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Diskussion : Papst
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Papst
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Allgemein
Dieser Artikel behandelt den Papst als Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche
wie zum Beispiel die Palmarianisch-Katholische Kirche mit Gregor XVII. (siehe auch Sedisvakantismus)
Vater“) ist die Bezeichnung (Religiöser Titel) für das Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche (auch: Heiliger Vater)
Symbol für die weltliche Macht der Päpste
seit Paul VI. nicht mehr getragen Weiterhin haben einige kleine katholische Gemeinschaften einen Papst erhoben
sowie die Amtsbezeichnung der beiden Patriarchen von Alexandria (Oberhäupter der koptischen Kirche und der Griechisch-Orthodoxen Kirche von Alexandria). Bild nicht gefunden Dreifache Krone der Päpste (Tiara)
Für andere Bedeutungen siehe Papst (Begriffsklärung). Papst (von lat.: papa „Pappa
als staatlichem Völkerrechtssubjekt
neben der Vatikanstadt
Dieser Artikel behandelt nur den römischen Papst. Rechtlich gilt das Amt des römischen Papstes
der Heilige Stuhl
als nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt
des kleinsten Staates der Welt
Der Papst ist ferner weltlicher Souverän des Staates der Vatikanstadt
Seit 1871 residiert der Papst im Vatikanischen Palast neben dem Petersdom
Kathedralkirche des Papstes ist die Lateranbasilika
Der Papst-Thron wird auch Cathedra Petri genannt. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Geschichte 2 Titulatur 3 Kirchenrecht 3.1 Wahl 3.2 Namensgebung 3.3 Rücktritt 4 Stellung und Kritik 5 Zitate 6 Literatur [Bearbeiten]
Geschichte
der von diesen Kirchen als erster Bischof von Rom angesehen wird und vermutlich um das Jahr 67 in Rom den Märtyrertod erlitten hat
Bild nicht gefunden Simon Petrus (Teilansicht des Bildes Die vier Apostel von Albrecht Dürer) Der Papst ist nach katholischer Tradition und nach der Auffassung einiger anderer christlichen Kirchen Nachfolger des Apostel Petrus
Vers 18- 19) Tu es Petrus et super hanc petram aedificabo Ecclesiam meam et portae inferi non praevalebunt adversum eam.Et tibi dabo claves regni coelorum.Quodcumque ligaveris super terram
erit legatum et in coelis.Et quodcumque solveris super terram
erit solutum et in coelis
Begründet wird dieser Anspruch mit einer Stelle aus dem Matthäus- Evangelium der Bibel (Kapitel 16
soll im Himmel gebunden sein.Und was du auf Erden lösest soll im Himmel gelöst sein
Zu deutsch: Du bist Petrus und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.Und dir will ich geben die Schlüssel über das Himmelreich.Was du auf Erden bindest
als ausschließliche Amtsbezeichnung für den Bischof von Rom wird der Begriff von Gregor I. (590-604) gesetzlich festgeschrieben
In der römisch-katholischen Kirche bezeichnet sich Bischof Siricius von Rom (385–399) amtlich als papa
Vorher (ab dem 3
Jahrhundert) war es eine Ehrbezeichnung für Bischöfe
führt ihr Oberhaupt ebenfalls den Titel Papst
Patriarchen und Äbte vor allem im Orient – da die koptische Kirche bereits seit dem Konzil von Chalcedon 451 (vor Gregor) nicht mehr zur gleichen Kirche wie die lateinische gehört
Seit Leo I. führt der römische Papst die Bezeichnung „Pontifex Maximus“
