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Diskussion : Physik
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Impressum
Physik
Stichpunkte
Allgemein
ihre elementaren Bausteine und deren Wechselwirkungen untersucht
physikà „die Natürliche“) ist die Naturwissenschaft
Die Physik (griechisch φυσική
welche die grundlegenden Gesetze der Natur
Sie befasst sich sowohl mit den Eigenschaften und dem Verhalten von Materie und Feldern in Raum und Zeit als auch mit der Dynamik von Raum und Zeit selbst
Die Physik beschreibt die Natur quantitativ mittels naturwissenschaftlicher Modelle
so genannter Theorien und ermöglicht damit insbesondere Vorhersagen über das Verhalten der betrachteten Systeme
Dazu verwendet die Physik die Sprache der Mathematik
ein Thema
das auch in der Literatur etwa in dem Theaterstück Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt aufgegriffen worden ist
In Zusammenhang mit der Physik wurde auch erstmals die Frage nach der Ethik naturwissenschaftlicher Forschung aufgeworfen
"Verbergen") 1 Das Theoriengebäude der modernen Physik 2 Derzeitige Grenzen der physikalischen Erkenntnis 3 Themenbereiche der Physik 3.1 Die newtonsche Physik einschließlich der Elektrodynamik 3.2 Die Relativitätstheorie 3.3 Die Quantenphysik 3.4 Die relativistische Quantenphysik 4 Interdisziplinäre und technisch orientierte Themenbereiche 5 Methodik der Physik 5.1 Experimentalphysik 5.2 Theoretische Physik 5.3 Mathematische Physik und Angewandte Physik 6 Verhältnis zu anderen Wissenschaften 6.1 Abgrenzung zu anderen Wissenschaften 6.2 Wechselwirkung mit anderen Wissenschaften 7 Geschichte 8 Literatur 9 Weblinks [Bearbeiten]
Siehe auch Moralische Verantwortung der Wissenschaft. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Das Theoriengebäude der modernen Physik
Das Theoriengebäude der Physik ruht auf zwei Säulen
der Relativitätstheorie und der Quantenphysik
Beide Theorien enthalten ihren Vorgänger
die newtonsche Physik
über das so genannte Korrespondenzprinzip als Grenzfall und haben daher einen größeren Gültigkeitsbereich als diese
Die Relativitätstheorie führt ein völlig neues Verständnis der Phänomene Raum und Zeit ein
Danach handelt es sich nicht um universell gültige Ordnungsstrukturen
sondern räumliche und zeitliche Abstände werden von verschiedenen Beobachtern unterschiedlich beurteilt
Raum und Zeit verschmelzen dabei zu einer vierdimensionalen Raumzeit
Die Gravitation wird auf eine Krümmung dieser Raumzeit zurückgeführt
die durch die Anwesenheit von Masse bzw
Energie provoziert wird
In der Relativitätstheorie wird auch erstmals die Kosmologie zu einem naturwissenschaftlichen Thema
Die Formulierung der Relativitätstheorie gilt als der Beginn der modernen Physik
auch wenn sie häufig als Vollendung der klassischen Physik bezeichnet wird
Die Quantenphysik beschreibt die Naturgesetze im atomaren und subatomaren Bereich und bricht noch radikaler mit klassischen Vorstellungen als die Relativitätstheorie
das heißt sie nehmen stets nur bestimmte diskrete Werte an und ändern sich in Form von Quantensprüngen
Viele physikalische Größen erweisen sich in bestimmten Situationen als quantisiert
Materie erweist sich als Phänomen
den so genannten Elementarteilchen oder Quanten
das nur in Portionen
in Erscheinung tritt
