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Diskussion : Luftverschmutzung
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Luftverschmutzung
Stichpunkte
Allgemein
Die Luftverschmutzung (Luftverunreinigung) ist der auf die Luft bezogene Teilaspekt der Umweltverschmutzung
Staub
Ruß
ist Luftverschmutzung (dort als Luftverunreinigung bezeichnet) eine Veränderung der natürlichen Zusammensetzung der Luft
Aerosole
insbesondere Rauch
Dämpfe oder Geruchsstoffe
Gemäß dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
Gase
Diese Stoffe werden auch als luftfremde Stoffe bezeichnet
In den meisten Industrieländern ist die lokale Luftverschmutzung in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen
CO2
weiter zugenommen
Gleichzeitig hat jedoch der Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlendioxid
in China und anderen Schwellenländern ist die lokale und regionale Luftverschmutzung noch ein erhebliches Problem. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
In den Ländern der dritten Welt
Programme) 4.3 Technische Maßnahmen 5 Literatur 5.1 Zitierte Literatur 5.2 Weiterführende Literatur 6 Weblinks 7 Siehe auch [Bearbeiten]
in Russland
Protokolle) 4.2 Nationale Maßnahmen (Gesetze
"Verbergen") 1 Geschichte der Luftverschmutzung 2 Arten der Luftverschmutzung 2.1 Ursachen der Luftverschmutzung 2.2 Lokale Luftverschmutzung 2.3 Luftqualität in Mega-Cities 2.4 Überregionale (globale) Luftverschmutzung 3 Folgen der Luftverschmutzung 3.1 Auf den Menschen 3.2 Auf die Umwelt 4 Maßnahmen zur Verringerung der Luftverschmutzung 4.1 Internationale Maßnahmen (Abkommen
Geschichte der Luftverschmutzung
Mit der gezielten Anwendung des Feuers durch den Menschen begann prinzipiell die anthropogene Verschmutzung der Luft mit luftfremden Stoffen
So soll bereits um 1800 v
Christus der Rauch eines Lagerfeuers zusammen mit Sandstaub zu einer Lungenschädigung geführt haben [Mendocino County 2005]
Im alten Rom und später auch in anderen europäischen Städten des Mittelalters finden sich dokumentierte Beschwerden über Luftverschmutzungen
In diesen Beschwerden ging es in der Regel zunächst nur um die Belästigung durch Geruch und Schmutz
Ein mögliche Gesundheitsgefahr war zunächst nicht bekannt
Der Rauch aus den Öfen von Glasmachern im alten Rom um 150 n
dass die Glasmacher gezwungen wurden
ihre Werkstätten in die Vororte von Rom zu verlegen [Douglas u
Christus so störend
Frank 1972]. Im England des 13
Jahrhunderts gab es viele Beschwerden und Probleme durch die Verbrennung stark schwefelhaltiger Kohle (sea coal)
1257 musste Königin Eleanor Nottingham wegen des Rauchs verlassen
Mendocino County 2005]
1272 verbot König Edward I. den Gebrauch der schwefelhaltigen Kohle bei Androhung der Todesstrafe [Brimblecombe 1976
In der Stadt Köln wurde 1464 einem Kupfer- und Bleischmelzer aufgrund von Nachbarschaftsbeschwerden per Ratsbeschluss der Weiterbetrieb seines Handwerks in der Stadt untersagt
In der Stadt Augsburg wurde 1623 eine Schmelzhütte wegen Nachbarschaftsbeschwerden über ungesunden Rauch und Dampf abgerissen und die Wiederinbetriebnahme ausserhalb der Stadt („an einem entlegenen von Gärten entfernten Orte“) genehmigt [Vogel 1912a]. [Bearbeiten]
Arten der Luftverschmutzung
wie es das BImSchG macht) seiner Auswirkung (flächenbezogen) oder aber auch seiner Folgen (wirkungsbezogen) betrachtet werden. [Bearbeiten]
Das Problem der Luftverschmutzung kann hinsichtlich seiner Ursachen (stoffbezogen
Ursachen der Luftverschmutzung
