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Diskussion : Politische Parteien in Deutschland
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Politische Parteien in Deutschland
Stichpunkte
Allgemein
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Parteienstaat
"Verbergen") 1 Rechtliche Grundlagen 1.1 Definition im Parteiengesetz 2 Programme 3 Aufgaben der Parteien 4 Parteienfinanzierung 5 Entwicklung der Parteien in Deutschland 6 Parteienkritik 7 Aktuelle Grundsatzprogramme der in bundesdeutschen Landesparlamenten und/ oder im Bundesparlament vertretenen Parteien 8 Im deutschen Bundestag vertretene Parteien 9 In einzelnen Landtagen vertretene Parteien 10 Farben der Parteien 11 Weblinks [Bearbeiten]
Die politischen Parteien bestimmen zu einem großen Teil die Politik in Deutschland. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Rechtliche Grundlagen
Die Stellung politischer Parteien in Deutschland wird in Artikel 21 Grundgesetz folgendermaßen beschrieben: Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit
Ihre Gründung ist frei
Ihre innere Ordnung muss demokratischen Grundsätzen entsprechen
Sie müssen über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft ablegen
die nach ihren Zielen
oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen
sind verfassungswidrig. Über die Frage der Verfassungswidrigkeit entscheidet das Bundesverfassungsgericht (Parteienprivileg). Die Aufgaben der Parteien und ihre wichtige Rolle in modernen Staaten werden damit zum ersten Mal in einer deutschen Verfassung anerkannt
Parteien
die Freiheitlich-Demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden
Die Aufnahme der Parteien in das Grundgesetz ist eine der Lehren aus der Weimarer Republik
wo die Parteien nicht als teilnahmeberechtigt an der Politik anerkannt waren und am Schluss abgeschafft werden konnten. [Bearbeiten]
Definition im
Parteiengesetz
Nach dem Parteiengesetz sind Parteien wie folgt definiert: § 2 Begriff der Partei (1) Parteien sind Vereinigungen von Bürgern
wenn sie nach dem Gesamtbild der tatsächlichen Verhältnisse
die dauernd oder für längere Zeit für den Bereich des Bundes oder eines Landes auf die politische Willensbildung Einfluss nehmen und an der Vertretung des Volkes im Deutschen Bundestag oder einem Landtag mitwirken wollen
nach der Zahl ihrer Mitglieder und nach ihrem Hervortreten in der Öffentlichkeit eine ausreichende Gewähr für die Ernsthaftigkeit dieser Zielsetzung bieten
insbesondere nach Umfang und Festigkeit ihrer Organisation
wenn sie sechs Jahre lang weder an einer Bundestagswahl noch an einer Landtagswahl mit eigenen Wahlvorschlägen teilgenommen hat. (3) Politische Vereinigungen sind nicht Parteien
wenn 1. ihre Mitglieder oder die Mitglieder ihres Vorstandes in der Mehrheit Ausländer sind oder 2. ihr Sitz oder ihre Geschäftsleitung sich außerhalb des Geltungsbereichs dieses Gesetzes befindet. Parteien müssen sich beim Bundeswahlleiter registrieren und dort Satzung
Mitglieder einer Partei können nur natürliche Personen sein. (2) Eine Vereinigung verliert ihre Rechtsstellung als Partei
Programm und die Namen der Vorstandsmitglieder hinterlegen
Diese Daten kann dort jedermann abrufen
Das aktuelle Anschriftenverzeichnis aller registrierten Parteien ist als PDF-Datei (http://www.bundeswahlleiter.de/wahlen/download/anschrift.pdf) online abrufbar
Ihre Arbeit nimmt eine Partei in Deutschland offiziell mit der Gründungsversammlung auf. [Bearbeiten]
Programme
Die Parteien geben sich ein Grundsatzprogramm
das in der Regel für mehrere Jahre oder Jahrzehnte Gültigkeit hat
In den Grundsatzprogrammen werden vor allem die Werte und Ideologien festgelegt. Vor den einzelnen Wahlen werden aktuelle und für die kommende Legislaturperiode bestimmte Wahlprogramme oder Regierungsprogramme beschlossen. Programmatische Beschlüsse sind neben der Bundesebene auch auf Landesebene und in den Kommunen üblich
