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Karl Kraus
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Allgemein
Karl Kraus (* 28
Böhmen
April 1874 in JiÄ?Ãn (deutsch: Jitschin oder auch: Gitschin)
damals Österreich-Ungarn
heute Tschechien; †12
Juni 1936 in Wien) war einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller des beginnenden 20
wie er selbst es ausdrückte
Jahrhunderts
Dramatiker
Lyriker
Aphoristiker
ein Publizist
der Journaille. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Leben 2 Person 3 "So meine ich!" - Die Fackel 4 "Der Künstler ist ein Diener am Wort" - Karl Kraus und die Sprache 5 "Noch mehr läßt sich verdienen / Wenn etwas nicht erscheint" - Karl Kraus und die Presse 6 "Eine Krone für Zion" - Karl Kraus und das Judentum 7 "Jawohl
Sprachwissenschaftler und Kulturkritiker - vor allem ein scharfer Kritiker der Presse und des Hetzjournalismus oder
Satiriker
es handelt sich in diesem Krieg!" - Die letzten Tage der Menschheit 8 "Mir fällt zu Hitler nichts ein" - Die Dritte Walpurgisnacht 9 Geförderte Autoren 10 "Hinaus aus Wien mit dem Schuft!" - Erledigungen 10.1 Maximilian Harden 10.2 Alfred Kerr 10.3 Imre Békessy 10.4 Johann Schober 11 Weitere Veröffentlichungen 12 "Ihr wart mir doch wehrlos im Saal!" - Die Vorlesungen 13 "Wir lügen schon seit gestern" - Werk und Wirkung 14 Werke 15 Literatur 16 Kataloge 17 Weblinks [Bearbeiten]
Förderer junger Autoren
Leben
Karl Kraus wurde als Sohn des jüdischen Papierfabrikanten und wohlhabenden Kaufmann Jakob Kraus und seiner Frau Ernestine (geborene Kantor) geboren
Im Jahr 1877 zog die Familie nach Wien um
1892 begann Kraus ein Jusstudium an der Universität Wien
Ab April erschienen seine ersten journalistischen Beiträge in der Wiener Literaturzeitung
1894 wechselte er das Fach und studierte bis 1896 Philosophie und Germanistik
ohne das Studium abzuschließen. 1897 wurde Kraus Wiener Korrespondent der Breslauer Zeitung
1899 trat er aus der jüdischen Religionsgemeinschaft aus
1911 konvertierte Kraus zum Katholizismus
ließ sich am 8
sein Taufpate war Adolf Loos; er trat jedoch 1923 aus der katholischen Kirche wieder aus
April in Wien taufen
Am 12
Juni 1936 starb Karl Kraus nach kurzer Krankheit in Wien an einer Herzembolie. [Bearbeiten]
Person
"Hinter Karl Kraus steht keine Religion
keine Partei
kein System
hinter Karl Kraus steht immer wieder immer nur Karl Kraus
ist selbst Gott und Papst und Evangelist und Gemeinde dieses Bekenntnisses
Er ist ein in sich geschlossenes System
er ist eine Ein-Mann-Kirche
Er spricht in eigenem Namen
in eigenem Auftrag und ohne Rücksicht auf Resonanz
Er haßt das Publikum seiner Leseabende und haßt die Leser seiner Zeitschrift
für den er danken kommt und den er voll Stolz registriert
er verbittet sich jede Zustimmung... und hier setzt schon der erste unauflösliche Widerspruch ein; denn zugleich hängt er am Beifall des Auditoriums
zugleich druckt er ausführlich zustimmende Referate der Zeitungen ab..
Will man nach seiner seelischen Disposition fragen
wird man mit den naheliegenden Oberflächenkategorien "Eitelkeit" oder "Größenwahn" nicht viel anfangen können..
aufeinander bezogen
daß zwei Erkenntnisse am ehesten den Weg zum Verständnis der Einzigartigkeit des Phänomens Karl Kraus eröffnen und daß sie
seine Entwicklung und seine Besonderheit erklären
Ich glaube
anzuklagen
zu kämpfen..
wovon jeder kluge
selbständige Unzufriedene jeder Zeit träumt: er hat sich ein Forum geschaffen
um ohne Rücksichten und Hemmungen
jenseits aller Cliquen und Bindungen in absoluter Freiheit seine Meinung zu äußern
Karl Kraus... hat als junger Mann von fünfundzwanzig Jahren verwirklicht
zu kritisieren
was er wollte
Er hat von seinem fünfundzwanzigsten Jahr bis zu seinem Tod nur getan
es sein Leben lang auf Umwegen zu umkreisen und nur indirekt
das er wollte
und das
nicht zu tun vermocht und war darum verurteilt
seine restlose und letzte Erfüllung gewesen wäre
behelfsmäßig zu verwirklichen
Und er hat
wie ich glaube
ein einziges
zweitens
Er war im Grund seines Herzens Schauspieler
besser Theatermensch; und er konnte nicht zum Theater
und
so ist es nicht gespielte Literatur
was vielleicht nur Nebenbei gewesen wäre
wo immer denkbar
dem Theater angenähert werden: 'Wenn ich vortrage
zur Hauptsache
So... mußte ihm
ist gedruckte Schauspielkunst.' Und: 'Ich bin vielleicht der erste Fall eines Schreibers
"Karl Kraus oder die Macht der Ohnmacht"
1968) [Bearbeiten]
Aber was ich schreibe
der sein Schreiben zugleich schauspielerisch erlebt.'" (Hans Weigel
"So meine ich!" - Die Fackel
Am 1
April 1899 gründete Karl Kraus die Zeitschrift Die Fackel
In der Vorrede zur Fackel sagte er sich von allen Rücksichten auf parteipolitische oder sonstige Bindungen los
das er dem reißerischen »Was wir bringen« der Zeitungen entgegenhielt
sagte er der Welt - vor allem der der Schriftsteller und Journalisten - den Kampf gegen die Phrase an und entwickelte sich zum wohl bedeutendsten Vorkämpfer gegen die Verwahrlosung der deutschen Sprache. Die Fackel kam als Heftchen mit rotem Umschlag heraus
Unter dem Motto »Was wir umbringen«
die Komödie und Tragödie symbolisieren
In den ersten Jahren zeigte das Titelblatt die Zeichung einer Fackel vor der Silhouette Wiens mit dem Symbol des Theaters und der darstellenden Künste - der antiken Theatermasken
erschien die Fackel später mit einem nüchternen Titel
Da sein ehemaliger Verleger sich darauf die Rechte gesichert hatte
der nur aus Text bestand
Die Entwicklung der Zeitschrift 'Die Fackel' ist eine Biographie ihres Herausgebers
sondern auch der Autor der meisten Beiträge
Von Anfang an war Karl Kraus nicht nur der Herausgeber
Während jedoch die "Fackel" zu Beginn durchaus mit anderen ähnlichen Zeitschriften (wie etwa der "Weltbühne") vergleichbar war
wurde sie später mehr und mehr die privilegierte Form seines eigenen schriftstellerischen Ausdrucks
die ihm erlaubte
Karl Kraus befand sich in einer Stellung
finanziell und auch in allen anderen Belangen unabhängig zu sein und keine Rücksichten nehmen zu müssen
