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Plattentektonik
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Allgemein
Bild nicht gefunden Tektonische Platten Plattentektonik (engl.: plate tectonics) bezeichnet das Erklärungsmodell für dynamische Abläufe von Teilen der Erdkruste wie die Entstehung von Gebirgen
die Erdbeben
die Bewegungen von Kontinentalschollen
die Vulkanaktivitäten sowie die Kontinentalverschiebung
dass die verhältnismäßig leichten
granitischen Gesteine der kontinentalen Kruste (Sial)
aber zähflüssigen Untergrund aus basaltischem Material (Sima) schwimmen
auf dem dichteren
löste jedoch erst seit 1970 das Plattentektonik-Modell die älteren Theorien zur Gebirgsbildung und zur Struktur der Erdoberfläche ab
Nachdem schon 1915 Alfred Wegener (1880 - 1930) postulierte
Die älteren Theorien waren die auf der Kontraktionshypothese aufbauende Geosynklinaltheorie
die Expansionshypothese und die Pulsationshypothese. Neben der Kontinentaldrift-Theorie von Alfred Wegener sind in die Plattentektonik-Theorie auch Elemente der Unterströmungstheorie von Otto Ampferer aufgenommen
Nord- und Südamerikanische
Permanenztheorie. Bild nicht gefunden Das Prinzip der Plattentektonik (unmaßstäblich) Grundlegend für die Plattentektonik ist die fragmentierte Struktur der Lithosphäre
die primär in sieben große Platten (die Pazifische
Siehe auch: Geschichte der Geologie
Afrikanische
Antarktische
Eurasische und die Indisch-Australische Platte) aufgeteilt ist
Nazca_(Erdplatte)
Somali
Arabische und Philippinische Platte) über deren Zusamenhang jedoch unterschiedliche Angaben vorliegen
Cocos
Daneben gibt es noch etliche kleinere Platten (wie z.B. die Karibische
Diese Platten sind durch die Mittelozeanischen Rücken und die Tiefseegräben von einander getrennt
das aus dem Oberen Erdmantel austritt
An den Rücken entsteht aus basaltischem Magma
Sea-Floor-Spreading)
neue ozeanische Kruste (Ozeanboden Spreizung
In den Tiefseegräben sinkt die Kruste wieder in den Mantel ab und wird vernichtet (Subduktion)
Die eigentlichen Kontinentalblöcke aus vorwiegend granitischem Material werden
zusammen mit den umgebenden Ozeanböden
bzw. auf die Subduktionszonen zu geschoben
wie auf einem Fließband
von den Spreizungszonen weg
Nur ein Zusammenstoß mit einem anderen Kontinent kann diese Bewegung aufhalten
kann sie nicht mit dieser zusammen in den Subduktionszonen abtauchen. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Da die kontinentale Kruste relativ zu den Ozeanböden aber spezifisch leichter ist
"Verbergen") 1 Geschichte der Theorie der Plattentektonik 2 Gebirgsbildung und Vulkanismus im Licht der Plattentektonik 2.1 Mittelozeanische Rücken 2.2 Intrakontinentale Gräben 2.3 Kordilleren- oder Andentyp 2.4 Kollisionstyp 2.5 Hot-Spots 3 Ursachen der Plattentektonik und ungelöste Probleme 4 Plattentektonik auf anderen Himmelskörpern 5 Plattenverschiebungen in der Erdgeschichte 5.1 Verschiebungen in der Vergangenheit 5.2 Verschiebungen in der Zukunft 5.2.1 In 20 Millionen Jahren ..
