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Diskussion : Massenspektrometrie
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Massenspektrometrie
Stichpunkte
Allgemein
bestimmt
mit der geladene Moleküle (Ionen) und deren Massenfragmente auftreten
Massenspektrographie) ist ein Analysenverfahren zur Bestimmung von chemischen Elementen
Molekülmassen und Massenfragmenten. Für einen Analyten (die zu testende Substanz) wird die Häufigkeit
Die Massenspektrometrie (Massenspektroskopie
Die Massenspektrometrie ist eine wichtige Methode der analytischen Chemie bei der Aufklärung der Struktur und Zusammensetzung von Verbindungen und Gemischen
Der qualitative (Erkennung von unbekannten Substanzen) und quantitative (Wieviel einer Substanz ist vorhanden) Nachweis sehr kleiner Substanzmengen ist möglich
In der Physik werden Massenspektrometer verwendet
um die Isotopenzusammensetzungen der chemischen Elemente zu messen. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Aufbau eines Massenspektrometers 1.1 Ionenquelle 1.2 Analysator 1.3 Ionenfallen-Massenspektrometer 1.4 Detektor 1.5 Kopplung mit Chromatographen und MS/MS-Kopplung 2 Auswertung der Massenspektren 3 Weblinks [Bearbeiten]
Aufbau eines Massenspektrometers
einem Analysator und einem Detektor
Bild nicht gefunden Schematische Zeichnung eines ICP/Sektorfeld-Massenspektrometers Ein Massenspektrometer (MS) besteht aus einer Ionenquelle
Diese Bauteile werden im Folgenden beschrieben
In Ionenfallen-Massenspektrometern können die Ionenquelle und der Analysator zusammenfallen
Sie werden gesondert beschrieben. [Bearbeiten]
Ionenquelle
In der Ionenquelle wird der Analyt ionisiert
auch electron impact= Elektronenstoß) ionisiert werden
Es kommen verschiedene Methoden zum Einsatz: Gase oder verdampfbare Flüssigkeiten und Feststoffe können durch Elektronen-Stoß-Ionisation (EI
Es werden Elektronen mit einer Energie von 30-70eV verwendet
Durch den Zusammenstoss der Elektronen mit den Molekülen wird Energie auf die Moleküle übertragen und es werden primäre positive Ionen erzeugt
Diese primären Ionen sind meistens sehr instabil und zerfallen ganz oder teilweise zu kleineren geladenen Massenfragmenten
das durch EI ionisiert wird
Bei der Ionisation einer Substanz fragmentiert diese in ein vorhersehbares Ionen-Muster. Bei der Chemischen Ionisation (CI) wird ein Gas zugeführt
Die aus dem Gas gebildeten Ionen reagieren dann mit dem Analyten und ionisieren ihn
Der Fragmentierungsgrad ist geringer als bei der Elektronen-Ionisation. Bei der Feldionisation (FI) wird ein Gas in einem hohen elektrischen Feld an zahlreichen spitzen Graphitdendriten sehr schonend ionisiert. Bei der Felddesorption (FD) wird ein fester oder flüssiger Analyt
worauf sich Ionen lösen
der den zahlreichen Graphitdendriten in Lösung zugeführt wird
in einem hohen elektrischen Feld wie bei FI sehr schonend ionisiert. Flüssigkeiten und Feststoffe können mit schnellen Atomen oder Ionen beschossen werden
Kommen Atome zu Einsatz
heißt die Methode FAB (Fast Atom Bombardement=Schneller Atombeschuss)
bei Ionen SIMS (Secondary Ion Mass Spectrometry=Sekundärionen-Massenspektrometrie)
Neben den Sekundärionen werden auch ungeladene Teilchen (Sekundärneutralteilchen) erzeugt
Wenn diese zum Beispiel mit Laserlicht nachionisiert und dann analysiert werden
spricht man von Sekundär-Neutralteilchen-Massenspektrometrie (SNMS)
