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Diskussion : Kapital
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Kapital
Stichpunkte
Allgemein
Kapital ist ein Begriff
"Verbergen") 1 Kapital in der Volkswirtschaftslehre 2 Kapital in der Betriebswirtschaftslehre 3 Kapitalbegriff in der Soziologie 4 Weitere Wortbedeutungen 5 Wortverwandtschaften 6 Siehe auch [Bearbeiten]
der Soziologie
der in den Wirtschaftswissenschaften
aber auch in der Umgangssprache unterschiedlich verwendet wird. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Kapital in der Volkswirtschaftslehre
neben "Arbeit" und "Boden"
In der Volkswirtschaftslehre ist "Kapital" einer der drei Produktionsfaktoren
dass es neue Lohnarbeit erzeugt
um sie von neuem auszubeuten" Kapital ist ein gemeinschaftliches Produkt und wird privat angeeignet im Kapitalismus
welches die Lohnarbeit ausbeutet und nur unter dieser Bedingung vermehren kann
d.h. es schafft Eigentum
In der Kapitalismusanalyse von Karl Marx wird es als "geronnene Arbeit" bezeichnet. "Lohnarbeit schafft Kapital
Die Lohnarbeit ist der Produktionsfaktor von Kapital
diese teilt sich auf in individuelle Konsumtionsfonds des Kapitalisten und in einen sog
Die Lohnarbeit schafft Mehrwert
Akkumulationsfonds
ein andrer Teil als Kapital angewandt oder akkumuliert." (Kapital Bd
Kapital ist also beides: "Ein Teil des Mehrwerts wird vom Kapitalisten als Revenue verzehrt
I 7
Absch
Akkumulationsprozeß des Kapital) Kapital ist ein Besitzverhältnis
Es besitzt - wie andere Wirtschaftsgüter - die Eigenschaft der Knappheit
Aus der Eigenschaft der Knappheit entsteht der Kapitalzins
Der Kapitalzins ist die Nutzungsgebühr des Kapitals
Die Knappheit des Kapitals kann natürlichen Ursprungs sein oder künstlich erzeugt worden sein
Das Kapital wird nur gegen eine Nutzungsgebühr den Kapitalzins weitergegeben
Der Nicht-Kapitalbesitzer muss Arbeit gegen den Kapitalzins tauschen
Ist dieses Tauschverhältnis gestört
entstehen Wirtschaftskrisen
Der Kapitalbesitzer kann die Nutzung seines Kapitals auch verweigern
Er kann eine zu hohe Nutzungsgebühr verlangen oder die Nutzung völlig verweigern
Da Kapital betriebswirtschaftlich (siehe unten ) Vermögen ist
kann es am Markt auf der Angebotsseite in wenigen Händen oder in einer einzigen Hand konzentriert sein ("Kapitalkonzentration")
tritt dann also als Oligopol oder sogar Monopol auf
Diese günstige Position kann als ein zusätzliches "Kapital" aufgefasst werden. [Bearbeiten]
Kapital in der Betriebswirtschaftslehre
Im engeren betriebswirtschaftlichen Sinne ist "Kapital" eine werthaltige Sache
die zur Vergrößerung ihres eigenen Wertes eingesetzt wird (Geld kauft Arbeit und Produktionsmittel um das Produkt mit Gewinn zu verkaufen; oder es wird als Kredit vergeben um ein ebensolches Geschäft in Gang zu setzen)
In der Bilanz wird es dem entsprechend auf der Haben-Seite verbucht
Aktien
Telefone) Anrecht auf Kapital (beispielsweise Forderungen
Äpfel
Kapital kann man demnach unterteilen in: Geldkapital (Bargeld oder Buchgeld) Sachkapital auch Güter genannt (beispielsweise Maschinen
Kredite
Derivate) Humankapital nimmt eine Sonderstellung ein
Schuldtitel
Aus wirtschaftlicher Sicht ist Humankapital: theoretisch nichtvermehrbares Sachkapital (denn die Vermehrung von Menschen gehorcht kaum wirtschaftlichen Bedürfnissen) praktisch vermehrbares Sachkapital (Die Anzahl der Menschen ist derzeit viel größer als der wirtschaftliche Bedarf danach
Der Wert des Humankapitals wird oft erst durch Bildung erzeugt und ist demnach mit der Stärke der Bildung vermehrbar.) Sozialkapital stellt in neueren wirtschaftstheoretischen Betrachtungen eine Weiterentwicklung des Humankapitalkonzepts dar
da es die informellen und institutionalisierten Beziehungen zwischen den Akteuren als Träger von Kapital betrachtet
Vom Kapital zu unterscheiden ist das Grundeigentum
Ackerland