5.2.2 In 40 Millionen Jahren ..
5.2.3 In 50 Millionen Jahren ..
5.2.4 In 80 Millionen Jahren ..
5.2.5 In 90 Millionen Jahren ..
5.2.6 In 150 Millionen Jahren ..
5.2.7 In 200 Millionen Jahren ..
5.2.8 Allgemein 6 Literatur 7 Kritische Literatur 8 Weblinks [Bearbeiten]
Geschichte der Theorie der Plattentektonik
Die wohl offensichtlichsten und daher geschichtlich am frühesten erkannten Hinweise auf Kontinentaldrift und Plattentektonik dürften von der Ähnlichkeit zwischen der Ostküste Südamerikas und der Westküste Afrikas ausgehen
also die atlantische Küste von Afrika und die pazifische Küste von Südamerika bezogen haben (nach Keary und Vine
doch soll Bacon sich nur auf die Ähnlichkeit der Westküsten beider Kontinente
Häufig wird der erste Hinweis darauf Sir Francis Bacon im Jahre 1620 zugeschrieben
Blackwell Scientific Publications
1990
Global Tectonics
Oxford)
Dagegen soll der Theologie-Professor Theodor Christoph Lilienthal in Königsberg angesichts der Ähnlichkeit der gegenüberliegenden Küsten Südamerikas und Afrikas als erster 1756 die Möglichkeit erwogen haben
daß sie einstmals nahe beieinander lagen
Das Auseinanderbrechen brachte er mit einer biblischen Katastrophe in Verbindung
daß der Atlantik durch einen katastrophalen Strom ausgewaschen wurde
Alexander von Humboldt beschrieb 1801 und 1845 die Ähnlichkeit der gegenüberliegenden Küsten Südamerikas und Afrikas und spekulierte
als er die erste Karte veröffentlichte
auf der die Alte und die Neue Welt ohne trennenden Ozean zu sehen waren
Im Jahre 1858 ging der US-Amerikaner Antonio Snider-Pellegrini einen Schritt weiter
Er mutmaßte
dass es die biblische Sintflut gewesen sei
welche die Kontinente voneinander getrennt habe
Um die Jahrhundertwende wurde das Auseinanderdriften des amerikanischen und des afrikanischen Kontinents mit der Entstehung des Mondes aus dem Pazifik in Verbindung gebracht. Der österreichische Geologe Eduard Suess (1831 - 1914) vertrat in seiner Buchreihe "Das Antlitz der Erde" zunächst die Landbrücken-Theorie
um die markanten Ähnlichkeiten zwischen bestimmten fossilen Tier- und Pflanzenvergesellschaftungen auf verschiedenen heutigen Kontinenten zu erklären
Später postulierte er jedoch die Existenz von zwei ehemals zusammen hängenden großen Landmassen
Für die südlichere von beiden prägte Suess den Namen Gondwana-Land
Dieser Kontinent habe noch im Mesozoikum alle heutigen Kontinente der südlichen Hemisphäre
umfasst
einschließlich Indien
Zu Beginn des Känozoikums aber seien große Teile dieses Kontinents abgesunken und wären zu Ozeanen geworden
der in der erdgeschichtlichen Vergangenheit auseinander gebrochen war
dass diese Bruchstücke eines ehemals größeren Kontinents gewesen sein könnten
In seinem 1915 veröffentlichten Buch "Die Entstehung der Kontinente und Ozeane" folgerte Alfred Wegener (1880-1930) aus der genauen Passung der Küstenlinien von Südamerika und Afrika
also die unter Wasser liegenden Teile eines Kontinents betrachtet
sondern die Schelfränder
Die Passung ist noch perfekter
wenn man nicht die Küstenlinien
ein im Süßwasser lebendes Reptil
Daneben sammelte Wegener weitere Argumente: Faltengürtel und Scherzonen aus Südamerika lassen sich in Afrika mit sehr ähnlichen Gesteinsabfolgen und Deformationsmustern vergleichen. Diamantlagerstätten in Südamerika und Westafrika weisen geologische Ähnlichkeiten auf. Auf allen Südkontinenten finden sich Klima-Zeugen der permo-karbonen Eiszeit. Bestimmte fossile und rezente Floren und Faunen beiderseits des Atlantiks stimmen überein: Kälteliebende Farne mit zungenförmigen Blättern (Glossopteris-Flora) waren auf allen Südkontinenten verbreitet. Das Fossil Mesosaurus
konnte sowohl in Afrika als auch in Südamerika nachgewiesen werden
sondern alle bekannten Kontinentalmassen umfasste
