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Diskussion : Kroatische Sprache
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Kroatische Sprache
Stichpunkte
Allgemein
die zur südslawischen Untergruppe des slawischen Zweigs der indoeuropäischen Sprachen zählt
Vorlage:Infobox Sprache Das Kroatische ist eine Sprache
Sie wird von ca
5 bis 6 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen
In Kroatien
gaben bei der Volkszählung von 2001 4.265.081 Menschen (96
12% der Einwohner) das Kroatische als Muttersprache an
wo es Amtssprache ist
Die Kroatische Standardsprache basiert auf dem neuÅ¡tokavischen Dialekt mit Einflüssen des kajkavischen (kajkavski) sowie des Ä?akavischen (Ä?akavski) Dialektes und verwendet das lateinische Alphabet
da sich alle drei auf der Grundlage des Neuštokavischen entwickelt haben
Sie ist in ihren Grundlagen ähnlich mit der serbischen und der bosnischen Standardsprache
Früher wurden sie in Jugoslavien und im Ausland oft unter dem Begriff "Serbokroatisch" zusammengefasst
In Kroatien selbst wurde dieser Begriff aber nur selten verwendet
Wenn man in Kroatien in jugoslavischer Zeit bei der Benennung des Kroatischen die Nähe zum Serbischen berücksichtigen musste
wurde in der Regel der omnivalente und durch die Verfassung Kroatiens seit 1974 vorgegebene Ausdruck "kroatische oder serbische Sprache" gebraucht
Der Begriff "Serbokroatisch" ("srpskohrvatski") war in Kroatien bereits sehr früh negativ konnotiert
die sich mit der kroatischen Sprache befasst
"Verbergen") 1 Alphabet und Aussprache 2 Verbreitung und Dialekte 3 Grammatik 4 Geschichte 4.1 Mittelalter 4.2 Die Entwicklung der Hochsprache in der Renaissance und im Barock 4.3 Die Illyrische Bewegung 4.4 Das Wiener Abkommen 4.5 Entwicklung des Kroatischen zur Zeit des jugoslawischen Staates 4.6 Entwicklung seit der Unabhängigkeit 1991 5 Unterschiede zum Serbischen und Bosnischen 5.1 Schrift und Orthographie 5.2 Lautliche Unterschiede 5.3 Grammatik 5.4 Wortschatz 6 Literatur 7 Weblinks [Bearbeiten]
ist die Kroatistik. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Seit dem Zerfall Jugoslawiens in verschiedene Nationalstaaten wurden die jeweiligen "Varianten" der Standardsprache auch im Ausland als verschiedene Sprachen weitgehend anerkannt. Die Wissenschaft
Alphabet und Aussprache
Die Sprache wird mit dem lateinischen Alphabet mit einigen Sonderzeichen geschrieben
s
o
nj
q
n
Å¡
ć
z
t
f
c
x
Ä?
u
l
d
w
k
i
Das kroatische Alphabet hat 34 Buchstaben: a
y
h
m
g
ž
e
j
p
r
Ä‘
lj
dž
v
b
y kommen nur in fremdsprachigen Eigennamen vor
x
w
Die Buchstaben q
Die Digraphen dž
lj und nj werden in der alphabetischen Ordnung jeweils als ein einziger Buchstabe behandelt
Es gibt nur eine sehr geringe Anzahl von Wörtern
in denen diese Zeichengruppen zwei getrennte Laute bezeichnen und deshalb als zwei Buchstaben behandelt werden müssen
das Đ nicht mit dem isländischen Ã? verwechseln): ÄŒ: Č Ä?: č Ć: à ć: ć Ä?: Đ Ä‘: đ Å : Š Å¡: š Ž: Ž Å¾: ž Die Mehrzahl der Buchstaben werden im Großen und ganzen wie im Deutschen ausgesprochen
Die Sonderzeichen können mit den folgenden Entities erstellt werden (Achtung
recht schwache Friktion l = dumpfer (velarer) als im Deutschen; deutsches l wird oft als lj missinterpretiert. lj
Ausnahmen: c = immer /ts/; Ä? = tsch ć = tch oder tj wie in Brötchen oder tja; oft schwer vom Ä? zu unterscheiden. dž = dsch wie in Dschungel Ä‘ = sehr weiches dj; oft schwer vom dž zu unterscheiden h = hinteres "ach"-H
nj = zu einem Laut verschmolzen. r = gerolltes Zungen-r
