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Diskussion : Kirchenmusik
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Impressum
Kirchenmusik
Stichpunkte
Allgemein
während und nach gottesdienstlichen Handlungen zur Aufführung gelangenden Musik sowie Kirchenmusik außerhalb der Kirche (zum Beispiel die Aufführung eines Oratoriums in einem Konzertsaal) gezählt
Unter Kirchenmusik wird die Gesamtheit der in der Kirche vor
Zumindest partiell gehört die Kirchenmusik genealogisch zur sog
F-Musik
wenngleich sie auch Überschneidungen zur E- und U-Musik (auch Sakropop) aufweisen kann. Der oder die Kirchenmusiker / bzw
Kirchenmusikerin einer bestimmten Gemeinde ist der Kantor oder die Kantorin bzw. der oder die Organist / Organistin
Er/Sie ist gleichsam Musiklehrer/in der Gemeinde und leitet
singt oder spielt (auf Instrumenten) im liturgischen Amt innerhalb und außerhalb des Gottesdienstes die zum Gemeindeleben gehörige Musik
Als Musikpädagoge / Musikpädagogin unterrichtet und begleitet er/sie die Gemeinde in (möglichst)allen Altersgruppen
also Musik zur Vertonung biblischer und/oder religiöser Inhalte mit Anbindung an eine der kirchlichen Gruppierungen
Kirchenmusik ist Gattungsbegriff für sakrale Tonkunst
Kirchenmusik ist mehr als ein Begriff (es folgen unvollständige Beispiele aus der kirchenmusikalischen Praxis): Die Vertonung einer Messe ist (komponierte) Kirchenmusik. Eine Motette geistlichen Inhaltes ist (komponierte) Kirchenmusik. Das Choralvorspiel ist Kirchenmusik. Die Musik zum Abendmahl ist Kirchenmusik. Das Singen mit Kindern als Hinführung zu biblischen Themen ist (angewandte) Kirchenmusik. Das Orgelkonzert mit spiritueller Sinngebung und(oder) biblischen Bezügen ist (angewandte) Kirchenmusik
ist Kirchenmusik. Die Musik zum Gebet um Frieden ist Kirchenmusik. Die Musik während der Passionszeit (Passionsmusik) ist Kirchenmusik. Die Musik zur Taufe eines Kindes ist Kirchenmusik. Die Chorprobe mit Ziel der musikalischen Verkündigung biblisch-religiöser Inhalte ist Kirchenmusik. Die musikalische Probe mit Solisten und/oder Orchester für eine kirchenmusikalische Aufführung ist Kirchenmusik. Der Begriff Kirchenmusik meint also sowohl den Gattungsbegriff für Musik als auch die gemeindepädagogischen Anteile der Musikpädagogik in Verbindung mit der Religionspädagogik
"Verbergen") 1 Die Anfänge 2 Die Kirchenmusik im Mittelalter 2.1 Im Frühmittelalter 2.2 Im Hochmittelalter 2.2.1 Entwicklung der Mehrstimmigkeit 2.2.2 Die erste Erwähnung des Wortes „Kirchenmusik“ 2.2.3 Vom Konzil von Vienne und seinen Auswirkungen 2.3 Im Spätmittelalter 3 Die katholische Kirchenmusik 3.1 Die Reform der Kirchenmusik auf dem Konzil von Trient 3.2 Die Kirchenmusik im 17. und 18
ob es in einer Kirche oder im Konzertsaal erklingt). Alle Musik des Gottesdienstes (auch der Messe) ist Kirchenmusik. Die Gestaltung der Musik zu einer (christlich-jüdischen) Beerdigung ist Kirchenmusik. Die Musik zur Hochzeit zweier Menschen
(unabhängig davon
d.h. die Hinführung zur Musik und die Hinführung zu biblischen bzw. religiösen Inhalten durch die Musik. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
die mit dem Segen Gottes heiraten wollen
Jahrhundert 3.3 Die Kirchenmusik im 19. und 20
Jahrhundert 3.4 Die Kirchenmusik nach dem Zweiten Vatikanum 3.5 Die Kirchenmusik außerhalb des Abendlandes 4 Die evangelische Kirchenmusik 4.1 Die Anfänge 4.2 Die weitere Entwicklung bis zum 19
Jahrhundert 4.3 Die Kirchenmusik im 20
Jahrhundert 5 Formen der Kirchenmusik 5.1 Der Gregorianische Choral 5.2 Das Kirchenlied 5.3 Das Oratorium 5.4 Die Kantate 6 Die Kirchenmusik in der Praxis 6.1 Die Kirchenmusik im Gottesdienst 6.2 Berufsbild Kirchenmusiker/Kirchenmusikerin 7 Komponisten 8 Siehe auch: [Bearbeiten]
