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Diskussion : Kabale und Liebe
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Impressum
Kabale und Liebe
Stichpunkte
Allgemein
Kabale und Liebe ist ein bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Schiller und wurde am 13
am 15
April 1784 in Frankfurt am Main uraufgeführt; im Mannheimer Nationaltheather wurde das Stück zwei Tage später
April mit großem Erfolg gespielt
Es wurde zur Zeit des Sturm und Drang verfasst
Der ursprüngliche Titel "Luise Millerin" (= Protagonistin) wurde nach dem Vorschlag des Schauspielers Iffland in "Kabale und Liebe" umbenannt. Das Drama kritisiert den ständischen Gegensatz zwischen Adel und Bürgertum und schildert den Konflikt zwischen Sittsamkeit und Liebe
Im Mittelpunkt steht die unglückliche Liebe zwischen dem Adligen Ferdinand und der Musikertochter Luise
"Verbergen") 1 Inhalt 2 Gesellschaftskonflikt 3 Figuren 3.1 Luise Millerin 3.1.1 Generationenkonflikt 3.2 Ferdinand von Walter 3.2.1 Beziehung Luise - Ferdinand 3.3 Sekretär Wurm 3.4 Lady Milford 4 Kabale und Liebe als Gesellschaftskritik 5 Schuld an Luises Tod 6 Bezüge zu Schillers Leben 7 Kabale und Liebe - ein bürgerliches Trauerspiel 7.1 Bürgerliches Trauerspiel 7.2 Beispiele aus Kabale und Liebe 7.3 Aufbau des Dramas 8 Epoche des Sturm und Drangs (1765 - 1790) 9 Kennzeichen des Sturm und Drang in Kabale und Liebe 10 Ausführliches Referat zum Gesamtwerk 10.1 Einleitung 10.2 Biographischer Hintergrund zur Entstehung des Schauspiels 10.3 Inhaltsangabe des Dramas 10.4 Aufbau des Dramas 10.5 Charakteristiken 10.6 Die Sprache als charakteristisches Mittel 10.7 Historische Bezüge des Dramas 10.8 Ein bürgerliches Trauerspiel des „Sturm und Drang“ 10.9 Schillers Theatertheorie zur Entstehungszeit 10.10 Interpretationsansätze 10.11 Erläuterungen 11 Weblinks [Bearbeiten]
Von großem Einfluss auf das Werk war Gotthold Ephraim Lessings Emilia Galotti. "Kabale und Liebe" weist alle Kennzeichen des Sturm und Drang auf
der darin aber durch das Scheitern Ferdinands überwunden wird. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Inhalt
Friedrich Schiller beschreibt in seinem bürgerlichen Trauerspiel Kabale und Liebe den Ständekonflikt zwischen Adel und Bürgertum an Hand der Liebesbeziehung zwischen Ferdinand und Luise
Luise Miller stammt aus bürgerlichem Hause
Ihr Vater ist Musikus und zeichnet sich durch niveaulose Sprache und bürgerliche "Glaubensgrundsätze" aus
Vater Millern will für seine Tochter einen Mann aus bürgerlichem Hause
dem Adeligen Ferdinand
wohlgesonnen ist und damit gesellschaftlichen Ehrgeiz unterstützt
da sie Luises Liebe
zeigt sich seine Position deutlich
die er stets mit harschem Ton in die Schranken weist
Auch im Umgang mit seiner Frau
Ferdinand ist aus hohem Hause
was sich mit seinem Gesellschaftsverständnis in keiner Weise vereinbaren lässt
Der Präsident
sein Vater
erfährt von der Liebesbeziehung seines Sohnes zu einem bürgerlichen Mädchen
Mit seinem Sekretär Wurm schnürt er daraufhin eine Intrige
Aus dem früheren Wort für Intrige – Kabale – erklärt sich auch der Titel des Stücks in Zusammenhang mit der Liebe
der ein angebliches Liebesverhältnis zwischen ihr und dem Hofmarschall von Kalb "entdecken" lässt und den Ferdinand dann – natürlich ganz zufällig – in die Hände bekommt und in Eifersucht entbrennt
Der Sekretär zwingt Luise dazu
einen Liebesbrief zu verfassen
Luises Eltern bedeuten ihr viel
willigt sie ein
und da vom Hof des Präsidenten ihren Eltern mit Pranger und Tod gedroht wird
den Brief zu schreiben
dass er sie nicht heiraten kann und auch nicht will
Ferdinand hat vorher Lady Milford – die adlige Dame ist die Favoritin des Präsidenten für seinen Sohn - klar gemacht
Luise gewinnt in einem Gespräch mit der Lady moralisch die Oberhand – mit ihrer schlichten Liebe zu Ferdinand
Lady Milford entsagt daraufhin der Welt und geht in ein Kloster
Ferdinand beschließt
Luise zu töten
Luise will mit ihrem Vater die Stadt verlassen
In einem dramatischen fünften Akt vergiftet Ferdinand Luise und sich selbst mit Hilfe einer Giftlimonade
Die Beziehung zwischen den unterschiedlichen Ständen endet in einer Katastrophe. [Bearbeiten]
Gesellschaftskonflikt
um die Hierarchie der Stände zu gewährleisten. "Das uns tyrannisierende Gesellschafts-Etwas" aus Theodor Fontanes Werk "Effi Briest" lässt sich bei der Betrachtung des Werks Schillers glanzvoll einbinden
Die Hauptaussage des Trauerspiels Friedrich Schillers lässt sich in einem Satz darstellen: Das Gesellschaftsverständnis dieser Zeit lässt es nicht zu
es wird im Gegenteil versucht – in Schillers Darstellung durch eine Intrige – die Liebenden auseinander zu bringen
dass zwei Liebende aus verschiedenen Ständen ein gemeinsames Leben führen können
Denn dieses Gesellschafts-Etwas ist die Thematik beider Werke
In "Effi Briest" wird der Ehebruch der Frau zum Verhängnis
in "Kabale und Liebe" ist es die Liebe zweier aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammender Personen. [Bearbeiten]
Figuren
[Bearbeiten]
Luise Millerin
Luise Millerin ist die Hauptperson des Dramas
Sie ist blond und zwischen 16 und 17 Jahre alt
Sie ist ihrer Umwelt gegenüber aufgeschlossen und selbstlos
Sie ist eine sehr gläubige Christin und hält ihre Liebe zu Ferdinand für "Kirchenraub"
der bestraft werden wird
Aus ihrer Sicht hat sie damit auch Recht
was aber an deren dümmlicher Art liegt
Zu ihrer Mutter hat sie ein eher schlechtes Verhältnis
dem Musikanten Miller hingegen hat sie ein sehr gutes Verhältnis
Zu ihrem Vater
Sie liebt ihn und würde alles für ihn tun
nur nicht mit dem Herzog schlafen
Alles
Das ist auch der Grund warum sie bei Wurms perfidem Plan mitspielt
Sie sieht keine andere Wahl
um ihren Vater zu retten
erinnert sie an seine Vaterliebe und an ihren Glauben
Ihr Vater hält sie von einem Selbstmord ab
da sie nicht bereut werden könne
Das wäre die größte und letzte Sünde
Luise ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Sittsamkeit und der Liebe zu Ferdinand
also seine gesellschaftliche Stellung nicht aufgeben muss
damit er später einmal Präsident werden kann
dass sie ihn sogar aufgeben würde
Ihre Liebe ist so stark