was er für richtig hielt
So war die Fackel allein sein Werk; es wurde darin ausschließlich gedruckt
Die Fackel druckte in ihren ersten Jahren unter anderem auch Beiträge von: Detlev von Liliencron Frank Wedekind Victor Loos Karl Hauer Houston Stewart Chamberlain Egon Friedell Peter Altenberg Else Lasker-Schüler Von 1912 an waren praktisch alle Originalbeiträge in der Fackel von Karl Kraus bis kurz vor seinem Tod (die letzte "Fackel" erschien im Februar 1936) im wesentlichen (mit seltenen Ausnahmen) allein geschrieben
Umgekehrt ist der überwältigende Anteil seines Werks in der „Fackel“ zu finden; nur wenig wurde außerhalb der "Fackel" publiziert
Dreifach- und Vierfachnummern erscheinen zu lassen
Doppel-
wobei Karl Kraus es sich zur Gewohnheit machte
Die gesamte "Fackel" umfasst über 20.000 Seiten und 922 "Hefte"
Von der ersten Vierfachnummer im Sommer vor dem Ersten Weltkrieg variiert der Umfang bis hin zu 316 Seiten (das letztere Heft ist die Sechzehnfachausgabe Nr
890 bis 905 mit dem Titel "Warum die Fackel nicht erscheint")
Die Fackel erschien infolge dieser engen Bindung an den praktisch einzigen Autor unregelmäßig (oder wie Kraus es selbst formulierte: in zwangloser Folge)
mit gelegentlichen Unterbrechungen
die sich auf Reisen
Besuche
Sommerfrischen usw. zurückführen lassen
ein eifriger Besucher der Kraus'schen Vorlesungen
bezieht sich in seiner Autobiographie mit dem Titel "Die Fackel im Ohr" auf die Zeitschrift und seinen Autor
Elias Canetti
Kraus' Selbstbewusstsein war ungemein
seine Misanthropie legendär; eine Vorstellung mag einer im Januar 1921 auf seinem Heft veröffentlichten großen Notiz entnommen werden
zuzuwenden." [Bearbeiten]
schreibe keinen Brief und will keinen lesen und verweise auf die völlige Aussichtslosigkeit jedes Versuchs
begehre keine Rezensionsexemplare und versende keine
mich zu irgendeiner der hier angedeuteten oder wie immer beschaffenen
mein Missbehagen an der Außenwelt mehrenden Verbindungen mit eben dieser bestimmen zu wollen
gebe keine Autogramme... besuche keine Vorlesungen außer den eigenen... erteile keinen Rat und weiß keinen
und habe nur noch die Bitte
prüfe keine Talente
brauche keine Zeitungsausschnitte
sondern werfe sie weg
schon in ihrer Vorstellung meine Arbeit störenden
mache keinen Besuch und empfange keinen
bespreche keine Bücher
interessiere mich für keine Zeitschriften
die beinahe als Manifest seines Wirkens bezeichnet werden kann: Ich lese keine Manuskripte und keine Drucksachen
Singerstraße 16
die auf alle derlei Unternehmungen vergeudeten Porto- und sonstigen Kosten von jetzt an der Gesellschaft der Freunde Wien I
"Der Künstler ist ein Diener am Wort" - Karl Kraus und die Sprache
die scheinbar eine höchstens lokal und zeitlich begrenzte Bedeutung hat
Karl Kraus war überzeugt
die großen Übel der Welt und der Epoche offenbaren
dass sich in jeder kleinsten Unstimmigkeit
So konnte er in einem fehlenden Beistrich ein Symptom für jenen Zustand der Welt erblicken
der einen Weltkrieg erst möglich macht
Eines der Hauptanliegen seiner Schriften war es
mittels solcher kleinen Missstände auf die großen Übel hinzuweisen
Wichtigster Indikator für die Missstände in der Welt war für ihn die Sprache
In dem nachlässigen Umgang seiner Zeitgenossen mit der Sprache sah er ein Zeichen für den nachlässigen Umgang mit der Welt im Allgemeinen
So konnte Ernst Křenek über Karl Kraus die folgende für ihn typische Äußerung berichten: "Als man sich gerade über die Beschießung von Shanghai durch die Japaner erregte und ich Karl Kraus bei einem der berühmten Beistrich-Problemen antraf
daß das alles sinnlos ist
sagte er ungefähr: Ich weiß
wenn das Haus in Brand steht
Aber solange das irgend möglich ist
muß ich das machen
so würde Shanghai nicht brennen." Er warf den Menschen seiner Zeit - und unter ihnen nicht zuletzt den Journalisten und Schriftstellern - vor
die Sprache als Mittel zu gebrauchen
denn hätten die Leute
die dazu verpflichtet sind
anstatt sie als Zweck zu sehen und ihr zu "dienen"
das man zu "beherrschen" glaubt
immer darauf geachtet
daß die Beistriche am richtigen Platz stehen
um vorgefertigte Meinungen an den Mann zu bringen
sondern das Medium des Denkens selbst und als solches der kritischen Reflexion bedürftig
Für Kraus ist Sprache kein Mittel
in einer "durch und durch journalisierten Zeit
Ein wesentliches Anliegen Karl Kraus' war es darum
auf der man das geschriebene Wort als die naturnotwendige Verkörperung des Gedankens und nicht bloß als die gesellschaftspflichtige Hülle der Meinung begreift"
zu jener Höhe
der der Geist zur Information dient und die taube Ohren hat für den Einklang von Inhalt und Form" seine Leser zu "entjournalisieren" und zu einem "Verständnis für die Angelegenheit der deutschen Sprache zu erziehen
Wie weit die Sprache seiner Zeitgenossen sich vom Gedanken und von der Vorstellung des Gesprochenen entfernt hat
deren Metaphorik aus einer längst vergangenen Zeit stammt: wenn etwa während des ersten Weltkrieges davon die Rede ist
dass "bis aufs Messer" gekämpft wird - in einer Zeit
in der längst Gas zum Mittel der Kriegsführung geworden ist
wird in den Phrasen offenbar
Die Sprache lasse sich nicht völlig vom Menschen in den Dienst seiner kurzsichtigen Absichten stellen
sondern zeige noch in ihrer verstümmeltsten Form die wahren Zustände in der Welt auf
wenn sie den Krieg als »Mordshetz« (österreichisch: großer Spaß) bezeichneten
So wiesen beispielsweise die Kriegsgewinnler unbewusst auf das grausame Schlachten während des Krieges hin
Aufgrund seiner Sprachanalyse gewann Kraus so tiefe Kenntnisse von den Vorgängen seiner Zeit
der den Menschen schon damals aus der Hand zu gleiten begann. [Bearbeiten]
dass er schon zu Beginn des Jahrhunderts die negativen Folgen des technischen Fortschrittes sah
"Noch mehr läßt sich verdienen / Wenn etwas
nicht
erscheint" - Karl Kraus und die Presse
"Preßköter") zieht sich durch sein gesamtes Lebenswerk
"Preßmaffia" (!)