betont oder unbetont sein. s = immer stimmlos wie deutsches ß š = sch v = w z = stimmhaftes s ž = stimmhaftes sch d
Kann auch als vokalisches R eine Silbe bilden und dabei lang oder kurz
und g sind immer stimmhaft
t
b
p und k weniger aspiriert als im Deutschen
Die Vokale e und o sind (im Vergleich mit dem Deutschen) immer offen. [Bearbeiten]
Verbreitung und Dialekte
Kroatisch wird von ca
als Muttersprache gesprochen
4
Zentralbosnien und des bosnischen Posavina
8 Millionen Menschen in Kroatien und in Teilen Bosnien und Herzegowinas
insbesondere in der Herzegowina
Es ist Amtssprache in Kroatien sowie (zusammen mit Bosnisch und Serbisch) in Bosnien und Herzegowina
Darüber hinaus wird es unter anderem im süditalienischen Molise[1] (http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/000001ad.htm) und im österreichischen Burgenland und in der Vojvodina als regionale Minderheitensprache gesprochen
die im Gegensatz zu der in Kroatien verwendeten Standardsprache vorwiegend auf dem Ä?akavischen Dialekt aufbaut und auch eine eigene Fachterminologie entwickelt hat
Das Burgenlandkroatische besitzt jedoch eine eigene schriftsprachliche Norm
Istrien
die nach der jeweiligen Form des Fragewortes was (Ä?a
što) benannt sind: Čakavisch (Kroatisches Küstenland
Bosnien und Herzegowina und Slawonien)
Die Dialekte des Kroatischen werden in drei Großgruppen eingeteilt
Kajkavisch (nördlich von Kupa und der oberen Save) und Štokavisch (südliches Dalmatien
kaj
Burgenland)
Küstengebiete Nord-und Mitteldalmatiens sowie die meisten Inseln
Das Å tokavische wird auch von den Bosniaken und der Mehrheit der Serben gesprochen und bildet die Grundlage der kroatischen und ebenso der bosnischen und serbischen Schriftsprache
Der Language Code ist hr (nach ISO 639); der Code für "Serbokroatisch" war bzw. sh (2000-02-18 zurückgezogen). [Bearbeiten]
Grammatik
Genitiv
Instrumental und Lokativ. [Bearbeiten]
Dativ und Akkusativ sind dies: Vokativ
Das Kroatische besitzt sieben Fälle (Kasus): neben den auch im Deutschen bekannt Nominativ
Geschichte
[Bearbeiten]
Mittelalter
Eine kroatische Schriftsprache begann sich im 9
zunächst auf der Grundlage des Čakavischen zu entwickeln
in der die Liturgie gehalten wurde
Jahrhundert parallel zur altkirchenslawischen Sprache
Eines der bedeutendsten Schriftzeugnisse aus dieser Zeit ist die Bašćanska ploÄ?a aus dem Jahr 1100
Diese in der romanischen St
Lucija-Kapelle nahe der Stadt Baška auf der Insel Krk entdeckte beschriftete Steinplatte trägt eine Inschrift in glagolitischer Schrift
Beschrieben wird die Souveränität des kroatischen Königs Zvonimir als Stifter der Kapelle
der Kyrilliza und der lateinischen Schrift
Die mittelaterlichen kroatischen Texte sind in drei verschiedenen Schriften verfasst: in der Glagoliza
Ab dem 16
Jahrhundert setzt sich immer mehr die lateinische Schrift durch
Die ältesten Dokumente in kroatischer Sprache entstammen sind im Ä?akavischen Dialekt verafsst
z
B. der Istarski Razvod aus dem Jahr 1275 und der Vinodolski zakonik (Gesetzbuch von Vinodol) 1288 verfasst wurde
Das erste gänzlich im štokavischen Dialekt geschriebene Buch ist der Vatikanski hrvatski molitvenik (Vatikanisches kroatisches Gebetbuch)
das in Dubrovnik um das Jahr 1400 entstand
Das kroatisch-glagolitische Missale Missal kneza Novaka wurde im Jahr 1483 gedruckt und ist somit das erste gedruckte südslawische Buch überhaupt. [Bearbeiten]
Die Entwicklung der Hochsprache in der Renaissance und im Barock
oder Zadar Schriftstücke in lokalen Dialekten verfasst
Dubrovnik
