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OFDM
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OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplexing) ist ein Mehrträgerverfahren
werden mehrere tausend Träger gleichzeitig moduliert
Anstatt einen einzelnen Träger zu modulieren
Jeder einzelne Träger ist phasen- und (ab 4 bit pro Symbol zusätzlich) amplitudenmoduliert und trägt von daher die Information von mehreren Bits (typischerweise 2 bis 6 bit) pro Symbol
Vorteil: Die Symboldauer ist gegenüber Einträgerverfahren sehr viel länger
da die Daten parallel statt seriell übertragen werden
Das resultierende Hochfrequenzsignal liegt also um ein Tausendfaches länger stabil „in der Luft“. Dies bringt Vorteile insbesondere beim Mehrwegempfang (d.h. bei Echos)
verschlechtern Echos den Empfang nicht
durch den OFDM-Parameter „Schutzintervall“ festgelegten Zeitspanne
Bis zu einer bestimmten
Je größer das Schutzintervall
umso länger darf das Echo sein
bei z.B
250 µs werden Signalwegunterschiede bis zu 75 km toleriert
dass mehrere Sender (mit identischem Signal) auf derselben Frequenz senden dürfen (Gleichwellennetz/Single Frequency Network)
Gleichzeitig bedeutet dies aber auch
dass weiter als das Schutzintervall entfernte Sender keinen signifikanten Anteil am lokalen Gesamtsignal stellen
Es muss nur sichergestellt werden
Gleichwellennetze verbessern die Frequenzplanung und die Empfangssituation erheblich und erlauben durch konstruktive Interferenz niedrigere Sendeleistungen
Rechenbeispiel: Mit 8192 Trägern
64-QAM-Modulation (entspricht 6 bit pro Träger) und einer Symboldauer von einer Millisekunde lassen sich also 8192 * 6 * 1 / 1.e-3 = 49152000 bit/s übertragen
Wird das Symbol kurz wiederholt („gelooped“)
entspricht die Wiederholungszeit dem Schutzintervall
Für großflächige terrestrische Übertragungen sind 50 µs bis 250 µs Schutzintervall notwendig
die maximale Datenrate im Beispiel würde damit um 5% bis 25% sinken
Anwendungsbeispiele: DAB mit 192 bis 1536 Trägern (auf ca
5 MHz Bandbreite) DRM mit 88 bis 460 Trägern (auf ca
1
4 bis 20 kHz Bandbreite) DVB-T mit 2048 und 6144 Trägern (auf ca
6
5 MHz Bandbreite) 54 MBit-WLAN (nach IEEE 802.11g) mit 52 Trägern Erzeugung: OFDM-Signale werden überwiegend mit komplex rechnenden IFFTs erzeugt
5 bis 7
Die IFFT garantiert
dass alle Träger orthogonal zueinander stehen. OFDM-Signal im Zeitbereich OFDM-Signal im Frequenzbereich Empfang: Auf Empfängerseite müssen die einzelnen Träger aus dem Signalgemisch separiert werden
Dies könnte mit einzelnen Filtern geschehen
was allerdings bei mehr als einer Handvoll Frequenzen zu aufwendig wird
Daher wird heutzutage bei allen OFDM-Decodern zum Empfang eine schnelle Fourier-Transformation (FFT) benutzt
die die IFFT beim Sender rückgängig macht
Die Eingangsdaten der FFT sind die digitalisierten Werte des Signals aus einem Analog-Digital-Wandler (ADC)
Problematisch und aufwendig bei einem OFDM-Empfänger ist die Synchronisation auf das empfangene Signal
da der Empfänger keine direkte Zuführung des Sendetaktes hat. Üblicherweise laufen dazu mehrere Synchronisationsstufen hintereinander ab
dass alle Träger exakt auf die FFT-Träger fallen (entspricht einer Streckung/Stauchung und Verschiebung des Spektrums)
Zunächst muss der Sampletakt des ADCs so justiert werden
Durch das Vorhandensein von Echos gibt es Zeitpunkte
an denen das Spektrum die größte Energie aufweist und daher das Signal insgesamt am besten ist
Diese Zeitpunkte werden über bestimmte Referenzsymbole bzw
Pilotträger mit einer Auto-Korrelation gefunden
Als letztes muss die für QAM notwendige Phasenreferenz extrahiert werden (sog
Kanalschätzung)
Je nach OFDM-Verfahren unterstützen verschiedene Zusatzsignale diese Sychronisation
Bei DAB überträgt man dazu ein Symbol lang gar keine Energie (Nullsymbol) und anschließend ein sog
Phasenreferenzsymbol zur exakten Frequenz- und Zeitsynchronisation
DVB-T nutzt ein systematisch über die Träger hinwegwanderndes Muster von Pilottönen
Mithilfe dieser Pilottöne kann die Phasenänderung über die Frequenz und Zeit hinweg ermittelt werden.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
OFDM
aus der freien Enzyklopädie
wikipedia
und steht unter der
GNU Lizenz für freie Dokumentation
. In der wikipedia ist eine
Liste der Autoren
verfügbar.
Heinrich Graf von Einsiedel
Orthogonal Frequency Division Multiplex
Ludwig Elm
Polyswitch
Petra Ernstberger
Abschlag
Claude Victor-Perrin
Gabriele Fograscher
Dagmar Freitag
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