Ihr Aufenthaltsort lässt sich nicht mehr durch eine Bahn im Raum beschreiben sondern durch Wellen
über die eine Wahrscheinlichkeit dafür angegeben werden kann
das Teilchen bei einer Messung in einem bestimmten Raumgebiet zu finden
Man spricht von einem Welle-Teilchen-Dualismus
Der Aufenthaltsort eines Teilchens zwischen zwei solchen Messungen ist nicht nur unbekannt
sondern sogar nicht definiert
dass letztlich die Vorstellung von der Existenz einer vom Beobachter unabhängigen Realität aufgegeben werden muss
Die meisten Physiker folgern daraus
Hinsichtlich der Eigenschaften dieser Teilchen spielen Symmetrieeigenschaften eine zentrale Rolle
Die Gesetze der Quantenphysik entziehen sich weitgehend der menschlichen Anschauung
und über ihre Interpretation herrscht auch heute noch kein Konsens (Deutungen der Quantenphysik)
alle Grundkräfte in einem vereinheitlichten Gesamtkonzept zu beschreiben
die beispielsweise für bestimmte radioaktive Zerfallsprozesse verantwortlich ist und die starke Wechselwirkung
die schwache
die elektromagnetische Wechselwirkung
die die Atomkerne zusammenhält. Eines der Ziele der Physik ist es
Dennoch zählt sie hinsichtlich ihres empirischen Erfolges zu dem am besten gesicherten Wissen der Menschheit überhaupt. Die moderne Physik kennt die folgenden vier Grundkräfte: Die Gravitation oder Schwerkraft
die elektromagnetische Wechselwirkung als Vereinigung der elektrischen und der magnetischen Wechselwirkung darzustellen und ebenso die elektromagnetische Wechselwirkung und die schwache Wechselwirkung zu einer so genannten elektroschwachen Wechselwirkung zu vereinigen
Bisher ist es jedoch lediglich gelungen
deren Gültigkeit allerdings umstritten ist
Zur Vereinigung der elektroschwachen- und starke Wechselwirkung wurde die Theorie der Supersymmetrie erdacht
Die größten Schwierigkeiten treten im Bereich der Gravitationskraft auf
da über sie - auch wenn schon lange bekannt - doch nur wenig gesichertes Wissen vorliegt
im Labormaßstab
Maßgebliches Problem hierbei ist ihr kaum messbarer Einfluss auf alle Systeme
Zu diesen fundamentalen Wechselwirkungen kommt noch ein fundamentales Prinzip der Quantenphysik
das Pauli-Prinzip
die Austauschwechselwirkung. [Bearbeiten]
Aus diesem Prinzip leitet sich mittelbar eine weitere Wechselwirkung ab
Derzeitige Grenzen der physikalischen Erkenntnis
sämtliche Vorgänge der Natur durch eine möglichst geringe Anzahl von möglichst einfachen Naturgesetzen zu beschreiben und auf die Wechselwirkung weniger Elementarteilchen zurückzuführen
Das Ziel der heutigen Physik ist es
ist völlig offen
Inwieweit dieses Ziel prinzipiell oder praktisch erreichbar ist
Immerhin ist der Gültigkeitsbereich der bekannten physikalischen Gesetze äußerst weitreichend
deren zugrundeliegende Gesetze noch unbekannt sind
Ungeklärte Phänomene lassen sich zwei grundsätzlich verschiedene Gruppen zuordnen: Phänomene
Dazu zählen insbesondere Phänomene der Teilchenphysik und solche
zu deren Beschreibung die allgemeine Relativitätstheorie und die Quantenphysik zugleich erforderlich sind
wie beispielsweise der Urknall
dass es bisher nicht gelungen ist
die zwar bekannten Gesetzen gehorchen
deren Beschreibung jedoch an der mathematischen Komplexität scheitert
eine in sich geschlossene Quantenfeldtheorie zu formulieren