Luise und Ferdinand sterben beide am Ende des Dramas
vergibt sie Ferdinand
und auch dem Präsidenten
Ferdinands Vater. [Bearbeiten]
ihrem Mörder
Aber während sie stirbt
Generationenkonflikt
Luise liebt ihre Eltern
ein für eine Bürgerliche damals unerreichbarer Ehepartner
zu verstehen
zulässt. [Bearbeiten]
Jedoch fällt es gerade ihrem Vater schwer
warum sie überhaupt die Liebe gegenüber einem Adligen
Ferdinand von Walter
Ferdinand ist ein typischer Vertreter des Sturm und Drang
die bürgerliche Luise zu heiraten
Als Sohn des Präsidenten verbietet es ihm die Gesellschaftsordnung
Er legt jedoch keinen Wert auf seine adlige Abstammung
mit Luise zu flüchten und ein neues Leben aufzubauen
und wäre sogar bereit
lassen ihn schon früh im Buch unbegründet eifersüchtig auf Luise werden
verbunden mit seinem emotionalen Handeln
Sein Besitzdenken und seine absolute Liebe zu Luise
Er ist mit großer Gebärde bereit
die gesamte Weltordnung einzureißen und Gott selbst herauszufordern
Letztendlich maßt er sich die Rolle Gottes als Rächer an und tötet eine Unschuldige. [Bearbeiten]
Beziehung Luise - Ferdinand
Luise: bürgerlich
stürmisch
pflichtbewusst
realitätsfern
will mit Luise fliehen Die Beziehung scheitert
liebt ihren Vater Luise sieht die Realität und glaubt deshalb nur an eine Zukunft (Beziehung) im Jenseits Ferdinand: adelig
Luise ihre bürgerliche Tugend nicht aufgibt und Ferdinand an Luises Liebe zweifelt. --> Intrige funktioniert [Bearbeiten]
vernünftig
egoistisch
fromm
leidenschaftlich
eifersüchtig liebt Luise von ganzem Herzen und sieht keine Schranken
weil die beiden unterschiedliche Wertvorstellungen haben
tugendhaft
impulsiv
Sekretär Wurm
Wurm ist der Sekretär und Vertraute des Präsidenten
zählt sich selbst aber zum Adel
Er ist bürgerlicher Abstammung
Eigentlich ist er keines von beidem
denn von den Bürgern wird er zum Adel gezählt und vom Adel zum Bürgertum
Er ist der Intrigant des gesamten Dramas
Luise Miller einen falschen Brief an den Hofmarschall Kalb zu schreiben
Er erfindet den perfiden Plan
damit Ferdinand sie verlässt und wie nach Plan Lady Milford heiratet
Somit wäre Luise für ihn frei
Wurm weiß über alles und jeden am Hof des Herzogs bescheid
Deshalb kann er diesen Plan auch mit Perfektion durchführen
Lügner und Betrüger bezeichnen. [Bearbeiten]
Mit heutigen Begriffen würde man ihn als schmierigen Heuchler
Spion
Lady Milford
sie mag besonders seine bürgerlichen Tugenden und seine Unschuld beeindruckt von Luises Verständnis von Ehre und Liebe
dass Ferdinand sie heiraten soll sie ist verliebt in Ferdinand
den Fürsten positiv zu beeinflussen und somit den Angehörigen niederer Stände ein angenehmeres Leben zu bereiten => Lady M. ist trotz allem mit ihrer Situation nicht wirklich glücklich. sie ist die Drahtzieherin hinter dem Plan
sondern lässt sich eher von ihren Gefühlen leiten [Bearbeiten]
aufgewachsen in England als Johanna von Norfolk Geliebte des Herzogs - wechselseitige Beziehung: einerseits ermöglicht das Verhältnis ihr ein standesgemäßes Leben und sie hat andererseits die Möglichkeit
will Ferdinand jedoch nicht in Luises Armen sehen entspricht nicht den typischen Normen des Adels: handelt nicht nach einem vom Adel vorgegebenen Muster
Kabale und Liebe als Gesellschaftskritik
Der Adel wird in "Kabale und Liebe" sehr negativ dargestellt: Der Herzog unterdrückt sein Volk
beutet es aus ("Fürstenwillkür"); v
Walter und v
unmoralisches Leben und ist unehrlich (Bedeutung des Eids; Herzog hält sich nicht an die Versprechen an Lady Milford). [Bearbeiten]
Kalb sind durch Verbrechen in ihre Stellung gekommen (gewissenlos und intrigant); der Adel führt ein unchristliches
Schuld an Luises Tod
Rein juristisch ist Ferdinand schuld am Tode Luises
da er sie vergiftet
Aus moralischer Sicht haben auch Wurm und der Präsident Schuld an Luises Tod
Auch Luises Vater trifft einen Teil der Schuld
da er Luise moralisch und religiös unter Druck setzt
da diese die Ständeklausel sehr ernst nimmt. [Bearbeiten]
Die Hauptschuld am Tode Luises hat jedoch die Gesellschaft
Bezüge zu Schillers Leben
um der Empörung gegen Herzog Karl Eugen Ausdruck zu verleihen
Kabale und Liebe entstand
da Schiller tiefe Einblicke in die Unmoral vieler Regenten dieser Zeit hatte und er sich nicht damit identifizieren konnte
Durch seine eigene Liebe zu Lotte zu Wolzogen wurde ihm die Kluft zwischen Adel und Bürgertum schmerzlich eingeprägt und bewusst
Kabale und Liebe von Friedrich Schiller ist ein Werk der Sturm und Drangzeit... [Bearbeiten]
Kabale und Liebe - ein bürgerliches Trauerspiel
[Bearbeiten]
Bürgerliches Trauerspiel
zu Beginn des 18
Definition: dramatische Gattung
Jahrhunderts in England entstanden bekanntester deutscher Vertreter: Lessing Merkmale: gezielter Bruch mit der Ständeklausel: Stücke spielen nicht mehr nur in der Welt der höheren Stände
sondern greifen nun den Alltag der bürgerlichen Gesellschaft auf (Zuschauer sollen sich besser mit Protagonisten identifizieren können)
Personen hohen Standes werden Opfer tragischer Verwicklungen (typisches Beispiel: Liebesbeziehung zwischen zwei Angehörigen verschiedener Stände)
Sprache entspricht der einfachen Art kennzeichnet eine bestimmte Wertevorstellung klagt gesellschaftliche und politische Missstände an [Bearbeiten]
Beispiele aus Kabale und Liebe
Liebesbeziehung zwischen Luise und Ferdinand über die Standesgrenzen hinweg Ort der Handlung wechselt vom Hofe zum bürgerlichen Haus tragisches Ende: Liebesbeziehung scheitert am Standesunterschied Künstlerischer Einstieg durch die Exposition nach Svenja Schnieders [Bearbeiten]
Aufbau des Dramas
1
Akt: Exposition 2
Akt: steigende Handlung 3
Akt: Peripetie / Höhepunkt / Wendepunkt 4
Akt: Retardation / retardierendes Moment / fallende Handlung 5
Akt: Katastrophe / Schluss [Bearbeiten]
Epoche des Sturm und Drangs (1765 - 1790)
Genie
Versöhnung von Vernunft und Natur Siehe auch: Sturm und Drang [Bearbeiten]
Fantasie
Gefühl
Merkmale der Epoche Sturm und Drang: Als Gegenreaktion zur Aufklärung entstanden Herz
Leidenschaft
Kennzeichen des Sturm und Drang in Kabale und Liebe
Ferdinand als typisches Beispiel: Kritik an politischen und gesellschaftlichen Zuständen des Absolutismus (widerspricht dem eigenen Vater) individuelle Interessen
