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Mond
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Dieser Artikel behandelt den Mond der Erde
Für Monde im Allgemeinen siehe Mond (Trabant)
Für weitere Bedeutungen siehe Mond (Begriffsklärung). Bild nicht gefundenIm Weltraum erscheint der Mond als graue Kugel
348 · 1022 kg Mittlere Dichte 3
7 m Neigung der Rotationsachse 1
2 % Kalium 0
1 % Phosphor 500 ppm Kohlenstoff 100 ppm Stickstoff 100 ppm Wasserstoff 50 ppm Helium 20 ppm Der Erdmond (lateinisch Luna)
7 m27
3 Tage Metonischer Zyklus 19 trop.J 2 h Ø Orbitalgeschwindigkeit 1
21222 Tage anomalistische Periode 27
1 % Schwefel 0
32158 Tage drakonitische Periode 27
03 km/s Bahnneigung 5
55455 Tage Sarosperiode 18 J 11
6 % Natrium 0
5424° mittlere Albedo 0
0549 Umlaufzeit(Siderischer Monat) 27 d 7 h 43
53059 Tage tropische Periode 27
ist der einzige natürliche Begleiter der Erde
9 Mio km2 Masse 7
1454° Ist ein Mond der Erde Physikalische Eigenschaften Äquatorialer Durchmesser 3.476 km Oberfläche 37
38 km/s Oberflächentemperatur in K min mittl. max 130 250 400 Spuren einer Atmosphäre Luftdruck 3 · 10-13 kPa Helium 25 % Neon 25 % Wasserstoff 23 % Argon 20 % Methan Ammonium Kohlendioxid Spuren Zusammensetzung der Mondkruste Sauerstoff 43 % Silizium 21 % Aluminium 10 % Kalzium 9 % Eisen 9 % Magnesium 5 % Titan 2 % Nickel 0
die von Kratern unterschiedlicher Größe übersäht ist. Umlaufbahn erdfernster Punkt 406.740 km Mittlerer Bahnradius 384.405 km erdnächster Punkt 356.410 km numerische Exzentrizität 0
der meist nur Mond genannt wird
3 % Chrom 0
1 % Mangan 0
62 m/s2 Rotationsdauer 27 d 07 h 43
345 g/cm3 Oberflächenbeschleunigung 1
32166 Tage Synodischer Monat 29
12 Fluchtgeschwindigkeit 2
Er ist der einzige Himmelskörper außer der Erde
sowie gleichzeitig der am zweitbesten untersuchte (direkt nach der Erde)
der jemals von Menschen betreten wurde
Trotzdem birgt er noch viele Geheimnisse
etwa zu seiner Entstehung und manchen Geländeformen
"Verbergen") 1 Geschichte der Mondbeobachtung 1.1 Mythologische Anfänge 1.2 Kalender 1.3 Entwicklung der Mondforschung 1.4 Menschen auf dem Mond 2 Bahn und Rotation des Mondes 2.1 Scheinbare Bewegung von der Erde aus gesehen 2.2 Mondbahn 2.2.1 Bahnperiode 2.2.2 Mondphasen 2.3 Mondrotation 2.3.1 Librationen 2.4 Finsternisse 2.4.1 Mondfinsternis 2.4.2 Sonnenfinsternis 2.4.3 Sarosperiode 3 Selenologie und Selenografie 3.1 Entwicklung des Mondes 3.2 Innerer Aufbau des Mondes 3.2.1 Mondbeben 3.2.2 Mascons 3.3 Mondoberfläche 3.3.1 Regolith 3.3.2 Maria 3.3.3 Terrae 3.3.4 Krater 3.3.5 Mondrillen 3.3.6 Rückseite des Mondes 3.4 Wasser 3.5 Atmosphäre 4 Sonstiges 4.1 Einflüsse des Mondes auf die Erde 4.2 Mondregenbogen 4.3 Hof-Effekt 4.4 Mondtäuschung 4.5 Eigentumsverhältnisse 5 Zitat 6 Siehe auch 7 Weblinks 7.1 Mondbahnberechnung 7.2 Videos [Bearbeiten]
Die spätere Entwicklung und sein innerer Aufbau sind jedoch seit einigen Jahren weitgehend geklärt. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Geschichte der Mondbeobachtung
sich über seine Umwelt Gedanken zu machen
Es liegt in der Natur des Menschen
Der Mond mit seinen selbst mit bloßem Auge erkennbaren Details ist nach der Sonne das mit Abstand hellste Objekt des Himmels; zugleich kann man seinen einzigartigen Helligkeits- und Phasenwechsel zwischen Vollmond und Neumond sehr gut beobachten
Mit der Erfindung des Fernrohrs begann seine intensive Erforschung um 1650 - mit Höhepunkten durch Hieronymus Schröters Selenotopografie 1791
die langbrennweitige Fotografie ab 1890 und die Raumfahrt in den 1970ern. [Bearbeiten]
Mythologische Anfänge
Bild nicht gefunden Himmelsscheibe von Nebra Die älteste bekannte Darstellung des Mondes ist eine 5000 Jahre alte Mondkarte aus dem irischen Knowth
Als weitere historisch bedeutende Abbildung in Europa ist die Himmelsscheibe von Nebra zu nennen
Das Stein-Monument Stonehenge diente eventuell als Observatorium und war so gebaut
dass damit auch Bahneigenschaften des Mondes vorhersagbar oder bestimmbar gewesen sind
In allen archäologisch untersuchten Kulturen gibt es Hinweise auf die große kultische Bedeutung des Mondes für die damaligen Menschen
in Japan Tsukiyomi
bei den Azteken Tecciztecatl und bei den Germanen Mani
als weibliche Göttin
bei den Griechen Selene
bei den Ägyptern Isis
Artemis und Hekate sowie bei den Römern Luna und Diana
zum Beispiel bei den Thrakern Bendis
oder als männlicher Gott wie beispielsweise bei den Sumerern Nanna
in Ägypten Thot
Der Mond stellte meist eine zentrale Gottheit dar
auch wenn die Zuordnung variierte
Fast immer wurden Sonne und Mond dabei als entgegengesetzt geschlechtlich gedacht
z. B. bei den Griechen mit Artemis
Ein häufig vorkommender Gedanke ist das Bild von den drei Gesichtern der Mondgöttin: bei Neumond die verführerische Jungfrau voller Sexualität
Morrigan und Ceridwen
bei Vollmond die fruchtbare Mutter und bei abnehmendem Mond das alte Weib oder die Hexe mit der Kraft zu Heilen
Selene und Hekate sowie bei den Kelten Blodeuwedd
von Jules Vernes "Reise zum Mond" über Jacques Offenbachs "Frau Luna" bis hin zum "modernen" Traum einer Besiedelung des Mondes. [Bearbeiten]
Der Mond hat bis in die Neuzeit hinein seine Faszination nicht verloren und ist bis heute Gegenstand von Romanen und Fiktionen
