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Diskussion : Maxwellsche Gleichungen
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Maxwellsche Gleichungen
Stichpunkte
Allgemein
Die vier maxwellschen Gleichungen beschreiben die elektromagnetischen Felder und ihre zeitliche Abhängigkeit vollständig in sowohl differenzieller als auch integraler Form
"Verbergen") 1 Die maxwellschen Gleichungen 1.1 Übersicht 2 Erläuterungen 2.1 Skalare Felder 2.2 Vektorfelder 2.3 Zusammenhänge 3 Kovariante Formulierung der Maxwellgleichungen 4 Maxwell Gleichungen bei Berücksichtigung von magnetischen Monopolen 5 Sonstiges 6 Siehe auch [Bearbeiten]
Sie wurden in den Jahren 1861 bis 1864 von James Clerk Maxwell entwickelt. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Die maxwellschen Gleichungen
Die Quellen elektromagnetischer Felder sind elektrische Ladungen und Ströme
Aus ihnen resultieren zeitabhängige elektrische und magnetische Felder
die Wechselwirkungen und die zeitliche Abhängigkeit dieser Felder
die Wirkung
Die maxwellschen Gleichungen beschreiben somit die Ursache
Sie sind die Grundlage der Elektrodynamik und der Theoretischen Elektrotechnik. [Bearbeiten]
Übersicht
Um die folgenden Gleichungen verstehen zu können
benötigt man Grundkenntnisse der Vektoranalysis
eine differenzielle und eine Integralform
Es gibt zwei verbreitete Formulierungen der maxwellschen Gleichungen
siehe kovariante Form unten. Maxwellsche Gleichungen in SI-Einheiten differenzielle Form verknüpfender Integralsatz Integralform Das <math>vec D<math>-Feld ist ein Quellenfeld
die z.B. in der Quantenelektrodynamik verwendet wird
Mit dem Satz von Stokes und dem Satz von Gauß lässt sich die Äquivalenz beider Formulierungen zeigen. (Salopp formuliert handelt es sich um Bilanzen im Kleinen bzw. im Grossen) Daneben gibt es eine elegantere vierdimensionale Formulierung
Die Ladung (Ladungsdichte) ist Quelle des elektrischen Feldes
Gauß Der (elektrische) Fluss durch den Rand eines Volumens ist gleich der elektrischen Ladung in seinem Inneren. <math>mbox{div}vec D=rho<math> <math>Leftrightarrow<math> <math>iint_A!!!!!!!!!!!!!!!;;subset!supset vec D;mathrm{d}vec A=iiint_Vrho;mathrm{d}V<math> Das <math>vec B<math>-Feld ist quellenfrei
Es gibt keine magnetischen Monopole
da es keine magnetischen Monopole gibt. <math>mbox{div}vec B=0<math> <math>Leftrightarrow<math> <math>iint_A!!!!!!!!!!!!!!!;;subset!supset vec B;mathrm{d}vec A=0<math> Induktionsgesetz: Jede Änderung des <math>vec B<math>-Feldes führt zu einem elektrischen Gegenfeld
nämlich Null
Gauß Der magnetische Fluß durch den Rand eines Volumens ist gleich der magnetischen Ladung in seinem Inneren
Die Wirbel des elektrischen Feldes sind von der zeitlichen Änderung der magnetischen Induktion abhängig
Stokes Die (elektrische) Zirkulation über dem Rand einer Fläche ist gleich der negativen zeitlichen Änderung des magnetischen Flusses durch die Fläche. <math>mbox{rot}vec E=-frac{partialvec B}{partial t}<math> <math>Leftarrow<math> <math>oint_cvec E;mathrm{d}vec s=-frac{mathrm{d}}{mathrm{d}t}iint_Avec B;mathrm{d}vec A<math> Verallgemeinertes Durchflutungsgesetz: Die Wirbel des Magnetfeldes hängen von der elektrischen Stromdichte und von der Verschiebungsstromdichte ab
