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Diskussion : Moin
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Moin
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Dieser Artikel befasst sich mit der Begrüßung 'Moin'; andere Bedeutungen siehe Moin (Begriffsklärung). Moin! (friesisch: Entweder Guten! oder Tag!
möglicherweise Kurzform von friesisch moi morn! - wörtl.: „Schönen Tag!“
mÅ?i wie niederländisch: mooi = schön - gemeingermanisch mit mögen verwandt; moin für Tag - gemeingermanisch mit Morgen verwandt) ist ein universeller Gruß ursprünglich in Friesland
"Verbergen") 1 Herkunft 2 Verwendung 3 Verbreitungsgeschichte in Norddeutschland 4 Siehe auch: 5 Weblinks [Bearbeiten]
Er kann zu jeder beliebigen Tageszeit und fast jeder Situation angewendet werden. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Herkunft
Durch seine gemeingermanische Verwandtheit und unabhängig von allen weiteren Theorien über die Etymologie des heute verwendeten Grußes
dass Moin nichts anderes als Morgen bedeutet
kann man vermuten
Allerdings ist auch denkbar
was dann wiederum erklärt
dass Moin! zu jeder Tageszeit gebraucht wird
dass die einsilbige Form tatsächlich dem Angeredeten sprachökonomisch „einen Guten“ (moien) wünscht
die den Reiz ausmacht
Womöglich ist es diese Doppelbedeutung und Kürze von Moin
das den kurzen oi-Diphthong aufweist
der aufgrund phonologischer Gesetzmäßigkeiten nicht aus -Å?j- hergeleitet werden kann
Gegen die Herleitung von Moin aus dem ostfriesisch-niederdeutschen mÅ?j spricht die Tatsache
dass Moin das einzige Wort dieser Sprache ist
Im Übrigen scheint Moin eine relativ junge Sprachschöpfung zu sein
und Einiges spricht für die Annahme
dass es sich hier um die Übernahme und später eigenwillige Umformung eines Morjen (Guten Morgen!) preußischer Verwaltungsbeamter in Ostfriesland handelt
die von der WAHRIG-Sprachberatung empfohlen wird)
Moin! üblich (Anmerkung: Die angeführte Schreibweise ist die
Teilweise ist auch die intensivierende Verdoppelung Moin
Benutzer dieser Form werden aber bei manchen Norddeutschen
schnell (scherzhaft) als geschwätzig angesehen
die großen Wert auf Sprachökonomie legen
Im Regelfall gilt allerdings Moin
Moin! als höflichere Form
Sie wird insbesondere zur Beantwortung eines einfachen Moin benutzt. Moin
Moin! ist vielleicht auch direkt aus dem friesischen moi morn entstanden
dass anders als viele zunächst vermuten
wird aber von Nicht-Friesen als Bildung aus (Guten Morgen > Morgen > Morjen > Mojen > Mojn > Moin empfunden)
oder wie der Norddeutsche gerne zu grüßen pflegt: Tach!. Vielfach wird argumentiert
das Wort nicht von Morgen oder Guten Morgen abstammt
Der letzte Teil morn (Morgen) bekommt in dieser Verwendung dann also die Bedeutung Tag
Es komme vielmehr vom friesischen mÅ?j (mooi
was schön oder gut bedeutet (auch niederländisch
moje)
moi
dort aber nicht als Gruß)
'n mojen Mörgen (einen schönen Morgen) ist
während in den anderen Regionen Schleswig-Holsteins die übliche informelle Grußformel „Tach!“ war. [Bearbeiten]
Ob es aber tatsächlich eine verkürzte Form von 'n mojen Dag (einen schönen Tag)
im Oldenburgischen und in den friesischen Regionen Schleswig-Holsteins verbreitet war
bleibt fraglich und ist eher zu bezweifeln. Für eine Herkunft aus dem Friesischen spricht die Tatsache
dass Moin Moin als Grußformel bis in die siebziger Jahre nur in Ostfriesland
Verwendung
selbst um Mitternacht. Inzwischen wird umgangssprachlich auch Moinsen! verwendet
Im Gegensatz zum niederdeutschen goden Morgen kann Moin den ganzen Tag über verwendet werden
vermutlich durch Anhängen des dänischen Namenszusatzes -sen (für Sohn des [Vorgenannten])
und bei dem Versuch
eine Verkleinerungsform wie Tach - Tachchen zu finden
wie er sich auch in üblichen norddeutschen Familiennamen wiederfindet
Vielleicht klingt Moinsen "origineller"
"besser" und "nordischer" als *Moinchen
Wahrscheinlicher ist aber die Herleitung aus dem hier landschaftlich oft gehörten Gruß Morgens! [mo'gä:ns] anstelle von: Guten Morgen
sondern im ganzen Tagesverlauf verwendbar ist
das ebenfalls nicht nur "guten Morgen" heißt
Wahrscheinlich von gleicher Herkunft ist das Luxemburgische Moien als Begrüßung
Moin und Moinmoin sind international: Auch im Osten der Niederlande
ausgehend von Westfriesland
und im Süden Dänemarks
ausgehend von Nordfriesland (mojn - aus friesisch entlehnt) werden sie benutzt
auch nicht moin oder als eine Form von "god morgen" (guten Morgen)
wo mojn auch von der dänischen Minderheit gesagt wird
Mojn steht aber nicht im dänischen Wörterbuch
es ist also regional auf das Grenzgebiet zum Kreis Nordfriesland und Kreis Schleswig-Flensburg begrenzt
der nach Ansicht vieler Skandinavisten aus dem Mittelniederdeutsch der Hanse stammt
Sprachgeschichtlich verwandt ist der norwegische Gruß morn
das nur vormittags angebracht ist
Im Gegensatz zu god morn oder god morgen (guten Morgen)
