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Diskussion : Karl der Große
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Karl der Große
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Allgemein
der Große
Bild nicht gefunden Karl der Große zwischen den Päpsten Gelasius I. und Gregor I. aus dem Sakramentar von Karl dem Kahlen (um 870) Karl I.
lat
Carolus Magnus
franz
(* 747; †28
Charlemagne
Januar 814 in Aachen) aus dem Geschlecht der Karolinger
Enkel von Karl Martell
Seit 768 König der Franken und am 25
Dezember 800 von Papst Leo III. in Rom zum römischen Kaiser gekrönt
Den Beinamen "der Große" erhielt er bereits zu seinen Lebzeiten
das römische Reich regierend
Sein voller Titel ab 800 lautet: Karolus serenissimus augustus a Deo coronatus magnus pacificus imperator Romanum imperium gubernans qui et per misericordiam dei rex Francorum atque Langobardorum (frei übersetzt: "Karl allergnädigster Erhabener
großer Frieden stiftender Herrscher
von Gottes Gnaden König der Franken und Langobarden"). Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
von Gott gekrönt
"Verbergen") 1 Leben 2 Kulturelle Bedeutung 3 Ehefrauen 4 Nachkommen 5 Nachleben 5.1 Sagen 5.2 Heiligsprechung 5.3 Zeitgenössisches Bild fehlt 5.4 Sprachentwicklung 5.5 Karlsthron 6 Siehe auch 7 Literatur 8 Weblinks [Bearbeiten]
Leben
Karl war der ältere Sohn des späteren Königs Pippin des Jüngeren
Nach dem Tod seines Vaters teilte er die Herrschaft mit seinem Bruder Karlmann
Nach Karlmanns Tod stellte er 771 die Reichseinheit wieder her
Karl bestätigte die Pippinische Schenkung seines Vaters an die Kirche
aus der später der Kirchenstaat hervorgehen sollte
Da der Papst Karl als neuen Schutzherrn Roms anstelle des byzantinischen Kaisers ansah
forderte er ihn 799 auf
ihm gegen den Aufstand römischer Adeliger zur Seite zu stehen
Karl zog nach Rom und entschied die Angelegenheit für den Papst
Infolge dieses guten Verhältnisses zwischen Franken und Papsttum wurde Karl anlässlich seines Aufenthalts in Rom am Weihnachtstag im Jahr 800 von Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt
Dieser Titel war seit der Absetzung von Romulus Augustulus im Jahr 476 in Westeuropa nicht mehr geführt worden
Die Krönung zum Kaiser bedeutete somit eine Herausforderung für das byzantinische Kaisertum (Basileios)
dem gegenüber Karl die Gleichberechtigung beanspruchte
Beide beanspruchten den Kaisertitel
das er aufgrund seiner Legitimation durch die Kirche sanctus (heilig) nannte
Karl verstand sich als Augustus Imperator Renovatio Imperii Romani (Kaiser des erneuerten Römischen Reiches) und somit als direkter Nachfolger der römischen Kaiser; sein fränkisches Reich war damit das Nachfolgereich des römischen Kaiserreiches
Nach altem fränkischen Brauch ordnete Karl schon früh seine Nachfolge durch eine Reichsteilung
der jedoch erst 814 als Mitkaiser eingesetzt wurde
erhob Karl 813 den einzigen legitimen Erben Ludwig I. (Ludwig der Fromme) zum Reichserben
Nachdem seine beiden älteren Söhne jedoch früh verstarben
Karl der Große starb am 28
Januar 814 in Aachen und wurde im Atrium der Marienkirche beigesetzt
Es ist schwierig
das Verhältnis Karls zu seinen Töchtern zu verstehen
möglicherweise um die Zahl der potenziellen politischen Allianzen zu kontrollieren
Keine von ihnen wurde verheiratet
ins Kloster zu gehen
Nach Karls Tod wurden seine Töchter dazu gezwungen
Von seiner Tochter Bertha ist bekannt
dass sie eine Beziehung mit Karls Hofgeistlichen Angilbert hatte
Diese Liaison war Vorbild für die Sage von Eginhard und Emma
war Karl der Große sehr darauf bedacht
Als Beschützer des Papstes
dass in seinem Reich jeder das Pater Noster oder Vaterunser kannte
dann auch eigens vom Papst gekrönt
die sich nicht zum Christentum bekehren lassen wollten
Verschiedene Stämme
wurden von Karl dem Großen gewaltsam dazu gezwungen (siehe auch Verden (Aller))
wie die Sachsen
Kaiser und Papst sorgten gemeinsam für die Befestigung des Reiches gegen ständig neue Angreifer aus dem Osten. [Bearbeiten]
Kulturelle Bedeutung
Kulturell ist Karls Herrschaft als karolingische Renaissance bekannt
Kunst