subjektives Gefühl an erster Stelle seines Handelns (Liebe zu Luise als Priorität vor Standesrecht und Vaters Meinung) Forderung nach Freiheit und Sprengen der Ständegesellschaft verliert sich in Scheinwelt (Blind vor Liebe) -> Hybris -> Katastrophe [Bearbeiten]
Ausführliches Referat zum Gesamtwerk
[Bearbeiten]
Einleitung
verfasst von Friedrich Schiller (s
Das bürgerliche Trauerspiel „Kabale und Liebe“
1784 in Mannheim uraufgeführt
Erläuterungen)
beschreibt den Ständekonflikt zwischen Adel und Bürgertum an Hand der Liebesbeziehung zwischen dem adligen Ferdinand von Walter und der bürgerlichen Luise Miller und den Kampf der Freiheit gegen politische Unterdrückung. [Bearbeiten]
Biographischer Hintergrund zur Entstehung des Schauspiels
Friedrich Schiller floh am 24
September 1782 aus dem Machtbereich des württembergischen Herzogs Karl Eugen nach Mannheim
Diese Flucht geschah auf Grund des 14 tägigen Arrestes
welches Karl Eugens über Schillers schriftstellerische Tätigkeit aussprach. Bereits zu diesem Zeitpunkt fasste Schiller den Entschluss zu einem dritten Schauspiel
nach den „Räubern“ und der „Verschwörung des Fiesco zu Genua“. Die Fertigstellung dieses dritten Stückes (Kabale und Liebe) unter dem Titel Luise Millerin
den Schiller von Karl Eugen erhielt
da Schiller ohne Erlaubnis zur Uraufführung der „Räuber“ reiste
erfolgte 1783
sowie wegen des Verbotes
Zur Umbenennung des Schauspieles in „Kabale und Liebe“ kam es auf Vorschlag des Schauspielers und Theaterdichters Iffland
Am 15
April 1784 wurde es in Mannheim uraufgeführt. [Bearbeiten]
Inhaltsangabe des Dramas
stürzt mit seiner
die Tochter des Musikus Miller
Luise
Major und Sohn des Präsidenten von Walter
in einen tödlich endenden Konflikt
auf Gegenseitigkeit beruhenden Liebe
eines hochangestellten Adligen am Hof eines deutschen Fürsten
Ferdinand
Sowohl der Vater Ferdinands wie auch der alte Miller lehnen eine Verbindung ihrer Kinder ab
Der Präsident von Walter lehnt die Heirat seines Sohnes mit einer Bürgerlichen ab und verfolgt statt dessen das Ziel Ferdinand mit Lady Milford
der Mätresse des Herzogs
zu verheiraten um so seinen Einfluss bei Hofe zu vergrößern
Ferdinand rebelliert jedoch gegen den Plan seines Vaters
kündigt ihm sein Gehorsam und versucht Luise zur Flucht zu überreden
Um sein Ziel zu erreichen
initiieren der Präsident und sein Sekretär Wurm
zugleich Ferdinands Nebenbuhler
eine heimtückische Intrige: Luises Eltern werden grundlos verhaftet
könne sie ihre Eltern nur durch einen an den Hofmarschall von Kalb gerichteten Liebesbrief retten
so erklärt man Luise
Vom Tod
Zudem muss Luise einen Eid auf ihr Leben schwören
den erzwungenen Brief als ein von ihr aus freien Entschluss verfasstes Schriftstück auszugeben
Dieser Brief wird Ferdinand zugespielt und weckt gezielt dessen Eifersucht sowie rachsüchtige Verzweifelung
Luise will sich daraufhin durch Freitod vom Eid lösen
um vor Ferdinand sterbend die Unschuld ihrer Liebe wiederherzustellen
Dieses Vorhaben durchkreuzt ihr Vater
indem er massiven moralischen und religiösen Druck auf sie ausübt
Somit hat sie den Anklagen Ferdinands nur das Schweigen und die durch den Eid geforderte Lüge entgegenzusetzen
Blind vor Wut und Verzweiflung vergiftet Ferdinand sich und Luise
Sterbend ist Luise frei von ihrer Schweigepflicht und vergibt Ferdinand. [Bearbeiten]
Aufbau des Dramas
Der Aufbau des Stückes folgt einem strengen System
welches mit den Begriffen „Symmetrie“ und „dialektisches Prinzip“ bezeichnet werden kann
Entsprechung und Gegensatz kennzeichnen Inhalt wie auch Gestalt des Werkes
Dies wird in der Abfolge der Szenen deutlich
die einen regelmäßigen Rhythmus im Wechsel der Welt des Kleinbürgertums mit der Welt des absolutistischen Hofes beinhalten
Auf diese Weise wird die „ kleine Welt“ (Zimmer der Miller) der „ großen Welt“ (Saal des Präsidenten bez
Palais der Lady Millford) dialektisch gegenübergestellt und andererseits eine Symmetrie in der Abfolge der Szenen erzielt
Auch für den Handlungsaufbau des Werks gilt das Prinzip der Symmetrie
4)
die dritte besiegelt ihn im Tod
4) anführen. Die erste hebt den geheimen Gegensatz der Liebenden hervor
Als Beispiel lassen sich die drei Szenen zwischen Ferdinand und Luise am Anfang (1
4) und am Ende (5
die zweite lässt ihn in dem entscheidenden Wendpunkt akut werden
in der Mitte (3
Abfolge der Szenen: 1
5-1
Akt: Zimmer beim Musiker (1
1-1
4) Saal beim Präsidenten (1
7) 2
Akt: Palais der Lady (2
3) Zimmer beim Musiker (2
4-3
3) Zimmer beim Musiker (3
7) 3.Akt: Saal beim Präsidenten (3
1-2
4-2
6) 4
1-3
6-4
1-4
5) Palais der Lady (4
Akt: Saal beim Präsidenten (4
9) 5
Akt: Zimmer beim Miller Dieser Akt beinhaltet keinen Schauplatzwechsel und stellt somit eine Ausnahme vom bisherigen Aufbauprinzip da. [Bearbeiten]
Charakteristiken
Die Welt des Adels: Fürst: Der Fürst wird als absolutistischer Herrscher dargestellt
dem das Wohl seiner Untertanen belanglos ist
Er tritt nicht persönlich auf
sein Hofleben und sein Regierungshandeln haben Einfluss auf das Leben aller Dramenfiguren. Präsident von Walter: (Präsident am Hof des deutschen Fürsten) Sein Amt verschaffte sich der Präsident durch den Mord an seinen Vorgänger
doch seine Heiratspläne
Sein ganzes Verhalten ist darauf ausgerichtet
seine Stellung bei Hofe zu festigen und sich die Gunst des Herzogs zu sichern
Wertvorstellungen und Gefühle
alles muss der Nützlichkeitserwägungen unterliegen
Diesem Machtkalkül unterwirft er Menschen
Dies gilt auch für die Liebe
die er als törichte Schwärmerei ansieht
Eine Heirat soll allein dynastischen oder politischen Zielen dienen
Lady Milford heiraten
so dass der Herzog eine aus politischen Gründen geratene Heirat eingehen könnte
Diesem Grundsatz zugrundeliegend soll Ferdinand die Mätresse des Herzogs
versucht von Walter
sein Ziel mit Zwang zu erreichen
Als Ferdinand sich weigert
Bewusst beschimpft er Luise als Hure
um Ferdinand in seiner Ehre zu treffen und will sie und ihren Vater festsetzen lassen
die Machenschaften seines Vaters publik zu machen
Ferdinand vereitelt dies mit der Drohung
seinem Handlanger Wurm freie Hand für seine Intrige zu lassen und gewinnt den Hofmarschall von Kalb
