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Diskussion : Komet
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Komet
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Bild nicht gefunden Hale-Bopp
aufgenommen von Geoff Chester am 11
März 1997 Bild nicht gefunden Kern des Halleyschen Kometen; Größe: ca
abgeleitet von komé Haupthaar) oder Schweifstern ist ein kleiner Himmelskörper
der sich auf einer stark elliptischen Bahn um die Sonne bewegt und zumindest in den sonnennahen Teilen seiner Bahn eine durch Ausgasen erzeugte Koma aufweist
16 x 8 x 8 km (Giotto 1986) Ein Komet (v. griechisch kométes Haarstern
die eine Ausdehnung von bis zu 100.000 km erreichen kann
nebligen
In Sonnennähe ist der meist nur wenige Kilometer große Kometenkern von einer diffusen
Koma genannten Hülle umgeben
Kern und Koma zusammen nennt man auch den Kopf des Kometen
Das auffälligste Kennzeichen der von der Erde aus sichtbaren Kometen ist jedoch der Schweif
der eine sichtbare Länge von 10 bis 100 Millionen Kilometern erreichen kann
dass Kometen keine Erscheinungen der irdischen Atmosphäre sind
Im Altertum und dem Mittelalter wurden Kometen häufig als Schicksalsboten oder Zeichen der Götter angesehen
den Beginn der wissenschaftlichen Sichtweise bei der Kometenforschung kann man mit der Erkenntnis Tycho Brahes ansetzen
Ein latenter Aberglaube ist jedoch auch heute noch vorhanden
"Verbergen") 1 Übersicht 1.1 Charakterisierung 1.2 Benennung 1.3 Kometenbahnen 2 Aufbau 2.1 Kern 2.2 Koma 2.3 Schweif 3 Entstehung 4 Verschiedenes 4.1 Abgrenzung zu anderen Himmelskörpern 4.2 Meteorströme und Meteoriten 4.3 Besonders erwähnenswerte Kometen 4.4 Sungrazer 4.5 Kometen und der Stern von Betlehem 5 Offene Fragen 6 Siehe auch 7 Literatur 8 Weblinks [Bearbeiten]
wie 1997 der Massenselbstmord der Sekte Heaven's Gate beim Erscheinen des Kometen Hale-Bopp zeigt. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Übersicht
[Bearbeiten]
Charakterisierung
ihre Bahnneigungen sind statistisch verteilt und sie umlaufen die Sonne sowohl im gleichen Umlaufsinn wie die Planeten als auch retrograd
Kometen werden aufgrund ihrer Umlaufzeiten in langperiodische und kurzperiodische Kometen eingeteilt. Langperodische Kometen mit einer Umlaufzeit von mehr als 200 Jahren kommen vermutlich aus der Oortschen Wolke
obwohl sie für ihren Umlauf bis zu 100 Millionen Jahre benötigen
Die Exzentritäten ihrer Bahnen liegen nahe bei 1 - die Kometen sind in der Regel aber noch durch die Schwerkraft an die Sonne gebunden
Exzentritäten größer als 1 (Hyperbelbahnen) werden nur in seltenen Fällen durch Störungen der großen Planeten hervorgerufen
sondern verlassen das Sonnensystem. Kurzperiodische Kometen mit Umlaufzeiten kleiner als 200 Jahre stammen vermutlich aus dem Kuipergürtel
Diese Kometen kehren nicht mehr in Sonnennähe zurück
Sie bewegen sich meist im üblichen Umlaufsinn und ihre Inklination liegt im Mittel bei etwa 20°
sie liegen also in der Nähe der Ekliptik
Bei mehr als der Hälfte der kurzperiodischen Kometen liegt der größte Sonnenabstand (Aphel) in der Nähe der Jupiterbahn bei 5 und 6 Astronomischen Einheiten (Jupiter-Familie)