welche die Quantenphysik und die Relativitätstheorie vollständig vereinigt. Phänomene
Der Grund hierfür ist
Für solche Situationen versucht man berechenbare Näherungsmodelle zu entwickeln
deren Qualität und Gültigkeitsbereich sich oft nur experimentell ermitteln lassen. Eins der bedeutendsten ungelösten Probleme in diesem Zusammenhang ist das des menschlichen Bewusstseins
wird kontrovers diskutiert
Insbesondere die Frage
zu welcher der beiden Problemgruppen es zu zählen ist
Die Physik ist prinzipiell nicht in der Lage
Aussagen über das Wesen der Dinge an sich zu treffen
die Gesetzmäßigkeiten zu ergründen
denen die Dinge unterworfen sind
Sie beschränkt sich darauf
ist letztlich unbekannt
Warum die Natur überhaupt gewissen Gesetzen gehorcht
indem es feststellt
der sich über deren Abwesenheit wundern könnte. [Bearbeiten]
dass es in einem Kosmos ohne Naturgesetze niemanden geben würde
Eine partielle Antwort gibt lediglich das anthropische Prinzip
Themenbereiche der Physik
theoretischen Rahmen eingeordnet und gleichzeitig weitgehend chronologisch sortiert
Im Folgenden werden die verschiedene Themenbereiche der Physik mit Kurzkommentar dargestellt und zwar nach übergeordnetem
Viele der aufgeführten Themen lassen sich nicht eindeutig einer Theorie zuordnen
So sind beispielsweise viele Phänomene der Thermodynamik nur auf Basis der Quanten- und Relativitätstheorie erklärbar
In diesen Fällen ist das Thema unter der ältesten Theorie eingeordnet und bestehende maßgebliche Bezüge zu jüngeren Theorien sind mit (RT) für die Relativitäts- und (QT) für die Quantentheorie angedeutet
Die Liste enthält sowohl phänomenorientierte Sachgebiete als auch Querschnittstheorien (QST) mit gebietsübergreifendem Anwendungsbereich
Siehe auch das Physik-Portal mit unkommentierten
aber nach verschieden Kriterien sortierten Themenlisten sowie die alphabetische Liste physikalischer Themen. [Bearbeiten]
Die
newtonsche Physik
einschließlich der
Elektrodynamik
... ist der Bereich der Physik
der bis zur Entdeckung der Relativitätstheorie bekannt war. Die klassische Mechanik von Isaac Newton war die erste geschlossene physikalische Theorie überhaupt
einschließlich solcher Kräfte
die zwischen den Körpern wirken (Wechselwirkungskräfte). Die Kontinuumsmechanik ist die Verallgemeinerung der klassischen Mechanik auf kontinuierliche Medien. Die Strömungslehre behandelt die Dynamik von Fluiden
Sie beschreibt die Bewegung von Körpern unter der Einwirkung von Kräften
d.h. nicht fester Substanzen
Untergebiete sind die Hydrodynamik (Dynamik der Flüssigkeiten) und die Aerodynamik (Dynamik von Gasen). Die Akustik behandelt die Eigenschaften von Schallwellen. Die Optik behandelt die Eigenschaften des Lichtes und dessen Beeinflussung durch Materie. Die Elektrodynamik beschreibt elektrische und magnetische Phänomene
auch statistische Mechanik oder Wärmelehre behandelt alle Vorgänge
erhielt sie erst durch die Entdeckung der speziellen Relativitätstheorie ihr theoretisches Fundament (RT). Die Thermodynamik
Obwohl bereits früher bekannt
bei denen Wärme und Temperatur eine Rolle spielen
Ihr Anwendungsbereich reicht jedoch weit darüberhinaus (QST/RT/QT). Die nichtlineare Dynamik und die Physik der komplexen Systeme befassen sich unter anderem mit Chaostheorie
