Zum Forum
Passwort vergessen?
Noch keinen Account?
lexikon
Hauptseite
Zufälliger Artikel
Diskussion
Diskussion : Plenterwald
Links
Forum
Portale
Reisen
Versicherung
Inhaltsverzeichnis
Hauptmenü
Home
Editorial
Bildung
E-Learning
Fremdsprachen
Magazin
Wissen
Wörterbücher
Enzyklopädien
Expertendienste
Wissenswertes
Praktische Ratgeber
--------------------------
Biologie
Chemie
Computer
Film/ Theater
Geografie
Geschichte
Jura
Kunst
Literatur
Mathematik
Medizin
Musik
Philosophie
Physik/ Astronomie
Politik
Psychologie
Religionen
Sport
Umwelt
Wirtschaft
Reisen
Lexikon
Versicherung
Suchen
Schnellsuche
Suchmaschinen
Metasuchmaschinen
Webkataloge
News
Treffpunkt
Chat
Forum
Suche
Schnellsuche
Sitemap
Kontakt
Impressum
Plenterwald
Stichpunkte
Allgemein
Ein Plenterwald ist ein durch Plenterbetrieb entstandener Hochwald
in dem Bäume aller Altersstufen kleinstflächig bis einzelstammweise vermischt sind
Der Plenterwald ist ein sich stetig verjüngender Dauerwald
Im Plenterbetrieb werden einzelne Bäume gefällt und so ein permanenter Hochwald geschaffen
Trotz des vermeintlich urwaldähnlichen Charakters stellt der Plenterwald einen extensiv bewirtschafteten Forst dar. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Geschichte 2 Bewirtschaftung 3 Verbreitung und Ansprüche 4 Ökologie 5 Literatur 6 Weblinks [Bearbeiten]
Geschichte
ist unklar
daraus herstellen) stammt
Ob sich der Ausdruck Plenter vom Plunder (wertloses Zeug) oder von der lateinischen Wortwurzel plenere (=voll machen
Die Bezeichnung des Begriffes leitet sich wahrscheinlich von Plünderwald ab
der im Mittelalter und in der Neuzeit als Gemeine Mark (Allmende) gemeinsam genutzter Bauernwald
in dem sich jeder schlagreife Bäume Einzelstammweise fällte
Solche Wälder wurde ungeregelt genutzt
z.B. während der Holznot des Mittelalters und der Neuzeit
führte diese Übernutzung zum Plünderwald - ein früher teilweise synonym zu Plenterwald gebrauchter Begriff. Bis zum 19
Bei steigender Nutzungsintensität
Jahrhundert wurden Plenterwälder überwiegend nicht geregelt genutzt
Von 1827 bis zum Ende des 19
Jahrhunderts war Plenterung in weiten Teilen Frankreichs und Deutschlands daher verboten. [Bearbeiten]
Bewirtschaftung
Bild nicht gefunden Vergleich der Stammzahlverteilungen im Altersklassen- und Plenterwald
üblicherweise Fichten und Weißtanne
Plenterung im eigentlichen Sinne ist eine Bewirtschaftung von Schattenbaumarten
Sie ist meist an das Vorkommen der Weißtanne gebunden
Jahrzehnte im Unterstand zu verharren und nach Freistellung noch zu einem herrschendem Baum heranzuwachsen
Der Weißtanne ist es aufgrund ihrer besonderen Schattentoleranz und Wuchsdynamik möglich
Die Nachhaltigkeit der Holznutzung eines Forstbetriebes wird im Plenterwald durch das gleichmäßige Nachwachsen von Bäumen auch auf einer kleinen Parzelle erreicht
Die richtige Plenterung erfordert die fachliche Bewertung eines jeden einzelnen Baumes ab eines gewissen Alters
wenn Parzellen mit Bäumen jeder Altersstufe nachwachsen
Im Gegensatz dazu ist die demographische Nachhaltigkeit von Altersklassenwäldern nur über größere Flächen gewährleistet
an der Plenter- oder Gleichgewichtskurve. Sie ist näherungsweise eine exponentiell abfallende Kurve von einer hohen Anzahl dünner Bäume zu einer geringen Anzahl dicker Bäume
Die Nachhaltigkeit des Plenterwaldes wird am Verhältnis von Stammanzahl zu Durchmesserverteilung gemessen
eine zielgerichtete forstliche Tätigkeit über mehrere Generationen. [Bearbeiten]
wo es überhaupt möglich ist
Das Herstellen eines solchen Gleichgewichts aus einem einschichtigen Bestand erfordert dort
Verbreitung und Ansprüche
wo sich die ökologischen Ansprüche von Rotbuche (Laubmischwälder) und die der Weißtanne (Buchen-Tannen-Wälder oder Buche-Tanne-(Fichte)) überschneiden
bzw. die Rotbuche bereits eingeschränkt ist
Ein Plenterbetrieb ist daher dort am ehesten möglich
Geographisch entspricht dies dem Gebiet von Thüringen im Norden bis nach Süden in das Alpenvorland
sowie von den Vogesen im Westen bis weit nach Osten
Innerhalb dieses Raumes würde nach Ellenberg (1996) am ehesten mehr oder weniger rotbuchen- oder fichtenreiche (Fagion) Buchen-Weißtannen-Wälder oder Weißtannen-Fichten-Wälder auf folgenden Standorten gedeihen: planare bis montane basenreiche Böden im subkontintalen Klima