Kalender
noch heute basiert der islamische Kalender auf dem Mondjahr mit 354 Tagen (12 synodische Monate)
Neben der mythologischen Verehrung nutzten unsere Vorfahren schon sehr früh den regelmäßigen und leicht überschaubaren Rhythmus des Mondes für die Beschreibung von Zeitspannen und als Basis eines Kalenders
Mit dem Übergang zum Ackerbau wurde die Bedeutung des Jahresverlaufs für Aussaat und Ernte wichtiger
später nach feststehenden Formeln wie zum Beispiel dem metonischen Zyklus Schaltmonate eingefügt
wurden zunächst nach Bedarf
die das Mondjahr mit dem Sonnenjahr synchronisierten
Um dies zu berücksichtigen
Auf diesem lunisolaren Schema basieren zum Beispiel der altgriechische und der jüdische Kalender
Von den alten Hochkulturen hatten einzig die Ägypter ein reines Sonnenjahr mit 12 Monaten a 30 Tagen sowie 5 Schalttagen
das heißt ohne strengen Bezug zum synodischen Monat von 29
vermutlich weil für die ägyptische Kultur die genaue Vorhersage der Nilüberschwemmungen und damit der Verlauf des Sonnenjahres überlebensnotwendig war. [Bearbeiten]
5 Tagen
Entwicklung der Mondforschung
der mit seinem Werk Selenographia (1647) als Begründer der Selenographie gilt
Die erste
die ersten brauchbaren stammen von Johannes Hevelius
wenn auch nur skizzenhafte Darstellung der sichtbaren Strukturen des Mondes stammt von Galileo Galilei (1609)
der in seinen Karten von 1651 die dunkleren Regionen als Meere (Mare
pl
In der Nomenklatur der Mondstrukturen setzte sich das System von Giovanni Riccioli durch
Maria) und die Krater nach Philosophen und Astronomen bezeichnete
Allgemein anerkannt ist dieses System jedoch erst seit dem 19
Jahrhundert
Tausende Detailzeichnungen von Bergen
der auch viele Mondtäler und Rillen entdeckte
Kratern und Wallebenen wurden von Johann Hieronymus Schröter (1778-1813) angefertigt
ihm folgte bald eine lange Reihe fotografischer Atlanten
Den ersten Mondatlas gaben Wilhelm Beer & Johann Heinrich Mädler 1837 heraus
als zur Vorbereitung des Apollo-Projekts eine Kartierung durch die Lunar Orbiter-Sonden aus einer Mondumlaufbahn heraus stattfand
Die Qualität der Karten wurde in den 1960ern deutlich verbessert
Die heute genauesten Karten stammen aus den 1990ern durch die Clementine- und Lunar-Prospector-Missionen
Gebirgen und Ebenen war mit Fernrohrbeobachtungen sehr problematisch und erfolgte meist durch Analyse von Schattenlängen
Die Höhenbestimmung von Kratern
wofür Josef Hopmann Spezialmethoden entwickelte
sind aber nur wenige Grad geneigt
mit Durchmessern bis zu 300 Kilometer
wirken zwar steil
die höchsten Erhebungen hingegen erreichen eine Höhe von bis zu 10 Kilometer über dem mittleren Niveau
Erst durch die Sonden-Kartierungen kennt man verlässliche Werte: die Krater
Ein bedeutender Fortschritt in der Untersuchung des Mondes wurde durch die Satellitenmissionen erzielt
Die sowjetische Sonde Lunik 3 lieferte 1959 die ersten Bilder der Mondrückseite
das amerikanische Apollo- und das sowjetische Luna-Programm brachten bei neun Missionen zwischen 1969 und 1976 insgesamt 382 Kilogramm Mondgestein von der Mondvorderseite zur die Erde zurück. Datum Mission Menge Landestelle 20
6 kgMare Tranquillitatis 19
Juli 1969 Apollo 11 21
3 kgOceanus Procellarum 20
November 1969 Apollo 12 34
September 1970 Luna 16 100 g Mare Fecunditatis 31
6 kgFra Mauro Hochland 30
Januar 1971 Apollo 14 42
3 kgHadley-Apenninen (Mare und Hochland) 21
Juli 1971 Apollo 15 77
Februar 1972 Luna 20 30 g Apollonius Hochland 21
April 1972 Apollo 16 95
7 kgDescartes 11
Dezember 1972 Apollo 17 110
5 kgTaurus-Littrow (Mare und Hochland) 18
August 1976 Luna 24 170 g Mare Crisium 1979 wurde der erste Mondmeteorit in der Antarktis entdeckt
dessen Herkunft vom Mond allerdings erst einige Jahre später erkannt wurde
Mittlerweile kennt man noch mehr als zwei Dutzend weitere
dürften die Meteorite
die durch die Mondmissionen zur Erde gebracht wurden: Während man bei den Apollo- und Lunaproben die genaue Herkunft kennt
Diese bilden eine komplementäre Informationsquelle zu den Gesteinen
repräsentativer für die Mondoberfläche sein
trotz der Unkenntnis ihres genauen Herkunftsortes auf dem Mond
da einige aus statistischen Gründen auch von der Rückseite des Mondes stammen sollten. [Bearbeiten]
Menschen auf dem Mond
die jedoch nur von den USA realisiert wurden
Im Rahmen des kalten Kriegs unternahmen die USA und die UdSSR in den 1960ern einen Anlauf zu bemannten Mondlandungen
Am 20
wegen der hohen Kosten wurde das Programm nach sechs erfolgreichen Missionen 1972 eingestellt
Juli 1969 setzte mit Neil Armstrong der erste von 12 Astronauten im Rahmen des Apollo-Projekts seinen Fuß auf den Mond
Während des ausgehenden 20
aber erst durch Ankündigungen der US-Präsidenten George W
Jahrhunderts wurde immer wieder über eine Rückkehr zum Mond und die Einrichtung einer ständigen Mondbasis spekuliert
Bush und der ESA Anfang 2004 scheinen sich konkrete Pläne abzuzeichnen
Aufgrund der hohen Kosten bestehen jedoch noch immer Zweifel an der Realisierung. [Bearbeiten]
Bahn und Rotation des Mondes
[Bearbeiten]
Scheinbare Bewegung von der Erde aus gesehen
umkreist der Mond die Erde von Osten nach Westen auf einer Bahn