vielfältige industriell hergestellte Produkte sowie ein zunehmendes Verkehrsaufkommen gekennzeichnet
Unser heutiger Lebensstandard ist u.a. durch einen hohen Energiebedarf
die Produktionsprozesse (Industrie
Die Energieerzeugung
landwirtschaftliche Tierhaltung) sowie der Verkehr sind die wichtigsten Ursachen für die anthropogene (vom Menschen verursachte) Luftverschmutzung
sind die Emissionen des weltweiten Schiffverkehrs
Regen
aber wohl doch nicht unbeträchtlich
Wichtige Schadstoffe aus den drei Bereichen (Emittentengruppen) sowie daraus resultierende Probleme sind nachfolgend zusammengefasst. Tabelle 1: Wichtige Emittentengruppen
deren wichtigsten Schadstoffemissionen und die möglichen Folgen für die Umwelt Bereich Schadstoff(e) Mögliche Auswirkung(en) auf die Umwelt Bemerkungen Energieerzeugung Kohlendioxid (CO2) Klimaerwärmung Verringerung der CO2-Emissionen weltweit durch Kyoto-Protokoll angestrebt Energieerzeugung Schwefeldioxid (SO2) Saurer Regen Verringerung der SO2-Emissionen im Wesentlichen durch Rauchgas-Entschwefelungsanlagen Straßenverkehr Stickoxide (NOx) Saurer
Eutrophierung Verringerung der NOx-Emissionen im Wesentlichen durch Abgasnormen und damit durch den Einbau von Drei-Wege-Katalysatoren Tierhaltung Ammoniak (NH3) Saurer
Regen
Eutrophierung Verringerung der NH3-Emissionen u.a. durch Genfer Luftreinhalteabkommen Lösemittelverwendung NMVOC Ozon-Bildung Verringerung der NMVOC-Emissionen u.a. durch Genfer Luftreinhalteabkommen Wenig berücksichtigt
N) Schwefeloxide
8 Mio to (berechnet als Methan
C) Kohlenwasserstoffe
zwischen 4 und 6
zwischen 3 und 7 Mio. to (berechnet als Stickstoff
PM10
NOx
6 Mio to (berechnet als PM10) [Bearbeiten]
CH4) Partikel
S) Kohlendioxid
CxHy zwischen 0
CO2
SOx
5 Mio to (berechnet als Schwefel
zwischen 0
3 und 0
9 und 1
zwischen 120 und 250 Mio to (berechnet als Kohlenstoff
So liegen die geschätzten Emissionen [Corbett und Köhler 2003] für Stickoxide
Lokale Luftverschmutzung
Luftschadstoffe können sowohl in der näheren Umgebung ihres Entstehungsortes oder weit davon entfernt nachgewiesen werden
Insbesondere in Städten und (im Wesentlichen bis etwa in die 1970er Jahre) im Bereich von großen Industrieanlagen können (bzw. konnten) erhöhte Konzentrationen an Luftschadstoffen nachgewiesen werden
Heute stellt der Straßenverkehr eine der wichtigsten Quellen für die Luftverschmutzung in Städten dar
Die Abgase der Kraftfahrzeuge belasten die Umgebungsluft primär mit Stickoxiden
Ruß und andere Partikel
NOx
flüchtigen organischen Verbindungen ohne Methan (NMVOC)
Zwar wurden die kraftfahrzeugbedingten Schadstoffemissionen sukzessive durch immer strenger werdende Abgasnormen verringert
dieser Effekt wurde aber teilweise durch die Zunahme des Kraftfahrzeugbestandes kompensiert
Extrem starke lokale Luftverschmutzungen finden sich heute weltweit in einigen der sog
Mega-Cities. [Bearbeiten]
Luftqualität in Mega-Cities
Mega-Cities sind Städte
in denen mehr als 10 Millionen Menschen wohnen
Sie sind die größten Städte der Welt
Bekannte Mega-Cities sind z.B. London (England
ca
9 Mio
Einwohner) Los Angeles (USA
ca
14 Mio
Einwohner) Mexiko-Stadt (Mexiko
ca
20 Mio
Einwohner) Tokyo (Japan
ca
26 Mio
Einwohner) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) messen im Rahmen eines weltweiten Monitoring-Programms auch die Luftqualität in Mega-Cities
Größtes Problem der Mega-Cities hinsichtlich der Luftverschmutzung sind Partikel und Ozon
Kohlenmonoxid und Ozon wurden bei einer Messung 1992 die Werte der Gesundheitsschutzrichtlinien der WHO um mehr als das doppelte überschritten. [Bearbeiten]