Es handelt sich dabei um ursprünglich längerperiodische Kometen
deren Bahnen durch den gravitativen Einfluss des Jupiter verändert wurden. [Bearbeiten]
Benennung
der beginnend mit A am 1
Hauptartikel: Benennung von Asteroiden und Kometen Neu entdeckte Kometen erhalten von der Internationalen Astronomischen Union zuerst einen Namen
der sich aus dem Entdeckungsjahr und einem großen Buchstaben zusammensetzt
Januar und B am 16
Januar im Halbmonatsrhythmus nach dem Zeitpunkt der Entdeckung festgelegt ist
Zusätzlich kommt noch eine Ziffer
damit man mehrere Kometen im halben Monat unterscheiden kann
der verloren ging oder nicht mehr existiert A man stellt nachträglich fest
dass es sich nicht um einen Kometen
sondern um einen Asteroiden handelt Der Komet Hyakutake zum Beispiel wird auch unter der Bezeichnung C/1996 B2 geführt
Sobald die Bahnelemente des Kometen genauer bestimmt sind
wird dem Namen nach der folgenden Systematik ein weiterer Buchstabe vorangestellt: P die Umlaufzeit ist kleiner als 200 Jahre (Periodischer Komet) C die Umlaufzeit ist größer als 200 Jahre X die Bahn ist nicht bestimmbar D Periodischer Komet
der in der zweiten Hälfte des Januars 1996 entdeckt wurde
Hyakutake war also der zweite Komet
so ist z.B
Seine Umlaufzeit ist größer als 200 Jahre. Üblicherweise wird ein Komet zusätzlich nach seinen Entdeckern benannt
Shoemaker-Levy 9 der neunte Komet
den Eugene und Carolyn Shoemaker zusammen mit David Levy entdeckt haben. [Bearbeiten]
Kometenbahnen
werden zuerst parabolische Bahnen berechnet
Da bei neu entdeckten Kometen nur kurze Bahnelemente sichtbar sind
Mit steigendem Beobachtungszeitraum kann dann entschieden werden ob es sich um Ellipsen oder Hyperbeln handelt
Von ca
660 untersuchten Kometen zeigt sich folgende Verteilung: 43% Parabeln
25% langperiodische Ellipsen
17% kurzperiodische Ellipsen und 15% Hyperbeln
Der hohe Anteil an Parabeln ist jedoch auf den zu kurzen Beobachtungszeitraum zurückzuführen
Bei einer Sichtbarkeit von 240-500 Tage beschreiben nur mehr 3% der Kometen eine Parabelbahn
Somit dürften die Ellipsen vorherrschend sein. [Bearbeiten]
Aufbau
[Bearbeiten]
Kern
NASA) In großer Entfernung von der Sonne bestehen Kometen nur aus dem Kern
Methan und Ammoniak mit Beimengungen aus meteoritenähnlichen kleinen Staub- und Mineralienteilchen (z.B
Bild nicht gefunden Der 5 km große Kern von Wild 2 (Stardust
der im Wesentlichen aus gefrorenem Wasser
Nickeleisen) besteht
Silikate
man bezeichnet Kometen deshalb häufig als schmutzige Schneebälle oder dirty snowballs
dass Kometen von einer schwarzen Kruste umgeben sind
Aus Beobachtungen der Raumsonde Giotto am Kometen Halley weiß man
die nur ca
wesentlich dunkler als z.B
sind ihre Kerne somit ironischerweise die schwärzesten Objekte des Sonnensystems
4 % des Lichts reflektiert (Albedo) - obwohl Kometen als spektakuläre Leuchterscheinungen beobachtet werden
Asphalt
der ca
7 % des Lichts reflektiert
dass die Oberfläche von einer Art Gesteinsschutt gebildet wird
der aus Gesteinsbrocken besteht
die zu schwer sind
um die gravitative Anziehung des Kerns zu überwinden
wie im Abschnitt Koma näher erläutert wird
Da nur kleine Regionen des Kerns ausgasen
geht man nach neueren Vorstellungen davon aus