Von der (rotierenden) Erdoberfläche aus betrachtet
1 Grad gegen die Sonnenbahn geneigt ist
die um 5
Seine scheinbare Bewegung ähnelt damit der der Sonne; sie dauert etwa 24 Stunden und 50 Minuten
Der Zeitpunkt des Mondauf- und -untergangs ist damit jeden Tag fast eine Stunde später
In 29 Tagen geht der Mond 28 Mal auf
für einen Beobachter auf der Südhalbkugel im Norden (und die sichtbaren Oberflächenstrukturen erscheinen im Vergleich zur Nordhalbkugel auf den Kopf gestellt
Für einen Beobachter auf der Nordhalbkugel steht der Mond (wie auch die Sonne) an seinem höchsten Bahnpunkt im Süden
wie man beispielsweise bei den in Neuseeland gedrehten "Der Herr der Ringe"-Filmen in einigen Szenen gut sehen kann)
In Äquatornähe kann man den Mond an seinem höchsten Punkt im Zenit sehen. [Bearbeiten]
Mondbahn
Die Bahn des Mondes um die Erde ist eine Ellipse der Exzentrität 0
055; die große Halbachse misst 384.400 Kilometer
den erdfernsten Apogäum
Den erdnächsten Punkt der Bahn nennt man Perigäum
Die Durchgänge des Mondes durch die Ekliptik nennt man Mondknoten
der absteigende den in die Südhemisphäre beschreibt
wobei der aufsteigende Knoten den Eintritt in die Nord-
durch die Bewegung um die Erde pendelt der Mond jedoch um eine gemeinsame Ellipsenbahn
Der Mond umläuft zusammen mit der Erde die Sonne
Die Variation der Gravitation während dieser Pendelbewegung führt zusammen mit geringeren Störungen durch die anderen Planeten zu Abweichungen von einer exakten Keplerellipse um die Erde. Das Perigäum umläuft die Erde direkt mit einer Periode von 8
85 Jahren
also gegen die Umlaufrichtung des Mondes
mit einer Periode von 18
Die Mondknoten umlaufen die Erde aufgrund einer Präzessionsbewegung retrograd
61 Jahren
Sie bewirken daher eine schwache Modulation der Erdpräzession mit eben dieser Periode
die als Nutation bezeichnet wird. [Bearbeiten]
Bahnperiode
32 d) nimmt der Mond wieder die gleiche Stellung zu den Fixsternen ein
die jeweils unterschiedliche Aspekte abdecken. Nach einem siderischen Monat (27
Die Dauer eines Bahnumlaufs des Mondes (Monat) kann man nach verschiedenen Kriterien festlegen
53 d; Periode der Mondphasen) erreicht der Mond wieder die gleiche Stellung zur Erde
Nach einem synodischen Monat (29
um wieder durch den gleichen Knoten seiner Bahn zu laufen; er ist wichtig für die Sonnen- und Mondfinsternisse
Einen drakonitischen Monat (27
2122 d) benötigt er
Einen anomalistischen Monat (27
555 d) benötigt der Mond von einem Perigäumdurchgang zum nächsten. [Bearbeiten]
Mondphasen
Das Aussehen des Mondes variiert im Laufe seines Bahnumlaufs und durchläuft die Mondphasen Die Mondphasen beginnend mit Neumond Neumond - der Mond steht zwischen der Sonne und der Erde zunehmender Mond (abends sichtbar) Vollmond - die Erde steht zwischen der Sonne und dem Mond abnehmender Mond (morgens sichtbar) [Bearbeiten]
Mondrotation
Durch die Gezeitenwirkung
die durch die Gravitation der Erde entsteht
hat der Mond seine Rotation der Umlaufzeit (siderischer Monat) angepasst (gebundene Rotation)
das heißt bei einem Umlauf dreht er sich einmal um die eigene Achse. Daher ist von der Erde aus immer die selbe Seite zu sehen
Die Rückseite des Mondes konnte 1959 erstmals durch Raumsonden beobachtet werden
Wegen der gebundenen Rotation würde ein Beobachter auf dem Mond die Erde immer an der selben Stelle des Himmels sehen (abgesehen von leichten Schwankungen
die durch Librationen verursacht sind)
Die Erde geht also niemals "auf" oder "unter"
Ein Beobachter auf der Mondrückseite kann die Erde dagegen niemals sehen
Wegen der fehlenden Atmosphäre ist der Mondhimmel nicht blau
sondern schwarz.Sterne kann man jedoch auch auf dem Mond nur Nachts sehen
Die Lichtempfindlichkeit des menschlichen Auges stellt sich auf die hell leuchtende Mondoberfläche ein und kann die Sterne nicht mehr wahrnehmmen
Die Erde erscheint als bläuliche Scheibe
fast viermal größer als der Mond von der Erde aus
die den Mondphasen entsprechen und diesen entgegengesetzt sind
Sie rotiert (in knapp 24 Stunden) und durchläuft Phasen
Bei Neumond herrscht "Vollerde" und bei Vollmond "Neuerde"
Die Sonne wandert vom Mond aus gesehen sehr langsam über den Sternenhimmel
und von dort eine weitere Woche bis zum Sonnenuntergang
Von Sonnenaufgang bis zum Höchststand der Sonne dauert es eine Woche
worauf eine 14-tägige Nacht folgt
Ein Tag-Nacht-Zyklus auf dem Mond dauert somit einen Monat. [Bearbeiten]
Librationen
dass man von der Erde 59 Prozent der Mondoberfläche sehen kann
die bewirken
Die Bahnbewegung des Mondes führt zu geometrischen Librationen
7° gegen seine Bahnebene geneigt
Die Ursachen hierfür sind im Einzelnen: Die Rotationsachse des Mondes ist um 6
Dies führt zu einer Libration in Breite
so dass man etwas über die Mondpole "hinausschauen" kann
Die Rotation des Mondes bleibt während seines Bahnumlaufs konstant
während seine Bahngeschwindigkeit mit dem Abstand zur Erde variiert
6° - man kann dem Mond etwas "hinter die Ohren" schauen
Dies führt zu einer Libration in Länge von etwa 7
da man durch die Eigendrehung der Erde morgens und abends jeweils einen etwas anderen Blickwinkel auf den Mond hat. Es gibt auch eine physische Libration des Mondes