Die Seekuh Manatus kommt heute sowohl in Westafrika als auch in Mittel- und Südamerika vor. Bild nicht gefunden Pangäa Anhand solcher Indizien rekonstruierte Wegener einen Superkontinent
den er Pangäa nannte
der nicht nur die Südkontinente
die die Kontinente zerbrechen und auseinander treiben ließ
etwa wie ein Eisberg im Meer treibt. Als mögliche Kraft
oder Präzessionskräfte
den charakteristischen Elementen des Granits) auf dem dichteren Untergrund "schwimmen" (das so genannte SiMa - nach Silizium und Magnesium
schlug Wegener verschiedene astronomische Kräfte vor: z.B. die Abbremsung der Erdrotation durch die Gezeitenreibung des Mondes
Nach seiner Theorie sollten die spezifisch leichten Kontinente (das so genannte SiAl - nach Silizium und Aluminium
den vorherrschenden Elementen im Basalt)
die durch die Erdrotation erzeugte Fliehkraft
Die "Polflucht"
sollte die Kontinentalmassen langsam in Richtung auf den Äquator zu bewegen
das heißt
um die Drift der Kontinente zu erklären
dass letztlich diese Kräfte nicht ausreichten
Aber selbst Wegener war klar
Gerade deshalb wurde Wegeners Theorie zu seinen Lebzeiten von den meisten Geowissenschaftlern abgelehnt. Ein weniger wissenschaftliches Motiv von Wegeners Gegnern bestand aber wohl in den Eifersüchteleien zwischen den damals streng voneinander getrennten Teilgebieten der Geowissenschaften
Da sich Wegener ursprünglich mit Astronomie
Meteorologie und Klimatologie beschäftigt hatte
galt er vielen "echten" Geologen als ein unqualifizierter "Quereinsteiger"
dass die Mittelozeanischen Rücken vulkanisch aktiv sind
dass sich der Radius der Erde im Laufe ihres Bestehens signifikant vergrößert hätte
in größerer Entfernung von den Mittelozeanischen Rücken auch immer mächtiger und älter werden. Die einleuchtendste Erklärung für diese Phänomene war
dass die Sedimentgesteine
die die Tiefseeböden bedecken
wie es in der alten Expansionshypothese gefordert wurde
die ständig an den Mittelozeanischen Bruchzonen austreten und erstarren
dass die wiederholte Umpolung des Erdmagnetfelds im Laufe der Erdgeschichte ein genau spiegelsymmetrisches "Streifenmuster" auf beiden Seiten des Mittelatlantischen Rückens erzeugt hatte. Außerdem erkannte man
meist in Form von Kissenlava. Bei paläomagnetischen Messungen dieser Basalte entdeckte man
dass die basaltischen Magmen
als man grundlegend neue Erkenntnisse über die Geologie der Ozeanböden erlangte. Man erkannte z.B.
den Ozeanboden in entgegengesetzte Richtungen aus einander drücken
so dass er sich im Laufe der Zeit immer weiter ausdehnt (Sea-Floor-Spreading). Nun gibt es bis heute keine eindeutigen Anzeichen
und dass dort an langen Bruchspalten große Mengen an basaltischer Lava austreten
Der Paradigmenwechsel setzte etwa um 1960 ein
dass die neu gebildete ozeanische Kruste an anderer Stelle wieder vernichtet werden müsse. Dafür spricht
Dies legte den Gedanken nahe
der älter als 200 Millionen Jahre wäre
dass man bis heute keinen Ozeanboden entdeckt hat
Die Hälfte aller Ozeane ist nicht einmal älter als 65 Millionen Jahre
gebildet hätten. Als Ort der Vernichtung ozeanischer Kruste wurden in den 1970er Jahren die Tiefseegräben erkannt
die sich
Hiermit wurde die alte
die besonders den Pazifischen Ozean umgeben
wie die Kontinente
nach der die Ozeane uralte Einsturzbecken seien
fixistische Vorstellung widerlegt
schon bald nach Formung der ersten festen Kruste um die glutflüssige Urerde
Wegen ihrer starken seismischen und vulkanischen Aktivität wird diese Zone auch als "Pazifischer Feuerring" bezeichnet. Geophysikalische Messungen offenbarten dort schräg geneigte seismische Reflexionsflächen (Benioff-Zone)
oder andere ozeanische
an denen anscheinend schwere ozeanische Kruste unter kontinentale
Kruste geschoben wird und absinkt
Typisch für diese Zonen sind die tiefen Erdbeben
deren Epizentren in Tiefen von 320 bis 720 km liegen können
