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Diskussion : Kartografie
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Impressum
Kartografie
Stichpunkte
Allgemein
Bild nicht gefunden Weltkarte Die Kartographie bzw
Kunst und Technik der Erstellung von Karten
Kartografie ist die Wissenschaft
Atlanten und Globen
siedlungsgeografischen
administrativen
territorialen
Diese dienen zur Darstellung der Erdoberfläche mit all ihren topografischen
tektonischen
infrastrukturellen
geomorphologischen
wirtschaftlichen
politischen
sozialen
historischen
orographischen und sonstigen Aspekten
"Verbergen") 1 Einführung 2 Geschichte 2.1 Urgeschichte 2.2 Frühgeschichte 2.3 Mittelalter 2.4 Neuzeit 2.5 19. und Anfang 20
Neben der Erde werden aber auch astronomische Objekte mit Hilfe von Sternkarten bzw. -globen abgebildet. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Jahrhundert 2.6 Computerzeitalter 3 Qualitätsmerkmale guter Kartografie 4 Amtliche Kartografie 4.1 Deutschland 4.2 Österreich 4.3 Schweiz 4.4 Kritik zur Amtlichen Kartografie 5 Organisationen 6 Hinweis 7 Literatur 8 Weblinks [Bearbeiten]
Einführung
Bild nicht gefunden Ein Kartograf bei der Arbeit (1943) Die Kartografen visualisieren raumbezogene Informationen und müssen sich daher seit der Erstellung der ersten Karten mit den Problemen der Kartengestaltung auseinandersetzen
Symbole...) leicht aufzunehmen bzw. zu nutzen
Flächen
die Inhalte der Karte (Linien
dass es dem Benutzer ermöglicht wird
Sie bilden die Realität in der Karte so ab
seine kognitive Karte im Gehirn zu erweitern oder zu korrigieren. Die drei Dimensionen der Erdoberfläche auf einem flachen Tontäfelchen oder einem Papyrus abzubilden war lange Zeit ein großes Problem
Es sollte dem Nutzer möglich sein
musste man sich auch noch mit der Kartenprojektion
dass die Erde ein kugelförmiger Körper ist
also der Darstellung eines dreidimensionalen Körpers auf einem zweidimensionalen Blatt Papier
Mathematische Kartographie)
Als man dann herausfand
auseinandersetzen (Projektion
Zur besseren Beschreibung der geographischen Lage der Orte wurden schon sehr früh die geographischen Koordinaten eingeführt
Diese Methode der Lagebeschreibung wurde seit dem 19
Jahrhundert um weitere Koordinatensysteme (z.B
Gauß-Krüger-Koordinatensystem
UTM-Koordinatensystem) ergänzt. [Bearbeiten]
Geschichte
Die Geschichte der Kartografie hält mit der Entwicklung der Geographie als Wissenschaft Schritt. [Bearbeiten]
Urgeschichte
Vermutungen und dürftige Nachrichten über Karten primitivster Art
von denen sich fast keine Spuren erhalten haben
Aus der Zeit der Urgeschichte hat man fast nur Sagen
Die bisher älteste kartografische Darstellung fand man im Jahre 1963 im türkischen Çatal Hüyük bei den Ausgrabungen einer neolithischen Siedlung
Die Wandmalerei zeigt die Siedlung um 6200 v
Chr. mit ihren Häusern und dem Doppelgipfel des Vulkans Hasan Dag (3.270m). [Bearbeiten]
Frühgeschichte
Bild nicht gefunden Illustration der Himmelsscheibe von Nebra Bild nicht gefunden Tabula Peutingeriana (Ausschnitt) Ca
3800 v
geritzt
Chr. wurde eine Karte von Nord-Mesopotamien in die so genannte Tontafel von Nuzi (auch Ga-Sur)
südwestlich von Kirkuk im Irak
dem heutigen Jorgan Tepe
Flüsse und Städte eingezeichnet. Die zwischen 1800 v
Auf der 7 cm x 7 cm großen Tontafel sind Berge
Chr. und 1600 v
Chr. erschaffene Himmelsscheibe von Nebra ist die älteste bekannte Himmelsdarstellung und evtl. auch die älteste astronomische Sternkarte der Menschheitsgeschichte
Ca