"Fanghunde der öffentlichen Meinung"
Karl Kraus' Feldzug gegen die Presse ("Journaille"
"Tintenstrolche"
Er wirft ihr vor
daß "bloß das
nicht bezahlt" sei
was zwischen den Zeilen steht
und keinen Wert gibt
die der Herausgeber der 'Neuen Freien Presse' nicht für bares Geld zu vertreten
daß es "keine Schlechtigkeit gibt
Insbesondere wendet er sich gegen die Neue Freie Presse
der er aus Idealismus nicht zu leugnen bereit ist"
von der er sagt
Das Phänomen ist nicht neu (und erstreckt sich auch auf weitere Kontrolleure der öffentlichen Dinge und Meinungen)
daß alles der Kritik durch die Presse ausgesetzt ist - mit Ausnahme der Presse selbst. Dieses Vorgehen Kraus' geschah keineswegs ohne Grund
mit denen sie sich das Wohlverhalten der Zeitungen erkauften
Kraus wies die Zahlung sogenannter "Pauschalien" großer Wirtschaftsunternehmen an die Zeitungen nach
daß die Presse zu allen Zeiten die Tendenz aufgewiesen hat
einen Artikel von - das weiß ich nicht
Er konnte einen Zusammenhang zwischen Angriffen einer Zeitung auf ein Wirtschaftsunternehmen und deren Erlöschen mit Schaltung einiger Inserate durch dieses Unternehmen belegen. "Die 'Neue Freie Presse' ist im Begriffe
aber jedenfalls zum Preise von Gastein zu schreiben." Hinzu kommt
sich gerne selbst sehr wichtig zu nehmen
Karl Kraus stellte vor allem in seinen früheren Jahren darum gerne auch die Presse aktiv bloß
etwa durch Lancieren des einen oder anderen sogenannten Grubenhunds mit einer Menge von beeindruckend klingenden
aber sinnlosen Fachbegriffen. Im Anfang war die Presse und dann erschien die Welt
Im eigenen Interesse hat sie sich uns gesellt
daß es gelingt
und so die Welt zur Zeitung er bringt [...] Sie lesen
Nach unserer Vorbereitung sieht Gott
was man meint
was erschienen
sie denken
daß die Phrase und die Sache eins sind"
aus: "Literatur oder Man wird doch da sehen"
Noch mehr läßt sich verdienen
1921) Der Kampf gegen die Presse ist nicht zu trennen vom Kampf gegen die Phrase: "...es ist meine tiefste Überzeugung
wenn etwas nicht erscheint. ("Das Lied von der Presse
Wer unrein schreibt
daß der menschliche Inhalt bei schlechtem Stil ein vorzüglicher sein könne und daß sich die Gesinnung ganz separat etabliere
der denkt auch unrein: "Die Menschen glauben immer noch
Aber ich behaupte... daß nichts notwendiger ist
als solche Leute als Makulatur einzustampfen
Oder es müßte ein Landtag über die Sprache konstituiert werden
der
für jede erlegte Phrase eine Belohnung aussetzt." [Bearbeiten]
wie für jede Kreuzotter
"Eine Krone für Zion" - Karl Kraus und das Judentum
Kein zweiter deutsch-jüdischer Schriftsteller gilt im selben Maße als Beispiel für den sogenannten "jüdischen Selbsthass" und wird derart oft in diesen Zusammenhang gestellt wie Karl Kraus
Bereits 1899 trat Karl Kraus aus der jüdischen Religion aus und ließ sich nach einigen Jahren der Konfessionslosigkeit im Jahr 1911 katholisch taufen
Dieser Schritt aber blieb der Öffentlichkeit unbekannt
welche die Salzburger Kollegienkirche dazu hergab
daß Max Reinhardt darin Theateraufführungen inszenierte
bis Karl Kraus ihn 1922 in aufsehenerregender Weise rückgängig machte - als Protest gegen eine Kirche
Kraus' Schriften weisen stellenweise einen Duktus auf
den man als antisemitisch auffassen könnte
Moritz Benedikt
so etwa
wenn er das "Jüdisch-Deutsch" als "mauscheln" bezeichnet
einen "Ritualraub" nennt
oder wenn er in Rückgriff auf die angeblichen Ritualmorde der Juden die Tätigkeit des Herausgebers der Neuen Freien Presse
so daß jeder Kommis nun an ihren Brüsten herumfingern dürfe
eines deutsch-jüdischen Schriftstellers wie Kraus selbst
dem er vorwirft
Auch in der langwährenden polemischen Auseinandersetzung Kraus' mit Heinrich Heine
er habe der deutschen Sprache das Mieder gelockert
finden sich zahlreiche versteckte und offene Anspielungen auf Heines Judentum
die vermeintlichen "typisch jüdischen" Eigenschaften vornehmlich als negativ aufzufassen
ist jedoch keine spezifische Eigenschaft Karl Kraus'
Diese Ambivalenz gegenüber der eigenen Identität und die Neigung
Eine assimilierungswillige und weitgehend schon assimilierte Judenschaft in Wien traf auf die nach Wien strömenden ostjüdischen Glaubensgenossen aus Galizien und Lodomerien mit ihrem als unzeitgemäß empfundenen Kaftan
ihren Peies und ihren Tehillim - und empfand Fremdheit und Beklemmung
Man legte Wert darauf
ohne von osteuropäischen Glaubensbrüdern erneut daran erinnert zu werden
mit ihnen nicht verwechselt zu werden
welche die atavistische Judenfeindschaft scheinbar ein für allemal überwunden hatte
war kulturell überaus engagiert und wirtschaftlich erfolgreich und wollte angesichts einer Zeit
hing mit besonderer Liebe an Deutschland und Österreich und gab sich bisweilen deutscher als die christlichen Deutschen
den Geruch und die Erniedrigung des jahrhundertelangen Ghettos hinter sich lassen
Außerdem sorgte man sich darum
daß die Ostjuden durch ihre Erscheinung und ihre fremden Gebräuche alte Ressentiments von neuem beleben könnten
Griff nicht gerade gegen Ende den 19
mußte die Neigung aufweisen
Abkömmling einer wohlhabenden Familie großbürgerlicher Industrieller
Jahrhunderts in Wien und anderswo das Phänomen des Antisemitismus um sich? Zur Wiederentdeckung der Kultur des Ostjudentums hat es eines Martin Buber bedurft. Gerade Kraus
dieses Empfinden der arrivierten Judenschaft zu teilen
Die von Kraus vertretene Einstellung des arrivierten Judentums zur jüdischen Frage läßt sich gut an seiner Reaktion auf das Pamphlet Theodor Herzls "Eine Krone für Zion" ersehen
einer Nachfolgepublikation des "Judenstaats"
eigentlich die österreich-ungarische Währung (da der Artikel ein Aufruf zur Entrichtung eines Beitrags für eine eigene jüdische Heimstatt war)
Die Krone
wurde von Kraus als Krone eines Möchtegern-"Königs von Zion" gedeutet
Kraus warf dem Zionismus vor
zu einem historischen Fehler anzusetzen: er verließ den nach Ansicht Kraus' einzig erfolgversprechenden Pfad der Assimilierung und führte in die Irre
die dem Antisemitismus bisher keinerlei Geschmack abgewinnen konnten
von der Heilsamkeit der Absonderungsidee zu überzeugen"
"Christen
Insbesondere den militanten Zionisten sei es gelungen
Und überhaupt sah sich Kraus nicht schon infolge seiner jüdischen Abstammung dazu verpflichtet
sich von einer Idee vereinnahmen lassen und für einen eigenen Judenstaat optieren zu müssen: er fühlte sich als Österreicher und Wiener
welche - so sehr sie auch die Notwendigkeit einer Lösung für das bedrängte Ostjudentum sehen mochten - für sich selbst einen Sinn und einen Zweck der Bewegung des Zionismus nicht erkannten
welche als "jüdischer Selbsthaß" bezeichnet worden ist
was Theodor Herzl inmitten des Mobs am Rande des Dreyfus-Prozesses erkannt hatte. Die Distanz zu den eigenen Wurzeln hat sich bei nicht wenigen in einer Haltung entladen
Darin wußte sich Kraus mit einem bedeutenden Teil der alteingesessenen Judenschaft einig
weil sie nicht sah oder sehen wollte
wobei er allerdings seine jüdische Herkunft nicht verleugnet hat
welche eine überstürzte Assimilierung als würdelos ansahen
Wenngleich es auch nicht an Stimmen fehlte
den Begriff "jüdische Eigenschaften" als negativ besetzt anzusehen und die eigene jüdische Identität möglichst zu ignorieren - wofür Kraus' Werk in vieler Hinsicht ein Beispiel darstellt
ging der Tenor dahin
Verkennen sollte man allerdings nicht
daß Kraus viel eher als die Juden die Antisemiten unter seinen Zeitgenossen lächerlich fand
Kraus
In dem Aufsatz "Er ist doch e Jud" (Oktober 1913) mutete die Zuschrift eines Lesers Karl Kraus zu
"dem auch Lanz-Liebenfels beipflichtet"
und "welche Stellung" Kraus zu der Satz einnehme
ob ihm
sich dazu zu erklären
selbst "nichts von allen den Eigenschaften des Juden anhaftet"
daß man nämlich "aus der Rasse ... nicht austreten" könne
es sei nicht seine Sache
"mir meinen Kopf von fremden Leuten zerbrechen zu lassen..