Strukturbildung und Selbstorganisation (QST). [Bearbeiten]
Die
Relativitätstheorie
...befasst sich mit der Struktur von Raum und Zeit sowie mit dem Wesen der Gravitation
Elektrodynamik und Relativitätstheorie wird als Klassische Physik bezeichnet. Die spezielle Relativitätstheorie beschreibt das Verhalten von Raum
die sich relativ zueinander bewegen
Die Einheit von newtonscher Physik
Zeit und Massen aus der Sicht von Beobachtern
Dabei werden primär konstante Geschwindigkeiten betrachtet (QST). Die allgemeine Relativitätstheorie baut auf der speziellen auf und führt das Phänomen der Gravitation auf eine Krümmung von Raum und Zeit zurück. [Bearbeiten]
Die
Quantenphysik
...ist zur Beschreibung von Phänomenen im Mikrokosmos erforderlich
wo die Gesetze der klassischen Mechanik an ihre Grenze gelangen
Während sie experimentell immer wieder hervorragend bestätigt wird und die gesamte moderne Technologie auf ihr basiert
wird bis heute über ihre korrekte Interpretation gestritten
bei denen sich die Zahl der beteiligten Teilchen nicht ändert Aufgabe der Atomphysik ist es
die Eigenschaften der Atome
Im folgenden sind insbesondere Themen der nichtrelativistischen Quantenmechanik aufgeführt
insbesondere ihre Spektren zu erklären
die Kernstruktur und Kernreaktionen (RT). Die Laserphysik ist ein Teilgebiet der Optik
Sie beschränkt sich dabei in der Regel auf einen Energiebereich
in dem der Atomkern als strukturlos angesehen werden kann (RT). Die Molekularphysik beschreibt das Zusammenwirken verschiedener Atome und stellt die Verbindung zur Chemie und physikalischen Chemie her. Die Kernphysik studiert alle mit dem Atomkern zusammenhängenden Phänomene
Ihre Aufgabe ist die Entwicklung und wissenschaftliche Untersuchung der verschiedenen Laser-Typen (RT). Die Plasmaphysik untersucht die Eigenschaften von Plasmen
d. h. hochgradig ionisierten Materiezuständen (RT). Gegenstand der Tieftemperaturphysik ist Untersuchung von Ordnungsphänomenen in Materie
die bei höheren Temperaturen aufgebrochen werden. Die Physik kondensierter Materie beschreibt Phänomene (korrelierter) Vielteilchensysteme
Die Physik der Kondensierten Materie unterscheidet sich grundlegend von der freier Teilchen. Die Festkörperphysik befasst sich mit der Physik von Materie im festen Aggregatzustand
insbesondere (aber nicht ausschließlich) von fester Materie mit periodischem Aufbau. Die Physik der Flüssigkeiten ist ein Teilgebiet der Fluidmechanik und befasst sich mit Materie im flüssigen Aggregatzustand
Die Bausteine der Flüssigkeit weisen eine gegenseitige Beweglichkeit auf (Translation und Rotation)
Kolloiden und Membranen. Die Grenzflächenphysik beschreibt die besonderen physikalischen Phänomene an der Oberfläche kondensierter Materie
die sowohl Elemente einer kristallinen Ordnung aufweisen als auch die einer ungeordneten Flüssigkeit: Die Bausteine von Flüssigkristallen weisen die Beweglichkeit einer Flüssigkeit auf (genauer Translation)
besitzen jedoch eine wohldefinierte gegenseitige Orientierung. Die Physik der weichen Materie beschreibt die Eigenschaften von Polymeren
Dennoch sind (im Unterschied zum idealen Gas) bei Flüssigkeiten im Nahbereich Korrelationen beobachtbar. Die Physik der Flüssigkristalle beschreibt die Physik von Materie