Stokes Die magnetische Zirkulation über dem Rand einer Fläche ist gleich dem Verschiebungsfluss plus der zeitlichen Änderung des elektrischen Flusses durch die Fläche. <math>mbox{rot}vec H=vec J+frac{partialvec D}{partial t}<math> <math>Leftarrow<math> <math>oint_cvec H;mathrm{d}vec s=iint_Avec J;mathrm{d}vec A+frac{mathrm{d}}{mathrm{d} t}iint_Avec D;mathrm{d}vec A<math> Man beachte die Position der zeitlichen Ableitungen vor den Integralen im Induktionsgesetz und im Durchflutungsgesetz. [Bearbeiten]
Erläuterungen
[Bearbeiten]
Skalare Felder
Das Symbol Ï? steht für die Ladungsdichte ohne Berücksichtigung von Beiträgen
die durch eine elektrische Polarisation eines evtl. vorhandenen Mediums entstehen. [Bearbeiten]
Vektorfelder
wieviel Strom pro Fläche in welche Richtung fließt
Die Stromdichte <math>vec J<math> gibt an
elektrische Verschiebungsdichte oder elektrische Erregung
die durch Paramagnetismus und Diamagnetismus in einem evtl. vorhandenen Medium induziert werden. <math>vec D<math> ist die elektrische Flussdichte
Dabei sind Beiträge nicht berücksichtigt
Hierbei handelt es sich um die elektrische Feldstärke <math>vec E<math> ohne Berücksichtigung von Beiträgen durch die Polarisation des Mediums
identisch mit der elektrischen Feldstärke
Im Vakuum ist die elektrische Flussdichte bis auf einen Faktor
der nur durch das Einheitensystem bedingt ist
Die magnetische Feldstärke oder magnetische Erregung <math>vec H<math> ist die magnetische Flussdichte oder Induktion <math>vec B<math> ohne Berücksichtigung von paramagnetischen und diamagnetischen Beiträgen durch das Medium
Im Vakuum sind die magnetische Flussdichte und die magnetische Feldstärke wiederum bis auf einen Faktor identisch
der nur durch das Einheitensystem bedingt ist
der magnetischen Feldstärke und der magnetischen Flussdichte sowie der Stromdichte und der elektrischen Feldstärke werden durch die Materialgleichungen der Elektrodynamik beschrieben
Die Beziehungen zwischen der elektrischen Flussdichte und der elektrischen Feldstärke
Die elektrische Feldstärke und die magnetische Flussdichte sind die physikalischen Felder
da der Beitrag des Mediums nicht von vornherein bekannt sein muss. [Bearbeiten]
Bei Anwesenheit eines Mediums sind die elektrische Flussdichte und die magnetische Feldstärke Hilfsgrößen
die die Berechnung der Felder vereinfachen
Zusammenhänge
Diese Gleichungen vereinfachen sich in bestimmten Sonderfällen
So entfallen im stationären Fall die zeitabhängigen Terme und im Vakuum ρ und <math>vec J<math>
Man bezeichnet ρ auch als Quelle bzw
ist das B-Feld quellenfrei
Senke des elektrischen Feldes. Da es keine magnetischen Monopole gibt
Alle B-Feldlinien sind geschlossen
In statischen Feldern gibt es keine geschlossenen E-Feldlinien
In ladungsfreien Feldern gibt es nur geschlossene E-Feldlinien
Jede Änderung des B-Feldes führt zu einem elektrischen Wirbelfeld
Die Wirbel des elektrischen Feldes hängen von der zeitlichen Änderung der magnetischen Induktion ab
Jeder Änderung des D-Feldes führt zu einem magnetischen Wirbelfeld
Die Wirbel des Magnetfeldes hängen vom elektrischen Strom und vom Verschiebungsstrom ab. [Bearbeiten]
Kovariante Formulierung der Maxwellgleichungen
In diesem Absatz wird
das SI-Einheitensystem verwendet
wie im übrigen Artikel
etwa Gauß-Einheiten oder Heaviside-Lorentz-Einheiten
Dieses und die damit verbundenen Faktoren <math>mu_0<math>
in denen die Grundgrößen der Elektrodynamik anders definiert werden
<math>epsilon_0<math> etc. empfinden viele Theoretiker gerade bei der kovarianten Formulierung der Elektrodynamik als unnatürlich und verwenden andere Systeme
In der Literatur können deshalb verglichen mit dieser Darstellung Vorfaktoren wegfallen