Kraus führt als Antwort aus
noch für einen intelligenten Menschen zu gelten
um in einem halbwegs anständigen Kegelclub
als notwendig ist
daß ich über das Rassenproblem kaum so viel auszusagen wüßte
Meine Unbildung bringt es mit sich
der auf sich hält
daß ein Fachmann wie der Dr
Trotzdem war es möglich
Lanz von Liebenfels
auf den sich auch mein Prüfer beruft
mich als den 'Retter des Ario-Germanentums' angesprochen hat
Wie das zugeht
weiß ich nicht
da doch diese Rassenantisemiten auch den Satz aufgestellt haben: 'Aus der Rasse kann man nicht austreten'..
Ich weiß nicht
ein Buch Schnitzlers in die Ecke zu werfen..
ob es eine jüdische Eigenschaft ist
oder ob es Antisemitismus ist
das Buch Hiob lesenwert zu finden
Mit der Rasse kenne ich mich nicht aus"
Der Ambivalenz seiner überkommenen Einstellung zur jüdischen Frage scheint Kraus sich aber durchaus bewußt gewesen zu sein
als er etwa in der "Dritten Walpurgisnacht" einen Brief des Westdeutschen Rundfunks abdruckte
der Kraus um die Überlassung einiger Probeexemplare von "Shakespeares Sonette" gebeten hatte
doch werde in den Büchern ein Hinweis auf eine "Übersetzung aus dem Hebräischen" (im Sinne einer Art literarischen Judensterns) vermißt
den Redakteur vor einem folgenschweren Irrtum bewahren zu wollen: er selbst sei ein jüdischer Autor
Kraus gab vor
was er wollte. [Bearbeiten]
Karl Kraus war sich bewußt
daß der nationalsozialistische Rassebegriff ihn als jüdischen Autor einstufen würde
er konnte tun oder lassen
"Jawohl, es handelt sich in diesem Krieg!" - Die letzten Tage der Menschheit
Die letzten Tage der Menschheit ist eine "Tragödie in 5 Akten mit Vorspiel und Epilog" von Karl Kraus
Sie ist in den Jahren 1915 - 1919 als unmittelbare Reaktion auf den Ersten Weltkrieg entstanden
Siehe Hauptartikel: Die letzten Tage der Menschheit [Bearbeiten]
"Mir fällt zu Hitler nichts ein" - Die Dritte Walpurgisnacht
Die Machtergreifung im benachbarten Deutschland schien Kraus die Sprache zu verschlagen
die er jemals herausgegeben hat
Erst im Oktober 1933 meldete er sich erneut mit der dünnsten "Fackel" zu Wort (4 Seiten)
was all die Zeit ich machte
Neben einer Grabrede für Adolf Loos enthält sie nur das folgende Gedicht: Man frage nicht
Ich bleibe stumm Und sage nicht
warum Und Stille gab es
da die Erde krachte
das traf
man spricht nur aus dem Schlaf Und träumt von einer Sonne
Kein Wort
welche lachte
Nachher war's einerlei
Es geht vorbei
als jene Welt erwachte. Diese Äußerung in Fackel Nr
Das Wort entschlief
888 wurde von Bert Brecht in einem schönen Gedicht (http://www.sozialistische-klassiker.org/Brecht/Brecht21.html) kommentiert. Als der Beredte sich entschuldigte Daß seine Stimme versage Trat das Schweigen vor den Richtertisch Nahm das Tuch vom Antlitz und Gab sich zu erkennen als Zeuge. Die nationalsozialistischen Machthaber setzten Kraus' Lebenswerk umgehend auf die "Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums"
Bei der Bücherverbrennung hingegen waren die Werke von Kraus verschont worden
den Wehrwillen geschwächt
dem Anschluß widerraten und den ans Vaterland nur zum Schutz gegen das andere empfohlen hat
Kraus war nicht erbaut davon. "Wo bleibt da die Gerechtigkeit
wenn man sein Leben lang zersetzend gewirkt hat
daß dort elektrisch beleuchtete Barbaren hausen und daß es ein Volk der Richter und Henker sei." Kraus war in den Monaten von der Machtergreifung in Berlin bis zum Oktober 1933 allerdings keineswegs untätig gewesen
in der oft zitierten Erkenntnis
Er erkannte früh die Unmenschlichkeit und die Gefahr des Nationalsozialismus
das mit den berühmten Worten beginnt: Mir fällt zu Hitler nichts ein
Seine Gedanken dazu finden sich in dem Buch Die dritte Walpurgisnacht beziehungsweise Dritte Walpurgisnacht
das 1933 - in den ersten Monaten nach der nationalsozialistischen Machtergreifung - entstand
aus dem -"nach Bewältigung der anderen Parole" Deutschland "erwachen" werde
der Nationalsozialismus sei ein Alptraum
findet sich der prophetische Satz
aber erst posthum veröffentlicht wurde
In diesem grandiosen Werk
welche das Buch zahlreich anführt
aber eigentlich nur folgerichtigen Schluß von den Anfängen des Nationalsozialismus auf seinen Fortgang und sein Ende gekennzeichnet
Mit der "anderen Parole" spielt Kraus auf den zweiten Teil des NS-Slogans "Deutschland erwache
sowie der Sprache der Nationalsozialisten andererseits
Juda verrecke!" an. Die "Dritte Walpurgisnacht" bezieht ihren Namen daraus
etwa wenn er Joseph Goebbels behandelt: Wie sie dem Satyrvolk behagen; Ein Bocksfuß darf dort alles wagen. Sie ist durch einen genialen
und zwar anhand der bestialischen Taten einerseits
daß Kraus seine Beobachtungen und Feststellungen neben die "Klassische Walpurgisnacht" in Goethes Faust (2.Teil) hält und mit dieser kommentiert
wiewohl sie leichter das Wehrhafte als das Wahrhafte erkennt
hinter der sie den Gedanken vermutet: si vis bellum
para pacem." An der Dritten Walpurgisnacht arbeitete Kraus vom Mai bis September 1933; sie sollte als Ausgabe der Fackel erscheinen
vor allem in den Reden rein pazifistischen Inhalts
Das klingende Friedensgetöne der neuen Machthaber deutete er richtig: "Wir leben... in einem ewigen Zirkulus und die Welt kennt sich nicht aus
als Kraus sich dazu entschloß
auf die Veröffentlichung zu verzichten
Sie war schon gesetzt und die Druckfahnen durchgesehen
daß die Nationalsozialisten sich für eine Provokation
an unschuldigen Opfern rächen könnten
für welche sie nach aller Erfahrung größere Kreise als ihn allein veratwortlich machen würden
Weniger die persönliche Gefahr mag hierfür ausschlaggebend gewesen sein als die Befürchtung
"eine Darstellung der 'Mentalität' des Propagandaministers
soll Kraus weiterhin gesagt haben
Er selbst bekannte
daß er "den schmerzlichsten Verzicht auf den literarischen Effekt geringer achtet als das tragische Opfer des ärmsten anonym verschollenen Menschenlebens". "Das Buch enthält"