Ein Spezialfall der Grenzflächenphysik ist die Oberflächenphysik. [Bearbeiten]
Die
relativistische Quantenphysik
auch Teilchenphysik oder Hochenergiephysik
ist die Lehre von den elementarsten Grundbausteinen der Materie und ihrem Verhalten. Die Quantenfeldtheorie ist die quantenmechanische Beschreibung von Feldern und ist für die Teilchenphysik relevant
...befasst sich mit Phänomenen
zu deren Beschreibung die Quantenphysik und die Relativitätstheorie zugleich erforderlich sind. Die Elementarteilchenphysik
die alle bekannten Teilchen und Kräfte bis auf die Gravitation einheitlich beschreibt. Die Dirac-Theorie ist eine relativistische Beschreibung von Fermionen und begründet die Basis für die Konzepte Spin und Antimaterie. Die Quantenelektrodynamik stellt die Verbindung zwischen Photonen und elektromagnetischen Feldern her und beschreibt die Wechselwirkung mit Ladungen als Austausch von virtuellen Photonen. Die Quantenchromodynamik beschreibt die starke Wechselwirkung zwischen Quarks als Austausch von Gluonen. Quantengravitation ist ein Überbegriff für Ansätze
die vier Grundkräfte der Physik mit einer gemeinsamen Theorie zu beschreiben und dadurch insbesondere die allgemeine Relativitätstheorie mit der Quantenphysik zu vereinen (QST)
Das Standardmodell ist eine Quantenfeldtheorie
Die Stringtheorie beschreibt Elementarteilchen als Strings und geht von verborgenen Dimensionen der Raumzeit aus
Die Loop-Quantengravitation beschreibt die Raum-Zeit als Spin-Netzwerk bzw
Spin-Schaum
Die Quantengeometrie
Die Supersymmetrie. [Bearbeiten]
Interdisziplinäre und technisch orientierte Themenbereiche
in der Chemie bekannte Eigenschaften komplexer Moleküle physikalisch zu erklären. In der Biophysik werden die physikalischen Gesetzmäßigkeiten
untersucht. Die Geophysik nutzt physikalische Modelle zur Erklärung geologischer Strukturen und Vorgänge. Quantenelektronik ist ein relativ junges Forschungsgebiet und wendet die Ergebnisse der Quantentheorie auf die Entwicklung elektronischer Schaltkreise an. In der Theorie der Quantencomputer tritt die Physik in interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Informatik
denen Lebewesen und ihre Wechselwirkung mit der Natur unterliegen
Die Astrophysik wendet physikalische Methoden auf das Studium astronomischer Phänomene an. Die physikalische Chemie liegt an der Schnittstelle von Physik und Chemie und befasst sich insbesondere damit
Hier werden unter anderem Algorithmen mit geringerer Komplexität als bei klassischen Computern möglich. Die Beschleunigerphysik beschaftigt sich mit der Entwicklung von Teilchenbeschleunigern
um die Energiedichten der Elementarteilchenphysik zu erreichen
aber auch als Strahlenquelle für Untersuchungen in einem weiteren naturwissenschaftlichen Bereich. Die Reaktorphysik beschäftigt sich mit der technischen Beherrschung von Kernreaktionen in Kernreaktoren. [Bearbeiten]
Diese werden benötigt
Methodik der Physik
besteht also aus empirischer Datengewinnung und -auswertung und gleichzeitig dem Erstellen theoretischer Modelle zu ihrer Erklärung
Der Prozess der Erkenntnisgewinnung in der Physik verläuft in enger Verzahnung von Experiment und Theorie
Dennoch haben sich im Verlauf des 20
Jahrhunderts Spezialisierungen herausgebildet
die insbesondere die professionell betriebene Physik heute prägen