weist auch die größte Luftverschmutzung aller Mega Cities auf (…….): Bei den Parametern Schwefeldioxid
eine der Städte mit den weltweit meisten Einwohnern
Mexiko-Stadt
Partikel
Überregionale (globale) Luftverschmutzung
Umweltbundesamt Berlin) Land Export (von Deutschland) Import (nach Deutschland) Differenz (Import – Export) Polen 73
3 kto 16
9 kto Großbritannien 0
1 kto Vergleicht man den Import (1998: 153
74 kto 0
4 kto 35
5 kto - 41
6 kto Tschechische Republik 35
2 kto) mit dem Export (1998: 144
2 kto 44
4 kto 15
7 kto 19 kto Belgien 0
Das Luftschadstoffe nicht an nationalen Grenzen stoppen
7 kto 19
1 kto 14
deren wesentliche Ursache nämlich Schwefeldioxid- und Stickoxid-Emissionen in den mitteleuropäischen Ländern waren. Tabelle 2: Transport von oxidiertem Schwefel von und nach Deutschland 1998 (Quelle: Farbfoliensatz Umweltdaten Deutschland 2001
1 kto 31
2 kto 0
9 kto Frankreich 18
7 kto Niederlande 0
1 kto) von oxidiertem Schwefel von und nach Deutschland zeigt sich hier kein großer Unterschied
64 kto 0
ist spätestens seit dem Auftreten von sauren Niederschlägen in den skandinavischen Ländern bekannt
Für andere Länder kann sich dieses Verhältnis natürlich verschieben
dass das Ziel der Verringerung der Luftverschmutzung keine nationale sondern eine internationale Aufgabe ist (s.u.: Internationale Maßnahmen). [Bearbeiten]
Trotzdem zeigt die Tabelle 2
Folgen der Luftverschmutzung
Die Luftverschmutzung kann sowohl direkt den Menschen als auch die Umwelt (und ggfs. so indirekt wiederum den Menschen) schaden
Dabei kann ein und derselbe Luftschadstoff in mehrfacher Weise schädigend wirken. [Bearbeiten]
Auf den Menschen
z.B.: 1873 London (England): 268 Tote (s.a
Die Schadstoffe in der Luft können in Abhängigkeit von der Art des Stoffes und der vorherrschenden Konzentration(en) die menschliche Gesundheit beeinträchtigen (hauptsächlich Erkrankungen der Atemwege und des Kreislaufsystems) oder im schlimmsten Fall zum Tode führen. Die wohl bekannteste direkte Folge von Luftverschmutzung ist die erhöhte Sterblichkeit von Menschen während starker Smog-Episoden
London (Smog-Ereignisse)) 1930 Maas Tal (Belgien): 60 Tote (s.a
Maas Tal (Smog-Ereignis)) 1931 Manchester (England): 592 Tote 1956 London (England)
ca
1.000 Tote (s.a
London (Smog-Ereignisse)) 1966 New York (New York
USA): 168 Tote 1991: London (England): ca
160 Tote (s.a
SO2
CO Stickstoffoxide
Kohlenmonoxid
NOx
Kohlenwasserstoffe Die Wirkung dieser Stoffe auf den Menschen läßt sich aber nicht isoliert betrachten
London (Smog-Ereignisse)) 1997: Indonesien (Rauch von Waldbränden): 527 Tote Die Zunahme von Erkrankungen bzw. die Erhöhung der Sterblichkeit während solcher Smog-Episoden wird heute vor allem auf die zu diesen Zeiten erhöhten Konzentrationen von fünf Stoffen zurückgeführt: Schwefeldioxid
sondern wird im Wesentlichen auch durch Faktoren wie z.B. die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit beeinflusst. [Bearbeiten]
Partikel (Staub
Schwebeteilchen)
Auf die Umwelt
Luftverschmutzungen können zu zahlreichen Umweltproblemen führen: Versauerung und Eutrophierung durch Emissionen von versauernden und eutrophierenden Schadstoffen (Schwefeldioxid
Schwermetallen
Stickoxide
Staub
Ammoniak) Klimaerwärmung durch die Emissionen von Treibhausgasen Beeinträchtigung der Luftqualität durch Emissionen von Ozon-Vorläufersubstanzen
persistenten organischen und anderen Schadstoffen. [Bearbeiten]
Maßnahmen zur Verringerung der Luftverschmutzung