die reich an den Elementen Kohlenstoff (C)
Wasserstoff (H)
Sauerstoff (O) und Stickstoff (N) sind und deswegen auch CHON-Partikel genannt werden
Giotto entdeckte auch winzige Partikel
Diese könnten aus einer dünnen Rußschicht stammen
die die Oberfläche des Kerns überzieht und damit die niedrige Albedo erklären würde
Nähere Informationen soll die aktuelle Rosettamission liefern
Einen besonderen Anteil an der Entdeckung des Aufbaus der Kometen hatte Fred Whipple. [Bearbeiten]
Koma
02 SO 0
die in Kernnähe auch strahlenartige Strukturen zeigt
02 CH3CH2OH <0
2-0
1 Sobald ein Komet bei der Annäherung an die Sonne bei einem Abstand von etwa 5 AE die Jupiterbahn kreuzt
03 CH3CHO 0
06 CH2CO <0
45 HCOOCH3 0
normalisiert auf H2O Molekül Häufigkeit H2O 100 CO 20 CO2 6-20 H2CO 1 CH3OH 2 NH3 0
1 C2H6 0
25 HNC 0
bildet sich die schalenförmige Koma
6 C2H2 0
8 SO2 0
05 CH3OCH3 <0
Zusammensetzung der Kometenkoma von Hale-Bopp (1997)
06-0
3 HCOOH 0
1 NH2CHO 0
7-1
06 HNCO 0
5 H2CS 0
5 OCS 0
02 H2S 1
02 HC3N 0
01 HCN 0
04 CH3CN 0
8 CH4 0
Sie entsteht durch Sublimation leicht flüchtiger Substanzen auf der sonnenzugewandten Seite
die ins Eis eingebette Staubteilchen mitreißen
Nach den Beobachtungen der Sonde Giotto findet diese Sublimation nur an etwa 10 bis 15 % der Kometenoberfläche statt
die flüchtigen Substanzen entweichen offenbar nur an brüchigen Stellen der schwarzen Kruste
Die an diesen Stellen entweichenden Muttermoleküle bilden die innere Koma
Ionisation und Dissoziation vergrößert sich die Koma weiter und bildet die schließlich sichtbare Koma aus Ionen und Radikalen
Durch weitere Aufheizung
der auch UV-Koma genannt wird und beim Kometen Hale-Bopp 1997 einen Durchmesser von 150 Millionen Kilometern erreichte
Diese wird noch von einem im Ultravioletten strahlenden atomaren Wasserstoffhalo umgeben
Da die atmosphärische Ozonschicht für die UV-Strahlung undurchlässig ist
kann die UV-Koma nur mit Satelliten untersucht werden. [Bearbeiten]
Schweif
der im Wesentlichen aus Molekülionen besteht und auch Plasmaschweif genannt wird
oder exakter zwei Schweife: Ein schmaler
so dass sich etwa innerhalb der Marsbahn ein Schweif ausbildet
Die Bestandteile der Koma werden durch Strahlungsdruck und Sonnenwind "weggeblasen"
lang gestreckter Schweif (Typ-I Schweif)
die heute Sonnenwind genannt wird
Für diese Teilchen reicht der Strahlungsdruck als Erklärung nicht aus
so dass Ludwig Biermann 1951 eine von der Sonne ausgehende Partikelstrahlung
als Erklärung hierfür postulierte
dass die kometaren Ionen durch eine Wechselwirkung mit dem solaren Magnetfeld angetrieben werden
das von den geladenen Teilchen des Sonnenwinds mitgeführt wird
Heute geht man davon aus
Ein diffuser
der auch Staubschweif genannt wird
gekrümmter Schweif (Typ-II Schweif)
werden durch den Strahlungsdruck der Sonne beeinflusst
die der Gravitationskraft entgegengerichtet ist und wie diese quadratisch mit der Entfernung zur Sonne abnimmt
dessen Wirkung durch eine Aufspaltung in zwei Komponenten erklärt werden kann: Eine radiale Komponente
die diesen Schweif bilden
Die kleinen Staubteilchen
die sich für Staubteilchen verschiedener Größe unterscheiden