1500 v
Chr. entstand im heutigen Italien die in einen Felsen geritzte Karte von Bedolina nahe der Ortschaft Capo di Ponte im Tal Val Camonica
16 m x 2
Sie zeigt auf 4
30 m den Plan eines Ortes sowie Tiere und Menschen. Ebenfalls um ca
1500 v
Gebäude und den Euphrat zeigt und in sumerischer Keilschrift beschriftet ist
die das Stadttor
Chr. entstand in Babylonien ein Stadtplan von Nippur auf einer 21 cm x 18 cm großen Tontafel
Aus der Zeit um 1300 v.Chr. ist eine ägyptische Papyruskarte von den nubischen Goldminenfelder erhalten
Sie stellt das Becken östlich von Koptos mit einer Hauptstraße und dem Ammonstempel dar
Ca. aus dem 6
Jahrhundert v
Chr. stammt eine in eine Tontafel geritzte Weltkarte
die das babylonische Weltbild als Kreis zeigt
Im 5
Jahrhundert v
Chr. gibt der Weltreisende Herodot eine ausführliche Beschreibung
wie eine Weltkarte im Einzelnen zu zeichnen wäre
Westindien und im Süden die Sahelzone
das kaspische Meer
Die Grenzen seines Welthorizontes sind Nordeuropa
die eigentlich ein Verzeichnis astronomischer Positionen nach Breite und Länge ist und auf so unsicheren Berechnungen basiert
dass die Fehler der zu großen Länge beim Ostende des Mittelländischen Meers 20° und an der Gangesmündung schon 46° betragen
Aus den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung stammen die Handzeichnungen von Karten in den ältesten Manuskripten der Kosmographie des Ptolemäus
einer Erdbeschreibung
eine von West nach Ost unnatürlich verzerrte Straßenkarte des römischen Reichs mit Angabe der Militärstationen und Entfernungsangaben in Meilen. [Bearbeiten]
Ferner gibt es noch die Tabula Peutingeriana
Mittelalter
der noch lange als unfehlbare Quelle galt
Bild nicht gefunden Ebstorfer Weltkarte Die verschiedenen Handzeichnungen
sowie durch Mißinterpretationen neuer Entdeckungen z
sind Versuche so genannter Weltkarten (mappae mundi)
meist von Mönchen angefertigt
die aufbauend auf den Irrtümern des Ptolemäus
BM
gravierende Fehler enthielten: Asien rückte beispielsweise so weit gegen Osten
dass Kathai (China) nur noch 130° westlich von Spanien lagZ
arco Polos aber auch anderer Entdecker
u diesen Weltkarten zählen die Ebstorfer Weltkarte (ca1
die Hereforder Weltkarte (ca1
235)
die Haldinghams (im Dom zu Hereford
14J
270)
die Florentiner Seekarte (1351)
die Weltkarte im Palazzo Pitti zu Florenz (1447)
die so genannte Katalunische Karte bzw. der "Katalanische Atlas" (1375)
der den jüdisch-mallorquinischen Kartografen Abraham und Jehuda Cresques (Vater und Sohn) zugeschrieben wird
die Karte Andrea Biancos (1436)
die Weltkarte des Andreas Walsperger (1448/9) sowie jene des Fra Mauro in der Markusbibliothek zu Venedig (1453)D
ahrhundert)
die des Marino Sanuto (1320)
er Globus des Nürnberger Gelehrten Martin Behaim von 1492
auch Martin Behaims Erdapfel genannt
kann als Schlußstein dieser Periode angesehen werdenE
r trägt noch alle Spuren des unvollkommenen Wissens und der Irrtümer seiner Zeit. [Bearbeiten]
Neuzeit
In diesem Zeitabschnitt machen sich die Fortschritte der Kartografie schon sehr bemerkbar
Mallorca und anderen Orten fast fabrikmäßig gefertigt werden
welche nur nach der Schnelligkeit des Segelns geschätzt wurde. Aus ihnen werden die Weltkarten zusammengesetzt
Genua
und es wird die Kunst des Grabstichels zu ihrer Vervielfältigung aufgeboten
Lissabon
allerdings noch mit teilweise falsch orientierten Umrissen infolge der Unkenntnis der Missweisung (Deklination) der Magnetnadel und mit bedeutenden Fehlern bezüglich der geographischen Länge