Die Anfänge
Um die Kirchenmusik
zu verstehen ist es sinnvoll sich die Anfänge vor Augen zu führen. Wir Christen brauchen ein einziges Instrument
mit dem wir Gott verehren
nicht aber das alte Psalterium
so wie wir sie heute kennen
die Pauken
Trompeten und Flöten
das Wort des Friedens
Clemens von Alexandrien (um 150-216
Markus und Lukas in der Bibel wird von liturgischer Musik gesprochen
Leiter der alexandrinischen Katechetenschule) Schon in den Evangelien nach Matthäus
So hat schon Jesus und seine Jünger beim letzten Abendmahl nach dem Sprechen des Dankgebetes einen Lobgesang angestimmt
Aber auch in den Paulus-Briefen finden sich gesungene Hymnen
war die frühchristliche Musik noch stark von der synagogalen Praxis beeinflusst
Bevor im Jahre 49 griechische Musikstrukturen in die christliche Liturgie aufgenommen wurden
dass die frühchristliche Musik keine Musikinstrumente kannte
Erwähnenswert ist außerdem
sondern lediglich aus menschlichen Stimmen bestand. Allein durch die „von Gott geschaffene menschliche Stimme“ sollte „der Lobpreis Gottes erklingen Paulus 1 Kor
7ff [Bearbeiten]
14
Die Kirchenmusik im Mittelalter
[Bearbeiten]
Im Frühmittelalter
Bild nicht gefunden Gregor I. beim Diktieren der Gregorianischen Gesänge Im vierten Jahrhundert gaben führende Kirchenväter dem Gemeindegesang einen großen Stellenwert: Im Osten gab es Umbildungen der Liturgie unter Basilius von Caesarea
Im Westen kam es unter Bischof Ambrosius von Mailand zu liturgischen und musikalischen Reformen und zur Einführung des Ambrosianischen Gesangs
Ambrosius führte Antiphonen und neu gedichtete Hymnen ein
Im Rahmen der raschen Ausbreitung des Christentums gewannen die einzelnen Erzbistümer und Klöster eine relative Unabhängigkeit
So entwickelten sich neben der ambrosianischen verschiedene weitere Liturgien wie der römische Ritus
der mozarabische Ritus und der gallikanische Ritus
Viele dieser Liturgien bildeten eigene Singtraditionen heraus
Ende des 6
Jahrhunderts führte Papst Gregor I. eine Reform der römischen Liturgie durch
Vermutlich im Rahmen dieser Reformen begann eine über mehrere hundert Jahre fortgesetzte Ordnung
Sammlung und Vereinheitlichung der in der Liturgie verwendeten Melodien und Texte
Die zusammengestellten Lieder wurden als Gregorianische Choräle für die römische Kirche verbindlich und lösten lokale Gesangsstile weitgehend ab. [Bearbeiten]
Im Hochmittelalter
[Bearbeiten]
Entwicklung der Mehrstimmigkeit
Im frühen Hochmittelalter kam es dann zur Entwicklung der Mehrstimmigkeit und somit bildeten sich auch neue musikalische Gattungen
die im Frühmittelalter mit dem einstimmigen Gregorianischen Gesangs nicht möglich waren
Wegen der neuen Mehrstimmigkeit wichen nun aber die liturgischen Bücher von der kirchenmusikalischen Realität ab
Somit gab es bis zum zweiten Vatikanum eine Abtrennung zwischen Kirchenmusik und Liturgie. [Bearbeiten]
Die erste Erwähnung des Wortes „Kirchenmusik“
Um das Jahr 1300 wurde das Wort „Kirchenmusik“ erstmals von dem Musiktheoretiker Johannes de Grocheo verwendet und zwar für den Gregorianischen Gesang im Gegensatz zu den Mehrstimmigen Gattungen. [Bearbeiten]
Vom Konzil von Vienne und seinen Auswirkungen
Auf dem Konzil von Vienne
das in den Jahren 1311 und 1312 stattfand
forderten die Dominikaner das Verbot der Motette
Daraufhin versuchte Papst Johannes XXII. das entstandene Problem durch Verbot bestimmter Satztechniken zu lösen
sprach aber auch „gewisse Neuerer“ an
Wichtig sind nun die Auswirkungen dieses Dekretes
Das Dekret hatte zwar keinen Einfluss auf die musikalische Entwicklung
