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Diskussion : Kardinal
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Kardinal
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Allgemein
Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Kardinal als kirchlichen Würdenträger
der den Träger zur Papstwahl berechtigt und ihn zur besonderen Mitverantwortung an der Gesamtleitung der Kirche ("Senat des Papstes") verpflichtet. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Andere Bedeutungen siehe Kardinal (Begriffsklärung). Kardinal ist ein vom Papst verliehener Titel
"Verbergen") 1 Herkunft des Begriffs 2 Kirchenrechtliche Bestimmung 3 Historisches 4 Kleidung 5 Recht und Ehrenrechte des Kardinals 6 Berühmte Kardinäle 7 Liste traditioneller Kardinalssitze 8 Literatur 9 Weblinks [Bearbeiten]
Herkunft des Begriffs
Der Ausdruck Kardinal kommt zum einen vom lateinischen cardo = Türangel
Angelpunkt
dem eine Kirche oder Diakonie als Titelkirche (tituli cardinales) in Rom anvertraut ist
Zum anderen bezieht er sich ursprünglich auf einen an einer römischen Hauptkirche (cardo) - auch außerhalb Roms - angestellten Geistlichen (in cardinatus cardinalis)
Es handelt sich um die älteste kirchliche Ehrenfunktion
die unmittelbar auf den Papst
folgt (höchster Würdenträger nach dem Papst)
den Summus Pontifex
nämlich auf Papst Silvester I. (314-336) - presbyteri et diaconi cardinales. [Bearbeiten]
Sie geht auf die älteste Zeit der Kirchengeschichte zurück
Kirchenrechtliche Bestimmung
Ein Kardinal ist normalerweise von der Weihe her zugleich ein Bischof; es gibt jedoch auch Ausnahmen
so dass auch gewöhnliche Priester aufgrund besonderer Verdienste zu Kardinälen ernannt werden können
Man unterscheidet drei Klassen (ordines): Kardinalbischöfe
Kardinalpriester
und Kardinaldiakone. Die Kardinäle bilden das Kardinalskollegium der Heiligen Römischen Kirche unter der Leitung des Kardinaldekans (seit November 2002 Kardinal Joseph Ratzinger)
Die Kardinäle werden vom Papst ernannt und feierlich in einem Konsistorium "kreiert"
Sie sind seine unmittelbaren Gehilfen in der Leitung der Gesamtkirche
Die wahlberechtigten Kardinäle wählen nach der Vakanz des Apostolischen Stuhles im Konklave den neuen Papst
die am Tag vor der Vakanz das 80
Wahlberechtigt sind seit einer 1968 durch Papst Paul VI. erlassenen Regelung alle Kardinäle
Lebensjahr noch nicht überschritten haben
Die Höchstzahl der wahlberechtigten Kardinäle darf seit einer von Paul VI. erlassenen und am 22
Februar 1996 durch Papst Johannes Paul II. bestätigten Regelung nicht mehr als 120 betragen
Diese Zahl wurde durch die im Februar 2001 und im Oktober 2003 gehaltenen Konsistorien vorübergehend jeweils auf 135 erhöht. [Bearbeiten]
Historisches
Seit dem 4
d.h. der ersten Pfarren
Jahrhundert waren die Kardinäle zuerst Berater und Mitarbeiter des Papstes im Dienste der "tituli" (Titelkirchen) der Stadt Rom
Kardinäle waren die Vorsteher der "tituli cardinales"
also der wichtigsten "Titelkirchen"
Bis heute ist jedem Kardinal eine Titelkirche in Rom zugeordnet
Somit gehören Kardinäle auch zum Klerus der Stadt Rom
Seit 1150 versammeln sich die Kardinäle im "sacrum collegium"
dem der Dekan vorsteht
Seit dem Jahr 1059 sind die Kardinäle die ausschließlichen Papstwähler. [Bearbeiten]
Kleidung
Kardinäle tragen zu besonderen Anlässen eine scharlachrote ("porpora") Soutane und die Mozetta sowie das scharlachrote Birett
das in einer besonderen Zeremonie vom Papst verliehen wird
Hinzu kommen das Zingulum und das Scheitelkäppchen aus roter Moiréeseide
jederzeit als Märtyrer für den Glauben zu sterben
Die rote Farbe soll darauf hinweisen
dass sie bereit sein sollen
Außerhalb der Liturgie trägt der Kardinal eine schwarze Soutane mit roter Verzierung