Bei den Maßnahmen zur Verringerung der Luftverschmutzung muss man grundsätzlich zwischen regulatorischen und technischen Maßnahmen unterscheiden
Anordnungen und Verbote als regulatorische Maßnahmen gibt es schon seit den ersten Beschwerden über Luftverschmutzungen (s
Abschnitt Geschichte der Luftverschmutzung)
Seit Beginn der 1970er Jahre wird die Emission von Luftschadstoffen und damit die Luftverschmutzung auf nationaler und internationaler Ebene durch Gesetze
Verordnungen und Abkommen begrenzt. [Bearbeiten]
Internationale Maßnahmen (Abkommen, Protokolle)
da viele Schadstoffe über weite Entfernungen - auch über Staatsgrenzen hinweg – transportiert werden (Ferntransport). [[Image:Grenzübergreifende Luftverschmutzung .jpg|thumb|Karrikatur zum ersten internationalen Abkommen zur Verringerung von Schadstoffemissionen
dass nationale Bemühungen zur Emissionsminderung von Luftschadstoffen alleine nicht ausreichen
Bereits in den 1970er Jahren erkannte man
der Genfer-Konvention von 1979; Quelle: Acid News No
Sept
3
Sweden; [[1] (http:://www.acidrain.org)]]] Weltweite Abkommen 1979 wurde die Genfer UNECE-Konvention über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigungen (Convention on Long-range Transboundary Air Pollution
Göteborg
2003
LRTAP) verabschiedet
The Swedish NGO Secretariat on Acid Rain
Es trat 1983 als erstes international rechtsverbindliches Instrument zur Verringerung der Emission von Luftschadstoffen in Kraft
Die Genfer Konvention ist Basis für derzeit insgesamt 8 weitere wichtige internationale Vereinbarungen
am 2
Die wichtigsten davon sind: das Helsinki-Protokoll zur Reduzierung der Schwefelemissionen bzw. deren grenzüberschreitender Stoffströme um mindestens 30 Prozent (1985 verabschiedet
Sept
1987 in Kraft getreten; das erweiterte Oslo Protokoll wurde 1994 verabschiedet und trat am 5
August 1998 in Kraft) das Sofia-Protokoll zur Kontrolle der Stickoxidemissionen oder deren grenzüberschreitender Stoffströme (1988 verabschiedet
am 14
Febr
1991 in Kraft getreten) das Aarhus-Protokoll über flüchtige organische Verbindungen (VOC) (1998 verabschiedet
am 23
Okt
2003 in Kraft getreten) das Aarhus-Protokoll über die Schwermetalle (1998 verabschiedet
am 29
Dez
2003 in Kraft getreten) das Göteborg-Protokoll zur Vermeidung von Versauerung und Eutrophierung sowie des Entstehens von bodennahem Ozon (1999 verabschiedet
noch nicht (Stand: Feb
2005) in Kraft getreten) Das Göteborg-Protokoll (nach der englischen Bezeichnung "national emission ceilings" auch als "NEC-Richtlinie" bekannt) legt für die Unterzeichnerstaaten (praktisch alle europäischen Staaten sowie USA und Kanada) Grenzen für die jährlichen Emissionen der geregelten Schadstoffe (SO2
NOx
die bis zum Jahr 2010 erreicht werden müssen Land Schwefeldioxid Stickoxide Ammoniak VOC Deutschland 5.313 kto (- 90%) 1.081 kto (-60%) 550 kto (-28%) 995 kto (-69%) Österreich 91 kto (-57%) 107 kto (-45%) 66 kto (-19%) 159 kto (-55%) Schweiz 43 kto (-40%) 79 kto (-52%) 63 kto (-13%) 144 kto (-51%) Europa 16.436 kto (-75%) 6.671 kto (-49%) 3.129 kto (-15%) 6.600 kto (-57%) kto = 1.000 to Während bisherige Protokolle nur einen einzelnen Schadstoff betrachteten
NH3 und VOC) für das Jahr 2010 (Bezugsjahr für die prozentuale Reduktion: 1990) fest: Tabelle 3: Länderspezifische Grenzwerte für jährliche Emissionsmengen gemäß dem Göteborg-Protokoll
werden die Auswirkungen von Schwefel- und Stickstoffverbindungen sowie von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) und Ozon im Zusammenhang betrachtet