welche in Venedig
Es erscheint eine ansehnliche Anzahl von Küstenkarten (portolani)
Jede größere Bibliothek besitzt eine Anzahl von Portolani aus jener Zeit
Seltener sind die Weltkarten
sowohl die Handzeichnungen als auch die Abdrücke der gestochenen
Peter Apian (1524)
im Privatbesitz in Wien)
die türkische Weltkarte (Karten von Piri Reis) (1513)
Mercator (1541) und dessen schon mit wachsenden Breiten konstruierte Weltkarte (1569). Im Jahre 1507 gibt Martin Waldseemüller Globus und Weltkarte mit der Kontinentbezeichnung Amerika heraus. Allmählich vollzieht sich die Emanzipation von Ptolemäus
die Weltkarten von Descelliers (1553
die Adaption bestimmter Projektionen
die Auswechslung fabelhafter und hypothetischer Ausfüllung mit den Ergebnissen neuer Entdeckungen im Bereich des asiatischen und amerikanischen Kontinents
Cabot (1544) u.a. die Globen von Schoner (1520)
Ribero (1529)
In diese Suite gehören die Carta marina von Portugal (1504)
Gaultier (1512)
dass vor und nach 1600 an die Stelle der Portolani ganze Atlanten treten
So wird es möglich
z.B. der von Mercator (gest
1570)
von Ortelius ("Theatrum orbis terrarum"
den dessen Söhne vollendeten
1595)
Jodocus Hondius (gest
Blaeuw (gest
1611)
6 Bände mit 451 Karten)
Johannes Jansson (1636
1638) und seinen Söhnen (372 Karten) etc
Damals waren also die Niederländer tonangebend auf dem Gebiet der Kartografie
Für Deutschland sind zu nennen Johann Baptist Homann (gest
Wien 1736
50 Blatt)
1724) in Nürnberg (etwa 200 Karten) und Seutter in Augsburg (Atlas
für Frankreich Tavernier u.a
ein Gewerbe geworden
Der Landkartenstich war
wie der Buchdruck
Mit Jacques und César Cassini
deren letzte Blätter (267) erst Ende des 19
welche 1750 bis 1793 die große Triangulation von Frankreich und die darauf begründete große topographische Karte vollendeten
große topographische Karte geplant
doch genügten die großartigen Leistungen der beiden Cassini nicht: Es wurde eine neue
begann endlich die Zeit der genauen topographischen Aufnahmen und der kritischen Bearbeitung der Karten. Bild nicht gefunden Zwei Kartografen bemalen ein Relief von Südamerika In ersterer Beziehung stand nun Frankreich an der Spitze
Jahrhunderts erschienen sind
um Europa
und es fehlt nicht mehr sehr viel
mit Ausnahme der Türkei und größerer Teile von Spanien sowie der nördlichsten Teile von Skandinavien und Russland
Dem Beispiel Frankreichs folgten nach und nach alle europäischen Staaten
mit allem Aufwand gereifter Geodäsie trigonometrisch ausgenommen und topographisch mappiert anzunehmen
Unter den asiatischen Ländern erfreut sich Ostindien
unter den amerikanischen die Union des allmählichen Zustandekommens guter Spezialkarten
Für die genaue Aufnahme der Küstenstriche aller Ozeane wirken in erster Linie die britische Admiralität
in zweiter die nordamerikanische und französische Marine
Paris
dass die Kartografie beschleunigt in allen Richtungen fortschreitet
Berlin (Reimer)
auf die zahlreichen Illustrationen zu den Mitteilungen der verschiedenen geographischen Gesellschaften hingewiesen werden
um die Überzeugung zu erlangen
und es kann auf die Leistungen der geographischen Institute zu Gotha und Leipzig
der Generalstäbe und Ingenieur-Geographenkorps. Selbstverständlich ist dieser Umschwung nicht ohne Einfluss auf die Privatindustrie geblieben
auf die Produktion vieler Verleger von London
Tausende von Seekarten und von topographischen Sektionen beweisen die überall erwachte Tätigkeit der Marinen
Sankt Petersburg etc.