auf dem sich die Kruste seitlich verschieben kann
die schließlich zum Zerbrechen und Aufschmelzen der subduzierten Platte führt. Als Substrat
gilt die
in der sich die seismischen "P-Wellen" nur langsam ausbreiten
sog. "Low-Velocity Zone" (Asthenosphäre)
etwa 300 km mächtige
Dieser Befund wird mit der starken Reibung zwischen den absinkenden Platten und dem umgebenden Gestein erklärt
fließfähigen Gesteinspaketen unterhalb der starren
70-120 km mächtigen Lithosphäre. Die neue Technik der Satellitenaufnahmen lieferte schließlich einen direkten Nachweis der Kontinentaldrift
Diesen Befund interpretierte man mit der Existenz von teilweise aufgeschmolzenem
Die Geschwindigkeit der Ozeanboden-Spreizung variiert zwischen den einzelnen Ozeanen
bewegt sich aber in der Größenordnung von einigen Zentimetern pro Jahr. [Bearbeiten]
Gebirgsbildung und Vulkanismus im Licht der Plattentektonik
Im Gegensatz zu der klassischen Geosynklinal-Theorie
dass die meisten gebirgsbildenden und vulkanischen Prozesse an die Plattenränder gebunden sind. [Bearbeiten]
geht man heute davon aus
Mittelozeanische Rücken
Die Mittelozeanischen Rücken werden heute als die größten zusammenhängenden Gebirgssysteme des Planeten Erde angesehen
Dort herrschen aber expansive Kräfte vor
so dass die Gesteine nicht gefaltet werden
Statt dessen herrscht Bruchtektonik mit der Bildung von tektonischen Gräben und Horsten vor
Charakteristisch für die Mittelozeanischen Rücken sind Transform-Störungen
die die vulkanisch aktiven Zentralgräben in unregelmäßigen Abständen etwa rechtwinklig zerschneiden und die einzelnen Abschnitte gegeneinander versetzen
weil sich hier die tektonischen Spannungen entladen
Auch die Transformstörungen sind seismisch aktiv
die durch Plattenbewegungen schräg zu den zentralen Rücken aufgebaut werden
Ein bekanntes Beispiel ist die erdbebengefährdete San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien
die die kleine Gorda-Platte von der Pazifischen Platte trennt
hydrothermale Schlote
das an die Mittelozeanischen Rücken gebunden ist
Ein eigentümliches vulkanische Phänomen
sind die Black Smoker
mineralgesättigte Wässer austreten. [Bearbeiten]
an denen überhitzte
Intrakontinentale Gräben
sind mit vulkanischer Aktivität verbunden
Auch die tektonischen Gräben
die
wie das Rift-Valley in Ostafrika
als die allererste Phase der Ozeanbildung aufgefasst werden
Charakteristisch ist hier die Aufwölbung der umgebenden kontinentalen Kruste
die zur Heraushebung von ausgedehnten Grundgebirgs-Massiven
oder Schilden führt
dass sich unter dem afrikanischen Kontinent eine stationäre Wärmequelle befindet
die die Kruste aufwölbt und zerreißt
Gerade die ungewöhnliche durchschnittliche Höhenlage des Afrikanischen Schildes lässt viele Wissenschaftler vermuten
langgezogene Meeresbecken
die sich mit der Zeit zu echten Ozeanen ausweiten können. [Bearbeiten]
Bei zunehmender Ausweitung der Bruchzonen bilden sich schmale
wie das Rote Meer
Kordilleren- oder Andentyp
wie an der Westküste Amerikas
Der klassische Kordillerentyp der Kettengebirge findet sich über den Subduktionszonen
in denen ozeanische Kruste direkt unter kontinentale Kruste subduziert wird
Hier herrschen besonders komprimierende Bedingungen
in tektonischen Decken über einander schieben und falten
die die Gesteinspakete herausheben
und in den Tiefseegräben des West-Pazifiks
warum die Subduktion an der Ostküste Asiens
In größeren Tiefen kann es in diesen Zonen durch die erhöhten Drucke und Temperaturen auch zu Regional- Metamorphosen und Aufschmelzungen (Anatexis) kommen. Es ist nicht ganz klar
zur Bildung von gekrümmten Inselbögen
wie den Aleuten
wie dem Marianen- und dem Tonga-Graben
oder den japanischen Inseln führt
Wahrscheinlich ist die relative Geschwindigkeit der auf einander treffenden Platten entscheidend
