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Diskussion : Kriegsdienstverweigerung
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Kriegsdienstverweigerung
Stichpunkte
Allgemein
am Kriegsdienst teilzunehmen
Kriegsdienstverweigerung (KDV) ist die Weigerung
Absatz 3) und erhielt somit Verfassungsrang
dass niemand gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden darf (Grundgesetz-Artikel 4
Infolge der Erfahrungen mit zwei Weltkriegen wurde im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland das Grundrecht verankert
die dieses Recht verankerte
Die Bundesrepublik Deutschland war die erste Nation der Welt
Mozambique) als internationales Menschenrecht anerkannt
1987 wurde das Recht auf Kriegsdientverweigerung durch die Vereinten Nationen mit nur zwei Gegenstimmen (Irak
dass die Berechtigung zur Verweigerung einer behördlichen Überprüfung ("Gewissensprüfung") durch ein Antragsverfahren unterzogen wird
Mit der Einführung der Wehrpflicht in der Bundesrepublik Deutschland wurde allerdings die Ausübung dieses Grundrechts dadurch erschwert
den Militärdienst zu verweigern
Auch in vielen anderen demokratischen Staaten mit einer Wehrpflichtigen-Armee gibt es rechtlich die Möglichkeit
Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung wird in den verschiedenen Ländern unterschiedlich liberal oder streng gehandhabt und ausgelegt
Manchmal ist die Inanspruchnahme dieses Rechts nur auf bestimmte Gruppen (mit bestimmten religiösen oder moralischen Überzeugungen) beschränkt
mal weniger hohen rechtlichen Hürden
oder sie ist verbunden mit der Überwindung von mal mehr
In vielen totalitären Ländern ist Kriegsdienstverweigerung rechtlich nicht möglich; jeder kann dort zum Dienst an der Waffe gezwungen werden
Kriegsdienstverweigerung wird in solchen Staaten in der Regel als Fahnenflucht (Desertion) verfolgt und ist mit teilweise harten (Gefängnis)Strafen verbunden
Zumindest im Kriegszustand kann die Ahndung von Kriegsdienstverweigerung bzw
Desertion bis zur Todesstrafe führen
aber ein ehrlicher
Zur Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer gibt es in Deutschland zur Zeit das schriftliche Antragsverfahren. Über Form und Inhalt wird bei Experten zwar gerne gestritten
selbst geschriebener Antrag eines Pazifisten kann auch nur eine einzige Seite umfassen
Nur in seltenen Fällen (also wenn der Antrag mehrmals fehlschlägt) wird heute noch eine mündliche Anhörung verlangt
die bis zum 30
Für Kriegsdienstverweigerer
Juni 1983 ihren Antrag stellten
war das die Regel
hauptsächlich aus Kostengründen
ganz abzuschaffen
Es gibt auch Vorschläge
diese mündliche Anhörung
aufschiebende Wirkung hat aber nur ein Antrag vor der Einberufung
Eine Kriegsdienstverweigerung kann in Deutschland von jedem und jederzeit eingereicht werden
bis über den Antrag entschieden wurde
Wer nach der Einberufung verweigert kann in Friedenszeiten dennoch zur Bundeswehr gezogen werden
Beratung für Kriegsdienstverweigerer bieten in vielen deutschen Städten die jeweils örtlich Beauftragten der christlichen Kirchen und die DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner)
"Verbergen") 1 Kritik an den Verfahren 2 Anerkennungsgründe (Deutschland) 3 Kriegsdienstverweigerungen von Frauen in Deutschland 4 Wehrpflicht
Viele
die dem Dienst irgendwie entkamen oder ihren Dienst (auch freiwillig und länger als normal) geleistet haben
Kriegsdienstverweigerer und Soziales System 5 Literatur 6 Siehe auch 7 Weblinks [Bearbeiten]
stellen heute einen KDV-Antrag. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Kritik an den Verfahren
dass die Annahmeverfahren
Kritisiert wird oft