Daneben gibt es aus aktuellem Anlass auch programmatische Beschlüsse zu einzelnen Themenbereichen
die das Grundsatzprogramm ausfüllen und ergänzen sollen
Die deutschen Parteien haben nach der Wiedervereinigung Deutschlands meist auch neue Grundsatzprogramme verabschiedet. [Bearbeiten]
Aufgaben der Parteien
Die Aufgaben der Parteien sind vielfältig und teilweise umstritten
auf die politische Entwicklung in Parlament und Regierung Einfluss nehmen
indem sie insbesondere auf die Gestaltung der öffentlichen Meinung Einfluss nehmen
Ländern und Gemeinden beteiligen
sich durch Aufstellung von Bewerbern an den Wahlen in Bund
die aktive Teilnahme der Bürger am politischen Leben fördern
zur Übernahme öffentlicher Verantwortung befähigte Bürger heranbilden
In § 1 des Parteiengesetzes sind einige Aufgaben festgelegt: (2) Die Parteien wirken an der Bildung des politischen Willens des Volkes auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens mit
die von ihnen erarbeiteten politischen Ziele in den Prozess der staatlichen Willensbildung einführen und für eine ständige lebendige Verbindung zwischen dem Volk und den Staatsorganen sorgen. [Bearbeiten]
die politische Bildung anregen und vertiefen
Parteienfinanzierung
das sie durch Spenden
noch Geld vom Staat
In Deutschland erhalten die Parteien neben dem Geld
Mitgliedsbeiträge und sonstige Einnahmen bekommen
Die Parteienfinanzierung ist im Parteiengesetz geregelt und war der Grund
warum dieses erst 1967 beschlossen wurde
Maßstab der staatlichen Zuschüsse ist die "Verwurzelung in der Gesellschaft"
die bei einer EU-/Bundestagswahl mind
Einen Anspruch auf einen staatlichen Zuschuß hat jede Partei
5 oder bei einer Landtagswahl mind
0
1% der Stimmen erhalten hat
66 € pro Stimme
Für die ersten 5 Millionen Stimmen gibt es einen Zuschuss von 0
51 € finanziert
Jede weitere wird mit 0
Aber nicht nur die erhaltenen Stimmen einer Wahl spiegeln die Verwurzelung in der Gesellschaft wider
Auch Parteispenden werden berücksichtigt
Für jeden Euro aus Beiträgen oder Spenden gibt Staat 0
51 € hinzu
Allerdings werden nur die ersten 3067 Euro pro Person berücksichtigt
Für die staatlichen Mittel wurden aber generelle Obergrenzen festgelegt
daß eine Partei nicht mehr Geld vom Staat erhalten darf
Zum einen gibt es die relative Obergrenze die festlegt
als sie selbst erwirtschaftet hat
Und zum anderen gibt es die absolute Obergenze
Sie legt fest
wieviel der Staat den Parteien insgesamt zur Verfügung stellt
Derzeit liegt diese Grenze bei 133 Mio €/Jahr
werden die staatlichen Zuschüsse anteilig verteilt
Werden diese 133 Mio €/Jahr überschritten und das passiert regelmäßig
Die Regelungen wurden auf Grund von Urteilen des Bundesverfassungsgerichts und von Skandalen um die Parteienfinanzierung mehrfach geändert
das am 1
Zuletzt klagten die Parteien ödp und Graue Panther gemeinsam erfolgreich vor dem Bundesverfassungsgericht gegen eine Änderung des Parteienfinanzierungsgesetzes
Januar 2005 in Kraft getreten wäre
um relevante Zuschüsse zu bekommen
Kernpunkt dieser Klage ist die Festlegung
das Parteien bei mindestens drei Landtagswahlen 1% der Stimmen haben müssen
Bisher und somit auch weiterhin gilt als Grenze 1% in einem Bundesland. [Bearbeiten]
Entwicklung der Parteien in Deutschland
Hauptartikel: Geschichte der Parteien in Deutschland Nachdem in der ersten Bundestagswahl viele Parteien in den Bundestag gewählt wurden
befürchtete man teilweise wieder Weimarer Verhältnisse (Parteienzersplitterung)
Bereits in der ersten Legislaturperiode nahm die Zahl der Fraktionen ab
FDP)
SPD
In der Folge konzentrierten sich die Stimmen mit der Zeit fast vollständig auf die drei großen Fraktionen (CDU/CSU
Erst in den 80ern schaffte mit den Grünen wieder eine vierte Partei den Einzug in den Bundestag
Seit der Wiedervereinigung ist mit der PDS eine weitere Partei im Bundestag vertreten. [Bearbeiten]