Im Zeitalter der Renaissance wurden in Städten wie Split
Italicae
Germanicae
Dalmatiae et Ungaricae“ im Jahr 1595
Die ersten Ansätze der Bildung einer Hochsprache schuf Faust VranÄ?ić in seinem Wörterbuch „Dictionarium quinque nobilissimarum Europae linguarum—Latinae
Das erste die Grammatik vereinheitlichende Werk schuf Bartol Kašić: "Institutionum linguae illyricae libri duo"
im Jahr 1604
Der Jesuit Bartol Kašić übersetzte in den Jahren 1622- 1636 die Bibel in die kroatische Sprache (in den štokavisch-ijekavischen Dialekt)
Dies hatte einen besonders großen Einfluß auf die Prägung der kroatischen Hochsprache
Die bedeutendsten literarischen Vertreter des Barock sind Ivan Gundulić (1589-1638)
die ihre Werke im in Dubrovnik und der angrenzenden Herzegowina gebräuchlichen ijekavisch-štokavischen Dialekt verfassten
Ivan Bunić und Junij Palmotić (1607 –1657
Deren Sprache ist in ihren Grundlagen mit der heutigen kroatischen Standardsprache vegleichbar. [Bearbeiten]
Die Illyrische Bewegung
Nachdem sich vom 17
Jahrhundert bis in die 1830er Jahre im nördlichen Kroatien um Zagreb zunächst eine selbständige kajkavische Schriftsprache entwickelt hatte
wurde seit der Zeit der Illyrischen Bewegung (Illyrismus) unter Führung von Ljudevit Gaj (1809—1872) in den 1830er und 1840er Jahren auch hier das Štokavische zur Grundlage der Schriftsprache
Gleichzeitig legte Gaj die Grundlagen für die heutige kroatische Orthographie
ž
ň
Å¡
ˇg zu verwenden
so dass es für jeden Laut einen separaten Buchstaben gäbe
Ä?
wie in der Tschechischen Sprache die Buchstaben Ä?
In seiner im Jahre 1830 veröffentlichten Broschüre "Kratka osnova horvatsko-slavenskog pravopisanja poleg mudroljubneh
nationalen und wirtschaftlichen Grundlagen) schlug Gaj (zunächst noch auf Kajkavisch) vor
narodneh i prigospodarneh temelov i zrokov" (Kurze Basis der kroatisch-slawischen Rechtschreibung auf philosophischen
ľ
ž und š; für andere Laute wurden die Digraphe lj
dj oder gj sowie dž eingeführt
Akzeptiert wurden das Ä?
und aus dem Polnischen wurde das ć übernommen
nj
Diese Zeichen traten an die Stelle der bis dahin in Kroatien verwendeten Buchstabenkombinationen
teilweise an der italienischen Rechtschreibung orientiert hatten
die sich teilweise an der ungarischen
Die Illyristen strebten danach
zur gemeindamen Schriftsprache aller Südslawen zu machen
das sie in Anknüpfung an eine seit der Renaissance bestehende Tradition als Illyrisch bezeichneten
das Å tokavische
Gaj und die Illyrische Bewegung stießen im kajkavisch sprechenden Zagreb bei der „Auswahl“ des neoštokavischen Dialektes zur Hochsprache auf nur wenig Widerstand
weil dies nach seinerzeit herrschender linguistischer Meinung lediglich eine Fortsetzung der sprachlichen Tradition aus Dubrovnik und Slawonien bedeutete
Gaj war seit 1835 in Zagreb Herausgeber der Zeitung Novine Horvatzke (Kroatische Zeitung)
durch die er seine sprachlichen Vorstellungen verbreiten konnte. [Bearbeiten]
Das Wiener Abkommen
Dimitrija Demetar
Im Jahre 1850 arrangierte der slowenische Linguist Franc MikloÅ¡iÄ? in Wien ein Treffen zweier serbischer (Vuk Karadžić und Ä?uro DaniÄ?ić) und fünf kroatischer Linguisten: Ivan Mažuranić
Ivan Kukuljević und Vinko Pacel
Stjepan Pejaković
Alle acht Teilnehmer (einschließlich MikloÅ¡iÄ?) unterzeichneten dort ein Positionspapier
in dem sie erklärten
dass man direkt aus der eine in die andere transliterieren könne
dass der štokavisch-ijekavische Dialekt die Grundlage der gemeinsamen Schriftsprache der Serben und Kroaten sein solle und dass die Orthographie des Serbischen und Kroatischen in lateinischer und kyrillischer Schrift so aneinander angepasst werden sollten