ob der großen Anzahl von Anträgen (etwa 30% eines Jahrgangs verweigern) sehr mangelhaft sind
die früher durch das Kreiswehrersatzamt und heute durch das Bundesamt für den Zivildienst durchgeführt werden
dass zwei gleiche Anträge von verschiedenen Antragsstellern zu gegensätzlichen Ergebnissen führen
So kann es sein
in denen der Antragsteller keinerlei Bezug auf Art
Ebenfalls sind eindeutig rechtswidrige Anerkennungen bekannt
4.3 GG nahm
Ein Fall wurde gar auf Basis ökologischer Gewissensgründe anerkannt
da Militärfahrzeuge im Gelände die Natur schädigen würden
dass die Ausschüsse und Kammern naturgemäß parteiisch sein müssten
Als noch in den ersten beiden Instanzen die Kreiswehrersatzämter entschieden
wurde zudem bemängelt
ob nicht besser unabhängige Richter über die Anträge entscheiden sollten
Diskutiert wurde daher immer wieder
Ein genereller Kritikpunkt an den in Deutschland in der Vergangenheit und heute gegebenen Anerkennungsverfahren von Kriegsdienstverweigerern war die Fraglichkeit der Prüfbarkeit eines Gewissens
Bei den bis in die achtziger Jahre des 20
die als Gewissensprüfung bezeichnet wurden
zu denen der Antragsteller eine seinem Gewissen konforme Stellungnahme abgeben sollte
JH. üblichen mündlichen Verfahren
wurden z.T. ungewöhnliche Szenarien konstruiert
Ein solches Szenario war
dass man versehentlich als Autofahrer jemanden tötet
seinen Führerschein abzugeben
Ein Antrag wurde abgelehnt
da sich der Antragsteller weigerte
dass eine Reihe Zivildienstleistender im Fahrdienst Fahrten verweigerten
Die Folge war
sowie von ihren Rechtsbeiständen darauf trainiert
De facto wurden die Antragsteller jedoch von Organisationen
die Kriegsdienstverweigerer unterstützten
rechtmäßig einwandfreie Antworten zu geben
sodass spätestens in dritter Instanz vor einem Verwaltungsgericht eine Anerkennung erstritten wurde
Die Art und Weise der Interaktion der Gewissensprüfer mit den Antragstellern wurde ebenfalls erheblich kritisiert
berichteten regelmäßig von Voreingenommenheit
die alleine ohne Beistand in die Verhandlungen gingen
Antragsteller
Beleidigungen und Provokationen
Teilweise wurde in Frage gestellt
ob ein Verfahren im Einzelfall noch der Menschenwürde gerecht würde
Die konstruierten Szenarien in den mündlichen Verhandlungen waren ein dauerhafter Streitpunkt
die teilweise jenseits jeder Wahrscheinlichkeit lagen
Bevorzugt wurden hoch interpretierbare Szenarien vorgestellt
Ein Beispielszenario war
dass man sich nach dem Untergang eines Schiffes dank eines Stückes Treibholz über Wasser halten konnte
um beide zu tragen
aber das Treibholz reicht nicht aus
Ein anderer Schiffbrüchiger schwimmt heran
Was tut der Antragsteller? Weist er den anderen zurück
so konnte er offensichtlich doch die Tötung eines anderen Menschen akzeptieren
so war die Antwort offensichtlich unglaubwürdig
Sagte er aus
er würde sich opfern und das Treibholz dem anderen überlassen
so versuche der Antragsteller entweder einer Antwort auszuweichen
oder aber er sollte Stellung beziehen
es käme zu einem Kampf
ob er im Rahmen des Kampfes die Tötung des anderen in Kauf nahm
Sagte er
als von der Argumentation des Antragstellers
Umstritten war
ob die Kreiswehrersatzämter informell Anerkennungsquoten hätten und somit die Anerkennung von Kriegsdienstverweigerern in den mündlichen Anhörungen eher von der Anzahl der benötigten Wehrpflichtigen bestimmt wurde
Dieselbe Frage wurde gestellt
als mit Abschaffung der mündlichen Anhörungen die Dauer des Zivildienstes von 16 auf 20 Monate erhöht wurde (Wehrdienst damals 15 Monate)
dass die Dauer des Wehrdienstes inkl. späterer Wehrübungen durchaus 20 Monate erreichen könne
