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Diskussion : Operationsverstärker
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Operationsverstärker
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Allgemein
Bild nicht gefundenSchaltsymbol eines Operationsverstärkers Der Operationsverstärker (Abk
OP
OpAmp) ist ein Bauelement
OV
welches seinen Einsatz im Bereich der Elektronik findet
OPV
und einen Ausgang
einen invertierenden und einen nichtinvertierenden Eingang
Er besitzt zwei Eingänge
Die Funktion des OPs lässt sich in einem großen Bereich durch seine äußere Beschaltung bestimmen und verändern
Seinen Namen hat er noch aus der Zeit der elektronischen Analogrechner
Der Name stammt von einem seiner ersten Einsatzgebiete
"Verbergen") 1 Geschichte 2 Aufbau 3 Funktion 4 Kennwerte 4.1 Idealer Operationsverstärker 4.2 Realer Operationsverstärker 5 Verwendungszwecke 5.1 invertierender Verstärker 5.2 nichtinvertierender Verstärker (Elektrometerverstärker) 5.3 Addierer 5.4 Impedanzwandler / Spannungsfolger 5.5 Differenzverstärker / Subtrahierverstärker 5.6 Integrator 5.7 Differenzierer 6 Berechnung von OP Schaltungen [Bearbeiten]
Mit ihm wurden mathematische Berechnungen (so genannte "Operationen") ausgeführt. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Geschichte
Die ersten Operationsverstärker wurden mit Hilfe von Elektronenröhren aufgebaut
Deren Entwicklung erlaubte den Aufbau praktischer Verstärkerschaltungen
Eine weitere wichtige Voraussetzung war die Rückkopplungstheorie von Harold S
Black und die Arbeiten von Harry Nyquist und Hendrick Bode
und die Entwicklung konzentrierte sich zunächst auf Verstärker für wehrtechnische Anwendungen
wie z.B
Damit waren zu Beginn des zweiten Weltkriegs die Elemente für die Entwicklung von Operationsverstärkern vorhanden
Geschützsteuerungen (z.B
entwickelt von den Bell Labs in den USA)
M9 gun director system
Seinen englischen Namen "Operational Amplifier" erhielt er 1947 von Prof
John Ragazzini von der Columbia University in New York; der deutsche Name "Operationsverstärker" ist davon abgeleitet
Heute wird meist die Abkürzung Op Amp verwendet
Die Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg verlief hin zu fertigen Modulen
zunächst noch auf Röhrenbasis (z.B
Philbrick Modell K2-W)
Als brauchbare Transistoren verfügbar waren
wurden auf ihrer Basis erheblich kleinere und stromsparendere Module entwickelt (z.B
Philbrick Modell P45)
bei der die unverpackten Transistoren als Chips zusammen mit anderen Bauelementen auf einem Keramiksubstrat montiert sind (z.B
Eine weitere Verkleinerung wurde durch die Hybridtechnik ermöglicht
Analog Devices HOS-050)
Mit der Entwicklung der integrierten Schaltkreise wurde dann ab 1962 die Fertigung eines kompletten Operationsverstärkers auf einem einzigen Chip möglich (Robert Widlar)
und es sind inzwischen Milliardenstückzahlen von Operationsverstärkern im Einsatz. [Bearbeiten]
Dies ist heute mit wenigen Ausnahmen die bevorzugte Bauform
Aufbau
Der innere Aufbau eines OPs besteht zu allererst aus einem Differenzverstärker zwischen den beiden Eingängen
Dahinter befindet sich eine Verstärkerschaltung mit einer sehr hohen Verstärkung (Stromspiegel)
um am Ausgang eine genügend große Leistung bereit zustellen
Abschließend existiert meist noch eine Leistungsendstufe
werden heute aber ausschließlich als integrierte Schaltung gefertigt. [Bearbeiten]
Die einzelnen Teilschaltungen sind als Transistoren ausgeführt
