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Diskussion : Mathematik
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Mathematik
Stichpunkte
Allgemein
Siehe Portal Mathematik als Wegweiser zu mathematischen Artikeln
von mathema – Wissenschaft
Siehe Mathematik für die Schule als Wegweiser zu Artikeln mit Schulmathematik. Die Mathematik (altgr. μαθηματικη
Lernen) ist aus der Untersuchung von Figuren und dem Rechnen mit Zahlen entstanden
die selbstgeschaffene abstrakte Strukturen auf ihre Eigenschaften und Muster untersucht. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Heute versteht man Mathematik ganz allgemein als eine Wissenschaft
"Verbergen") 1 Inhalte und Teilgebiete 2 Kategorisierung der Mathematik 3 Sonderrolle unter den Wissenschaften 4 Anwendungsgebiete 5 Fortschreiten durch Problemlösen 6 Axiomatische Formulierung 7 Mathematik als menschliche Tätigkeit 7.1 Mathematik als Schulfach 7.2 Mathematik als Studienfach und Beruf 8 Geschichte 9 Zitate 10 Literatur 11 Weblinks [Bearbeiten]
Inhalte und Teilgebiete
Die folgende Aufzählung gibt einen ersten chronologischen Überblick über die Breite mathematischer Themen (siehe auch: Teilgebiete der Mathematik
Diophant
Leonhard Euler
17
das rechnerische Erfassen räumlicher Beziehungen (Analytische Geometrie – Descartes
das Auflösen von Gleichungen (Algebra – Tartaglia
Untersuchungen zur Teilbarkeit (Zahlentheorie – Euklid
das Rechnen mit Zahlen (Arithmetik)
Fermat
Riemann)
Geschichte der Mathematik): die Untersuchung von Figuren (Geometrie – vorklassische Hochkulturen
Mittelalter und Renaissance)
Euklid)
Laplace
17.–19
Jakob Bernoulli
das Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten (Stochastik – Pascal
Jahrhundert)
Krümmung
die Untersuchung von Funktionen
Leibniz
Jahrhundert)
Ende des 17
insbesondere deren Wachstum
dem Verhalten im Unendlichen und der Flächeninhalte unter den Kurven (Analysis – Newton
Hilbert
Gauß
18.–19
Green
Poisson
Laplace
Stokes
Fourier
die Beschreibung physikalischer Felder (Differentialgleichungen
partielle Differentialgleichungen
Vektoranalysis – Leonhard Euler
die Bernoullis
Jahrhunderts)
Jahrhundert)
Weierstraß
Cauchy
die Perfektionierung der Analysis durch die Einbeziehung komplexer Zahlen (Funktionentheorie – Gauß
19
Riemann
19
die Vermessung gekrümmter Flächen und Räume (Differentialgeometrie – Gauß
Levi-Civita
Jahrhundert)
Jahrhundert)
Lie
das systematische Studium von Symmetrien (Gruppentheorie - Galois
Klein
19
Abel
Jahrhundert)
die Aufklärung von Paradoxien des Unendlichen (Mengenlehre - Cantor
Fraenkel
Frege
Anfang des 20
Zermelo
Russell
die für konkrete kontinuierliche Probleme aus vielen der oben genannten Bereiche Algorithmen zur Lösung bereitstellt und diese untersucht. [Bearbeiten]
Jahrhunderts)
die Untersuchung von Strukturen und Theorien (Kategorientheorie). Etwas abseits steht in dieser Aufzählung die Numerische Mathematik
Kategorisierung der Mathematik
wird seit langer Zeit kontrovers diskutiert
Über die Frage zur welcher Kategorie der Wissenschaften die Mathematik gehört
Im englischen und französischen Sprachraum wird Mathematik lediglich als Science eingestuft
eine weitere Differenzierung erfolgt dort in der Regel nicht
und welche auf ähnliche Weise Probleme angeht