der Forscher
obgleich noch lange nicht alle Kombinationen erschöpft sind
Nicht nur der Gelehrte
auch Geschäftsleute und selbst die lange vernachlässigte Schule finden Befriedigung für ihre mannigfaltigen Bedürfnisse
der Militär
um den überreichen Stoff dem Fachmann und dem Lernenden mundgerecht zu gestalten. [Bearbeiten]
19. und Anfang 20. Jahrhundert
Bild nicht gefunden Bern auf der Dufourkarte Mitte 19
Jahrhundert wurde von General Henri Dufour eine Kartenserie 1:100 000 der Schweiz mit einer Beleuchtungsrichtung aus Nordwest erstellt
Diese Beleuchtungsrichtung wurde in der Folge von vielen Kartographen übernommen
Ab Mitte des 19
Jahrhunderts wurde es auch üblich Karten mehrfarbig zu drucken
Dadurch wurde das Kartenbild reichhaltiger
Die dominierenden Schraffuren wurden vielfach durch Flächentöne ersetzt
In Bereich der Schulkartografie machte sich besonders Carl Diercke mit dem nach ihm benannten Diercke-Atlas einen Namen. [Bearbeiten]
Computerzeitalter
hat sich mit dem Aufkommen der Computer das Bild der Kartografie stark gewandelt
Nach jahrhundertelanger
hauptsächlich handwerklicher Tätigkeit bei der Originalherstellung oder Reproduktion von kartografischen Erzeugnissen
Mit heutigen Geoinformationssystemen (GIS) arbeiten Kartografen eher am Bildschirm mit Maus und Tastatur als über dem Leuchttisch mit Griffel und Tuschefeder
Der Karteninhalt wird jedoch meist aus dem GIS in eine Graphiksoftware konvertiert und dort auf den Druck vorbereitet
Als Grundlage für neue Karten sind seit frühester Zeit die Ergebnisse der Geodäsie (Vermessungskunde) interessant gewesen
Mit der Eroberung der Lüfte und später auch des Weltalls wurde mit der Fernerkundung und Photogrammetrie eine neue reichhaltige Datenquelle
die heute nicht mehr wegzudenken ist
das Luftbild und Satellitenbild gefunden
Die rasante Entwicklung von interaktiven Karten im Internet oder bei mobilen Endgeräten sind Schwerpunkt zahlreicher Untersuchungen
aber auch Forschungsschwerpunkte wie Virtuelle Realität oder Augmented reality sind heute in der Kartografie vertreten. [Bearbeiten]
Qualitätsmerkmale guter Kartografie
die Genauigkeit
Nachstehend werden vier Qualitätskriterien für eine gute Karte beschrieben
die Grafik
die Verständlichkeit und die Ästhetik
Genauigkeit: Die Informationen der Karte (zum Beispiel Geländeform
Verkehrslinien und Texte) müssen mit der Wirklichkeit übereinstimmen
Geograph) zuständig
Für die Beurteilung der Genauigkeit sind Fachleute (Vermessungsingenieur
Kartograph
Grafik: Die Zeichnung
die Beschriftung und die Farbgebung müssen den üblichen fachlichen Mindestanforderungen der Grafik und der Typografie genügen
Verständlichkeit: Mit dem Begriff "Verständlichkeit" wird vor allem eine gute Lesbarkeit der Karte definiert
Für die Beurteilung der Verständlichkeit sind allein die Benutzerinnen und Benutzer zuständig
Kartografische Produkte erfüllen in der Regel die Anforderungen an Genauigkeit und Grafik
Bezüglich Verständlichkeit werden jedoch oft schlechte Karten publiziert
An dieser Stelle sollen nicht die Lernziele von Ausbildungsstätten für Kartografen beschrieben werden
Hingegen möge eine Aufzählung der häufigsten Mängel zeigen
was unter guter Verständlichkeit zu verstehen ist: Zu viele Informationen: Zu jedem Kartenmassstab gehört ein angemessener Umfang von Informationen
müssen die Gebäude im Maßstab 1:100'000 zu Gebäudegruppen zusammengefasst werden
Wenn im Maßstab 1:25'000 noch jedes einzelne Gebäude dargestellt werden kann
Ein Stadtplan im Maßstab 1:2'000 erlaubt
die Namen aller Straßen und Gassen
ja sogar die Hausnummern darzustellen
Im Maßstab 1:10'000 hingegen können höchstens die Namen der wichtigsten Straßen angeschrieben werden
