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Diskussion : On-Board-Unit
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On-Board-Unit
Stichpunkte
Allgemein
um die automatische Abrechnung in einem Gebührenerhebungs- oder Maut-System zu ermöglichen
Die On-Board-Unit (OBU) ist ein Gerät
das in LKW eingebaut wird
Es gibt mittlerweile verschiedene OBU's am Markt
Bekannt sind in Mitteleuropa derzeit vor allem die Tripon Geräte der Schweizer Firma Fela Management AG (OBU in der Schweiz in Betrieb seit dem Jahr 2000)
die GoBox der Firma Europas im seit 2003 laufenden Mautsystem in Österreich sowie die von Grundig und Siemens entwickelten OBU's für die von Toll Collect betriebene LKW-Maut in Deutschland
"Verbergen") 1 On-Board-Units von Toll Collect 1.1 Gerätetechnik 1.2 Probleme der ersten OBU-Generation 1.3 Die neue OBU-Generation 2 Weblinks [Bearbeiten]
spanischen (und weitere Länder Europas) Autobahnbetreiber kennen OBUs für die Erfassung von Mautgebühren. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Auch die französischen
italienischen
On-Board-Units von Toll Collect
Die OBUs der Firma Toll Collect verbleiben im Eigentum von Toll Collect und werden dem Benutzer nur zur Verfügung gestellt
den Ausbau bei Vertragsende
Standzeit) muss der Fahrzeughalter selbst tragen
und entsprechende Folgekosten (An- und Abfahrt
Die Kosten für den Einbau (etwa 250 Euro)
die der Nutzer als Mautguthaben abfahren kann
mit Mautbeginn 300 Euro Pfand zu erheben
Ursprünglich war geplant
Im September 2004 wurde diese Verpflichtung aufgehoben
Der Einbau der ersten OBU-Geräte begann ab dem 1
Mai 2003
Die OBUs besitzen in etwa die Größe eines Autoradios
im Werk Braga (Portugal) und von Siemens VDO Automotive AG in Villingen-Schwenningen
Produziert werden sie von Grundig
Siemens stellt rund zwei Drittel der Geräte her
Grundig den Rest
Die Siemens OBU basiert auf dem ursprünglich vom Konkurrenz-Konsortium AGES entwickeltem Prototyp
Die Herstellungskosten der OBU in Höhe von etwa 1.500 Euro je Stück trägt für die ersten 150.000 Stück Toll Collect
werden von Toll Collect mit 150 Mio
die das Bundesverkehrsministerium zusätzlich zur ursprünglich geplanten Investitionssumme bestellt hat
300.000 On-Board-Units
Euro dem Bundesministerium für Verkehr
Bau- und Wohnungswesen in Rechnung gestellt (siehe netzeitung.de (http://www.netzeitung.de/wirtschaft/259588.html)). [Bearbeiten]
Gerätetechnik
Die Toll Collect OBUs besitzen einen Empfänger für das von den USA betriebene GPS-Satellitenortungssystem
mit dem die Position des Fahrzeugs jederzeit bestimmt werden kann
in dem fahrzeugspezifische Angaben wie die Anzahl der Fahrzeugachsen
die Abgasschadensklasse und das Kfz-Kennzeichen sowie die Positionsdaten aller mautpflichtigen deutschen Autobahnen enthalten sind
Eingebaut ist außerdem ein Mobilfunksender und ein Speicher
zusammen mit dem GPS-Signal errechnet die On-Board-Unit während der Fahrt die fällige Maut und speichert diese zu einem Datenpaket
Aus diesen Daten
In Form einer SMS wird dieses nach Erreichen einer bestimmten Datenmenge per GSM-Mobilfunk an den Zentralrechner von Toll Collect gesendet
das Konzept und die Bedienung der Geräte von Siemens und Grundig sind unterschiedlich
Die Bauweise
Die OBU wird als vorprogrammierte Einheit hinter die Windschutzscheibe montiert und besitzt eine Zwei-Tasten-Bedienung
hinter der Windschutzscheibe
Das Grundig-Gerät ist aufgeteilt in einen kleinen Infrarot-Transponder
und den eigentlichen Bordcomputer für das nach ISO 7736 genormte Einschubfach im Armaturenbrett
von denen jedoch nicht alle aktiviert sind. Die Software der ersten OBU-Geräte wurde von der Elcon mobility GmbH (Berlin) entwickelt
Es gibt viele Tasten
dass die Software der neuen OBUs von den Firmen Siemens und IBM komplett neu entwickelt werden soll. [Bearbeiten]
Aus Medienberichten ist bekannt
dass Teile davon auch von omp computer gmbh (Paderborn) stammen. (Im Aufsichtsrat dieses Unternehmens befand sich zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe pikanterweise auch der damalige Toll Collect Geschäftsführer Michael Rummel.) Im Dezember 2003 wurde bekannt