Dieses sogenannte “Wiener Abkommen" wurde zur Zeit des Staates Jugoslawien in offiziellen Geschichtsdarstellungen als Gründungsdokument der Serbokroatischen Sprache angeführt
Diese Behauptung ist jedoch in dieser Form kaum haltbar
Tatsächlich hatte das "Abkommen" zunächst keine unmittelbaren Folgen
man aber den dortigen štokavisch-ekavische Dialekt als Grundlage beibehielt
Alle kroatischen und serbischen Teilnehmer hatten schon vorher das Å tokavisch-ijekavische verwendet
das seit der Revolution von 1848 in Kroatien bereits als Amtssprache verwendet wurde.Im Königreich Serbien und in der Vojvodina jedoch wurde das Ijekavische niemals offiziell eingeführt
da sich Karadžić und DaniÄ?ić dort zwar mit ihren Vorstellungen einer auf der Volkssprache basierenden Schriftsprache schließlich durchsetzen konnten
Die im “Wiener Abkommen" vorgeschlagene Angleichung der Rechtschreiberegeln wurde zwar schließlich verwirklicht
setzte sich jedoch erst gegen Ende des 19
Jahrhunderts vollständig durch
da es lediglich von Privatpersonen unterzeichnet war und eine Ratifizierung durch staatliche Institutionen nicht stattfand
Das "Abkommen" als solches hatte ohnehin keine Bindenede Wirkung
Es ist deshalb als einer von vielen Diskussionbeiträgen zu der damals in allen südslawischen Ländern rege geführten Debatte um die künftige Gestaltung der südslawischen Schriftsprachen oder Schriftsprache zu betrachten. [Bearbeiten]
Entwicklung des Kroatischen zur Zeit des jugoslawischen Staates
Die Gründung des Staates Jugoslawien war ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der kroatischen Sprache
veröffentlichte jedoch sämtliche Gesetze
Das serbisch dominierte Königreich Jugoslawien 1918 – 1941 bezeichnete seine Amtssprache offiziell als Serbokroatische Sprache
das heißt in der serbischen Sprache
Vorschriften und staatliche Verordnungen in der serbischen Variante des Serbokroatischen
Schulwesen
Militär wurde plötzlich die kroatische sprachliche Tradition unterbrochen
Im allen öffentlichen und staatlichen Bereichen Bereichen (Verwaltung
Dadurch wurde jedoch keine sprachliche Einheit oder gar ein Normierungsprozeß geschaffen
Zu Beginn des zweiten
sozialistischen Jugoslawien wurde eine Gleichberechtigung aller südslawischen Sprachen eingeführt
makedonischen und serbischen Sprache wurde anfänglich gesetzlich Verankert
Die Gleichberechtungung der kroatischen
slowenischen
Dennoch überwog im Öffentlichen Leben z
Post
B. bei der (Eisenbahn
staatl
Verwaltung
Teilen der Presse das serbische innerhalb des serbo-kroatischen: Kroatische Wörter wie z
Tanjug
općina (serb. opstina)... wurden aus der öffentlichen Verwaltung gedrängt
sijeÄ?anj (serb. januar)j
tisuća (serb. hiljada)
zemljopis (serb. geografija)
B. povijest (serb. historija)
Schriftsteller (u. a
Im Frühjahr 1967 verstärkte sich der Widerstand zahlreicher Intellektueller
Miroslav Krleza
Radoslav KatiÄ?ić…) und kultureller Organisationen gegen die Degradierung der kroatischen Sprache innerhalb Kroatiens
Diese Forderung wurde von der Jugoslawischen kommunistischen Partei als „Nationalistisch“ bezeichnet
Nach dem "Kroatischen Frühling" im Jahr 1974 wurde Kroatisch als Unterrichtsfach in den Schulen eingeführt. [Bearbeiten]
Entwicklung seit der Unabhängigkeit 1991
und der Begriff Serbokroatisch kam außer Gebrauch
Nach der Unabhängigkeitserklärung 1991 wurde das Kroatische in Kroatien engültig als eigenständige Sprache anerkannt