bewirkte aber
dass man vielerorts diese Entwicklung der Motette abschloss
Somit kam es schon im 14
Jahrhundert zu der Verwendung einer Orgel im Gottesdienst
Jedoch wurden die liturgischen Gesänge nicht verdrängt
sondern die liturgische Musik war oft von Abwechslung zwischen Orgel und Gesängen geprägt
Andere Musikinstrumente wurden jedoch kaum verwendet. [Bearbeiten]
Im Spätmittelalter
Im Laufe des 15
die durch das Konzil von Konstanz entscheidend vorangetragen wurde
Jahrhunderts kam man von den meist lokalen musikalischen Praktiken zur so genannten gemeineuropäischen Musikkultur
dass Hofkapellen die „Funktion musikalischer Institutionen“ erhielten; es kam zu einer Gründungswelle von Kapellen an Kathedralen
Das bedeutete
Stiftskirchen und Stadtkirchen
Nebenbei ist ebenfalls erwähnenswert
dass die bedeutendsten Komponisten nördlich der Alpen bis ins 16
Jahrhundert meist Niederländer waren
Erst dann traten auch deutsche Komponisten hervor
Im 16
Jahrhundert kam es mit der Reformation zur Spaltung der Kirche in den Katholizismus und den Protestantismus
Somit müssen wir nun die katholische und evangelische Kirchenmusik getrennt voneinander betrachten. [Bearbeiten]
Die katholische Kirchenmusik
[Bearbeiten]
Die Reform der Kirchenmusik auf dem Konzil von Trient
Bild nicht gefunden Konzil von Trient Auf dem Konzil von Trient 1545 gab es zwei unterschiedliche Auffassungen über die Reform der Kirchenmusik: Die Einen suchten die Tradition von Messe und Motette
wortgezeugte Kirchenmusik
solistische Vokalkomposition) zum Vorbild haben sollte
die Anderen eine neue
welche das Madrigal (Musik) (= mehrstimmige
Das Konzil endete jedoch nur mit einem Verbot von „anstößigen Melodien“
Außerdem wird auf dem Konzil die Frage der Textverständlichkeit durch den Mailänder Kardinal Borromeo aufgegriffen
Jedoch wurde nur ein nicht entwicklungsfähiger Satzstil angefertigt
dass von nun ab die Kirchenmusik als „Ausschmückung“ der Liturgie betrachtet wurde. [Bearbeiten]
Die eigentliche Bedeutung des Konzils für die Kirchenmusik liegt darin
Die Kirchenmusik im 17. und 18. Jahrhundert
Im 17.und 18
Jhdt. war die Kirchensonate (ital
Sonata da chiesa) für ein oder zwei Soloinstrumente und Generalbass gebräuchlich
Albinoni
Vivaldi
Komponisten wie Corelli
Mozart u.v.a. hinterließen einen reichhaltigen Fundus solcher Werke
Sie wurde später auch als Epistelsonate bezeichnet
Im Umkreis der katholischen Reform taucht der Begriff Kirchenmusik mit neuer Bedeutung wieder auf: Man verstand unter ihm nun die Musik der Messen und Motetten
Jedoch kam der Begriff dann schon wieder in der ersten Hälfte des 17
Jahrhunderts außer Gebrauch
Während des Barockzeitalters war die Kirchenmusik Teil der musikalischen Repräsentation weltlicher und geistlicher Fürsten und die kirchenmusikalischen Stile wurden nun Stufen des Gottesdienstzeremoniells der Fürstenhöfe. Aber auch Jesuiten und Franziskaner setzten die Kirchenmusik bewusst als Mittel zum Anreiz für einen Gottesdienstbesuch ein
Im Allgemeinen wurde die Kirchenmusik in diesen beiden Jahrhunderten für den normalen Tagesbedarf komponiert
Diese Lieder sind uns bis heute überliefert und lassen uns diese Herkunft unschwer erkennen
Erst in der zweiten Hälfte des 18
Jahrhunderts wuchs dann eine bürgerliche Kirchenmusikkultur heran
jedoch nicht als allgemeines Repertoire. [Bearbeiten]
dass die Kirchenmusik nur als lokale Sitte verstanden wurde
Zusammenfassend für diese beiden Jahrhunderte kann man sagen
Die Kirchenmusik im 19. und 20. Jahrhundert
Im 19
die sich von der weltlichen Musik abhebt