auch wenn in Deutschland der Doktor der Mathematik in der Regel als Dr. rer. nat. verliehen wird und die Mathematik die beste bekannte Beschreibungssprache für die Natur liefert. Einige ordnen sie den Geisteswissenschaften zu
da es mit der Philosophie eine Wissenschaft gibt
die oftmals den Geisteswissenschaften zugerechnet wird
Da die Mathematik sich nicht mit der Natur
lässt sie sich nicht den Naturwissenschaften zuordnen
wie die Mathematik (wie etwa im Gebiet der Logik)
sondern mit abstrakten Gebilden befasst
Allerdings herscht auch über die Einordnung der Philosophie kein Konsens
Wieder andere sehen die Mathematik ähnlich der Informatik als Strukturwissenschaft bzw
Formalwissenschaft an. [Bearbeiten]
Sonderrolle unter den Wissenschaften
Eine Sonderrolle unter den Wissenschaften nimmt die Mathematik bezüglich der Gültigkeit ihrer Erkenntnisse ein
muss für mathematische Erkenntnisse ein streng logischer Beweis gefunden werden
bevor sie als mathematischer Satz anerkannt werden
Während beispielsweise alle naturwissenschaftlichen Erkenntnisse durch neue Experimente falsifiziert werden können und daher prinzipiell vorläufig sind
Mathematische Aussagen werden also durch reine Gedankenoperationen auseinander hervorgebracht oder aufeinander zurückgeführt
In diesem Sinn sind mathematische Sätze prinzipiell endgültige und allgemeingültige Wahrheiten
so dass Mathematik als die exakte Wissenschaft betrachtet werden kann
Gerade diese Exaktheit ist für viele Menschen das Faszinierende an der Mathematik. [Bearbeiten]
Anwendungsgebiete
Die Mathematik ist in allen Wissenschaften anwendbar
die ausreichend formalisiert sind
Daraus ergibt sich ein enges Wechselspiel mit Anwendungen in empirischen Wissenschaften. Über viele Jahrhunderte hinweg hat die Mathematik Anregungen aus der Astronomie
der Geodäsie
der Physik und der Ökonomie aufgenommen und umgekehrt die Grundlagen für den Fortschritt dieser Fächer bereitgestellt
Beispielsweise hat Newton die Infinitesimalrechnung entwickelt
um das physikalische Konzept "Kraft gleich Impulsänderung" mathematisch zu fassen; Fourier hat beim Studium der Wellengleichung die Grundlage für den modernen Funktionsbegriff gelegt; Gauß hat im Rahmen der Hannoverschen Landesvermessung die Methode der kleinsten Fehlerquadrate entwickelt und das Lösen von linearen Gleichungen systematisiert
die erst später überraschende praktische Anwendungen gefunden haben wie die Boolesche Algebra in der Digitaltechnik oder der Differentialformenkalkül in der Allgemeinen Relativitätstheorie
Umgekehrt haben Mathematiker zuweilen Theorien entwickelt
ohne sie wären heute allerdings die moderne Kryptographie und ihre vielfältigen Anwendungen im Internet nicht denkbar
Ferner galt lange Zeit die Beschäftigung mit der Zahlentheorie als reine intellektuelle Spielerei ohne praktischen Nutzen
Siehe auch den Artikel Angewandte Mathematik. [Bearbeiten]
Fortschreiten durch Problemlösen
wie sie durch das Bearbeiten von "eigentlich zu schweren" Problemen voranschreitet
Kennzeichnend für die Mathematik ist weiterhin die Weise
folgende Frage zu verstehen und durch Probieren zu beantworten: "Welche Zahl muss man zu 3 addieren
ist er in der Lage
Sobald ein Grundschüler das Addieren natürlicher Zahlen gelernt hat
um 5 zu erhalten?"
Die systematische Lösung solcher Aufgaben aber erfordert die Einführung eines neuen Konzepts: der Subtraktion
Die Frage lässt sich dann umformulieren zu: "Was ist 5 minus 3?"