auf niederschlagsreichen tonigen (basenreichen) Böden im montanen bis subalpinen Bereichen
im Allgäu und im Bayerischen Wald vor
oder auf staunassen Böden in niederschlagsreichen Submontan- und Montanklima. In Deutschland kommen Plenterwälder in Bauernwäldern im Schwarzwald
Im thüringischen Hainich findet man die Sonderform von reinen Buchenplenterwäldern
In der Schweiz sind Plenterwälder weit verbreitet
Vor allem im Jura und Emmental wird hier mit Fichte und Weißtanne geplentert
in Österreich und Slowenien geplentert. [Bearbeiten]
Außerdem wird auch im französischen Jura
Ökologie
Die Unterscheidung zwischen natürlichen Tannenwäldern oder buchenreichen Mischwäldern
in denen die Tanne durch Plenterung begünstigt wurde
fällt schwer
Die Unterschiede zur Plenterphase eines Urwaldes sind auf den ersten Blick nicht immer zu erkennen
ob der Plenterwald generell der potentiell natürlichen (pnV) Waldgesellschaft des Standortes entspricht. Schon die sehr geringen Eingriffe des Plenterbetriebes
Es kann auch nicht generell bewertet werden
also das Fällen von selektierten Einzelstämmen
die Artenzusammensetzung der Baumschicht erheblich beeinflussen
Der Plenterbetrieb begünstig die Weißtanne (Abies alba) gegenüber der Rotbuchenstandorten (Fagus sylvatica) (H
Ellenberg 1996). Durch diese Eingriffe entsteht deutlich differenzierte vertikale Struktur
Der Unterwuchs ist vital und entspricht potenziell der Plenterphase eines Urwaldes
da die Bäume meist vor ihrem biologischen Alterstod entnommen werden
Totholz fehlt jedoch weitgehend
In der horizontale Struktur ist der Plenterwald aber ärmer und gleichförmiger als ein Urwald
da Flächen mit ausgesprochenen Verjüngungs- und Zefallsphasen fehlen. Der künstlich gehaltene Hochwaldzustand widerspricht je nach pnV mehr oder weniger stark der natürlichen Waldentwicklung
In Gebieten
entspräche der Altersklassenwald der natürlichen Entwicklung möglicherweise eher
als der andauernde Hochwaldzustand des Plenterwaldes
die natürlicherseits reine Nadelholzwälder (Fichtenwald
Tannenwald) als pnV aufweisen würden
der natürlicherweise am ehesten in rotbuchenreichen Laubmischwäldern zu finden ist
Auf der anderen Seite ist der Tannen-Buchen-Plenterwald ein Dauerzustand
In der Forstwirtschaft des 18. und 19
die mit massiven Aufforstungen der fortschreitenden Verwüstung Mitteleuropas entgegen zu steuern versuchte
Jahrhunderts
wurden auf den erodierten und verarmten Böden vermehrt reine Nadelholzforste angepflanzt und als Altersklassenwald betrieben
In den meisten Lagen enstprechen diese Nadelholzforste aber nicht der pnV und sind damit als sehr naturfern einzustufen
In einigen Gebieten
wie in Mooren und an Gewässern muss man sie gar als schädlich einstufen. Die sehr viel selteneren Plenterwälder hingegen weisen eine deutlich differenzierte vertikale Struktur auf
Plenterwälder weisen deutliche Stockwerke auf
da Vegetation aller Wuchshöhen vorkommt
Seit dem 20
als ein Fichtenwald
Jahrhundert werden mehr und mehr Forste umgestellt
da ein Mischwald als dauerhafter Hochwald weniger schadanfällig ist
Dies fördert auch potenziell die Artenvielfalt der Flora und Fauna
aber nicht als natürlich. Siehe auch: Wald
Die Artenzusammensetzung des Forstes wird bei Plenterbetireb in den meisten Fällen als relativ naturnäher zu beurteilen sein
Portal Umweltschutz
Durchforstung
Waldgesellschaften Mitteleuropas [Bearbeiten]
Mittelwald
Femelwald
Literatur
Jean-Philippe Schütz: Der Plenterwald und weitere Formen strukturierter und gemischter Wälder; Parey Buchverlag Berlin 2001; ISBN 3-8263-3347-0 Heinz Ellenberg: Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen
Eugen Ulmer Stuttgart
1996
ISBN 3825281043 [Bearbeiten]
Weblinks
PDF: Die Plenterung und ihre unterschiedlichen Formen - Skript Prof
J.-Ph
Schütz (http://www.fowi.ethz.ch/pwb/D_PROF/englisch/pdf/Plenterskript.pdf)
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Plenterwald
aus der freien Enzyklopädie
wikipedia
und steht unter der
GNU Lizenz für freie Dokumentation
. In der wikipedia ist eine
Liste der Autoren
verfügbar.
Identität (Film)
Überalterung
Martial Arts
Max Havelaar Liberation Front
Iglu
Stecki
[ Zurück ]
Inhalt Lexikon:
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Chat
|
Lexikon
|
Reisen
|
Versicherung
|
Forum
|
Kontakt