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Diskussion : Kryptografie
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Kryptografie
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Allgemein
und gráphein
Kryptografie bzw. -graphie (aus dem griechischen kryptós
"verborgen"
"schreiben") ist die Wissenschaft der Verschlüsselung von Informationen ("Geheimschriften") und damit ein Teilgebiet der Kryptologie
sondern vor allem damit
die Kommunikation an sich zu verschleiern
Im Gegensatz zu Steganographie befasst sie sich nicht damit
den Inhalt von Nachrichten für Dritte unzugänglich zu machen
zum Beispiel indem die Adressen von Sender und Empfänger verschlüsselt werden
Kryptographische Verfahren können aber unter Umständen für die Steganographie eingesetzt werden
Die moderne Kryptografie hat vier Hauptziele: Vertraulichkeit der Nachricht: Nur der gewünschte Empfänger sollte in der Lage sein
den Inhalt einer verschlüsselten Nachricht zu lesen
ob die Nachricht seit ihrer Übertragung verändert wurde. Authentifizierung: Der Empfänger sollte den Absender eindeutig identifizieren können
Weiterhin sollte es nicht möglich sein Information über den Nachrichteninhalt zu erlangen (beispielsweise eine statistische Verteilung bestimmter Zeichen). Datenintegrität der Nachricht: Der Empfänger sollte in der Lage sein festzustellen
dass er die Nachricht gesendet hat. Nicht alle kryptographischen Systeme und Algorithmen erreichen alle oben genannten Ziele
ob die Nachricht tatsächlich von diesem Absender stammt. Verbindlichkeit: Der Absender sollte nicht in der Lage sein zu bestreiten
Weiterhin sollte es überprüfbar sein
Manche Ziele sind nicht praktikabel (oder notwendig) in gewissen Umgebungen und benötigen hoch entwickelte und rechenintensive Algorithmen
begann sie erst im 20
Obwohl Kryptografie eine lange und komplexe Geschichte hat
Jahrhundert sich in die rigorose und von Mathematikern unterstützte Wissenschaftsdisziplin zu entwickeln
Selbst dann noch benötigte sie die Kommunikationsmöglichkeiten des Internets um in den allgemeinen
jedermann zugänglichen Gebrauch zu kommen. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Klassische Kryptografie 2 Kryptografie des Zweiten Weltkriegs 3 Moderne Kryptografie 4 Siehe auch 5 Weblinks 6 Literatur [Bearbeiten]
Klassische Kryptografie
Der früheste Einsatz von Kryptografie findet sich bei dem Einsetzen von unüblichen Hieroglyphen bei den Ägyptern um 1900 v
Chr
Hebräische Gelehrte verwendeten ungefähr 600-500 a
D. einfache Zeichenaustauschalgorithmen (wie beispielsweise die Atbash-Verschlüsselung)
so etwa das Alphabetum Kaldeorum
Im Mittelalter waren in ganz Europa vielfältige Geheimschriften zum Schutz des diplomatischen Briefverkehrs in Gebrauch
Sowohl Kryptografie als auch Kryptoanalyse spielen eine Rolle in der Babbington Geschichte während der Regierungszeit von Königin Elizabeth I
Die Anfänge der mathematischen Kryptografie wurden in dieser Zeit mit der Erzeugung von schlüsselgestützten Zeichenaustauschalgorithmen gemacht
Ende des 19
Jahrhunderts kam es aufgrund der weiten Verbreitung des Telegrafen (den man auf einfache Weise anzapfen und abhören konnte) zu neuen Überlegungen in der Kryptografie
So wurde von Auguste Kerckhoffs von Nieuwenhof ein Grundsatz (das nach ihm benannte Kerckhoff-Prinzip) formuliert
der besagt
dass die Sicherheit eines kryptographischen Verfahrens allein auf der Geheimhaltung des Schlüssels basieren soll - das Verfahren selbst muss also nicht geheimgehalten werden; im Gegenteil: es kann veröffentlicht und von vielen Experten untersucht werden. [Bearbeiten]
Kryptografie des Zweiten Weltkriegs
Im Zweiten Weltkrieg wurden mechanische und elektromechanische (T52
SZ42) Kryptografiesysteme zahlreich eingesetzt
auch wenn in Bereichen
wo dies nicht möglich war
weiterhin manuelle Systeme verwendet wurden
In dieser Zeit wurden große Fortschritte in der mathematischen Kryptografie gemacht
Notwendigerweise geschah dies jedoch nur im Geheimen
Die Deutschen machten regen Gebrauch von einem als Enigma bekannten System
welches durch das Ultra-System geknackt wurde
Beschrieben wurde der Krieg der Codes u.a. in dem Roman "Cryptonomicon" von Neil Stephenson. [Bearbeiten]
Moderne Kryptografie
möglicherweise dem Vater der mathematischen Kryptografie
Das Zeitalter moderner Kryptografie begann mit Claude Shannon
1949 veröffentlichte er den Artikel Communication Theory of Secrecy Systems (http://www3.edgenet.net/dcowley/docs.html)
begründete eine starke mathematische Basis der Kryptografie
zusammen mit seinen anderen Arbeiten über Informations- und Kommunikationstheorie
Dieser Artikel
1976 gab es zwei wichtige Fortschritte
entwickelt von IBM und der NSA
Erstens war dies der DES (Data Encryption Standard) Algorithmus