Mit dem Fachbegriff Generalisierung wird in der Kartografie die sinnvolle Reduktion der Informationen entsprechend dem Kartenmaßstab bezeichnet
die man mit dem Vergrößerungsglas lesen muss
Eine Karte
ist eine schlechte Karte
Zu wenige Informationen finden sich hauptsächlich in zensierten Karten diktatorisch regierter Länder sowie in aus Kostenersparnisgründen zu stark generalisierten kommerziellen Kartenwerken
Höhenstufen oder Bauzonen können mit Farben dargestellt werden
Zu viele Farbabstufungen: Elemente einer Karte
wie zum Beispiel Bodenbedeckung
Karten mit zu feinen Farbabstufungen sind schlecht lesbar
In der Regel kann ein Benutzer höchstens drei verschiedene Abstufungen derselben Farbe auf der Kartenlegende wieder erkennen
Mangelhafte Generalisierung: Dieser Mangel soll am Beispiel einer Straße erläutert werden
Die Begrenzungslinien einer 25 Meter breiten Straßenanlage haben im Maßstab 1:10'000 einen Abstand von 2.5 Millimeter
Eine solche Doppellinie ist gut lesbar
Im Maßstab 1:100'000 hätten die beiden Linien bei maßstäblicher Darstellung nur einen Abstand von 0.25 Millimeter und wären nicht mehr als Doppellinie erkennbar
auch wenn dies im Maßstab 1:100'000 einer vier mal zu großen Straßenbreite von 100 Metern entspricht
Damit die Karte verständlich bleibt
müssen die beiden Linien einen Abstand von mindestens 1 Millimeter haben
wenn Karten ohne kartographische Bearbeitung fotomechanisch oder digital verkleinert werden
Eine mangelhafte Generalisierung muss immer dann beanstandet werden
wie ein Bild. [Bearbeiten]
Dies ist die häufigste Ursache schlecht lesbarer Karten. Ästhetik: Eine Karte kann dann als perfekt bezeichnet werden
schön
wenn sie keinen der erwähnten Mängel aufweist und von der Benutzerin und vom Benutzer auch noch als ästhetisch gut empfunden wird: Eine Karte
Amtliche Kartografie
Als amtliche Kartografie bezeichnet man die von staatlichen Behörden erstellten Karten und Daten. [Bearbeiten]
Deutschland
In Deutschland ist das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie für kleinmaßstäbige Karten und die nationale Koordinierung zuständig
bzw. der zuständige Landesbetrieb des Bundeslandes
Die großmaßstäbigen Karten sind Ländersache
ihre Erstellung übernimmt das jeweilige Landesvermessungsamt
Speziell für Seekarten und Flusskarten ist das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie zuständig
Der Großteil der amtlichen Karten basiert auf der deutschen Grundkarte mit einem Maßstab von 1 : 5000 bzw
1 : 10 000 in den neuen Bundesländern und 1 : 25 000 in den alten Ländern
die Landeslage- und Landeshöhennetze und das Schwerenetz zuständig
der Topographische Dienst Erfurt und der Topographische Dienst Schwerin für das Landeskartenwerk (Ausgabe Volkswirtschaft)
In der DDR waren der Topographische Dienst Dresden mit der Außenstelle für Photogrammetrie (Luftbildauswertung) in Leipzig
Ab 1971 war das Kombinat Geodäsie und Kartographie mit der Verwaltung Vermessungs- und Kartenwesen
die dem Ministerium des Innern der DDR unterstellt war
für die amtliche Geodäsie und Kartografie zuständig
Darüber hinaus lagen verschiedene Aufgaben
wie beispielsweise das Landeskartenwerk (Ausgabe Staat) beim Militärtopographischen Dienst der NVA mit dem Militärkartographischen Dienst in Halle und dem Kartographischen Dienst Potsdam
Die amtlichen Karten basierten auf der Topographischen Karte der DDR mit einem Maßstab von 1 : 10 000 als Grundmaßstab. [Bearbeiten]
Österreich
Das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) ist in Österreich für die amtliche Kartografie zuständig. [Bearbeiten]
Schweiz
Das Bundesamt für Landestopographie (swisstopo) ist in der Schweiz für die amtliche Kartografie zuständig. [Bearbeiten]