Chemische Lösungen geladener oder polarer Substanzen werden bei der Elektrospray-Ionisation (ESI) versprüht
so dass Ionen des Analyten zurückbleiben
ionisiert und die Tröpfchen dann getrocknet
nur dass die Lösung des Analyten vor der Ionisation verdampft wird
Die Chemische Ionisation unter Atmosphärendruck (APCI=Atmospheric Pressure Chemical Ionization) funktioniert ähnlich wie ESI
Die Lösemittelmoleküle werden an einer spitzen Elektrode bei Atmosphärendruck ionisiert
Die Methode ist auch für weniger polare Analyten geeignet
Auch mit gepulstem Laserlicht kann von einem Feststoff der Analyt abgedampft und ionisert werden.Diese Methode heißt MALDI (Matrix-Assisted Laser Desorption/Ionization=Matrix-unterstützte Laser-Desorptions-Ionisation)
Bei dieser Methode wird der Analyt mit einen großen Überschuss an Matrix gemischt und kokristallisiert (Einbindung des Analyten in die kristalline Matrix)
Die Matrix hat die Eigenschaft bei der verwendeten Laserwellenlänge Energie zu absorbieren (zum Beispiel Stickstofflaser 337nm)
Vereinfacht gesagt kommt es mit dem Beschuss durch den Laser zum Herauslösen von Teilchen und deren Ionisation
Thermische Ionisation (TIMS
Thermische Ionisations Massenspektrometrie) wird in der Festkörpermassenspektrometrie eingesetzt
Dabei wird die Probe (Probenmenge je nach Stoff ng bis µg) zum Beispiel auf ein Wolframfilament aufgebracht
ICP) (TU-Labor: ICP-MS
ein Teil der abgedampften Atome wird dabei ionisiert. Bei der Ionisation durch ein induktiv gekoppeltes Plasma (Inductively Coupled Plasma
-OES
auch an radioaktiven Proben (http://www.dirk-dautzenberg.de)) entstehen aus den meisten Elementen einfach positiv geladene Ionen
Durch das Filament wird ein Strom geschickt wobei es sich erhitzt und die aufgebrachte Probe verdampft
GC-MS
Das Verfahren wird vor allem zur Analyse von anorganischen Feststoffen/-wässrigen Lösungen angewandt. Die Ionenquelle liegt auf einem hohen elektrischen Potential (einige kV)
Nach Verlassen der Ionenquelle werden die Ionen deshalb beschleunigt. [Bearbeiten]
Analysator
Im Analysator werden die Ionen nach ihrer Masse (genauer: Masse/Ladung m/z) getrennt
Dafür gibt es mehrere Methoden: In Sektorfeld-Massenspektrometern werden die Ionen in elektrischen und magnetischen Feldern abgelenkt
Der Radius der Kreisbahnen
die sie in den Feldern durchlaufen
hängt von der Energie (im elektischen Feld) und vom Impuls (im magnetischen Feld) der Ionen ab
der Energie und des Impulses kann dann die Masse bestimmt werden
In Kenntnis der Ladung
Sektorfeld-Massenspektrometer können so gebaut werden
dass Ionen mit leicht unterschiedlicher Geschwindigkeit auf einem Punkt im Detektor abgebildet werden (Geschwindigkeitsfokussierung)
deren Flugbahn leicht geneigt ist
Auch Ionen
können auf einen Punkt abgebildet werden (Richtungsfokussierung)
Massenspektrometer
die beides gleichzeitig können
nennt man doppelfokussierend
Die Fokussierung ist nötig
um bei hoher Auflösung noch eine akzeptable Intensität des Messsignals zu erhalten
aber auch die teuersten Geräte
Sektorfeld-Massenspektrometer sind die genauesten
Sie erreichen eine Auflösung (definiert als Verhältnis der Ionen-Masse zur Linienbreite) von bis zu 100.000. In Quadrupol-Massenspektrometern durchfliegen die Ionen eine Anordnung von vier zylinderförmigen Elektroden