ist morn informeller und kann den ganzen Tag bis in die Nacht (z.B: statt god aften: guten Abend) verwendet werden. In Finnland sagt man Moi
Im Rheiderland hat sich das Moin unter Jugendlichen unter Einfluss der niederdeutschen Variante aus den begrenzten Niederlanden zu einem "Mui" entwickelt
Dieser Trend entwickelt sich auch in Richtung übriges Ostfriesland
weil die Rheiderländer die Leeraner Gymnasien besuchen
wie schon gesagt
viele Ostfriesen sind dieser Abwandlung des eigentlichen Grußes eher abgewandt. "Mui" wird allerdings
nur unter Jugendlichen benutzt
Wahrscheinlich soll sich die groning'sche Variante "Mui" taffer oder hipper anhören
es besteht jedoch die Möglichkeit
dass sich dieser Trend auf weitere Generationen überträgt. [Bearbeiten]
Verbreitungsgeschichte in Norddeutschland
War Moin zunächst nur bei den Friesen und dann in Südschleswig bis zur Ostseeküste in Angeln und Flensburg (dort haben sich viele Nordfriesen niedergelassen) üblich
so hat es sich gegen Ende des 20
Jahrhunderts auf den gesamten norddeutschen Raum ausgebreitet
Moin!) grüßt
weil er ein Flensburger ist
dessen Figur Werner immer mit Moin! (oder Moin
Besonderen Anteil hat hier die Popularität der Werner-Comics des Zeichners Rötger Feldmann (Brösel) ab den 80er Jahren
und wo Brösel seine Bücher veröffentlichte
kam während seiner Lehre in Flensburg zwingend in Kontakt mit dem Gruß und nahm ihn dann mit nach Kiel
Brösel ist gebürtig im holsteinischen Travemünde
wo er diesem Gruß zu neuer Popularität verhalf
Schnell wurde neben Werner auch dessen Slang und damit das Moin überregional bekannt
findet es sich im übrigen niederdeutschen Sprachraum als neue Sprachform in der Umgangssprache jüngerer Leute
Während Moin also im mehrsprachigen Flensburg schon sehr lange fest eingebürgert ist
wie Tach
Beispielsweise gehört es nicht zum niederdeutschen Dialekt in Holstein und wird dort von den älteren Einheimischen zwar verstanden
aber eben als eine Art Morjen (berlinerisch) und nicht zu einer anderen Tageszeit als morgens erwartet
Dass es durch die von Flensburg (und durch die Werner-Comics) kommende Verbreitung Moin allerdings in neuerer Zeit auch zu jeder Tageszeit gesagt wird
halten ältere Muttersprachler zutreffend für eine "typisch norddeutsche" Modeerscheinung und passen sich dem an (siehe Zitat von Engholm unten)
Moin ist in auch in anderen niederdeutschen Sprachräumen wesentlich länger als "Werner" im Gebrauch
Regional unterschiedlich ist die Verwendung nach Tageszeit
die aber auch bei den weit südwestlich der Friesen ansässigen Ostfriesen seit jeher rund um die Uhr erfolgt
In zwischen- und drumherumliegenden Stämmen erfolgt der Gruß teilweise nur morgens oder tagsüber und wird mit Einbruch der Dunkelheit durch z.B
N'ohmt ersetzt
im Zweifel ist ein nicht zu fröhliches "gu'den Dach" - oder auch "Grüß Gott" - angebrachter
Bei Verwendung des Grußes muss die Betonung - nicht zu kurz
erst recht vor Verdoppelungen wie Erweiterungen im Gruß ist grundsätzlich zu warnen (könnte "leck mich am Arsch" oder "ich bin eine Pfeife" bedeuten)
aber auf keinen Fall zu lang - stimmen
vor örtlich ungebräuchlicher Betonung
Inzwischen wird der Gruß von fast allen Deutschen verstanden und auch in den Topebenen von Wirtschaft und Politik benutzt
so Sprachforscher
auch die aktuelle Landesmutter Heide Simonis verwendet den Gruß auffallend oft
Der frühere Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident Björn Engholm bezeichnete Moin als "die genialste Wortschöpfung aller Zeiten"
Auch im Duden ist er inzwischen zu finden
Im Süden des deutschen Sprachgebiets jedoch (zumal größtenteils in der Schweiz und in ganz Österreich) wird Moin höchstens passiv verstanden
um eine Einzelperson zu begrüssen oder sich von ihr zu verabschieden
verwendet man in der Umgangssprache das Wort Moi
In Teilen der deutschsprachigen Südostschweiz (im Kanton Graubünden)
Für mehrere Personen benützt man die Zusammensetzung Moi-zäma
wobei der Wortteil zäma Dialekt ist und ins Hochdeutsche übertragen miteinander heisst
also eine weitere Variante der Mehrzahlform. [Bearbeiten]
dass man mehrere Personen anspricht
Moins ist eine Ableitung von Moi und bedeutet
Siehe auch:
Tschüs faux amis Portal Ostfriesland Eala Freya Fresena [Bearbeiten]
Weblinks
http://www.moin.ag Meldewesen online-Projekt Moin http://www.foken.de/alexander/?moinmoin.html Alexander Foken beschreibt Etikette-Regeln für ein korrektes Moin http://www.geschichte.schleswig-holstein.de/vonabisz/moin.htm Eintrag bei der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte http://plattmaster.de/moinmoin.htm Was bedeutet "Moin moin"? Vorsicht Plattdeutsch! http://kamelopedia.mormo.org/index.php/Moin Parodie der Kamelopedia Vorlage:Abwahl en:Moin nl:Moj
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Moin
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