Demnach lassen sich grob Experimentalphysik und theoretische Physik voneinander unterscheiden. [Bearbeiten]
Experimentalphysik
steht in der Physik das Experiment im Vordergrund
Während manche Naturwissenschaften wie etwa die Astronomie und die Meteorologie sich methodisch weitgehend auf die Beobachtungen ihres Untersuchungsgegenstandes beschränken müssen
Dabei versucht die Experimentalphysik
Aufbau
durch Entwurf
Durchführung und Auswertung von Experimenten Gesetzmäßigkeiten in der Natur aufzuspüren und mittels empirischer Modelle zu beschreiben
Sie versucht einerseits physikalisches Neuland zu betreten
andererseits überprüft sie von der theoretischen Physik gemachte Vorhersagen
Impulshöhe eines elektrischen Spannungspulses oder als Aufprallgeschwindigkeit
Grundlage eines physikalischen Experimentes ist es
die Eigenschaften eines zuvor präparierten physikalischen Systems
zum Beispiel eines Teilchenbeschleunigers
etwa als Länge einer Teilchenspur
einer Vakuumkammer mit Detektoren oder eines geworfenen Steins durch Messung in Zahlenform auszudrücken
etwa in dem man Anfangswerte und Endwerte einer Messgröße vor und nach dem Ablauf eines Vorgangs bestimmt oder alternativ kontinuierliche Zwischenwerte feststellt. [Bearbeiten]
Konkreterweise werden entweder nur die zeitunabhängigen (statischen) Eigenschaften eines Objektes gemessen oder man untersucht die zeitliche Entwicklung (Dynamik) des Systems
Theoretische Physik
falls dies nicht möglich ist
die empirischen Modelle der Experimentalphysik mathematisch auf bekannte Grundlagentheorien zurückzuführen oder
Die Aufgabe der Theoretischen Physik wiederum besteht darin
durch eine möglichst kleine Anzahl von Grundannahmen (Hypothesen) zu beschreiben
Sie leitet weiterhin aus bereits bekannten Modellen empirisch überprüfbare Voraussagen ab
Bei den Entwicklung eines Modells wird grundsätzlich die Wirklichkeit idealisiert; man konzentriert sich zunächst nur auf eine vereinfachtes Bild
um dessen Aspekte zu überblicken und zu erforschen; nachdem das Modell für diese Bedingungen ausgereift ist
wird es weiter verallgemeinert
Zur theoretischen Beschreibung eines physikalischen Systems benutzt man die Sprache der Mathematik
die in durch Gleichungen festgelegten Beziehungen zueinander stehen
Seine Bestandteile werden dazu durch mathematische Objekte wie zum Beispiel Skalare oder Vektoren repräsentiert
Der Zweck des Modelles ist es
werden gemeinhin nicht als Gegenstand der Physik angesehen
aus bekannten Größen unbekannte zu errechnen und damit zum Beispiel das Ergebnis einer experimentellen Messung vorherzusagen. Phänomene der Welt
die sich nicht mathematisch beschreiben lassen
wie beispielsweise das menschliche Bewusstsein
Das fundamentale Maß für die Qualität einer Theorie ist
die Übereinstimmung mit reproduzierbaren Experimenten
wie in vielen Naturwissenschaften auch
allerdings lässt sie sich niemals "beweisen"
Durch den Vergleich mit dem Experiment lässt sich der Gültigsbereich und die Genauigkeit einer Theorie ermitteln
sofern es reproduzierbar ist
bzw. um die Grenzen ihres Gültigkeitsbereiches zu demonstrieren
Um eine Theorie zu widerlegen
genügt im Prinzip ein einziges Experiment
Experimentalphysik und theoretische Physik stehen also in steter Wechselbeziehung zueinander