die parallel verlaufen und deren Schnittpunkte mit einer Ebene senkrecht zur Zylinderachse ein Quadrat bilden
Die gegenüberliegenden Elektroden befinden sich auf gleichem Potential und zwischen benachbarten Elektroden wird eine Gleich- und eine Wechselspannung angelegt
Das Verhältnis von Gleich- und Wechselspannung bestimmt (bei konstanter Frequenz)
welche Ionen die Anordnung passieren können
Haben die Ionen nicht die richtige Masse
werden sie nach außen beschleunigt und kollidieren mit den Elektroden
dass die Ionen beim Eintritt in den Analysator alle die gleiche Energie haben und leichte Ionen deshalb schneller sind als schwere. Es gibt auch so genannte Ion trap-Massenspektrometer oder auch Ionenfallen-Massenspektrometer. [Bearbeiten]
time of flight mass spectrometer) wird ausgenutzt
In Flugzeit-Massenspektrometern (TOF-MS
Ionenfallen-Massenspektrometer
Der Analyt wird ungeladen in die Ionenfalle eingelassen und dort ionisiert
das die Ionen auf Kreisbahnen mit einer massenabhängigen Umlauffreqeuenz zwingt
Zwei Arten von Ionenfallen werden eingesetzt: In der Ionenfalle herrscht ein homogenes Magnetfeld
Die Ionen müssen zunächst mit einem Anregungsimpuls in Phase gebracht werden
Danach kann die Resonanzfrequenz gemessen werden
muss das gemessene Signal fouriertransformiert werden
Wenn Ionen mit unterschiedlicher Masse vorhanden sind
daher die Bezeichnung Fouriertransformations-Ionencyclotronresonanz-Massenspektrometrie (FTICR-MS)
In der Ionenfalle herrscht ein elektrisches Quadrupolfeld
Das Feld wird durch drei rotationssymmetrische Elektroden erzeugt: zwei Endkappenelektroden und eine mittlere Ringelektrode
Zwischen der Ringelektrode und den Endkappenelektroden liegt eine Überlagerung einer Gleich- und einer Wechselspannug an
Während einer Analyse wird die Amplitude des Wechselspannungsanteils erhöht
das heißt Ionisation und Analyse laufen nacheinander und nicht parallel ab. [Bearbeiten]
Je nach Ionen-Masse werden die Ionen bei Erreichen unterschiedlicher Amplituden aus der Ionenfalle geschleudert und gelangen zum Detektor. Ionenfallen-Massenspektrometer können im Gegensatz zu den vorher genannten Spektrometertypen nicht kontinuierlich betrieben werden
Detektor
Als Detektor wird meistens ein Sekundärelektronenvervielfacher (SEV) oder ein Faraday-Auffänger verwendet. Der SEV wird teilweise in Kombination mit einer Konversionsdynode verwendet
bei der die Ionen aufgrund einer angelegten hohen Beschleunigungsspannung (bis zu 25 kV) auf eine Metalloberfläche prallen und der SEV dann die freiwerdenden Elektronen detektiert
Daneben werden als Detektor auch Daly-Detektoren
Mikrokanalplatten und Channeltrons verwendet
In der Anfangszeit der Massenspektrometrie wurden auch Fotoplatten benützt. [Bearbeiten]
Kopplung mit Chromatographen und MS/MS-Kopplung
diese mit einem vorgelegten Trennverfahren aufzutrennen bevor man sie dem Massenspektrometer zuführt
Bei sehr komplexen Proben ist es nützlich
Man spricht dann von hyphenated separation
In diesem Sinn wird Massenspektrometrie of zusammen mit Gas- oder Flüssigkeits-Chromatographen betrieben
ICP-OES
ICP-MS
auch radioaktive Proben (http://www.dirk-dautzenberg.de)) beziehungsweise LC/MS (Liquid Chromatography / Mass Spectrometer)
Diese Koppelungen sind bekannt unter den Kürzeln GC/MS (Gas Chromatography / Mass Spectrometry; TU-Labor: GC-MS