Während der amerikanische Kontinent die Pazifische Platte mit großer Geschwindigkeit überfährt
können sich zwischen den asiatischen Inselbögen und dem vorlagernden Kontinent noch sog. "Back-arc Basin" entwickeln
In beiden Fällen werden jedoch die subduzierten Platten in der Hitze des Oberen Mantels aufgeschmolzen und die erhitzten andesitischen bis granitischen Magmen dringen durch die Gesteine der überlagernden Faltengebirge bis an die Oberfläche
Dort speisen sie die zum Teil hochexplosiven vulkanischen Eruptionen. [Bearbeiten]
Kollisionstyp
kommt es zum Kollisionstyp der Gebirgsbildung
In dem Moment
in dem die ozeanische Kruste zwischen zwei Kontinentalblöcken vollständig subduziert worden ist
wie z.B. beim Zusammenstoß des indischen Subkontinents mit der eurasischen Landmasse im Himalaya
beliebig verkompliziert werden
Das Bild kann aber durch das schräge Aufeinandertreffen der Blöcke und das Vorhandensein von "Mikrokontinenten"
wie der Apenninhalbinsel im Mittelmeer
während die Iberische Halbinsel
dass ozeanische Kruste zumindest zeitweilig sowohl unter die Afrikanische als auch unter die Eurasische Platte subduziert wurde
der Sardo-korsiche Block und die Apenninhalbinsel zwischen den großen Kontinentalblöcken im Gegenuhrzeigersinn rotiert wurden
Hier scheint es
Last
but not least existieren auch Gebiete wie die südostasiatische Inselwelt oder die Karibik
in denen zwei ozeanische Platten in gegenläufigem Sinn unter eine andere ozeanische Platte subduziert werden
Nicht zufällig gehören die vulkanischen Eruptionen in diesen Gegenden zu den gewaltigsten überhaupt. [Bearbeiten]
Hot-Spots
wie der sogenannte Hot spot-Vulkanismus in dieses Bild passt
Es ist nicht ganz klar
wie auf Hawaii
den sogenannten Diapiren oder Plumes
basaltische Laven gefördert
Sowohl auf Island
werden aus stationären Magmakammern im Oberen Mantel
befindet sich Hawaii mitten in der Pazifischen Platte
Während Island jedoch genau auf dem Mittelatlantischen Rücken liegt und vielleicht aktiv an der Spreizung des Nordatlantiks beteiligt ist
dass die ozeanische Kruste kontinuierlich über einen stationären Hot Spot geglitten ist
dessen Vulkanschlote in regelmäßigen Abständen den Ozeanboden durchschlagen haben
Die langen Inselketten des Südpazifiks erklären sich dadurch
sondern um einen beweglichen Hot-Spot handelt
Zumindest für die Inseln von Hawaii weisen neue Erkenntnisse darauf hin
dass es sich dort nicht um einen stationären
Die Wissenschaftler untersuchten die magnetische Ausrichtung im ehemals geschmolzenen Gestein
dass sich die Wärmequelle unter der tektonischen Platte bewegt. [Bearbeiten]
Die Ergebnisse decken sich nicht mit der bisherigen Annahme
sondern legen die Vermutung nahe
Ursachen der Plattentektonik und ungelöste Probleme
die die Bewegungen der Platten auslösen und vorantreiben
wie zu Zeiten Wegeners
so herrscht über die Kräfte im Erdinneren
Wenn die Realität der Kontinentaldrift unter Geowissenschaftlern auch kaum noch bezweifelt wird
im Grunde noch fast so viel Unklarheit
Die heute am meisten vertretene Meinung geht von Konvektionsströmen aus
die sich auf Grund des Wärmeaustauschs zwischen dem heißen Erdmantel und der kühleren Erdkruste bilden
Die Energie für die Aufheizung des Magmas liefern wahrscheinlich radioaktive Zerfallsprozesse
Die Reibungsenergie der Gezeitenwirkung des Mondes auf den Erdkörper kann wohl vernachlässigt werden
Leider bilden Konvektionsströme unter Laborbedingungen
sehr hoch strukturierte und symmetrische Formen aus
wie etwa Bienenwabenmuster
z.B. in erhitzten zähen Flüssigkeiten
und ihren Bewegungen vereinbaren
Dies lässt sich kaum mit der tatsächlich beobachteten Gestalt der geotektonischen Platten
Andere Autoren unterstreichen eher die Wirkung der Gravitation auf die Bewegung der Platten
nimmt auch ihre Dicke und Dichte ständig zu