für sich
der für die Durchführung benötigt wird
Nach dieser Niederlage ist der Präsident bereit
Auf das Sterben seines Sohns reagiert er zunächst nach gewohntem Handlungsmuster
denn er möcht Wurm zum Sündenbock machen
dass Menschen sich nicht wie Schachfiguren bewegen lassen
Erst als Ferdinand ihm im Tode vergibt
die nicht alleine Nützlichkeitserwägungen oder Machtbestrebungen untergeordnet sind
erkennt er seine Fehler. Er erkennt
sondern Empfindungen und Wertvorstellungen nachfolgen
In Reue stellt er sich der Justiz und beendet somit seine Karriere. Ferdinand von Walter: ( Sohn des Präsidenten) Ferdinand hat mit dem Besuch der Akademie die modernen Gedanken der Aufklärung angenommen
Daraus erklärt sich seine Distanz zur höflichen Welt des Vaters und der dort für ihn vorbereiteten Karriere
Er verachtet die intriganten Praktiken der höfischen Welt
denn für ihn sind nicht der Stand
sondern die persönlichen Qualitäten eines Menschen wichtig
die Inhumanität sowie die Amoralität der absolutistischen Ordnung an. Er versucht diese Ordnung zu sprengen und beruft sich dabei auf „Natur“ und „Gott“
So klagt er die Ungerechtigkeiten
Andererseits ist er den adligen Denkmustern verhaftet
indem er den Hofmarschall zum Duell herausfordert
gegen den Standesdünkel und gegen die Standesschranke
Ferdinand wendet sich gegen gesellschaftliche Vorurteile
So will er Luise heiraten
wohl wissend
dass er sich damit gesellschaftlich unmöglich machen würde
Somit setzt er das private Glück über Geburt und Stand
denn dafür ist weder in der höfischen noch in der kleinbürgerlichen Welt Platz
Mit diesen hohen Idealen muss er jedoch scheitern
Ferdinand wird durch emotionalen Idealismus und persönlicher Empfindsamkeit geleitet
dass er den Versprecher des Hoffmarschalls bemerkt
die unter anderem verhindern
der die Intrige offen legte
Auch überhört er die Anmerkungen Luises über ihre Zwangslage
mit ihr in den Tod zu gehen
Als er bei Luise Untreue vermutet
sieht er die einzige Lösung darin
Erst nach Luises Tod ist Ferdinand das erste Mal fähig
mit dem der Präsident von Walter den Weg ins Präsidentenamt freigeräumt hat
etwas von Luises Gedankenwelt anzunehmen
nämlich die Aufforderung zur Vergebung. Hofmarschall von Kalb: Der Hofmarschall verdankt seine Stelle am Hof dem Mordanschlag
Er personifiziert den auf äußeren Schein gerichteten Lebensstil des Hofes
indem er ihn die Ankündigung der geplanten Hochzeit zwischen Ferdinand und Lady Milford verbreiten lässt
Sein Klatschbedürfnis wird vom Präsidenten ausgenutzt
Damit wird von Kalb zu einem nichts ahnenden Werkzeug des von Walters
Später jedoch muss er eine aktive Rolle übernehmen
um als früherer Mitverschwörer des Präsidenten nicht alles zu verlieren
Ihm ist bewusst
dass er als Mensch ohne besondere Qualitäten keine andere Alternative hat
Seine persönliche Feigheit führt zur beinahen Entdeckung der Intrige durch Ferdinand. Lady Milford: (Mätresse des Fürsten) Lady Milford verkörpert sowohl die höfische als auch die bürgerliche Wertewelt
Die höfische Gesellschaft verachtet sie jedoch und bezeichnet sie als „schlechten erbärmlichen Menschen“ ohne Eigenprofil
Lady Milford stammt ursprünglich aus England
auf Grund eines Verdachtes hingerichtet wurde
der oberste Kämmerer des englischen Königs
wo ihr Vater
Aus diesem Grund flüchtete Lady Milford in das deutsche Exil
in dem ihr jedoch die völlige Verarmung droht
Aus dieser Situation heraus erwiderte sie die ihr entgegengebrachte Liebe des Fürsten und wird seine Mätresse
Diese Stellung hat ihr ein standesgemäßes Leben ermöglicht sowie ihren Ehrgeiz befriedigt
die Missstände im Fürstentum zu mildern und Einfluss auf den Fürsten zu nehmen
Auch eröffnet ihr diese Position die Möglichkeit
So wurde auch der Heiratsplan mit Ferdinand nicht vom Präsidenten
sondern von ihr eingefädelt
Lady Milford trägt eine Sehnsucht nach echter Liebe in sich
denn die hat sie nicht beim Fürsten erhalten
Mit Ferdinand will sie das Land verlassen und einen neuen Lebensabschnitt beginnen
denn für sie ist es die größte Wonne einer Frau
Mit ihm will sie eine Herzensbeziehung eingehen
die Sklavin des geliebten Mannes zu sein
gefühlsvolle Frau
die sich durch Ferdinand gekränkt fühlt
Lady Milford ist eine sich beherrschende
Denn dieser bezeichnet sie als eine skrupellose Mätresse
der es vor allem auf Luxus und Wohlstand ankommt und der das Wohl des einfachen Volkes gleichgültig ist
Diese Einstellung ändert sich jedoch
als Lady Milford ihm ihre Lebensgeschichte schildert
Als jedoch Ferdinand ihre Liebe zurückweist
versucht sie ihn mit allen Mitteln zur Ehe zu zwingen
wohl wissend
dass sie Ferdinands Herz nicht gewinnen kann
Lady Milford fürchtet eine mögliche Demütigung und ist so nicht bereit auf die öffentlich bekannt gemachte Verbindung zu widerrufen
indem sie Luise durch Drohungen und Versprechen zum Verzicht zu bewegen versucht
Diese Haltung zeigt sie noch in dem Gespräch mit Luise
In dem Gespräch tritt Lady Milford überlegen auf und demütigt Luise
Der Wendepunkt in dem Verhalten Lady Milfords wird durch Luises Frage
ob sie (Lady Milford) glücklich sei
bewirkt
Die zur Schau getragene adlige Überheblichkeit Lady Milfords zerbricht daraufhin
dass sie Ferdinand für sich haben will und auch nicht auf weitere Drohungen
Sie lässt Luise wissen
die das Gute gewollt hat
voneinander gezerrt zweier Herzen
beendet das Verhältnis mit dem Herzog und geht außer Lande. Insgesamt entsteht das Bild einer Frau
aber in das verschwenderische und intrigante Treiben des Hofes eingebunden ist
macht der Lady aber zugleich schwerste Vorwürfe: „Sie haben den Himmel zweier Liebenden geschleift
Luise erklärt nun ihren Verzieht auf Ferdinand
die Gott aneinander band.“ Lady Milford ist daraufhin zutiefst von der “höheren Tugend“ Luises getroffen
Das Streben nach Ehre und Macht wirft einen Schatten auf ihre Menschlichkeit
die sich in ihrem Verhalten gegen über dem Volk und ihren Dienern zeigt
lässt ihn unsympathisch erscheinen
Am Schluss trifft sie eine klare Entscheidung
geht außer Lande und löst sich so aus den Verstrickungen. Wurm: (Haussekretär des Präsidenten) Wurms Aussehen mit „kleinen tückischen Mauseaugen- die Haare brandrot- das Kinn herausquollent“ beschrieben