Funktion
Ohne jegliche zusätzliche Beschaltung liegt am Ausgang die volle positive oder negative Betriebsspannung an
abhängig von den anliegenden Spannungen an den Eingängen
Liegt am invertierenden Eingang eine höhere Spannung als am nicht invertierenden
liegt der Ausgang auf negativer Betriebsspannung
kann am Ausgang die positive maximale Spannung gemessen werden
Ist die Eingangsspannung genau anders herum
um den OP kippen zu lassen
Dies liegt daran
dass durch den Differenzverstärker und die anschließende große Verstärkung schon eine sehr kleine Spannungsdifferenz ausreicht
In dieser Betriebsart arbeitet der Operationsverstärker als Komparator (auch Schwellwert-Diskriminator genannt) und wird etwa in ADCs eingesetzt
auch andere Ausgangsspannungen zwischen den beiden Endwerten zu erreichen
Theoretisch ist es möglich innerhalb eines Bereichs von wenigen mV oder weniger zwischen den beiden Eingängen
Durch unterschiedliche Außenbeschaltungen des Operationsverstärkers jedoch lassen sich die unterschiedlichsten Operationen durchführen
Addierer und Subtrahierer oder auch einfach nur Verstärkerschaltungen mit einem vorher bestimmbaren Eingangsspannungsbereich
Beispielsweise Integrator und Differenzierer
Diese Schaltungen werden auch heute noch verwendet
um beispielsweise einfache Regler aufzubauen (siehe Regelungstechnik)
Auch Filter wie Hochpass
Tiefpass oder Schmitt-Trigger lassen sich mit Hilfe des OPs aufbauen. [Bearbeiten]
Kennwerte
Ein OP benötigt eine positive und eine negative Betriebsspannung
Es existieren mittlerweile jedoch auch Typen
die mit nur einer Betriebsspannung auskommen
I_{B+}<math> die Grenzkreisfrequenz <math> omega _G<math> (resp
Weitere Merkmale sind: der Eingangswiderstand <math>r_e<math> der Ausgangswiderstand <math>r_a<math> die Leerlaufverstärkung <math>V_{0}<math> der Eingangsruhestrom <math>I_{E}<math> der maximale Ausgangsstrom <math>I_{A}<math> die Offset-Spannung <math>U_{rm Offset}<math> die Leckströme der Eingänge <math>I_{B-}
Transitkreisfrequenz <math> omega _T<math>) das Rauschen [Bearbeiten]
Idealer Operationsverstärker
Für ideale OPs gelten folgende Werte: Eingangswiderstand <math>r_e = infty<math> Ausgangswiderstand <math>r_a = 0<math> Verstärkung <math>v = infty<math> und nicht frequenzabhängig Offset-Spannung <math>U_{rm Offset} = 0<math> Leckströme <math>I_{B-}=I_{B+}=0<math> der Eingänge Grenzfrequenz <math> omega _G = infty<math> kein Rauschen [Bearbeiten]
Realer Operationsverstärker
Bei realen OPs ergeben sich durch Unsymmetrien
sich aber doch merklich von ihnen unterscheiden. Eingangswiderstand <math>r_e<math> bei einigen Megaohm Ausgangswiderstand <math>r_a<math> im Bereich von 100 Ohm Verstärkung V bei 10.000 und frequenzabhängig Offset-Spannung <math>U_{rm Offset}<math> bei einigen Milli-Volt Leckströme <math>I_{B-}=I_{B+}<math> der Eingänge bei einigen Nano-Ampere Transitkreisfrequenz <math> omega _T<math> bei etwa 10.000 Hz Rauschen vorhanden Für die meisten einfacheren Schaltungen können Leckströme (respektive Eingangswiderstände) und Offsetspannung vernachlässigt werden
durch Unreinheiten im Halbleitermaterial und durch Produktionsschwankungen Werte
die denen eines idealen Operationsverstärkers nahe kommen
sie nehmen erst bei empfindlichen Verstärkerschaltungen eine bedeutende Stellung ein. [Bearbeiten]
Verwendungszwecke
Wie schon erwähnt bietet der OP eine große Bandbreite an möglichen Verwendungen