um sichere Bankdienstleistungen zu ermöglichen (DES wurde 1977 unter dem Namen FIPS 46-2 (Federal Information Processing Standard) veröffentlicht)
DES und sicherere Varianten davon (triple DES) werden auch heute noch eingesetzt
DES wurde 2001 durch den neuen FIPS-197 Standard AES ersetzt
Der zweite und wichtigere Fortschritt war die Veröffentlichung des Artikels New Directions in Cryptography (http://citeseer.nj.nec.com/340126.html) durch Whitfield Diffie und Martin Hellman
Dieser Artikel stellte eine radikal neue Methode der Schlüsselverteilung vor
welche als Public Key Kryptografie bekannt wurde
Dies löste eines der fundamentalen Probleme der Kryptografie
die Schlüsselverteilung
und der Besitz eines Schlüssels erlaubte sowohl das Verschlüsseln als auch das Entschlüsseln einer Nachricht
Vor dieser Entdeckung waren die Schlüssel symmetrisch
Daher musste der Schlüssel zwischen den Kommunikationspartnern über einen sicheren Weg ausgetauscht werden
wie beispielsweise einem vertrauenswürdigen Kurier oder dem direkten Treffen der Kommunikationspartner
wenn die Anzahl der beteiligten Personen anstieg
Diese Situation wurde schnell unüberschaubar
Auch wurde ein jeweils neuer Schlüssel für jeden Kommunikationspartner benötigt
wenn die anderen Teilnehmer nicht in der Lage sein sollten die Nachrichten zu entschlüsseln
Dieses System wird als Private Key Kryptografie oder Shared Secret bezeichnet
Bei der Public Key Cryptography wird ein Paar zusammenpassender Schlüssel eingesetzt
Der eine ist ein öffentlicher Schlüssel
der zum Verschlüsseln benutzt wird
der geheim gehalten werden muss und zur Entschlüsselung eingesetzt wird
Der andere ist ein privater Schlüssel
Ein solches System wird als asymmetrisch bezeichnet
Mit dieser Methode wird nur ein einziges Schlüsselpaar für jeden Empfänger benötigt
da der Besitz des öffentlichen Schlüssels die Sicherheit des privaten Schlüssels nicht aufs Spiel setzt
Im allgemeinen ist ein solches System nicht umkehrbar
d.h. eine Nachricht
kann nicht mit dem öffentlichen Schlüssel entschlüsselt werden
welche mit dem privaten Schlüssel verschlüsselt wurde
Allerdings gilt dies nicht für RSA
wurde auch die Public Key Kryptografie bereits vom Militär entwickelt
Wie es allerdings bei heimlichen Techniken wie Kryptografie öfters der Fall ist
bevor die öffentliche Forschung dies erreichte
Am 17
in welchem sie beanspruchen
Dezember 1997 veröffentlichte GCHQ ein Dokument
dass sie bereits vor der Veröffentlichung des Artikels von Diffie und Hellman ein Public Key Verfahren gefunden haben
welche zu Entwürfen führten
Verschiedene als geheim eingestufte Dokumente wurden in den 1960'ern und 1970'ern geschrieben
welche ähnlich sind wie die von RSA und Diffie-Hellmann
sprach man in der Kryptologie auch von "Codierung"
Eine Anmerkung zur Terminologie: In Mittelalter und Neuzeit
und daher die Zeichenabbildung Klarzeichen->Geheimzeichen recht fest zementiert war
als Kryptografie auf monoalphabetischen Substitutionen beruhte
Heutzutage ist dieser Ausdruck jedoch überholt
Denn Codierung bezeichnet nichts anderes als die Transformation von Daten von einer Darstellung in eine andere
um an die gewollte Darstellung der Daten zu kommen
nämlich den Schlüssel
Zum Entschlüsseln von Daten jedoch braucht man eine zusätzliche Information
Daher sind Ausdrücke wie De/Codierung/en in der Kryptologie eher unpassend. [Bearbeiten]
Siehe auch
WikiProjekt Kryptologie Maskierung (Grafik) [Bearbeiten]
Weblinks
Reinhard Wobst: "Harte Nüsse – Verschlüsselungsverfahren und ihre Anwendungen" (http://www.heise.de/security/artikel/39275) "Marcel Brätz' Kryptographiespielplatz " (http://www.mbraetz.de/) "Cryptool" (http://www.cryptool.de) CryptoLounge (http://www.kuno-kohn.de/crypto/) [Bearbeiten]
Literatur
ISBN 3-423-33071-6 Albrecht Beutelspacher
ISBN 0684831309 Fred B
Hanser 2003
Springer 2003
dtv 2001
ISBN 3-528-36590-0 Wolfgang Ertel: Angewandte Kryptographie
Klaus-Dieter Wolfenstetter: Moderne Verfahren der Kryptographie
"The Codebreakers"
Scribner Book Company
W3L 2004
ISBN 3-446-22304-5 David Kahn
Jörg Schwenk
Johannes Buchmann: Einführung in die Kryptographie
ISBN 3-937137-90-4 Simon Singh: Geheime Botschaften
Vieweg 2004
überarbeitete Auflage 1996
ISBN 3-540-40508-9 Klaus Schmeh: Die Welt der geheimen Zeichen - Die faszinierende Geschichte der Verschlüsselung
ISBN 3829038887 Bruce Schneier
ISBN 3893198547 da:Dekryptering en:Cryptography es:CriptografÃa fi:Kryptografia fr:Cryptographie he:קריפטוגרפיה it:Crittografia ja:æš—å?· nl:Cryptografie pl:Kryptografia pt:Criptografia sv:Kryptografi tr:Kriptografi zh:密ç ?å¦
Addison-Wesley 1996
Chiffren & andere Geheimsprachen"
"Codes
Wrixon
"Angewandte Kryptographie"
Könemann 2001
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Kryptografie
aus der freien Enzyklopädie
wikipedia
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