daß
Es kann geschehen
als Wut fünfzig Juden von Königsberg in die Stehsärge steigen läßt
wenn dieser meine Sätze zu Auge bekommt
daß die "Dritte Walpurgisnacht" erst nach dem Zweiten Weltkrieg erscheinen konnte. [Bearbeiten]
Wie könnte ich das verantworten?" So kam es
Geförderte Autoren
lyrische Charakterisierung seines Gönners verdanken: Weißer Hohepriester der Wahrheit
Kristallne Stimme
in der Gottes eisiger Odem wohnt
Zu den von Karl Kraus geförderten und unterstützten Autoren gehörten neben Peter Altenberg und anderen die von ihm hochgeschätzten Dichter Else Lasker-Schüler und Georg Trakl
dem wir eine kurze
Zürnender Magier
Dem unter flammendem Mantel der blaue Panzer des Kriegers klirrt. [Bearbeiten]
"Hinaus aus Wien mit dem Schuft!" - Erledigungen
Karl Kraus wirkte
indem er sich mit berühmten Zeitgenossen anlegte
Die Liste seiner Gegner ist lang und illuster: statt vieler seien Hermann Bahr
Alfred Kerr und Johann Schober genannt
Moritz Benedikt
Maximilian Harden
um sich zur Exemplifizierung des Grundsätzlichen zu eignen
Anhänger und Einfluss haben
Sie mussten groß sein
Vier Kampagnen Kraus' seien hier exemplarisch umrissen. [Bearbeiten]
Maximilian Harden
Maximilian Harden gab in Berlin seine eigene Zeitschrift "Die Zukunft" heraus
war in vieler Hinsicht ein Vorbild für die "Fackel"
Ursprünglich herrschte Freundschaft zwischen Kraus und Harden; die "Zukunft"
und Kraus hatte sich mit Harden vor dem Start der "Fackel" beraten
ebenfalls im wesentlichen Sprachrohr eines Einzelnen
wie sie für die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg typisch waren
Dann jedoch suchte Kraus den Konflikt mit Harden vor dem Hintergrund der von Kraus leidenschaftlich angegangenen Sittlichkeitsprozesse
kämpfte Harden in einer Schlammschlacht (u.a. wurden Meineide geschworen und Harden ließ sich bezahlt beleidigen
um im folgenden pro-forma-Prozeß eine Zeugenaussage verwerten zu können) gegen die "Hofkamarilla"
die homosexueller Handlungen beschuldigt waren
in welchen er für das Recht des Individuums auf Lust und auf Verschonung von Sexualschnüffelei eintrat. Im Rahmen der sogenannten Eulenburg-Prozesse gegen den kaiserlichen Vertrauten Philipp Fürst zu Eulenburg und Hertefeld und den Grafen Kuno von Moltke
Dieser Art von Prozessen widmete Kraus mit "Sittlichkeit und Kriminalität" eine ganze Sammlung seiner Aufsätze
Obwohl Kraus für das System des deutschen Kaiserreichs selbst nicht sehr viele Sympathien hegte
widerten ihn die Führung eines weiteren großen Sittlichkeitsprozesses im Allgemeinen und die Methoden Maximilian Hardens - mit seiner Taktik
zur Erreichung politischer Ziele das Privatleben anderer Menschen unter Inkaufnahme der Vernichtung ihrer bürgerlichen Existenz ans Licht der Öffentlichkeit zu zerren - im Besonderen an
So widmete er ein ganzes Doppelheft der Fackel einer großen Abrechnung mit Harden ("Harden
worin er auch bemüht ist
Eine Erledigung.")
seine oben angedeutete nicht widerspruchsfreie Stellung zu Harden als frühem Förderer ansprechen und mit seiner Entwicklung zu begründen
da Kraus sich auf die außergewöhnlich geschraubte Sprache Hardens stürzte
die von dessen Prunken mit Bildung und Halbbildung und von gewollten altertümlichen Wendungen strotzte
Die Auseinandersetzung mit Harden zieht sich allerdings auch noch durch die später erscheinenden Bücher "Die chinesische Mauer" und "Literatur und Lüge"
Kraus nannte dieses Hardensche Deutsch "Desperanto" und gab in der Fackel mehrfach "Übersetzungen aus Harden" heraus ("Unterm Wonnemond ein borussisches Sodom bezetern - Im Mai über preußische Sittenverderbtheit klagen"). [Bearbeiten]
Alfred Kerr
jedenfalls durch seine jeweiligen unüberlegten Reaktionen ein besonders dankbares Objekt von Erledigungen
Alfred Kerr blieb für Karl Kraus fast ein lebenslanges
Bereits 1911 gerieten Kraus und Kerr erstmals aneinander
Kerr hatte im Jahr davor eine schon bald angesehene literarische Zeitschrift "Pan" begründet
1911 begab sich ehebrecherische Affäre des Berliner Polizeipräsidenten mit der Gattin von Kerrs Verleger Paul Cassirer
und es hätte keine Notwendigkeit bestanden
Diese Affäre wurde von allen Beteiligten gütlich beigelegt
noch daran zu rühren
Kerr allerdings ließ es sich nicht nehmen
womit er angesichts des Rangs des Delinquenten aus einer privaten eine politische Affäre machte
einen Privatbrief im "Pan" an die Öffentlichkeit zu bringen
wie er es Harden gegenüber tat
"Der kleine Pan röchelt noch" und "Der kleine Pan stinkt schon" seine Handlungsweise ebenso
Kraus verwies ihm in den "Fackel"-Aufsätzen "Der kleine Pan ist tot"
das voller persönlicher Beleidigungen steckt und in einem unflätigen Spottgedicht gipfelt: Krätzerich
ein "Capricho" auf Kraus zu verfassen
in Blättern lebend
mistend
Nistend
"ausschlag"-gebend
Als Antwort ließ sich Kerr dazu hinreißen
Armer Möchtegern! Er schreit: "Bin ich ä Perseenlichkeit...!" Kraus
was ich bislang gegen den Kerr unternommen habe..
der den "Capricho" unter der Überschrift "Der kleine Pan stinkt noch" in voller Länge in der "Fackel" abdruckte
meinte hierzu: "Es ist das Stärkste
daß mir die Leute
unter der Hand sterben." Kerr selbst hat sich mit seinem eigenen "Capricho" am meisten geschadet und sich nur langsam von seiner verheerenden Wirkung erholt
die ich umbringen will
Es ist mein Verhängnis
Nach dem Ersten Weltkrieg geißelte Karl Kraus nicht so sehr die Nationalisten
sondern die Kriegslyriker
die sich übergangslos in Demokraten und Pazifisten verwandelten und sich an frühere Tätigkeiten nicht mehr erinnern mochten
die sich selbst wenigstens treu geblieben waren
Von den Skythen überrannt?..
indem er als Vertreter der Völkerversöhnung nach Paris reiste
unter anderem
wo man von seinen Kriegsgedichten nichts wußte: Ist Dein Land
Alfred Kerr zelebrierte seine angeblich seit jeher weiße Weste besonders dreist
Immanuel Kant
Hunde drangen in das Haus: Peitscht sie raus!..