den bis zu Kaiser Gratian der römische Kaiser als oberster römischer Priester trug (mögliche Etymologien unter anderem: Oberster Brückenbauer oder Pfadbahner)
dass es mehrere Päpste gleichzeitig gab
Im Mittelalter ergab sich des öfteren die Situation
da zu Lebzeiten eines bereits kanonisch gewählten Papstes ein Gegenpapst eingesetzt wurde
der Kaiser oder römische aristokratische Familien in die Papstwahl eingriffen
Dazu kam es
weil sich zum Beispiel das Kardinalskollegium spaltete
Solche Eingriffe sind inzwischen unter Androhung der Exkommunikation verboten. [Bearbeiten]
Titulatur
Die Titel des Papstes lauten: Bischof von Rom Stellvertreter Jesu Christi auf Erden Nachfolger des Apostelfürsten (gemeint ist Petrus; beide Titel haben kirchenrechtlich keine Konsequenzen und spiegeln nur religiöse Aspekte dar) Oberster Priester der Weltkirche (Ehrentitel
gerade wenn Patriarchen konzelebrieren
der seine Stellung in der Liturgie regelt
Der Titel lautet auf Latein: Pontifex maximus) Patriarch des Abendlandes Primas von Italien (ein Ehrenvorrecht
Primatentitel sind in der Rechtstellung aufgehoben) Metropolit und Erzbischof der Kirchenprovinz Rom (wie alle Erzbischöfe übt er eine Art Supervision über die Bischöfe der umliegenden Diözesen aus) Souverän des Staates der Vatikanstadt (dies nun ist der weltliche Titel des Papstes) Diener der Diener Gottes (ein Titel
den sich Papst Gregor der Große gegeben hat.) [Bearbeiten]
Kirchenrecht
[Bearbeiten]
Wahl
Zum Papst kann nach dem Kirchenrecht jeder getaufte männliche Katholik gewählt werden; es gibt keine näheren Bestimmungen
Allerdings war der letzte nicht als Kardinal gewählte Papst Urban VI. im 14
Jahrhundert
auf Lebenszeit gewählt
einer Versammlung aller Kardinäle
die jünger als 80 sind
Der Papst wird im Konklave
Das Konklave wird jeweils in der Sixtinischen Kapelle gehalten
1996 wurde mit der Konstitution Universi Dominici Gregis die früher geforderte Zweidrittelmehrheit ab dem 30. erfolglosen Wahlgang durch eine absolute Mehrheit ersetzt
wie alle Bischöfe
immer ein Mann
Nach (römisch-katholischem) kirchlichem Recht ist der Papst
Die Päpstin Johanna ist wahrscheinlich Legende. [Bearbeiten]
Namensgebung
welchen Namen er annimmt
Nach der erfolgten Wahl wird der neue Papst gefragt
Die Namenswahl unterliegt der freien Entscheidung des Papstes
die die latinisierte Form ihres bürgerlichen Namens darstellen (Hadrian VI. = Adrian Florisz
Päpste können Namen annehmen
Marcellus II. = Marcello Cervini)
Gregor)
Viele Päpste nehmen die Namen bedeutender Vorgänger an (Leo
oder auch jenen von Heiligen (zB
Paul VI nach Sankt Paulus) Andere gehen nach der Bedeutung der Namen (Pius = fromm; Innozenz = unschuldig). Einige Päpste wählen ihren Namen aus persönlichen Gründen (Johannes XXIII. zu Ehren seines Vaters). Ursprünglich behielten die Päpste nach der Wahl ihren bürgerlichen Vornamen
war Johannes II. im Jahr 533
der seinen Namen änderte
Der erste Papst
Er hieß eigentlich Mercurius und wollte als Papst nicht den Namen eines heidnischen Gottes tragen
Jedoch blieb die Annahme eines neuen Namens bis zum Ende des 1
Jahrtausends eine Ausnahme
Der erste Papstname
war Sixtus (257)
der wiederholt verwendet wurde
Seitdem werden die Namen
wie Herrschernamen mit römischen Ziffern versehen
die mehrfach vergeben werden