Jahrhundert trat der Begriff Kirchenmusik erneut wieder auf und diesmal mit wieder anderer Bedeutung: Man verstand nun unter diesem Begriff das Ideal einer Heiligen Tonkunst
weil sie sich auf den Gottesdienst bezieht
Die Musik ist aber nicht heilig
sondern „das Herz unmittelbar zu Gott erhebt“
der es sich zur Aufgabe gesetzt hat
Im Jahre 1868 wurde der „Allgemeine Cäcilien-Verein“ gegründet
die „wahre katholische Kirchenmusik“ (so der Verein) zu finden und das kirchliche Chorwesen zu fördern (Cäcilianismus)
Außerdem wurde zu Ende des 19
Jahrhunderts das Komponieren von Kirchenmusik zur Spezialdisziplin von Kirchenmusikern
Viele namhafte Komponisten des 19
Jahrhunderts wie Liszt oder Bruckner haben nur sehr wenig Musik für Gottesdienste komponiert
Interessant ist auch die Entwicklung der Kirchenmusik in Frankreich
Im Gegensatz zu den übrigen europäischen Ländern lehnte sich in Frankreich die Kirchenmusik der weltlichen Musik an
Die erste Hälfte des 20
dass die katholische Kirchenmusik nicht mit der raschen Entwicklung der weltlichen Musik mithielt
Jahrhunderts ist wesentlich davon gekennzeichnet
als die Kirchenmusik nach dem Konzil von Trient
die nunmehr ein anderes Verhältnis zur Liturgie aufweisen kann
In Deutschland entstand nach dem Ersten Weltkrieg eine katholische Kirchenmusik
Charakteristisch für den hieraus entstandenen Musikstil ist ein durchsichtiger
liedhafter Text. [Bearbeiten]
Die Kirchenmusik nach dem Zweiten Vatikanum
Das Zweite Vatikanische Konzil bezeichnet die überlieferte Kirchenmusik als wertvollen Schatz
den es zu pflegen und zu mehren gilt (Liturgiekonstitution vom 4
Dezember 1963)
Somit kam es unter anderem auch zur Förderung von Kirchenchören
Diese Liturgiekonstitution stellt die gesamte Kirchenmusik auf neue Grundlagen: Die Kirchenmusik selbst und nicht mehr das Sprechen der Gesangstexte durch den Priester ist liturgischer Vollzug
Das heißt nichts anderes
die dann auch Auswirkungen auf die Kirchenmusik haben sollte: Die Kirchenmusik wurde nun geöffnet für die verschiedenen Gattungen des Volksgesangs sowie auch für evangelische Kirchenmusik und zeitgenössige Musik
als dass die Kirchenmusik nun Ausdrucksform der Gemeinde im Gottesdienst ist und dass Chor und Musiker Teil dieser Gemeinde sind. Ebenso wurde nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil die jeweilige Landessprache in die Liturgie aufgenommen
Daraufhin wurde schließlich im Jahre 1975 ein neues Gesangbuch mit dem Namen „Gotteslob“ aufgelegt
das heute noch in seiner wesentlichen Art in Verwendung ist. [Bearbeiten]
Die Kirchenmusik außerhalb des Abendlandes
Das Zweite Vatikanische Konzil sah die Notwendigkeit der Berücksichtigung der Besonderheiten der verschiedenartigen Musikkulturen
Da-raus entwickelte sich vielerorts eine eigenständige Kirchenmusik
Im nachfolgenden nun einige Beispiele für die außereuropäische katholische Kirchenmusik: Die Kirchenmusik auf dem amerikanischen Kontinent ist in vielerlei Hinsicht mit der des Abendlandes verbunden
so ist die japanische Kirchenmusik dem europäischen Musikleben weitgehend zugewandt
die in vielfacher Hinsicht gefördert wurden. Wie auf dem amerikanischen Kontinent
In Australien bildeten sich dagegen viele unterschiedliche Stilrichtungen
Neuerdings versucht man durch eine Besinnung auf eine reiche musikalische Vergangenheit eine eigene katholische Kirchenmusik zu schaffen. [Bearbeiten]
Die evangelische Kirchenmusik
[Bearbeiten]
Die Anfänge
Bild nicht gefunden Martin Luther Bild nicht gefunden Johannes Calvin Die evangelische Kirchenmusik wurde durch Martin Luther und dem protestantischen Kantor Johann Walter begründet
Beide verwendeten das Wort „Kirchenmusik“ jedoch nicht