Lediglich die Beschaltung bestimmt über die endgültige Funktion
Bei diesen einfachen Schaltungen wird immer von einem idealen Operationsverstärker ausgegangen
Zusätzlich zu den hier aufgeführten Beispielen gibt es weitere Schaltungen und Möglichkeiten
in denen hohe Genauigkeiten erforderlich sind. [Bearbeiten]
Außerdem existieren spezielle Schaltungen für Gebiete
invertierender Verstärker
Bild nicht gefunden Beschaltung eines invertierenden Verstärkers Diese Schaltung verstärkt die Eingangsspannung mit dem Verstärkungsfaktor v und invertiert sie zusätzlich
Damit hier eine geeignete Verstärkung einstellbar ist
wird eine Teilspannung vom Ausgang über einen Widerstand zurückgeführt. <math>Ua =-Ue cdot { R2 over R1}<math> [Bearbeiten]
nichtinvertierender Verstärker (
Elektrometerverstärker
)
Bild nicht gefunden Beschaltung eines nichtinvertierenden Verstärkers Diese Schaltung ist mit dem invertierenden Verstärker vergleichbar
verändert die Polarität der Eingangsspannung jedoch nicht
Auch hier wird die Ausgangsspannung zurückgeführt auf den invertierenden Eingang
Dadurch lässt sich wiederum mit Hilfe der beiden Widerstände eine Verstärkung festlegen. <math>Ua = Ue cdot [1+ {R2 over R1}] <math> [Bearbeiten]
Addierer
Bild nicht gefunden Beschaltung eines Addierer Bei einem Addierer werden die einzelnen Eingangsspannungen elektrisch addiert und anschließend verstärkt
An jedem Eingang gibt es einen Eingangswiderstand
durch den sich die einzelnen Spannungen unterschiedlich gewichten lassen
Diese Schaltung kann mit einer beliebigen Anzahl von Eingängen genutzt werden. <math>U_{a} = - { R2 over R11} cdot U_{E1} - { R2 over R12} cdot U_{E2} - { R2 over R13} cdot U_{E3} <math> [Bearbeiten]
Impedanzwandler
/ Spannungsfolger
Bild nicht gefunden Beschaltung eines Impedanzwandlers Die Ausgangsspannung eines Impedanzwandlers entspricht der Eingangsspannung bei dieser Schaltung (daher auch der Name Spannungsfolger)
Also liegt die Verstärkung hier bei <math>V = 1<math>
Da jedoch bei einem OP der Eingangswiderstand sehr groß und der Ausgangswiderstand sehr klein ist (daher der Name Impedanzwandler)
kann diese Schaltung ideal zwischen einer belastungsempfindlichen Quelle und zum Beispiel einem folgenden Verstärker eingesetzt werden. [Bearbeiten]
Differenzverstärker / Subtrahierverstärker
dass er gleichzeitig wie ein invertierender Verstärker und ein nichtinvertierender Verstärker funktioniert
Bild nicht gefunden Beschaltung eines Differenzverstärkers Bei einem Differenzverstärker wird der Operationsverstärker so beschaltet
Dies kann anhand des Überlagerungsprinzips gezeigt werden
dann gilt: <math>U_{a1} = -{ R2 over R1} cdot U_{e-}<math> Für den Betrieb als nichtinvertierenden Verstärker wird der (-)-Eingang auf Masse gelegt
dann gilt: <math>U_{a2} = { R4 over {R3 + R4}} cdot{ {R1 + R2} over R1} cdot U_{e+}<math> Für die gesamte Schaltung gilt: <math>U_{a} = { R4 over {R3 + R4}} cdot{ {R1 + R2} over R1} cdot U_{e+} -{ R2 over R1} cdot U_{e-}<math> [Bearbeiten]
Für den Betrieb als invertierenden Verstärker wird der (+)-Eingang auf Masse gelegt
Integrator
Bild nicht gefunden Beschaltung eines Integrators Ein Integrator ist eine Schaltung mit einer frequenzabhängigen Gegenkopplung
Gemeint ist damit die Rückkopplung des Ausgangs auf einen Eingang
Hier wurden bisher ausschließlich Widerstände benutzt
hauptsächlich Kondensatoren aber auch Spulen
Jetzt tauchen hier frequenzabhängige Bauteile auf