die durch Abweichungen von der exakten Kugelgestalt hervorgerufen wird
Die Parallaxe des Mondes führt zu einer täglichen Libration von ± 57 Bogenminuten
Sie ist jedoch deutlich kleiner als die geometrische Libration und deshalb zu vernachlässigen. [Bearbeiten]
Finsternisse
wenn Sonne
Erde und Mond auf einer Linie liegen
d.h. nur bei Vollmond oder Neumond und wenn der Mond in einer der insgesamt 4 Stellen liegt
Finsternisse treten auf
an denen die Bahn d
Mondes die Ekliptik schneidet -- den sogenannten Mondknoten
Dies passiert nur 2 mal pro Jahr. [Bearbeiten]
Mondfinsternis
die nur bei Vollmond auftreten kann
steht die Erde zwischen Sonne und Mond
Bei einer Mondfinsternis
Sie kann auf der gesamten Nachtseite der Erde beobachtet werden und dauert maximal 3 Stunden 40 Minuten
Man unterscheidet totale Mondfinsternis
bei welcher der Mond völlig in den Erdschatten wandert
Die Totalität dauert höchstens 100 Minuten
so sollte der Mond im Kernschatten der Erde liegen
Betrachtet man die geometrischen Verhältnisse bei einer totalen Mondfinsternis
4 Millionen Kilometer in den Raum erstrecken sollte
der sich theoretisch knapp 1
tatsächlich aber wegen der starken Streuung durch die Erdatmosphäre nur etwa 250.000 Kilometer weit reicht
Der Mond wird deshalb auch bei totalen Finsternissen nicht völlig verdunkelt
Da die Erdatmosphäre die blauen Anteile des Sonnenlichts stärker streut als das rote
erscheint der Mond bei totalen Finsternissen als dunkle rotbraune Scheibe. partielle Mondfinsternis
bei der nur ein Teil des Mondes von der Erde abgeschattet wird
das heißt ein Teil des Mondes bleibt während des gesamten Verlaufs der Finsternis sichtbar
Halbschattenfinsternis
bei der der Mond nur (ganz oder teilweise) in den Halbschatten der Erde eintaucht
Halbschattenfinsternisse sind ziemlich unauffällig; es zeigt sich lediglich eine leichte Vergrauuung derjenigen Mondseite
die dem Kernschatten der Erde am nächsten ist. Vom Mond aus gesehen stellt sich eine Mondfinsternis als Sonnenfinsternis dar
Dabei verschwindet die Sonne hinter der schwarzen Erdscheibe
und bei einer Halbschatten-Mondfinsternis herrscht auf dem Mond partielle Sonnenfinsternis
Bei einer totalen Mondfinsternis herrscht auf der ganzen Mondvorderseite totale Sonnenfinsternis
bei einer partiellen Mondfinsternis ist die Sonnenfinsternis auf dem Mond nur in einigen Gebieten total
Ringförmige Sonnenfinsternisse gibt es auf dem Mond wegen des im Verhältnis zur Sonne viel größeren scheinbaren Durchmessers der Erdscheibe nicht. [Bearbeiten]
Sonnenfinsternis
die nur bei Neumond auftreten kann
steht der Mond zwischen Sonne und Erde
Bei einer Sonnenfinsternis
aber recht schmale Streifen auf der Erdoberfläche dar
Sie kann nur in den Gegenden beobachtet werden
die den Kern- oder Halbschatten des Mondes durchlaufen; diese Gegenden stellen sich meist als lange
Man unterscheidet: totale Sonnenfinsternis
bei der der Mond die Sonnenscheibe einige Minuten lang vollständig bedeckt und die Erde den Kernschatten (Umbra) des Mondes durchläuft; partielle Sonnenfinsternis
wenn der Mond durch zu große Entfernung die Sonnenscheibe nicht ganz abdeckt [Bearbeiten]
bei der der Mond die Sonnenscheibe nicht vollständig bedeckt; der Beobachter befindet sich dabei im Halbschatten (Penumbra) des Mondes. ringförmige Sonnenfinsternis
Sarosperiode
Bereits den Chaldäern war (um ca
1000 v
dass sich Finsternisse nach einem Zeitraum von 18 Jahren und 11 Tagen
wiederholen
Chr. ?) bekannt
der Sarosperiode
Nach 223 synodischen bzw
242 drakonitischen Monaten (von lat. draco
Drache
so dass sich eine Finsternisstellung nach 18 Jahren 11
Erde und Mond zueinander
altes astrologisches Symbol für die Mondknoten
da man dort einen Mond- und Sonnenfressenden Drachen vermutete) besteht wieder fast die selbe Stellung von Sonne
33 Tagen erneut ergibt
welche in 18 Jahren einmal um die Erde laufen
dass bei einer Finsternis sowohl die Sonne als auch der Mond nahe der Knoten der Mondbahn liegen müssen
Die Ursache dieser Periode liegt darin begründet
die er bei einer Orientreise kennenlernte
für seine Finsternisprognose 585 v
Thales hat diese Periode
Chr. benützt
Durch sie konnten die Griechen die militärisch überlegenen Perser besiegen
Da die Übereinstimmung der 223/242 Monate nicht exakt ist
reißt die Sarosperiode etwa alle 1300 Jahre ab und eine neue beginnt
in der sich die vorigen Finsternisse nicht mehr wiederholen. [Bearbeiten]
Selenologie und Selenografie
Bild nicht gefunden der Mond am 30
Dezember 2004 Die Selenologie oder "Geologie des Mondes" beschäftigt sich mit seiner Entstehung
seinem Aufbau und seiner Entwicklung sowie mit der Entstehung der beobachteten Strukturen und der dafür verantwortlichen Prozesse
während die Aufgabe der Selenografie in der Erstellung von Mondkarten besteht. [Bearbeiten]
Entwicklung des Mondes
Das heute weithin anerkannte Modell zur Entstehung des Mondes besagt
5 Milliarden Jahren ein Himmelskörper von der Größe des Mars nahezu streifend mit der Erde kollidierte
dass vor etwa 4
in eine Erdumlaufbahn geschleudert
Dabei wurde viel Materie
vorwiegend aus der Erdkruste und dem Mantel des einschlagenden Körpers
ballte sich dort zusammen und formte schließlich den Mond