Während sich die ozeanische Kruste von den Mittelozeanischen Rücken entfernt und auskühlt
unter dem eigenen Gewicht
wieder in den Mantel abtaucht
Schließlich sei der Punkt erreicht
an dem sie praktisch von selbst
Die basaltischen Magmen an den Mittelozeanischen Rücken würden somit den Ozeanboden nicht aktiv auseinander drücken
sondern die Spalten öffnen sich passiv
durch den seitlichen Zug zu den Subduktionszonen hin
Die Aufschmelzung der Magmen an den Mittelozeanischen Rücken beruhe somit eher auf seitlicher Druckentlastung
denn auf erhöhten Wärmefluss aus der Tiefe
sich gegenüber liegenden Konvektionszentren aus
Eine andere Theorie geht von nur zwei
was das dortige Vorherrschen von Dehnungsbrüchen und das Fehlen einer Subduktionszone am Rand der Afrikanischen Platte erklären würde
Eine heute dominante Zelle läge unter Afrika
Die andere läge auf der anderen Seite des Globus
die ständig an Größe verliert
unter der Pazifischen Platte
der interessanterweise keinerlei kontinentale Kruste beinhaltet
Der Pazifik
wäre somit der Überrest eines urzeitlichen Superozeans Panthalassa
der einst der Pangäa gegenüber gelegen hätte
um den neuen Superozean
Erst wenn sich im Gebiet des heutigen Pazifiks alle Kontinente wieder zu einem neuen Superkontinent vereinigt hätten
der sich aus Atlantik
ein weiteres Mal zu schließen. [Bearbeiten]
Indischem und Arktischem Ozean gebildet hätte
würde sich die Bewegung umkehren. (Wilson-Zyklus) Die neue Pangäa würde wieder auseinander brechen
Plattentektonik auf anderen Himmelskörpern
Nach dem bisherigen Stand der Forschung scheint der Mechanismus der Plattentektonik nur auf der Erde wirksam sein
Das ist für den kleinen Planeten Merkur und für die grossen Monde der Gasplaneten und unseren eigenen Mond noch einfach zu verstehen
Die Lithosphäre dieser relativ zur Erde doch wesentlich kleineren Himmelskörper ist im Verhältnis einfach zu dick
um in Form von Platten mobil sein zu können
warum eine Plattentektonik trotz starkem Vulkanismus nicht in Gang gekommen zu sein scheint
Anders ist aber bei der fast erdgrossen Venus schwer zu verstehen
Eine ganz erhebliche Rolle scheint überraschenderweise dabei das nur auf der Erde vorkommende freie Wasser zu spielen
Offensichtlich dient es hier bis hinunter auf die Kristallgitterebene als reibungsminderndes "Schmiermittel
dass an den Subduktionszonen der Erde nicht nur die Sedimente im Akkretionskeil in die Tiefe gezogen werden
Es ist bekannt
sondern mit ihnen jährlich Milliarden von Tonnen Wasser
Auf der Venus ist es einfach nicht vorhanden
Der Mars dagegen scheint eine Zwischenstellung beanspruchen zu können
Ansätze einer Plattentektonik erkennen zu können
Wasser ist vorhanden und man vermeint
erinnern in gewisser Weise an das Rifting auf der Erde
die den halben Planeten umspannen
Die aufgereihten gigantischen Schildvulkane und Grabensysteme
Dem steht wiederum das Fehlen von eindeutigen Verschluckungszonen gegenüber
ist nicht bekannt
aber vorstellbar
um den Mechanismus wirklich in Gang zu setzen oder der Vorgang kam bereits in der Frühgeschichte des Planeten wieder zum Stillstand. Ob eine Art Plattentektonik auf anders aufgebauten Himmelskörpern stattfindet
Wahrscheinlich reichte die innere Hitzeentwicklung und daraus folgende Konvektion auf diesem relativ kleinen Planeten nicht ganz aus
Als Kandidaten für konvektionsgetriebene weiträumige horizontale Krustenverschiebungen können die Eismonde Europa und Enceladus gelten
dass andernorts Kruste verschluckt werden müsste
Flüssiges Wasser oder weiches Eis könnte an linearen Schwächezonen aufsteigen
das stahlharte Eis der Kruste zur Seite drücken
was wiederum folgen liesse
was Mechanismen der Krustenerneuerung erfordert
Die Oberfläche dieser Monde ist jedenfalls weitgehend geologisch aktiv oder zumindest aktiv gewesen