Sobald aber die Subtraktion definiert ist
kann man auch die Frage stellen: "Was ist 3 minus 5?"
die auf eine negative Zahl und damit bereits über die Grundschulmathematik hinausführt
Ebenso wie in diesem elementaren Beispiel beim individuellen Erlernen ist die Mathematik auch in ihrer Geschichte fortgeschritten: auf jedem erreichten Stand ist es möglich
zu deren Lösung weitaus anspruchsvollere Mittel nötig sind
wohldefinierte Aufgaben zu stellen
Oft sind zwischen der Formulierung eines Problems und seiner Lösung viele Jahrhunderte vergangen und ist mit der Problemlösung schließlich ein völlig neues Teilgebiet begründet worden: so konnten mit der Infinitesimalrechnung im 17
die seit der Antike offen waren
Jahrhundert Probleme gelöst werden
der Beweis der Unlösbarkeit eines Problems
kann die Mathematik voranbringen: so ist aus gescheiterten Versuchen zur Auflösung algebraischer Gleichungen die Gruppentheorie entstanden. [Bearbeiten]
Auch eine negative Antwort
Axiomatische Formulierung
Seit dem Ende des 19
wird die Mathematik in Form von Theorien präsentiert
vereinzelt schon seit der Antike
welche als wahr angesehen werden; daraus werden dann weitere wahre Aussagen hergeleitet
Jahrhunderts
die mit Aussagen beginnen
Diese Herleitung geschieht dabei nach genau festgelegten Schlussregeln
nennt man Axiome
Die Aussagen
die daraus hergeleiteten nennt man Sätze
mit denen die Theorie anfängt
Die Herleitung selbst ist ein Beweis des Satzes
das vorausgesetzt wird
In der Praxis spielen noch Definitionen eine Rolle
sie gehören aber zum Handwerkszeug der Logik
Aufgrund dieses Aufbaus der mathematischen Theorien bezeichnet man sie als axiomatische Theorien
die ebenfalls durch Axiome definiert werden
Die von diesen Theorien behandelten Gegenstände sind abstrakte mathematische Strukturen
Während in den anderen Wissenschaften die behandelten Gegenstände vorgegeben sind und danach die Methoden zur Untersuchung dieser Gegenstände geschaffen werden
ist bei der Mathematik umgekehrt die Methode vorgegeben und die damit untersuchbaren Gegenstände werden erst danach erschaffen
In dieser Weise nimmt und nahm die Mathematik immer eine Sonderstellung unter den Wissenschaften ein
Beweisen und Definitionen
die nicht axiomatisch strukturiert sind
sondern vor allem durch die Intuition und Erfahrung der beteiligten Mathematiker geprägt sind
Die Weiterentwicklung der Mathematik geschah und geschieht dagegen oft durch Sammlungen von Sätzen
Die Umwandlung in eine axiomatische Theorie erfolgt erst später
wenn weitere Mathematiker sich mit den dann nicht mehr ganz so neuen Ideen beschäftigen
dass es wahre Aussagen in jedem mathematischen Axiomensystem gibt
die nicht bewiesen werden können
Allerdings sind der Axiomatisierung der Mathematik auch Grenzen gesetzt
Kurt Gödel zeigte um 1930 in dem nach ihm benannten Unvollständigkeitssatz
Weitere Ergebnisse zur prinzipiellen Berechenbarkeit und zur prinzipiellen Entscheidbarkeit mathematischer Sätze wurden von Gregory Chaitin gefunden. [Bearbeiten]
Mathematik als menschliche Tätigkeit
mathematische Leistungen zu erbringen. siehe auch: Phylogenese mathematischer Fähigkeiten [Bearbeiten]
Auch nichtmenschliche Lebewesen
speziell Tiere sind in begrenztem Umfang fähig
Mathematik als Schulfach
Siehe Mathematik in der Schule
Mathematikdidaktik. [Bearbeiten]
Mathematik als Studienfach und Beruf
nennt man Mathematiker
Menschen
die sich beruflich mit der Entwicklung und der Anwendung der Mathematik beschäftigen
Neben dem Diplommathematikstudium