hinzukommen oder an andere Stellen rücken. Die Elektrodynamik
wie sie durch die Maxwellgleichungen beschrieben wird
ist verträglich mit der speziellen Relativitätstheorie
Dazu gehört
ohne dass sich beim Wechsel des Bezugssystems ihre Form ändert
dass die Maxwellgleichungen in jedem Inertialsystem gelten
Dies spielte historisch für die Entwicklung der Relativitätstheorie durch Albert Einstein eine wichtige Rolle
Technischer formuliert sind die Maxwellgleichungen relativistisch kovariant oder forminvariant
dass sie ihre Gestalt unter Lorentz-Transformationen nicht ändern. Diese Eigenschaft ist den Maxwellgleichungen in der oben beschriebenen Form jedoch nicht ohne weiteres anzusehen
das heißt
durch eine Umformulierung der Theorie die Forminvarianz herauszuarbeiten
Es kann deshalb nützlich sein
anders ausgedrückt: die Theorie „manifest kovariant“ zu schreiben
die ein klar definiertes
Hierzu muss man die oben auftretenden Größen <math>vec{E}<math>
Vierervektoren und Vierer-Tensoren höherer Stufen
also durch Lorentz-Skalare
<math>vec{B}<math> usw. durch Größen ausdrücken
einfaches Transformationsverhalten unter Lorentz-Transformationen haben
aus denen man die elektrischen und magnetischen Felder wie folgt erhält (siehe auch Elektrodynamik): <math>vec{E} = -vec{nabla} phi - partial_t vec{A}<math> <math>vec{B} = vec{nabla} times vec{A}<math> Diese Größen lassen sich zu einem Vierervektor
dem Viererpotential <math> A^mu = left(frac{phi}{c}
vec{A} right)^mu <math> zusammenfassen
Ausgangspunkt für diese Umformulierung bilden die elektromagnetischen Potentiale <math>phi<math> (skalares Potential) und <math>vec{A}<math> (Vektorpotential)
dass wegen der Antisymmetrie des Feldstärketensors auch die Kontinuitätsgleichung (Verschwinden der 4-er Divergenz) folgt: <math> c partial_t rho + mbox{div} vec{J} = mu_0 partial_{beta} j^{beta} = partial_{alpha} partial_{beta} F^{alphabeta} = - partial_{alpha} partial_{beta} F^{betaalpha} = - partial_{beta} partial_{alpha} F^{betaalpha} = 0 <math> Die beiden homogenen Maxwellgleichungen erhalten im Vakuum die manifest kovariante Form <math> partial_alpha F_{betagamma} + partial_beta F_{gammaalpha} + partial_gamma F_{alphabeta} = 0 <math> Dies wird auch häufig mit dem Levi-Civita-Symbol kompakter geschrieben als <math> varepsilon^{alphabetagammadelta} partial_alpha F_{gammadelta} = 0 <math> oder <math> partial_alpha mathcal{F}^{alphabeta} = 0 <math> mit dem dualen Feldstärketensor <math> mathcal{F}^{alphabeta} = frac{1}{2} varepsilon^{alphabetagammadelta} F_{gammadelta}
gerade die der elektrischen und magnetischen Felder sind: <math> F^{alphabeta} = partial^alpha A^beta - partial^beta A^alpha = begin{pmatrix} 0 & -frac{E_x}{c} & -frac{E_y}{c} & -frac{E_z}{c} \ frac{E_x}{c} & 0 & -B_z & B_y \ frac{E_y}{c} & B_z & 0 & -B_x \ frac{E_z}{c} & -B_y & B_x & 0 \ end{pmatrix}^{alphabeta} <math> Mit diesen Größen geschrieben kann man die beiden inhomogenen Maxwellgleichungen im Vakuum durch folgende kovariante Gleichung ersetzen: <math> partial_{alpha} F^{alphabeta} = mu_0 j^{beta} <math> Dabei wird
über doppelt auftretende Indizes in Produkten (hier <math>alpha<math>) wird summiert. Man beachte
wie üblich
<math> dessen Komponenten man auch aus denen von <math>F^{alphabeta}<math> erhalten kann
das heißt
dessen Komponenten bis auf Vorzeichen und konstante Vorfaktoren
vec{J}) <math> Aus dem Vierpotential wird der elektrodynamische Feldstärketensor abgeleitet
die Einsteinsche Summenkonvention benutzt