Der Vulkanismus auf Io dagegen scheint derartig stark zu sein
dass stabile Krustenbereiche in der Art der Platten erst gar nicht entstanden sind. [Bearbeiten]
Plattenverschiebungen in der Erdgeschichte
Wir wissen
wie schnell und wohin sich die großen Platten derzeit bewegen und verschiedene Indizien erlauben uns
ihre Wege in der Vergangenheit zu rekonstruieren
Wegen ihrer Trägheit benötigen sie Dutzende von Jahrmillionen
um ihre Bewegung umzukehren. [Bearbeiten]
um zum Stillstand zu kommen und noch länger
Verschiebungen in der Vergangenheit
dass die Landmasse der Erde vor ca
Man geht davon aus
320 Millionen Jahren im Wesentlichen zwei Kontinente umfasste
hinein erstreckte. Vor etwa 135 Millionen Jahren brach die Kontinentalmasse auseinander
und in den sich von Osten das Tethysmeer
der vom Riesenozean Panthalassa umgeben war
nämlich Gondwana und Laurasia. Vor rund 250 Millionen Jahren waren beide zum Riesenkontinent Pangäa zusammengewachsen
wie eine riesige Bucht
der wieder als Gondwana bezeichnet wird
Das Tethysmeer öffnete sich weiter nach Westen und trennte einen Südkontinent ab
Der Nordkontinent zerfiel durch die Öffnung des Nord-Atlantiks in die beiden Teile Nordamerika und Eurasien. Bis vor ca
100 Millionen Jahren hat sich der Zerfallsprozess der Kontinente weiter fortgesetzt
Afrika
Antarktis und Australien aufgespalten
Indien
Vor allem der große Südkontinent hat sich in Südamerika
Das Tethysmeer trennte nach wie vor die Nordkontinente von den Südkontinenten.. [Bearbeiten]
Verschiebungen in der Zukunft
dass die Platten weiter dynamisch sind
Alle geologischen Beobachtungen weisen darauf hin
wie die Landmassen in 200 Millionen Jahren auf der Erdoberfläche verteilt sein werden
Es lässt sich nicht genau vorhersagen
Voraussagen lassen sich anhand einer Extrapolation der aktuellen Bewegungen erstellen: [Bearbeiten]
In 20 Millionen Jahren ...
wird sich Ostafrika vom übrigen Afrika abspalten und dabei einen neuen Ozean bilden
Spanien löst sich von Frankreich und dreht sich dabei leicht im Uhrzeigersinn
dass Nordaustralien nun am Äquator liegt
Australien und Neuseeland schieben sich so schnell nordwärts
Das Schwarze Meer ist vollständig vom Mittelmeer abgeschnitten und der Golf von Akaba hat sich bis zur Türkei geöffnet. l [Bearbeiten]
In 40 Millionen Jahren ...
denn Sizilien wird nach Norden verschoben und liegt in Küstennähe vor Rom
wird Afrika weiter Richtung Norden wandern und die Mittelmeerregion komplett umgestalten
Spanien dreht sich weiter im Uhrzeigersinn von Frankreich weg
Mitteleuropa könnte entlang des Rheins auseinander brechen
Australien wandert weiter Richtung Südostasien
denn Amerika entfernt sich weiter von Europa und Afrika.. [Bearbeiten]
Der Atlantik wird breiter
In 50 Millionen Jahren ...
löst sich ein Teil Kaliforniens entlang der San-Andreas-Verwerfung vom amerikanischen Festland und wandert nach Nordosten
Nordamerika mit Grönland rückt zunächst nach Westen
dreht sich dann im Uhrzeigersinn und driftet nach Süden
So gelangt Grönland in die gemäßigte Zone südlich des 60
Breitengrades und wird wirklich grün. [Bearbeiten]
In 80 Millionen Jahren ...
wird Afrika so weit nach Norden vorgedrungen sein
dass in Folge des Schubs nach und nach an die Stelle des Mittelmeers eine neue Gebirgskette getreten sein wird und damit werden endgültig die letzten Spuren der Antike verschwunden sein
Neuseeland hat die Tropen erreicht und die Antarktis steuert auf Australien zu. [Bearbeiten]
Australien ist in der Zwischenzeit mit Japan kollidiert
In 90 Millionen Jahren ...
sind Nord- und Südamerika getrennt
Nordamerika verlagert sich südlich an die Seite Südamerikas. [Bearbeiten]
In 150 Millionen Jahren ...
ist das gesamte Grönland südlich Peru bei ungefähr 30 Grad südlicher Breite angelangt. [Bearbeiten]
In 200 Millionen Jahren ...