Literatur und Architektur erlebten einen ungemeinen Aufschwung
unter anderem den Angelsachsen Alkuin als Leiter der Hofschule
den Westgoten Theowulf aus Spanien sowie Angilbert und Einhard (auch genannt Eginhard)
den Langobarden Paulus Diaconus
An seinem Hof versammelte Karl bedeutende Gelehrte seiner Zeit
Petrus aus Pisa
Karl wies die Klöster in seinem Reich an
Heldenlieder und Sagen sammeln und aufschreiben zu lassen
alle vorchristlichen Mären
entgingen durch Zufall dieser Vernichtungsaktion
und nur wenige Schriften
Allerdings ließ sein Sohn Ludwig diese Aufzeichnungen als "barbarische Gesänge" vernichten
wie zum Beispiel das Hildebrandslied
prägte er durch Architekturwerke mit großartigen
Aachen
die neue "Reichshauptstadt" nördlich der Alpen
wohl aus Italien importierten Skulpturen. [Bearbeiten]
Ehefrauen
Tochter des Langobardenkönigs Desiderius
Himiltrud (Friedelehe?) Ermengarda oder Desiderata
nach einjähriger Ehe 771 verstoßen Hildegard von Savoyen (de gente Suaborum) (geheiratet 771) (758–783) Fastrada (Ostfränkin) (geheiratet 784) (†794) Luitgard (Alemannin) (verheiratet 794) (†800) [Bearbeiten]
Nachkommen
Kaiser Bertha [Bearbeiten]
König von Italien Ludwig der Fromme (778-840)
später Pippin genannt (773-810)
Pippin der Bucklige (770-811) Karl (772-811) Karlmann
Nachleben
[Bearbeiten]
Sagen
Um das Leben und Wirken Karl des Großen entstanden nach seinem Tod zahlreiche Sagen
unter anderem der Karlszyklus mit dem Rolandslied. [Bearbeiten]
Heiligsprechung
Auf Betreiben Kaiser Friedrich Barbarossas wurde Karl 1165 durch den Erzbischof von Köln
unter Billigung von Gegenpapst Paschalis III.
heilig gesprochen
so dass sein Gedenktag nie offiziell anerkannt wurde
Diese Heiligsprechung wurde von Papst Alexander III. aber abgelehnt
Seit 1176 wird die Verehrung allerdings von der katholischen Kirche geduldet. [Bearbeiten]
Zeitgenössisches Bild fehlt
Von Karl dem Großen ist kein zeitgenössisches Bildnis überliefert
die sich heute im Germanischen Nationalmuseum befindet. [Bearbeiten]
Am Anfang der repräsentativen Karlsbilder steht Albrecht Dürers Bildtafel
Sprachentwicklung
so im Russischen 'korol'
In vielen slawischen Sprachen wurde vermutlich aus seinem Namen in der lateinischen Form 'Carolus' das Wort für König
im Polnischen 'król'. [Bearbeiten]
Karlsthron
Im Februar 2005 wurden von der Archäologin Mechthild Schulze-Dörrlamm vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz Reste des ältesten Königsthrons in Deutschland entdeckt
Es lag seit 1911 unerkannt in einem Magazin des Landesmuseums Mainz
Dabei handelt es sich um eine Seitenlehne des mit Ornamenten verzierten Thrones aus Kalkstein aus der zweiten Hälfte des 8
Jahrhunderts
Dieser Königsthron ist damit älter als der Marmorthron in der Aachener Pfalzkapelle aus der Zeit um 800
der bisher als ältester galt. [Bearbeiten]
Siehe auch
Wissenschaft zur Zeit Karl des Großen - Kunst zur Zeit Karl des Großen - Karlsgarten - Karlsgraben - Ingelheimer Kaiserpfalz - Karolinische Bücher [Bearbeiten]
Literatur
Wolfgang Braunfels: Karl der Große
Lebenswerk und Nachleben
4 Bde
Düsseldorf 1967 Matthias Becher: Karl der Große
München 1999. (Sehr gute Einführung mit kommentierter Kurzbibliographie zum weiteren Studium) Dieter Hägermann: Karl der Große : Herrscher des Abendlandes
Berlin 2003
ISBN 3549058268 Rudolf Schieffer: Die Karolinger
Stuttgart 2000 (3. überarb
Aufl.) [Bearbeiten]
Weblinks
Sehr ausführliche Biografie (http://www.web-der-weltgeschichte.de/Karl_0.html) Biografie und politisches Umfeld (http://www.layline.de/geschichte/Karl_0.html) Vita Einhards lateinisch und englisch (http://charlemagne.celtic-twilight.com/einhard/index.htm) Vorlage:Personendaten bg:Карл Велики ca:Carlemany cs:Karel Veliký cy:Siarlymaen da:Karl den Store en:Charlemagne eo:Karolo la Granda es:Carlomagno fi:Kaarle Suuri fr:Charlemagne he:קרל הגדול hr:Karlo Veliki is:Karlamagnús it:Carlomagno ja:カール大� la:Carolus Magnus nds:Korl de Groote nl:Karel de Grote nn:Karl den store no:Karl den store pl:Karol Wielki pt:Carlos Magno ro:Carol cel Mare sv:Karl den store zh-cn:查�大�
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