Wirtschaftsmathematik und Computermathematik eingerichtet worden
in dem man seine Schwerpunkte auf die reine und/oder angewandte Mathematik setzen kann
sind neuerdings die speziallisierten Studiengänge Technomathematik
Siehe auch: Studium der Technischen Mathematik [Bearbeiten]
Geschichte
Die Mathematik ist eine der ältesten Wissenschaften überhaupt
Eine erste Blüte erlebte sie in der Antike
in Griechenland und im Hellenismus
von dort datiert die Orientierung an der Aufgabenstellung des »rein logischen Beweisens« und die erste Axiomatisierung
nämlich die euklidische Geometrie. Im Mittelalter überlebte sie unabhängig voneinander im frühen Humanismus der Universitäten und in der arabischen Welt. Die Entwicklung in der Neuzeit ist erst durch die Naturwissenschaften (ab 1600)
dann sehr stark durch den innermathematischen Prozess der Axiomatisierung (ab etwa 1850) und schließlich die Entwicklung der Computertechnik (ab 1930) bestimmt worden
Für ausführlichere Informationen siehe den Artikel Geschichte der Mathematik. [Bearbeiten]
Zitate
Vorlage:Wikiquote1 Do not worry about your difficulties in mathematics; I can assure you that mine are still greater
die Mathematik bedarf keiner
Albert Einstein Jede Wissenschaft bedarf der Mathematik
Jakob Bernoulli Erstaunlich und entzückend ist die Macht zwingender Beweise
und so sind allein die mathematischen geartet
nor whether what we are saying is true
Galileo Galilei Mathematics may be defined as the subject in which we never know what we are talking about
Bertrand Russell [Bearbeiten]
Literatur
Hans Kaiser
Wilfried Nöbauer: Geschichte der Mathematik
Berlin/Heidelberg 2000 ISBN 354063777X Glaeser
DE: ISBN 3-486-11595-2 Ö: ISBN 3-209-02212-7 Richard Courant
Georg: Der Mathematische Werkzeugkasten
Herbert Robbins: Was ist Mathematik?. Springer-Verlag
2004
Elsevier - Spektrum Akademischer Verlag
ISBN 3-8274-1485-7. [Bearbeiten]
Weblinks
Vorlage:Wiktionary1 Vorlage:Wikibooks1 Mathematik und Informatik von Wolfgang Moebius (http://www.learn.de/) "5 Minuten Mathematik" (http://www.mathematik.de/mde/presse/fuenfminuten/fuenfminuten.html) Regelmäßige Kolumne des Mathematikprofessors Ehrhard Behrends zur Popularisierung der Mathematik Zeugnisse über Mathematik (http://www.w-volk.de/museum/exposi.htm) webmath.com - solve your math problem (http://www.webmath.com/) Hervorragende englischsprachige Seite mit Berechnungsprogrammen zu unzähligen Problemen und deren Lösungswegen! matheplanet (http://www.matheplanet.com) Mathematik-Wissen.de (http://www.mathematik-wissen.de) Mathematik für Schüler Zentralblatt für Mathematik: MATH-Datenbank (http://www.emis.de/ZMATH/) af:Wiskunde als:Mathématiques an:Matematicas ar:رياضيات ast:Matemátiques be:МатÑ?матыка bg:Математика br:Matematikoù bs:Matematika ca:Matemà tiques co:Matematica cs:Matematika cy:Mathemateg da:Matematik el:Μαθηματικά en:Mathematics eo:Matematiko es:Matemáticas et:Matemaatika eu:Matematika fi:Matematiikka fr:Mathématiques fy:Wiskunde ga:Matamaitic gd:Matamataig gl:Matemática he:מתמטיקה hr:Matematika hu:Matematika ia:Mathematica id:Matematika is:Stærðfræði it:Matematica ja:æ•°å¦ jbo:Cmaci ko:수학 la:Mathematica lt:Matematika lv:MatemÄ?tika mk:Математика ms:Matematik nl:Wiskunde no:Matematikk pl:Matematyka pt:Matemática ro:Matematică ru:Математика scn:Matimatica simple:Mathematics sk:Matematika sl:Matematika sr:Математика su:Matematik sv:Matematik sw:Hisabati ta:கணிதமà¯? th:คณิตศาสตร์ tr:Matematik tt:Matematik uk:Математика zh-cn:æ•°å¦ zh-tw:æ•°å¦
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