Dabei wurde argumentiert
was aber nur ausnahmsweise der Fall war
Mit derselben Argumentation wurde zuletzt auch die Verkürzung des Zivildienstes auf 9 Monate vertreten
dass er irreparablen seelischen Schaden erleiden würde
sollte er gegen sein Gewissen Kriegsdienst an der Waffe leisten (und bei dieser Gelegenheit einen anderen Menschen töten) müssen
In Teilen der Gesellschaft fand man es stets bedenklich
dass ein Kriegsdienstverweigerer nachweisen musste
was allerdings der Gefechtsrealität widersprach
dass ein normaler Soldat keinen solchen Schaden erleiden müsste
Dagegen wurde postuliert
Einige Gruppierungen regten daher in den siebziger und frühen achtziger Jahren immer wieder eine analoge Prüfung für Soldaten an
dass sie ohne irgendwelche psychischen Probleme Menschen töten könnten
in denen die angehenden Rekruten glaubhaft darlegen sollten
da sie sonst zum Kriegsdienst mit der Waffe nicht geeignet seien
Der Vorschlag wurde jedoch politisch niemals aufgegriffen. [Bearbeiten]
Anerkennungsgründe (Deutschland)
Basis für die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer sind ausschließlich Gewissensgründe nach Art
4.3 GG
Die reine Behauptung
reicht nicht aus
dass das Gewissen den Kriegsdienst verbietet
Ebenfalls sind religiöse Gründe unzureichend
beispielsweise der Glaube und die Furcht
auf Grund eines im Krieg getöteten Menschen in die Hölle zu kommen
dass man eigenen Verwandten gegenüber stehen könnte und diese gegebenenfalls töten müsste
durchaus wichtig sein. Zu Zeiten der deutschen Teilung wurde auch nicht akzeptiert
der im Rahmen des Antrags dargestellt werden muss
Dagegen kann die Religion für den Gewissensbildungsprozess
sollte er als Soldat einen Menschen töten müssen
dass er irreparablen seelischen Schaden erleiden und die Persönlichkeit zerbrechen würde
Für eine Anerkennung muss der Antragsteller glaubhaft darlegen
Dagegen ist persönliche Notwehr (die von der kollektiven Notwehr unterschieden wird
in die ein Soldat gezwungen wird) akzeptabel
Sowohl in persönlicher Notwehr (Angriff auf das eigene Leben) als auch in persönlicher Nothilfe (z.B
Angriff auf die Freundin) kann die Tötung des Angreifers in Kauf genommen werden
ohne dass die eigene Persönlichkeit zerbrechen muss
wenn man als Zivilist im Kriegsfall einen feindlichen Soldaten tötet
der sich rechtswidrig verhält (Genfer Konventionen). - Irrelevant dabei ist letztendlich die tatsächliche Gewissenslage
Dasselbe gilt
das Leben eines Täters höher als das des Opfers zu bewerten
wurde im Einzelfall so ausgelegt
dass der Antragsteller unglaubwürdig sei
Die Ablehnung persönlicher Notwehr oder der Unwillen
Da heute in der Regel eine schriftliche Verweigerung zur Anerkennung ausreicht und es einen sinkenden Bedarf an Wehrdienstleistenden bei steigendem Bedarf an Zivildienstleistenden gibt
sind solche "Spitzfindigkeiten" kaum noch relevant. [Bearbeiten]
Kriegsdienstverweigerungen von Frauen in Deutschland
was aber oft nur zu Verwirrung bei den Ämtern führt
Auch Frauen verweigern gelegentlich den Kriegsdienst
Basis ist hierbei Art
12a Absatz 4 GG: Kann im Verteidigungsfalle der Bedarf an zivilen Dienstleistungen im zivilen Sanitäts- und Heilwesen sowie in der ortsfesten militärischen Lazarettorganisation nicht auf freiwilliger Grundlage gedeckt werden
so können Frauen vom vollendeten achtzehnten bis zum vollendeten fünfundfünfzigsten Lebensjahr durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes zu derartigen Dienstleistungen herangezogen werden
Sie dürfen auf keinen Fall Dienst mit der Waffe leisten
Dadurch
dass eine Frau nicht zum Dienst an der Waffe verpflichtet werden kann