Probleme der ersten OBU-Generation
Zunächst konnten von Toll Collect nicht genug On-Board-Units geliefert und eingebaut werden
da Schwierigkeiten mit der komplexen Software der Geräte bestanden
räumte Toll Collect Ende September 2003 erstmals technische Fehler ein
Nachdem Medien und Spediteure schon seit Monaten über Probleme mit den ausgelieferten OBUs berichteten
wiesen Strecken außerhalb des Autobahnnetzes als mautpflichtig aus; Siemens-Geräte passten nicht in den genormten Einbauschacht für Autoradios
Die On-Board-Units reagierten nicht auf Eingaben
zeigten unterschiedliche Mauthöhen auf identischen Strecken an
obwohl diese mautpflichtig sind
schalteten sich grundlos aus
wiesen Autobahnstrecken als mautfrei aus
ließen sich nicht ausschalten
Eine Montage auf dem Amaturenbrett kann zu Sicherheitsproblemen wegen Einschränkung der Sicht des Fahrers und Verletzungsgefahr führen
Die notwendige allgemeine Betriebserlaubnis durch das Kraftfahrtbundesamt wurde erst am 4
Oktober 2003
also mehrere Wochen nach dem ursprünglich geplanten Starttermin der Maut erteilt. 20.000 Geräte (einige sprechen auch von 35.000) des Herstellers Grundig sollten im Rahmen einer Rückrufaktion des Systembetreibers Toll Collect repariert werden
Dabei sollte unter anderem ein Software-Update auf das Geräte-EPROM gebrannt werden
Ein Grundig-Sprecher erklärte dazu
dass man sich als reiner Lieferant der Hardware betrachte
für die Software sei Toll Collect zuständig
der damalige Geschäftsführer von Toll Collect
dass diese nicht funktionstüchtig waren (heise.de 2003-10-14 (http://heise.de/newsticker/data/anw-14.10.03-001/))
obwohl er wusste
den Einbau der On-Board-Units angeordnet hatte
Später wurde bekannt dass Michael Rummel
Eine Rolle bei dieser Entscheidung dürfte die oben angegebene Fähigkeit zum Softwareupdate per GSM-Funk gespielt haben
durch die die Software kurz vor "Scharfschaltung" des Systems noch hätte aktualisiert werden können
wie sich später herausstellte. [Bearbeiten]
Ironischerweise war aber auch diese Funktion von den Softwareproblemen betroffen
Die neue OBU-Generation
Seit Sommer 2004 wird die neue
überarbeitete OBU von Toll Collect zum Einbau an die Vertragswerkstätten geliefert
Diese entspricht in ihrer Funktionalität der ab 1
Januar 2005 beginnenden 1
Stufe der Mauteinführung
Laut bisherigen Nachrichten funktioniert die OBU fehlerfrei und hat eine Zuverlässigkeit von über 99%. Zur Einführung der 2
Stufe der Maut ab 1
Januar 2006 erhält die OBU ihre volle Funktionialität
d.h. es sind dann Geräteupdates möglich
welche unter anderem zum Aktualisieren der Kilometerpauschale dienen
Außerdem sollen so auch die mautpflichtigen Strecken bei Neubauten
Umwidmungen oder Fahrbahnverschwenkungen aktualisiert werden können
Aufgrund der Zurückhaltung der Speditionsunternehmen und Lieferschwierigkeiten seitens Toll Collect konnten bis zum Mautstart nicht alle geplanten LKWs mit OBUs ausgerüstet werden. [Bearbeiten]
Weblinks
Internet Portal des Mautsystem-Betreibers Toll Collecthttp://www.toll-collect.de Internet Portal von OMPhttp://www.omp.de Das deutsche Bundesverkehrsministerium zur Lkw-Mauthttp://www.bmvbw.de/Lkw-Maut-.720.htm Geschichte und technischer Hintergrund der OBU und der deutschen Lkw-Maut: "Ausgebremste Automatik"
fundiertes "Special" zum Mautsystem bei heise.de vom November 2002http://www.heise.de/mobil/artikel/2002/11/18/maut/default.shtml Der Beschluss der 2
Vergabekammer des Bundeskartellamtes beim Einspruchsverfahren von Ages gegen die Auftragsvergabe an ETC.de (Toll Collect) vom 4
August 2002 mit technischen Einzelheiten zur Funktion der OBU als pdf-Filehttp://www.bundeskartellamt.de/wDeutsch/download/pdf/Vergabe/Vergabe02/VK2_58_02.pdf Stand der URL 2004-09-23
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
On-Board-Unit
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