Dies wirkt wie eine effektive Abnahme der solaren Gravitationskraft
die Staubteilchen bewegen sich deshalb auf "Pseudo-Keplerbahnen"
da der Strahlungsdruck von der Teilchengröße abhängig ist
Dies führt zu einer relativ starken Auffächerung des Staubschweifs im Vergleich zum Plasmaschweif
die größer als die Wellenlänge des Lichtes sind
größer als etwa 0
das heißt
Die andere wirksame Komponente des Strahlungsdruckes ist der Bewegungsrichtung der Staubteilchen entgegengerichtet und führt zu einer Abbremsung der Teilchen
5 µm
Diese Teilchen bewegen sich langfristig genauso wie der sonstige interplanetare Staub auf Spiralbahnen Richtung Sonne (Poynting-Robertson-Effekt). Sehr selten
ist ein Gegenschweif (Typ-III Schweif) sichtbar
bei besonderen Bahnkonstellationen
sondern nur um einen geometrischen Projektionseffekt: Wenn sich die Erde zwischen Sonne und Komet hindurchbewegt
1 t/s
scheinbar über den Kometenkopf hinaus. Der Materialverlust eines Kometen wurde bei "neuen" Kometen
bedingt durch seine Krümmung
auf etwa 10 bis 50 Tonnen pro Sekunde geschätzt
Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eigenständigen Schweif
nach mehrfacher Sonnenannäherung sinkt der Masseverlust auf weniger als 0
ragt ein Teil des Staubschweifs
die das erste Mal in Sonnennähe kommen
2 Prozent der Kometenmasse pro Sonnendurchgang bedeuten
03 bis 0
Diese geringen Materiemengen von maximal 0
dass die Schweife nur eine sehr geringe Dichte aufweisen
Die enorme Helligkeit der Schweife erklärt sich im Falle des Staubschweifs durch die große Oberfläche der mikroskopisch kleinen Staubteilchen
im Plasmaschweif trägt sogar jedes Atom bzw
Molekül zur Leuchtkraft bei
Dies führt im Vergleich zur Größe des Kometenkerns zu einer Erhöhung der Leuchtkraft um viele Größenordnungen. [Bearbeiten]
Entstehung
Der hohe Anteil an leicht flüchtigen Substanzen wie z.B
Wasser und Kohlenmonoxid bedeutet
dass die Kometenkerne im äußeren Bereich des Sonnensystems entstanden sein müssen
dass sie das Sonnensystem verließen
wurden dabei zu einem großen Teil so stark gestreut
die nicht durch die Gasriesen aufgesammelt wurden
Die Planetesimale aus dem Bereich der äußeren Planeten
Nur etwa 10 Prozent dieser gestreuten Körper bilden die Oortsche Wolke
Die Objekte jenseits der Neptunbahn unterlagen diesem Streuprozess nicht und bilden den Kuipergürtel
Die Kometen verlieren mit jedem Umlauf um die Sonne einen kleinen Teil ihrer Masse
Bei diesen Masseverlusten handelt es sich vor allem die flüchtigen Bestandteile der äußeren Schicht
so dass sie nach einigen hundert Sonnenumläufen kaum noch als Kometen zu erkennen sind
Diese Zeitspanne ist deutlich kürzer als das Alter des Sonnensystems
Die langperiodischen Kometen werden zudem bei ihrer Durchquerung des inneren Bereichs des Sonnensystems von den großen Planeten
dass sie nur für wenige Durchgänge als ehemalige Mitglieder der Oortschen Wolke identifiziert werden können
so stark gestreut
vor allem durch Jupiter
Es ist also ein Mechanismus notwendig
der die heute noch sichtbaren Kometen aus ihren sonnenfernen Bahnen in Sonnennähe bringt
wodurch Bruchstücke ins Innere des Sonnensystems gelangen