Kritik zur Amtlichen Kartografie
Die Karten und Daten werden von staatlichen Behörden erstellt und gewonnen
Somit kommen in erster Linie die Steuerzahler für die Kosten auf
der Rest wird von der Allgemeinheit aufgebracht
Der Nutzer der Daten muss also nur einen Teil der tatsächlichen Kosten zahlen
dass die Daten kostenlos und ohne Nutzungseinschränkungen zur Verfügung gestellt werden (sozusagen Public Domain)
In den USA ist es hingegen die Regel
ob der Einzelne die Daten benötigt
Die Steuerzahler kommen also für sämtliche Kosten auf
unabhängig davon
dass die Gewinnung von Höhendaten mithilfe der SRTM-Mission (welche ein Gemeinschaftsprojekt der USA und Deutschland war) mit Steuergeldern aus Deutschland und den USA finanziert wurde
So ist es z.B. so
Während Deutsche für die Nutzung der Daten Geld bezahlen müssen
sind sie in den USA kostenlos erhältlich. [Bearbeiten]
Organisationen
Belgische Gesellschaft für Kartografie (Weblink (http://www.geo.ulg.ac.be/Carto/b_cartogis.html)) Britische Gesellschaft für Kartografie (Weblink (http://www.soc.org.uk)) Deutsche Gesellschaft für Kartographie (DGfK) Finnische Gesellschaft für Kartografie (Weblink (http://www.kartogra.fi)) Französische Gesellschaft für Kartografie (Weblink (http://www.lecfc.freesurf.fr)) Griechische Gesellschaft für Kartografie (Weblink (http://xeee.topo.auth.gr)) Kanadische Gesellschaft für Kartografie (Weblink (http://www.geog.ubc.ca/cca/)) Kroatische Gesellschaft für Kartografie (Weblink (http://www.geof.hr/hgd/karto/index.htm)) Niederländische Gesellschaft für Kartografie (Weblink (http://www.kartografie.nl)) Österreichische Kartographische Kommission (Arbeitsgruppe der ÖGG) (Weblink (http://www.oegg.info/)) Schweizerische Gesellschaft für Kartographie (Weblink (http://www.kartographie.ch)) Internationale Kartographische Vereinigung (IKV bzw
ICA/ACI) Internationale Coronelli-Gesellschaft für Globenkunde Verband der kartografischen Verlage in Deutschland (Weblink (http://www.kartografie-verband.de/)) Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) [Bearbeiten]
Hinweis
Die korrekte Schreibweise war vor der Rechtschreibreform die mit "ph"
jedoch ist "Kartographie" die Hauptvariante
Nach der neuen Rechtschreibung sind beide Formen gültig
Laut Duden ist die Schreibweise mit "f" ("Kartografie") vorzuziehen
Wenn es sich um Eigennamen handelt (z.B. "Institut für Kartographie") bleibt das ph jedoch erhalten
Siehe auch: Kartensammlung
Vier-Farben-Satz
Mercator-Projektion [Bearbeiten]
Literatur
2002
Kartographie
2001
Spektrum Verlag
ISBN 382741055X Günter Hake
Dietmar Grünreich und Liqiu Meng
8
Lexikon der Kartographie und Geomatik
Bollmann & Koch (Hrsg.)
Auflage
1983
Brockhaus Verlag Siehe auch: Fernsehsendung Mit offenen Karten [Bearbeiten]
ABC Kartenkunde
ISBN 3110164043 Ogrissek (Hrsg.)
Weblinks
Vorlage:Commons Weblinks zu Online-Karten siehe im Artikel Karte! ETH Zürich: Institut für Kartographie (http://www.karto.ethz.ch/) Uni Hannover: Institut für Kartographie und Geoinformatik (http://www.ikg.uni-hannover.de/) Uni Wien: Institut für Geographie und Regionalforschung (http://www.gis.univie.ac.at/) Private Homepage zum Thema Kartografie (http://www.webkuehn.de) WBVK e.V. - Forum des Vereins zur Förderung der Weiterbildung im Vermessungswesen und der Kartographie (http://www.pfiff-nrw.de/forum/forum.asp?FORUM_ID=9) 605 kartographische Verlage aus 98 Ländern (http://www.bike-hike.de/verlagek.html) cy:Cartograffeg en:Cartography es:CartografÃa fr:Cartographie gl:CartografÃa ia:Cartographia it:Cartografia nl:Cartografie pl:Kartografia pt:Cartografia ru:КартографиÑ? simple:Cartography sl:Kartografija sv:Kartografi
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