Barbarendreck - Peitscht sie weg! Peitscht sie weg! Der Demokrat und Pazifist Kerr erwies sich als überaus empfindlich gegen den Nachweis seines schriftstellerischen Werks während des Kriegs
Peitscht sie
Dürfen uns nicht unterkriegen
daß die Lappen fliegen
Zarendreck
welche unter einem Sammelpseudonym ("Gottlieb") veröffentlicht worden waren
daß Kraus eines der vielen Kriegsgedichte
Er nahm es zum Anlaß
ihm fälschlicherweise zugeschrieben hatte
und erhob Verleumdungklage gegen Kraus
Dieser brachte einerseits eine Widerklage ein
obwohl selbst jüdischer Herkunft
um das mutmaßlich selbst antisemitisch eingestellte Berliner Gericht gegen Kraus einzunehmen
Kerr
verwendete Angriffe antisemitischer Vereinigungen auf Kraus
da Kerr allmählich schwante
Beide Klagen wurden vor Gericht einvernehmlich zurückgezogen
welche Öffentlichkeitswirkung der Prozeß entfalten würde
er habe der Erledigung des Verfahrens zugestimmt
um die von Kerr dem Gericht vorgelegten Schriftsätze in der "Fackel" veröffentlichen zu können
was im September 1928 in einer "Fackel" von über zweihundert Seiten Umfang geschah
Kraus nannte Kerr einen "Schuft" und gab an
Kerr steht in diesen von Kraus kommentierten Text
nicht nur wegen der antisemitischen Seitenhiebe
wenig vorteilhaft da
Er kündigte im selben Monat eine "Antwort und Abfuhr" contra Kraus an
von der es hieß: "Erscheint in 8 Tagen"
Der Erscheinungstermin wurde immer weiter herausgezögert - und nie ist Kerrs Antwort erschienen
obwohl (wenn Kraus' Freunde sich recht erinnern) der begabte Stimmenimitator Kraus immer wieder einmal anonym bei Kerr angerufen und ihn gefragt haben soll
wann denn nun mit der Gegenschrift zu rechnen sei. [Bearbeiten]
Imre Békessy
wenig Text
für Wien eine Tageszeitung neuen Typs mit vielen Bildern
gab in Wien die Tageszeitung "Die Stunde" heraus
der 1923 in Österreich eingebürgert wurde
Imre Békessy
einer Menge Klatsch und wenig Politik
ein vorbestrafter Ungar
vielen Annoncen
weil er sich mit den sogenannten Qualitätsblättern für die gebildete Schicht anzulegen pflegte
Kraus nahm die "Stunde" lange nicht wahr
indem er mit der Veröffentlichung eines Privatbriefs eines der Redakteure drohte
Das Tabloid fiel Kraus erstmals auf
als der Herausgeber Békessy einen Prozeß gegen zwei Redakteure der Zeitschrift "Der Volkswirt" abzuwürgen vermochte
sondern materielle Vorteile durch Erpressung und Drohung gegen das Unterlassen eines Angriffs fordert und erhält
der sich die Zuwendungen nicht lediglich unter der Hand andienen läßt
Békessy war der Typus des verbrecherischen Journalisten
indem sie "Enthüllungen" über Karl Kraus ausbot
Die "Stunde" reagierte auf die ihr eigene Weise
bis hin zu einem erlogenen angeblichen Erbschaftsstreit Kraus' mit seiner Schwester
auf welchem der Retuscheur Kraus abstehende Ohren und einige weitere unansehnliche Züge verpaßte
Das reichte von der Veröffentlichung eines Jugendfotos
der in dem Ruf gipfelte: "Hinaus aus Wien mit dem Schuft!"
welchen er bei späteren Gelegenheiten aus Anlaß weiterer Arbeiten und Lesungen zu Imre Békessy ebenso publikumswirksam wiederholte
Kraus reagierte: im Juni 1925 las er den Text "Entlarvt durch Békessy" vor
Bundesgenossen hatte Kraus nur wenige; insbesondere die Sozialistische Partei und der Polizeipräsident Johannes Schober (die an sich Kraus Schützenhilfe versprochen hatten) zögerten beide
da Békessy zuviel über sie wußte
gegen Békessy vorzugehen
Békessy hielt dem Druck der "Fackel" nicht stand: ein Prokurist wurde verhaftet
er sah sich einem Ermittlungsverfahren wegen Erpressung ausgesetzt
ein Angestelltenverband forderte seine Mitglieder auf
die "Stunde" nicht mehr zu kaufen
Meineidigen und Erpresser und stellte ihm anheim
Kraus nannte Békessy öffentlich einen Betrüger
den Gegenbeweis vor Gericht anzutreten
wie es hieß "zur Kur"
Stattdessen floh Békessy ins Ausland
um nicht mehr nach Wien zurückzukehren
Im Mai 1928 machte Kraus Békessy und seine "Stunde" zum Gegenstand eines satirischen Dramas "Die Unüberwindlichen". [Bearbeiten]
Johann Schober
zweimaliger österreichischer Kanzler und damals gerade Polizeipräsident von Wien
hatte die blutige Niederschlagung der Julirevolte vom 15
Johann Schober
als eine aufgebrachte Menge nach dem Schattendorfer Urteil den Wiener Justizpalast angesteckt hatte
Juli 1927 zu verantworten
Hierauf hatte die Polizei das Feuer auf die Menge eröffnet
so daß zuletzt an die 100 Todesopfer zu beklagen waren
Dieses Ereignis wird bis heute kontrovers gesehen
der Gebäude anzündete
zweifellos eine Entscheidung zu treffen
Schober hatte in seiner Position angesichts eines rasenden Mobs
der sich damit rechtfertigte
seine Pflicht getan zu haben
und seine Polizei
ist seitdem vielfach diskutiert worden. Die bürgerliche Regierung jedenfalls stellte sich hinter Schober
Ob der Schießbefehl unumgänglich war und warum es zu einer derart hohen Zahl von Opfern hatte kommen müssen
Kraus war empört
abzutreten"
zog in der Fackel Vergleiche mit dem Weltkrieg und plakatierte in Wien mit großen Buchstaben die an Schober gerichtete Botschaft: "Ich fordere Sie auf
Kraus gedachte Schober ähnlich in die Ecke zu drängen
sondern auch unter Einsatz der Justiz
und zwar nicht nur mit publizistischen Mitteln
wie es ihm mit Békessy gelungen war
Abgesehen von den Ereignissen des 15
die dieser nicht eingehalten
Juli 1927 stützte sich Kraus auf Zusagen Schobers im Kampf gegen Békessy
die dieser nicht ergriffen hatte
und Maßnahmen
Schober
so Kraus
habe sein Wort gebrochen und habe somit abzutreten
an das er sich mit seinem moralischen Appell wandte
wollte davon kaum etwas wissen
Hier verrechnete sich Kraus: das Publikum
noch konnten die Sozialdemokraten Kraus gegen den "Arbeitermörder" Schober voll unterstützen
Weder wollten die Bürger den "Retter vor dem Umsturz" preisgeben
weil zwischen ihnen und ihrem Schutzbund einerseits und den Heimwehren andererseits im wesentlichen nur Schober und seine Polizei stand
