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Diskussion : Kapp-Putsch
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Kapp-Putsch
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Allgemein
Bild nicht gefunden Gedenktafel am Bahnhof der Stadt Wetter für die dort stattgefundenen Kämpfe Der Kapp-Lüttwitz-Putsch oder Kapp-Putsch war das wichtigste innenpolitische Ereignis der Weimarer Republik im Jahre 1920
Er brachte das Deutsche Reich an den Rand eines Bürgerkrieges und zwang die Reichsregierung zur Flucht aus Berlin
"Verbergen") 1 Vorgeschichte 2 Chronologie 3 Hintergrund 4 Folgen 5 Literatur 6 Weblinks [Bearbeiten]
In seinem Verlauf wurden mindestens 200 Menschen durch die Putschisten standrechtlich erschossen . Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Vorgeschichte
die die Annahme des Versailler Vertrages durchgesetzt hatte
Der Putsch richtete sich gegen die von den Parteien SPD
Zentrum und DDP getragene Regierung des Reichskanzlers Gustav Bauer (SPD)
Nun versuchte diese Regierung zwar
nachdem er am 1
gleichwohl musste sie ihm im Wesentlichen entsprechen
die Erfüllung der einzelnen Bestimmungen des Versailler Vertrages in der Durchführung abzuschwächen
Januar 1920 in Kraft trat
Das hieß: Neuorganisation und Umbau der Reichswehr auf die Stärke von 100.000 Mann; Auflösung der Freiwilligen- und Wehrverbände; Entwaffnung der Bevölkerung; Auslieferung der Kriegsverbrecher; Beginn der Reparationsleistungen
Bei Zuwiderhandlungen drohte die Besetzung des Reiches
Große Teile des Offizierskorps der Reichswehr und die Angehörigen der paramilitärischen und rechts orientierten Verbände wollten dies nicht hinnehmen
Diese Haltung fand auch in weiten Teilen der Bevölkerung Unterstützung
In dem Kommandierenden General des Reichswehrgruppenkommandos I in Berlin
fand sich ein hoher Offizier bereit
die militärische Führung zu übernehmen
Freiherr Walther von Lüttwitz
Gleichzeitig zeigte sich der Reichswehrminister Gustav Noske – und mit ihm Reichspräsident und -regierung – von den Putschvorbereitungen unberührt
Politische und allgemeine Polizei spielten Putschgerüchte herunter
den Abbau der bewaffneten Kräfte hinauszuzögern
um der heftigen sozialen Unruhen im Reich Herr zu werden
denn sie sah sich auf die Truppen angewiesen
Die Reichsregierung selbst bemühte sich
So endeten etwa im Januar 1920 vor dem Reichstag Auseinandersetzungen um das Betriebsrätegesetz gewaltsam
Zudem war die Frage der Grenzen des Reiches im Osten noch nicht geklärt; polnische Nationalisten versuchten hier im Vorfeld anstehender Referenden Tatsachen zu schaffen. [Bearbeiten]
Chronologie
Am 29
Februar 1920 löst Reichswehrminister Gustav Noske die 6.000 Mann starke Marinebrigade von Hermann Ehrhardt sowie das Freikorps Loewenfeld auf
Dem widersetzen sich dann am 13
März meuternde Brigademitglieder
von denen viele als Ausdruck ihrer völkischen Gesinnung ein weiß gemaltes Hakenkreuz am Helm tragen. Am 10
März spricht General von Lüttwitz bei Reichspräsident Ebert vor und fordert ultimativ die Rücknahme des Auflösungsbefehls
Neuwahlen zum Reichstag und die Ablösung des Kommandeurs der vorläufigen Reichswehr
General Reinhardt
vor
Gleichzeitig trägt er verschiedene politische Forderungen wie die sofortige Auflösung der Nationalversammlung
Ebert weist im Beisein von Noske diese Forderungen ab
Im Gegenzug legt Ebert General von Lüttwitz den Rücktritt nahe. In der Nacht vom 12. auf den 13
um die Regierung zu stürzen. Am Vormittag des 13
März 1920 marschieren meuternde Offiziere unter dem Kommando des kurz zuvor abgesetzten Generals von Lüttwitz mit ihren Truppen auf Berlin
März rufen der SPD-Reichsminister und der SPD-Parteivorstand zum Generalstreik auf; dem schließen sich am Nachmittag der Allgemeine Deutsche Gerwerkschaftsbund (ADGB) und die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) an
mit der Teilnahme an Aktionen noch zu warten. General von Seeckt verweigert dem Reichswehrminister Gustav Noske das Eingreifen. Die meuternden Truppen setzen den rechtsradikalen Zivilisten Wolfgang Kapp als Reichskanzler ein. Teile der Reichswehr insbesonders in den östlichen und nördlichen Teilen des Reiches sprechen sich für Kapp aus
Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) spricht sich zwar gegen den Putsch aus
fordert jedoch die Proletarier zunächst auf
Im südlichen Teil bekennt sich die Reichswehr dagegen zur Regierung Gustav Bauer. Das Kabinett Bauer flieht größtenteils nach Dresden und von dort aufgrund der unklaren Haltung des dortigen Generals von Maercker weiter nach Stuttgart. Die Mitglieder der DNVP solidarisieren sich mit den Putschisten und unterstützen zum Teil aktiv den Umsturzversuch
verhält sich aber eher abwartend. Am 14
Auch in der DVP sympathisiert man mit den Putschisten
März korrigiert die KPD ihre Haltung vom Vortag und ruft zur Beteiligung am Generalstreik auf
weil die KAPD mit ihrer Kritik an der KPD-Politik immer mehr Zulauf bei den Arbeitern bekommen. In Thüringen
Sachsen und im Ruhrgebiet (Ruhraufstand) versuchen linksgerichtete Gruppen (u.a
Dies liegt z.T. auch daran
KAPD) den Generalstreik als "proletarische Revolution" voranzutreiben. Es gelingt den Putschisten in den folgenden Tagen nicht
sich an der Macht zu etablieren
Sie finden nicht ausreichend Unterstützung und stoßen in der Berliner Ministerialverwaltung auf Widerstand; auch der Generalstreik zeigt Wirkung
Zudem fehlt es den Aufständischen an Einigkeit über ihre eigentlichen Ziele. Am 17
März schließlich flieht Kapp nach Schweden
Für wenige Stunden ernennt sich von Lüttwitz zum Reichskanzler
Der Putsch ist nach vier Tagen beendet. [Bearbeiten]
Hintergrund
ihre negative Einstellung gegenüber der jungen Republik sowie die Frustration der nun in Freikorps organisierten ehemaligen Soldaten
Gründe für den Putsch sind die Armee als Staat im Staate
Außerdem drohte gemäß den Bestimmungen des Versailler Vertrages die Entwaffnung und Entlassung aus den Verbänden
Die Verringerung der Heeresstärke auf 100.000 Soldaten bedeutete eine Verringerung um etwa 400.000 Soldaten. Weiterhin kämpften insbesondere die sogenannten Baltikum-Freikorps (aus denen sich die Marinebrigade Ehrhardt zu einem wesentlichen Anteil zusammensetzte) auch nach dem Krieg unter Duldung der Alliierten gegen die vorrückenden bolschewistischen Truppen
galt der Auftrag als erfolgreich erfüllt
Nach der Eroberung und Befreiung Rigas im Mai 1919
Der folgende Abzugsbefehl wurde seitens der Freikorps ignoriert
Erst als die deutschen Behörden den Nachschub unterbrachen
gaben die Freikorps auf
Jedoch mit dem Gefühl von der eigenen Regierung verraten worden zu sein
einer Nachfolgeorganisation der Deutschen Vaterlandspartei aus dem Ersten Weltkrieg. [Bearbeiten]
Diese Enttäuschung trifft sich mit der 1919 gegründeten Nationalen Vereinigung
Folgen
Im Verlauf des Putsches kamen etwa 2.000 Zivilisten
vor allem Arbeiter
ums Leben
Etwa genauso viele wie im Kampf wurden standrechtlich hingerichtet
Weil die Regierung die Wehrverbände wie die Brigade Ehrhardt nach der Flucht Kapps gegen die weiter streikenden Arbeiter zu Hilfe rief
konnten sie noch eine Zeit lang weiter bestehen
Die ebenfalls eingesetzte
schwer bewaffnete Sicherheitspolizei (kurz: Sipo) setzte Bomben aus Flugzeugen und schwere Maschinengewehre zur "Aufstandsbekämpfung" ein
Der Befehlsverweigerer von Seeckt wurde befördert
Aus den Reichstagswahlen kurz darauf gingen die extremen Parteien deutlich gestärkt hervor. [Bearbeiten]
Literatur
Johannes Erger: Der Kapp-Lüttwitz-Putsch
Aufrufe) und Bilder. Erhard Lucas: Märzrevolution 1920
Düsseldorf 1967. Erwin Könnemann/Hans-Joachim Krusch: Aktionseinheit contra Kapp-Putsch
3 Bände
aber zuverlässig in den Details sowie eine Fundgrube für Dokumente (Flugblätter
Berlin (DDR) 1972 – marxistisch-leninistisch in den Einschätzungen
Frankfurt am Main 1973–1978 – sehr detailliert zum Ruhrgebiet. Karl Brammer: Fünf Tage Militärdiktatur
Hamburg 1930 [Bearbeiten]
Rowohlt
Berlin 1920. Ernst von Salomon: Die Geächteten
Weblinks
Informationen zum Kapp-Putsch (http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/gewalt/kapp/) auf den Seiten des Deutschen Historischen Museums Flugblatt der KPD (http://www.marxistische-bibliothek.de/kpdzumkapp.html) http://www.gerdgruendler.de/Kapp-Putsch%20u.%20Admirale.html en:Kapp Putsch
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Kapp-Putsch
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