Die Päpste der Antike und des Frühmittelalters trugen jedoch häufig Namen
die kein zweites Mal in Gebrauch kamen
Einige der antiken Namen (Klemens
Pius) wurden ab dem Hochmittelalter und damit dem Aufkommen der Namenswahl wieder aufgegriffen. Johannes Paul I. wählte in Erinnerung an seine beiden Vorgänger den ersten Doppelnamen der Papstgeschichte
Zugleich ist dies der erste neue Papstname seit Lando (913-914). [Bearbeiten]
Rücktritt
daß der Verzicht frei geschieht und hinreichend kundgemacht
nicht jedoch
ist zur Gültigkeit verlangt
das Kirchenrecht sieht aber auch ausdrücklich die Möglichkeit eines Rücktritts vor: Falls der Papst auf sein Amt verzichten sollte
Päpste werden grundsätzlich auf Lebenszeit gewählt
daß er von irgendwem angenommen wird. (Can
332 — § 2
CIC) Es gibt mehrere Beispiele von Rücktritten in der Geschichte der römischen Päpste: Der bekannteste dürfte der Rücktritt Coelestin V. im Jahr 1294
Papst Gregor XII. wurde im Zuge des Konzils von Konstanz zum Rücktritt gezwungen
Benedikt IX. war ganze drei Mal Papst
1048) zu Gunsten seiner Verwandten
1045
trat dreimal zurück (1044
ist historisch nicht haltbar und widerlegt. In jüngerer Zeit lehnt der schwer erkrankte Papst Johannes Paul II. einen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen ab
Die fromme Legende
es wäre bis jetzt nur ein Papst zurückgetreten (Coelestin V.)
dass er „sein Kreuz tragen“ und Christus im Leiden nachfolgen will
Er begründet dies damit
Auch Jesus hätte nicht vom Kreuz steigen können
dies sei auf eine Tabuisierung des öffentlichen Leidens und Sterbens in westlichen Gesellschaften zurückzuführen. [Bearbeiten]
Insbesondere in westlichen Gesellschaften wird er dafür kritisiert; einige nehmen an
Stellung und Kritik
Der universale Primatsanspruch des Bischofs von Rom entwickelte sich im Lauf des ersten Jahrtausends und gipfelte im Dictatus Papae von 1075
abgesehen von den Unierten Kirchen
von allen übrigen Kirchen nicht anerkannt wird
der
Der Papst gilt in der römisch-katholischen Kirche als oberster Herr der Gesamtkirche und Stellvertreter Christi auf Erden – ein Anspruch
in Glaubensfragen unfehlbar
Das erste Vatikanische Konzil (1869–1870) erhob die Glaubensüberzeugung
wenn er ex cathedra spricht
der Papst sei
zum Dogma
Auch dieser Anspruch wird von den übrigen Kirchen abgelehnt
da Rom die Hauptstadt des Römischen Reiches war und die Kirche von Rom insbesondere durch die Gräber der „Apostelfürsten“ Petrus und Paulus verehrungswürdig war
In der Alten Kirche gab es fünf maßgebliche Patriarchen (in der Reihenfolge des durch ökumenische Konzile definierten Ehrenvortritts): den Bischof von Rom den Bischof von Konstantinopel (seit Chalcedon im gleichen Rang wie Rom
da Rom älter ist) den Bischof von Alexandria den Bischof von Antiochia den Bischof von Jerusalem Damals schon galt der römische Bischofssitz als „primus inter pares“
aber im Vortritt nach Rom
Der Kirchenhistoriker Eusebius von Caesarea (†339) notiert das Martyrium von Petrus und Paulus in Rom als sei es eine in der ganzen Kirche bekannte Tatsache
Irenäus von Lyon (†um 202) bestätigt die römische Ortstradition
der der erste Vorsteher (episkopos) der römischen Christengemeinde gewesen sei
wonach das römische Bischofsamt sich in direkter Nachfolge vom Apostel Petrus herleite