Das Göteborg-Protokoll ist durch seinem Problem-übergreifenden Ansatz gekennzeichnet und wird daher auch als wird auch als "Multi-Effekt" Protokoll bezeichnet
Gleich drei Problemfelder sollen entschärft werden: die Bildung von bodennahen Ozon durch die Emissionsreduktion von Ozon-Vorläufersubstanzen (Stickoxide
NH3) Europaweite Abkommen Das rechtliche Instrument zur Verringerung der Emissionen von Luftschadstoffen in Europa sind in der Regel die Richtlinien
NH3) beitragen die Eutrophierung (Nährstoffanreicherung) durch atmosphärischen Stickstoffeintrag (NOx
NOx und flüchtige organische Verbindungen
VOC)
NOx
die Versauerung von Böden und Gewässern durch die Emissionsreduktion von Stoffen die zur Versauerung der Niederschläge (SO2
Richtlinien müssen von den Mitgliedsstaaten innerhalb einer definierten Frist in nationales Recht umgesetzt werden
Die Europäische Union hat
eine Vielzahl an Richtlinien und Tochterrichtlinien (nachgeschaltete
teilweise konkretisierende Vorgaben) zur Luftreinhaltung erlassen
teilweise als Folge internationaler Abkommen
Wichtige Beispiele sind: Richtlinie 96/62/EG des Rates vom 27
die in den Tochterrichtlinien für einzelne Schadstoffe (z.B
September 1996 über die Beurteilung und die Kontrolle der Luftqualität (Luftqualitätsrahmenrichtlinie): Diese Richtlinie verpflichtet die Mitgliedsstaaten zur Erreichung bestimmter Luftqualitätsziele
Richtlinie 1999/30/EG
s.u.) jeweils mit festgelegten Zeitvorgaben festgelegt wurden. Richtlinie 1999/30/EG des Rates vom 22
um die Luftqualität zu erhalten bzw. zu verbessern
April 1999 über Grenzwerte für Schwefeldioxid
Stickstoffdioxid und Stickstoffoxide
Partikel und Blei in der Luft: Ziel dieser Richtlinie ist die Festlegung von Grenzwerten für die im Titel genannten Stoffe in der Luft
Ab dem 1
für Partikel und für Blei
Januar 2005 gelten gemäß dieser Richtlinie verschärfte Grenzwerte für Schwefeldioxid
müssen die verschärften Grenzwerte gemäß dieser Richtlinie erst ab 1
Für Stickstoffdioxid
NO2
Januar 2010 erreicht werden. Im Juli 2000 hat die Europäische Gemeinschaft mit der Entscheidung 2000/479/EG der Kommission über den Aufbau eines Europäischen Schadstoffemissionsregisters (EPER) eine der Allgemeinheit zugängliche Datenbank ins Leben gerufen
in der Daten zu Emissionen großer Industriebetriebe
Intensivtierhaltungen und Deponien erfasst werden
durch die Veröffentlichung der Namen und der dazugehörigen Emissionsmengen die Betreiber zu verstärkten Anstrengungen bei der Reduzierung ihrer Emissionen zu bewegen. [Bearbeiten]
Ein Ziel des EPER ist es
Nationale Maßnahmen (Gesetze, Programme)
Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft müssen Vorgaben aus EG-Richtlinien innerhalb festgelegter Fristen in nationales Recht umsetzen
In Deutschland wurde beispielsweise durch entsprechende Novellierungen die o.g
Luftqualitätsrahmenrichtlinie 96/62/EG und zwei Tochterrichtlinien mit dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) in deutsches Recht umgesetzt
Zur Erreichung der geforderten Grenzwerte werden Luftreinhaltepläne erstellt
die für die jeweiligen Emissionsquellen (Anlagen) spezifische Einzelmaßnahmen zur dauerhaften Verminderung der Emissionsmengen der geregelten Stoffe enthalten. [Bearbeiten]
Technische Maßnahmen
also z.B. bauliche Veränderungen
Technische Maßnahmen
zur Verringerung der Luftverschmutzung datieren bis in das 16
Jahrhundert zurück
dass beim Schmelzen von Bleiglanz ein großer Teil des Bleis durch den Schornstein entweicht und in der Umgebung das Wasser und die Weiden vergiftet