erübrigt sich auch eine Verweigerung nach Art
4.3 GG
der sich aus Artikel 12a Absatz 4 herleitet
die also den Kriegsdienst
in diesem Zusammenhang den Dienst
tut dies ohne Rechtsgrundlage und könnte mit einem Totalverweigerer gleichgesetzt werden
Eine Frau
verweigert
Rechtliche Konsequenzen aus Frauen-KDV sind nicht bekannt. [Bearbeiten]
Wehrpflicht, Kriegsdienstverweigerer und Soziales System
die letztendlich auch die Abschaffung des Zivildienstes mit sich brächte
Derzeit findet in Deutschland eine Diskussion um die Abschaffung oder Aussetzung der Wehrpflicht statt
würde dies zu finanziellen Problemem oder Personalengpässen bei diesen Einrichtungen führen
Eine Kriegsdienstverweigerung beträfe im gesetzten Fall nur Berufssoldaten
die sich im Nachhinein auf Gewissensgründe berufen. Da jedoch eine Reihe von sozialen Einrichtungen in erheblichen Maße auf Zivildienstleistende als engagierte und billige Arbeitskräfte angewiesen sind
Diskutiert wird derzeit ein soziales Pflichtjahr oder die Förderung freiwilligen Sozialdienstes
sollte die Wehrpflicht abgeschafft werden
Insofern wird die Zukunft der Wehrpflicht
der Kriegsdienstverweigerung und des Zivildienstes in Deutschland vom Gesetzgeber eher als eine politische Frage diskutiert
wie soziale Interessengruppen und die Finanzierung des Sozialstaats berücksichtigt werden können. Die Frage der nationalen Verteidigungsfähigkeit und die Forderungen vieler Politiker und militärischer Kreise nach neuen Aufgaben der Bundeswehr nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und des Kalten Krieges
etwa angesichts des Problems
die deren Flexibilität und internationale Einsatzfähigkeit ermöglichen soll
wird mit einer Umstrukturierung der Armee beantwortet
Der Artikel 4 Absatz 3 in seinem moralischen Ursprung spielt bei diesen Diskussionen derzeit nur eine untergeordnete Rolle. [Bearbeiten]
Literatur
Das Grundrecht der Kriegsdienstverweigerung in Artikel 4 Absatz 3 im Spannungsverhältnis mit der Landesverteidigung
Rosenke
Jens
FU Berlin SoSe 1999 (www.leistungsschein.de) (http://www.leistungsschein.de/archiv/politikwissenschaft/arbeiten/pol_u_recht/Rosenke_Jens_Kriegsdienstverweigerung.pdf) [Bearbeiten]
Siehe auch
Wehrersatzpflicht Wehrdienstverweigerung der Zeugen Jehovas Totalverweigerung [Bearbeiten]
Weblinks
Zivildienst-FAQ mit häufig gestellten Fragen und Antworten zur Kriegsdienstverweigerung in Deutschland (http://www.scheck-online.com/zivildienst/) bundesrecht.juris.de (http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/kdvg_2003/index.html) - Gesetz über die Verweigerung des Kriegsdienstes mit der Waffe aus Gewissensgründen (Deutschland) http://www.zivi.org/ - Information rund um den Zivildienst (Deutschland) http://www.zentralstelle-kdv.de/ - Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen http://www.kampagne.de/ - Kampagne zur Abschaffung von Zwangsdiensten http://www.verweigerungsministerium.de/ - wie verweigere ich den Wehrdienst http://austria.gnx.at/ - Ratschläge zur Kriegsdienstverweigerung in Österreich http://www.zivildienst.ch/ - Schweizer Beratungsstelle für Militärverweigerung und Zivildienst en:Conscientious objector Bitte beachten Sie auch den Hinweis zu Rechtsthemen!
[X] Schliessen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Kriegsdienstverweigerung
aus der freien Enzyklopädie
wikipedia
und steht unter der
GNU Lizenz für freie Dokumentation
. In der wikipedia ist eine
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Wehrersatzpflicht
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Ausgabe
Xhosa
ISO 639
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