Durch den Zusammenstoß und die freiwerdende Gravitationsenergie bei der Bildung des Mondes wurde dieser aufgeschmolzen und vollständig von einem Ozean aus Magma bedeckt
die noch heute in den Hochländern vorzufinden sind
Im Laufe der Abkühlung bildete sich eine Kruste aus den leichteren Mineralen aus
Auf der Erde wird der Pazifik teilweise als Überrest dieses Ereignisses betrachtet
Die "junge" Mondkruste wurde bei größeren Einschlägen immer wieder durchschlagen
so dass aus dem Mantel neue Lava in die entstehenden Krater nachfließen konnte
Es bildeten sich die Maria
die erst einige hundert Millionen Jahre später vollständig erkalteten
9 Milliarden Jahren deutlich zurückgegangen war
Das sog. "Große Bombardement" endete erst vor 3
2 Milliarden Jahren
8 bis 3
nachdem die Anzahl der Meteoriteneinschläge vor etwa 3
doch konnten einige Astronomen vereinzelte Leuchterscheinungen beobachten. [Bearbeiten]
Danach ist keine starke vulkanische Aktivität nachweisbar
Innerer Aufbau des Mondes
Bild nicht gefunden Schematischer Aufbau des Mondes (links: Vorderseite
rechts: Rückseite) Bild nicht gefunden Aufbau der äußeren Schichten des Mondes; KREEP: Kalium
Rare Earth Elements (d. h
des Gravitationsfeldes und der mineralischen Zusammensetzung durch die Clementine- und die Lunar Prospector-Mission
Seltene Erden)
sowie den Kartierungen der Oberfläche
Phosphor Unser Wissen über den Aufbau des Mondes beruht im Wesentlichen auf den Daten der vier von den Apollo-Missionen zurückgelassenen Seismometer
die diverse Mondbeben und Erschütterungen durch Meteoriteneinschläge aufzeichneten
Der Mond besitzt eine 70 (an der Mondvorderseite) bis 150 km (Rückseite) dicke Kruste
die von einer mehrere Meter dicken Regolithschicht bedeckt ist
Darunter liegt ein fester Mantel aus Basaltgesteinen
an der ein Wechsel der Gesteinszusammensetzung vorliegen könnte
Es gibt Anzeichen für eine Unstetigkeitsfläche in 500 Kilometer Tiefe
Der 200 bis 400 Kilometer große eisenhaltige Kern dürfte Temperaturen um 1600 Grad Celsius aufweisen
Die gebundene Rotation des Mondes hat auch Einflüsse auf Form und inneren Aufbau
Der Mond ist in Richtung Erde lang gezogen und sein Massenschwerpunkt liegt etwa 2 Kilometer näher zur Erde als sein geometrischer Mittelpunkt. [Bearbeiten]
Mondbeben
Bild nicht gefunden Passives Seismisches Element (PSE) (Apollo 11
NASA) Die zurückgelassenen Seismometer der Apollomissionen registrieren etwa 500 Mondbeben pro Jahr
die meisten liegen aber bei einer Stärke von 2
Die Beben sind im Vergleich zu irdischen Beben sehr schwach
das stärkste erreichte eine Stärke von knapp 5 auf der Richterskala
Die seismischen Wellen der Beben können ein bis vier Stunden lang verfolgt werden
sie werden im Mondinneren also nur sehr schwach gedämpft
das heißt alle 14 Tage
Mehr als die Hälfte der Beben entstehen in einer Tiefe von 800 bis 1000 Kilometer und weisen Häufigkeitsspitzen beim Apogäum- und Perigäum-Durchgang auf
Auch sind Beben aus der oberflächennahen Region des Mondes bekannt
dass sich der Aufbau des Mondes dem Mittelwert der durch die Erde verursachten Gravitation angepasst hat
Die Ursache liegt darin
Durch die Beben werden die inneren Spannungen abgebaut
die am erdnächsten und erdfernsten Punkt der Mondbahn ihr Maximum erreichen
sondern die meisten Beben entstehen an nur etwa 100 Stellen
die jeweils nur wenige Kilometer groß sind
Der Ursprung der Beben verteilt sich nicht gleichmäßig über eine komplette Mantelschale
Der Grund für diese Konzentration ist noch nicht bekannt. [Bearbeiten]
Mascons
Massenkonzentrationen) nannte
Bild nicht gefunden Das Gravitationsfeld des Mare Serenitatis (unten) sowie die Topographie (oben)
das Mascon ist im Zentrum deutlich zu erkennen (NASA) Durch ungewöhnliche Einflüsse auf die Bahnen der Lunar-Orbiter-Missionen erhielt man Ende der 1960er erste Hinweise auf Schwereanomalien
die man Mascons (Mass concentrations
sie befinden sich meist im Zentrum der Krater und sind vermutlich durch die Einschläge entstanden
Durch Lunar Prospector wurden diese Anomalien näher untersucht
die aufgrund der fortschreitenden Abkühlung des Mondes nicht mehr bis zum Kern absinken konnten
Möglicherweise handelt es sich um die eisenreichen Kerne der Impaktoren
Nach einer anderen Theorie könnte es sich um Lavablasen handeln
die als Folge eines Einschlags aus dem Mantel aufgestiegen sind. [Bearbeiten]
Mondoberfläche
aschgrauen Staubschicht
dem Regolith
Die Oberfläche des Mondes ist nahezu vollständig von einer trockenen
der scheinbare "Silberglanz" wird einem irdischen Beobachter durch den Kontrast zum Nachthimmel nur vorgetäuscht
bedeckt
Gräben und Rillen (Fossa)
flache Dome und große Magma-Ebenen
jedoch keinerlei aktive Tektonik wie die Erde. [Bearbeiten]
Die Mondoberfläche zeigt Kettengebirge
Regolith
deshalb schlagen ständig Meteoriten jeder Größe ohne vorherige Abbremsung auf der Oberfläche ein und pulverisieren die Gesteine
Der Mond besitzt keine nennenswerte Atmosphäre
die die Detailstruktur des Untergrundes verbirgt
Der durch diesen Prozess entstehende Regolith bedeckt bis auf die jungen Krater die gesamte Oberfläche mit einer mehrere Meter dicken Schicht
Diese Deckschicht erschwert die Untersuchung der Strukturen und ihrer genauen Entstehungsgeschichte erheblich