Parteienkritik
In Deutschland gibt es inzwischen eine große Parteienverdrossenheit
Es wird oft Kritik an der heutigen Macht der Parteien geäußert
Kritikpunkte sind: der Fraktionszwang die Parteienfinanzierung und Spendenskandale Vetternwirtschaft Entstehen einer Oligarchie mangelnde innerparteiliche Demokratie [Bearbeiten]
Aktuelle Grundsatzprogramme der in bundesdeutschen Landesparlamenten und/ oder im Bundesparlament vertretenen Parteien
Grundsatzprogramm der CDU vom 23
Februar 1994 auf Parteitag in Hamburg Grundsatzprogramm der CSU vom Oktober 1993 Grundsatzprogramm der SPD vom 20
Dezember 1989 und 14
April 1998 auf Parteitagen in Berlin und Leipzig Grundsatzprogramm der FDP vom 24
Mai 1997 auf Parteitag in Wiesbaden Grundsatzprogramm von Bündnis '90/Die Grünen vom 17
März 2002 auf Bundesdelegiertenkonferenz in Berlin Grundsatzprogramm der PDS vom 26
Oktober 2003 auf Parteitag in Chemnitz [Bearbeiten]
Im
deutschen Bundestag
vertretene Parteien
CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands (in Fraktiongemeinschaft mit der CSU) CSU – Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (in Fraktionsgemeinschaft mit der CDU) FDP – Freie Demokratische Partei GRÜNE – Bündnis 90/Die Grünen PDS – Partei des Demokratischen Sozialismus (seit 2002 ohne Fraktionsstatus
vertreten durch zwei Direktmandate) SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands [Bearbeiten]
In einzelnen
Landtagen
vertretene Parteien
Bremische Bürgerschaft) FAKT - Frieden
DVU – Deutsche Volksunion (Landtag Brandenburg
Arbeit
Freie Wähler
Kultur und Transparenz (Landtag Nordrhein-Westfalen) NPD – Nationaldemokratische Partei Deutschlands (Landtag Sachsen) SSW - Südschleswigscher Wählerverband (Landtag Schleswig-Holstein) Siehe auch: Liste der politischen Parteien in Deutschland
Politische Parteien in der Schweiz
Politische Parteien in Österreich. [Bearbeiten]
Geschichte der Parteien in Deutschland Parteinahe Stiftungen
Farben der Parteien
Viele Parteien in Deutschland werden Anhand bestimmter Farben gekennzeichnet
unter Anderem bei Wahlkampfstatistiken im Fernsehen
Sie werden auch im umgangssprachlichen Bereich verwendet
wurde es Symbolfarbe für eine Partei der Umwelt und Ökologie
um etwas politisch zuzuordnen
wie beispielsweise wenn man Menschen als "schwarz wie die Nacht" bezeichnet. CDU - schwarz: Die Farbe schwarz charakterisiert christlich-konservative Parteizugehörigkeit und entstammt historisch der zumeist schwarzen Kleidung der Pfarrer. SPD - rot: Das Rot der Kommunisten und Sozialisten geht auf die Kopfbekleidung der Jakobiner bei der Französischen Revolution zurück und wird seitdem immer mit revolutionärem Gedankengut in Verbindung gebracht. FDP - gelb: Die gelb-blaue Farbgebung der FDP geht auf einen Farbvorschlag von Werbefachleuten für eine Landtagswahl in Baden-Württemberg 1972 zurück. Bündnis '90/Die Grünen: Da grün mit Natur und Vegetation in Verbindung gebracht wird
um nicht die gleiche Farbe der SPD zu verwenden
Außerdem ist die Farbe grün im Namen der Partei enthalten. PDS - rosa: Im Fernsehen wird diese Farbe lediglich als Differenzierung verwendet
Bei einer Koalition von SPD und PDS spricht man dagegen von Rot/Rot. Nationalistische Parteien werden in der Regel mit braun assoziiert. [Bearbeiten]
Weblinks
CSU
FDP
SPD
Sammlung der wichtigsten Daten und Links zu 49 Parteien (http://www.parteien-online.de) Deutsches Parteiengesetz (http://www.bundestag.de/parlament/gesetze/pg/index.html) Oskar Niedermayer: Parteimitglieder seit 1990 (http://www.polwiss.fu-berlin.de/osi/osz/forschng.htm#Mitglieder) laufend aktualisierte Dokumentation über die Zusammensetzung der Mitgliedschaften von CDU
GRÜNE und PDS fr:Partis politiques allemands
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Politische Parteien in Deutschland
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