISBN 3-442-11511-6 Klaus Herdepe: Die Preußische Verfassungsfrage 1848
Aufl.
(= Deutsche Universitätsedition Bd
Die deutsche Ostsiedlung im Mittelalter
454 S.
ISBN 3-936117-22-5 Charles Higounet
22) ars et unitas : Neuried 2003
München 1990 Preussen
Chronik eines deutschen Staates
SFB und WDR)
S
produziert von den ARD-Sendeanstalten ORB
Herausgegeben von Wolfgang Ribbe und Hansjürgen Rosenbauer. (= Begleitbuch zur gleichnamigen sechsteiligen Fernsehreihe
Nicolaische Verlagsbuchhandlung - Berlin 2000
zahlreiche Abb.
Preußische Geschichte
288
ISBN 3-87584-023-2 Leopold von Ranke
Preussen: Geschichte eines Staates
München 1965 Hans-Joachim Schoeps
4 Bde.
Frankfurt/M
Bilder und Zeugnisse
Berlin 1992 Eberhard Straub
Berlin 2001 [Bearbeiten]
Eine kleine Geschichte Preußens
Weblinks
Geschichte Polens
Preußische Marine
Deutschland
Übernahme der Regierung (http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/innenpolitik/preussenschlag/index.html) Der Freistaat Preußen (http://www.gonschior.de/weimar/Preussen/) Stiftung Preußischer Kulturbesitz (http://www.hv.spk-berlin.de) Siehe auch: Portal Preußen
Preussen.de (http://www.preussen.de/) - Preußen - Chronik eines deutschen Staates (http://www.preussen-chronik.de/) koenigreich-preussen.de (http://www.koenigreich-preussen.de/) Preußenschlag
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Preußen
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