die in jugoslawischer Zeit außer Gebrauch gekommen waren
Dabei wurde besonders auf dem Gebiet des Wortschatzes die Distanz zum Serbischen betont
und eine größere Zahl von Wörtern aus der Zeit vor 1918
wurden vor allem in offiziellen und normativen Werken wieder eingeführt. [Bearbeiten]
Unterschiede zum Serbischen und Bosnischen
[Bearbeiten]
Schrift und Orthographie
wobei die Kyrilliza meist bevorzugt wird
Das Kroatische verwendet nur die lateinische Schrift
im Serbischen sind die kyrillische und die lateinische Schrift parallel im Gebrauch
Fremdsprachliche Eigennamen werden im Serbischen auch bei Verwendung der lateinischen Schrift phonetisch transkribiert
während im Kroatischen die Schreibweise der Ausgangssprache
sofern diese das lateinische Alphabet verwendet
beibehalten wird
Im Kroatischen schreibt man z
BN
auf Serbisch wird Nju Jork oder Vašington geschrieben. [Bearbeiten]
ew York oder Washington
Lautliche Unterschiede
Alle drei Sprachen verwenden dieselben Phoneme
Einige Wörter unterscheiden sich jedoch in ihrer lautlichen Form
werden diese Unterschiede auch in der Schrift wiedergegeben
so dass sie recht leicht ins Auge fallen
Da die Orthographie strikt phonologischen Grundsätzen folgt
Im Falle des auffälligsten Unterschiedes
Bosnisch und teilweise Serbisch) vs. ekavisch (Serbisch in Serbien): ijekavisch ekavisch jat in langen Silben rijeka reka (Fluss) jat in kurzen Silben mjesto mesto (Ort) jat vor o htio hteo ([er hat] gewollt) andere Unterschiede: Kroatisch Serbisch h nach u suh suv (trocken) Wörter vom Stamm opć- općina opština (Gemeinde) Außerdem gibt es zahlreiche Unterschiede in der Akzentuierung sowohl einzelner Wörter als auch ganzer morphologischer Klassen
sondern innerhalb des Serbischen
desjenigen zwischen ijekavisch und ekavisch (der unterschiedlichen Wiedergabe des urslawischen Lautes jat)
da auch in Montenegro und von der Mehrheit der Serben in Kroatien und Bosnien und Herzegowina die ijekavischen Formen verwendet werden. ijekavisch (Kroatisch
verläuft die Grenze jedoch nicht wie in den anderen Fälle zwischen den drei nationalen Varietäten
zumal die Betonung auch in der Schrift nicht wiedergegeben wird. [Bearbeiten]
Hierbei ist allerdings zu beachten
da es für Sprecher
schwer zu erlernen ist
dass in großen Teilen des Sprachgebietes sowohl des Kroatischen als auch des Serbischen das in der normativen Grammatik beider Sparchen kodifizierte neuštokavische Akzentsystem sowieso nicht vollständig normgemäß realisiert wird
die als Muttersprache eine Dialekt mit anderer Akzentuierung sprechen
Grammatik
die im Serbischen und Bosnischen oft mit da (dass) umschrieben wird
Im Kroatischen wird nach modalen Hilfsverben mehrheitlich die Infinitivkonstruktion gewählt
Im Serbischen sind aber grundsätzlich jeweils beide Varianten zulässig
Beispiele: Kroatisch: Moram raditi (Ich muss arbeiten) Serbisch: Moram da radim ("Ich muss dass ich arbeite") Kroatisch: Moram vam kazati (Ich muß Ihnen sagen) Serbisch: Moram da vam kažem ("Ich muss dass ich Ihnen sage") Kroatisch: Želim vas informirati (Ich möchte Sie informieren) Serbisch: Želim da vas informišem ("Ich möchte dass ich Sie informiere") [Bearbeiten]
Wortschatz
Kroatisch: Ä?asnik
Kroatisch: šaka
Serbisch: muzika (Musik) Kroatisch: juha
Kroatisch: grah
Serbisch: ekonomija (Wirtschaft) Kroatisch: deka
Einige Beispiele zu Unterschieden im Grundwortschatz: Kroatisch: tjedan
Kroatisch: zelje
Kroatisch: škare
Serbisch: komšija (Nachbar)
Serbisch: parće (Stückchen) Kroatisch: osoba
Serbisch: pasulj (Bohnen)