Daher richtete Kraus gegen Schober im Ergebnis nichts aus
Die angestrebte Erledigung konnte Kraus in seinem Falle nicht erreichen
Kraus portraitierte Schober in dem Drama "Die Unüberwindlichen" als die Figur "Wacker"
ein in allen Straßen gesungenes Spottlied könnte Schober zum Amtsverzicht bewegen: Ja das ist meine Pflicht
Diesem Wacker wird durch Kraus das von ihm selbst gedichtete "Schoberlied" in den Mund gelegt
bitte sehn S' denn das nicht
welches Kraus dadurch populär zu machen hoffte
dass er es als billig zu erstehende Flugschrift vertrieb - in der trügerischen Hoffnung
Das wär' so a G'schicht
tät' ich nicht meine Pflicht [...] Das Lied leiert in dieser Weise weiter (zur Melodie von Üb immer Treu und Redlichkeit)
endet aber mit der Strophe: Wohl wagt's mancher Wicht und verkennt meine Pflicht
Doch vors G'richt geh ich nicht
daß Schober ihn trotz wütender Angriffe nicht verklagte. [Bearbeiten]
das ist nicht meine Pflicht! Damit spielt Kraus darauf an
Weitere Veröffentlichungen
Da Karl Kraus in dem Bewusstsein schrieb
dass sein Werk seine Zeit überdauern werde
veröffentlichte er viele seiner Artikel - überarbeitet - in Buchform
1905; Der Prozeß Riehl
1902; Der Fall Hervay
1904; Irrenhaus Österreich
1904; Die Kinderfreunde
Unter den frühen Buchveröffentlichungen wären zu nennen: Sittlichkeit und Criminalität
1906. Kraus hat sich intensiv mit dem Werk Shakespeares befaßt
dichtete er die Sonette selbst nach
die er in einer "Fackel" 1932 mit dem Aufsatz "Sakrileg an George oder Sühne an Shakespeare?" verriß ("Totholz jede Zeile")
Im Anschluß an eine Befassung mit einer Nachdichtung von Shakespeares Sonette durch Stefan George
Ebenso hat er die Übersetzung mehrerer Dramen Shakespeares überarbeitet (u.a
Macbeth). [Bearbeiten]
König Lear
Timon von Athen
"Ihr wart mir doch wehrlos im Saal!" - Die Vorlesungen
Seine erste Vorlesung aus eigenen Schriften hielt Kraus am 13
Januar 1910 im "Verein für Kunst" in Berlin
Die Resonanz war derart
daß der in Wien beharrlich Totgeschwiegene sich mit dem Gedanken trug
nach Berlin überzusiedeln
Doch auch in Wien fanden seine Vorträge das Interesse der Zuhörerschaft
und so wurde Kraus außer zum Dichter auch zum Vorleser
Durch seine Vorlesungen aus eigenen und fremden Schriften (unter anderen William Shakespeare
Jacques Offenbach) faszinierte er seine Zuhörer durch seine Sprachgewalt und Persönlichkeit
Johann Nestroy
In der Tat erzielte er durch seine genau 700 Vorlesungen bei seinen Zuhörer die stärksten Wirkungen
wie z.B
Elias Canetti in seinem autobiographischen Werk "Die Fackel im Ohr" bekennt
Dialekte und Akzente. Schimpft alle in der Garderobe
so sehr sein Auftreten das Publikum auch in den Bann schlug
ihr wart mir doch wehrlos im Saal! Kraus
sondern über eine Variationsbreite des Charakterisierierens und Portraitierens bis ins letzte Detail durch alle Nuancen
war gleichwohl von der Persönlichkeit her überraschenderweise eher menschenscheu
Ein verhinderter Schauspieler
pflegte vor seinen Auftritten Lampenfieber zu haben und verbat sich jede Störung
auch das Fotografieren. Kleine Ausschnitte aus seinen Vorlesungen blieben durch den Tonbandeinsatz von Amateuren
teils auch durch einige österreichische und deutsche Rundfunksender erhalten
verfügte er nicht nur über das rhetorische Rüstzeug
Ein Amateur hat ferner 1934 Karl Kraus bei einer seiner Vorlesungen auf einem Tonfilm festgehalten
Vgl
"Karl Kraus liest aus eigenen Schriften"
1989
mit Aufnahmen aus den Jahren 1930-1934 ISBN 3-902-02822-X. [Bearbeiten]
Preiser Records
"Wir lügen schon seit gestern" - Werk und Wirkung
"Als er starb
schien er sich überlebt zu haben
obwohl ursprünglich lukrativ
als er starb
Bücher und Vorlesungen waren
Da er fünfzehn Jahre später aufzuerstehen begann
daß er überlebt hatte und uns überleben wird." (Hans Weigel) Fackel
zu einem Verlustgeschäft geworden und Kraus fast mittellos
sahen wir
Der Nachlaß reichte knapp hin
um die Kosten des Begräbnisses zu decken
Ein weiteres Heft der Fackel hätte er vielleicht nicht mehr finanzieren können
Ein Karl-Kraus-Archiv wurde gerade eben rechtzeitig vor 1938 in die Schweiz gebracht: was in Wien blieb
wurde geplündert und vernichtet
Heute befindet es sich in der Wiener Stadtbibliothek
Kraus und seine Zeit hatten sich auseinandergelebt
Wenig ließ darauf schließen
daß die nach seinem Tod durch andere Geschehnisse tiefgreifend veränderte Nachwelt ihm Interesse entgegenbringen würde
Und wirklich: Kraus ist posthum noch mehr als zu Lebzeiten ein 'Geheimtip'
mag auch sein Werk von Zeit zu Zeit in literarischen Kanons empfohlen werden
Viele seiner Schriften behandeln Wiener Affären von vor hundert Jahren; man muß nicht den 'bildungsfernen Schichten' angehören
um diesen Stoff uninteressant zu finden
und ein volles Verständnis ist nur im Kontext der Zeitgeschichte und des Fackel-Laufs möglich -- idiosynkratisch österreichisch nannte es jemand aus dem englischen Sprachraum
dessen Leser zusätzlich durch die Sprachbarriere gehindert werden. Und dennoch ist das Werk zeitlos
daß Kraus' Werke unübersetzbar sind
Es findet Leser
die sich von Kraus' Meisterschaft der satirischen Form angezogen fühlen - eine Satire
die in einer solchen Weise aus der Sprache lebt
und eine (ggf. auch nominell männliche) Schalek hätte heute ihre Talkshow sicher: Sie sind Bombenwerfer
die drängt: andere Kinder sollen auch verdorben werden... (F189)
hat seine Popularität bereits zu Lebzeiten begrenzt; er konnte weder der Säulenheilige der Revolution noch der Reaktion sein
Schublade oder Partei unterordnete
da man Kraus' Warnrufe nicht hören wollte: die Mutter
Viele Themen der Fackel sind auch nach einem Jahrhundert nicht erledigt
also was fühlen Sie dabei? Daß Kraus sich keiner Ideologie
vielmehr (fast) jedem auf die Zehen trat
F206) und andere haben eben gesiegt