Weniger weit verbreitet sind CE/MS (Kopplung mit Capilary Electrophoresis) und IMS/MS (Kopplung mit Ionenmobilitäts Spektrometrie)
Manchmal werden sogar drei Trenntechniken gekoppelt
so z.B. bei GCxGC-MS
Bei chemischen Untersuchungen ist oft von Interesse
die mit einem Massenspektrometer getrennten Ionen zu Fragmentieren und die Fragmente erneut mittels Massenspektrometrie zu untersuchen
Das erreicht man durch Reihenschaltung zweier Analysatoren (MS/MS)
zwischen denen die Ionen angeregt werden
zum Beispiel durch Kollision mit Gasatomen
ohne dass ein weiteres Bauteil benötigt wird. [Bearbeiten]
In Ionenfallen-Massenspektrometer ist eine mehrfache Wiederholung von Anregung und Massenselektion möglich
Auswertung der Massenspektren
Voraussetzung für die Bestimmung der Masse m ist die Kenntnis der Ladung q des Ions
und meistens ist z = +1 (einfach positiv geladen)
denn die Analysatoren können die Ionen nur nach dem Verhältnis m/q trennen. q ist jedoch immer ein ganzzahliges Vielfaches der Elementarladung e: q = z*e
Als Einheit von m/q wurde das Thomson Th vorgeschlagen: [m/q] = Th
Zunächst muss die Masse des Analyten bestimmt werden
Normalerweise ist das die Masse des schwersten detektierten Ions (Molpeak)
Allerdings ist bei der Elektronen-Ionisation oft ein Großteil der Moleküle gespalten
Testweise kann die Elektronenenergie verringert werden
so dass weniger Moleküle gespalten werden und der Molpeak deutlicher sichtbar wird
Die weitere Auswertung basiert darauf
dass die Atome der verschiedenen chemischen Elemente einen unterschiedlichen Massendefekt haben
die zur gemessenen Masse passen
Bei leichten Molekülen gibt es nur eine oder wenige Atom-Kombinationen
Bei schwereren Molekülen stehen jedoch oft sehr viele mögliche Summenformeln zur Auswahl
Weitere Hinweise liefern die Isotopenzusammensetzungen der verschiedenen Elemente
So besteht der Kohlenstoff zum Beispiel zu 98.9% aus 12C und zu 1.1% aus 13C
sind neben dem Hauptpeak im Spektrum Nebenpeaks zu finden
wieviele C-Atome im Molekül vorhanden sind
die vom Hauptpeak um 1Amu
Je nachdem
2amu etc. entfernt sind und ein charakteristisches Intensitätsverhältnis zum Hauptpeak haben
Die genannten Methoden sind auch auf die Bruchstücke anwendbar
Moleküle brechen oft an charakteristischen Stellen
Aus der Masse der Bruchstücke und evtl. weiteren Informationen kann schließlich die Strukturformel bestimmt werden. Grafik: Beispiel eines Massenspektrums: Tetrachlordibenzofuran EI-positiv ionisisiert Dabei helfen bei vor allem bei mit postiver EI-Ionisierung erstellten Massenspektren auch Massenspektrenbibliotheken
Die bekanntesten sind unter den Kürzeln ihrer Vertreiber die Wiley- und die NIST-Massenspektrenbibliotheken. Siehe auch: GCxGC-TOF-MS
NanoSIMS [Bearbeiten]
Weblinks
http://www.physiksimulation.de/massenspektrograph.php (Simulationen versch
Massenspektrographen) http://www.ivv.fhg.de/ms/ms-einfuehrung.html http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~bl5/downloads/files/skript2004.pdf http://www.jeol.com/ms/essays.html (englisch) http://sjsupport.thermofinnigan.com/customer_download/ltq/ltq_auto_0601.html (MS/MS
englisch) en:mass spectrometry fr:Spectrométrie de masse ja:質é‡?分æž?法 nl:Massaspectrometrie ru:МаÑ?Ñ?-Ñ?пектрометриÑ?
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Massenspektrometrie
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