also die Verfügung über Grund und Boden sowie dort abbaubare Rohstoffe: Hier vergrößert sich kein Wert
sondern der Bedarf nach Geschäfts-/ Fabrikstandorten
Wohnraum
Bergbau
usw. wird ausgenutzt um einen Zins für die Benutzung zu erheben
Der Fakt
ist sehr gefährlich
dass man einiges Kapital unter Anrecht auf Kapital klassifizieren kann
dann kann dieses wiederum Anrecht auf Anrecht auf Kapital und das wiederum Anrecht auf Anrecht auf Anrecht auf Kapital usw. sein
so dass diese "Anrechtskette" in sich selbst enden kann
Ist nämlich Kapital = Anrecht auf Kapital
sondern nur noch vom Gutdünken der bewertenden Marktteilnehmer
In diesem Fall ist der Wert dieses Kapitals aber nicht länger von äußeren Faktoren abhängig
Ein weiterer Kapitalbegriff im engeren ökonomischen Sinne ist der buchhalterische Kapitalbegriff
der die besondere rechnerische Erfassung des Kapitals erfasst
Die statische Bilanzauffassung interpretiert die Bilanz als eine Kapitalbilanz
während die Aktivseite die Vermögensteile
aufzeigt (Mittelverwendung). [Bearbeiten]
in denen das Kapital angelegt ist und die die Deckung für das Kapital darstellen
Die Passivseite zeigt das Eigen- und Fremdkapital (Mittelherkunft)
Kapitalbegriff in der Soziologie
In der mehrdimensionalen Kultursoziologie von Pierre Bourdieu greifen diese Zuschreibungen im ökonomischen Sinne nur unzureichend
Denn hier ist Kapital eine Ressource von objektiven und subjektiven Strukturen und gleichzeitig ein grundlegendes Ordnungsprinzip der sozialen Welt
In der wissenschaftlichen Literatur wird der Begriff auch als Metapher für soziale Macht gebraucht
wobei das kulturelle Kapital noch in drei Unterformen unterteilt wird- objektiviertes
So klassifiziert Pierre Bourdieu zunächst nach: ökonomisches Kapital
inkorporiertes und institutionalisiertes kulturelles Kapital
kulturelles Kapital und soziales Kapital
In verschiedenen Schriften Bourdieus wird auch der Begriff symbolisches Kapital im Kontext zum Lebensstil verwendet
Symbolisches Kapital ist am ehesten mit dem früher immanenten Begriff Prestige zu vergleichen
Verkürzt handelt es sich hier um die Widerspiegelung aller anderen Kapitalformen in einem distinktiven Lebensstil
Das symbolische Kapital erhält seinen Wert durch die Anerkennung des Kapitals (seiner verschiedenen Formen) im sozialen Feld
Kulturelles und soziales Kapital können durch Aufwendung von ökonomischen Kapital erworben werden
womit dem ökonomischen Kapital eine primäre Funktion zugewiesen wird
Aber je nach der Positionierung einer Person beziehungsweise Klasse im spezifischen sozialen Feld beziehungsweise sozialer Raum ist auch die Bedeutung der jeweiligen Kapitalform verschieden
Beispielsweise nimmt im universitären Feld das kulturelle Kapital einen zentralen Stellenwert ein. [Bearbeiten]
Weitere Wortbedeutungen
Die Vorstellung von "Kapital" ist alt und stammt aus der Entstehung der Viehzucht in der Neusteinzeit (im Neolithikum)
Das Wort selbst ist lateinischen Ursprungs (caput für "Kopf")
so heute noch: Diese Schafsherde hat rund hundert Köpfe
Im übrigen wird "Kapital" (als Eigenschaftswort "kapital") umgangssprachlich oft als Metapher benutzt
so etwa - In der Jägersprache hat ein kapitaler Hirsch ein mächtiges Geweih. - Das war ein kapitaler Fehler. - Ihr Kapital ist ihre Unverdrossenheit - Mit der Globalisierung geht den Unternehmen ihr bestes Kapital verloren: die Loyalität ihrer Manager und Belegschaften. [Bearbeiten]
Wortverwandtschaften
Kapitälchen sind eine Schriftform im Buchdruck. Kapitel sind Abschnitte eines Buches. [Bearbeiten]
Siehe auch
Das Kapital
Karl Marx
Finanzkapital Sozialkapital
Soziales Kapital Lokalkapital Pierre Bourdieu en:Capital (economics) fr:Capital ja:資本 nl:Kapitaal (economie) pl:Kapitał
Kapitalismus Naturkapital
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Kapital
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