Als Bürger
betätigt er sich
als Handlanger im Amt des Sekretärs des Präsidenten
im Dienste des Adels
jedoch in dessen Hand
da auch dieser von seinen „falschen Handschriften“ unterrichtet ist
Auf diesem Posten ist er sich den Machenschaften des Präsidenten bewusst
der die Intrige in Gang setzt
indem er dem Präsidenten von der Liebesbeziehung gezielt unterrichtet
Wurm ist derjenige
Dies geschieht aus persönlichem Grund
da er Luise heiraten und somit Ferdinand als Konkurrent beseitigen will
da er nicht nur Anweisungen befolgt
sondern selber kriminelle Energie entwickelt und die Initiative ergreift
Wurm ist der eigentliche Architekt der Kabale
um Luise für einen ehrbaren bürgerlichen Ehemann unakzeptabel zu machen
um dann mit seinem Heiratsangebot zum Zuge zu kommen
Er entwickelt den Plan gegen Luise und Ferdinand
Für diesen Plan macht er sich die bürgerliche Anständigkeit und Frömmigkeit Luises zu nutze und verdeutlicht jedoch
dass für ihn diese Grundsätze nicht relevant sind
will sich Wurm nicht zum Sündenbock machen lassen und entschließt sich
aufrechter Musiker mit einem festen Platz in der zünftischen Ordnung der Stadt
Für die mißglückte Intrige
alle Verbrechen offen zu legen. Die Welt des Bürgertums: Miller: (Stadtmusikant) Miller ist ein ehrbarer
stehende Gebote einzuhalten
bei dem es vor allem darauf ankommt
Er steht für ein Christentum
somit weist er eine Ehe seiner Tochter mit dem adligen Ferdinand zurück
Miller ist fest im ständischen Denken verankert
für überkommen
wonach der Vater den Ehemann auswählt
denn er hält die Gepflogenheit
Jedoch lässt er Luise bei der Gattenwahl innerhalb der ständischen Ordnung frei Wahl
Wurm lehnt er jedoch als Schwiegersohn ab
Gegenüber seiner Frau verhält er sich als befehlender Patriarch
während ihn mit seiner Tochter eine zärtliche Liebe verbindet
übersieht aber
Er bringt Luise mit starken psychischem und religiösem Druck vom geplanten Selbstmord ab
dass sie an der Situation zerbricht
Sein bürgerliches Selbstvertrauen kommt deutlich im Streitgespräch mit dem Präsidenten zum Vorschein
Miller stellt sich trotz Angst gegen den Präsidenten und zeigt ein mutiges Verhalten durch das Beharren auf seine Hausgewalt
dass die verdorbene Welt des Adels moralisch unter der bürgerlichen Welt steht
Des weitern spricht er deutlich seine Meinung aus
dass auch in Miller Aufstiegsträume vorhanden sind
Das von Ferdinand überreichte Geldgeschenk offenbart
Jedoch nimmt sein Verhalten bei der Übergabe groteske Züge an. Miller ist eine Gestalt
die zwei unterschiedliche Seiten beinhaltet
Einerseite selbstbewusst
unerschrocken und aufrecht
andererseits engen Grenzen verhaftet und nicht frei von Herrschaftshaltung. Frau Miller: (Frau des Stadtmusikanten) Frau Miller hegt in Bezug auf Luises Beziehung zu Ferdinand kleinbürgerliche Aufstiegshoffnungen und begünstigt heimlich diese Liebesbeziehung
Des Weiteren fühlt sie sich durch das Verkehren eines feinen Herrn in ihrem Hause geschmeichelt
als Schwiegersohn zurück
im Gespräch
spielt ihm jedoch durch ihre Schwatzhaftigkeit und Einfalt Informationen über die Beziehung von Ferdinand und Luise zu
die dieser für seine Intrige zu nutzen weiß
Aus diesem Grund weist sie Wurm
Gegenüber ihrem Mann kann sich Frau Miller nur schwer behaupten
„die neben der ersten Schönheit des Hofes noch Figur machen würde“
Auch gegenüber dem Präsidenten nimmt sie eine ängstliche und unterwürfige Haltung ein und verkörpert somit den Untertanen als Knecht. Luise: (Tochter von Miller) Millers sechzehnjährige Tochter wird als das „schönste Exemplar einer Blondine“ vorgestellt
vor allem zu ihrem Vater hat sie eine sehr enge Beziehung
Sie ist fest in ihrer Familie verankert
so dass sie das unmoralische Leben am Hofe ablehnt
Luise wuchs behütet und zur Ehrbarkeit erzogen auf
Des Weiteren ist ihr Denken sehr vom christlichen Glauben geprägt
In ihrem Leben ändert sich alles
als sie Ferdinand begegnet und ihm in Liebe zugetan ist
denn sie steht zwischen ihrer Liebe zu Ferdinand
Luise befindet sich somit im inneren Konflikt
der Erwartungshaltung ihres Vaters sowie ihrer religiösen Überzeugung
Luise respektiert die Standesschranken der Gesellschaft und glaubt
dass sie von Gott gewollt sind
Sie ist nicht breit
mit Ferdinand das Glück in der Ferne zu suchen aus Furcht vor seinem Vater
lässt sie sich von Wurm einen Brief an einen angeblichen Liebhaber diktieren
Um ihren Vater vor einen „Kriminalprozeß“ zu retten
gibt sie ihren Selbstmordgedanken auf. Nebenpersonen: Sophie: Kammerjungfer der Lady Milford Kammerdiener: Kammerdiener des Fürsten [Bearbeiten]
Nur durch den massiven moralischen und religiösen Druck
denn ihr Vater auf sie aus übt
Die Sprache als charakteristisches Mittel
der die Figuren des Stückes ihren sozialen Ordnungen zuweist
Charakteristisch für Kabale und Liebe ist der von Schiller angewandte Sprachstil
Schiller verwendet einen hohen Stil
Pathos und Hyperbeln um die zynische
kalte Welt des Hofes zu beschreiben
die Hofwelt mit ihren leeren Konversationen und ihrem Hang zu glanzvollen Äußerlichkeiten zu entlarven
Die eingearbeiteten französischen Passagen dienen Schiller dazu
Die Sprache des Präsidenten ist geschliffen
wie den Schröter am Faden.“ Der Sekretär Wurm lässt sich als ein kleineres Ebenbild des Präsidenten ausmachen
berechnend und befehlend arrogant. „Ich halte dich an deiner eigenen Schurkerei
Des Hofmarschall Kalbs Ausdrucksweise kann als Parallele zur Sprache der Frau Miller gesehen werden
unnatürlich und vergreift sich bei manchen Wörtern. “Ich in voller Karriere nach Hause- wechsle die Kleider- fahre zurück- Was sagen Sie? …“
Kalb spricht dümmlich
oft derbe Sprache des Ehepaares Miller gegenüber
Der unnatürliche Sprache des Hofes stellt Schiller die direkte
„Schier dich zum Satan.“ Seine Ansichten unterstreicht er mit allgemeinen Redewendungen wie: „Auf den Sack schlägt man; den Esel meint man.“ Auch Frau Miller ist durch ihre Sprache dem Bürgertum zu zuordnen
Miller wird durch die derbe Sprache des einfachen Mannes charakterisiert: „“Ich habe mich satt gefressen…“
Lady Milford