Ebenso kann man aus Ladungsdichte <math>rho<math> und Stromdichte <math>vec{J}<math> die Viererstromdichte zusammensetzen: <math> j^mu = (c rho
indem man <math>vec{E}/c<math> durch <math>vec{B}<math> und <math>vec{B}<math> durch <math>-vec{E}/c<math> ersetzt. [Bearbeiten]
die vom Einheitensystem abhängen
Maxwell Gleichungen bei Berücksichtigung von magnetischen Monopolen
Die Existenz von magnetischen Monopolen wird vom kosmologischen Urknall-Modell (genauer: von GUT-Theorien) vorhergesagt
weshalb in den oben genannten Maxwell Gleichungen auch postuliert wird
Dennoch wurde bisher noch nie ein magnetischer Monopol entdeckt
dass keine magnetischen Monopole (magnetische Ladungen) existieren
so lassen sich diese in den Maxwell Gleichungen problemlos berücksichtigen: Wenn mit <math>rho_m<math> die Monopolladungsdichte und mit <math>vec{J}_m=rho_m vec{v}_m<math> die Stromdichte
Sollten in der Zukunft dennoch solche magnetischen Ladungen gefunden werden
dann ändern sich nur zwei der vier oben genannten Gleichungen
bezeichnet wird
der sich mit <math>vec{v}_m<math> bewegenden magnetischen Monopolladungen
die dann aber ohne weiteres mit den Integralsätzen von Gauß und Stokes berechnet werden können
während sich aber natürlich für die beiden neuen Gleichungen auch neue integrale (d.h. globalen) Darstellungen ergeben
In differentieller (lokaler) Form ergibt sich dann für diese Gleichungen: <math>mbox{div}vec{B}=rho_m<math> (Interpretation: Die Feldlinien der magnetischen Flussdichte beginnen und enden in einer magnetischen Ladung.) <math>mbox{rot}vec{E}=-left(frac{partial}{partial t}vec{B}+vec{J}_mright)<math> (Interpretation: Sich zeitlich ändernde magnetische Flussdichten oder das vorhanden sein von magnetischen Stromdichten führen zu elektrischen Wirbelfeldern.) Die anderen beiden differentiellen Gleichungen bleiben unverändert
Der Fall der verschwindenden Monopole <math>rho_m=0<math> führt wieder auf die bekannten
oben angegebenen Gleichungen zurück. [Bearbeiten]
Sonstiges
deren Lösungen sich mit Lichtgeschwindigkeit fortpflanzen
Im ladungsfreien Raum mit Ï? = 0 und <math>vec J<math> = 0 kann man aus diesen Gleichungen eine Wellengleichung ableiten
Hierbei handelt es sich um die elektromagnetischen Wellen
Maxwell erkannte damit die elektromagnetische Natur von Licht und fand die tiefere Ursache für den mathematischen Zusammenhang <math>c_0=frac{1}{sqrt{varepsilon_0mu_0}}<math> zwischen der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit c0 und der Permeabilität μ0 und der Permittivität ε0 des leeren Raumes. <math>vec E<math> und <math>vec D<math> sind bei hinreichend kleinen Feldstärken in guter Näherung proportional zu einander
Die Abweichungen von dieser Proportionalität bei höheren Feldstärken bilden die Grundlage der nichtlinearen Optik
Die Maxwellgleichungen beschreiben die elektromagnetische Wechselwirkung im Rahmen der klassischen Physik
In der Quantenphysik ist dazu die Quantenelektrodynamik erforderlich. [Bearbeiten]
Siehe auch
James Clerk Maxwell Maxwell-Beziehungen (für die Zustandsgrößen der Thermodynamik) en:Maxwell's equations eo:Maxwell ekvacioj es:Ecuaciones de Maxwell fr:Équations de Maxwell he:משוו×?ות מקסוול it:Equazioni di Maxwell ja:マックスウェルã?®æ–¹ç¨‹å¼? ko:맥스웰 ë°©ì •ì‹? nl:Wetten van Maxwell pl:Równania Maxwella sl:Maxwellove enaÄ?be sv:Maxwells elektromagnetiska ekvationer zh:麦克斯韦方程组
[X] Schliessen
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Maxwellsche Gleichungen
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