Bereits um 1550 plante man
die Schmelzöfen der Silberhütten in Böhmen mit Rauch- und Staubkammern zu versehen [Vogel 1912 b]. 1778 weist der englische Bischof Watson darauf hin
die schädlichen Gase aus den Abzugskanälen der städtischen Kanalisation von San Francisco über Röhren in die nächstgelegenen Gaslaternen zu leiten
Er machte auch einen entsprechenden technischen Vorschlag zur Sammlung der Bleidämpfe [Vogel 1912 a]. 1878 schlägt die amerikanische Ärztin Elizabeth Corbett vor
um sie dort zu verbrennen [Anonymus 1879]
1881 findet in London die „internationale Ausstellung von Apparaten und Einrichtungen zur Vermeidung des Rauches“ statt
Hier werden verschiedene Methoden
zur Vermeidung von Rauch vorgestellt [Bach 1882]
von der Verwendung bestimmter Brennstoffe bis hin zum Einsatz glühender Körper
Insbesondere in Kraftwerken und anderen großen Emittenten werden heute moderne Verfahren zur Reinigung der Abgase (Rauchgase) eingesetzt
SO2
durch Waschverfahren aus dem Abgasstrom entfernt. die Rauchgasentstickung: hier wird zwischen Primär- und Sekundärmaßnahmen unterschieden
Wichtige technische Verfahren zur Rauchgasreinigung sind die Rauchgasentschwefelung: hier wird beispielsweise das Schwefeldioxid
durch optimierte Verbrennungsprozesse ab
NO
Die Primärmaßnahmen zielen auf eine verringerte Bildung von Stickstoffoxid
NOx
Die Sekundärmaßnahmen versuchen den Gehalt an Stickoxiden
im Abgas selber zu reduzieren
Hier kommen sowohl selektive nicht-katalytische Verfahren (SNCR) (z.B
Einspritzen von Ammoniak
NH3) als auch selektive katalytische Verfahren (SCR) zum Einsatz die Rauchgasentstaubung: Partikel im Abgas werden durch Staubabscheider (z.B
Filter oder Wäscher) reduziert. Da sich die Luftverschmutzung häufig in unmittelbarer Umgebung seiner Quelle bemerkbar macht
durch höhere Schornsteine diesem Problem Herr zu werden
versuchte man auch
dass durch höhere Schornsteine die Konzentration von Luftschadstoffen erheblich abgesenkt werden kann [Bottenbruch und Kämmer 1980]
Noch 1980 wurde mit Hilfe von Modellrechnungen und Beispielen gezeigt
übersehen wird hier aber
dass das Problem nur verlagert wird
Das stimmt natürlich
Durch hohe Schornsteine verteilen (und damit verringert sich auch die Konzentration) sich die Schadstoffe einfach viel weiter
kann hier also nicht die Rede sein. [Bearbeiten]
wie in der Überschrift des Artikels zu lesen ist
Von einer Luftreinhaltung
Literatur
[Bearbeiten]
Zitierte Literatur
Anonymus: Elizabeth Jane Corbett ...
S
… Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft (Berlin) 12
1140 (1879) C
Bach: Mittheilungen über die internationale Ausstellung von Apparaten und Einrichtungen zur Vermeidung des Rauches (International exhibition of smoke preventing appliances) in London 1881
S
Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure 26(1)
Erschütterungen und ähnliche Vorgänge (Bundes-Immissionsschutzgesetz – BimSchG) vom 26
Geräusche
40 – 47 (1882) BImSchG: Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen
Sept
S
Bundesgesetzblatt I
2002
3830 H
Bottenbruch
K
Kämmer: Luftreinhaltung durch Schornsteine
Chemie-Technik 9(1)
S
17 – 26 (1980)
ISSN 0340-9961 Peter Brimblecombe: Attitudes and Responses Towards Air Pollution in Medieval England
S
Journal of the Air Pollution Control Association (JAPCA) 26(10)
ISSN 0002-2470 James J
941 – 945
Corbett
Horst W
Köhler: Updated emissions from ocean shipping
S
Journal of Geophysical Research 108(D20)
4650 (2003)
ISSN 0148-0227 R
WD
SF
ouglas
rank: A History of GlassmakingG
.TF
London 1972
oulis