Es ging um die Musik als Schöpfergabe
also um den gottesdienstlichen Gebrauch
Im Mittelpunkt standen der deutschsprachige Choral und der Gemeindegesang
Wegen der Gefahr des ästhetischen Genusses verbannte Ulrich Zwingli die Kirchenmusik zeitweise völlig aus dem Gottesdienst der Reformierten Kirche. Johannes Calvin ließ den einstimmigen Gemeindegesang unter strengen Auflagen wieder zu
Aber erst nach seinem Tod fanden schlichte vierstimmige Chorsätze (Genfer Psalter) ihren Platz im reformierten Gottesdienst. [Bearbeiten]
Die weitere Entwicklung bis zum 19. Jahrhundert
lutherischen Kirchenlied. Die typische Lesungsmusik waren oft vertonte Evangeliensprüche
zunächst an mittelalterliche Formen anknüpfenden
Die Eigenständigkeit der evangelischen Kirchenmusik entfaltet sich an dem
Ab der Mitte des 18
Jahrhunderts wurde dann schließlich der Begriff „Kirchenmusik“ eingeführt
jedoch nicht den Stil
Doch er sollte lediglich die Funktion der Musik beschreiben
die alten Kirchenlieder wurden modernisiert und es kam allgemein zur Emanzipation des Geisteslebens
Während der Aufklärung verfielen die alten gottesdienstlichen Formen
Die Aufklärung war somit eine Epoche des Niedergangs der Kirchenmusik
Durch die romantische Restauration im 19
Jahrhunderts gab es zwar eine Rückkehr zur Überliefung
Jedoch versuchte man nur Vergangenes wiederherzustellen
Die Folge war
dass sich die evangelische Kirchenmusik nun selbst ins Abseits der allgemeinen musikalischen Entwicklung gestellt hatte
Das äußerte sich auch im Komponierverhalten großer Komponisten jener Zeit
wie Mendelssohn-Bartholdy oder Brahms
die kaum Kirchenlieder komponierten. [Bearbeiten]
Die Kirchenmusik im 20. Jahrhundert
unter Ausschluss subjektiver Romantizismen
orientiert an der Reformation und der Musik des deutschen Hochbarock
Verbunden mit der liturgischen Erneuerung gab es in den 20er und 30er Jahren auch eine kirchenmusikalische Erneuerungsbewegung mit dem Ziel einer neuen Heiligung der gottesdienstlichen Musik
Seit Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 kam es zu einer großen Entfaltung der Kirchenmusik
Die Voraussetzung dafür war die Wiederherstellung eines hauptberuflichen Kantorenstands
Ab der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts führte die Komplizierung der Kompositionsverfahren zu einem neuen Auseinandertreiben zwischen kirchenmusikalischer Moderne und gottesdienstlicher Gebrauchsmusik. Im Zuge der allgemeinen Entwicklung der Musik haben Elemente aus der Popularmusik Einzug in die Kirchenmusik gehalten
Vor allem in den 1960er Jahren kam es zu zahlreichen Neuschaffungen von Kirchenliedern
von denen einige (wie das berühmt-berüchtigt "Danke-Lied") sofort immens poulär wurden
Titel wie "Jazzmesse" versuchten Inspiration durch den Jazz zu suggerieren
aber faktisch ist ein großer Teil der damals unter solchem Rubrum entstandenen Musik nicht eigentlich durch Jazz
Beat oder Rock beeinflusst
ist sie als Kirchenmusik zu bezeichnen (siehe Neues geistliches Lied)
Insofern diese Musik während eines Gottesdienstes und dazugehörend aufgeführt wird
die aus dem Spiritual hervorgegangene sakrale Urform des Soul. [Bearbeiten]
Dazu rechnet auch die auch außerhalb der USA immens beliebt gewordene Gospelmusik
Formen der Kirchenmusik
Die Kirchenmusik hat im Laufe von zwei Jahrtausenden viele verschiedene Stile hervorgebracht
Um sie ein wenig zu ordnen kann man unter anderem zwischen einstimmigen und mehrstimmigen Stilen unterscheiden. [Bearbeiten]
Der Gregorianische Choral
Der Gregorianische Choral ist ein einstimmiger liturgischer Gesang der römischen Kirche in lateinischer Sprache
Er ist benannt nach Papst Gregor I.