Es kann allerdings vorkommen
dass Ergebnisse der einen Disziplin der anderen vorauseilen: So sind derzeit viele Voraussagen der Stringtheorie nicht experimentell überprüfbar; andererseits sind viele teilweise extrem genau gemessene Werte aus dem Gebiet der Teilchenphysik zum heutigen Zeitpunkt am Anfang des 21
nicht berechenbar. [Bearbeiten]
die Quantenchromodynamik
Jahrhunderts durch die zugehörige Theorie
Mathematische Physik und Angewandte Physik
Zusätzlich zu dieser grundlegenden Teilung der Physik unterscheidet man manchmal noch zwei weitere Unterdisziplinen
die mathematische Physik und die angewandte Physik
sondern die Ergebnisse der theoretischen Physik selbst
Erstere wird gelegentlich als Teilgebiet der theoretischen Physik betrachtet
unterscheidet sich von dieser jedoch darin
dass ihr Studienobjekt nicht konkrete physikalische Phänomene sind
Sie abstrahiert damit von jedweder Anwendung und interessiert sich stattdessen für die mathematischen Eigenschaften eines Modells
insbesondere seine tiefer liegenden Symmetrien und Invarianzen
die dann wiederum als Arbeitsmaterial der theoretischen Physiker in der Modellierung empirischer Vorgänge Einsatz finden können
Auf diese Weise entwickelt sie Verallgemeinerungen und Varianten bereits bekannter Theorien
teilweise auch zur theoretischen Physik
Die angewandte Physik steht dagegen in (unscharfer) Abgrenzung zur Experimentalphysik
sondern um die aus der Untersuchung hervorgegangenen Erkenntnisse zur Lösung eines (in der Regel) nicht-physikalischen Problems einzusetzen
Ihr wesentliches Kennzeichen ist
dass sie ein gegebenes physikalisches Phänomen nicht um seiner selbst willen erforscht
Ihre Anwendungen liegen z
in Medizin
aber auch in den Wirtschaftswissenschaften
B. auf dem Gebiet der Technik oder Elektronik
wo z
Chemie oder Astronomie
B. im Risikomanagement Methoden der theoretischen Festkörperphysik zum Einsatz kommen. [Bearbeiten]
Verhältnis zu anderen Wissenschaften
[Bearbeiten]
Abgrenzung zu anderen Wissenschaften
Zur Abgrenzung gegenüber der Biologie wird die Physik oftmals als die Wissenschaft von der unbelebten Natur bezeichnet. [Bearbeiten]
Wechselwirkung mit anderen Wissenschaften
auf der alle anderen wie beispielsweise die Astronomie
die Geologie und letztlich auch die Biologie aufbauen
Die Physik gilt als die grundlegende Naturwissenschaft
die Chemie
Physikalische Prinzipien und Modelle finden ihre Anwendung auch in Disziplinen jenseits der Naturwissenschaften
wie in den Ingenieurwissenschaften
aber auch in den quantitativen Wirtschaftswissenschaften
besonders im technischen Bereich
Umgekehrt haben auch oft Erkenntnisse aus anderen Fachgebieten wie der Mathematik oder der Astronomie die physikalische Forschung bereichert und stimuliert
Auch in der Philosophie finden die Erkenntnisse der Physik Beachtung: So versucht der philosophische Zweig der Metaphysik Erklärungen für das Wesen der Natur zu finden
während sich die Physik auf ihre Beschreibung beschränkt. [Bearbeiten]
Geschichte
Die neuzeitliche Geschichte der Physik wurzelt in antiken Vorarbeiten vor allem griechischer Gelehrter (insbesondere von Aristoteles) und beginnt etwa ab dem Jahr 1500
obwohl es schon vorher physikalische Entdeckungen und Lehren gab
das Rad