ISBN 0854291172Z
itiert nach: Peter Brimblecombe
Henning Rodhe: Air Pollution – Historical TrendsD
urability of Building Materials 5
S2
ISSN 0167-3890 Mendocino County: Air Quality Management District: Historic Dates. [[2] (http://www.co.mendocino.ca.us/aqmd/pages/AQhistory.htm)] (Zugriff: Februar 2005) Otto Vogel: a) Rauchbelästigung in alter ZeitR
91 – 308 (1988)
S1
auch und Staub 2(5)
18 – 120 (1912) b) Rauchbekämpfung in alter ZeitR
S1
auch und Staub 2(7)
98 – 202 (1912) [Bearbeiten]
Weiterführende Literatur
Allgemeines Ernst Detlef Schulze
Otto Ludwig Lange: Die Wirkungen von Luftverunreinigungen auf Waldökosysteme
Chemie in unserer Zeit 24(3)
S
ISSN 009-2851 D
117 - 130 (1990)
Möller: Luftverschmutzung und ihre Ursachen: Vergangenheit und Zukunft
S
VDI Berichte 1575
119 – 138 (2000)
ISSN 0083-5560 Luftreinhaltung und Abgasreinigung Joachim Alexander: Luftreinhaltung in Deutschland: Emissions- und Immissionsentwicklung seit 1970
Berichte zur Deutschen Landeskunde 73
S
Katharina Knierim
Jörg Friedrich: Die Luftreinhalteplanung im Bundes-Immissionsschutzgesetz
ISSN 0005-9099 Jürgen Assmann
365 – 379 (1999)
Natur und Recht 26(11)
S
695 – 701 (2004)
ISSN 0172-1631 Walter Kaminsky: Verfahren zur Entschwefelung von Rauchgas
S
Chemie Ingenieur Technik 55(9)
667 – 683 (1983)
ISSN 0009-286X Manfred Koebel
S
Martin Elsener: Entstickung von Abgasen nach dem SNCR-Verfahren: Ammoniak oder Harnstoff als Reduktionsmittel? Chemie Ingenieur Technik 64(10)
934 – 937 (1992)
ISSN 0009-286X Entscheidung der Kommission vom 17
Juli 2000 über den Aufbau eines Europäischen Schadstoffemissionsregisters (EPER) gemäß Artikel 15 der Richtlinie 96/61/EG des Rates über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (IPPC)
Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften L192
S
ISSN 0376-9461 Dieter Maas: EPER – European Pollutant Emission Register: Entwicklung und Status
36 – 43 (28.07.2000)
Abfall 52(2)
KA – Abwasser
S
ISSN 1616-430X Gesundheitliche Aspekte Anonymus: Luftverschmutzung - ein ernstes Gesundheitsrisiko in einigen Metropolen der Welt
138 – 140 (2005)
S
Bundesgesundheitsblatt 36(5)
ISSN 0007-5914 Ursula Ackermann-Liebrich: Epidemiologische Ansätze zur Klärung der Zusammenhänge von Luftverschmutzung und Gesundheit
202 ff. (1993)
Umweltmedizin in Forschung und Praxis 4(1)
S
ISSN 1430-8681 D
25 - 27 (1999)
Nowack: Effekte der Luftverschmutzung auf Risikopatienten
S
Atemwegs- und Lungenkrankheiten 25(6)
Rita Seethaler: Luftverschmutzzung und Gesundheit: Quantitative Risikoabschätzung
ISSN 0341-3055 Nino Künzli
Reinhard Kaiser
294 ff. (1999)
Umweltmedizin in Forschung und Praxis 6(4)
S
Erich H. Wichmann: Gesundheitliche Wirkungen von Feinstaub - Epidemiologie der Kurzzeiteffekte
Joachim Heinrich
202 - 212 (2001)
ISSN 1430-8681 Annette Peters
Umweltmedizin in Forschung und Praxis 7(2) S
101 - 115 (2002)
ISSN 1430-8681 [Bearbeiten]
Weblinks
00.html) Spiegel-Artikel Kostenpflichtig. [Bearbeiten]
322892
Luftverschmutzungs-Atlas (http://www.esa.int/esaCP/SEMNY3NKPZD_Germany_0.html) ESA-Artikel Weltkarte der Luftverschmutzung (http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0
1518
Siehe auch
Koniologie
Smog
Bleikinder
Bergbau
Saurer Regen
Umweltinformationssystem
Gressenicher Krankheit
Feinstaub
Umweltschutz en:Air pollution eo:luma poluo es:Contaminación atmosférica ja:大気汚染 nl:Luchtvervuiling zh:空氣污染
Sommersmog
[X] Schliessen
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Luftverschmutzung
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