Für die kurzperiodischen Kometen aus dem Kuipergürtel vermutet man hierfür Kollisionen originärer Kuipergürtelobjekte
Der Streuprozess langperiodischer Kometen ist noch nicht bekannt
es wird allerdings häufig der Einfluss vorbeiziehender Sterne oder noch nicht entdeckte Planeten (Planet X) bzw. ein noch unbekannter Begleitstern der Sonne (Nemesis) als Ursache genannt. [Bearbeiten]
Verschiedenes
[Bearbeiten]
Abgrenzung zu anderen Himmelskörpern
Die Unterscheidung zwischen Asteroiden und Kometen ist nicht immer ganz eindeutig
Man vermutet
"ausgebrannte" Kometenkerne sind
die von einer dicken Schicht nichtflüchtiger Substanzen bedeckt sind
dass einige der als Asteroiden klassifizierten Objekte mit stark elliptischen Bahnen
z.B. die Centauren
Andererseits wird das ursprünglich als Asteroid 2060 Chiron eingestufte Objekt seit der Entdeckung einer Koma als Komet klassifiziert und gemäß der Kometennomenklatur 95P/Chiron genannt
Heute wird der Begriff Komet sowohl im populärwissenschaftlichen als auch im wissenschaftlichen Sprachgebrauch entgegen seiner ursprünglichen Definition oft für alle vermutlich eisigen Kleinplaneten verwendet
um eine Koma zu bilden
Beispiele hierfür sind die Objekte des Kuipergürtels und der Oortschen Wolke
aber aufgrund ihrer Entfernung von der Sonne niemals stark genug erwärmt werden
die zwar leichtflüchtige Substanzen enthalten
aber erst bei Periheldistanzen innerhalb der Jupiterbahn ist die Sonnenstrahlung stark genug
Von solchen Objekten wird aber angenommen
dass ihr Aufbau eher den Kometenkernen gleicht als den Asteroiden aus dem Asteroidengürtel
dass durch einen Sublimationsprozess eine Koma gebildet werden kann. [Bearbeiten]
Meteorströme und Meteoriten
Die Teilchen des Staubschweifs verteilen sich entlang der Kometenbahn um die Sonne
wenn die Erde diese Bahn kreuzt
treten Meteorströme auf
Wie Giovanni Schiaparelli gezeigt hat
Bekannte Meteorströme sind die Leoniden oder die Perseiden
das heißt
Diese Ströme sind als Sternschnuppen leicht beobachtbar
es fällt Kometenmaterial auf die Erde
Es wurden jedoch bisher noch keine Meteoriten entdeckt
die zweifelsfrei von Kometen stammen
ein Beweis konnte allerdings bisher noch nicht erbracht werden
Für einige sehr seltene Meteoritentypen wie z.B. die CI-Chondriten wurde zwar eine Verbindung zu Kometen vorgeschlagen
Auch Mikrometeoriten stammen überwiegend aus dem Asteroidengürtel
obwohl auch hier eine kometare Komponente diskutiert wird
Bisher steht also kein Material für Forschungen zur Verfügung
das zweifelsfrei kometaren Ursrpungs ist
so dass man komplexe Raumfahrtmissionen mit Raumsonden wie Rosetta oder Stardust durchführt
die das Kometenmaterial vor Ort untersuchen oder sogar Proben zur Erde zurückbringen können. [Bearbeiten]
Die direkte Untersuchung von Kometenmaterial ist jedoch für das Verständnis der Entstehung unseres Sonnensystem von großer Bedeutung
Besonders erwähnenswerte Kometen
kann aber nicht mehr mit bloßem Auge beobachtet werden
Der Enckesche Komet hat mit 3
31 Jahren die kürzeste Umlaufzeit aller bekannten Kometen
Der Komet Hale-Bopp war von 1996 bis 1997 mehr als 18 Monate mit bloßem Auge sichtbar und hält damit den Rekord unter allen bekannten Kometen