das Produkt aus R und C nennt man Integrationszeitkonstante
Damit ergibt sich für die Ausgangsspannung <math>U_{a} = - {1 over {C cdot R}} cdot U_{e} cdot t <math> Der Term <math>- {1 over {C cdot R}}<math> bildet hier den Integrier-Beiwert
Genutzt wird der Integrator vor allem in der Regelungstechnik als Teilelement einer Regelstrecke oder eines Reglers. [Bearbeiten]
Differenzierer
Bild nicht gefunden Beschaltung eines Differenzierers Auch hier werden frequenzabhängige Bauteile verwendet
jetzt jedoch nicht mehr in der Rückkopplung sondern vor dem Eingang des OP
fließt dieser Strom auch durch den Widerstand und der Spannungsabfall ergibt eine Ausgangsspannung <math>U_{a} = - {{C cdot R}} cdot {{Delta U_{e}} over {Delta t}} <math> Das Produkt aus R und C wird hier in Analogie zum Integrator Differenzier-Beiwert genannt
Fließt durch diesen Kondensator nun auf Grund von Änderungen der Eingangsspannung ein Ladestrom
Auch der Differenzierer hat eine Bedeutung in der analogen Regelungstechnik
Die praktische Realisierung eines reinen Differenzierers ist nur eingeschränkt möglich
sodass dieser meist in Kombination mit Proportionalverstärker und Integrator (PD- und PID-Regler) eingesetzt wird. [Bearbeiten]
Berechnung von OP Schaltungen
welche das Bauteil mit verschiedenen
eine Ersatzschaltung für den Operationsverstärker zu haben
leichter zu handhabenden Bauteilen modelliert
Bild nicht gefunden Ersatzschaltung eines ideal Operationsverstärkers Zur Berechnung von Operationsverstärkerschaltungen ist es von Nutzen
Da ein idealer OP von der Funktion eine gesteuerte Spannungsquelle ist
kann er durch eine Spannungsquelle (Ausgang) und Steuerspannung (Differenzspannung der Eingänge) ersetzt werden
Nun ist es möglich
die gesamte Schaltung mit Hilfe der Knoten- und Maschensätze und des Überlagerungsprinzips zu berechnen
um das Verhalten der Schaltung zu analysieren
Die Steuerspannung <math>u_d<math> wird für ideale OPs wegen der unendlichen Verstärkung Null gesetzt
sonst gilt <math>u_a = u_d cdot v<math>. Beispiel mit einem invertierenden Verstärker Bild nicht gefundenErsatzschaltung eines invertierenden Verstärkers Operationsverstärkers Der Überlagerungssatz ergibt für die Differenzspannung: <math>u_d = -u cdot frac{R_2}{R_1 + R_2} -u_a cdot frac{R_1}{R_1 + R_2}<math> Für den idealen OP mit <math>u_d = 0<math> folgt dann: <math>-u cdot frac{R_2}{R_1 + R_2} -u_a cdot frac{R_1}{R_1 + R_2} = 0 quad Rightarrow quad u_a = -u cdot frac{R_2}{R_1}<math> Bild nicht gefunden Ersatzschaltung eines Operationsverstärkers Für die Eigenschaften des Operationsverstärkers können nun weiter Quellen oder Widerstände eingesetzt werden
die Leckstöme der Eingänge sowie die Offsetspannung mit zu berücksichtigen
Für empfindliche Verstärker (beispielsweise Mikrophonvorverstärker) ist es oft notwendig
Die Leckstöme werden dabei mit Stromquellen angenähert
die Offsetspannung als Spannungsquelle zwischen den Eingängen
Dadurch kann nun wie gewohnt mit der Differenzspannung und der Verstärkung gearbeitet werden. (Zu beachten ist
dass gegebenenfalls eine gute Kenntnis zum Lösen von Gleichungssystemen erforderlich ist) en:Operational amplifier es:Amplificador operacional fr:Amplificateur opérationnel ja:オペアンプ nl:Operationele versterker sl:Operacijski ojaÄ?evalnik sv:Operationsförstärkare
[X] Schliessen
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Operationsverstärker
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