mit jeweils zu den Seiten herabhängenden 15 roten Quasten (fiocchi) erscheint heute nur noch im Wappen des Kardinals. [Bearbeiten]
Der früher übliche große Kardinalshut
Recht und Ehrenrechte des Kardinals
er kann überall in der Welt das Bußsakrament spenden
wohl aber beratende Schirmherrschaft
er darf (bei Verfehlungen gegen das kirchliche Recht) nur vor das Gericht des Papstes gezogen werden und kann den Ort zur Zeugenvernehmung selbst bestimmen. Über seine Titelkirche übt er keinerlei Leitungsgewalt aus
in seiner eigenen Kirche begraben zu werden
Der Kardinal besitzt das Recht
der in Wirklichkeit scharlachrot ist
Zu den Ehrenrechten gehört der sog. "Kardinalspurpur"
und seit 1630 die Anrede "Eminenz"
Der Titel "Kardinal" wird zwischen Vor- und Nachname geführt. [Bearbeiten]
Berühmte Kardinäle
Polen 1822-1902 Nikolaus von Kues
Deutschland 1887-1978 Franz König
1878 - 1946 Mieczyslaw Graf Ledóchowski
Armand Jean du Plessis Richelieu
Frankreich
Deutschland
Deutschland
1881-1948 Clemens August Graf von Galen
1585-1642 August Hlond
Österreich 1905-2004 Adolf Bertram
Deutschland 1401-1464 Joseph Frings
Polen
Vorsitzender der Fuldaer Bischofskonferenz [Bearbeiten]
Liste traditioneller Kardinalssitze
Verschiedene und besonders wichtige Bischofssitze werden für gewöhnlich mit einem Kardinal besetzt
Ist dies nicht der Fall
so wird der Bischof fast immer kurz nach seinem Amtsantritt in das Kardinalskollegium berufen
Erzbistum Montréal
Erzbistum Buenos Aires
Erzbistum Santo Domingo
Erzbistum Marseille
Erzbistum Köln
Erzbistum Palermo
Kategorie:Kardinal [Bearbeiten]
Erzbistum Washington Erzbistum Bogotá
Erzbistum München-Freising Ecuador: Erzbistum Quito Frankreich: Erzbistum Lyon
Erzbistum Mailand
Erzbistum Dublin Italien: Erzbistum Bologna
Erzbistum Madrid
Erzbistum Genua
Erzbistum Neapel
Erzbistum Philadelphia
Erzbistum Paris Großbritannien: Erzbistum Westminster Irland: Erzbistum Armagh
Erzbistum Los Angeles
Zu diesen Bischofssitzen gehören: Argentinien: Erzbistum Beuenos Aires Australien: Erzbistum Sidney Belgien: Erzbistum Mechlen-Brüssel Brasilien: Erzbistum Sao Paulo
Erzbistum Rio de Janeiro
Erzbistum Venedig Kolumbien: Erzbistum Bogota Kroatien: Erzbistum Zagreb Neuseeland: Erzbistum Wellington Niederlande: Erzbistum Utrecht Peru: Erzbistum Lima Polen: Erzbistum Breslau
Erzbistum Bombay
Chile: Erzbistum Santiago de Chile Deutschland: Erzbistum Berlin
Erzbistum Turin
Erzbistum Krakau
Erzbistum Toledo Tschechien: Erzbistum Prag Ukraine: Erzeparchie Lemberg Ungarn: Erzbistum Esztergom-Budapest Venezuela: Erzbistum Caracas Österreich: Erzbistum Wien USA: Erzbistum Boston
Erzbistum Guadalajara
Erzbistum New York
Erzbistum Toronto Siehe auch: Liste der Kardinäle
Erzbistum Florenz
Erzbistum Warschau Portugal: Erzbistum Lissabon Spanien: Erzbistum Barcelona
Erzbistum Mexiko-Stadt
Erzbistum Chicago
Literatur
Dezember 2003 [Bearbeiten]
Die Kardinäle und das Konklave
Christa Kramer von Reisswitz: Die Papstmacher
Weblinks
Apostolische Konstitution "Universi Dominici Gregis" (http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_22021996_universi-dominici-gregis_ge.html) über die Vakanz des Apostolischen Stuhls und die Wahl des Papstes von Rom Liste der vom Papst am 21
Oktober 2003 neu kreierten Kardinäle (http://kath.net/detail.php?id=6060) Vollständige Liste aller Kardinäle der Römisch-Katholischen Kirche (http://www.kathpress.at/newszone/index.php?ty=feat&zg=kw02feature-b.htm) (Kathpress) Das Kardinalskollegium (Artikel vom Vatican Radio) (http://www.vaticanradio.org/tedesco/speciale/ted_concistoro_new.htm) da:Kardinal (katolske kirke) en:Cardinal (Catholicism) fr:Cardinal ja:枢機� pl:Kardynał (godność)
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Kardinal
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