die durch Einschläge an die jeweilige Position verfrachtet wurden
aber er hat auch Beimengungen
Der Regolith entsteht im Wesentlichen aus dem normalen Oberflächenmaterial
entspricht der Regolith eher einer Sandschicht
Obwohl er gemeinhin als Mondstaub bezeichnet wird
Die Korngröße reicht von Staubkorngröße direkt an der Oberfläche über Sandkörner wenig tiefer bis hin zu Steinen und Felsen
die erst später hinzukamen und noch nicht vollständig zermahlen sind
Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind kleine glasige Erstarrungsprodukte von Einschlägen
das heißt Glaskügelchen
An manchen Stellen besteht der Regolith fast zur Hälfte aus diesen Agglutinaten
die wesentliche Bestandteile des normalen mineralischen Regoliths enthalten
wenn die geschmolzenen Impaktprodukte erst nach dem Auftreffen auf die Regolithschicht erstarren
Sie entstehen
wurden neue Eisen-Silizium-Mineralphasen identifiziert
Im Mondmeteoriten Dhofar 280
der im Jahr 2001 im Oman gefunden wurde
ist nach dem Forscher Bruce Hapke als Hapkeit benannt worden
Eine dieser Mineralphasen (Fe2Si)
die damit erstmals in der Natur eindeutig nachgewiesen wurde
Bruce Hapke hatte in den 1970ern die Entstehung derartiger Eisen-Verbindungen durch Weltraum-Erosion (engl
Space Weathering) vorhergesagt
Weltraum-Erosion ist für die zeitliche Veränderung speziell auch der optischen Eigenschaften (Reflektivität) der Oberfläche von atmosphärelosen Körpern verantwortlich
Neon
Helium
d. h. die Teilchen des Sonnenwindes - vor allem Wasserstoff
Kohlenstoff und Stickstoff - treffen nahezu ungehindert auf der Mondoberfläche auf und werden im Regolith implantiert
ähnlich der Ionenimplantation
Der Mond hat kein nennenswertes Magnetfeld
die in Wissenschaft und Technik angewandt wird
Auf diese Weise bildet der Mond-Regolith eine Art "Klima"-Archiv des Sonnenwindes
vergleichbar den Gletschern in Grönland und der Antarktis für das irdische Klima
dass die kosmische Strahlung etwa einen Meter tief in die Mondoberfläche eindringt und dort durch Kernreaktionen (hauptsächlich Spallationsreaktionen) neue Elemente gebildet werden
Dazu kommt noch
dass Gesteine des Mondregoliths z
Folge davon ist
B. bedeutend mehr Edelgase enthalten als irdische Gesteine oder auch als Meteoriten aus dem Asteroidengürtel
Insbesondere das 3He könnte eines Tages für Fusionskraftwerke sogar wirtschaftlich bedeutend werden
Da der Mondregolith durch Einschläge ab und zu umgewälzt wird
haben die einzelnen Bestandteile meist eine komplexe Bestrahlungsgeschichte hinter sich
zu welchem Zeitpunkt diese direkt oder nahe der Oberfläche waren und der kosmischen Strahlung und dem Sonnenwind ausgesetzt waren
Man kann jedoch durch radiometrische Datierungsmethoden für Mondproben oft herausfinden
Damit lassen sich Erkenntnisse über die kosmische Strahlung und den Sonnenwind zu diesen Zeitpunkten gewinnen. [Bearbeiten]
Maria
die 16 Prozent der Mondoberfläche bedecken
Bild nicht gefunden Mare Imbrium mit dem großen Kopernikuskrater am oberen Bildrand (Apollo 17
NASA) Die dunklen Tiefebenen der Mondvorderseite
hielt man früher für Meere
Sie werden deshalb nach Giovanni Riccioli als Maria bezeichnet
die reich an Eisen und Magnesium ist
8 Milliarden Jahre alten dunklen Basalten
1 bis 3
weisen nur wenige Krater auf und sind von einer 2 bis 8 Meter dicken Regolithschicht bedeckt
Sie bestehen aus 3
Sie sind vermutlich durch große Einschläge in der Frühphase des Mondes entstanden
nur sehr geringe Höhenunterschiede von maximal 100 Meter auf
mit Ausnahme der Krater
sind sie anschließend mit Lava aus dem Inneren vollgelaufen. (siehe auch: Liste der Maria des Erdmondes) Die Maria weisen
Da in diesem Entwicklungsstadium der Mantel noch flüssig war
flache Aufwölbungen die sich über mehrere Dutzend Kilometer erstrecken. [Bearbeiten]
Zu diesen Erhebungen gehören die Dorsa (Rücken)
Terrae
Die Hochländer wurden früher als Kontinente angesehen und werden deshalb als Terrae bezeichnet
Sie weisen deutlich mehr Krater als die Maria auf und werden von einer bis zu 15 Meter dicken Regolithschicht bedeckt
die reich an hellem aluminiumreichen Anorthosit ist
Sie sind selenologisch älter als die Maria
5 Milliarden Jahre datiert und sind vermutlich die Reste der ursprünglichen Mondkruste
8 bis etwa 4
die untersuchten Gesteine wurden auf 3
Aus der Samarium-Neodym-Isotopensystematik von mehreren Mond-Anorthositen konnte ein Kristallisationsalter von 4
04 Milliarden Jahren für diese Gesteine bestimmt werden was als Bildungsalter der ersten Kruste und als Beginn der Kristallisation des ursprünglichen Magmaozeans interpretiert wird
456 ± 0
die Höhen von etwa 10 Kilometern erreichen
In den Hochländern gibt es mehrere Gebirge
dass der Mond infolge der Abkühlung geschrumpft ist und sich dadurch Faltengebirge aufwölbten
Sie sind möglicherweise dadurch entstanden
Nach einer anderen Erklärung könnte es sich um die Überreste von Kraterwällen handeln
zum Beispiel Alpen
Apenninen
Kaukasus und Karpaten. (Siehe auch: Liste der Berge und Gebirge des Erdmondes) [Bearbeiten]
Sie sind nach irdischen Gebirgen benannt worden
Krater
NASA) Die Krater entstanden großteils durch Asteroiden-Einschläge (Impaktkrater) vor etwa 3 bis 4