den Gebrauch verschiedenen Wendungen und Dialektausdrücke wie „Bläsier“ statt Pläsier offenbart sie ihre schwäbische sowie bürgerliche Herkunft. Eine Sonderstellung nimmt die Sprache der Liebenden
Durch den falsche Umgang mit Fremdwörtern
Luise und Ferdinand ein
Deren Sprache weist in Bezug zur sozialen Ebene so gut wie keine ständischen Momente auf. [Bearbeiten]
Historische Bezüge des Dramas
die er selber miterlebte
In dem Stück Kabale und Liebe nimmt Schiller Bezug auf die gesellschaftliche und politische Situation im Herzogtum Württemberg unter Karl Eugen
führte Karl Eugen sein Hofleben nach dem Vorbild des Versailler Hofes
auf die Schiller in dem Stück Bezug nimmt und kritisiert
umfassen fünf Bereiche: Die Verschwendungssucht am herzöglichen Hof: Obwohl zur Zeit Schillers Württemberg einrelativ armes Land war
Die absoluten Praktiken
Dementsprechend aufwendig waren die häufigen Feste
die unter anderem durch Auspressung der Bevölkerung und durch Soldaten verkauf finanziert wurden
Bälle und Jagden
Auf diese Hofhaltung geht Schiller im 2
2
Akt
indem er die unmenschlichen Praktiken (Soldatenverkauf) aufzeigt
mit denen der Geldbedarf für die absolutistische Hofhaltung gedeckt wurde. Soldatenhandel: Der Verkauf von „ Landeskindern“ ins Ausland fand auch in der württembergischen Politik statt und diente der Geldbeschaffung
Szene ein
Handwerker- und Arbeitersöhne von ausländischen Webern mit zum Teil übelsten Methoden (Anwendung von Drohungen
Gewalt und Narkotika) zu ausländische Herrschern
Dieser Soldatenhandel beinhaltete die „Verschleppung“ von Bauern-
Der „Landesvater“ erhielt dafür hohe Summen an Kopfgeldern
Im 2
2
Akt
Szene geißelt Schiller den Soldatenhandel der deutschen Duodezfürsten mit beißender Kritik und realistischer Anklage
1/3 und 4
ausgeprägtes Mätressewesen
welches Schiller in Kabale und Liebe (2
7-9) verarbeitet
für seine Zeit übliches
Des Weiteren verdeutlicht Schiller das schreckliche Schicksal und die ganze Verzweifelung der Betroffenen. Das Mätressenwesen: Karl Eugen führte ein
Franziska von Leutrum war eine der vielen Mätressen von Karl Eugen
später die offizielle Gefährtin des Herzogs und 1780 dessen Ehefrau
Franziska von Leutrum ist das zeitgenössische Vorbild der Dramenfigur Lady Milford
in Kabale und Liebe
7 und Letzte Szene)
Dies gilt insbesondere für den positiven Einfluss
den Franziska von Leutrum auf den Herzog hatte und der sich in der Figur der Lady Milford wiederfinden lässt. Intrigen: Für die Verbrechen
durch die Schiller in seinem Stück den Präsidenten ins Amt gelangen lässt (1.5/7 und 2
finden sich auch Vorbilder im Herzogtum Württemberg
an Verhaftungen und Einkerkerungen ohne jedes gerichtliche Urteil
dachte Schiller in erster Linie an die Verhaftung von Christian Friedrich Daniel Schubart
Der zur Zeit Schillers am württembergischen Hof amtierende Minister Graf Samuel Monmartin hatte mittels gefälschter Briefe seinen Rivalen zu Fall brachte und sich das alleinige Vertrauen des Fürsten verschafft. Willkürherrschaft: In der Kritik am willkürlichen Vorgehen der Herrschenden gegenüber den Untertanen
Dieser Journalisten und Dichter äußerte sich kritisch zu absolutistische Machenschaften
6/7 und 3
3). Beeinflusst wurde das Werk Kabale und Liebe außerdem maßgeblich von den Trauerspielen Lessings „Miss Sara Samposon“ und „Emilia Galotti“. [Bearbeiten]
Dieses willkürliche Vorgehen des Herrschenden lässt sich in Kabale und Liebe im Auftreten des Präsidenten von Walter wieder finden (2
Ein bürgerliches Trauerspiel des „Sturm und Drang“
Schillers „Kabale und Liebe“ ist als bürgerliches Trauerspiel zu verstehen
da es die charakteristischen Aspekte dieser Gattung erfüllt (s
Erläuterungen)
andererseits befasst es sich mit der konkreten Anklage bestehender sozialer und politischer Mißstände
Einerseits behandelt es die ständeunabhängige Frage der Moral und der Unmoral
die bürgerlichen Personen und ihre Weltauffassung ins Zentrum der Handlung
Des Weitern rückten
in Form der Familie Miller
Kabale und Liebe
da die allgemeinen Bestimmungen der Wesensmerkmale des „Sturm und Drange“ erfüllt werden (s
als Frühwerk Schillers wird dem „Sturm und Drang“ zugeordnet
Definitionen)
sowie der Versuch
die Betonung des Rechts auf eine individuelle Lebensgestaltung entgegen den überkommenen Normen der gesellschaftlichen Konventionen
die Fesseln der Ständischen zu sprengen und die Forderung nach Freiheit des Gefühle und der Leidenschaften zu verstehen
Darunter ist die radikale Kritik an den politischen und gesellschaftlichen Zuständen des Absolutismus
Liebe
Herz und Empfindung lassen sich in den Vielzahl von Gefühlsäußerungen der Dramenfiguren wiederfinden
wie Gefühl
Die Zentralbegriffe der Epoche
Die Leidenschaft und Empfindungen
kommen insbesondere in den Regieanweisungen zum Ausdruck. (2
die die ganze Handlung bestimmen
3
Akt
Szene: „worin (Lady Milford) ihn schmelzend ansieht“ oder Luise voller Bestürzung ab geht (4
Akt
da er für das Recht auf individuelle Lebensgestaltung eintritt
9 Szene). Ferdinand von Walter lässt sich als typische „Sturm und Drang“ -Figur ansehen
Des Weiteren ist er nicht bereit sich den übernommenen Konventionen zu beugen und sich in die Ständegesellschaft einzuordnen
In dieser Figur vereinigt Schiller die wesentliche Elemente der Epoche
Das Schlüsselwort für Ferdinand ist „Herz“
sondern in Prosa geschrieben
das von ihm absolut gesetzt wird über alle realen Gegebenheiten hinweg und als Leitwort des Stückes gesehen werden kann. Satzbau und Stil: Das Drama Kabale und Liebe ist nicht in Form eines Reimes
sein subjektives Gefühl
Die im Drama herrschende Bewegung
die zeigt was die Dramenfiguren innerlich umtreibt
wird durch die Regieanweisungen verdeutlicht
Diese Regieanweisungen sind im großen Maß vertreten
Der Satzbau entspricht überstürztem und unüberlegtem Handeln
So etwa „rennt (Ferdinand) in heftigster Unruhe durch den Saal“ (2
3
Akt
Szene) oder „stürzt“ „bald erstarrend
bald wütend herum“(4
2
Akt
Szene)
Ferdinand?“ geprägt
Einwürfen und Ausrufezeichen durch zogen. [Bearbeiten]
Der Satzbau ist außerdem von Ellipsen wie „Das deiner Luise
so wie von Gedankenstrichen
Schillers Theatertheorie zur Entstehungszeit