der um 600 eine Reformierung der Liturgie vornahm. [Bearbeiten]
Das Kirchenlied
Das Kirchenlied wird üblicherweise in der jeweiligen Landessprache gesungen und ist meist strophisch aufgebaut
Gesungen wird es in Gottesdiensten aber auch oft zu Prozessionen und Wallfahrten
Man kann es unter anderem in katholisches und evangelisches Kirchenlied unterteilen
Gott Schöpfer“ (Martin Luther) „Laudato si“ „Lobe den Herren“ Der Lutherische Choral geht auf Martin Luther zurück
der den gemeinsam in deutscher Sprache gesungenen Choral als zentrales Mittel des evangelischen Gottesdienstes verwendete
Beispiele: „Komm
häufig im Stil damals beliebter Tänze (Allemanden etc.). [Bearbeiten]
Dabei bedienten sich Luther und seine Nachfolger auch populärer Volkslieder und beliebter Melodien
Das Oratorium
in denen Bibeltexte und zugehörige Kommentare mit verteilten Solorollen
Chor und Orchester quasi "in Szene" gesetzt werden
Als Oratorium bezeichnet man opernnahe Großformen
Nahezu alle handlungstragenden Bibeltexte sind bereits vertont worden
am bekanntesten geworden sind jedoch Passionsoratorien
Dabei handelt es sich um die gesungene Leidensgeschichte Jesu von seiner Gefangennahme bis zur Kreuzigung
Die Passion wird in der Karwoche an vier Tagen nach den Berichten der Evangelisten gelesen und gesungen
Außerdem gibt es das so genannte Passionsspiel
Lukas- und Johannespassion 1665/66 von Heinrich Schütz Johannespassion 1724 und Matthäuspassion 1727 von J
das von der Liturgie losgelöst ist und gesprochen wird. Beispiele: Matthäus-
SB
ach [Bearbeiten]
Die Kantate
häufig mit instrumentaler Begleitung
Die Kantate ist eine Vokalkomposition
Sie entstand zu Anfang des 17
Jahrhunderts und gehört nicht immer zur Kirchenmusik
Erst seit der Zeit Johann Sebastian Bachs werden unter Kantaten immer Sakralwerke verstanden
Chorkantaten und Mischformen. [Bearbeiten]
Es gibt Solokantaten
Die Kirchenmusik in der Praxis
[Bearbeiten]
Die Kirchenmusik im Gottesdienst
der künstlerischen und/oder der liturgischen Musik
Die Musik im Gottesdienst besteht aus Elementen der Liturgie
Zum Beispiel: Präludium
Intonationen
Introitus (Eingangspsalm)
Choralvorspiel
der bereits auf biblischer Grundlage gesungenes Gebet ist
sind historische Liturgieelemente ihrem Wesen nach in musizierender Form
etwa die zum Proprium (kirchenjahreszeitlich wechselnde Texte)
Chormusik
Graduale oder Halleluja(-vers)
Musik "sub communionem" (= Musik zum Abendmahl)
Postludium und dem Gemeindegesang (dem Kirchenlied oder dem Choral). Historisch und an der Liturgie der Messe (Vgl. auch lutherische Messe oder Deutsche Messe bzw. evangelische Messe) gemessen
Kammermusik
vor allem jedoch der Psalm
Interludium
Diese gehören auch zugleich zu den ältesten Teilen der Liturgie
es sind aber auch andere Formen der Gesangsbegleitung mit allen anderen Instrumenten und Stilformen (bis zur Band; mit E-Orgel
Bass und evtl
