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Markus Wolf
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Allgemein
Markus Johannes "Mischa" Wolf (* 19
Januar 1923 in Hechingen) leitete 34 Jahre lang den Nachrichtendienst der DDR
sein Bruder war der Filmregisseur Konrad Wolf. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Leben 1.1 1923-1945 1.2 1945-1951 1.3 1951-1990 1.4 Nach 1990 2 Veröffentlichungen 3 Literatur 4 Weblinks [Bearbeiten]
Sein Vater war der Arzt und Schriftsteller Friedrich Wolf
Leben
[Bearbeiten]
1923
-
1945
Markus Wolf wurde am 19
Januar 1923 in Hechingen bei Stuttgart geboren
emigrierte die Familie Wolf 1933 nach Moskau
Da sein Vater Friedrich Wolf jüdischer Herkunft und aktiver Kommunist war
Von 1940 bis 1942 besuchte Wolf die Hochschule für Flugzeugbau in Moskau
anschließend die aus Moskau nach Kuschnarenkowo im Ural-Vorland evakuierte Schule der Komintern
Ab 1943 war er Redakteur und Sprecher beim Moskauer "Deutschen Volkssender". [Bearbeiten]
1945
-
1951
1945 kehrte Wolf mit einer der ersten Gruppen deutscher Exilkommunisten – jedoch nicht mit der Gruppe Ulbricht - nach Deutschland zurück
Er wurde beim neu aufgebauten Berliner Rundfunk tätig
wo er bis 1949 verblieb
1945/46 war er als Berichterstatter beim Nürnberger Prozess akkreditiert
Nach der Gründung der DDR wurde Wolf 1949 als Erster Rat an die DDR-Botschaft in Moskau berufen
Diese Tätigkeit dauerte bis 1951. [Bearbeiten]
1951
-
1990
Ab September 1951 beteiligte sich Wolf am Aufbau des als Institut für wirtschaftswissenschaftliche Forschung getarnten Außenpolitischen Nachrichtendienstes der DDR (APN) in Berlin
Er wurde stellvertretender Leiter der Hauptabteilung III (Abwehr) des Nachrichtendienstes
1952 wurde er als Nachfolger von Anton Ackermann zum Leiter des APN berufen
1953 wurde der APN ins MfS eingegliedert; Wolf blieb Leiter des Dienstes
Ab 1956 lautete dessen Bezeichnung "Hauptverwaltung Aufklärung" (HVA)
Wolf wurde Generalmajor und war als "Spionagechef" auch 1
dann unter Mielke)
Stellvertreter des Ministers für Staatssicherheit (zunächst unter Wollweber
1986 schied Wolf mit dem Dienstgrad Generaloberst aus dem MfS aus
Anschließend wurde er schriftstellerisch tätig; sein erstes Buch war "Die Troika"
Am 4
November 1989 trat Wolf auf der Demonstration auf dem Berliner Alexanderplatz als Redner auf
forderte aber auch Anerkennung für die Mitarbeiter des MfS
Er bekannte sich zu den Reformen in der DDR
woraufhin er ausgepfiffen wurde
um einer drohenden Verhaftung durch die BRD-Justiz zu entgehen. [Bearbeiten]
1990 flüchtete Wolf nach Moskau
Nach
1990
1991 beantragte Wolf in Österreich politisches Asyl
Nach der Ablehnung des Antrags stellte er sich an der deutschen Grenze den BRD-Behörden
1993 wurde Wolf wegen Landesverrats und Bestechung zu sechs Jahren Haft verurteilt
Das Urteil wegen Landesverrats hatte keinen Bestand
da die Spionage im Auftrag des souveränen Staates DDR und im Einklang mit ihren Gesetzen erfolgte
1997 kam es zu einer Verurteilung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung wegen Freiheitsberaubung in vier Fällen
Im gleichen Jahr erhielt Wolf wegen Aussageverweigerung im Spionageprozess gegen den SPD-Politiker Paul Gerhard Flämig drei Tage Beugehaft. [Bearbeiten]
Veröffentlichungen
1989 Die Troika
Aufbau-Verlag
DDR
ISBN 3-351-01450-3 1991 In eigenem Auftrag
Bekenntnisse und Einsichten 1995 Geheimnisse der russischen Küche 1997 Spionagechef im geheimen Krieg
ISBN 3548365892 1998 Die Kunst der Verstellung 2002 Freunde sterben nicht
Autobiographische Geschichten [Bearbeiten]
Literatur
Friedrich W
ISBN 3-800-41285-3 [Bearbeiten]
Tübingen 1993
Schlomann: Die Maulwürfe
Universitasverlag
Weblinks
http://www.ddr-im-www.de/Personen/Wolf.htm Biografie bei LeMo (http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/WolfMarkus/) en:Markus Wolf sv:Markus Wolf Vorlage:Personendaten
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
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