NASA) Bild nicht gefunden Hadley-Rille (Apollo 15
5 Milliarden Jahren in der Frühzeit des Mondes
Bild nicht gefunden Krater Theophilus (Apollo 16
Der Nomenklatur von Riccioli folgend
werden sie vorzugsweise nach Astronomen
Philosophen und anderen Gelehrten benannt
bis hin zu Mikrokratern
wie im Falle des Südpol-Aitken-Beckens
die erst unter dem Mikroskop sichtbar werden
Ihre Größen reichen von 2500 Kilometer Durchmesser
doch werden vereinzelte Gasaustritte registriert. [Bearbeiten]
auf der Rückseite gibt es jedoch ein Vielfaches mehr. (Siehe auch: Liste der Krater des Erdmondes) Vulkanische Krater dürften sehr selten sein
Mit irdischen Teleskopen kann man allein auf der Vorderseite mehr als 40.000 Krater mit Größen von mehr als 100 Meter unterscheiden
Mondrillen
über deren Ursprung vor dem Apolloprogramm lange spekuliert wurde
Auf der Mondoberfläche gibt es auch Rillenstrukturen (Rima)
die zum Teil "überdacht" waren
Man unterscheidet gerade Rillen
dass es sich bei den mäanderförmigen Rillen um Lavakanäle handelt
bogenförmige Rillen und mäanderförmige Rillen. Seit den Untersuchungen der Hadley-Rille durch Apollo 15 geht man davon aus
Die Decken sind jedoch im Laufe der Mondentwicklung eingestürzt und zu Regolith zermahlen worden
Die Entstehungsgeschichte der anderen Rillenformen ist deutlich unsicherer
sie könnten aber als Risse in der erkaltenden Lava entstanden sein. [Bearbeiten]
Rückseite des Mondes
erst Lunik 3 lieferte die ersten Bilder
Über die Rückseite des Mondes war vor den ersten Raumfahrtmissionen nichts bekannt
da sie von der Erde nicht sichtbar ist
Sie unterscheidet sich in mehreren Aspekten von der Vorderseite
Sie zeigt deutlich mehr Krater und besteht bis auf ein großes Becken am Südpol fast nur aus Hochländern
Dieses Südpol-Aitken-Becken ist ein 12 Kilometer tiefer Krater mit einem Durchmesser von 2500 Kilometer
dass hier ein sehr großer Einschlagkörper die Mondkruste durchstoßen und möglicherweise Mantelgesteine freigelegt hat
Untersuchungen der Clementine-Mission und des Lunar Prospector legen die Vermutung nahe
Die Mondkruste ist an der Mondrückseite mit 150 km gegenüber 70 km an der Vorderseite auch etwa doppelt so dick
Es gibt noch keine Erklärung für diese fundamentalen Unterschiede zwischen Vorder- und Rückseite des Mondes. [Bearbeiten]
Wasser
Der Mond ist ein extrem trockener Körper
im Gegensatz z
In den Apollo-Proben kommt Wasser
nicht mal in Form hydratisierter Minerale vor
B. zu einigen chondritischen Meteoriten
dass die gesamte Wassermenge des Mondes nur etwa der Wassermenge des Zürichsees entspricht
Man schätzt
der wasserreichste Körper des inneren Sonnensystems ist
dass das Nachbarobjekt
Umso erstaunlicher ist es
die Erde
Die Lunar-Prospector-Sonde hat Hinweise auf Wassereis in den Kratern der Polarregionen des Mondes gefunden; dieses Wasser könnte aus Kometenabstürzen stammen
dass dort noch im Regolith gebundenes Wassereis vorhanden ist
könnte es sein
Da die polaren Krater aufgrund der geringen Neigung der Mondachse gegen die Ekliptik niemals direkt von der Sonne bestrahlt werden
durch den gezielten Absturz des Prospectors in einen dieser Polarkrater eindeutige Beweise zu erhalten
ist allerdings fehlgeschlagen
Der Versuch
Es gibt bis heute keine zweifelsfreien Beweise. [Bearbeiten]
Atmosphäre
Der Mond hat keine Atmosphäre im eigentlichen Sinn
sondern nur eine Exosphäre
Sie besteht zu etwa gleichen Teilen aus Helium
Wasserstoff sowie Argon und hat ihren Ursprung in eingefangenen Teilchen des Sonnenwindes
Neon
das durch Zerfall von 40K im Mondinneren entsteht
Ein sehr kleiner Teil entsteht auch durch Ausgasungen aus dem Mondinneren
wobei insbesondere 40Ar
von Bedeutung ist
Interessanterweise wird ein Teil dieses 40Ar aber durch das im Sonnenwind mittransportierte Magnetfeld wieder auf die Mondoberfläche zurückgetrieben und in die oberste Staubpartikelschicht übernommen
kann durch Messung des 40Ar/36Ar-Verhältnisses von Mondmaterial bestimmt werden
Da 40K früher häufiger war und damit mehr 40Ar ausgaste
zu welcher Zeit es in der obersten Schicht des Mondregoliths lag
Es besteht ein Gleichgewicht zwischen den eingefangenen Atomen und dem Verlust durch temperaturbedingtes Entweichen. [Bearbeiten]
Sonstiges
[Bearbeiten]
Einflüsse des Mondes auf die Erde
Bild nicht gefunden Korrektes Größen- und Abstandsverhältnis zwischen Erde und Mond Der Mond verursacht durch seine Gravitation auf der Erde Gezeitenwirkungen
Ebbe und Flut in den Meeren und im Erdmantel bremsen die Erdrotation und verlängern dadurch gegenwärtig die Tage um etwa 20 Mikrosekunden pro Jahr
Die Rotationsenergie der Erde wird dabei in Wärme umgewandelt und der Drehimpuls wird auf den Mond übertragen
der sich dadurch um etwa 4 Zentimeter pro Jahr von der Erde entfernt
Dieser schon lange vermutete Effekt ist seit etwa 1995 durch Laser-Distanzmessungen abgesichert
Der Mond stabilisiert durch seinen Anteil am Gesamtsystem des Erde-Mond-Systems auch die Drehachse der Erde
deren Lage ohne diesen Einfluss nicht über viele 100 Millionen Jahre konstant hätte bleiben können
Wäre die Erdachse nicht über diese langen Zeiträume stabil geblieben