Das lutherische Verständnis der Messe bezieht in großem Anteilen gerade auch über den Gesang die ganze Gemeinde in den Dienst der Verkündigung oder des (gesungenen) Gebetes mit ein. Einen Teil der traditionellen Gesangsbegleitung der Gemeinde im Gottesdienst ist die Liedbegleitung durch die Orgel (liturgisches Orgelspiel)
Schlagzeug
einstimmig oder mehrstimmig sein
Gitarre im Gospel-Gottesdienst obligatorisch) heute denkbar. Der gottesdienstliche Gesang der Gemeinde kann also begleitet oder unbegleitet
Teilweise wird aus liturgischen oder historisierenden Gründen auch heute noch auf unbegleitete Einstimmigkeit Wert gelegt
geht auf die alte Praxis der so genannten Gregorianik als Grundlage der katholischen Kirchenmusik zurück
gelegentlich noch gebräuchlich etwa beim Wechselgesang des Kyrie zwischen Kantor und Gemeinde
Die historisierende einstimmige Form des Gesanges
Allerdings entstand auch gerade hieraus die Mehrstimmigkeit
nämlich um 900 mit dem Organum
der Wurzel der mehrstimmigen mittelalterlichen Motettenkunst mit ihrem Höhepunkt im 12. und 13
Jahrhundert
in der verschiedene Formen der Liedbearbeitung und Begleitung von (Lied-)Vers zu Vers abwechseln und bei welcher im Gefolge der Reformation erwachsene Laien
etwa die Orgelmusik in Kirchen ganz zu verbieten und Kirchenmusik verschiedensten Sanktionen zu unterwerfen
Jugendliche und Kinder musik- und gemeindepädagogisch wertvollen Anteil hatten. In den letzten Jahrzehnten ist es zu einem starken Liedaustausch zwischen den deutschsprachigen Ländern gekommen
Mit Ausnahme gewisser historisch verbriefter Bestrebungen
erfreute sich im Gegensatz dazu die Geschichte der gottesdienstlichen Kirchenmusik immer schon glanzvollster Formenvielfalt und sie belegt epochenweise große Freiheit in den Musizierformen und der Art der Gesangsbegleitung. Besondere Aufmerksamkeit aus der lutherischen Kantoreipraxis hierbei verdient das Alternatim - Musizieren
verfällt dem Unbrauchbaren und wird selbst unbrauchbar
seit über 40 Jahren existiert in Deutschland eine christliche Popmusikszene. 'Eine Kirche
Gleichsam weisen heutige Gesangbücher wie Gotteslob oder Evangelisches Gesangbuch auch eine Vielfalt ökumenischer Lieder und Lieder aus aller Welt auf. Immer häufiger findet sich im Gottesdienst aber auch so genannte "populäre" christliche Musik wieder
die nur noch Gebrauchsmusik macht
Joseph Kardinal Ratzinger aus: Theologisches zur Kirchenmusik' [Bearbeiten]
Berufsbild Kirchenmusiker/Kirchenmusikerin
Chorleiter Organist Kirchenmusikdirektor [Bearbeiten]
siehe: Kirchenmusiker Kantor
Komponisten
Liste der Kirchenmusikkomponisten [Bearbeiten]
Siehe auch:
Kantor
Liste von Organisten
Requiem
E-Musik
Posaunenchor
Komponisten
Preis der Europäischen Kirchenmusik it:Musica sacra
Kantate
Oratorium (Musik)
Liste der Werke der Kirchenmusik
Kirchenlied
Schola
Choral
Gesangbuch
Messe (Musik)
Gospel
Conductus
Kirchenmusiker
Sakropop
[X] Schliessen
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