dass beide am Äquator liegen und die Antarktis wie zuletzt im frühen Mesozoikum üppig bewachsen sein wird
hat sich die Antarktis Mexiko so stark angenähert
Ostafrika kollidiert mit Indien
Madagaskar trifft auf Südostasien
Neufundland befindet sich bereits bei 10 Grad nördlicher Breite und bewegt sich weiter auf den Äquator zu
den Florida auf seinem Weg nach Süden bereits hinter sich gelassen hat
Südamerika hat sich im Uhrzeigersinn um 90 Grad gedreht
In den letzten 200 Millionen Jahren haben sich Skandinavien und die Britischen Inseln langsam in südöstliche Richtung bewegt. [Bearbeiten]
Allgemein
Indien wird noch einige Zeit unter dem Himalaya abtauchen und vielleicht völlig unter Tibet verschwinden
das rasch nach Norden driftet und sich wahrscheinlich unter die Sunda-Inseln schieben wird
Dafür werden im Norden die Erhebungen in der Mongolei weiter wachsen und schließlich wird sich eine ausgedehnte Gebirgskette bis zum Baikalsee vorschieben. Große Veränderungen sind vor Australien zu erwarten
der sich mit dem Roten Meer vereint
Diese wachsen dann zu einer neuen Gebirgskette empor
die auf die Australische Platte aufgleitet. In der Seenplatte im ostafrikanischen Rift Valley wird ein neuer Ozean entstehen
Gleichzeitig wird sich eine neue kontinentale Platte von Afrika abspalten und nach Osten davondriften
Das Rift Valley wird dann einen neuen mittelozeanischen Rücken beherbergen. Der Atlantik wird sich weiterhin öffnen entlang des mittelozeanischen Rückens
Im Gegenzug wird sich der Pazifik sukzessive verkleinern und in ferner Zukunft vollständig verschwinden
Der Pazifik ist ein Überbleibsel von Panthalassa
der Pangäa einst umgab
der Ozean
vor Südamerika steht dieser Prozess kurz bevor
Der mittelozeanische Rücken des Nordpazifiks wurde unter Nordamerika subduziert
dass dies sich fortsetzen wird. [Bearbeiten]
Es ist davon auszugehen
Literatur
1985
Heidelberg
Ozeane und Kontinente: ihre Herkunft
Spektrum-der-Wissenschaft-Verlagsgesellschaft
ihre Geschichte und Struktur
ISBN 3-922508-24-3
Heidelberg
1985
Vulkanismus: Naturgewalt
Klimafaktor und kosmische Formkraft
Spektrum-der-Wissenschaft-Verlagsgesellschaft
ISBN 3-922508-32-4
AW
Verlag von Wilhelm Engelmann
Band III Heft 4
egener Die Entstehung der Kontinente
9J
in Geologische Rundschau - Zeitschrift für allgemeine Geologie
uli 1912. [Bearbeiten]
Kritische Literatur
Zillmer
3
Hans-Joachim: Irrtümer der Erdgeschichte
Langen Müller
München 2001
Auflage 2003
Polnisch
Tschechisch
München 2003. Übersetzt in Italienisch
ISBN 3-7844-2819-3; Knaur-Taschenbuch 77630
Diskussion der Schwachstellen der Plattentektonik-Hypothese (u.a
Subduktion
Hans-Joachim: Dinosaurier-Handbuch
Transformstörungen) sowie Entwicklung der modernen Expansions-Hypothese (Erdexpansion) als weiter entwickelte Plattentektonik-Hypothese. Zillmer
Langen Müller
München 2002
ISBN 3-7844-2870-3. Übersetzt in Tschechisch
Diskussion der Dinosaurier-Paläographie
deren Ergebnisse im Widerspruch zum Zeitablauf der Plattentektonik-Hypothese stehen. Siehe auch: Transformstörung [Bearbeiten]
Weblinks
http://www.uni-muenster.de/MineralogieMuseum/vulkane/Vulkan-3.htm: Plattentektonik und Vulkanismus http://natours.ch/gl/zeit/kv.htm: Grobe Skizzen zur Plattentektonik http://www.urweltmuseum.de/museum/geologie/Uhr/uhrstart.htm: Animation zur Plattentektonik (Flash-Format) http://www.ucmp.berkeley.edu/geology/tectonics.html Animation zur Plattentektonik (GIF-Format) http://www.scotese.com/earth.htm Entwicklung der plattentektonischen Situation während des Phanerozoikums http://www.br-online.de/alpha/centauri/archiv.shtml amüsante Folge v. "alpha-centauri": Klick auf: 31
März 2002 - Soll man sich ein Haus auf Mallorca kaufen? cs:Tektonická deska cy:Symudiadau'r platiau cs:Tektonická deska en:Plate tectonics eo:Plata tektoniko es:Tectónica de placas et:Laamtektoonika fr:Tectonique des plaques he:לוחות ×˜×§×˜×•× ×™×™×? id:Plat tektonik ja:プレートテクトニクス ms:Plat tektonik nl:Tektoniek pl:Tektonika pÅ‚yt zh-cn:æ?¿å?—æž„é€
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