Seit dieser Zeit kann man von der Physik als eigenständiger Wissenschaft sprechen
erste Erkenntnisse in der Optik
zum Beispiel über das Feuer
das von Archimedes formulierte Hebelgesetz und seine Anwendung in einfachen Maschinen
der Flüssigkeitslehre und Vorstellungen vom Aufbau der Körper (Demokritsches Teilchenmodell)
Physikalisches System [Bearbeiten]
Einheitensystem
Computerphysik
Otto von Guericke) 1687 Grundgesetz der Mechanik (newtonsche Gesetze durch Isaac Newton) 1786 Elektrisches Grundgesetz (coulombsches Gesetz: zur Bestimmung der Kraft zwischen Ladungen) 1865 Theorie der elektromagnetischen Wellen (Maxwellgleichungen durch James Clerk Maxwell) 1895 Entdeckung der Röntgenstrahlung (X-Strahlung) durch Wilhelm Conrad Röntgen 1898 Entdeckung der natürlichen Radioaktivität einiger chemischer Elemente durch Marie und Pierre Curie 1900 Begründung der Quantenphysik durch Max Planck 1938 Atomkernspaltung künstlich herbeigeführt durch Otto Hahn Siehe auch: Physiker
Zeitleiste: 1543 Veröffentlichung des heliozentrischen Weltbildes in „De Revolutionibus Orbium Coelestium“ („Von den Umdrehungen der Himmelskörper“) durch Nikolaus Kopernikus 1589 Fallgesetze (Galileo Galilei) 1609 Planetengesetze (Johannes Kepler) 1638 und 1650 Luftdruck und Vakuum entdeckt und angewendet (Evangelista Torricelli
Physik für die Schule
Naturkonstante
Portal Physik
Literatur
Paul A.; Mosca
Gene: Physik für Wissenschaftler und Ingenieure
Tipler
Spektrum Akademischer Verlag 2
Sands: Vorlesungen über Physik
Auflage 2004 ISBN 3-8274-1164-5 Feynman
Leighton
Walker: Physik von Halliday
Resnick
Oldenbourg 1999 ISBN 3486258575 Halliday
Wiley 2003 ISBN 3-527-40366-3 [Bearbeiten]
Weblinks
Vorlage:Wiktionary1 Physik allgemein Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V. (http://www.dpg-physik.de/) Wikibooks: Regal Physik - freie Bücher zu physikalischen Themen (http://de.wikibooks.org/wiki/Regal_Physik) Physikalisch-Technische Bundesanstalt (http://www.ptb.de/) Physik-Portale weltderphysik.de - viele Artikel
Links und Hinweise für Physiker und Nicht-Physiker (http://www.weltderphysik.de/) Findemaschine pro-physik.de (http://www.pro-physik.de/Phy/External/PhyH/) Was ist Physik? Antworten prominenter Physiker (http://www.ptb.de/de/blickpunkt/interviews/_index.html) Zusammenstellung wichtiger Themen der Physik (http://www.gym-hartberg.ac.at/gym/physik/them.htm) Physik einfach erklärt (http://www.iap.uni-bonn.de/P2K/cover.html) Physikalische Kleinigkeiten - Physikalisches Weblog (http://physik.blogspot.com/) af:Fisika an:Fesica ar:Ù?يزياء ast:FÃsica be:Фізыка bg:Физика bn:পদারà§?থবিদà§?যা bs:Fizika ca:FÃsica cs:Fyzika cy:Ffiseg da:Fysik el:Φυσική en:Physics eo:Fiziko es:FÃsica et:Füüsika eu:Fisika fa:Ù?یزیک fi:Fysiikka fr:Physique ga:Fisic gl:FÃsica he:פיסיקה hi:à¤à¥Œà¤¤à¤¿à¤•ी hr:Fizika hu:Fizika ia:Physica id:Fisika ie:Fisica io:Fiziko is:Eðlisfræði it:Fisica ja:物ç?†å¦ ka:ფიზიკáƒ? ko:물리학 la:Physica lb:Physik lt:Fizika lv:Fizika ms:Fizik nb:Fysikk nds:Physik nl:Natuurkunde nn:Fysikk pl:Fizyka pt:FÃsica ro:Fizică ru:Физика simple:Physics sa:à¤à¥Œà¤¤à¤¿à¤•ी sk:Fyzika sl:Fizika sq:Fizika sr:Физика sv:Fysik th:ฟิสิà¸?ส์ tl:Pisika tr:Fizik tt:Fizik uk:Фізика vi:Váºt lý há»?c vo:Füsüd zh:物ç?†å¦ zh-min-na:BuÌ?t-lÃ-haÌ?k
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