Aber auch das Patriarchat von Antiochia beruft sich darauf
dass Petrus (bevor er nach Rom ging) dort der erste Bischof war (seit dem Jahr 38)
Ebenso führen sich die übrigen Patriarchate (und einige weitere östliche Bischofssitze) auf einen Apostel zurück
ist unter Historikern umstritten
Ob Petrus überhaupt jemals in Rom gewesen ist
Die römische Petrustradition ist historisch möglich
war aber in den ersten Jahrhunderten kein wichtiges Thema
Für die Anwendung von Matthäus 16
18 auf die Bischöfe von Rom als Petrusnachfolger findet sich das früheste schriftliche Zeugnis bei Papst Damasus I. im 4
Jahrhundert
Dort wird auch die römische Kirche erstmals exklusiv als "sedes apostolica" (apostolischer Stuhl) bezeichnet - eine Sonderstellung
die von den übrigen Patriarchaten nicht anerkannt wird
Durch die Teilung des Römischen Reiches wurden aber die monarchischen Tendenzen des einzigen westlichen (lateinischen) Patriarchensitzes weiter begünstigt
Scharfe Kritiker sehen im Papsttum die Fortsetzung des Machtanspruchs des alten Roms
Die Konstantinische Wende rief einen völlig anderen Menschenschlag als den bisherigen an die Spitze der noch jungen Kirche
war nun das Christentum Teil der kaiserlichen Machtpolitik geworden und bot begehrenswerte (weil gut bezahlte und einflussreiche) Ämter
Während in den ersten Jahrhunderten Christen noch grausam verfolgt wurden und zum Christsein außerordentlich viel Mut gehörte
Die an Durchsetzung gewöhnten Römer entschieden den Kampf um die Macht für sich
die totale Herrschaft zu erlangen
In der Folge zeigte sich das Papsttum als gewillt und fähig
Die Stellvertreterschaft eines Gottes hat ihr Vorbild im römischen Kaisertum
So wurde die Kirche bis zum Mittelalter Gebieterin über Könige und Völker und kann als totalitäre Diktatur betrachtet werden: anders Denkende wurden verfolgt
gefoltert oder ermordet. [Bearbeiten]
Zitate
denn nur einer ist euer Rabbi
„Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ Lateinisch: "Tu es Petrus et super hanc petram aedificabo ecclesiam meam." (Matthäus 16
und ihr alle seid Brüder
18) „Ihr jedoch sollt euch niemals Rabbi nennen lassen
ging ihm Kornelius entgegen und warf sich ehrfürchtig vor ihm nieder
8-9) „Als nun Petrus ankam
denn nur einer ist euer Vater
Ihr sollt auch niemand von euren Brüdern auf der Erde mit `Vater' anreden
nämlich der im Himmel.“ (Matthäus 23
25-26) [Bearbeiten]
Petrus [der Tradition nach der erste Papst] aber richtete ihn auf und sagte: Steh auf! Auch ich bin nur ein Mensch.“ (Apostelgeschichte 10
Literatur
Weltgeschichtliche Betrachtungen
Jacob Burckhardt
C.H
1978
ISBN 3520055120 Jacob Burckhardt
Kröner
Die Zeit Constantins des Großen
Beck Verlag
ISBN 3406086640 Horst Herrmann
Die Heiligen Väter (Aufbau-Verlag Berlin 2004)
Geschichte des frühen Christentums
ISBN 3-7466-8110-3 Friedhelm Winkelmann
1997
C.H
1996
Beck Verlag
ISBN 3406410413 Siehe auch: Liste der Päpste – Liste der historischen Gegenpäpste – Päpste nach Namen – Konzil – Sedisvakanz – Papstwahl – Primat – Religiöse Titel als:Papst ca:Papa cs:Papež da:Pave en:Pope eo:Papo es:Papa fi:Paavi fr:Pape he:×?פיפיור it:Papa ja:ãƒãƒ¼ãƒžæ•™çš‡ ko:êµ?황 la:Papa nl:Paus no:Pave pl:Papież pt:Papa ro:Papă ru:ПапÑ?тво sl:Papež sv:PÃ¥ve zh:教宗
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