Zur Entstehungszeit von Kabale und Liebe veröffentlichte Schiller 1784 sein theoretisches Werk „ Die Schaubühne als moralische Anstallt“
Diese dort verfassten Ideen liegen dem Drama Kabale und Liebe zugrunde
jedoch gilt dieses Stück nicht als Demonstrationsobjekt
Der Hauptgedanke dieses Werkes ist die Tragödie als Theodizee (s
die Ordnung der Welt als eine von Gott geschaffene Welt zu zeigen
Erläuterungen) Die Aufgabe des Theaters war somit
indem die höhere Gerechtigkeit auf der Bühne wieder hergestellt wird
nach Schiller
Einen weiteren Aufgabenbereich sah Schiller in dem Erziehungsauftrag des Theaters
den Menschen durch Bildung zur Veredelung zu bringen
Außerdem sollte das Theater die Funktion einer „moralische Anstalt“ einnehmen und somit eine „Katharsis“ (s
Erläuterungen) bewirken
Die bedeutendste Funktion des Theaters sah Schiller jedoch in der Mittelrolle zwischen Freiheit und Notwendigkeit
die das Theater einnimmt
So wird der Kampf des Individuums mit dern gesellschaftlichen
sittlichen und religiösen Zwängen auf der Bühne vom Menschen idealisiert gewonnen. [Bearbeiten]
Interpretationsansätze
Kabale und Liebe wird als ein vielschichtiges und nicht eindimensionales Drama bezeichnet
das viele unterschiedliche Interpretationsansätze birgt
befasst sich mit der Wertewelt und Alltagswirklichkeit der bürgerlichen Kleinfamilie
Drei hauptsächlich Deutungsmöglichkeiten des Dramas lassen sich in der Interpretation als Tragödie
dem Kabale und Liebe zu zuordnen ist
in der religiösen Deutung des Dramas und in der Interpretation als gesellschaftskritisches Drama sehen. Kabale und Liebe als Tragödie: Das bürgerliche Trauerspiel
Mit dem bürgerlichen Trauerspiel wurde erstmals die bürgerliche Welt in den Rang des Tragischen erhoben
Zuvor galten nur dem Adel angehörende als „tragödienfähige“ Personen
in dem eine bürgerliche Person zum tragischen Helden wird
Dies änderte sich mit der Einführung des bürgerlichen Trauerspiels
Kabale und Liebe lässt sich deshalb als eine Tragödie sehen
da sich die Musikantentochter Luise zu einer tragischen Figur wandelt
Luises Charakter ist bestimmt von ihrem christlichen Glauben und ihren hohen ethischen Werten
Ihren Eltern gegenüber ist sie in Liebe zugetan und hinterfragt die patriachische Rolle ihres Vaters nicht
sowie mit Ferdinand in einer Liebesbeziehung zu leben
Diese Haltung bringt sie in den Konflikt
den Geboten von Stand und Religion zu gehorchen
den Wünschen des Vaters zu entsprechen
den sie auch durchzuführen gedenkt
Diesem Konflikt kann Luise nicht entrinnen
um im Jenseits mit Ferdinand in Liebe zu leben
lediglich durch einen Selbstmord
Diese Tatsache macht Luise zur tragischen Figur in Kabale und Liebe
Zudem entsteht ein tragisches Mißverständnis zwischen Luise und Ferdinand in Bezug auf ihre Beziehung
da er hinter diesem Wunsch die Existenz eines anderen Liebhabers vermutet
jedoch erweckt dieser Wunsch Ferdinands Mißtrauen
Luise möchte die Liebesbeziehung wegen des Standesunterschieds beenden
Er verliert sich in Utopien und Schwärmereien
während Luise sich zu ihrer festen Wertewelt bekennt
Sowohl Luise wie Ferdinand gehen in ihren Gesprächen nicht mehr aufeinander ein
wodurch Ferdinand die späteren Zeichen seitens Luise in Bezug auf den Eid nicht wahrnimmt
tragen dazu bei
Diese fehlende Kommunikation und der Eid
den Luise zu erfüllen sich verpflichtet fühlt
dass das tragische Mißverständnis bis kurz vor dem Tod von Luise und Ferdinand bestehen bleibt
Ein weiterer Aspekt
lässt sich in dem Tod der beiden Liebenden sehen
warum Kabale und Liebe eine Tragödie ist
Nachdem Ferdinand
Luise nach vielen Vorwürfen ihren Tod ankündigt
am Ende des Dramas
fühlt Luise sich nicht mehr an den Eid gebunden und enthüllt ihm die Wahrheit
Dieser Moment kann als tragischer Höhepunkt interpretiert werden
denn beide kennen nun die Wahrheit
aber der Gifttod kann nicht mehr aufgehalten werden
tragisches Missverständnis der Liebenden und Tod der Liebenden als tragischer Höhepunkt. Kabale und Liebe in seiner religiösen Deutung: Ein weiterer Aspekt unter dem sich Kabale und Liebe interpretieren lässt ist der
der religiösen Deutung und derer Wichtigkeit
Kabale und Liebe lässt sich somit unter der Betrachtung folgender Aspekte als Tragödie interpretieren: Luise als tragische Figur
denn in dem Drama lassen sich die Figuren durch ihre unterschiedliche Religiösität charakterisiert und ihr Handeln ist jener unterworfen
Es scheint
dass Schiller das Thema der Religiosität bewusst in Kabale und Liebe in den Vordergrund gestellt hat
in ihrem Denken stark von ihrem christlichen Glauben geprägte
Dies lässt sich anhand der Liebenden Luise und Ferdinand verdeutlichen Luise ist eine
kirchenfromme Person
dass ihrer Liebe eine Sünde gegen die gottgewollte ständische Ordnung sei
Sie glaubt unter anderem
Sie kann sich nicht von dem ständischen Denken lösen und bezeichnet ihre Liebe zu Ferdinand als „Kirchenraub“
Dieses religiöses Verständnis ist der Grund
dass Luise der Liebesbeziehung zu Ferdinand im Diesseits entsagen will und stattdessen auf eine erfüllte Liebesbeziehung im Jenseits hofft. Ferdinands Denken und Reden von Gott hingegen haben sich von der christlichen Dogmatik gelöst
Bei ihm ersetzt der Glaube an die Liebe zu Luise die christliche Erlösungstheologie
Sein Eifersucht und Enttäuschung über Luise lassen seine Liebe in Hass umschlagen
den er hegt
In dieser Glaubensentwicklung zeigt sich Ferdinands starker individueller Rechtsanspruch
Auch der von ihm herbeigeführte Tod Luises ist ein Zeichen dieser Entwicklung
den er betrachtet den Tod als die „Rache des Himmels“
Durch Luise und Ferdinand werden zwei sich gegenüberstehende Überzeugungen religiösen Glaubens aufgezeigt
die die entsprechenden Personen von einander trennen
Erst am Ende des Dramas nähern sich die Personen einander an
indem Ferdinand seine Haltung ändert und Luises neutestamentliches Gottesbild der Vergebung übernimmt
Durch die Gegenüberstellung des Glaubens und dem damit verbundenen Handeln hebt Schiller die Unterschiede zwischen adligen Welt und der der bürgerlichen Welt nochmals hervor
in der Luise von der sich entwickelnden Kleinfamilie