hätte dies gravierende Konsequenzen für die Evolution und das Leben auf der Erde gehabt
Ein Einfluss des Mondes auf die Menschen und andere Lebewesen auf der Erde ist sehr umstritten
Als gesichert gilt nur seine Funktion als Navigationshilfe für einige Arten von Zugvögeln und nachtaktiven Insekten. [Bearbeiten]
Mondregenbogen
Auch bei Nacht kann durch Zusammentreffen von Mondlicht und Regentropfen ein sogenannter Mondregenbogen entstehen
der analog zum physikalischen Prinzip des Regenbogens der Sonne funktioniert. [Bearbeiten]
Hof-Effekt
An kalten Herbst- und Winternächten kann es zur Bildung eines sogenannten Hofes des Mondes kommen
Es handelt sich dabei um eine grünlich gelbe
schwache Leuchterscheinung rund um den Mond herum
Dabei sind Eiskristalle in Luftschichten verantwortlich
die aus dünnem Höhennebel oder Dunst entstanden sind und das auf die Erde fallende Licht in einem sehr schwachen Winkel ablenken und dadurch eine Art leuchtenden Ring-Effekt für den Betrachter hervorrufen. [Bearbeiten]
Mondtäuschung
dass der untergehende Mond in Horizontnähe größer aussieht als im Zenit
Als Mondtäuschung bezeichnet man den Effekt
sondern eine optische Täuschung
Dies ist keine Folge der Lichtbrechung an den Luftschichten
die von der Wahrnehmungspsychologie untersucht und erklärt wird. [Bearbeiten]
Eigentumsverhältnisse
einen Eigentumsanspruch auf Weltraumkörper wie den Mond zu erheben
Der Outer Space Treaty verbietet Staaten
aber das 1979 entworfene und am 11
Der Vertrag gilt zwar nur für Staaten
Absatz 2 und 3) schließt jedwede solche Ansprüche eindeutig aus
(Artikel 11
Juli 1984 in Kraft getretene Agreement Governing the Activities of States on the Moon and Other Celestial Bodies[1] (http://www.oosa.unvienna.org/SpaceLaw/moontxt.html) der UN
Der Amerikaner Dennis M
Hope meldete trotzdem 1980 beim Grundstücksamt von San Francisco seine Besitzansprüche auf den Mond an
Da niemand in der nach amerikanischem Recht ausgesetzten Frist von acht Jahren Einspruch erhob
die Grundstücke über seine dafür gegründete Lunar Embassy legal vertreiben zu können
behauptet Hope
deshalb ist nach Ansicht aller Organisationen (UN
Aufgrund des Outer Space Treaty können jedoch keine Staaten Ansprüche anmelden
Internationale Astronomische Union) auch eine Ausweitung innerstaatlichen Rechts nicht erlaubt
Die Grundstücksverkäufe könnten sogar als Betrug gewertet werden
es gibt aber noch keine gerichtliche Klärung dieser Frage
Der Deutsche Martin Jürgens aus Westerkappeln in Westfalen erhebt ebenfalls Anspruch auf den Mond
Laut einer Schenkungsurkunde vom 15
ausgestellt und unterzeichnet von König Friedrich dem Großen von Preußen
Juli 1756
wurden die Rechte am Mond an die Familie Jürgens als Dank für geleistete Dienste übertragen ("Jetzo soll ihm der Mond gehören")
In dieser Urkunde wurde festgelegt
dass der Himmelskörper jeweils an den jüngsten Sohn weitervererbt werden soll
Die Familie Jürgens verfügt so über die ältesten verbrieften Eigentumsrechte am Mond. [Bearbeiten]
Zitat
Glauben Sie wirklich
der Mond ist nicht da
außer wenn jemand hinschaut? - Albert Einstein zu Vertretern der Quantentheorie [Bearbeiten]
Siehe auch
Apollo-Projekt
Luna-Programm
Libration
Impaktkrater
Lichtverschmutzung [Bearbeiten]
Mondlandung
Mondfinsternis
Monat
Weblinks
Vorlage:Wiktionary1 Vorlage:Commons2 Studien widerlegen behauptete Mondeinflüsse (http://www.astro.univie.ac.at/~wuchterl/Kuffner/mond/mondphasen.html) Beeinflusst uns der Mond? (http://www.gwup.org/themen/texte/mond/) Mond bei Webinside (http://www.webinside.de/wissen/monde/mond.htm) Umfangreiche Linkliste (http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/luna.html) Virtueller Mondatlas (http://www.astrosurf.com/avl/UK_index.html) Aktuelles über den Mond & Mondatlas (http://www.mondatlas.de/) 2004 veröffentlichte Detailaufnahmen der Mondoberfläche aus den Apollo-Missionen 15-17 (http://www.lpi.usra.edu/research/apollo/catalog/metric/) [Bearbeiten]
Mondbahnberechnung
Site enthält freies Bahnberechnungsprogramm (http://moonsighting.com) Mondbahnbestimmung online demonstriert (http://didaktik.physik.uni-wuerzburg.de/~pkrahmer/home/prog2.html) Geschichte der Mathematik mit Beispielen historischer Mond- und Sternenberechnung (http://didaktik.physik.uni-wuerzburg.de/~pkrahmer/home/historic.html) [Bearbeiten]
Videos
Real Video Streams: (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri) Wie entstand der Mond? (http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=990131.rm) Warum fällt der Mond nicht auf die Erde? (http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=990620.rm) War die Mondlandung echt? (http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=020929.rm) Vorlage:Navigationsleiste Sonnensystem Beurteilung: Dieser Artikel ist in die Liste exzellenter Artikel aufgenommen worden. af:Maan ar:قمر bg:Луна ca:Lluna da:MÃ¥ne el:Σελήνη en:Moon eo:Luno es:Luna et:Kuu fi:Kuu fr:Lune fy:Moanne (himmellichem) he:הירח hr:Mjesec id:Bulan_(satelit) it:Luna ja:月 la:Luna (satelles) lv:Mēness lt:MÄ—nulis ms:Bulan nl:Maan pl:Księżyc pt:Lua ro:Luna ru:Луна simple:Moon sl:Luna sv:MÃ¥nen th:ดวงจันทร์ uk:МіÑ?Ñ?ць_(Ñ?упутник) zh:月ç?ƒ zh-min-nan:GoÌ?eh-niû
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