der (von Edmond Halley) als periodisch erkannt wurde und dessen Kern von einer Raumsonde fotografiert werden konnte
Der Halleysche Komet war der erste Komet
die im Jahre 2006 zur Erde zurückgebracht werden sollen
aus dessen Koma von einer Sonde Teilchen eingesammelt wurden
Der Komet Wild 2 ist der erste Komet
Auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko soll 2014 während der Rosetta-Mission erstmals eine Sonde landen
Der Komet Shoemaker-Levy 9 zerbrach im Gravitationsbereich des Jupiter
Seine Bruchstücke schlugen zwischen dem 16 Juli und dem 22
Juli 1994 auf dem Planeten auf. Weitere Kometen
siehe Liste der Kometen [Bearbeiten]
Sungrazer
Sungrazer (Sonnekratzer) sind eine Gruppe von Kometen die der Sonne extrem nahe kommen bzw. sich durch die Sonnenkorona bewegen
Durch die Sonnensonde SOHO konnten etwa 450 Kometen fotografiert werden
Schätzungen belaufen sich auf über 200.000 Objekte
daß diese die Bruchstücke größerer Kometen sind
Die meisten Sungrazer sind kleiner als 10 m und man nimmt an
Der Großteil der Sungrazer gehören der Kreutz-Gruppe an. [Bearbeiten]
Kometen und der Stern von Betlehem
Als Folge einiger eindrucksvoller Kometenerscheinungen wurde im 16. und 17
Jahrhundert ein Komet als Erklärung für den in der Bibel erwähnten Stern von Betlehem vorgeschlagen
Von den heute bekannten Kometen war keiner zur fraglichen Zeit (7-4 v.Chr.) am Himmel sichtbar
obwohl Chinesische Astronomen von einem Kometen im Jahr 5 v.Chr. berichten
Dies war aber ein eher unspektakuläres kleines Objekt und deshalb wahrscheinlich nicht mit dem Stern von Betlehem identisch
In früheren Zeiten galt ein Komet zudem meist als Unheilsbote und wäre kaum als Ankündigung für die Geburt des Sohns Gottes gedeutet worden. [Bearbeiten]
Offene Fragen
über die molekulare Zusammensetzung des Kerns und der vom Kern entweichenden Muttermoleküle ist jedoch noch sehr wenig bekannt
In den letzten 20 Jahren sind in der Erforschung der Kometen sowie des Kuipergürtels große Fortschritte erzielt worden
es gibt jedoch noch immer viele offene Fragen: Durch Spektralanalysen ist die Zusammensetzung der Koma mittlerweile sehr gut verstanden
Möglicherweise kommen in Kometen organische Moleküle die ähnlich oder sogar noch komplexer als diejenigen sind die in Meteoriten gefunden wurden
Viele Exobiologen setzen deswegen große Hoffnungen auf die weitere Erforschung der Kometen
Einige Theorien zur Entstehung des Lebens gehen davon aus
dass organische Moleküle aus Meteoriten oder Kometen die Entstehung des Lebens auf der Erde begünstigt oder gar erst ermöglicht haben
Die Anhänger der Panspermie vermuten sogar noch komplexere biologische Moleküle oder möglicherweise sogar einfache Lebensformen unter den CHON-Partikeln
Nach den derzeitigen Theorien sind die Kometen aus der Oortschen Wolke in geringerer Entfernung zur Sonne entstanden als diejenigen aus dem Kuipergürtel
Um dies zu bestätigen
sollten Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung nachgewiesen werden
Der Mechanismus
durch den die Objekte der Oortschen Wolke ins Innere des Sonnensystems gestreut werden
ist noch nicht bekannt
Es gibt Anzeichen für eine leichte Häufung von langperiodischen Kometen in Richtung des Sonnenapex