dem Gehorsam gegenüber ihrem Vater und dem Befolgen der religiösen Gebote eingeengt und in ihren Emanzipationsbemühungen gehindert wird. Kabale und Liebe als ein gesellschaftskritisches Drama: Die Interpretation Kabale und Liebe
als ein gesellschaftskritisches Drama ist im Hinblick auf die schon erwähnten „Historischen Bezüge“ sehr nahe liegend
Des Weiteren lässt sich hinter Luises Liebes- und Gottesverständnis die einheitliche Lebenswelt des deutschen Kleinbürgertums erkennen
Unter diesen Aspekten lässt sich das Drama als eine (gezielte) zeitgenössische Kritik am Feudalstaat sehen. (s. „Historische Bezüge“) [Bearbeiten]
Erläuterungen
Friedrich Schiller: Friedrich Schiller war Schriftsteller und lebte von 1759 bis 1805
ist er eine der zentralen Gestalten der deutschen Literaturgeschichte
Neben Johann Wolfgang von Goethe
mit dem er den Stil der Weimarer Klassik begründete
zur Mitte des 18
Neue Maßstäbe setzte er vor allem für die weitere Entwicklung des deutschsprachigen Dramas. Bürgerliches Trauerspiel: Bürgerliches Trauerspiel
Jahrhunderts entstandene dramatische Gattung
die mit der klassizistischen Auffassung von Tragödie bricht und Probleme des häuslich-privaten Bereichs bzw. den Konflikt der Stände zum Gegenstand der Handlung macht
Es rückt bürgerliche Personen und ihre Weltauffassung ins Zentrum der Handlung und stellte den Standeskonflikt zwischen Adel bzw
die ausschließlich den Adel als Person der Tragödie vorsah
Hof einerseits und dem Bürgertum andererseits in kritischer Absicht gegenüber. Damit wird mit der bis dahin gültigen Ständeklausel gebrochen
Als Akteure des bürgerlichen Trauerspieles fungieren sowohl Bürger als auch Adelige
Könige) und der „Pöbel�
Ausgeschlossen bleiben die „Großen� (Fürsten
Innerhalb dieses gesellschaftlichen „Mittelstandes� waren Gesinnung und Bildung die entscheidenden Kriterien. Anders als in der klassizistischen Tragödie hatte die Handlung im bürgerlichen Trauerspiel keinen öffentlich-politischen Charakter
an dem die Figuren sich mit Problemen des häuslichen Lebens
Nicht der Hof
der mitmenschlichen Beziehung und der Moral auseinander setzen. Der Einfluss der Empfindsamkeit schlägt sich auch in der Definition des Wirkungsziels nieder: Das bürgerliche Trauerspiel wollte durch „Rührung� auf Gemüt und „Herz� zur moralischen Besserung beitragen
sondern die Familie war jener Schauplatz
die Fähigkeit zum „Mitleiden� zu aktivieren. Sturm und Drang: Sturm und Drang
Absicht war mithin
auch Geniezeit bzw
ist eine philosophisch-literarische Bewegung in Deutschland von etwa 1765 bis 1790
Genieperiode genant
Die Bezeichnung geht auf ein gleichnamiges Drama Friedrich Maximilian Klingers von 1776 zurück
Die Epoche des Sturm und Drangs lässt sich in gewisser Weise als Gegenbewegung zur Aufklärung interpretieren
Im Sturm und Drang werden die natürlichen und auch irrationalen Kräfte des Menschen betont
dessen Herz für die Armen und Geschundenen schlägt und sich gegen Ausbeuter stellt
Als Idealbild steht der Natur- und Kraftmensch
In dieser Epoche des Sturms und Drangs wird das Problem der Standesschranke verstärkt kritisiert
Gefühl
Liebe
Als Zentralbegriffe der Epoche sind neben der Vernunft die emotionalen Begriffe Freiheit
Herz und Empfindung zu verstehen. Theoidzee: (griechisch theos: Gott und dike: Gerechtigkeit) In der Philosophie und Theologie Bezeichnung für die begründete Rechtfertigung Gottes hinsichtlich des Übels und des Bösen in der Welt. Katharsis (griechisch: Reinigung
Befreiung) Die Katharsis ist in der Poetik des Aristoteles ein zentraler Begriff seiner Dramentheorie
Sie ist als die Bezeichnung für eine innere Leuterung des Zuschauers als Wirkung der Tragödie zu verstehen
Nach Aristoteles soll die Katharsis durch die Erregung von „Furcht� und „Mitleid� (so die Übersetzung Lessings) eine von Erleichterung begleitete innere „Reinigung� des Betrachters über die durch die Handlung erzeugten seelischen Regungen bewirken
den Verlauf der Handlung bestimmt. (Schuld und Sühne
Freiheit und Zwang
die späteren Interpreten zufolge in tugendhafte Fertigkeiten verwandelt werden können
Ich und Welt etc.) im Verlauf ihrer Entwicklung bestehen
das statt emotionaler Reinigung mittels Identifikation an die kritisch-rationale Verstandesleistung des Betrachters appellierte. Tragödie (griechisch
bei der das tragische Moment
zu trágos: Bock und odé: Gesang)
zumeist die (unlösbare) Verstrickung des Menschen in sein Schicksal
in der Moderne seine Theorie des epischen Theaters gegenüber
älteste und neben der Komödie wichtigste europäische Dramengattung
Bertolt Brecht stellte der Befreiung von schädlich angesehenen Leidenschaften
Der Begriff wird ausschließlich auf Theaterstücke bis zum 19
Jahrhundert – also auf das Drama in seiner klassischen Form bis hin zum bürgerlichen Trauerspiel bzw. teils bis zum naturalistischen Tendenzstück – angewandt
Auflage vom 11.2004
9
Mentor Verlag GmbH
Martin H.: Friedrich Schiller – Kabale und Liebe
Seit der Moderne
Oldenbourg Interpretationen
absurdes Theater etc.) etabliert. Quellenangabe: Struck
München Ludwig
München Mentor Lektüre – Durchblick: Friedrich Schiller – Kabale und Liebe
Hans-Erich: Friedrich Schiller- Kabale und Liebe
haben sich immer stärker Mischformen zwischen Tragödie und Komödie (Groteske
Tragikomödie
2. überarbeitete Auflage 1998
Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH
die die klare Gattungsbestimmungen sprengte
Königs Erläuterungen und Materialien
C
Auflage 1998
Redmond
Bange Verlag
USA Hrgb: Jens
One Microsoft Way
Studienausgabe Band 14 Re-Sc
Walter: Kindlers Neues Literatur Lexikon
München [Bearbeiten]
Kindler Verlag GmbH
96142 Hollefeld Microsoft Corporation: Encarta Enzyklopädie Standard 2003
Microsoft Encarta Program Manager
Weblinks
'Kabale und Liebe' im Volltext mit Informationen (Kostenpflichtig!) (http://www.kabale-und-liebe.de/) 'Kabale und Liebe' im Volltext bei Projekt Gutenberg (http://gutenberg.spiegel.de/schiller/kabale/kabale.htm) 'Kabale und Liebe' im Spielplan deutschsprachiger Bühnen (http://www.theaterportal.de/detail_search?stueck=kabale%20und%20liebe) Text frei zugänglich bei [Wissen-im-Netz.info (http://www.wissen-im-netz.info/literatur/schiller/kabale/index.htm)]
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