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Expanded Memory Specification
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Die Expanded Memory Specification (kurz: EMS genannt)
ist eine Software-Schnittstelle zum Zugriff auf so genanntes expanded memory (oft unglücklich zu "Expansionsspeicher" eingedeutscht) auf einem x86-kompatiblen PC im Real Mode
da moderne Protected Mode-Betriebsssteme auf diese Speichererweiterung nicht mehr angewiesen sind. [Bearbeiten]
Heutzutage hat EMS keine praktische Bedeutung mehr
Entstehungsgeschichte
reichten die 640 kiB Arbeitsspeicher
die es für Programme maximal zur Verfügung stellte
Mitte der 1980er Jahre
als das Betriebssystem MS-DOS den PC-Markt dominierte
für viele größere Programme bereits nicht mehr aus
um auf mehr Arbeitsspeicher zuzugreifen
Es wurden verschiedene Lösungen realisiert
So wurden spezielle Steckkarten verkauft
die zusätzlichen Speicher enthielten
so dass ein Programm darauf zugreifen konnte. Über spezielle Befehle konnte gesteuert werden
Diese Karten blendeten einen Teil ihres Speichers an einer bestimmten Stelle im 1-MiB-Adressraum ein
welcher Teil des Kartenspeichers (der oft zwischen 512kiB und 2MiB lag) im Adressraum des Prozessors eingeblendet werden soll
Dadurch konnte ein Programm nie den gesamten Kartenspeicher auf einmal verwenden
der gerade eingeblendet war
sondern immer nur den Teil
Diese Karten wurden memory expander genannt
und der Speicher auf ihnen expanded memory
musste für jede dieser Karten extra Programmfunktionen besitzen
das diese memory expander nutzen wollte
Leider waren diese Karten inkompatibel zu einander und ein Programm
der LIM-EMS genannt wurde
Intel und Microsoft auf einen Standard
So einigten sich im Jahre 1985 die Firmen Lotus (als Hersteller der Tabellenkalkulation Lotus 1-2-3)
wenn von expanded memory die Rede ist. [Bearbeiten]
Meistens ist dieser Standard gemeint
LIM-EMS
LIM-EMS schreibt einen so genannten "expanded memory manager" (EMM) vor
Dies ist ein Gerätetreiber
der seine Funktionen über einen Software-Interrupt zur Verfügung stellt
Der expanded memory wird in Seiten (engl: pages) zu je 16 kiB aufgeteilt
Im Adressraum wird ein 64 kiB großes Fenster (engl: page frame oder page window) reserviert
in dem dann jeweils 4 EMS-Speicherseiten eingeblendet werden
0xD8000 und 0xDC000
Das EMS-Fenster belegt meist die Adressen 0xD0000-0xDFFFF; die 4 eingeblendeten EMS-Seiten beginnen an den Adressen 0xD0000
0xD4000
das Belegen und Freigeben von Speicherseiten und natürlich das Ein- und Ausblenden bestimmter Seiten in das EMS-Fenster. [Bearbeiten]
etwa zur Abfrage der Größe des gesamten expanded memory
der Anzahl der noch freien Seiten
Der EMS-Treiber (oft emm.sys genannt) bietet einen genormten Satz an Funktionen an
EMS ab dem 386er
da sie recht teuer waren
Die EMS-Speicherkarten erlangten jedoch keine große Verbreitung
der Virtual 8086 Mode genannt wird
Ab dem 80386er beherrschten die Prozessoren jedoch einen speziellen Betriebsmodus
Mit diesem Modus lässt sich eine Real-Mode-Umgebung (wie sie DOS ja benutzt) innerhalb einer Protected-Mode-Umgebung simulieren
Im Protected Mode beherrschen die x86-kompatiblen Prozessoren außerdem die so genannte Paging-Technik mit der eine Abbildung der (virtuellen) Programmadressen auf die realen (physischen) Speicheradressen möglich wird
und die Zugriffe darauf auf andere Speicherbereiche (jenseits der 1-MiB-Grenze) umlenkt
der ein EMS-Fenster bereitstellt
Eben diese Technik ermöglicht einen Speichertreiber
HMA
ohne dass eine EMS-Karte im Rechner vorhanden ist. Siehe auch: XMS
Der EMS-Treiber emm386.exe
ermöglicht so die Bereitstellung von EMS-Speicher
der bei MS-DOS ab Version 5.0 dabei ist (oder entsprechende Pendants von Drittanbietern)
UMB
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Expanded Memory Specification
aus der freien Enzyklopädie
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und steht unter der
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