sondern auch des interstellaren Mediums in der Umgebung des Sonnensystems
Sollte sich dies bei genaueren Untersuchungen bestätigen
hätte dies nicht nur Auswirkungen auf unser Verständnis der Oortschen Wolke
Mindestens eines
für die neben Asteroiden auch Kometen in Betracht kommen
vermutlich aber mehrere erdgeschichtliche Ereignisse wurde durch den Impakt großer außerirdischer Körper verursacht
So etwa der erdgeschichtliche Übergang von der Kreide zum Tertiär durch den KT-Impakt
wofür von einigen Wissenschaftlern große Kometeneinschläge verantwortlich gemacht werden
Die Erde hat verglichen mit anderen Körpern des inneren Sonnensystem einen deutlich größeren Wasseranteil
dass die gemessenen Kometen nicht repräsentativ waren. [Bearbeiten]
Allerdings stimmen bisherige Messungen der Wasserstoffisotopenverhältnisse in einigen Kometen nicht gut mit dem Wasserstoffisotopenverhältnis von irdischem ozeanischem Wasser überein was aber auch daran liegen könnte
Siehe auch
Portal Astronomie - Astronomische Objekte - Meteoroid - Perseiden - Leoniden - Chiron (Planetoid) [Bearbeiten]
Literatur
1999
ISBN 3-87973-924-2 John C
Sterne und Weltraum Verlag
Praktische Anleitung für Amateurbeobachter
Kammerer/Kretlow: Kometen beobachten
Cambridge University Press
Chapman: Introduction to Comets
Brandt
2nd ed
Robert D
ISBN 0-52100-466-7 Gary W
2004
Kronk: Cometography: Vol.1 Ancient - 1799: A Catalogue of Comets
1999
ISBN 0-52158-504-X Gary W
Cambridge University Press
Kronk: Cometography: Vol.2 1800 - 1899
Cambridge University Press
ISBN 0-52158-505-8 S.V.M
2003
Clube
W.M
M.E
Napier
Kuan Y.-J.
ISBN 0-08034-858-0 Charnley S.B.
Bailey: The Origin of Comets
Pergamon Press
Rodgers S.D.
1990
Huang H.-C.: Biomolecules In The Interstellar Medium And In Comets
Evans N.W.
Asher D.J.: The Populations of Comet-Like Bodies in the Solar system
Bailey M.E.
Advances in Space Research (PDF (http://xxx.arxiv.org/abs/astro-ph/0104416)) - (Diskussion über den Ursprung der nachgewiesenen organischen Moleküle) Horner J.
Mon
Not
Roy
Astron
Soc
343 (2003) 1057 (PDF (http://xxx.arxiv.org/abs/astro-ph/0304319)) - (Vorschlag einer neuen Taxonomie für kometenähnliche Körper) [Bearbeiten]
Weblinks
Kometen Einführung (http://solarviews.com/germ/comet.htm) Kometen (http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/comets.html) IAU - "Offizielle" Astronomische Namen (http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/names.html) Das Bild vom Kometen wandelt sich über die Jahrhunderte (http://www.esa.int/export/esaCP/Pr_5_2004_i_GE.html) Observable Comets (engl.) (http://cfa-www.harvard.edu/iau/Ephemerides/Comets/index.html) General Comet Info (engl.) (http://cometography.com/cometinfo.html) Vorlage:Navigationsleiste Sonnensystem Beurteilung: Dieser Artikel ist in die Liste exzellenter Artikel aufgenommen worden. bg:Комета cs:Kometa da:Komet en:Comet eo:Kometo es:Cometa fi:Komeetta fr:Comète he:שביט hr:Komet ia:Cometa it:Cometa ja:彗星 ko:혜성 la:Cometes ms:Komet no:Komet nl:Komeet pl:Kometa pt:Cometa ru:Комета simple:Comet sk:Kométa sv:Komet th:ดาวหาง zh-cn:彗星
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