Kroatisch: stric
Serbisch: istorija (Geschichte) Kroatisch: privreda
Kroatisch: svemir
Serbisch: Ä?as (Stunde) Einige wenige Begriffe unterscheiden sich im Genus und werden entsprechend auch anders dekliniert
Serbisch: pesnica (Faust) Kroatisch: glazba
Serbisch: kašika (Löffel) Kroatisch: cijepivo
Serbisch: ćebe (Zudecke) Kroatisch: žlica
Serbisch: oficir (Offizier)
Kroatisch: kruh
Kroatisch: sigurnost
Serbisch: nedjelja/sedmica (Woche) Kroatisch: tisuća
Kroatisch: susjed
Kroatisch: vesta
Serbisch: hleb (Brot)
Serbisch: hiljada [aus dem Griechischen] (tausend) Kroatisch: zrak
Kroatisch: hlaće
Serbisch: ćik (Zigarettenkippe)
Serbisch: pasulj (Bohnen)
Serbisch: pantalone (Hose)
Serbisch: džemper (Pullover)
Serbisch: vazduh (Luft)
Serbisch: peškir (Handtuch) Kroatisch: sat
Serbisch: makaze (Schere)
Serbisch: ćiko (Onkel)
Serbisch: vakcina (Impstoff) Kroatisch: komadić
Serbisch: bezbednost (Sicherheit). Kroatisch: grah
Serbisch: supa (Suppe) Kroatisch: povijest
Kroatisch: opušak
Serbisch: vasiona (Weltraum)
Serbisch: lice (Person) Kroatisch: ruÄ?nik
Serbisch: kupus (Kraut)
Serbisch: pojav (m) (Erscheinung) Kroatisch: minuta (f)
Serbisch: osnov (m) (Grundlage) Kroatisch: porez (m)
stattdessen werden Neuschöpfungen bevorzugt
Beispiele: Kroatisch: pojava (f)
Serbisch: poreza (f) (Steuer) Neben unterschiedlichen Wörtern im Grundwortschatz gibt es vor allem bei der Übernahme von Fremdwörtern bedeutende Unterschiede: Grundsätzlich gibt es im Kroatischen deutlich weniger Fremdwörter
Serbisch: minut (m) (Minute) Kroatisch: osnova (f)
Dieser Trend war immer schon vorhanden
..
odrezak - šnicla (Schnitzel)
wurde aber in den 1990er Jahren aus politischen Gründen zusätzlich verstärkt: zrakoplov - avion (Flugzeug)
informirati - informisati [Bearbeiten]
barbar - varvar
Serbisch dagegen direkt aus dem (byzantinischen) Griechischen: ocean - okean
kemija - hemija
Umgangssprachlich gibt es aber auch auf Kroatisch mehr Fremdwörter als schriftsprachlich (Germanismen im Norden
aus dem Italienischen an der Küste) Bei Wörtern griechischer Herkunft ergeben sich Unterschiede
Betlehem - Vitlejem Im heutigen Kroatischen erhalten neue Fremdwörter mit lateinischer Wurzel fast immer das Suffx -irati
da Kroatisch diese Wörter aus dem Mittellatein übernommen hat
im Serbischen kommen an dieser Stelle auch die Suffixe -ovati und -isati vor: identificirati - identifikovati
Literatur
ISBN 953-6602-01-6 Ivo Frangeš: Die Geschichte der kroatischen Literatur
ISBN 3-412-08995-8 [Bearbeiten]
Miro KaÄ?ić: Kroatisch und Serbisch
Irrtümer und Falsifizierungen
Weblinks
Kroat. (http://www.ihjj.hr/index.aspx) Universität Zagreb
Fachbereich Kroatistik
Kroat. (http://www.ffzg.hr/kroat/) Umfassende Linksammlung (http://eleaston.com/croatian.html) Die Entstehung der Kroatischen Literatursprache (http://www.ids-mannheim.de/prag/sprachvariation/fgvaria/magisterarbeit_grcevic.pdf) Über die kroatischen Sprachveränderungen der 90-er Jahre (http://www.ids-mannheim.de/prag/sprachvariation/fgvaria/kroatische_sprachver%E4nderungen.pdf) bg:ХърватÑ?ки език bs:Hrvatski jezik cs:ChorvatÅ¡tina da:Kroatisk en:Croatian language es:Idioma croata fr:Croate hr:Hrvatski jezik nl:Kroatisch pl:JÄ™zyk chorwacki sl:HrvaÅ¡Ä?ina sr:ХрватÑ?ки језик sv:Kroatiska
Die Steininschrift von Baška (Engl.) (http://www.hr/darko/etf/baska.html) Mittelalterliche Dokumente (Engl.) (http://mirror.veus.hr/darko/etf/lika.html) Institut für Kroatische Sprache und Linguistik
[X] Schliessen
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