seine Schriften waren weder für Bibelkreis noch für Synagoge geeignet
und weder Patriarchen noch Emanzen konnten Honig daraus saugen
die sagen: So und soviel gebe ich für meine Bildung aus; aber damit genug; damit will ich ein für allemal meinen geistigen und gesellschaftlichen Rang sichern (Robert Scheu
die Leute
[...] wir lügen schon seit gestern (aus einem Gedicht Kraus' über den Feind der Kriegspropaganda). Genug und nicht genug? Nun hingegangen Dahin! Ins Ende? Du hast angefangen! (Friedrich Podszus
einen wirklich kritischen Schriftsteller zu fördern: [...] er soll uns nicht verlästern
"In memoriam Karl Kraus") Kraus' Werk ist also heute wie damals im Vergleich zu seiner Bedeutung unverdient unbekannt
Auch unsere Zeit kann nicht geneigt sein
denen es gelang
mit journalistischen Arbeiten die schriftstellerische Spitze zu erreichen und deren Werke zum Tagesgeschehen längst vergangener Jahrhunderte heute noch geschätzt und gelesen werden
Man muß allerdings bedenken
daß Kraus einer der ganz wenigen (wie etwa Kurt Tucholsky) ist
weil sie von der Fackel erledigt wurden
Tatsächlich erinnern wir uns der meisten seiner Gegner heute überhaupt nur - außer als Fußnote in Geschichtsbüchern -
die der Erinnerung wert ist? Ja und nein: sie leben in Kraus' Werk als Arche- und Phänotypen
und nur das macht sie unsterblich. Jener ew'gen Ruh ist nicht zu trauen
Und ist es eigentlich ihre Person
"Todesfurcht") [Bearbeiten]
lieben
Ich will leiden
schauen: ewig ruhlos
daß das Werk gelinge! (Karl Kraus
hören
Werke
(erschienen:)1952 Einige im Buchhandel erhältliche Ausgaben: Karl Kraus: Die letzten Tage der Menschheit
Suhrkamp
ISBN 3-518-22091-8 Karl Kraus: Die Sprache
ISBN 3-458-19199-2 Karl Kraus: Aphorismen
mit acht Illustrationen von Oskar Kokoschka
Insel
1992 Suhrkamp
Kraus druckte besonders wichtige Artikel aus der Fackel nochmals redigiert in Buchform ab. "Die demolierte Literatur" (1897
Erstlingswerk) "Sittlichkeit und Kriminalität" (1908) "Sprüche und Widersprüche" (1909) "Die chinesische Mauer" (1910) "Worte in Versen" (1916-30) "Die letzten Tage der Menschheit" (1918) "Weltgericht" (1919) "Untergang der Welt durch schwarze Magie" (1922) "Literatur" (1921) "Traumstück" (1922) "Wolkenkuckucksheim" (1923) "Die Unüberwindlichen" (1927) "Literatur und Lüge" (1929) "Shakespeares Sonette" (1933) "Die Sprache" (erschienen: 1937) "Die dritte Walpurgisnacht"
Bühnenfassung des Autors
1999
ISBN 3-518-37817-1 Karl Kraus: Die chinesische Mauer
Sprüche und Widersprüche
Pro domo et mundo
1987
ISBN 3-518-37818-X Karl Kraus
Nachts
Dramen
Suhrkamp
Sittlichkeit und Krimininalität
ISBN 3-518-37811-2 Karl Kraus
1986
Suhrkamp
Suhrkamp
Diogenes
Die Stunde des Gerichts
ISBN 3-518-37826-0 Karl Kraus
ISBN 3-518-37828-7 Karl Kraus
Suhrkamp
1993
1994
1992
Traumstück
ISBN 3-518-37821-X Karl Kraus
ISBN 3-257-20381-0 Karl Kraus
Suhrkamp
ISBN 3-518-37813-9 Karl Kraus
Nachdichtung
1999
Untergang der Welt durch schwarze Magie
1989
Literatur und Lüge
ISBN 3-518-37827-9 Karl Kraus
Suhrkamp
ISBN 3-518-37825-2 Karl Kraus: Hüben und Drüben
1989
Shakespeares Sonette
Suhrkamp
Suhrkamp
ISBN 3-518-37829-5 Der Kösel-Verlag und der Zweitausendeins-Verlag (hier verkleinert) haben Nachdrucke der kompletten Fackel herausgegeben; besonders die letztere Ausgabe (in 12 Bänden) ist legendär
ISBN 3-518-37814-7 Karl Kraus
Literatur
1977
Suhrkamp
Die unüberwindlichen u.a.
1991
Die Katastrophe der Phrasen
Brot und Lüge
Suhrkamp 1994
Theater der Dichtung mit Bearbeitungen von Shakespeare-Dramen
Eine Komplettedition der Fackel auf CD-ROM
herausgegeben vom Sauer-Verlag
wurde von der Kritik schlecht aufgenommen und war zudem sehr teuer. [Bearbeiten]
Literatur
1974
1956. Werner Kraft: Das Ja des Neinsagers : Karl Kraus und seine geistige Welt. - München : edition text & kritik
Werner Kraft: Karl Kraus : Beiträge zum Verständnis seines Werkes. - Salzburg : Müller
ISBN 3-415-00369-8 Hans Weigel: Karl Kraus oder Die Macht der Ohnmacht
München: dtv
1968 ISBN 3-423-00816-4 Friedrich Pfäfflin (Hg.)
Der "Fackel"-Lauf
Bibliographische Verzeichnisse; Marbach (Dt.Schillerges.) 1999 (ISBN 3-933679-24-9) Friedrich Rothe
Karl Kraus
Die Biographie; München 2003 Paul Schick
Karl Kraus; Reinbek b
The Paper Ghetto
Hamburg (Rowohlt) 1986 (ISBN 3-499-50111-2) John Theobald
Karl Kraus and Anti-Semitism; New York 1996 Edwards Timms
Karl Kraus
Satiriker der Apokalypse
Leben und Werk 1874-1918
Eine Biographie; Frankfurt a.M. (Suhrkamp) 1999 (ISBN 3-518-39495-9) Walter Benjamin
in: W.B.
Bd
Gesammelte Schriften
Karl Kraus
II/1
Frankfurt a.M
S
1977
334-367. Theodor W
Sittlichkeit und Kriminalität
Adorno
Gesammelte Schriften
Bd
Zum elften Band der Werke von Karl Kraus
in: Th.W.A.
Frankfurt a.M
11
74
S
367-387. [Bearbeiten]
Kataloge
Karl Kraus : eine Ausstellung des Deutschen Literaturarchivs im Schiller-Nationalmuseum Marbach ; 8
Mai - 31
1999. - (Marbacher Kataloge ; 52) ISBN 3-933679-19-2 Heinz Lunzer
Marcus Patka (Hrsg. i
Victoria Lunzer-Talos
Oktober 1999 / Ausstellung und Katalog: Friedrich Pfäfflin ... - Marbach am Neckar : Schiller-Nationalmuseum
A. des Jüdischen Museums der Stadt Wien): "Was wir umbringen" - Die Fackel von Karl Kraus
Katalog zur Ausstellung 1999
ISBN 3-85476-024-8 [Bearbeiten]
Weblinks
Vorlage:Wikiquote1 Website mit zahlreichen Beiträgen zu Karl Kraus (http://members.aon.at/andreas.weigel/Kraus01) http://www.karl-kraus.net - Karl Kraus: Wiener Stätten
Biographie und Topographie zu Karl Kraus http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/KrausKarl http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.k/k774193.htm http://www.ub.fu-berlin.de/internetquellen/fachinformation/germanistik/autoren/multi_ijk/kraus.html - kommentierte Linksammlung Vorlage:Personendaten en:Karl Kraus eo:Karl KRAUS hr:Karl Kraus ja:カール・クラウス_(作家)
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